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Dokumentenidentifikation DE102005048468A1 12.04.2007
Titel Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen
Anmelder Hundt, Erna, Dipl.-Oec.troph., 51103 Köln, DE
Erfinder Engelmann, Carl.-W., 74223 Flein, DE
Vertreter Kohlmann, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52078 Aachen
DE-Anmeldedatum 07.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048468
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A47G 23/10(2006.01)A, F, I, 20051007, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft das Erfassen von Trinkmengen.
Um ein einfach aufgebautes Hilfsmittel vorzuschlagen, dass die Erfassung der über ein Zeitintervall, insbesondere einen Tag, konsumierten Trinkmenge erheblich erleichtert, wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass
- die Vorrichtung ein von einem Ober- und Unterteil gebildetes Gehäuse aufweist,
- das Ober- und Unterteil gegeneinander verdrehbar verbunden sind und die Drehachsen von Ober- und Unterteil miteinander fluchten,
- zwischen Ober- und Unterteil ein Gesperre angeordnet ist und
- an dem Oberteil eine Anzeigefläche angeordnet ist, deren Anzeigewerte durch eine in dem Unterteil angeordnete Öffnung wahrnehmbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen.

Es ist bekannt, dass die Menschen, insbesondere mit zunehmendem Alter, zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Hieraus resultieren zahlreiche zivilisationsbedingte Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen. Um hier Abhilfe zu schaffen, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die über den Tag konsumierten Flüssigkeitsmengen schriftlich festzuhalten. Dies ist jedoch in der Praxis häufig problematisch, da ein Notizbuch zur Aufzeichnung der konsumierten Flüssigkeitsmengen vielfach nicht mitgeführt werden kann oder das erforderliche Schreibgerät für das Anfertigen der Notizen nicht zur Hand ist.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein einfach aufgebautes Hilfsmittel vorzuschlagen, das die Erfassung der über ein Zeitinterwall, insbesondere einen Tag, konsumierten Trinkmengen erheblich erleichtert.

Die Lösung dieser Aufgabe basiert auf dem Gedanken, eine Zählvorrichtung für eine Anzahl definierter Flüssigkeitsmengen zu schaffen, die einfach und kompakt aufgebaut ist und daher ständig mitgeführt werden kann.

Im Einzelnen wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass

  • – die Vorrichtung ein von einem Ober- und Unterteil gebildetes Gehäuse aufweist,
  • – das Ober- und Unterteil gegeneinander verdrehbar verbunden sind und die Drehachsen von Ober- und Unterteil miteinander fluchten,
  • – zwischen Ober- und Unterteil ein Gesperre angeordnet ist und
  • – an dem Oberteil eine Anzeigefläche angeordnet ist, deren Anzeigewerte durch eine in dem Unterteil angeordnete Öffnung wahrnehmbar sind.

Auf der an dem Oberteil angeordneten Anzeigefläche sind die Anzeigewerte für die Trinkmengen in regelmäßigen Abständen angeordnet. Die einzelnen Anzeigewerte für die Trinkmengen sind durch die in dem Unterteil angeordnete Öffnung vorzugsweise einzeln wahrnehmbar. Das Gesperre zwischen Ober- und Unterteil bewirkt, dass sich das Unterteil nur in einer Drehrichtung gegenüber dem Oberteil verdrehen lässt. Folglich ist nach dem Konsum einer Trinkmenge ein versehentliches Rückdrehen und damit eine falsche Anzeige durch die im Unterteil angeordnete Öffnung ausgeschlossen.

