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Dokumentenidentifikation DE102005048263A1 12.04.2007
Titel Aktor mit einem Spreizband
Anmelder FESTO AG & Co, 73734 Esslingen, DE
Erfinder Neumann, Rüdiger, 73760 Ostfildern, DE;
Ohmer, Michael, 73240 Wendlingen, DE
Vertreter Patentanwälte Magenbauer & Kollegen, 73730 Esslingen
DE-Anmeldedatum 08.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048263
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F15B 15/06(2006.01)A, F, I, 20051008, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F15B 15/28(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   F15B 15/14(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   H02K 7/06(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   
Zusammenfassung Aktor mit einem in einem Bewegungsraum (16) eines Gehäuses linear beweglich geführten Aktorglied (17). Der Aktor hat eine Aufwickelspule (29) und ein auf die Aufwickelspule aufwickelbares, mit dem Aktorglied (17) kraftgekoppeltes Spreizband (28) zum Übertragen von Druckkräften und Zugkräften zwischen dem Aktorglied (17) und der Aufwickelspule (29).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Aktor mit einem in einem Bewegungsraum eines Gehäuses linear beweglich geführten Aktorglied.

Solche Aktoren sind beispielsweise elektrische oder fluidtechnische, insbesondere pneumatische Antriebe, beispielsweise pneumatische Zylinder. Will man eine Rotationsbewegung in eine Linearbewegung oder umgekehrt umsetzen, benötigt man ein Getriebe, einen Zahnriemenantrieb oder dergleichen. Beispielsweise kann das Aktorglied durch einen Spindel-Mutter-Trieb angetrieben werden oder über einen solchen Spindel-Mutter-Trieb eine rotatorische Bewegung hervorrufen. Ein Spindel-Mutter-Trieb ist für präzise Positionierungsaufgaben geeignet. Allerdings ist ein Spindel-Mutter-Trieb teuer. Ferner sind mit Zahnriemenantrieben Linear-Rotations-Bewegungsumsetzungen bzw. umgekehrt möglich. Ein Zahnriemenantrieb lässt sich jedoch beispielsweise in einen pneumatischen Zylinder nicht schwer integrieren und ist aufgrund der Elastizität des Zahnriemens für präzise Positionierungsaufgaben eher ungeeignet.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Aktor mit einer einfachen Übertragung einer Linearbewegung auf eine Rotationsbewegung und/oder umgekehrt bereit zu stellen.

Zur Lösung der Aufgabe ist bei einem Aktor der eingangs genannten Art vorgesehen, dass er eine Aufwickelspule und ein auf die Aufwickelspule aufwickelbares, mit dem Aktorglied kraftgekoppeltes Spreizband zum Übertragen von Druckkräften und Zugkräften zwischen dem Aktorglied und der Aufwickelspule aufweist.

Das Spreizband und die Aufwickelspule bilden z.B. eine Art Spreizbandgetriebe des Aktors. Das Spreizband kann Zugkräfte und Druckkräfte übertragen. Die Übertragung von Druckkräften wird dadurch ermöglicht, dass das Band im abgewickelten Zustand gewölbt ist und beispielsweise sich selbst durch eine geeignete Vorspannung in den Wölbungszustand bringt, beim Aufwickeln jedoch flach liegt. Dadurch kann das Spreizband platzsparend auf die Aufwickelspule aufgewickelt werden. Die Funktionalität des Spreizbandes geht im wesentlichen auf elastische Deformationen zurück. Das Prinzip des Spreizbandes kennt man beispielsweise bei Metallmaßbändern. Das Spreizband ist zugsteifer als beispielsweise ein Zahnriemen, so dass Positionieraufgaben mit dem erfindungsgemäßen Aktor präzise realisierbar sind. Der erfindungsgemäße Spreizbandantrieb oder -aktor ist allerdings wesentlich günstiger als beispielsweise ein Aktor mit einem Spindel-Mutter-Getriebe, so dass der erfindungsgemäße Aktor kostengünstig herstellbar ist.

Zum Antrieb des Aktors eignen sich verschiedene Antriebsprinzipien, beispielsweise elektrische und/oder fluidtechnische, insbesondere pneumatische, Antriebsprinzipien.

