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Dokumentenidentifikation DE102005060165B3 12.04.2007
Titel Schaufel für ein Ladefahrzeug
Anmelder Demmelmaier, Eduard, 85229 Markt Indersdorf, DE;
Lang, Thomas, 85391 Allershausen, DE
Erfinder Demmelmaier, Eduard, 85229 Markt Indersdorf, DE;
Lang, Thomas, 85391 Allershausen, DE
DE-Anmeldedatum 14.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005060165
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse E02F 3/40(2006.01)A, F, I, 20051214, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine/einen Laderschaufel/Baggerlöffel 1 (für Radlader, Frontlader, Bagger usw., sog. Trägerfahrzeuge) in Trichterform 2 mit Trichteröffnung und einer daran befestigten Förderanlage/Anbaugerät 4 (z.B. Förderschnecke) mit Antrieb 5.
Aus dieser/diesem Laderschaufel/Baggerlöffel 1 gelangt förderfähiges Material/Füllgut durch die Trichteröffnung in die/das Förderanlage/Anbaugerät 4 und wird von diesen sowohl seitlich rechts und/oder links als auch in der Mitte heraus in alle Richtungen gefördert bzw. weiter behandelt.
Diese Laderschaufel/Baggerlöffel finden Anwendung
- beim Hochwasserschutz, zum Befüllen von Sandsäcken, flexiblen Schläuchen zum Erstellen von sog. Schlauchbarrieren und sonstigen Behältern,
- im Tiefbau, im Hochbau zum Füllen von Löchern, Bohrungen, Gräben, Behältern usw.,
- im Straßenbau, zum Auslegen von Betonwällen usw.,
- in der Landwirtschaft,
- im militärischen Bereich zum Bau von Schutzwällen usw.,
- bei der Landschaftsgestaltung,
- beim Erosionsschutz,
- im Bereich des Gartenbaus,
- sowie für weitere Zwecke.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaufel für ein Ladefahrzeug, insb. Radlader oder Bagger, die die Form eines sich nach hinten verjüngenden Trichters mit einer hinteren Trichteröffnung aufweist.

Derartige Schaufeln finden u. a. Anwendung beim Hochwasserschutz, zum Befüllen von Sandsäcken, flexiblen Schläuchen, Hoch-, Tief- und Straßenbau, in der Landwirtschaft, im militärischen Bereich zum Bau von Schutzwällen, bei der Garten- und Landschaftsgestaltung und beim Erosionsschutz.

Schaufeln für Radlader, Frontlader und Bagger mit einer in der Schaufelmulde quer liegenden Förderschnecke gibt es bereits.

Die DE 24 41 606 A1 zeigt eine Schaufel mit einer in der Schaufelmulde quer zur Fahrtrichtung mit kurzem Abstand zur Bodenwand angebrachten Förderschnecke.

Auch die DE 23 53 789 A, die GB 1 419 253 sowie die WO 93/01365 zeigen Schaufeln mit quer zur Fahrtrichtung angebrachten Förderschnecke.

Diese Förderschnecken sind im Muldenradius der Schaufelmulde der Laderschaufel platziert. Keine dieser Druckschriften behandelt Laderschaufel, die anstelle der Schaufelmulde einen sich nach hinten verjüngenden Trichter mit Öffnung aufweist.

Auch auf dem aktuellen Markt gibt es keine entsprechenden Laderschaufeln.

Bei der Schaufel nach der DE 10 2004 009 662 A1 handelt es sich ebenfalls um eine Schaufel mit quer liegender Förderschnecke bzw. um eine Schaufel mit vorne angebautem Fördervorsatz mit Förderschnecke.

Die GB 2 334 507 zeigt eine Schaufel für Ladefahrzeuge, insb. Radlader, die die Form eines sich nach hinten verjüngenden Trichters mit einer hinteren Trichteröffnung aufweist, um z. B. Behälter mit Schüttgut zu füllen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schaufel für ein Ladefahrzeug so weiter zu entwickeln, dass sie flexibler einsetzbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Schaufel mit Merkmalen nach dem Anspruch 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 9.

Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung (1 bis 4) beschrieben. Die Figuren für die Schaufel gelten im Sinne der Erfindung gleichfalls für Baggerlöffel.

Es zeigen:

1: Seitenansicht auf die erfindungsgemäße Schaufel,

2: Trichterform Schaufel im gekippten Zustand,

3: Schaufel aus Frontansicht und

4: Schaufel aus Rückansicht

Der Einfachheit halber schließt bei den weiteren Ausführungen der Begriff „Schaufel" gleichfalls den „Baggerlöffel" mit ein.

Die Schaufel 1 weist im Gegensatz zu den herkömmlichen Laderschaufeln die Form eines sich nach hinten verjüngenden Trichters 2 auf, dessen Form, Größe und Lage beliebig ist und mit einer hinteren Trichteröffnung 3 (Schaufelöffnung) endet, durch die das Fördergut zur dahinter liegenden Förderanlage 4 gelangt. Die Schaufel 1 ist in der Regel im vorderen Bereich (vordere Schaufelöffnung) normal wie herkömmliche Schaufeln gestaltet.

Die Trichterform beginnt nicht direkt an der vorderen Schaufelöffnungskante, sondern im beliebigen Abstand zu dieser, wobei jeweils fördertechnisch möglichst günstige Verjüngungswinkel des Trichters 2 und ein Optimum an Fassungsvermögen der Schaufel 1 im Sinne der Erfindung angestrebt werden.

Wahlweise kann die Schaufel 1 wie herkömmliche Laderschaufeln gestaltet sein, wobei im hinteren Bereich (Bereich der Schaufelmulde) sich die beiden Seitenflächen trichterförmig bis zur hinteren Trichteröffnung 3 verjüngen, an die z.B. eine Trogförderschnecke angeflanscht ist.

Die Förderanlage 4 ist im Gegensatz zu den bekannten Laderschaufeln mit quer in der Schaufel liegender Förderschnecke hinter der Schaufel 1 trennbar befestigt.

Die Förderanlage 4 kann als Bandförderer, Becherwerk, Schneckenförderer usw. ausgeführt sein. Vorzugsweise ist sie als Schneckenförderer ausgelegt.

Die Förderanlage 4 ist wahlweise so gestaltet, positioniert (Förderschnecken so gewendelt), dass das Fördermaterial auf der rechten oder auf der linken Seite der Schaufel bzw. rechts und links gleichzeitig, bzw. direkt aus der Mitte heraus in alle Richtungen gefördert werden kann. Dazu kann es sinnvoll sein, weitere in verschiedenen Förderrichtungen angeordnete Förderanlagen, gleicher oder unterschiedlicher Arten, miteinander zu kombinieren.

Die Versorgung mit Energie und die Steuerung des Antriebs 5 erfolgt wahlweise hydraulisch, mechanisch, pneumatisch, elektrisch oder in Kombination miteinander vom Trägerfahrzeug aus. Die Steuerung kann wahlweise auch drahtlos, funktechnisch erfolgen.

Die Art der Steuerung des Antriebs 5 ermöglicht bei Bedarf die Anpassung der Fördermenge der Förderanlage 4 an die Fahrgeschwindigkeit des Laderfahrzeugs.

Zur Änderung der Förderichtung ist im Bereich der Schaufel 1 und/oder am Ladefahrzeug ein Schalter/Umschaltventil angebracht.

Die Öffnungen 1 Auslässe 6 sind in ihrer Größe, Form und Lage variabel. Sie können dreh-, klapp-, verschieb- und schwenkbar an der Förderanlage 4 befestigt sein und weisen Schnellwechselvorrichtungen für weitere Anbauten auf.

Anstelle einer Förderanlage 4 können Anbaugeräte verschiedenster Art (z.B. Brechwerk, Streuvorrichtung usw.) an die Trichteröffnung 3 montiert werden" Auch hierbei kann es sinnvoll sein, Förderanlagen und sonstige Anbaugeräte miteinander zu kombinieren.

Zur Verwendung der Schaufel 1. für den „Normalgebrauch" kann die Förderanlage 4 abgebaut werden. Die dabei frei werdende Trichteröffnung 3 wird mit einer stabilen Abdeckplatte 7 zur besseren Versteifung der Schaufel 1 geschlossen.