Die verdrehbare Verbindung zwischen Ober- und Unterteil mit Gesperre lässt sich konstruktiv besonders einfach durch eine drehrichtungsgeschaltete Kupplung realisieren. Bei einer derartigen Kupplung werden An- und Abtrieb entkuppelt, wenn die Antriebseite vom Abtrieb überholt wird. Diese Entkupplung wird für die vorliegende Vorrichtung dazu genutzt, um das Unterteil in einer vorgegebenen Richtung gegenüber dem Oberteil verdrehen zu können, während die entgegengesetzte Drehrichtung unterbunden wird. Derartige drehrichtungsgeschaltete Kupplungen können sowohl mit formschlüssigen als auch kraftschlüssigen Gesperre ausgeführt Wenn das Ober- und Unterteil einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, ergibt sich eine besonders kompakte Bauform der Vorrichtung, wobei Ober- und Unterteil v zumindest teilweise konkav nach außen gewölbt sind. Diese Bauform hat jedoch nicht nur konstruktive Vorteile, sondern weist darüber hinaus eine besondere ästhetische und haptische Qualität auf, die den Benutzer dazu anregt, die Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen auch ständig mitzuführen und regelmäßig zu benutzen. Die Anzeigefläche ist bei einer derartigen Ausführungsform kreisringförmig konzentrisch um die Drehachse von Ober- und Unterteil angeordnet.

Produktionstechnisch ist es vorteilhaft, wenn die Anzeigefläche auf einer drehfest mit dem Oberteil befestigten Scheibe im Inneren des Gehäuses aufgebracht ist. Dabei befindet sich die Anzeigefläche auf der nach unten in Richtung der Öffnung des Unterteils weisenden Seite der Scheibe. Durch die im Unterteil angeordnete Öffnung ist nur eine Teilfläche der Anzeigefläche wahrnehmbar, nämlich vorzugsweise jeweils nur ein Anzeigewert. Um die Ablesbarkeit des Anzeigewertes durch die Öffnung zu verbessern, ist in einer Ausgestaltung der Erfindung in der Öffnung eine optische Linse angeordnet, die den Anzeigewert vergrößert.

Um die Handhabung der Vorrichtung beim Verdrehen von Ober- und Unterteil zu verbessern, weist die Vorrichtung eine sich vom äußeren Rand des Unterteils radial nach außen erstreckende Handhabe auf. Zusätzlich kann an dem Oberteil ein Greifrand und/oder eine die Erfassbarkeit unterstützende Ausformung, z. B. eine Griffmulde eingelassen sein.

Wenn die an dem Unterteil angeordnete Handhabe eine Öffnung aufweist, kann die Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen beispielsweise als Schlüsselanhänger Verwendung finden. Hierdurch wird das ständige Mitführen der Vorrichtung unterstützt.

Um ein unrichtiges Messergebnis zu vermeiden, verrasten das gegeneinander verdrehbare Ober- und Unterteil in mehreren Stellungen miteinander. Die Anzahl der Stellungen sollte vorzugsweise der Anzahl der Anzeigewerte für die Trinkmengen entsprechen. Die Verrastung in den einzelnen Stellungen ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Vielmehr ist es ebenfalls möglich, durch hinreichende Reibung in der drehbaren Verbindung zwischen Ober- und Unterteil eine Fixierung in der jeweils zuletzt eingestellten Position zu bewirken.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1: Eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Blick auf die Innenseite des Oberteils

2: Eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Blick auf die Innenseite des Unterteils sowie

3: Eine Unteransicht, eine Seitenansicht und eine Aufsicht auf die montierte erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen.

Die Vorrichtung zur Erfassung von Trinkmengen weist ein von einem Oberteil 1 und einem Unterteil 2 gebildetes Gehäuse auf. Ober- und Unterteil 1, 2 sind über eine drehrichtungsgeschaltete Kupplung 3a, 3b (vergl. 1 u. 2) gegeneinander verdrehbar miteinander verbunden. Das Teil 3a der Kupplung ist drehfest mit einer Scheibe 4 verbunden, auf der konzentrisch zur durch den Mittelpunkt der Kupplung verlaufenden Drehachse eine Anzeigefläche aufgebracht ist, die der Übersichtlichkeit halber in den 1 und 2 nicht dargestellt wurde. Die Anzeigefläche befindet sich auf der Unterseite der Scheibe 4, so dass die Anzeigewerte in Richtung des Unterteils 2 weisen. Das Unterteil 2 besitzt eine Öffnung 5, durch die die Anzeigewerte auf der Scheibe 4 wahrnehmbar sind. In die Öffnung 5 ist eine Linsenblende 6 eingesetzt. Der konvex gewölbte Bereich der Linsenblende 6 bildet eine optische Linse 7 mit Vergrößerungswirkung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus lediglich vier Kunststoffteilen, die im Kunststoffspritzguss oder als Stanzteile herstellbar sind. Aufgrund dessen lässt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung preiswert herstellen und montieren.