Zweckmäßigerweise ist das Aktorglied mit Druckluft antreibbar. Bei dem Aktor handelt es sich beispielsweise um einen erfindungsgemäß ausgestalteten pneumatischen Zylinder. Es ist aber auch möglich, bei dem pneumatischen Antrieb zusätzlich einen Elektroantrieb vorzusehen, so dass ein Hybridantrieb gebildet ist. Auch eine ausschließlich elektrische Antriebsariante ist denkbar.

Die auf das Spreizband übertragbare bzw. vom Spreizband auf die Aufwickelspule übertragbaren Druckkräfte lassen sich erhöhen, wenn die Aufwickelspule eine Nutenanordnung zum Führen einander entgegengesetzter Schmalseiten des Spreizbandes beim Aufwickeln oder Abwickeln aufweist. Die Nutenanordnungen befinden sich beispielsweise an den den Schmalseiten des Spreizbandes zugeordneten inneren Stirnseiten von Flanschen oder Führungsplatten der Aufwickelspule.

Zweckmäßigerweise ist an dem Aktorglied und/oder der Aufwickelspule ein Kraftabgriffselement angeordnet.

Das Kraftabgriffselement kann beispielsweise ein das Gehäuse des Aktors durchdringendes und davor vorstehendes Drehglied sein, das mit der Aufwickelspule drehgekoppelt ist.

An dem Aktorglied kann beispielsweise eine Stange vorgesehen sein, die das Gehäuse durchdringt und vor das Gehäuse vorsteht, ähnlich einem pneumatischen Stangenzylinder. Aber auch eine stangenlose Variante ist denkbar, bei der das Kraftabgriffselement einen am Aktorglied angeordneten Mitnehmer umfasst, der durch einen Längsschlitz am Gehäuse nach außen vorsteht.

Eine besonders bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, dass die Aufwickelspule im Innern des Gehäuses aufgenommen ist. Dadurch wird eine platzsparende Bauweise möglich.

Besonders zweckmäßig ist diese Variante insbesondere im Zusammenhang mit der pneumatischen Bauart, bei der die Aufwickelspule vorteilhafterweise in dem Bewegungsraum angeordnet ist. Die Abdichtung des Gehäuses ist dadurch wesentlich vereinfacht. Die Aufwickelspule kann beispielsweise im druckbeaufschlagten Raum, in dem sich das Aktorglied bzw. der Kolben des pneumatischen Zylinders befindet, oder in einem separaten Raum des Gehäuses angeordnet sein, der gegenüber dem Bewegungsraum nicht druckdicht sein muss. Insgesamt ist ein zumindest im wesentlichen geschlossenes Gehäuse gebildet, das nach außen hin einfach abzudichten ist. Bis auf die Zugänge für die Druckluftzufuhr bzw. Abfuhr sind z.B. nur Dichtungen im Bereich des Kraftabgriffselements oder der Kraftabgriffselemente, für elektrische Kabelverbindungen etc. erforderlich.

Das Aktorglied ist zweckmäßigerweise in einer vorbestimmten Drehposition verdrehgesichert in dem Bewegungsraum beweglich gelagert. Das Aktorglied und das Spreizband können dann fest und zweckmäßigerweise unmittelbar miteinander verbunden sein. Beispielsweise hat das Aktorglied, z.B. der Kolben, eine unrunde, z.B. ovale oder elliptische, oder eine polygone Form. Auch durch das Kraftabgriffselement kann die vorbestimmte Drehposition sichergestellt werden. Dies gilt für einen Mitnehmer, der durch einen Längsschlitz vor das Gehäuse vorsteht und auch für die Stangenvariante, die beispielsweise eine polygone oder unrunde Stange umfassen kann.

Wenn das Aktorglied nicht in einer vorbestimmten Drehposition in dem Bewegungsraum gesichert ist, ist es vorteilhaft, wenn das Spreizband drehgelenkig mit dem Aktorglied verbunden ist.

Beispielsweise ist zwischen dem Aktorglied bzw. dem Kolben ein Drehgelenk angeordnet.

Der erfindungsgemäße Aktor weist zweckmäßigerweise einen elektrischen Motor und/oder einen elektrischen Generator auf. Der Motor und der Generator können durch eine einzige elektrische Funktionseinheit gebildet sein, die sowohl als Antrieb als auch zur elektrischen Energieerzeugung ausgestaltet ist.

