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Dokumentenidentifikation DE102005048244A1 12.04.2007
Titel Sensor zur Aktivierung eines Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems
Anmelder TRW Automotive GmbH, 73553 Alfdorf, DE
Erfinder Däuber, Markus, 73054 Eislingen, DE;
Klaassen, Jens, 73553 Alfdorf, DE;
Rink, Jürgen, 73550 Waldstetten, DE
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048244
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60R 22/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Sensor (10) zur Aktivierung eines Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems, insbesondere des Sperrmechanismus eines Gurtaufrollers. Der Sensor (10) umfaßt einen im wesentlichen rotationssymmetrischen Trägheitskörper (14), ein Lager (12), welches den Trägheitskörper (14) trägt, einen Sensorhebel (34), der auf einer Ruhelage durch eine Bewegung des Trägheitskörpers (14) verschwenkt werden kann und damit das Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem aktiviert, und einen auf dem Trägheitskörper (14) kippbaren Kopplungskörper (40), der zwischen dem Trägheitskörper (14) und dem Sensorhebel (34) liegt und in Anlage mit dem Trägheitskörper (14) und dem Sensorhebel (34) ist. Der Kopplungskörper (40) weist eine Grundfläche (42), eine Deckfläche (44) und eine Mantelfläche (46) auf, wobei in einer Ruhestellung des Trägheitskörpers (14) zwischen der Grundfläche (42) und dem Trägheitskörper (14) wenigstens zwei beabstandete erste Berührstellen vorhanden sind, wobei durch ein der Berührstellen die Kippachse verläuft, und zwischen der Deckfläche (44) und dem Sensorhebel (34) wenigstens zwei beabstandete zweite Berührstellen vorhanden sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sensor zur Aktivierung eines Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems, insbesondere des Sperrmechanismus eines Gurtaufrollers, mit einem im wesentlichen rotationssymmetrischen Trägheitskörper, einem Lager, welches den Trägheitskörper trägt, einem Sensorhebel, der aus einer Ruhelage durch eine Bewegung des Trägheitskörpers verschwenkt werden kann und damit das Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem aktiviert, und einem auf dem Trägheitskörper kippbaren Kopplungskörper, der zwischen dem Trägheitskörper und dem Sensorhebel liegt und in Anlage mit dem Trägheitskörper und dem Sensorhebel ist.

Fahrzeugsensitive Sensoren zur Aktivierung von Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystemen sind bekannt und werden in Sicherheits-Gurtaufroller eingebaut. Im Falle einer positiven oder negativen Fahrzeugbeschleunigung bewegt sich der Trägheitskörper und führt zum Verschwenken des Sensorhebels. Eine Kupplungsklinke am Sensorhebel wird dadurch in die Kupplungsverzahnung eines Blockiermechanismus eingesteuert, der schließlich die Gurtspule blockiert und ein Abziehen von Gurtband verhindert. Die Auslösung des Sensors erfolgt darüber hinaus auch ab einer bestimmten Schräglage des Fahrzeugs.

Die GB 1 472 558 als nächstliegender Stand der Technik zeigt einen Sensor der eingangs genannten Art. In dieser Schrift wird der Sensor im wesentlichen durch Verkippen eines Trägheitskörpers gegenüber seinem Lager und durch Verkippen eines Kopplungskörpers gegenüber dem Trägheitskörper ausgelöst. Die Kopplung mit dem Sensorhebel erfolgt über einen singulären Kontaktpunkt zwischen dem Sensorhebel und dem Kopplungskörper. Die Bewegung des Sensorhebels durch Verkippen der Körper bietet den Vorteil, daß die Sensorauslösung weitgehend unabhängig von Gleit- und Haftreibeinflüssen ist. Die Reibung ist bei derart empfindlichen Sensoren ein schwer vorhersagbarer Einflußparameter für die Sensorauslösung, insbesondere weil sich der Reibeinfluß mit der Zeit ändert (z.B. durch Schmutzablagerung, Materialalterung oder Korrosion).