Wie insbesondere aus 2 ersichtlich, weist das als Kunststoffspritzgussteil hergestellte Oberteil 1 die Form eines Kugelsegmentes auf. Am äußeren Umfang des Segmentes ist ein Greifrand 8 vorgesehen, um die Handhabbarkeit der Vorrichtung zu verbessern. Das Kupplungsteil 3a an der Innenseite des Oberteils 1 wird von einem Hohlzylinder 9 mit beispielsweise 16 Rast-Vertiefungen ausgebildet. An der Außenmantelfläche des Hohlzylinders 9 befinden sich vier vom unteren Rand axial nach oben erstreckende Einschnitte 12 zur drehfesten Verbindung des Oberteils 1 mit der Scheibe 4. Zur formschlüssigen Verbindung weist die Scheibe 4 in einem zentralen Durchgang 14 mit den Einschnitten 12 korrespondierende Vorsprünge 13 auf, die in die Einschnitte 12 eingreifen und die Scheiben in ihrer Lage zu dem Hohlzylinder 9 fixieren.

Das Oberteil kann teilweise aus klarsichtigem Material bestehen, um beispielsweise auf der Oberseite der Scheibe 4 angebrachte Werbeinformationen sichtbar zu machen.

Das Unterteil 2 wird ebenfalls vorzugsweise als Kunststoffspritzgussteil hergestellt. Auch die Außenseite des Unterteils 2 ist zunächst konkav gewölbt geht jedoch daran anschließend in eine zentrale konvexe Vertiefung 15 über, die in erster Linie aus ästhetischen und haptischen Gründen vorgesehen ist.

Zentral auf der Innenseite der konvexen Vertiefung 15 ist das Kupplungsteil 3b angeordnet, das im Wesentlichen aus einem Einsteckzylinder 16 mit nach außen weisenden Rastnasen 17 besteht. Die Anzahl der Rastnasen ist beispielsweise 16 und entspricht der Anzahl der Rastvertiefungen 11 in dem Hohlzylinder 9. Die Rastnasen 17 greifen beim Zusammenstecken von Ober- und Unterteil 1, 2 in die Rastvertiefungen 11 ein. Die Rastvertiefungen 11 sind in Drehrichtung um die Drehachse von Ober- und Unterteil asymmetrisch ausgebildet, indem die die Vertiefungen begrenzenden Flächen in Drehrichtung unterschiedlich geneigt sind. Die steileren Flächen bewirken, dass die Verdrehung des Unterteils gegenüber dem Oberteil in eine Richtung gesperrt ist, während die Rastnasen auf den weniger steilen Flächen in der vorgesehenen Drehrichtung zur nächsten Rastvertiefung 11 gleiten können. Gleichzeitig bewirken die Rastvertiefungen 11, dass das Ober- und Unterteil 1, 2 in mehreren Stellungen miteinander verrasten, nämlich in 16 Stellungen.

