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Dokumentenidentifikation DE102005060380B3 12.04.2007
Titel Breitband-Kommunikationssystem
Anmelder AEROMARITIME Systembau GmbH, 85375 Neufahrn, DE
Erfinder Biel, Gerd, 09241 Mühlau, DE;
Pietzner, Lutz, Dr., 09648 Mittweida, DE;
Meyer, Uwe, 09114 Chemnitz, DE
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Anmeldedatum 16.12.2005
DE-Aktenzeichen 102005060380
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse H04L 29/10(2006.01)A, F, I, 20051216, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04L 12/18(2006.01)A, L, I, 20051216, B, H, DE   
Zusammenfassung Kommunikationsnetzwerke sind in der Regel anwendungsspezifisch für bestimmte Zwecke ausgelegt. Problematisch sind Kommunikationsnetzwerke, bei denen die Teilnehmer unterschiedlichste Signale, von breitbandigen analogen Signalen bis zu seriellen digitalen Daten, in das Kommunikationsnetzwerk einbringen und dennoch eine zuverlässige, manipulationssichere, schnelle und qualitativ hochwertige Übertragung der Signale an jeden gewünschten Teilnehmer erfolgen soll. Dies wird erreicht, indem alle eingehenden Daten stufenweise auf einen definierten Standard gebracht und über einen hochbelastbaren Backbone versendet werden, unabhängig von dem Anfangsformat der Daten.

Beschreibung[de]
I. Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft ein Breitband-Kommunikationssystem sowie ein Verfahren zu dessen Betrieb.

II. Technischer Hintergrund

Ein solches Kommunikationssystem soll eine digitale Kommunikations-Infrastruktur bereitstellen, welche in der Praxis meist auf einen bestimmten Kommunikationsdienst (Sprachübertragung, Datenübertragung, letzteres insbesondere für Fernüberwachung oder Fernsteuerung) ausgelegt ist. Dementsprechend sind sowohl die Handlingfunktionen als auch die Art und der Umfang der Übertragungswege entsprechend diesen Haupt-Nutzungen ausgelegt.

Deshalb entstehen Probleme immer dann bzw. wird der Aufwand immer dann stark erhöht, wenn derartige vorhandene spezifizierte Kommunikationssysteme mit anderen spezifizierten Kommunikationssystemen gekoppelt werden sollen, besonders wenn die zu koppelnden Kommunikationssysteme unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Datenformat, Datenmenge, Manipulationssicherheit und dergleichen aufweisen.

Insbesondere wurde bei bisherigen solchen Kommunikationssystemen ein breitbandiges Analogsignal nicht in das Kommunikationsnetzwerk eingegeben, sondern parallel zu diesem Kommunikationsnetzwerk übertragen, um die bei einer Digitalisierung sich ergebende hohe Dichte an digitalen Daten und deren zeitaktuelle Übertragung zu vermeiden.

Aus der Druckschrift US 5,930,238 ist ein Multipunktkonferenzsystem bekannt, das ein ATM-Netzwerk verwendet. Alle ATM-Switche sind mit einem Netzwerkmanager verbunden, um von diesem Steuerinformationen zu erhalten.

Aus der Druckschrift US 5,623,491 A ist eine Stimmanpassungsvorrichtung offenbart, die eine Schnittstelle zwischen einem schmalbandigen lokalen Netzwerk und einem breitbandigen ATM-Backbone-Netzwerk zur Verfügung stellt.

Die Druckschrift US 2003/0016675 A1 offenbart ein Telefonschaltnetzwerk mit mehreren Knoten, die über das Netzwerk über Kanäle mit sich dynamisch ändernder Kapazität verbunden sind. Jeder der Knoten ist mit dem Netzwerk über einen ATM-ADM verbunden.

Die Druckschrift US 5,339,317 A offenbart ein Paket – gebundenes Kommunikationsnetzwerk zum Übertragen von Daten zwischen Knoten.

Aus der Druckschrift US 6,442,134 B1 ist ein Netzwerk mit einer Anzahl von Knoten offenbart, die in einer Ringstruktur miteinander verbunden sind.

III. Darstellung der Erfindung a) Technische Aufgabe

Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, ein Dienste-neutrales, insbesondere modular aufgebautes, Kommunikationssystem sowie ein Verfahren zu dessen Betrieb zu schaffen, welches an die Anforderungen unterschiedlichster Aufgaben mit geringem Aufwand angepasst werden kann.

b) Lösung der Aufgabe

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 26 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Durch die Möglichkeit sehr breitbandige und hochdynamische analoge Signale zu digitalisieren, kann in der Praxis jede Art von vorkommenden Signalen digitalisiert und damit in der Folge in einem Netzwerk vermittlungsfähig gemacht werden.

Die Umwandlung der Signale im Terminaladapter in das PCM-Format ist der erste Schritt der Zusammenfassung und ermöglicht die spätere zeitliche Verdichtung, die anschließend im einzelnen Knoten notwendig ist, um die Daten über den knoteninternen H.110-Bus transportieren zu können.

Die die Verschaltung mit anderen Teilnehmern steuernde Switching & Conferencing-Einheit muss logischerweise in jedem der einzelnen Knoten vorhanden sein. Auch die Vermittlung an Terminals, die an ein und dem gleichen Knoten und sogar ein und derselben Terminaladapter-Unit (TAU) hängen, erfolgt ebenfalls über die Switching & Conferencing-Einheit (SWAC).

