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Dokumentenidentifikation DE102005048256A1 12.04.2007
Titel Laderaumabdeckung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder BOS GmbH & Co. KG, 73760 Ostfildern, DE
Erfinder Ehrenberger, Marina, 73730 Esslingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005048256
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60J 7/20(2006.01)A, F, I, 20050929, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 7/12(2006.01)A, L, I, 20050929, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Laderaumabdeckung für ein Kraftfahrzeug mit faltbarem Dach zur variablen Abgrenzung von Laderaumabschnitten mit einem zwischen einer Dachaufnahmestellung und einer Laderaumfreigabestellung verlagerbaren Flächengebilde, das zumindest einen im Wesentlichen formstabilen Abschnitt aufweist, der endseitig schwenkbeweglich im Laderaum angeordnet ist und dem zumindest ein flexibler Abschnitt zugeordnet ist, der in einem dem formstabilen Abschnitt abgewandten Endbereich an einer im Laderaum anbringbaren Halterung angebracht ist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der formstabile Abschnitt einen im Wesentlichen ebenen Bereich und einen daran angrenzenden gekrümmten Bereich aufweist, wobei der flexible Abschnitt in einem Übergangsbereich zwischen dem ebenen Bereich und dem gekrümmten Abschnitt befestigt ist.
Eindatz für Laderaumabtrennung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Laderaumabdeckung für ein Kraftfahrzeug mit faltbarem Dach zur variablen Abgrenzung von Laderaumabschnitten mit einem zwischen einer Dachaufnahmestellung und einer Laderaumfreigabestellung verlagerbaren Flächengebilde, das zumindest einen im Wesentlichen formstabilen Abschnitt aufweist, der endseitig schwenkbeweglich im Laderaum angeordnet ist und dem zumindest ein flexibler Abschnitt zugeordnet ist, der in einem dem formstabilen Abschnitt abgewandten Endbereich an einer im Laderaum anbringbaren Halterung angebracht ist.

Aus der DE 199 39 505 A1 ist eine Laderaumabdeckung für ein Kraftfahrzeug mit faltbarem Dach zur variablen Abgrenzung von Laderaumabschnitten bekannt. Die Laderaumabdeckung ist zwischen einer Dachaufnahmestellung und einer Laderaumfreigabestellung verlagerbar und weist einen formstabilen Abschnitt, der schwenkbeweglich an einem Heckträger eines Kofferraumdeckels befestigt ist, auf. An dem formstabilen Abschnitt ist ein flexibler Abschnitt angebracht, der mit einer schwenkbeweglich im Laderaum angebrachten Halterung verbunden ist. Für eine variable Abgrenzung von Laderaumabschnitten schlägt die DE 199 39 505 A1 vor, den formstabilen Abschnitt um eine am Heckträger angesiedelte Schwenkachse zu verschwenken, wodurch eine Zugkraft auf den flexiblen Abschnitt ausgeübt wird. Die Zugkraft führt zu einer Verschwenkung der Halterung, so dass der Laderaum in zwei variable Laderaumabschnitte unterteilt werden kann. Die variablen Laderaumabschnitte ermöglichen alternativ eine Aufnahme des faltbaren Dachs oder eine Aufnahme von größeren oder kleineren Mengen an Gepäck in den Laderaum.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine Laderaumabdeckung zu schaffen, die eine verbesserte Variabilität für die Abgrenzung von Laderaumabschnitten sowie eine komfortablere Bedienung aufweist.