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, unter Beibehaltung der weitgehend reibungsfreien Sensorauslösung weitere Sensoreigenschaften zu verbessern.

Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Sensor der eingangs genannten Art vorgesehen, bei dem der Kopplungskörper eine Grundfläche, eine Deckfläche und eine Mantelfläche umfaßt, wobei in einer Ruhestellung des Trägheitskörpers zwischen der Grundfläche und dem Trägheitskörper wenigstens zwei beabstandete erste Berührstellen vorhanden sind, wobei durch eine der Berührstellen die Kippachse verläuft und zwischen der Deckfläche und dem Sensorhebel wenigstens zwei beabstandete zweite Berührstellen vorhanden sind. Gegenüber dem Stand der Technik bietet eine solche Ausführung den Vorteil, daß sich die Auslösegeschwindigkeit des Sensors erhöht. Die erfindungsgemäß im Kopplungskörper ausgebildete Deckfläche trägt nämlich beim Verkippen des Kopplungskörpers zusätzlich zur Auslenkung des Sensorhebels bei, so daß für eine vorgegebene Sensorhebelauslenkung eine geringere Verkippung des Trägheitskörpers notwendig ist. Für durchgehende Berührflächen oder Linienberührungen können im allgemeinen beabstandete Punkte oder Abschnitte definiert werden, die hier als beabstandete Berührstellen bezeichnet sind. Im Unterschied dazu bilden singuläre Punktberührungen in der Realität zwar auch kleine, punktuelle Berührflächen aus, die jedoch immer noch als jeweils einzelner Punkt angesehen werden und somit genau eine Berührstelle darstellen.

In einer Ausführungsform ist der Kontakt zwischen Grundfläche und Trägheitskörper im wesentlichen eine erste Linienberührung und der Kontakt zwischen Deckfläche und Sensorhebel im wesentlichen eine zweite Linienberührung. Natürlich treten ideale Linienberührungen in der Praxis nicht auf, weshalb die beschriebenen Kontakte, die im wesentlichen als Linienberührung ausgeführt sind, genau genommen langgestreckte Berührflächen mit minimaler Breite darstellen. Je mehr sich diese Berührflächen idealen Linienberührungen annähern, desto geringer ist der unerwünschte Einfluß aus Reibung oder Adhäsion.

Um relativ einfach eine wenigstens annähernde Linienberührung auszubilden, können die Grund- und Deckfläche des Kopplungskörpers konkav ausgebildet sein.

Die Mantelfläche des Kopplungskörpers ist vorzugsweise einwärts gewölbt. Durch diese Querschnittsverschlankung von der Grund- bzw. Deckfläche zur Körpermitte hin ist ein Verkippen des Kopplungskörpers um eine vorbestimmte Kippachse gewährleistet. Die Mantelfläche ist so weit einwärts gewölbt, daß sie beim Verkippen des Kopplungskörpers keinen unerwünschten Kontakt mit anderen Sensorbauteilen eingeht.

Es ist ferner möglich, daß die Grund- und/oder Deckfläche des Kopplungskörpers einen zum Trägheitskörper bzw. Sensorhebel vorstehenden Rand haben. Durch diesen aufgesetzten oder möglicherweise auch einstückig mit dem Kopplungskörper ausgebildeten Rand ist eine Linienberührung zwischen Trägheitskörper und Kopplungskörper bzw. zwischen Kopplungskörper und Sensorhebel leicht herstellbar.

In einer bevorzugen Ausführungsform ist der Kopplungskörper ein Rotationskörper, wobei in der Ruhestellung des Trägheitskörpers zwischen der Grundfläche des Rotationskörpers und dem Trägheitskörper eine erste Ringberührung und zwischen der Deckfläche des Rotationskörpers und dem Sensorhebel eine zweite Ringberührung vorhanden ist. Die Ausbildung des Kopplungskörpers als Rotationskörper ist besonders vorteilhaft, weil dadurch Ringberührungen entstehen, die ein identisches Verhalten des Sensors in alle Richtungen gewährleisten.