In jedem Knoten übernimmt der Network-Interface-Manager (NIM) die Verbindung über das Netzwerk zu den anderen Knoten (im ATM-Format), während knoteninterne Verbindungen von der Switching & Conferencing-Einheit allein realisiert werden.

Durch die Erstellung der Ablaufregeln auf dem Server und einer Hinterlegung dieser Regeln auf jedem einzelnen Knoten, dort in den Network-Interface-Manager, ist das Netzwerk auch bei einem Absturz des Servers funktionsfähig.

Lediglich Neukonfigurationen können ohne Server nicht durchgeführt werden.

Ein Ausloggen und Einloggen eines Benutzers an einem anderen Terminal ist dagegen nach wie vor möglich, ebenso ein Austausch eines Terminals gegen ein anderes Terminal der gleichen Art.

Durch die Anbindung jedes Terminaladapters an zwei Netzwerkknoten wird die Ausfallsicherheit des Netzwerks erhöht.

Die Anbindung von mehreren einkanaligen Terminals an nur einem Terminaladapter reduziert die Anzahl der notwendigen Terminaladapter und ist möglich durch die ausreichende Anzahl von Kanälen, z.B. je 30 Kanäle pro Terminaladapter.

Die zusätzlich zum ATM-Ringbus geführte Ethernet-Verbindung zwischen den einzelnen Knoten dient der Übertragung von Steuerdaten zwischen den einzelnen Knoten und damit der Konfigurierung der Endgeräte, so dass dieser Steuerungsaufwand getrennt von der Nutzlast, die über den ATM-Bus übertragen wird, geführt ist, was die Ausfallsicherheit des Systems verbessert.

Zusätzlich kann die Ethernet-Verbindung auch für weitere Dienste benutzt werden, z.B. für Voice-over-IP anstelle der normalen ISDN-Telefonverbindung, die über den ATM-Bus laufen würde.

Durch die einheitliche Ausbildung der Terminaladapter, also insbesondere einheitliche Schnittstellen nach dem E1-Standard zur Verbindung mit den einzelnen Netzwerkknoten einerseits und einheitliche Ethernet-Schnittstelle andererseits, wird die Verkabelung vereinfacht und für alle Terminaladapter egalisiert.

Die Ethernet-Verbindung wird darüber hinaus von den Terminaladaptern bis zu den Endgeräten weitergeführt, die darüber konfiguriert werden sollen. In einfache Endgeräte, beispielsweise nur Sprechstellen, werden die Terminaladapter direkt integriert zur Verringerung der Baugröße und Verringerung des Verkabelungsaufwandes.

Die Spezifizierung der Terminaladapter dient prinzipiell dazu, um die jeweils spezifische Signalart möglichst effizient zu übertragen. Die Reduzierung auf nur wenige Terminal-Adapter-Arten reduziert Fertigungsaufwand, Vorratshaltung und ermöglicht die verbesserte Austauschbarkeit.

Je nach Anforderungsprofil enthalten die einzelnen Terminaladapter damit mehr oder weniger serielle Schnittstellen, Breitband-Audio-Schnittstellen und Sprachschnittstellen, da die zur Verfügung stehenden Zeitschlitze begrenzt sind und für den jeweiligen Anwendungsfall optimal genutzt werden sollen.

Wenn die ATM-Ringbus-Leitung an einer Stelle unterbrochen ist, stellt der ATM-Standard sicher, dass durch Wechsel der Transportrichtung in der Busleitung alle anderen Knoten dennoch erreichbar bleiben.

Körperlich doppelt vorhandene Leitungen im ATM-Bus erhöhen einerseits die Ausfallsicherheit und dienen auf der anderen Seite der Hin- und Rückführung von Signalen, falls die Ringleitung an einer Stelle unterbrochen ist.

Die parallel vorhandenen Ethernet-Schnittstellen stellen ein separates LAN dar, welches auch nach einem anderen Standard betrieben werden könnte.

Durch die frei konfigurierbaren Funktionselemente bei den Terminals, insbesondere bei den Voice & Control-Terminals (VCT's), können im Server Benutzerprofile hinterlegt werden, so dass unabhängig von dem Ort und damit Terminal, an dem sich ein Benutzer einloggt, dessen Nutzerprofil geladen wird.

Davon abhängig erscheinen beispielsweise bestimmte festgelegte, z.B. virtuelle, Auswahltasten auf dem z.B. berührungsempfindlichen Bildschirm des Terminals, die nur für diesen einen Benutzer in dieser Art definiert sind.

Die strikte Trennung von roten und schwarzen Datenwegen, also geheimhaltungsbedürftigen und nicht geheimhaltungsbedürftigen Daten, dient dazu, das Abgeben von geheimhaltungsbedürftigen Daten nach außerhalb des Kommunikationsnetzwerkes zuverlässig zu verhindern.

Trotz Benutzung der gleichen körperlichen Leitungen kann dies beim Zeitmultiplexverfahren sichergestellt werden durch Benutzung zeitlich fest voneinander getrennter roter und schwarzer Zeitschlitze.

Der Vermeidung der Vermischung beider Signalarten dient auch eine durch Hardware getrennte Vermittlung, indem über einen Hardwarefilter sichergestellt wird, dass rote Daten nur auf rote Datenwege bzw. Zeitschlitze vermittelt werden und ebenso schwarze Daten nur auf schwarzer Datenwege bzw. Zeitschlitze.

Die Aufteilung der Signale auf die einzelnen Kanäle innerhalb der Terminaladapter ist für die einzelnen Arten der Terminaladapter nach Kanälen festgelegt.