Vom äußeren Rand 18 des Unterteils 2 erstreckt sich eine Handhabe 19, die fließend in den konkav gewölbten Bereich der Außenseite des Unterteils 2 übergeht (vergl. 1). Die Handhabe 19 ist lediglich an ihrer Oberseite geschlossen ausgeführt, um die Öffnung 5 in dem Unterteil 2 nicht zu verdecken. An der Unterseite weist die Handhabe 19 eine Aufnahme 21 für die Linsenblende 6 auf, deren Kontur genau derjenigen der Aufnahme 21 entspricht. Die Linsenblende 6 weist in dem Bereich neben der Linse 7 (vorzugsweise ein mattierter Bereich) eine Öffnung 22 auf, die mit einer Öffnung 23 fluchtet, die von einem in die Handhabe 19 integrierten Hohlzylinder gebildet wird. Der durch die Öffnungen 22, 23 in der Handhabe 19 sowie der Linsenblende 6gebildete Durchgang erlaubt die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Schlüsselanhänger.

Die vier in den Explosionsdarstellungen in 1 und 2 dargestellten Bauteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in drei Schritten zusammengesetzt (3):

  • 1. Zuerst wird die Linsenblende 6 in die Aufnahme 21 des an dem Unterteil 2 eingesetzt. Das Einsetzen erfolgt vorzugsweise mittels einer Pressverbindung.
  • 2. Anschließend wird die die Anzeigenfläche aufweisende Scheibe 4 in der richtigen Orientierung auf den Hohlzylinder 9 des Oberteils 1 aufgesteckt und in ihrer Lage fixiert.
  • 3. Schließlich wird der zentrale Einsteckzylinder 16 des Unterteils 2 in den Hohlzylinder 9 des Oberteils 1 eingesteckt, bis die elastischen Rastnasen 17 des Unterteils 2 in die Rastvertiefungen 11 des Oberteils 1 einrasten.

Die derart montierte erfindungsgemäße Vorrichtung wird wie folgt verwendet:

Der Benutzer greift mit einer Hand das Oberteil 1 der Vorrichtung, so dass die Unterseite 2 nach oben zeigt. Mit der anderen Hand kann nun mittels der Handhabe 19 das Unterteil 2 gegen das Oberteil 1 verdreht werden. Das Weiterdrehen des Unterteils um jeweils eine Rastung entspricht einer definierten Trinkmenge von beispielsweise 0,1 l Flüssigkeitsvolumen. Durch die Linse 7 kann von der Scheibe 4 der aktuelle Anzeigewert abgelesen werden. Nach Erreichen der letzten Rastung, im Ausführungsbeispiel entsprechend 1,5 l Trinkvolumen, erscheint durch Weiterdrehen um eine weitere Rastung wieder die Ausgangsstellung 0.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Erfassen von Trinkmengen, dadurch gekennzeichnet, dass

– die Vorrichtung ein von einem Ober- und Unterteil (1, 2) gebildetes Gehäuse aufweist,

– das Ober- und Unterteil (1, 2) gegeneinander verdrehbar verbunden sind und die Drehachsen von Ober- und Unterteil miteinander fluchten,

– zwischen Ober- und Unterteil (1, 2) ein Gesperre (11, 17) angeordnet ist und

– an dem Oberteil (1) eine Anzeigefläche angeordnet ist, deren Anzeigewerte durch eine in dem Unterteil (2) angeordnete Öffnung (5) wahrnehmbar sind.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ober- und Unterteil (1, 2) durch eine drehrichtungsgeschaltete Kupplung (3a, 3b) miteinander verbunden sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ober- und Unterteil (1, 2) einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigefläche kreisringförmig konzentrisch um die Drehachse des Oberteils (1) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die im Unterteil (2) angeordnete Öffnung (5) nur eine Teilfläche der Anzeigefläche wahrnehmbar ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Öffnung (5) eine optische Linse (7) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich vom äußeren Rand (18) des Unterteils (2) eine Handhabe (19) radial nach außen erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (19) eine Öffnung (23) aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigefläche auf einer drehfest (12, 13) mit dem Oberteil (1) befestigten Scheibe (4) im inneren des Gehäuses aufgebracht ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das gegeneinander verdrehbare Ober- und Unterteil (1, 2) in mehreren Stellungen miteinander verrastbar ist.






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