Diese Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung durch eine Laderaumabdeckung der eingangs genannten Art gelöst, bei der der formstabile Abschnitt einen im Wesentlichen ebenen Bereich und einen daran angrenzenden gekrümmten Bereich aufweist, wobei der flexible Abschnitt in einem Übergangsbereich zwischen dem ebenen Bereich und dem gekrümmten Bereich befestigt ist. Mit einer derartigen Gestaltung kann eine besonders raumökonomische Laderaumabdeckung verwirklicht werden, da in der Laderaumfreigabestellung, ein maximales Laderaumvolumen zur Beladung durch einen Benutzer zur Verfügung gestellt werden kann. In der Dachaufnahmestellung ist ein besonders günstiges Verhältnis zwischen dem für das faltbare Dach zur Verfügung stehenden Laderaumabschnitt und dem weiterhin für die Beladung durch einen Benutzer zur Verfügung stehenden Laderaumabschnitt gewährleistet. Durch die Anbringung des flexiblen Abschnitts im Übergangsbereich kann bei Verschwenkung des formstabilen Abschnitts eine vorteilhafte Variabilität des vom im Wesentlichen flexiblen Abschnitt überspannten Laderaumbereichs gewährleistet werden, da sich der flexible Abschnitt von dem formstabilen Abschnitt stellungsabhängig in der Art eines von einer Rolle abzuwickelnden oder aufzuwickelnden flexiblen Flächengebildes verhält. Dadurch kann die vorgenannte vorteilhafte Variabilität für die Laderaumabschnitte verwirklicht werden.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dem formstabilen Abschnitt zumindest eine Federeinrichtung zugeordnet ist, die für eine Ausübung eines Drehmoments auf den formstabilen Abschnitt vorgesehen ist. Mit einer Federeinrichtung, die insbesondere als Zug-, Druck- oder Torsionsfeder ausgeführt sein kann, ist eine Drehmomentbeaufschlagung des formstabilen Abschnittes um dessen Schwenkachse möglich. Die Federeinrichtung kann eine manuell von einem Benutzer oder durch eine Antriebseinrichtung geleistete Arbeit durch elastische Deformation als Federenergie speichern und kann diese Federenergie zu einem späteren Zeitpunkt wieder an den formstabilen Abschnitt zur Durchführung einer Bewegung abgeben. Durch die Federeinrichtung kann der formstabile Abschnitt in einer definierten Ruhestellung im Laderaum gehalten werden. Die Federenergie ermöglicht eine Überführung des formstabilen Abschnitts aus einer Funktionsstellung in eine Ruhestellung. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Federeinrichtung derart gestaltet, dass sie ein Drehmoment auf den formstabilen Abschnitt in Richtung der Dachaufnahmestellung ausüben kann. Der Ruhestellung, in der die Federeinrichtung keine oder nur eine geringe Energiemenge gespeichert hat, entspricht der Dachaufnahmestellung. Die Funktionsstellung, in der die Federeinrichtung zumindest die für die Zurückstellung des formstabilen Abschnitts notwendige Energiemenge gespeichert hat, entspricht der Laderaumfreigabestellung.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dem formstabilen Abschnitt zumindest eine fernsteuerbare Arretiereinrichtung zugeordnet ist. Mit einer fernsteuerbaren Arretiereinrichtung, die beispielsweise mechanisch, elektrisch oder elektronisch ansteuerbar ist und insbesondere von einem Benutzer des Laderaums aktiviert oder deaktiviert werden kann, ist eine ferngesteuerte Veränderung der Stellung der Laderaumabdeckung im Laderaum möglich. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Arretiereinrichtung für eine Festlegung des formstabilen Abschnitts in der Laderaumfreigabestellung angeordnet ist, so dass der formstabile Abschnitt, dessen Federeinrichtung in der Laderaumfreigabestellung für eine Bewegung des formstabilen Abschnitts in Richtung der Dachaufnahmestellung vorgespannt ist, bei Betätigung der Arretiereinrichtung ohne weiteres Zutun eines Benutzers oder einer Einwirkung durch eine Stelleinrichtung in die Dachaufnahmestellung verschwenkt werden kann, wodurch sich der gewünschte Zuwachs an Bedienungskomfort verwirklichen lässt.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Arretiereinrichtung ein Magnetschalter zugeordnet. Mittels eines Magnetschalters kann eine kompakte und kraftvolle, elektrisch ansteuerbare Arretiereinrichtung zu geringen Kosten verwirklicht werden, mit der der formstabile Abschnitt zuverlässig ver- und entriegelt werden kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Arretiereinrichtung mit einer Steuereinheit für eine Ansteuerung des faltbaren Dachs des Kraftfahrzeugs verbunden. Somit kann die Arretiereinrichtung in Abhängigkeit von einer Stellung des faltbaren Dachs angesteuert werden, um eine Verlagerung des formstabilen Abschnitts aus der Laderaumfreigabestellung in die Dachaufnahmestellung zu ermöglichen und somit den Laderaum für die Aufnahme des faltbaren Dachs vorzubereiten.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass die Halterung eine Wickelwelle aufweist, der zumindest eine Zwangsführungseinrichtung zugeordnet ist, die für eine zumindest im Wesentlichen zwangsläufige translatorische Verlagerung der Wickelwelle in Abhängigkeit von einer auf der Wickelwelle aufgenommenen Länge des flexiblen Abschnitts gestaltet ist. Die Wickelwelle als Bestandteil der Halterung dient zur Aufnahme des freien, dem formstabilen Abschnitt abgewandten Ende des flexiblen Abschnitts des Flächengebildes. Die Wickelwelle ist für einen Längenausgleich des flexiblen Abschnitts zwischen der Laderaumfreigabestellung und der Dachaufnahmestellung vorgesehen. Der flexible Abschnitt kann mittels einer Rotation der Wickelwelle um eine Wickelachse auf- oder abgerollt werden. Der Wickelwelle ist eine Zwangsführungseinrichtung zugeordnet, die derart gestaltet ist, dass bei einer Rotation der Wickelwelle eine translatorische Verlagerung der Wickelwelle stattfinden kann. Die Zwangsführungseinrichtung kann für eine vollständige oder nur teilweise translatorische Zwangsbewegung in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung vorgesehen sein. Durch die translatorische Verlagerung der Wickelwelle in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung der Wickelwelle bei Längenänderung des im Laderaum aufgespannten flexiblen Abschnitts kann eine besonders variable Anpassung der Laderaumabdeckung