Der Motor kann ein elektrischer Linearmotor sein, wobei beispielsweise das Aktorglied einen magnetischen Läufer bildet. Besonders bevorzugt ist jedoch, den Motor als einen Drehantrieb auszugestalten. Bei dieser Variante ist es auch möglich, den Motor bzw. den Generator in die Aufwickelspule zu integrieren. Es ist aber auch möglich, den Motor oder den Generator sozusagen aus dem Gehäuse auszulagern. Der Motor und der Generator sind mit der Aufwickelspule drehgekoppelt außerhalb des Gehäuses angeordnet.

Zwischen dem Motor und dem Generator kann ein Getriebe geschaltet sein. Dies betrifft sowohl die integrierte Lösung, bei der der Motor in die Aufwickelspule integriert ist, als auch die externe Lösung, bei der der Motor und/oder der Generator außerhalb des Aktor-Gehäuses angeordnet sind. Wenn man als Getriebe ein Winkelgetriebe verwendet, können der Motor und/oder der Generator platzsparend am oder im Gehäuse angeordnet sein.

Der Motor ist zweckmäßigerweise ein Schrittmotor, der sich für Positionieraufgaben gut eignet.

Bei dem Generator ist es bevorzugt, dass er elektrisch mit mindestens einem Verbraucher des Aktors verbunden ist, beispielsweise einem Sensor, einer Bremseinrichtung oder einem Ventilantrieb eines pneumatischen Ventils, das sich zum Betrieb des Aktors eignet, wenn dieser ein pneumatischer Antrieb oder ein Hybridantrieb ist.

Bevorzugt ist es, eine Positionserfassungseinrichtung an dem Aktor anzuordnen. Die Positionserfassungseinrichtung kann eine Linear-Positionserfassungseinrichtung sein, die entlang des Verfahrweges des Aktorglieds angeordnet ist. Besonders bevorzugt ist es aber, dass die Positionserfassungseinrichtung die Rotation der Aufwickelspule erfasst. Die Positionserfassungseinrichtung kann beispielsweise in die Aufwickelspule integriert sein. Es ist auch möglich, die Positionserfassungseinrichtung als einen Bestandteil des Motors und/oder des Generators auszugestalten.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Aktors mit einem Aktorglied, das mittels eines Spreizbandes mit einer Aufwickelspule gekoppelt ist,

2 eine Detail-Querschnittsansicht der Aufwickelspule gemäß 1, etwa entsprechend einem Ausschnitt A in 1,

3 eine schematische Querschnittsansicht des Aktors gemäß 1, geschnitten etwa entlang einer Linie B-B in 1, und

4 eine Querschnittsansicht des Spreizbandes gemäß 1, geschnitten etwa entlang einer Linie C-C in 1.

Ein Aktor 10 ist als ein elektropneumatischer Hybridantrieb ausgestaltet. Der Aktor 10 ist als Linearantrieb ausgestaltet. Ein Gehäuse 11 des Aktors 10 hat ein Mittelteil 12, das an beiden Endseiten durch Deckel 13, 14 verschlossen ist. Die Deckel 13, 14 sind z.B. mit nicht dargestellten Dichtungen druckdicht an dem Mittelteil 12 angeordnet und beispielsweise mit Schrauben oder sonstigen Befestigungsmitteln verbunden. Das Gehäuse 11 begrenzt eine druckdichte Kammer 15, die einen Bewegungsraum 16 für ein Aktorglied 17 bildet. Das Aktorglied 17 ist in dem Bewegungsraum 16 linear beweglich geführt. Beispielsweise ist das Mittelteil 12 im Wesentlichen rohrartig und hat einen Innenquerschnitt, der mit einem Außenumfang des Aktorgliedes 17 korreliert. Beim Ausführungsbeispiel ist beispielsweise ein kreisrunder Innenquerschnitt gewählt.