So ist beispielsweise ein Terminaladapter-Data mit einem daranhängenden Chiffriergerät so belegt, dass

  • – die Kanäle 2 bis 14 für die Nutzlast schwarzer Signale,
  • – Kanal 15 für die Steuersignale der schwarzen Signale,
  • – Kanäle 18 bis 30 für die Nutzlast roter Signale
benutzt werden.

Im Gegensatz dazu sieht beispielsweise die Belegung des gleichen Terminaladapter-Data bei einem daranhängenden Datenmodem ganz anders aus:

  • – Kanäle 2 bis 14: Nutzlast schwarze Signale und
  • – Kanal 1: Audiosignal zum Sender,
  • – Kanäle 17 bis 31: frei

Indem bei Konferenzschaltungen jeder Teilnehmer alle anderen Teilnehmer hören soll, außer sich selbst, können echte Konferenzen und damit in der Praxis auch Konferenzen mit einer relativ großen Teilnehmeranzahl durchgeführt werden, bevor die Übersichtlichkeit unter den Teilnehmern verloren geht.

Indem bei der Rot-Schwarz-Trennung der Filter als Hardware realisiert ist, sind Überschneidungen, insbesondere bewusste Manipulationen bei der Unterscheidung zwischen roten und schwarzen Signalen, ausgeschlossen.

c) Ausführungsbeispiele

Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:

1: die Systemübersicht des Kommunikationsnetzwerkes,

2: das Blockschaltbild,

3: den Konferenzblock und

4: den Rot/Schwarz-Selektor.

Anhand der Systemübersicht gemäß 1 wird zunächst die Problemstellung klar:

Eine Vielzahl miteinander verbundener Kommunikationsendgeräte (KE), die hinsichtlich Art (digital oder analog) als auch des Formates ganz unterschiedliche Daten abgeben bzw. benötigen, sollen mit jedem beliebigen oder auch mehreren Kommunikationsendgeräten gleichzeitig kommunizieren können. Dabei soll der Aufwand für Bau, Wartung und Reparatur möglichst gering gehalten werden und die Störanfälligkeit so niedrig wie möglich sein. Auch soll ein Ausfall einzelner Komponenten die Kommunikation unter den verbleibenden Komponenten möglichst wenig beeinträchtigen.

Das Rückgrat des Kommunikationsnetzwerkes (KN) ist der hier als Ringleitung (RL) dargestellte Backbone, der die einzelnen Netzwerkknoten (KNK1, KNK2, ...) miteinander verbindet. Das gesamte Kommunikationsnetzwerk (KN) wird über mindestens einen Server (1) gesteuert, der aus Redundanzgründen mit mindestens zwei der Knoten (KNK1, KNK3) in Verbindung steht.

Dabei kommt das Problem hinzu, dass die Vielzahl der berechtigten Benutzer nicht jeweils an ein und demselben Terminal arbeitet, sondern sich einsatzabhängig an irgendeinem der Terminals einloggt und von dort aus die gewünschten Verbindungen hergestellt haben möchte.

Die einzelnen, als Kommunikations-Endgeräte vom Benutzer zu bedienenden, Terminals sind dabei nicht einzeln, sondern über Terminaladapterunits (TAU's), in denen mehrere Terminaladapter (TA) zusammengefasst sind und die hierfür als körperlicher Baugruppenträger dienen, angeschlossen. Näheres zeigt das Blockschaltbild gemäß 2.

Dabei ist ersichtlich, dass in der Regel jedes Terminal (T1, T2...) mit einem Terminal-Adapter (TA) verbunden ist, von denen jeder einen Analog/Digital-Wandler (A/D) umfasst, um die vom Terminal eingegangenen Signale in digitale, vorzugsweise bereits komprimierte, nach dem PCM-Verfahren auf die Zeitschlitze eines Kanals verteilten Daten umzusetzen.

Wie 2a zeigt, sind die einzelnen Terminals (T1, T2...) abhängig von ihrer Funktion auf unterschiedliche Art und Weise mit einem Terminal-Adapter (TA) bzw. einer Terminal-Adapterunit (TAU) verbunden:

So benötigt T4 als Empfänger von Hochfrequenzsignalen nur einen Port und damit einen Kanal zum zugeordneten Terminaladapter (TA).

Dagegen benötigt zum Beispiel T17 als Datenverschlüsselungsgerät eine zweikanalige Verbindung zum zugehörigen Terminaladapter, da auf dem einen Kanal die unverschlüsselten Daten empfangen und auf dem anderen Kanal die bereits chiffrierten Daten an den Terminaladapter (TA) abgegeben werden müssen.

Als körperliche Leitungen zwischen diesen Terminals (T1, T2, ...) und den zugehörigen Terminaladaptern (TA) werden in der Regel Kupferkabel verwendet.

2b zeigt beispielhaft, wie ein Terminal (T17) über seine zwei Kanäle an den zugehörigen Terminaladapter (TA) angebunden ist.

Um die von einem Terminaladapter (TA) zu bewältigenden Aufgaben einerseits möglichst gut an die Erfordernisse des jeweiligen Terminal-Typs anzupassen und dennoch die Anzahl unterschiedlicher Terminaladapter aus Wartungs- und Reparaturgründen gering zu halten, werden nur wenige verschiedene Typen von Terminaladaptern (TA) eingesetzt, beispielsweise TA-Radio, TA-Data und TA-Voice.

Darüber hinaus zeigt 2a im rechten Bildteil spezielle Terminals, so genannte Voice-Control-Terminals (VCT), wobei es sich um Sprechstellen mit zusätzlichen Kontrollfunktionen handelt.