an die Erfordernisse der Dachaufnahmestellung und/oder der Laderaumfreigabestellung erzielt werden. Beispielsweise kann die Wickelwelle durch die translatorische Verlagerung in Richtung der Laderaumfreigabestellung derart gegenüber der Dachaufnahmestellung verlagert werden, dass ein besonders großer Laderaumabschnitt freigegeben werden kann. In Richtung der Dachaufnahmestellung kann eine Rückverlagerung der Wickelwelle in translatorischer Richtung verwirklicht werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zwangsführungseinrichtung für eine zumindest abschnittsweise Zwangskopplung zwischen einer Rotationsbewegung und einer Translationsbewegung der Wickelwelle ausgebildet ist. Damit kann die Wickelwelle in Abhängigkeit von der abgewickelten oder aufgewickelten Länge des flexiblen Abschnitts und der dadurch hervorgerufenen Rotationsbewegung der Wickelwelle in eine vorgebbare Stellung gebracht werden, die eine vorteilhafte Ausnutzung des Laderaums ermöglicht. Die Zwangskopplung zwischen der Rotationsbewegung und der Translationsbewegung der Wickelwelle kann gegebenenfalls auch nur bereichsweise vorgesehen sein. Beispielsweise kann sich die Wickelwelle nach Erreichen einer durch die Zwangsführungseinrichtung vorgegebenen Translationsposition bei weiterer Abwicklung des flexiblen Abschnitts ohne zusätzliche Translationsbewegung weiterdrehen, während eine Aufwicklung des flexiblen Abschnitts zu einer unmittelbaren translatorischen Verlagerung der Wickelwelle führt. Ebenfalls denkbar ist es, dass die Zwangsführungseinrichtung eine nichtlineare Kopplung zwischen der Rotationsbewegung und der Translationsbewegung der Wickelwelle ermöglicht, wie dies beispielsweise mit einer variablen Übersetzung zwischen der Rotation der Wickelwelle und der dadurch hervorgerufenen Translationsbewegung verwirklicht werden kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zwangsführungseinrichtung für eine im Wesentlichen orthogonal zu einer Ausrichtung des flexiblen Abschnitts des Flächengebildes gerichteten Translationsbewegung der Wickelwelle gestaltet ist. Der flexible Abschnitt des Flächengebildes überspannt einen Teil des Laderaumabschnitts, dem die Laderaumabdeckung zugeordnet ist. Durch eine vom formstabilen Abschnitt ausgeübte Zugkraft weist der flexible Abschnitt eine im Wesentlichen ebene Oberfläche auf. Die Zwangsführungseinrichtung ist derart eingerichtet, dass die durch die Rotationsbewegung der Wickelwelle hervorgerufene Translationsbewegung im Wesentlichen orthogonal, d.h. senkrecht zu der durch den flexiblen Abschnitt bestimmten Oberfläche verläuft. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der flexible Abschnitt des Flächengebildes im Wesentlichen horizontal in einem Laderaum erstreckt und die Translationsbewegung der Wickelwelle zumindest nahezu in vertikaler Richtung stattfindet.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zwangsführungseinrichtung zumindest eine fahrzeugfest anbringbare Führungskulisse aufweist, mit der die Wickelwelle wirkverbunden ist und an der eine der Wickelwelle zugeordnete Kopplungseinrichtung für die Bewirkung der Translationsbewegung längs der Führungskulisse in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung eingreift. Eine Führungskulisse kann beispielsweise als gerade oder gekrümmte Schiene mit U-förmigen Querschnitt oder als länglicher Einschnitt in einer Oberfläche des Laderaumabschnitts verwirklicht sein. Damit ist eine Begrenzung von Freiheitsgraden der Bewegung für die Wickelwelle möglich, insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Wickelwelle lediglich einen rotatorischen Freiheitsgrad sowie einen translatorischen Freiheitsgrad der Bewegung aufweist. Die Wickelwelle ist über eine Kopplungseinrichtung mit der Führungskulisse verbunden, so dass die gewünschte, zumindest abschnittsweise Zwangsführung durch Eingriff der Kopplungseinrichtung in die Führungskulisse verwirklicht werden kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Führungskulisse zumindest im Wesentlichen in vertikaler Richtung im Laderaum anbringbar, so dass die durch die Rotationsbewegung der Wickelwelle zwangsläufig stattfindende Translationsbewegung ebenfalls im Wesentlichen in vertikaler Richtung verläuft.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass längs der Führungskulisse eine Zahnstange angeordnet ist und die Kopplungseinrichtung als Zahnradsegment oder Zahnrad ausgeführt ist, um mit der Zahnstange eine von der Rotation der Wickelwelle abhängige Translation zu bewirken. Die Zahnstange kann dabei unmittelbar in der Führungskulisse integriert sein oder benachbart zur Führungskulisse angeordnet sein. Sie kann an einen geradlinigen oder zumindest abschnittsweise gekrümmten Verlauf der Führungskulisse angepasst sein und damit eine vollständige oder zumindest abschnittsweise Zwangskopplung zwischen der Rotationsbewegung der Wickelwelle und der dadurch hervorgerufenen Translationsbewegung bewirken. Die der Wickelwelle zugeordnete Kopplungseinrichtung kann als Zahnradsegment exzentrisch oder koaxial zu einer Rotationsachse der Wickelwelle angebracht sein. Bei einer Ausführung der Kopplungseinrichtung als Zahnrad kann eine exzentrische oder axiale Anordnung zur Rotationsachse der Wickelwelle vorgesehen werden. Zur Verwirklichung einer variablen Übersetzung der Rotationsbewegung der Wickelwelle in die Translationsbewegung kann eine unrunde Kontur des Zahnradsegments oder des Zahnrads vorgesehen sein. Denkbar ist ebenfalls auch ein über den Verlauf der Zahnstange geänderter Eingriff des Zahnradsegments oder des Zahnrads in die Zahnstange.