Der Trägheitskörper ist in seiner Ruhestellung vorzugsweise koaxial zum Rotationskörper ausgerichtet. Auch dies trägt zu gleichbleibendem, richtungsunabhängigem Sensorverhalten bei.

Der Trägheitskörper und der Sensorhebel können jeweils eine Vertiefung aufweisen, in die sich der Kopplungskörper erstreckt. Der Kopplungskörper befindet sich damit geschützt zwischen dem Sensorhebel und dem Trägheitskörper und ist bis auf eine mögliche Kippbewegung in seiner Lage weitgehend gesichert.

Die Form und Abmessung des Vertiefungsquerschnitts im Trägheitskörper bzw. Sensorhebel entspricht dabei im wesentlichen der Form und Abmessung der Grund- bzw. Deckfläche des Kopplungskörpers. Daß sich Form und Abmessung im wesentlichen entsprechen, bedeutet hierbei, daß der Kopplungskörper genau in die Vertiefungen paßt. Zwischen einer Wand der Vertiefung im Trägheitskörper bzw. Sensorhebel und der Grund- bzw. Deckfläche des Kopplungskörpers soll weder eine Berührung noch ein zu großes Spiel existieren. Im Idealfall ist die Abmessung der Grund- bzw. Deckfläche des Kopplungskörpers geringfügig kleiner als der Vertiefungsquerschnitt im Trägheitskörper bzw. Sensorhebel, wobei die Flächenform (Kreis, regelmäßiges Vieleck, ...) identisch ist. Die Vertiefungen bieten dann Anschläge für den Kopplungskörper, so daß sich dieser in lateraler Richtung, d.h. quer zu seiner Achse, nicht verschieben kann, sondern sofort verkippt.

In weiteren Ausführungsformen unterscheidet sich die Grundfläche des Kopplungskörpers von der Deckfläche des Kopplungskörpers in Form und/oder Abmessung. Dadurch läßt sich die Übersetzung zwischen einer Kippbewegung des Trägheitskörpers und einem Hub bzw. einer Auslenkung des Sensorhebels präzise einstellen.

Der Trägheitskörper kann kippbar gelagert sein und einen Schwerpunkt aufweisen, der in axialer Richtung oberhalb seiner geometrischen Mitte liegt. Diese kopflastige Bauweise erhöht die Sensibilität des Sensors und den Impuls, der auf den Kopplungskörper übertragen wird.

Bevorzugt weist das Lager des Trägheitskörpers eine Lagerschale auf. Die Ausbildung der Lagerschale beeinflußt zusammen mit der Geometrie des Trägheitskörpers maßgeblich das Kippverhalten des Trägheitskörpers bzw. die Bewegung zurück in seine Ruhestellung. Wichtig ist bei der Sensorgestaltung, daß das Funktionsprinzip des „Standing Man", also das selbständige Aufrichten des Trägheitskörpers in seine Ruhestellung, gewährleistet ist. Dies ist sehr einfach durch den Neigungswinkel einer Seitenwand der Lagerschale zu steuern.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. In diesen zeigen:

1 eine auseinandergezogene, perspektivische Schnittansicht des erfindungsgemäßen Sensors;

2 eine perspektivische Schnittansicht des erfindungsgemäßen Sensors in einer Ruhestellung;

3 und 4 perspektivische Schnittansichten des Sensors aus 2 in ausgelenkter Stellung; und

5 und 6 jeweils einen Schnitt durch alternative Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sensors.

Anhand der Explosionsdarstellung in 1 wird im folgenden ein Sensor 10 zur Aktivierung eines Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems beschrieben. Der Sensor 10 umfaßt ein Lager 12, welches einen Trägheitskörper 14 trägt und im wesentlichen aus zwei Abschnitten besteht. Dies ist zum einen ein Montageabschnitt 16, mit dem der Sensor 10 z.B. an einem Gurtaufrollergehäuse (nicht gezeigt) befestigt werden kann. Zum anderen weist das Lager 12 eine Lagerschale 18 auf, in welcher der Trägheitskörper 14, genauer ein zylindrischer Fußabschnitt 20 des Trägheitskörpers 14, aufgenommen ist. Der Innendurchmesser eines Lagerschalenbodens 22 ist nur geringfügig größer als der Außendurchmesser des zylindrischen Fußabschnitts 20 des Trägheitskörpers 14. Ausgehend vom Lagerschalenboden 22 weitet sich eine Lagerschalenwand 24 nach oben hin auf. Somit kann der Trägheitskörper 14 auf dem Lagerschalenboden 22 nicht verschoben aber verkippt werden.