2c zeigt ein solches Voice-Control-Terminal (VCT), bei dem aufgrund des Einloggens eines Benutzers an diesem Terminal dessen Profil an dem entsprechenden Terminal geladen wird, was beispielsweise bewirkt, dass auf dessen berührungsempfindlichem Bildschirm virtuelle Tasten (4a, b...) angezeigt werden, die mit einer bestimmten Funktionalität belegt sind, die dieser Benutzer benötigt.

Zum einen ist in 2a zu erkennen, dass Terminals mit nicht nur einem sondern mehreren verschiedenen Terminaladaptern (TA) verbunden sein können, sofern dies für ihre spezifische Funktion sinnvoll ist. Diese verschiedenen Terminaladapter (TA's) müssen auch nicht ein und derselben Terminaladapterunit (TAU) und nicht einmal demselben Knoten (KNK) zugeordnet sein.

Des weiteren zeigt diese Darstellung, dass Terminals (T) auch parallel geführt, sowohl einerseits nach dem E1-Format und andererseits mittels Ethernet-Format mit jedem Terminaladapter (TA) verbunden sein können, was die Ausfallsicherheit der gesamten Verbindung ebenso erhöht, wie die zuvor erwähnte Anbindung an zwei verschiedene Terminaladapter (TA's) an zum Beispiel zwei verschiedenen Knoten (KNK's).

Für Voice-Control-Terminals (VCTs) gilt dies nur analog, da VCTs vorzugsweise die Funktionalität eines Terminaladapters (TA) integriert haben und direkt an einen Knoten (KNK) angebunden sind.

Am Beispiel dieser VCTs ist ebenfalls dargestellt, dass es bei einigen Terminal-Typen, beispielsweise den VCTs, sinnvoll ist, den Terminaladapter (TA) mit all seinen Funktionen in das Terminal hinein zu verlegen, so dass an der entsprechenden Stelle des Terminaladapterunits (TAU) lediglich ein unechter Adapter in Form eines Remote-Interfaces (RIF) als Schnittstelle verbleibt.

Eine Besonderheit stellen auch die Terminals (T25) und (T26) dar, die Datenterminals in Form eines PC's sind und deshalb keine analogen sondern bereits digitale, allerdings serielle, Daten an den Terminaladapter abgeben bzw. von diesem benötigen.

Theoretisch wäre damit lediglich ein Umformatieren dieser bereits digital vorliegenden Daten zur Weiterleitung vom Terminaladapter (TA) upstream in Richtung Backbone, also zum Knoten (KNK), notwendig. Um jedoch Signale gleicher Qualitätsmerkmale durch alle Terminaladapter (TA) zu erzeugen, werden auch diese seriellen, digitalen Daten samt deren Steuersignalen in kleine Signaleinheiten zerlegt, in das E1-Format umgewandelt und am entsprechenden Empfänger-Terminal auf die gleiche Art und Weise wieder deterministisch zusammengesetzt, also ohne dass zwischen den einzelnen Signaleinheiten ein unzulässiger zeitlicher Versatz auftritt.

Dies wird erreicht indem die digitalen seriellen Daten hochfrequent vom gleichen A/D-Wandler wie ein analoges Signal abgetastet werden.

Die Terminaladapter sind in Gruppen von maximal zwei mal acht Stück in Terminaladapterunits (TAU) aufgenommen, die lediglich als Baugruppenträger dienen und keine eigene Funktionalität besitzen.

Jede dieser Terminaladapterunits (TAU's) ist mit einem Userinterface (UIOE) verbunden, von denen mehrere gemeinsam jeweils in einem Knoten (KNK1, KNK2) des Backbones vorhanden sind.

Die Verbindung zwischen Userinterface (UIOE) und zugehöriger Terminaladapterunit (TAU) erfolgt ebenfalls redundant parallel einerseits im E1-Format und andererseits im Ethernet-Format, vorzugsweise über Lichtwellenleiter, ebenso wie dies am Beispiel der Anwendung der VCT's dargestellt war.

Die zusätzliche Ethernet-Anbindung kann vorzugsweise auch bereits parallel von den einzelnen Terminals (T1, T2) zu den Terminaladaptern (TA) vorhanden sein, wodurch eine Ethernet-Verbindung aller Terminals (T1, T2...) untereinander als Notbehelf bei Ausfall des übrigen Kommunikationsnetzwerkes (KN) verbleibt.

Das Übermittlungsverfahren zu den Userinterfaces erfolgt nach dem Time-Division-Multiplex-Prinzip (TDM), indem mehrere TCM-Kanäle zeitlich ineinander verschachtelt werden und dadurch der Durchsatz vergrößert wird.

Jeder Knoten (KNK1, KNK2) umfasst neben meist mehreren Userinterfaces (UIOE1.1, UIOE1.2, ...) mindestens

  • – eine Switching- and Conferencing-Einheit (SWAC),
  • – einen Network-Interface-Manager (NIM) und
  • – eine Steuereinheit (CPU)
deren Funktion nachfolgend erläutert wird.

Für den knoteninternen Datenverkehr wird dabei ein spezieller Bus, der H.110-Bus, benutzt, auf dem die Daten im E1-Format transportiert werden.

Da dieser Bus deutlich schneller ist als die Signalleitungen zwischen Terminaladapterunits (TAU's) und den Knoten (KNK), wird innerhalb der Knoten (KNK) unter Beibehaltung des Datenformates E1 ein Umsetzen und Bündeln der Datenpakete in die Zeitschlitze des H.110-Buses durchgeführt, was von der Switching- and Conferencing-Einheit (SWAC) bewirkt wird.

