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Dokumentenidentifikation DE102005048301A1 12.04.2007
Titel Seilzugbremse
Anmelder GM Global Technology Operations, Inc., Detroit, Mich., US
Erfinder Geiberger, Axel, 55128 Mainz, DE;
Hahn, Thorsten, 55239 Gau-Odernheim, DE
Vertreter Strauß, P., Dipl.-Phys.Univ. MA, Pat.-Anw., 65191 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 08.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048301
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F16H 61/36(2006.01)A, F, I, 20051008, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16C 1/26(2006.01)A, L, I, 20051008, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Seilzug für Schaltgetriebe.
Bei dem Seilzug kann es sich um einen Schaltseilzug handeln, mit dem die vom Fahrer eines Kraftfahrzeugs mit dem Schalthebel vorgenommene Gangwahl in einem Schaltvorgang im Schaltgetriebe umgesetzt wird. Weiterhin kann es sich bei dem Seilzug um das Wählkabel eines Kraftfahrzeugs mit Automatikgetriebe handeln.
Derartige Seilzüge führen bei gewissen Getriebetypen während der Fahrt Axialschwingungen aus, die in gekrümmten Abschnitten des Seilzugs zu störenden Rasselgeräuschen führen.
Es wird vorgeschlagen, der in der Seilzughülle 6 längsverschiebbar angeordneten Seilzugseele 7 ein Reibelement 9 mit einstellbarer Reibkraft zuzuordnen, um die Rasselgeräusche abzustellen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Seilzug für Fahrzeuggetriebe. Bei dem Seilzug kann es sich um einen Schaltseilzug handeln, mit dem die vom Fahrer eines Kraftfahrzeugs mit dem Schalthebel vorgenommene Gangwahl in einen Schaltvorgang im Schaltgetriebe umgesetzt wird. Weiterhin kann es sich bei dem Seilzug um das Wählkabel eines Kraftfahrzeugs mit Automatikgetriebe handeln.

Neue Schaltgetriebe für Personenkraftfahrzeuge verursachen unter Umständen bauartbedingt komfortbeeinträchtigende Schwingungen des Schalthebels sowie ggf. Geräusche des Schaltseils. Dies ist insbesondere bei manchen 6-Ganggetrieben der Fall und hierbei bauartbedingt insbesondere im dritten und vierten Gang bei Getriebetypen, die auf einer obenliegenden Welle ohne permanente Tauchschmierung platziert sind.

Seilzüge haben einen zylindrischen Mantel, Seilzughülle genannt, und eine darin längsverschiebbar angeordnete Seilzugseele. Der Seilzug ist an einem Ende mit dem Schalt- oder Wählhebel, und am anderen Ende am getriebeseitigen Widerlager befestigt. Bei laufendem Motor, und insbesondere im dritten und vierten Gang, führt eine niederfrequente Taumelbewegung der Schiebemuffe im Synchronisationsbereich des Getriebes zu einer axialen Schwingung des Seilzugs. Da es beim Verlegen des Seilzugs im Fahrzeuginneren notwendigerweise zu gekrümmten Abschnitten kommt, führen die Axialschwingungen in den gekrümmten Seilzugabschnitten zu einer niederfrequenten Bewegung der Seilzugseele senkrecht zum Krümmungsverlauf. Die letztgenannte Bewegung führt zu einem wiederholten Stoßen der Seilzugseele gegen die Seilzughülle, und dadurch zu hörbaren Rassel- oder Rattergeräuschen.

Zum Abstellen dieses Problems ist es bekannt, die Fertigungstoleranzen bei der Herstellung des Seilzugs so zu wählen, dass ein hinreichendes Maß an Reibung zwischen Seilzughülle und der Seilzugseele die genannten Axialschwingungen dämpft und die Rasselgeräusche mindert. Auch bei großer Sorgfalt ist diese Lösung jedoch nur bedingt erfolgreich.

Die EP 0 681 124 B1 sieht zur Lösung dieses Problems vor, eine sich zwischen dem Schaltgetriebe und dem Schalthebel befindliche Schaltstange zweigeteilt auszubilden, wobei sich durch ihre Art der Verbindung eingeleitete Schwingungen dämpfen lassen.

Nachteilig ist hierbei, dass je nach Fahrzeugtyp unterschiedliche Schaltstangen zum Einsatz kommen, die jede für sich modifiziert werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die durch Vibrationen des Schalt- oder Wahlhebels und/oder durch Schwingungen des Seilzugs hervorgerufenen Geräusche zu beseitigen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen werden durch die Merkmale der Unteransprüche wiedergegeben.

Die Lösung der oben genannten Aufgabe sieht vor, einen bekannten Seilzug mit einer zylindrischen Seilzughülle und einer darin längsverschiebbar angeordneten Seilzugseele, welcher zwischen einem Schalthebel und einem Schaltgetriebe eines Kraftfahrzeugs montierbar ist, zusätzlich mit einer Bremse auszustatten. Die Bremse besitzt ein der Seilzugseele zugeordnetes Reibelement. Das mit der Seilzugseele in reibschlüssigen Kontakt bringbare Reibelement hemmt die Axialbewegung der Seilzugseele mit einstellbarer Reibkraft und verhindert dadurch auch das oben genannte Rasselgeräusch auf einfache und preiswerte Weise.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist für das Reibelement eine Halterung vorgesehen, die sich an der Seilzughülle, dem Getriebegehäuse oder dem getriebeseitigen Widerlager abstützt. Bevorzugt erfolgt die Halterung in Getriebenähe, damit die Schwingungen dort gedämpft werden wo sie entstehen bzw. wo sie in den Seilzug eingeleitet werden.