Der rotationssymmetrische Trägheitskörper 14 besteht aus dem hohlzylindrischen Fußabschnitt 20 und einem aufgeweiteten, massereichen Kopfabschnitt 26. Er weist daher einen Schwerpunkt S auf, der in axialer Richtung oberhalb seiner geometrischen Mitte M liegt.

Der Trägheitskörper 14 ist, wie gesagt, über seinen Fußabschnitt 20 auf dem Lagerschalenboden 22 kippbar gelagert, wobei der Trägheitskörper 14 so weit kippen kann, bis der Fußabschnitt 20 an der Lagerschalenwand 24 anliegt. Solange der Schwerpunkt S des Trägheitskörpers 14 in seiner vertikalen Projektion eine Grundfläche des Trägheitskörpers 14, in diesem Fall gegeben durch den Außendurchmesser des Fußabschnitts 20, nicht verläßt, richtet sich der Trägheitskörper 14 nach einer Verkippung wieder selbständig in seine Ruhestellung auf („Standing Man" – Prinzip).

An der Lagerschale 18 ist ein Fortsatz 28 mit einer Öffnung 30 vorgesehen. An dieser Stelle wird die Lagerschale 18 durch einen Stift 32 schwenkbar mit einem Sensorhebel 34 verbunden. Der Sensorhebel 34 weist hierfür einen Lagerabschnitt 36 mit einer Öffnung 38 auf.

Zwischen dem Trägheitskörper 14 und dem Sensorhebel 34 ist ein Kopplungskörper 40 vorgesehen, der auf dem Trägheitskörper 14 kippbar gelagert und ferner in Anlage mit dem Sensorhebel 34 ist. Der Kopplungskörper 40 ist im vorliegenden Fall ein einschaliger Rotationshyperboloid, also ein Rotationskörper mit einer kreisförmigen Grundfläche 42, einer kreisförmigen Deckfläche 44 sowie einer einwärts gewölbten Mantelfläche 46. Die Grundfläche 42 und die Deckfläche 44 sind konkav ausgebildet, so daß der Kopplungskörper 40 mit dem Trägheitskörper 14 über den Rand seiner Grundfläche 42 eine erste Ringberührung und mit dem Sensorhebel 34 über den Rand seiner Deckfläche 44 eine zweite Ringberührung ausbildet. Alternativ läßt sich definieren, daß Grund- und Deckfläche 42, 44 einen zum Trägheitskörper 14 bzw. zum Sensorhebel 34 vorstehenden Rand aufweisen.

Der Kopfabschnitt 26 des Trägheitskörpers 14 hat eine zylindrische Vertiefung 48, in welcher der Kopplungskörper 40 aufgenommen ist. Die Grundfläche 42 des Kopplungskörpers 40 liegt auf einem Boden 50 der Vertiefung 48 unter Bildung einer ersten Ringberührung.

Im Sensorhebel 34 ist ebenfalls eine Vertiefung 52 vorgesehen, in die sich der Kopplungskörper 40 erstreckt, so daß der Sensorhebel 34 über den Kopplungskörper 40 und den Trägheitskörper 14 auf dem Lager 12 aufliegt. Die Deckfläche 44 des Kopplungskörpers 40 kontaktiert mit einem Boden 54 der Vertiefung 52 über eine zweite Ringberührung.