Im Trichterbereich 2 der Laderschaufel 1 befindet sich ein Gitter 8 zum Heraussieben von zu großen Fördergutteilen, das gleichzeitig auch als Schutzgitter fungiert. Wahlweise kann dieses Gitter 8 mit einer Abdeckplatte 9 verschlossen sein, abgebaut oder ausgetauscht werden.

Die Schaufel 1 weist an der Rückwand mehrere Versteifungsrippen 10 auf, die an der Schaufel 1 nicht erwünschte Verformungen verhindern, die Krafteinleitung vom Trägerfahrzeug verbessern und gleichzeitig die Förderanlage 4 vor Beschädigung schützen.

Funktionsbeschreibung der Schaufel 1 mit Trichterform und Fördervorrichtung 4:

Je nach Einsatzart kann die Schaufel 1 mit montierter Abdeckplatte 7 und/oder Abdeckplatte 9 für normale Laderarbeiten ohne Förderanlage 4 verwendet werden.

Für Einsätze, bei denen das Fördergut kontinuierlich, dosiert in Behälter (Sandsäcke, Endlossäcke usw.) abgegeben werden soll oder für sonstige Aufgaben, werden die Abdeckplatten 7 und/oder 9 entfernt, die Förderanlage 4 oder ein sonstiges Anbaugerät an die Trichteröffnung 3 montiert und versorgungs-/steuerungstechnisch an das Ladefahrzeug angeschlossen. Nachdem das entsprechende Fördergut mit der Schaufel 1 normal aufgenommen wurde, rutscht es, nach Kippen der Schaufel in die Horizontallage, durch die Trichteröffnung 3 in die Förderanlage 4 oder in das Anbaugerät, mit der/dem es dann weiter gefördert oder anderweitig behandelt werden kann.


Anspruch[de]
Schaufel für ein Ladefahrzeug, insb. Radlader oder Bagger, die die Form eines sich nach hinten verjüngenden Trichters (2) mit einer hinteren Trichteröffnung (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb/hinter der hinteren Trichteröffnung (3) außerhalb der Schaufel eine Förderanlage (4) mit Auslässen (6) und einem Antrieb (5) trennbar mit der Schaufel (1) verbunden ist. Schaufel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlage (4) ein Bandförderer oder ein Becherwerk oder ein Schneckenförderer ist und dass die Förderanlage (4) mit einer Schnelltrennvorrichtung an der Schaufel (1) befestigt ist. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (5) vom Ladefahrzeug mechanisch und/oder hydraulisch und/oder pneumatisch und/oder elektrisch mit einer variablen Bewegung und einer Steuerung oder einer drahtlos funktechnischen Steuerung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Ladefahrzeugs erfolgt. Schaufel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlage (4) durch die Auslässe (6) Fördermaterial seitlich nach rechts oder links, oder nach beiden Seiten gleichzeitig, oder von der Mitte heraus nach allen Richtungen fördert. Schaufel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslässe (6) in ihrer Größe, Form und Lage variabel und in alle Richtungen dreh-, klapp-, verschieb- und schwenkbar an der Förderanlage (4) befestigt sind sowie Schnellwechselvorrichtungen für weitere Anbauten aufweisen. Schaufel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Änderung der Förderrichtung der Förderanlage (4) durch einen Schalter oder ein Umschaltventil an der Schaufel (1) oder am Trägerfahrzeug erfolgt. Schaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das der Trichter 2 ein entfernbares oder aufklappbares Gitter (8) mit oder ohne Abdeckplatte (9) aufweist. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie an der Rückseite mehrere Versteifungsrippen (10) aufweist, die sich um die Förderanlage (4) herum bis zur Bodenwand der Schaufel (1) erstrecken und dass die Versteifungsrippen (10) Befestigungsmöglichkeiten für das Ladefahrzeug und für weitere Geräte und Vorrichtungen aufweisen. Schaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere in verschiedene Richtungen fördernde Förderanlagen gleicher oder unterschiedlicher Bauart in Kombination, kommunizierend zueinander angeordnet sind.






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