Darüber hinaus stellt die Switching- and Conferencing-Einheit die Verbindung zwischen einem Terminal (T1), von dem sie über ein Userinterface (UIOE) knotenintern Signale zugeleitet erhält, und dem oder den gewünschten anderen Terminal (T2) als Kommunikationspartner her.

Dabei wird unter anderem in der SWAC zunächst unterschieden, ob der andere Kommunikationspartner am gleichen Knoten, zum Beispiel am Knoten (KNK1), hängt und wenn ja, an welchem Userinterface, zum Beispiel (UIOE1.2). In diesem Fall werden die Signale auf die Local-Userinterfaces des Network-Interface-Managers (NIM) gegeben, der die Signale knotenintern an den entsprechenden Userinterface (UIOE1.2) weiterleitet.

Falls der gewünschte Kommunikationspartner einem anderen Knoten, zum Beispiel Knoten (KNK2) zugeordnet ist, werden die Signale von der SWAC an die externen Userinterfaces des NIM gegeben und von dort über den ATM-Bus des Backbones an den entsprechenden Knoten, zum Beispiel Knoten (KNK2), und die dortige NIM2 weitergeleitet, von wo aus die knoteninterne Verteilung an das dortige entsprechende Userinterface (UIOE) usw. erfolgt.

Für den Fall, dass eine Verbindung mit nicht nur einem, sondern mehreren Kommunikationspartnern gleichzeitig hergestellt werden soll, also eine Konferenzschaltung erstellt werden soll, wird diese in der SWAC wie folgt gemäß 3 realisiert:

Zunächst werden die Eingangssignale aller internen, also am eigenen Knoten (KNK1) hängenden Konferenzteilnehmer, sowie alle von anderen Knoten (KNK2, ...) bzw. deren SWAC's... eingehenden externen Summensignale in einem Konferenz-Block (CB) zu einem internen Summensignal addiert. Dieses interne Summensignal wird an jeden der internen Konferenzteilnehmer weitergeleitet, wobei vorher dessen jeweiliges spezifisches Eingangssignal mittels eines Konferenzfilters von dem internen Summensignal abgezogen wird, damit der Teilnehmer seine eigene Eingabe, zum Beispiel Spracheingabe, nicht hört bzw. nicht eingespielt erhält.

Darüber hinaus wird aus den eingegangenen Signalen der am eigenen Knoten hängenden, internen Konferenzteilnehmer eine Summenbildung zu einem externen Summensignal durchgeführt, und dieses externe Summensignal an alle anderen an der Konferenz beteiligten SWACs gesandt.

Da analog von allen an der Konferenz beteiligten SWACs vorgegangen wird, liegt letztendlich bei jedem einzelnen an der Konferenz teilnehmenden Terminal (T) ein Signal an, welches der Summe aller von den anderen Konferenzteilnehmern abgegebenen Signale entspricht, das selbst in die Konferenz eingegebene Signal jedoch nicht enthält.

Lediglich der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die in jedem Knoten vorhandene Steuereinheit (CPU) über einen entsprechenden Switch nicht nur mit dem ATM-Bus des Backbones, sondern zusätzlich auch über eine separate Ethernet-Verbindung, die beispielsweise über Kupferleitungen realisiert werden kann, mit dem das gesamte Netzwerk steuernden Server (1) in Verbindung steht, der auf diese Art und Weise vorzugsweise mit allen (KNK) Knoten und den dortigen Steuereinheiten (CPU's), mindestens jedoch aus Redundanzgründen mit zwei Knoten und den dortigen CPU's, über das Ethernet verbunden ist.

Vom Server (1) werden die an der jeweiligen Steuereinheit (CPU) benötigten Konfigurationen und Einstellungen dort aufgespielt, wobei dies vorzugsweise in einem solchen Umfang erfolgt, dass bei einer vollständigen Trennung des ATM-Busses, also insbesondere der Ringleitung (RL) in zwei getrennte Stränge, die beiden Stränge selbstheilend jeweils neue Teilnetzwerke bilden können, gesteuert von den auf den beteiligten Steuereinheiten (CPU's) der entsprechenden Knoten hinterlegten Einstellungen und Ablaufprogrammen.

Zusätzlich wird im gesamten Netzwerk (KN) zwischen geheimhaltungsbedürftigen, so genannten roten Daten und Signalen einerseits, und nicht-geheimhaltungsbedürftigen, da zum Beispiel bereits chiffrierten, schwarzen Daten bzw. Signalen unterschieden, wobei strikt sichergestellt sein muss, dass rote Signale nur auf die hierfür vorgesehenen Datenwege gebracht werden. Hierfür werden zwar keine körperlich getrennten Leitungen benutzt, da upstream der Terminaladapter (TA) jedoch nur noch digitale Daten vorliegen und die Übermittlung dieser digitalen Daten über definiert zuzuordnende Zeitschlitze erfolgt, kann eine definierte Aufteilung der Zeitschlitz in rote und schwarze Zeitschlitze erfolgen und sichergestellt werden, dass rote Daten nur in rote Zeitschlitze und schwarze Daten nur in schwarze Zeitschlitze gelangen.