Die 2 zeigt den zusammengesetzten Sensor 10, wobei sich der Trägheitskörper 14 in einer Ruhestellung und der Sensorhebel 34 in einer Ruhelage befindet. Der Trägheitskörper 14 und der Kopplungskörper 40 sind in dieser Ruhestellung koaxial ausgerichtet. An einem Ende des Sensorhebels 34 bildet der Stift 32 ein Schwenklager aus, über das der Sensorhebel 34 schwenkbar mit dem fahrzeugfesten Lager 12 verbunden ist. Am entgegengesetzten Ende des Sensorhebels 34 ist eine Steuerklinke 56 angeformt, die in eine Verzahnung 58 eingreifen kann, wenn der Sensorhebel 34 nach oben schwenkt. Die Verzahnung 58 gehört im vorliegenden Fall zu einer nur schematisch dargestellten Steuerscheibe 60 eines Sicherheits-Gurtaufrollers.

Die 3 und 4 zeigen den Trägheitskörper 14 jeweils in einer zu seiner Ruhestellung verkippten Position, wodurch der Sensorhebel ebenfalls aus seiner Ruhelage verschwenkt ist. Die Steuerklinke 56 des Sensorhebels 34 ist dabei sowohl in 3 als auch in 4 nach oben ausgelenkt, so daß sie in eine Verzahnung 58 eingreifen (2) würde. In 3 kippt der Trägheitskörper 14 aufgrund einer Beschleunigung, Verzögerung oder Neigung des Fahrzeugs um einen Punkt A. Dadurch kippt der Kopplungskörper 40 um eine Kippachse, die durch eine erste Berührstelle B zwischen dem Kopplungskörper 40 und dem Trägheitskörper 14 verläuft, wodurch der Sensorhebel 34 über eine zweite Berührstelle C zwischen dem Sensorhebel 34 und dem Kopplungskörper 40 angehoben wird. Anschaulich gesagt richtet sich der Kopplungskörper 40 über seine Raumdiagonale [BC] auf und lenkt die Steuerklinke 56 nach oben aus. Die Auslenkung der Steuerklinke 56 erfolgt dabei durch eine Verschwenkung des Sensorhebels 34 um die vom Stift 32 definierte Schwenkachse.

In 4 ist der Sensorhebel 34 des Sensors 10 ebenfalls nach oben ausgelenkt, wobei sich jedoch die Berührstellen der einzelnen Bauteile geändert haben und mit A', B' und C' bezeichnet sind. In der Ruhestellung der 2 stellen die ersten Berührstellen B und B' sowie die zweiten Berührstellen C und C' jeweils beabstandete Berührstellen zwischen Kopplungskörper 40 und Trägheitskörper 14 bzw. Sensorhebel 34 dar.

Die 5 und 6 zeigen Ausführungsformen des Sensors 10, bei denen sich die Grundfläche 42 von der Deckfläche 44 des Kopplungskörpers 40 in ihrer Abmessung unterscheidet. Durch die Variation dieser Flächen verändern sich Länge und Neigungswinkel der Diagonalen, über die sich der Kopplungskörper 40 „aufrichtet", um den Sensorhebel 34 zu verschwenken. Über die Größe der Grundfläche 42 und der Deckfläche 44 des Kopplungskörpers 40 kann also eine Art Übersetzung zwischen der Verkippung des Trägheitskörpers 14 und dem Hub der Steuerklinke 56 erfolgen. Dabei kann sowohl die Deckfläche 44 größer als die Grundfläche 42 (5) als auch die Grundfläche 42 größer als die Deckfläche 44 (6) sein.

In den gezeigten Ausführungsformen ist der Kopplungskörper 40 ein Rotationshyperboloid, also ein Rotationskörper mit kreisförmiger Grund- und Deckfläche 42, 44. In anderen Ausführungsformen ist es auch denkbar, daß Grund- und Deckfläche 42, 44 regelmäßige Vielecke sind, die ebenfalls durch eine einwärts gewölbte Mantelfläche 46 verbunden sind.