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wickelwelle eine Federeinrichtung zur Aufbringung eines Aufwickelmoments für das flexible Flächengebilde zugeordnet ist. Eine im Wesentlichen durch die Gewichtskraft der Wickelwelle hervorgerufene Rotationsbewegung bei vertikaler Ausrichtung der Führungskulisse zur Aufwicklung des flexiblen Abschnitts bei gleichzeitiger Translationsbewegung in vertikaler Richtung nach unten erfüllt gegebenenfalls nur unzureichend die Anforderungen an eine schnelle und zuverlässige Handhabung des Flächengebildes. Daher ist vorgesehen, der Wickelwelle eine Federeinrichtung zuzuordnen, die ein Drehmoment hervorruft, das zur Aufwicklung des flexiblen Abschnitts auf die Wickelwelle genutzt werden kann. Die Federeinrichtung kann insbesondere an der Führungsschiene abgestützt werden und beispielsweise als Zug- oder Druckfeder oder als Torsionsfeder verwirklicht werden. Gegenüber bekannten Wickelwellen für flexible Flächengebilde kann durch die Zwangskopplung zwischen der Rotationsbewegung und der Translationsbewegung der Wickelwelle das Aufwickelmoment für den flexiblen Abschnitt auch durch Einsatz von Zug- und/oder Druckfedern aufgebracht werden. Die von derartigen Federeinrichtungen aufgebrachten Kräfte führen zu einer Translationsbewegung der Wickelwelle, die ihrerseits durch die Zwangskopplung auch die gewünschte Rotationsbewegung hervorruft. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Wickelwelle eine als Torsionsfeder ausgeführte Federeinrichtung zugeordnet, die sich an der Führungsschiene abstützt und somit unabhängig von der Zwangskopplung ein Wickelmoment auf die Wickelwelle aufbringen kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Federeinrichtung zur Abstützung der Federkräfte ein drehfest an der Führungskulisse aufgenommener, verschiebbarer Nutenstein zugeordnet ist. Mit dem Nutenstein, der durch seine drehfeste Aufnahme an der Führungskulisse eine Abstützung des von der insbesondere als Torsionsfeder ausgeführten Federeinrichtung hervorgerufenen Drehmoments ermöglicht, kann die Wickelwelle unabhängig von einer Position mit dem gewünschten Wickelmoment zur Aufwicklung des flexiblen Abschnitts beaufschlagt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Nutenstein in einem Führungsschlitz der Führungskulisse formschlüssig drehfest und verschiebbar aufgenommen und weist insbesondere eine quadratisch oder rechteckige Gestalt auf. Das von der Federeinrichtung aufgebrachte Drehmoment kann der Nutenstein über ihm zugeordnete Seitenflächen in die Führungskulisse ableiten, wobei die Seitenflächen bei einer translatorischen Verlagerung der Wickelwelle längs der Führungskulisse gleiten können.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist vorgesehen, dass die Halterung schwenkbeweglich im Laderaum anbringbar ist und mit einem auf die Federeinrichtung des formstabilen Abschnitts abgestimmten Federelement ausgestattet ist, das für eine Nachführung des flexiblen Abschnitts in Abhängigkeit von der Stellung des formstabilen Abschnitts gestaltet ist. Durch eine schwenkbewegliche Anbringung der Halterung im Laderaum kann eine einfache Verlagerung des flexiblen Abschnitts des Flächengebildes zwischen der Dachaufnahmestellung und der Laderaumfreigabestellung erreicht werden. Das der Halterung zugeordnete Federelement kann die Halterung insbesondere entgegen ihrer Gewichtskraft beispielsweise in die Laderaumfreigabestellung bewegen. Das Federelement ist derart auf die Federeinrichtung des formstabilen Abschnitts abgestimmt, dass ein von der Federeinrichtung auf den formstabilen Abschnitt ausgeübtes Drehmoment zu einer Zugkraft auf den flexiblen Abschnitt führt, die ihrerseits zu einer Auslenkung der Halterung aus der Laderaumfreigabestellung in die Dachaufnahmestellung führen kann. Sobald die vom formstabilen Abschnitt auf den flexiblen Abschnitt ausgeübte Zugkraft reduziert wird, kann die Halterung mittels des Federelements aus der Dachaufnahmestellung in die Laderaumfreigabestellung rückgeführt werden. Damit lässt sich eine komfortable und einfache Bedienung der Laderaumabdeckung verwirklichen.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Halterung eine schwenkbeweglich im Laderaum anbringbare Verschlussplatte zugeordnet ist, die für einen zumindest zeitweiligen Verschluss einer Öffnung in einer Rückbank des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist und die in einem Endbereich schwenkbeweglich an der Halterung angelenkt ist. Die Öffnung in der Rückbank des Kraftfahrzeugs kann beispielsweise eine Durchladeöffnung sein, wie sie für Ski oder sonstige langgestreckte Gegenstände genutzt werden kann. Die Verschlussplatte ist für eine einfache bauliche Gestaltung schwenkbeweglich an der Halterung angelenkt und ermöglicht damit in einer Ruhestellung den Verschluss der Öffnung in der Rückbank des Kraftfahrzeuges, während diese Öffnung in einer Funktionsstellung der Verschlussplatte freigegeben wird.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verschlussplatte zumindest zwei Verschlussplattenabschnitte aufweist, die mittels eines Schwenkgelenks verbunden sind, wobei eine Schwenkachse des Schwenkgelenks der Verschlussplattenabschnitte im Bereich der Schwenkachse der Halterung angeordnet ist. Mit einer aus zumindest zwei Verschlussplattenabschnitten aufgebauten Verschlussplatte lässt sich auch eine größere Öffnung in der Rückbank des Kraftfahrzeugs vollständig verschließen, ohne dass dadurch eine Beeinträchtigung der Beweglichkeit der Halterung und der damit verbundenen flexiblen und formstabilen Abschnitte der Laderaumabdeckung verbunden wäre. Durch die Anordnung der Schwenkachse des Schwenkgelenks der Verschlussplattenabschnitte im Bereich der Schwenkachse der Halterung lässt sich die Halterung und die damit gekoppelte Verschlussplatte aus der Laderaumfreigabestellung in die Dachaufnahmestellung überführen, wobei die Verschlussplatte dabei um ihre Schwenkachse abgeknickt wird. Soll hingegen die Verschlussplatte in die Funktionsstellung zur Freigabe der Öffnung gebracht werden, so muss zu diesem Zweck die Halterung in der Laderaumfreigabestellung angeordnet sein und es findet eine Verschwenkung der gesamten Verschlussplatte um ein zwischen Verschlussplatte und Halterung vorgesehenes Schwenkgelenk statt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Kraftfahrzeug mit einem faltbaren Dach vorgesehen, wobei das Dach in einer kompakt abgelegten Stauposition in einem Laderaum ablegbar ist, in dem eine Laderaumabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14 vorgesehen ist. Dabei kann das faltbare Dach aus formstabilen Dachelementen oder als Stoffverdeck ausgeführt sein.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, die anhand der Zeichnungen dargestellt sind. Dabei zeigt:

1 eine erste Ausführungsform einer Laderaumabdeckung mit einer schwenkbeweglichen Halterung und einer Verschlussklappe in einer Laderaumfreigabestellung,

2 die Laderaumabdeckung gemäß der 1 mit geöffneter Verschlussklappe,

3 eine zweite Ausführungsform einer Laderaumabdeckung mit einer Wickelwelle und zugeordneten Zwangsführungsmitteln in einer Laderaumfreigabestellung,

4 die Laderaumabdeckung gemäß der 3 in einer Dachaufnahmestellung,

5 in perspektivischer Darstellung eine Abwandlung der Laderaumabdeckung gemäß der 3 und 4 in einer Dachaufnahmestellung,

6 die Laderaumabdeckung gemäß der 5 in einer Zwischenstellung,

7 die Laderaumabdeckung gemäß der 5 und 6 in einer Laderaumfreigabestellung.

In den 1 und 2 ist eine Laderaumabdeckung 2 in einem Laderaum 1 eines nicht näher dargestellten Kraftfahrzeugs angebracht. Der Laderaum 1 wird durch einen im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Laderaumboden 24 sowie eine im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Rückbank 25 und durch einen nicht dargestellten Kofferraumdeckel begrenzt, der im Bereich der Rückbank 25 schwenkbeweglich angebracht sein kann. Dem Kofferraumdeckel ist ein schematisch dargestellter Heckträger 23 zugeordnet, der in Querrichtung zu einer Fahrzeuglängsachse ausgerichtet ist. Die Laderaumabdeckung 2 weist ein Flächengebilde 3 auf, das für eine variable Abgrenzung von Laderaumabschnitten vorgesehen ist. Das Flächengebilde 4 besteht im Wesentlichen aus einem formstabilen Abschnitt 4, der insbesondere als Kunststoffspritzgussteil hergestellt sein kann, und einem flexiblen Abschnitt 5, der insbesondere als biegeschlaffes Textilgewebe ausgeführt sein kann.

Der formstabile Abschnitt 4 ist über ein Schwenkgelenk 26 schwenkbeweglich an dem Heckträger 23 angebracht, wobei in dem Schwenkgelenk 26 eine Federeinrichtung 10 vorgesehen ist, die als Torsionsfeder ausgeführt ist und die ein Drehmoment auf den formstabilen Abschnitt 4 ausüben kann. Das Drehmoment der Federeinrichtung 10 ist dabei so ausgerichtet, dass es eine Schwenkbewegung des formstabilen Abschnitts 4 aus der in 2 dargestellten Laderaumfreigabestellung in die in 1 gestrichelt dargestellte Dachaufnahmestellung bewirken kann.

Der formstabile Abschnitt 4 weist einen ebenen Bereich 7 und einen daran angrenzenden gekrümmten Bereich 8 auf, die eine vorteilhafte Ausnutzung des Laderaums 1 ermöglichen. In einem Übergangsbereich 9 zwischen dem ebenen Bereich 7 und dem gekrümmten Bereich 8 ist der flexible Abschnitt 5 angebracht, der somit durch die in 1 dargestellte Schwenkbewegung des formstabilen Abschnitts 4 zwischen der durchgezogen dargestellten Laderaumfreigabestellung und der gestrichelt dargestellten Dachaufnahmestellung verschwenkt werden kann. Der formstabile Abschnitt 4 kann den flexiblen Abschnitt 5 in der Art eines Wickelwellensegments aufnehmen und spannen. In einem dem formstabilen Abschnitt 4 abgewandten Endbereich ist der flexible Abschnitt 5 an eine Halterung 6 angebracht, die insbesondere als U-förmiger Rahmen ausgeführt sein kann und die mittels eines Schwenkgelenks 27 im Laderaum 1 befestigt werden kann.

Dem Schwenkgelenk 27 der Halterung 6 ist ein nicht näher dargestelltes Federelement 20 zugeordnet, das für die Aufbringung eines Drehmoments auf die Halterung 6 gestaltet ist. Das Drehmoment ist gegensinnig zu dem von der Federeinrichtung 10 auf den formstabilen Abschnitt 4 ausgeübten Drehmoment ausgerichtet. Die Halterung 6 hat somit das Bestreben, sich entgegen ihrer Gewichtskraft in die in den 1 und 2 in durchgezogener Darstellung gezeigte Laderaumfreigabestellung zu bewegen und somit eine im Wesentlichen parallele Ausrichtung gegenüber der Rückbank 25 einzunehmen. Dabei sind die Federkräfte des Federelements 20 und der Federeinrichtung 10 derart aufeinander abgestimmt, dass bei einer Schwenkbewegung des formstabilen Abschnitts 4 in Richtung der Dachaufnahmestellung eine Nachführung der Halterung 6 erzielt werden kann. Bei Nachlassen einer von dem flexiblen Abschnitt 5 ausgeübten Zugkraft, die von dem auf den formstabilen Abschnitt 4 wirkenden Drehmoment hervorgerufen wird, kann sich die Halterung 6 selbsttätig wieder in die Laderaumfreigabestellung zurückbewegen. Der Halterung 6 ist eine Verschlussplatte 21 zugeordnet, die über ein Schwenkgelenk 22 schwenkbeweglich angelenkt ist und die über ein Schwenkgelenk 28, das zwischen Verschlussplattenabschnitten 29, 30 vorgesehen ist, abgeknickt werden kann. Zu diesem Zweck ist das Schwenkgelenk 28 im Bereich des Schwenkgelenks 27 der Halterung 6 vorgesehen, wobei sich eine besonders vorteilhafte Gestaltung der Laderaumabdeckung 2 ergibt, wenn Schwenkachsen der Schwenkgelenke 27 und 28 koaxial zueinander angeordnet sind.