Auch diese Rot/Schwarz-Trennung und entsprechende Zuordnung in die Zeitschlitze wird von der Switching- and Conferencing-Einheit (SWAC) durchgeführt, wie anhand der 4 dargestellt:

Kernstück ist dabei eine Rot/Schwarz-Filter (F-r/s) der rote und schwarze Datenpakete unterscheidet, zum Beispiel anhand einer jedem Datenpaket zugeordneten Kennziffer, wobei die Bedeutung der einzelnen Kennziffern vorab festgelegt und hinterlegt wurde.

Um die Rot/Schwarz-Trennung manipulationssicher zu gestalten, ist der Rot/Schwarz-Filter (F-r/s) nicht als Software-Lösung ausgeführt, sondern als unveränderbare Hardware, beispielsweise als EPROM, gebrannt.

Erst nach der durchgeführten Rot/Schwarz-Trennung erfolgt dann die Signalweiterleitung, Konferenzbildung und Ähnliches, wie oben anhand der Funktion des SWAC bereits dargelegt, wofür innerhalb jedes SWAC getrennte Schalteinheiten (SWAC-r und SWAC-s) für rote und schwarze Daten existieren, die ihre Daten ausschließlich an die Teil-SWAC's der entsprechenden Farbe weitergeben, indem sie ausschließlich Zeitschlitze der entsprechenden Farbe auf dem ATM-Bus benutzen.

1
Server
2
3
Bildschirm
4a, b
virtuelle Tasten
CB
Konferenz-Block
CPU
Steuereinheit
F-r/s
Rot/Schwarz-Filter
KE
Kommunikationsendgerät
KN
Kommunikationsnetzwerk
KNK
Kommunikationsnetzwerk-Knoten
RL
Ringleitung
RIF
Remote Interface
SL
Sternleitung
T1, T2...
Terminal
TA
Terminaladapter
TAU
Terminaladapter-Einheit
TAB
Terminaladapter-Block
A/D
A/D-Wandler
NIM
Network-Interface-Manager
SWAC
Switching & Conferencing-Einheit
UIOE1
User Interface
VCT
Voice & Control-Endgerät


Anspruch[de]
Kommunikationssystem mit

– einem ATM-basierten Kommunikationsnetzwerk (KN) zur digitalen Datenübertragung,

– in dessen Verlauf mehrere Kommunikationsnetzwerk-Knoten (KNK) als Zugang in das Kommunikationsnetzwerk (KN) angeordnet sind,

– von denen mindestens einer mit einem Kommunikationsnetzwerk-Server (1) in Verbindung steht und

– Terminaladaptern (TA's) zum Anschluss von Kommunikationsendgeräten (KE) an das Kommunikationsnetz (KN) über dessen Knoten (KNK),

wobei jeder Knoten (KNK1, KNK2...) umfasst:

– eine Switching &Conferencing-Einheit (SWAC), die die dort von einem Terminaladapter (TA1) ankommenden Signale zu einem anderen Terminaladapter (TA2) weitervermittelt und gegebenenfalls auch eine Konferenzbildung zwischen mehr als zwei Terminaladaptern (TA1, TA2...) durchführen kann,

– einen Network-Interface-Manager (NIM), der als Schnittstelle des Knotens (KNK1, KNK2...) zum Kommunikationsnetzwerk (KN) dient, und