Der Aktor 10 ist teilweise ähnlich aufgebaut wie ein pneumatischer Zylinder. Ein Kolben 18 bildet das Aktorglied 17. Der Kolben 18 ist mit Druckluft 19 antreibbar. Am Außenumfang des Kolbens 18 ist eine Dichtung oder eine Dichtungsanordnung 20 angeordnet, so dass der Kolben 18 die Kammer 15 in zwei druckdicht voneinander getrennte Teilräume 21, 22 teilt. Die Teilräume 21, 22 sind über Druckluftanschlüsse 23, 24 mit der Druckluft 19 beaufschlagbar bzw. entlüftbar, so dass der Kolben 18 zwischen nicht näher bezeichneten Endlagen, z.B. einer Endlage am Deckel 14 und einer dem Deckel 13 vorgelagerten Endlage an einem Anschlag 50, innerhalb des Bewegungsraumes 16 linear hin und her angetrieben wird, entsprechend etwa einem Pfeil 49, der einer Längserstreckungsrichtung des Aktors 10 entspricht. Die Druckluftanschlüsse 23, 24 sind beispielsweise in den Deckeln 13, 14 vorgesehen.

An dem Aktorglied 17 bzw. Kolben 18 ist als ein Kraftabgriffselement 25 eine Stange 26 angeordnet. Die Stange 26 durchdringt den Deckel 14 und ist dort an einem Lager 27 linear beweglich gelagert, so dass der Deckel 14 einen Lagerdeckel bildet.

Das Aktorglied 17 ist über ein Spreizband 28, beispielsweise aus Stahl, mit einer Aufwickelspule 29 gekoppelt, so dass das Aktorglied 17 auf die Aufwickelspule 29 Zug- und Druckkräfte übertragen kann und umgekehrt. Die zwischen dem Aktorglied 17 und der Aufwickelspule 29 übertragenen Zug- und Druckkräfte 30 sind durch einen Pfeil angedeutet. Die Aufwickelspule 29 ist an dem Gehäuse 11 drehbar gelagert. In 2 ist ein unteres Drehlager 31 angedeutet.

Das Spreizband 28 ist auf die Aufwickelspule 29 aufwickelbar bzw. von dieser abwickelbar. Bei einer Bewegung des Aktorglieds 17 von der Aufwickelspule 29 weg, d.h. in Richtung des Deckels 14, wird das Spreizband 28 von der Aufwickelspule 29 abgewickelt und die Aufwickelspule 29 in Rotation versetzt. In einem abgewickelten Abschnitt 32 wölbt sich das Spreizband 28, so dass es auch Druckkräfte 30 übertragen kann.

Wenn sich das Aktorglied 17 in Richtung der Aufwickelspule 29 bewegt, also zum Deckel 13 hin, wird das Spreizband 28 auf die Aufwickelspule 29 aufgewickelt und treibt die Aufwickelspule 29 rotatorisch an.

Das Spreizband 28 wird im Wesentlichen flach anliegend auf die Aufwickelspule 29 aufgewickelt. Zwischen Flanschen 34, 35 der Aufwickelspule 29 ist eine Aufnahmeraum 36 zum Aufwickeln des Spreizbandes 28 vorgesehen. Eine Führungsanordnung oder Nutenanordnung 33 führt das Spreizband 28 beim Aufwickeln auf die Aufwickelspule 29. An den dem Aufnahmeraum 36 zugewandte Innenseiten der Flansche 34, 35 ist das Spreizband 28 an spiralförmigen Nuten 37 der Nutenanordnung 33 geführt. Schmalseiten 38, 39 des Spreizbandes 28 greifen in die Nuten 37 ein. Die Nuten- oder Führungsanordnung 33 verbessert die vom Spreizband 28 auf das Aktorglied 17 übertragbaren Druckkräfte.

Das Spreizband 28 ist mit einem Gelenk 40 gelenkig, insbesondere drehgelenkig, mit dem Kolben 18 verbunden. Somit kann sich der Kolben 18 bzw. das Aktorglied 17 im Bewegungsraum 16 drehen, ohne dass diese Drehbewegung auf das Spreizband 28 übertragen wird. Bei einer verdrehgesicherten Variante des Aktorgliedes 17 ist das Gelenk 40 nicht unbedingt erforderlich.