Die Verschlussplatte 21 kann, wie in der 2 näher dargestellt, in eine Funktionsposition gebracht werden, indem sie um das Schwenkgelenk 22 in Richtung des Heckträgers 23 verschwenkt wird, wodurch eine nicht dargestellte Öffnung in der Rückbank 25 zum Durchladen von langen Gegenständen wie beispielsweise Ski freigegeben werden kann. Während die Verschlussplatte 21 bei der Überführung der Laderaumabdeckung 2 aus der Laderaumfreigabestellung in die Dachaufnahmestellung teilweise abgeknickt wird, ist bei Öffnung der Durchlademöglichkeit eine Verschwenkung der gesamten Verschlussplatte 21 vorgesehen.

Dem formstabilen Abschnitt 4 ist eine als Magnetschalter ausgeführte Arretiereinrichtung 12 zugeordnet, die mittels eines nicht näher dargestellten Riegelbolzens eine der Federkraft der Federeinrichtung 10 entgegengesetzte Riegelkraft ausüben kann und die ferngesteuert über eine schematisch in der 2 dargestellte Steuereinrichtung 13 den formstabilen Abschnitt 4 freigeben kann. Die Steuereinrichtung 13 ist mit der Arretiereinrichtung 12 verbunden und mit einer nicht dargestellten Steuereinheit für eine Ansteuerung des faltbaren Dachs verbunden. Damit kann bei einer Auslösung eines Faltvorgangs für das faltbare Dach die in der Laderaumfreigabestellung befindliche Laderaumabdeckung 2 durch Ansteuerung der Arretiereinrichtung 12 über die Steuereinrichtung 13 in die Dachaufnahmestellung überführt werden. Dazu wird der formstabile Abschnitt 4 durch die Arretiereinrichtung 12 freigegeben und wird mittels der in der Federeinrichtung 10 gespeicherten Energie in die Dachaufnahmestellung verschwenkt. Durch die Kopplung des formstabilen Abschnitts 4 mit der Halterung 6 über den flexiblen Abschnitt 5 wird auch eine Verschwenkung der Halterung 6 entgegen der Federkraft des Federelements 20 vollzogen, so dass die in der 1 gestrichelt dargestellte Dachaufnahmestellung erreicht werden kann.

Bei der in den 3 bis 7 dargestellten zweiten Ausführungsform einer Laderaumabdeckung 2 werden für funktionsgleiche Komponenten die gleichen Bezugszeichen verwendet. Im Unterschied zu der in den 1 und 2 dargestellten Laderaumabdeckung 2 ist bei der Laderaumabdeckung 2 gemäß den 3 bis 7 der flexible Abschnitt 5 in einem dem formstabilen Abschnitt 4 abgewandten Endbereich an einer Wickelwelle 14 angebracht, die ihrerseits in als Führungskulissen 15 ausgeführten Zwangsführungseinrichtungen aufgenommen ist. Die Führungskulissen 15 erstrecken sich im Wesentlichen parallel zur Rückbank 25 und sind somit zumindest nahezu in vertikaler Richtung im Laderaum 1 angebracht. Der flexible Abschnitt 5 ist in der in 3 und 7 dargestellten Laderaumfreigabestellung mit mehreren Windungen auf der Wickelwelle 14 aufgenommen und wird durch eine nicht näher dargestellte Federeinrichtung 17 der Wickelwelle 14 gespannt.

Der flexible Abschnitt 5 ist im Übergangsbereich 9 zwischen dem ebenen Bereich 7 und dem gekrümmten Bereich 8 des formstabilen Abschnitts 4 angebracht, der formstabile Abschnitt 4 ist über die Federeinrichtung 10 in der Laderaumfreigabestellung vorgespannt und wird durch die Arretiereinrichtung 12 an eine Verschwenkung in Richtung der Dachaufnahmestellung gehindert. Bei Auslösung der Arretiereinrichtung 12 durch die Steuereinrichtung 13, beispielsweise zur Freigabe eines Laderaumabschnitts zur Aufnahme des faltbaren Dachs wird der formstabile Abschnitt 4 durch die gespeicherte Energie der Federeinrichtung 10 um das Schwenkgelenk 26 verschwenkt und übt eine Zugkraft auf den flexiblen Abschnitt 5 aus. Diese Zugkraft führt zu einer Abwickelbewegung der Wickelwelle 14, wodurch eine Freigabe der auf der Wickelwelle 14 aufgenommenen Windungen des flexiblen Abschnitts 5 erfolgt. Dies wird ermöglicht, da die der Wickelwelle 14 zugeordnete Federeinrichtung 17 derart auf die Federeinrichtung 10 des formstabilen Abschnitts 4 abgestimmt ist, dass sie durch die hervorgerufenen Zugkräfte auf den flexiblen Abschnitt 5 eine Wickelbewegung der Wickelwelle zulässt. Durch die Rotation der Wickelwelle 14 findet über die in den 5 bis 7 näher dargestellte, als Paarung einer Zahnstange 31 und eines an der Wickelwelle befestigten Zahnrades 16 gestalteten Zwangsführungseinrichtung eine translatorische Bewegung der Wickelwelle 14 parallel zur Führungskulisse 15 statt, so dass die Wickelwelle 14 in vertikaler Richtung nach unten im Laderaum 1 verlagert werden kann. Wie in der 4 dargestellt, kann der flexible Abschnitt 5 vollständig von der Wickelwelle 14 abgewickelt werden, so dass gegenüber der in 3 dargestellten Laderaumfreigabestellung eine erheblich größere Länge des flexiblen Abschnitts 5 zur Abgrenzung des Laderaumabschnitts zur Verfügung gestellt werden kann. Wie aus den 3 und 4 ersichtlich ist, wird durch die Anbindung des flexiblen Abschnitts 5 im Übergangsbereich 9 des formstabilen Abschnitts 4 erreicht, dass sich der flexible Abschnitt in der Dachaufnahmestellung an den formstabilen Abschnitt 4 anschmiegt, während sich der flexible Abschnitt 5 in der Laderaumfreigabestellung abschnittsweise vom gekrümmten Bereich 8 des formstabilen Abschnitts 4 ablösen kann und damit den Laderaumabschnitt im Wesentlichen horizontal überspannen kann.