Die Wölbung der Mantelfläche 46 nach innen, also in Richtung zum Kopplungskörperschwerpunkt ermöglicht auch bei genauer Passung des Kopplungskörpers in die Vertiefungen 48, 52 des Trägheitskörpers 14 bzw. Sensorhebels 34 ein Verkippen des Kopplungskörpers 40. Bei zylindrischer oder nach außen gewölbter Mantelfläche 46 würde beim Versuch einer Kippbewegung des Kopplungskörpers 40 die Mantelfläche 46 an den Vertiefungskanten auf der Oberseite des Trägheitskörpers 14 bzw. der Unterseite des Sensorhebels 34 anstoßen und ein Kippen verhindern. Um ein Verkippen dennoch zu ermöglichen müßten sich in diesem Fall die Vertiefungen 48, 52 nach Art eines Kegel- bzw. Pyramidenstumpfes zur jeweiligen Körperoberfläche hin aufweiten.


Anspruch[de]
Sensor zur Aktivierung eines Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystems, insbesondere des Sperrmechanismus eines Gurtaufrollers, mit

einem im wesentlichen rotationssymmetrischen Trägheitskörper (14),

einem Lager (12), welches den Trägheitskörper (14) trägt,

einem Sensorhebel (34), der aus einer Ruhelage durch eine Bewegung des Trägheitskörpers (14) verschwenkt werden kann und damit das Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem aktiviert, und

einem auf dem Trägheitskörper (14) kippbaren Kopplungskörper (40), der zwischen dem Trägheitskörper (14) und dem Sensorhebel (34) liegt und in Anlage mit dem Trägheitskörper (14) und dem Sensorhebel (34) ist,

dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungskörper (40) eine Grundfläche (42), eine Deckfläche (44) und eine Mantelfläche (46) umfaßt, wobei in einer Ruhestellung des Trägheitskörpers (14) zwischen der Grundfläche (42) und dem Trägheitskörper (14) wenigstens zwei beabstandete erste Berührstellen vorhanden sind, wobei durch eine der Berührstellen die Kippachse verläuft, und zwischen der Deckfläche (44) und dem Sensorhebel (34) wenigstens zwei beabstandete zweite Berührstellen vorhanden sind.
Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt zwischen Grundfläche (42) und Trägheitskörper (14) im wesentlichen eine erste Linienberührung und der Kontakt zwischen Deckfläche (44) und Sensorhebel (34) im wesentlichen eine zweite Linienberührung ist. Sensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfläche (42) und die Deckfläche (44) des Kopplungskörpers (40) konkav ausgebildet sind. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche (46) des Kopplungskörpers (40) einwärts gewölbt ist. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grund- und/oder Deckfläche (42, 44) des Kopplungskörpers (40) einen zum Trägheitskörper (14) bzw. zum Sensorhebel (34) vorstehenden Rand haben. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungskörper (40) ein Rotationskörper ist, wobei in der Ruhestellung des Trägheitskörpers (14) zwischen der Grundfläche (42) des Rotationskörpers und dem Trägheitskörper (14) eine erste Ringberührung und zwischen der Deckfläche (44) des Rotationskörpers und dem Sensorhebel (34) eine zweite Ringberührung vorhanden ist. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitskörper (14) in seiner Ruhestellung koaxial zum Rotationskörper ausgerichtet ist. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitskörper (14) und der Sensorhebel (34) jeweils eine Vertiefung (48, 52) aufweisen, in die sich der Kopplungskörper (40) erstreckt. Sensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Form und Abmessung des Vertiefungsquerschnitts im Trägheitskörper (14) bzw. Sensorhebel (34) im wesentlichen der Form und Abmessung der Grund- bzw. Deckfläche (42, 44) des Kopplungskörpers (40) entsprechen. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Grundfläche (42) des Kopplungskörpers (40) von der Deckfläche (44) des Kopplungskörpers (40) in Form und/oder Abmessung unterscheidet. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitskörper (14) kippbar gelagert ist und einen Schwerpunkt (S) aufweist, der in axialer Richtung oberhalb seiner geometrischen Mitte (M) liegt. Sensor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (12) des Trägheitskörpers (14) eine Lagerschale (18) aufweist.






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