Eine konstruktiv einfache Lösung ergibt sich, wenn die Halterung eine Feder umfasst, deren Federspannung das Reibelement, ggf. ein als Kugel ausgebildetes Reibelement, gegen die Seilzugseele drückt.

Die Reibkraft lässt sich in den oben genannten Fällen mit einer Einstellschraube oder einer Rastierung einstellen. Mit diesen Elementen wird zunächst die Federlänge, und über die Federlänge die auf das Reibelement wirkende Kraft eingestellt. Die Reibkraft lässt sich dann im Bedarfsfall neu einstellen, z.B. wenn die bereits vorhandene Reibung zwischen Seilzugseele und Seilzughülle im Laufe der Jahre nachlassen sollte. Alternativ wird ein selbstnachstellendes Einstellelement gewählt.

Das Reibkraft auf das Reibelement, und damit auch auf die Seilzugseele, liegt bevorzugt im einstelligen Newtonbereich, besonders bevorzugt zwischen 1 N und 5 N.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erkennbar die nachfolgend als nicht beschränkende Beispiele gegeben sind. Es stellt dar:

1 zeigt in schematischer Darstellung die Gesamtheit Schalthebel, Seilzug, Getriebe,

2 eine erste Ausführungsform des Seilzugs,

3 eine zweite Ausführungsform des Seilzugs.

1 zeigt in stark schematischer Darstellung ein Getriebe 1 zum Schalten der Gänge eines Kraftfahrzeugs. Das Getriebe 1 besitzt an der Außenseite seines Gehäuses 2 ein Gehäusewiderlager 3 wo der Seilzug 4 befestigt wird. Am seinem anderen Ende ist der Seilzug 4 mit dem im Fahrzeuginneren befindlichen Schalthebel 5 für die händige Gangwahl verbunden.

2 zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Seilzugs 4. Der ausschnittsweise dargestellte Seilzug 4 besitzt eine zylindrische Seilzughülle 6 mit einer in seinem Inneren längsverschiebbaren und ebenfalls zylindrischen Seilzugseele 7.

Der Seilzugseele 7 ist eine Bremse 8 zugeordnet, das als zentralen Bestandteil ein Reibelement 9 besitzt. Das Reibelement 9 ist dazu bestimmt, mit der Seilzugseele 7 eine Reibverbindung einzugehen, um so die Längsverschiebbarkeit der Seilzugseele 7 in der Seilzughülle 6 herabzusetzen.

Zur Befestigung des Reibelements 9 ist eine Halterung 10 vorgesehen, die in 2 fest mit der Seilzughülle 6 verbunden ist. Eine Feder 10 kann durch Drehen der Einstellschraube 11 in ihrer Länge verstellt werden um die Kraft, mit der das Reibelement gegen die Seilzugseele 7 gedrückt wird, einzustellen. Die Kraft liegt hierbei im einstelligen Newtonbereich, bevorzugt zwischen 1 N und 3 N.

Die Halterung 10 kann in einem verdickten Bereich des Seilzugs eingelassen sein, wobei die versenkte Einstellschraube 11 von außen zugänglich bleibt um im Bedarfsfall die Reibkraft einzustellen.

3 zeigt eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Seilzugs 4, bei der abweichend zur Ausführungsform gemäß 1 das Reibelement 9 als eine Kugel 12 ausgebildet ist. Die Kugel 12 ist federbelastet und rollt auf der Seilzugseele 7 ab, wobei erneut die Reibkraft über die Länge der Feder 10 einstellbar ist.

Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Bremse, und auch den oben genannten Ausführungsformen ist, dass Seilzug und die zugehörige Bremse eine Einheit bilden. Im Fertigungsprozess kann die Reibkraft zwischen Seilzugseele 7 und Seilzughülle 6 gemessen, und dann mit der Einstellschraube 11, alternativ mit einer (nicht gezeigten) Rastierung, auf einen Sollwert eingestellt werden.

1
Getriebe
2
Getriebegehäuse
3
Widerlager
4
Seilzug
5
Schalthebel
6
Seilzughülle
7
Seilzugseele
8
Bremse
9
Reibelement
10
Feder
11
Einstellschraube
12
Kugel


Anspruch[de]
Seilzug, montierbar zwischen einem Schalt- oder Wahlhebel (5) und einem Schaltgetriebe (1) eines Kraftfahrzeugs, mit einer zylindrischen Seilzughülle (6) und einer darin längsverschiebbar angeordneten Seilzugseele (7), dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzugseele ein Reibelement (9) zugeordnet ist das dessen Bewegung mit einstellbarer Reibkraft bremst. Seilzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für das Reibelement eine Halterung (10) vorgesehen ist, und sich die Halterung an der Seilzughülle, dem Getriebegehäuse (2) oder dem getriebeseitigen Widerlager (3) abstützt. Seilzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung eine Feder (10) umfasst deren Federspannung das Reibelement gegen die Seilzugseele drückt. Seilzug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung eine Feder umfasst deren Federspannung das als Kugel (12) ausgebildete Reibelement gegen die Seilzugseele drückt. Seilzug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federlänge durch eine Einstellschraube (11) einstellbar ist. Seilzug nach Anspruch 1 oder, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltseilzug ausgebildet ist, das Reibelement mit einer Kraft im einstelligen Newtonbereich gegen die Seilzugseele zu drücken.






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