– einen A/D-Wandler (A/D), der in der Lage ist, auch breitbandige analoge Signale zu digitalisieren,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Konferenzblock (CB) jeweils in den Knoten (KNK) angeordnet ist, wobei der Konferenzblock (CB) bei einer Konferenzschaltung eine Signaladdition so vornimmt, dass jedem Teilnehmer die von allen anderen Teilnehmern abgesandten Signale zugänglich gemacht werden mit Ausnahme der von diesem Teilnehmer selbst abgegebenen Signale, die über jeweils einen Konferenzfilter ausgefiltert werden.
Kommunikationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der A/D-Wandler in der Lage ist, Signale von 0 bis 22 KHz, insbesondere bei einem Dynamikbereich von bis zu 80 dB, zu digitalisieren und insbesondere alle vorhandenen A/D-Wandler (A/D) im Kommunikationsnetzwerk (KN) so ausgelegt sind. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Terminaladapter (TA) mindestens ein A/D- und/oder ein D/A-Wandler vorhanden ist zur Kodierung von analogen Signalen der Terminals (T1..) in PCM und zur Dekodierung von PCM in analoge Signale für die Terminals (T1..). Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Knoten (KNK1, KNK2...) mehrere User Interfaces (UIOE1.1, UIOE1.2, ...) aufweist, an die jeweils eine Anzahl von Terminaladaptern (TA), insbesondere acht Terminaladapter (TA), über den E1-Standard mittels Lichtwellenleiter oder Kupferleitung angebunden sind. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines Knotens (KNK1, KNK2) die Daten über einen Knoten-internen Bus, insbesondere einen H.110-Bus, transportiert werden, jedoch im gleichen E1-Format wie die Kommunikation zwischen Terminaladaptern (TA) und User-Interfaces (UIOE), und insbesondere die Switching & Conferencing-Einheit (SWAC) die von den TA's kommenden Signale in die Time-slots des demgegenüber schnelleren knoteninternen Busses zeitlich einordnet. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationsnetzwerk (KN) zwischen den Knoten (KNK) aus Time-division-multiplexed Datenstrecken (TDM-Highways) aufgebaut ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Network-Interface-Manager (NIM) unter anderen die im E1-Format vorliegenden Daten in das ATM-Format umwandelt. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Switching & Conferencing-Einheit (SWAC) in der Lage ist, die Datenpakete zwischen den Knoten parallel über bis zu 13 Kanäle mit je 64 kHz zu vermitteln. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der A/D-Wandler (A/D) breitbandige analoge Audio-Signale mit 48 kHz abtastet und mit 16 Bit in 12 TDM-Zeitschlitze von je 64 kBps für den Transport über das Netzwerk kodiert und der entsprechende D/A-Wandler 12 empfangene TDM-Zeitschlitze in breitbandige entsprechende Audio-Signale zurückwandelt. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der A/D-Wandler (A/D) in der Lage ist, ein serielles digitales Signal samt den zugehörigen Steuersignalen durch hochauflösendes Abtasten in kleine Dateneinheiten zu zerlegen und der D/A-Wandler am empfangenden Terminal (T) in der Lage ist, diese kleinen Dateneinheiten zu dem ursprünglichen seriellen digitalen Signal zusammenzusetzen. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der A/D-Wandler (AD) ein serielles digitales Signal hochauflösend abtastet und mit 1 Bit pro Abtastpunkt in mehrere parallele TDM-Zeitschlitze kodiert. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Konferenzblock (CB) vorhanden ist, der die Signale der intern und extern bezüglich des betreffenden Knotens (KNK) an der Konferenz beteiligten Terminals (T1, T2...) aufsummiert und den intern an diesem Knoten (KNK) angeschlossenen teilnehmenden Terminals (T) zur Verfügung stellt, wobei ein Konferenzfilter des Konferenzblocks (CB) die vom jeweiligen Terminal (T) selbst abgegebenen Signale vor der Abgabe an das Terminal (T) abzieht. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Server (1) die Ablaufregeln für die Zugriffssteuerungen (NIM) in den einzelnen Knoten (KNK) und/oder die Aufgabenverteilung auf die in jedem Knoten (KNK) vorhandene zentrale Steuereinheit (CPU) erstellt werden und damit in jedem Knoten (KNK) im Netzwerk (KN) hinterlegt werden. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Terminaladapter (TA), insbesondere 2 × 8 Terminaladapter (TA) in einer Terminaladapter-Unit (TAU) untergebracht sind. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes zum Senden und Empfangen geeignete Terminal (T) nur mit einem Terminaladapter (TA) und dieser mit einem oder aus Redundanzgründen mit zwei Netzwerkknoten (KNK) verbunden ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Terminaladapter (TA) mit mehreren einkanaligen Sprach-Terminal (T) verbunden sein kann. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Knoten (KNK) über zusätzliche Ethernetschnittstellen, insbesondere 100/1000 Mb-Ethernet-Schnittstellen, zur Integration von IP-Diensten verfügen. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Terminaladapter (TA) einheitliche Schnittstellen nach dem E1-Standard zur Verbindung zum Netzwerkknoten (KNK) besitzen und insbesondere zusätzlich eine einheitliche Ethernetschnittstelle umfassen. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Terminals (T), die nur als Sprechstelle dienen, der Terminaladapter (TA) integriert ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

separate Terminaladapter (TA) in unterschiedlichen Varianten, insbesondere als

– TA-Radio zum Anschluss von Endgeräten mit Schwerpunkt auf Audio-Übertragung,

– TA-Data zum Anschluss von Endgeräten mit Schwerpunkt auf Datenübertragung, und

– TA-Voice zum Anschluss von Endgeräten mit Schwerpunkt auf Audio und Sprache

vorliegen.
Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationsnetzwerk (KN) redundant doppelt ausgeführt ist, insbesondere durch körperlich doppelte Leitungen, und jeder Knoten (KNK) mit beiden Leitungen (RL1, RL2) mindestens mit zwei anderen Knoten verbunden ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung des Kommunikationsnetzwerkes (KN) zwischen den Knoten (KNK) eine Ringleitung (RL1, RL2) ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Terminaladapter (TA's) und/oder alle Knoten (KNK) mit den jeweils analogen anderen Elementen sowie auch Elemente-spezifisch übergreifend parallel zum Kommunikationsnetzwerk (KN) über ein LAN, insbesondere nach dem Ethernet-Standard, insbesondere nur zur Übertragung von Steuerdaten, miteinander verbunden sind. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige Terminals (T1, T2...) insbesondere die als Systemeigene Sprechstellen vorhandenen Voice & Control Audio-Endgeräte (VCT), hinsichtlich ihrer Funktionselemente frei konfigurierbar sind und insbesondere über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (3) verfügen, der frei konfigurierbare Funktionselemente darstellen kann und dass im Kommunikationsnetzwerk (KN), insbesondere in dessen Server (1), Benutzerprofile hinterlegt sind, die eine definierte benutzerspezifische Konfiguration bestimmter, insbesondere aller vorhandener, Terminals (T) enthalten. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens im Kommunikationsnetz (KN), also auf den TDM-Highways, sowie in den Knoten (KNK), insbesondere auch in den Sternleitungen (SL) zwischen den Terminaladaptern (TA) und den Knoten (KNK), als auch in den Terminaladaptern (TA's), eine strikte Trennung vom sicherheitsrelevanten roten Datenwegen (r) und nicht-sicherheitsrelevanten schwarzen Datenwegen (s), die insbesondere auf der gleichen körperlichen Leitung, nur zeitlich getrennt, verlaufen, vorhanden ist. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass rote (r) und schwarze Datenwege (s) bei Benutzung der gleichen körperlichen Leitungen (Lr, Ls) durch fest voneinander abgegrenzte Zeitschlitze beim Zeitmultiplexverfahren (TDM) getrennt sind. Verfahren zum Betreiben eines Kommunikationssystems mit

