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Dokumentenidentifikation DE102005048292A1 12.04.2007
Titel Rollenhalter
Anmelder Leifheit AG, 56377 Nassau, DE
Erfinder Wieland, Thomas, 70736 Fellbach, DE;
Gross, Christian, 57250 Netphen, DE
DE-Anmeldedatum 08.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048292
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A47K 10/22(2006.01)A, F, I, 20051008, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47J 47/16(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   B65H 16/02(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Rollenhalter (1), insbesondere für Hauhaltsrollen, mit einem Gehäuse, in dem eine im Wesentlichen recheckige Aufnahme (3) für eine Rolle (12) mit einer abziehbaren Materialbahn ausgebildet ist, wobei seitlich an der Aufnahme (3) eine Kante (4) zum Ablegen eines Endabschnittes (13) der Materialbahn vorgesehen ist, ist offenbart. Der Rollenhalter ist dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu der Kante (4) eine Vielzahl von Stegen (6) angeordnet ist, auf denen die Rolle (12) beim Ziehen an dem Endabschnitt (13) abrollen kann.

Beschreibung[de]

Die voliegende Erfindung betrifft einen Rollenhalter, insbesondere für Haushaltsrollen, mit einem Gehäuse, in dem eine im Wesentlichen rechteckige Aufnahme für eine Rolle mit einer abziehbaren Materialbahn ausgebildet ist, wobei seitlich an der Aufnahme eine Kante zum Ablegen eines Endabschnittes der Materialbahn vorgesehen ist.

Es gibt Rollenhalter für Haushaltsrollen, die meist im Küchenbereich montiert werden und in die Rollen aus verschiedenen Materialien abgelegt werden können. Einfache Rollenhalter ohne Schneideinrichtung umfassen eine Aufnahme, in die eine entsprechende Rolle abgelegt werden kann. Dabei besteht das Problem, dass bei haftenden Folien die Materialbahn von der Rolle nur schlecht abgezogen werden kann und die Rolle an der Materialbahn kleben bleibt.

Es ist daher Aufgabe der voliegenden Erfindung einen einfach ausgestalteten Rollenhalter zu schaffen, der ein gutes Abrollen einer Materialbahn von einer Rolle ermöglicht.

Diese Aufgabe wird mit einem Rollenhalter mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Erfindungsgemäß sind benachbart zu der Kante eine Vielzahl von Stegen angeordnet, auf denen die Rolle beim Ziehen an dem Endabschnitt abrollen kann. Die Rolle liegt somit nicht nur in einer kastenförmigen Aufnahme, sondern benachbart zu der Kante sind Stege ausgebildet, an denen die Rolle abrollen kann, sodass eine Führung der Rolle innerhalb der Aufnahme gewährleistet wird. Die Rolle ist dabei mit Spiel in der Aufnahme aufgenommen, sodass unterschiedlich dicke Rollen aufgenommen werden können, wobei durch die Führung der Stege ein einfaches Abziehen der Materialbahn gewährleistet wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Stege von einem Boden der Aufnahme zu der Kante hin ansteigend ausgebildet. Dadurch wird die Rolle schon aufgrund der Schwerkraft gedreht, wenn diese an den ansteigenden Stegen anliegt. Dabei können die Stege dreiecksförmig ausgebildet sein, wobei eine Anlagekante der Stege zum Boden der Aufnahme in einem Winkel zwischen 30 und 60°, vorzugsweise etwa 45° angeordnet ist. Dann wird ein besonders gutes Abrollen von der Rolle ermöglicht, die von den Stegen zu dem Boden der Aufnahme hin rollt.

Für eine einfache Herstellbarkeit des Rollenhalters sind die Stege vorzugsweise integral mit dem Gehäuse ausgebildet, das bevorzugt aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt ist.

Damit beim Abziehen der Materialbahn ein Herausspringen der Rolle aus der Aufnahme vermieden wird, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung an der Kante mindestens ein Vorsprung ausgebildet, der teilweise über die Stege hervorsteht und einen Anschlag für die Rolle beim Abziehen der Materialbahn ausbildet. Dadurch wird bei einem Anhaften der Folie zunächst die Rolle bis zu dem Anschlag bewegt und kann dabei von den Stegen abgehoben werden, sodass aufgrund der Schwerkraft die Rolle nach Möglichkeit auch bei einer stark anhaftenden Materialbahn abzurollen versucht.