Die Aufwickelspule 29 ist im Innern des Gehäuses 11 aufgenommen. Sie befindet sich im Bewegungsraum 16 bzw. in der druckbeaufschlagten Kammer 15 des Gehäuses 11, so dass die erforderlichen Abdichtungsmaßnahmen einfach zu realisieren sind. Das Gehäuse 11 kann im Wesentlichen geschlossen sein bis auf die Öffnung für die Stange 26 sowie für Anschlusskabel 41, die zu einem Motor 42 im Innern der Aufwickelspule 29 führen.

Auf der dem Aktorglied 17 zugewandten Seite ist zweckmäßigerweise der der Aufwickelspule 29 vorgelagerte Anschlag 50 für das Aktorglied 17 in dem Bewegungsraum 16 angeordnet.

Der Motor 42 ist ein elektrischer Motor, mit dem die Aufwickelspule 29 rotatorisch angetrieben werden kann. Der Motor 42 kann auch in einen Generatorbetrieb umgeschaltet werden, so dass er insofern einen Generator 43 bildet. Man kann den Motor/Generator 42, 43 auch als eine elektrische Funktionseinheit 51 bezeichnen.

Es versteht sich, dass bei der elektrischen Funktionseinheit 51 nur ein reiner Motorbetrieb oder ein ausschließlicher Generatorbetrieb denkbar ist.

Wenn das Aktorglied 17 pneumatisch angetrieben wird, kann der Generator 43 elektrische Energie erzeugen und für einen über die Anschlusskabel 41 angeschlossenen elektrischen Verbraucher 44 bereit stellen, beispielsweise einem Ventilantrieb zur Steuerung der Druckluft 19 und/oder Sensoren, Bremsen oder dergleichen des Aktors 10.

Besonders bevorzugt ist jedoch der Motorbetrieb der Funktionseinheit 51 bzw. des Motors 42, der beispielsweise ein elektrischer Schrittmotor ist. Dann können sowohl über den Motor 42 als auch durch das pneumatische, auf den Kolben 18 wirkende Antriebsprinzip Antriebskräfte am Kraftabgriffselement 25, bzw. der Stange 26, bereit gestellt werden. Der Aktor 10 ist dann Hybridantrieb.

Der Aktor 10 eignet sich für Positionieraufgaben. Eine Positionserfassungseinrichtung 45, beispielsweise ein elektrischer Inkrementalgeber, erfasst die Rotation der Aufwickelspule 29 und übergibt ein Positions- und/oder Geschwindigkeitssignal an eine nicht dargestellte Steuerung, beispielsweise über die Anschlusskabel 41. Die Positionserfassungseinrichtung 45 ist in die Aufwickelspule 29 integriert und beispielsweise oberhalb des Motors 42 angeordnet. Zweckmäßigerweise bildet die Positionserfassungseinrichtung 45 einen Bestandteil des Motors 42.

Die elektrische Funktionseinheit 51 könnte in einer in der Zeichnung nicht dargestellten Variante auch neben der Aufwickelspule 29 im Innern des Gehäuses 11, d.h. im druckbeaufschlagten Bereich angeordnet sein. Um auch dann eine platzsparende Bauweise zu erzielen, könnte zwischen dem Motor/Generator und der Aufwickelspule 29 ein Getriebe, insbesondere ein Winkelgetriebe geschaltet sein.

Neben der oben beschriebenen integrierten Variante, bei der der Motor/Generator einen im Innenraum des Gehäuses 11 angeordnet ist, ist auch eine „externe" Variante möglich – als Alternative zu der oben beschriebenen internen Variante oder in Kombination hierzu: von der Aufwickelspule 29 führt beispielsweise ein Kraftabgriffselement 46 nach außen vor das Gehäuse 11. Das Kraftabgriffselement 46 ist beispielsweise eine Drehwelle 47, die mit der Aufwickelspule drehgekoppelt ist. Dreht sich die Aufwickelspule 29, so dreht sich auch die Drehwelle 47. Die Drehwelle 47 treibt eine elektrische Funktionsbaugruppe 48 an, die beispielsweise einen Motor und/oder einen Generator und/oder eine Positionserfassungseinrichtung in der Art des Motors 42, des Generators 43 sowie der Positionserfassungseinrichtung 45 enthält.

Die Drehwelle 47 kann in einer in der Zeichnung nicht dargestellten platzsparendenden Variante die elektrische Funktionsbaugruppe 48 über ein Winkelgetriebe antreiben, so dass die Drehachse der Funktionsbaugruppe 48 beispielsweise im wesentlichen in der Längserstreckungsrichtung 49 orientiert ist.