Die in den 3 und 4 dargestellte Verschlussplatte 21 ist zwischen den Führungskulissen 15, die die Wickelwelle 14 jeweils endseitig aufnehmen, und der Rückbank 25 angeordnet. Die Verschlussplatte 21 ist über ein Schwenkgelenk 22 aus der in 4 dargestellten Ruheposition, in der sie eine Öffnung in der Rückbank verschließt, in die in 3 angedeutete Funktionsposition überführbar.

In den 5 bis 7 ist eine konkrete Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, die funktional nahezu identisch mit der Laderaumabdeckung gemäß der 3 und 4 ist und die den Aufbau der zweiten Ausführungsform der Erfindung näher darstellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß der 3 und 4 ist bei der Ausführungsform gemäß der 5 bis 7 der flexible Abschnitt 5 stirnseitig am formstabilen Abschnitt 5 angebracht. In der 5 ist die Laderaumabdeckung 2 in der Dachaufnahmestellung dargestellt, dabei ist der formstabile Abschnitt, der an zwei Schwenkgelenken 26 im Laderaum 1 angebracht ist, in eine nahezu senkrechte Stellung gebracht, so dass ein Abstand zwischen dem formstabilen Abschnitt 4 und der Wickelwelle 14 maximal ist und der flexible Abschnitt 5 den Laderaum 1 nahezu vollständig überspannt. Für eine Stabilisierung des formstabilen Abschnitts 4 sind beidseitig Schwenkhebel 32 vorgesehen, die eine Führung des formstabilen Abschnitts zwischen der Dachaufnahmestellung und der Laderaumfreigabestellung sicherstellen. An der Wickelwelle 14, die endseitig in den Führungskulissen 15 eingreift, ist jeweils endseitig ein Zahnrad 16 vorgesehen, das mit einer in der Führungskulisse 15 vorgesehenen Zahnstange 31 in Wirkverbindung steht. In einem Endbereich der Wickelwelle 14 ist ein Nutenstein 19 in einem Führungsschlitz 18 der Führungskulisse 15 drehfest und verschiebbar aufgenommen. An dem Nutenstein 19 kann sich eine nicht dargestellte Torsionsfeder der Wickelwelle abstützen, so dass die Wickelwelle 14 in der in 5 dargestellten Dachaufnahmeposition mit einer Vorspannung versehen sein kann, die sowohl ein Aufrollen des flexiblen Abschnitts 5 als auch eine Verlagerung der Wickelwelle 14 in vertikaler Richtung nach oben längs der Führungskulisse 15 ermöglicht.

Diese Verlagerung tritt auf, sobald ein Benutzer oder eine nicht dargestellte Stelleinrichtung ein Drehmoment auf den formstabilen Abschnitt 4 ausübt, das dem durch die Federeinrichtung 10 auf den formstabilen Abschnitt ausgeübten Drehmoment entgegengerichtet ist. Durch die Ausübung eines Drehmoments auf den formstabilen Abschnitt 4 wird dieser aus der Dachaufnahmestellung in die Laderaumfreigabestellung um die Schwenkachse 11 verschwenkt, wobei sich dadurch der gekrümmte Bereich 8 des formstabilen Abschnitts 4 der Wickelwelle 14 annähert und somit die Zugkraft auf den flexiblen Abschnitt 5 reduziert wird. Durch die reduzierte Zugkraft auf den flexiblen Abschnitt kann bedingt durch das von der Federeinrichtung 17 auf die Wickelwelle 14 ausgeübten Drehmoment der Endbereich des flexiblen Abschnitts 5 auf die Wickelwelle 14 aufgewickelt werden. Dabei kommt es durch die Rotationsbewegung der Wickelwelle 14 und die Wirkverbindung des an der Wickelwelle 14 vorgesehenen Zahnrads 16 mit der Zahnstange 31 zu einer translatorischen Verlagerung längs der Führungskulisse 15 kommt. Bei Erreichen der in 7 dargestellten Laderaumfreigabestellung ist der flexible Abschnitt 5 zu einem erheblichen Teil auf der Wickelwelle 14 aufgewickelt, die ihrerseits an einer in der Führungskulisse 15 vorgesehenen Endanschlag 33 aufläuft. Dabei sind die Positionierung des Endanschlages 33 und die Stellung des formstabilen Abschnitts 4 derart aufeinander abgestimmt, dass der flexible Abschnitt noch unter einer leichten Zugspannung steht, um ein Durchhängen des flexiblen Abschnitts 14 in den Laderaum 1 zu verhindern.