Für eine einfache Herstellbarkeit des Gehäuses ist auf der zu den Stegen gegenüberliegenden Seite an dem Gehäuse eine Aussparung gebildet, die etwa die Größe des durch die Stege gebildeten Bereiches aufweist. Dadurch kann das Formwerkzeug durch die Aussparung in das Gehäuse eingreifen und die Stege ausbilden, sodass in nur einem einzigen Herstellungsschritt das Gehäuse produziert werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist an dem Gehäuse ein die Aufnahme verschließender Deckel vorgesehen. Dadurch wird ein Herausziehen der Rolle aus dem Gehäuse vermieden. An dem Deckel kann vorzugsweise mindestens ein Vorsprung ausgebildet sein, der einen Anschlag für die Rolle beim Abziehen der Materialbahn ausbildet, sodass auch hier ein Abrollen der Materialbahn erleichtert wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1A bis 1C perspektivische Ansichten eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Rollenhalters;

2A bis 2C der in 1A bis 1C gezeigte Rollenhalter in verschiedenen Gebrauchspositionen, und

3A und 3B zwei Seitenansichten eines modifizierten Rollenhalters in verschiedenen Gebrauchspositionen.

Ein Rollenhalter 1 umfasst ein Gehäuse 2 aus Kunststoff, in dem eine im Wesentlichen rechteckförmige Aufnahme 3 ausgebildet ist, in die eine Haushaltsrolle eingefügt werden kann. Die Aufnahme 3 ist an einer Längsseite von einer Seitenwand 5 umgeben, an der eine Kante 4 ausgebildet ist, auf die ein Endabschnitt einer Materialbahn ablegbar ist.

Benachbart zu der Kante 4 sind an der Seitenwand 5 Stege 6 angeformt, die sich schräg zu dem Boden 8 der Aufnahme 3 erstrecken. Eine Anlagekante der Stege 6 erstreckt sich dabei von dem Boden 8 etwa in einem Winkel von 45° zu der Seitenwand 5 bis zu der Kante 4. Ferner sind benachbart zu der Kante 4 zwei horizontal über die Stege 6 hervorstehende Vorsprünge 7 angeordnet, die einen Anschlag für eine Rolle ausbilden.

Das Gehäuse 2 ist im Wesentlichen kastenförmig ausgebildet und umfasst zwei mit dem Boden 8 verbundene Stimwände 10, die an einer Seite über die Seitenwand 5 und an einer gegenüberliegenden Seite über eine Seitenwand 9 miteinander verbunden sind. Die Stimwände 10 sind in einem oberen Bereich gerundet ausgebildet, wobei die Seitenwand 5 eine geringere Höhe als die Seitenwand 9 aufweist. An der Seitenwand 9 ist im unteren Bereich eine Aussparung 11 ausgebildet, die sich über die gesamte Breite des Gehäuses 2 erstreckt und die eine Höhe aufweist, die etwa der Höhe der Stege 6 entspricht. Dadurch kann das Gehäuse 2 einfach hergestellt werden, indem ein entsprechendes Werkzeug durch die Aussparung 11 eingreifen kann, um die Stege 6 und den Vorsprung 7 zu formen.

In 2A ist der Rollenhalter 1 ohne Rolle gezeigt, wie er an einer Wand montierbar ist.

In 2B ist der Rollenhalter 1 mit einer eingelegten Rolle 12 abgebildet, die auf dem Boden 8 innerhalb der Aufnahme 3 anliegt. Die Folie 12 kann als Haushaltsrolle mit Aluminiumfolie, Kunststofffolie, Hygienepapier etc. bestehen. Wird an einem Endabschnitt 13 der Materialbahn gezogen, dann bewegt sich die Rolle 12 zu den Stegen 6 und wird schräg nach oben bewegt, sodass aufgrund der Schwerkraft die Rolle 12 zu dem Boden 8 hin abrollt. Nach dem Abreißen der Materialbahn 13 kann ein Endabschnitt 13 auf die Kante 4 aufgelegt werden.