– einem ATM-basierten, insbesondere ringförmigen, Kommunikationsnetzwerk (KN) zur digitalen Datenübertragung,

– in dessen Verlauf mehrere Kommunikationsnetzwerk-Knoten (KNK) als Zugang in das Kommunikationsnetzwerk (KN) angeordnet sind,

– von denen mindestens einer mit einem Kommunikationsnetzwerk-Server (1) in Verbindung steht, und

– Terminaladaptern (TA) zum Anschluss von Terminals (T) an das Kommunikationsnetz (KN) über dessen Knoten (KNK),

– wenigstens einem A/D-Wandler (A/D) zum Umwandeln von analogen in digitale Signale,

dadurch gekennzeichnet, dass

bei einer Konferenzschaltung eine Signaladdition jeweils in den Knoten (KNK) so durchgeführt wird, dass jedem Teilnehmer die von allen anderen abgesandten Signale zugänglich gemacht werden mit Ausnahme von diesem Teilnehmer selbst abgegebenen Signalen, die jeweils in den Knoten (KNK) ausgefiltert werden.
Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass auch breitbandige analoge Signale von 0 kHz bis 22 kHz und/oder einem Dynamikbereich von bis zu 80 dB digitalisiert werden. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass in jeden Terminaladapter (TA) mindestens ein A/D- und ein D/A-Wandler angeordnet wird zur Kodierung von analogen Signalen der Terminals (T1...), in PCM und zur Dekodierung von PCM in analoge Signale für die Terminals (T1...). Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Switching & Conferencing-Einheit (SWAC) die digitalisierten Datenzellen zwischen den Knoten (KNK) parallel über bis zu 13 Kanäle mit je 64 kHz vermittelt. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in jeden Knoten (KNK) mehrere User-Interfaces (UIOE1.1, UIOE1.2, ...) angeordnet werden, an die jeweils eine Anzahl von Terminaladaptern (TA), insbesondere acht Terminaladapter (TA), über den E1-Standard mittels Lichtwellenleiter oder Kupferleitung angebunden werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Terminal (T) am Terminaladapter (TA1) ankommende serielle, digitale Daten (z.B. PC-Daten) samt den zugehörigen Steuersignalen in kleine Dateneinheiten zerlegt, über das Kommunikationsnetzwerk (KN) übertragen und am ausgebenden Terminaladapter (TA2) wieder zu dem ursprünglichen seriellen, digitalen Signal zusammengesetzt werden, ohne unzulässigen zeitlichen Versatz der Dateneinheiten zueinander. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zerlegen der seriellen digitalen Daten in kleine Dateneinheiten erfolgt durch hochauflösendes Abtasten des seriellen digitalen Signals durch den A/D-Wandler (A/D) und Einordnen der erzielten Dateneinheiten in mehrere parallele TDM-Zeitslots. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kanäle in Zeitschlitze nach dem Zeitmultiplexverfahren (TDM) aufgeteilt sind. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Konferenzschaltungen jeder Teilnehmer auf einem eigenen Kanal, insbesondere in Form eines Zeitschlitzes, sendet und auf einem anderen Kanal, insbesondere Timeslot, empfängt, wobei die Kanäle in der Switching & Conferencing-Einheit (SWAC) gemischt bzw. entmischt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sicherheitsrelevante rote Daten (r) und nicht-sicherheitsrelevante schwarze Daten (s) strikt getrennt gehandhabt und transportiert werden, insbesondere durch strikte Trennung im Zeitbereich. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einloggen eines Benutzers an einem Terminal (T) diesem Endgerät ein im Server (1) des Kommunikationsnetzes (KN) hinterlegtes Benutzerprofil zugespielt wird, durch welches das neutral konfigurierte Terminal (T) hinsichtlich seiner Ein- und/oder Ausgabeeinheiten benutzerspezifisch konfiguriert wird, insbesondere auf dessen berührungsempfindlichem Bildschirm (3) nutzerdefinierte Ein- bzw. Ausgabeelemente (4a, b) angezeigt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Server (1) des Kommunikationsnetzes (KN) mit mindestens zwei Knoten (KNK) in Verbindung steht und bei Unterbrechung der Hauptverbindung zu einem ersten Knoten der Server (1) automatisch auf eine der Zweitverbindungen mit einem anderen Knoten (KNK) umschaltet. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rot/Schwarz-Filter (F-r/s) durch Aufteilen von auf der gleichen Leitung in Zeitschlitzen übermittelten roten (r) und schwarzen (s) Daten in separate rote und schwarze Datenwege (Lr, Ls) gegen jedwede Veränderungen permanent geschützt werden, indem die Filter (F-r/s) durch unterschiedliche Filtercodes ständig gekennzeichnet sind, die unveränderbar im EPROM des Filters hinterlegt sind und über die Auswahl des Codes aktiviert werden, wobei bei wiederholter Vorgabe eines falschen Codewertes der Filter deaktiviert wird, ein Alarm mit Fehlermeldung am entsprechenden Knoten und am Server ausgegeben wird und der Betrieb des Knotens (KNK) eingestellt wird bis der Alarm manuell am Knoten (KNK) quittiert wurde. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer an zwei Stellen unterbrochenen Ringleitung (RL1, RL2) des Kommunikationsnetzwerkes (KNK) die Steuereinheiten (CPU's) der Knoten (KNK) und/oder der Server (1) des Kommunikationsnetzwerkes (KN) automatisch die getrennten Teile des Kommunikationsnetzwerkes als separate Teil-Netzwerke (KNK1, KNK2) weiter betreiben.






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