Anspruch[de]
Laderaumabdeckung (1) für ein Kraftfahrzeug mit faltbarem Dach zur variablen Abgrenzung von Laderaumabschnitten mit einem zwischen einer Dachaufnahmestellung und einer Laderaumfreigabestellung verlagerbaren Flächengebilde (3), das zumindest einen im Wesentlichen formstabilen Abschnitt (4) aufweist, der endseitig schwenkbeweglich im Laderaum (1) angeordnet ist und dem zumindest ein flexibler Abschnitt (5) zugeordnet ist, der in einem dem formstabilen Abschnitt (4) abgewandten Endbereich an einer im Laderaum (1) anbringbaren Halterung (6) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der formstabile Abschnitt einen im Wesentlichen ebenen Bereich (7) und einen daran angrenzenden gekrümmten Bereich (8) aufweist, wobei der flexible Abschnitt (5) in einem Übergangsbereich (9) zwischen dem ebenen Bereich (7) und dem gekrümmten Bereich (8) befestigt ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem formstabilen Abschnitt (5) zumindest eine Federeinrichtung (10) zugeordnet ist, die für eine Ausübung eines Drehmoments auf den formstabilen Abschnitt (4), insbesondere in Richtung der Dachaufnahmestellung, vorgesehen ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem formstabilen Abschnitt (4) zumindest eine fernsteuerbare Arretiereinrichtung (12) zugeordnet ist, die insbesondere für eine Festlegung des formstabilen Abschnitts (4) in der Laderaumfreigabestellung gestaltet ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretiereinrichtung (12) ein Magnetschalter zugeordnet ist und insbesondere eine Kopplung mit einer Steuereinheit (13) für eine Ansteuerung des faltbaren Dachs vorgesehen ist. Laderaumabdeckung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (6) eine Wickelwelle (14) aufweist, der zumindest eine Zwangsführungseinrichtung (16, 31) zugeordnet ist, die für eine zumindest im Wesentlichen zwangsläufige translatorische Verlagerung der Wickelwelle (14) in Abhängigkeit von einer auf der Wickelwelle (14) aufgenommenen Länge des flexiblen Abschnitts (5) gestaltet ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführungseinrichtung (16, 31) für eine zumindest abschnittsweise Zwangskopplung zwischen einer Rotationsbewegung und einer Translationsbewegung der Wickelwelle (14) ausgebildet ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführungseinrichtung (16, 31) für eine im Wesentlichen orthogonal zu einer Ausrichtung des flexiblen Abschnitts (5) des Flächengebildes (3) gerichteten Translationsbewegung der Wickelwelle (14), insbesondere zumindest nahezu in vertikaler Richtung gestaltet ist. Laderaumabdeckung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführungseinrichtung (16, 31) zumindest eine insbesondere vertikal ausgerichtete, fahrzeugfest anbringbare Führungskulisse (15) aufweist, mit der die Wickelwelle (14) wirkverbunden ist und an der eine der Wickelwelle (14) zugeordnete Kopplungseinrichtung (16) für die Bewirkung der Translationsbewegung längs der Führungskulisse (15) in Abhängigkeit von der Rotationsbewegung eingreift. Laderaumabdeckung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Führungskulisse (15) eine Zahnstange (31) angeordnet ist und die Kopplungseinrichtung (16) als Zahnradsegment oder Zahnrad ausgeführt ist, um mit der Zahnstange (31) eine von der Rotation der Wickelwelle (14) abhängige Translation zu bewirken. Laderaumabdeckung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelwelle (14) eine insbesondere an der Führungskulisse (15) abgestützte Federeinrichtung (17) zur Aufbringung eines Aufwickelmoments für den flexiblen Abschnitt zugeordnet ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Federeinrichtung (17) zur Abstützung der Federkräfte ein insbesondere in einem Führungsschlitz der Führungskulisse (15) drehfest an der Führungskulisse (15) aufgenommener, verschiebbarer Nutenstein (19) zugeordnet ist. Laderaumabdeckung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (6) schwenkbeweglich im Laderaum (1) anbringbar ist und mit einem auf die Federeinrichtung (10) des formstabilen Abschnitts (4) abgestimmten Federelement (20) ausgestattet ist, das für eine Nachführung des flexiblen Abschnitts (5) in Abhängigkeit von der Stellung des formstabilen Abschnitts (4) gestaltet ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterung (6) eine schwenkbeweglich im Laderaum (1) anbringbare Verschlussplatte (21) zugeordnet ist, die für einen zumindest zeitweiligen Verschluss einer Öffnung in einer Rückbank (25) des Kraftfahrzeugs vorgesehen ist und die in einem Endbereich schwenkbeweglich an der Halterung (6) angelenkt ist. Laderaumabdeckung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussplatte (21) zumindest zwei Verschlussplattenabschnitte (29, 30) aufweist, die mittels eines Schwenkgelenks (28) verbunden sind, wobei eine Schwenkachse des Schwenkgelenks (22) der Verschlussplattenabschnitte (29, 30) im Bereich der Schwenkachse der Halterung (6) angeordnet ist. Kraftfahrzeug mit einem faltbaren Dach, das in einer kompakt abgelegten Stauposition in einem Laderaum (1) ablegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Laderaum (1) eine Laderaumabdeckung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist.






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