Es versteht sich, dass verschiedene mit der Aufwickelspule 29 drehgekoppelte elektrische Funktionseinheiten innerhalb und außerhalb des Gehäuses 11 angeordnet sein können. Beispielsweise wäre es denkbar, dass die elektrische Funktionsbaugruppe 48 einen Motor enthält, die Positionserfassungseinrichtung 45 jedoch innerhalb des Gehäuses 11, insbesondere in oder an der Aufwickelspule 29 angeordnet ist.

An dem Aktorglied 17 kann auch ein Mitnehmer 52 angeordnet sein, der durch einen in Längserstreckungsrichtung 49 orientierten, nicht dargestellten Längsschlitz am Gehäuse 11 vorsteht. An dem Längsschlitz ist vorteilhaft eine Dichtungsanordnung zum im wesentlichen druckdichten Verschließen der Kammer 15 vorgesehen.


Anspruch[de]
Aktor mit einem in einem Bewegungsraum (16) eines Gehäuses linear beweglich geführten Aktorglied (17), dadurch gekennzeichnet, dass er eine Aufwickelspule (29) und ein auf die Aufwickelspule (29) aufwickelbares, mit dem Aktorglied (17) kraftgekoppeltes Spreizband (28) zum Übertragen von Druckkräften und Zugkräften zwischen dem Aktorglied (17) und der Aufwickelspule (29) aufweist. Aktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktorglied (17) mit Druckluft antreibbar ist. Aktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (29) im Innern des Gehäuses aufgenommen ist. Aktor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (29) in dem Bewegungsraum (16) oder in einer Kammer (15) angeordnet ist, die den Bewegungsraum (16) enthält oder mit diesem fluidtechnisch verbunden ist. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwickelspule (29) eine Nutenanordnung (33) zum Führen einander entgegengesetzter Schmalseiten (38, 39) des Spreizbands (28) beim Aufwickeln oder Abwickeln aufweist. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Aktorglied (17) und/oder der Aufwickelspule (29) ein Kraftabgriffselement (25; 46) angeordnet ist. Aktor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftabgriffselement (25; 46) eine an dem Aktorglied (17) angeordnete Stange (26) umfasst, die das Gehäuse durchdringt und vor das Gehäuse vorsteht. Aktor nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftabgriffselement (25; 46) einen an dem Aktorglied (17) angeordneten Mitnehmer (52) umfasst, der durch einen Längsschlitz am Gehäuse nach außen vorsteht. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktorglied (17) in einer vorbestimmten Drehposition verdrehgesichert in dem Bewegungsraum (16) beweglich gelagert ist. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spreizband (28) drehgelenkig mit dem Aktorglied (17) verbunden ist. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er einen elektrischen Motor (42) und/oder einen elektrischen Generator (43) aufweist. Aktor nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Motor (42) einen Drehantrieb und/oder der elektrische Generator (43) einen Rotationsgenerator umfasst. Aktor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (42) und/oder der Generator (43) in die Aufwickelspule (29) integriert sind. Aktor nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (42) und/oder der Generator (43) mit der Aufwickelspule (29) drehgekoppelt und außerhalb des Gehäuses angeordnet sind. Aktor nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (42) und/oder der Generator (43) mit der Aufwickelspule (29) über ein Getriebe, insbesondere ein Winkelgetriebe, gekoppelt sind. Aktor nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (42) als ein Schrittmotor ausgestaltet ist. Aktor nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (43) elektrisch mit mindestens einem Verbraucher (44) des Aktors (10) verbunden ist. Aktor nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Verbraucher (44) einen Sensor und/oder eine Bremseinrichtung und/oder einen Ventilantrieb eines pneumatischen Ventils umfasst. Aktor nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (42) einen elektrischen Linearmotor umfasst. Aktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine insbesondere die Rotation der Aufwickelspule (29) erfassende Positionserfassungseinrichtung (45) aufweist. Aktor nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionserfassungseinrichtung (45) in die Aufwickelspule (29) integriert ist. Aktor nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionserfassungseinrichtung (45) einen Bestandteil des Motors (42) oder des Generators (43) bildet.






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