In 2C ist eine Gebrauchsstellung der Rolle 12 gezeigt, bei der die Materialbahn fest an der Rolle 12 anhaftet, sodass die Rolle 12 von den Stegen 6 abgehoben wird und nur noch an den Vorsprüngen 7 anliegt. Dadurch wird aufgrund der Schwerkraft die Rolle 12 nach unten gezogen, um dabei die Materialbahn 13 abzuwickeln. Sollte die Materialbahn so stark anhaften, dass die Rolle nicht von selbst dreht, kann manuell die Rolle 12 zu dem Boden 8 hin bewegt werden.

In den 3A und 3B ist eine zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel modifizierte Ausführungsform gezeigt, bei der das Gehäuse 2 gleich ausgebildet ist, jedoch zusätzlich ein Deckel 14 vorgesehen ist. Der Deckel 14 erstreckt sich zwischen den Wänden 10 und ist rückseitig mit der Seitenwand 9 verbunden. Der Deckel 14 ist dabei gebogen ausgebildet, sodass an der Seitenwand 5 und im Deckel 14 ein Schlitz ausgebildet ist, durch den die Materialbahn 13 gezogen werden kann. Ferner ist an dem Deckel 14 mindestens ein nach innen gerichteter Vorsprung 15 ausgebildet, an dem die Rolle 12 bei Bedarf anliegen kann.

Wie in 3A gezeigt ist, kann eine Materialbahn 13 wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel von der Rolle 12 abgewickelt werden, wobei diese dann an den Stegen 6 anliegt und zu dem Boden 8 hin abrollt.

Sollte die Materialbahn 13 stark anhaften, kann durch weiteres Ziehen an der Materialbahn 13 die Rolle 12 durch die Stege 6 schräg nach oben gezogen werden, bis diese an den Vorsprüngen 15 des Deckels 14 anliegt. In dieser Position kann die Rolle 12 nicht mehr weiterbewegt werden und durch ein Ziehen an der Materialbahn 13 wird die Rolle 12 abgewickelt.

In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind in dem Gehäuse eine Vielzahl von gleichmäßig beabstandeten Stegen 6 vorgesehen. Es ist natürlich möglich, nur wenige Stege oder Stege mit einer breiteren Abmessung auszubilden.


Anspruch[de]
Rollenhalter (1), insbesondere für Haushaltsrollen, mit einem Gehäuse, in dem eine im Wesentlichen rechteckige Aufnahme (3) für eine Rolle (12) mit einer abziehbaren Materialbahn ausgebildet ist, wobei seitlich an der Aufnahme (3) eine Kante (4) zum Ablegen eines Endabschnittes (13) der Materialbahn vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu der Kante (4) eine Vielzahl von Stegen (6) angeordnet sind, auf denen die Rolle (12) beim Ziehen an dem Endabschnitt (13) abrollen kann. Rollenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (6) von einem Boden (8) der Aufnahme (3) zu der Kante (4) hin ansteigend ausgebildet sind. Rollenhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (6) dreiecksförmig ausgebildet sind und eine Anlagenkante der Stege (6) zum Boden (8) der Aufnahme (3) in einem Winkel zwischen 30 und 60°, vorzugsweise etwa 45° angeordnet ist. Rollenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (6) integral mit dem Gehäuse ausgebildet sind. Rollenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kante (4) mindestens ein Vorsprung (7) ausgebildet ist, der teilweise über die Stege (6) hervorsteht und einen Anschlag für die Rolle (12) zum Abziehen der Materialbahn ausbildet. Rollenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der zu den Stegen (6) gegenüberliegenden Seite an dem Gehäuse eine Aussparung (11) gebildet ist, die etwa die Größe des durch die Stege (6) gebildeten Bereiches aufweist. Rollenhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse ein die Aufnahme (3) verschließender Deckel (14) vorgesehen ist. Rollenhalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Deckel (14) mindestens ein Vorsprung (15) ausgebildet ist, der einen Anschlag für die Rolle (12) beim Abziehen der Materialbahn bildet.






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