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Dokumentenidentifikation DE102005063328A1 12.04.2007
Titel Bestattungsfahrzeug mit separat ausziehbaren Ladeboden-Bahnen
Anmelder Schmidt, Udo, 48734 Reken, DE
Erfinder Schmidt, Udo, 48734 Reken, DE
Vertreter Habbel & Habbel, 48151 Münster
DE-Anmeldedatum 01.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005063328
File number of basic patent 102005047213.3
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A61G 21/00(2006.01)A, F, I, 20060520, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Bestattungsfahrzeug, mit einer mehrteiligen Ladefläche, welche zwei äußere, festehende, als Bahnen bezeichnete und in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Abschnitte über den Hinterrädern des Bestattungsfahrzeugs aufweist
sowie einen mittleren, als Ladeboden bezeichneten Abschnitt, der in einer mit den beiden äußeren Bahnen höhengleichen Höhe in Fahrzeuglängsrichtung beweglich ist zwischen einer in das Bestattungsfahrzeug eingeschobenen Transportstellung und einer aus dem Bestattungsfahrzeug herausgezogenen Ladestellung, wobei vorschlagsgemäß der Ladeboden zwei Bahnen aufweist, die unabhängig von der jeweils anderen Bahn des Ladebodens zwischen der Transport- und der Ladestellung längsbeweglich sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Bestattungsfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gattungsgemäße Bestattungsfahrzeuge sind beispielsweise aus der DE 90 00 856 U1 oder aus der DE 295 20 013 U1 bekannt.

Eine möglichst einfache Be- und Entladung des Ladebodens wird dadurch ermöglicht, dass der Ladeboden hierzu in seine aus dem Fahrzeug ragende Ladestellung verfahrbar ist. Ein fahrbarer Transport-Rollgestell mit dem Sarg kann nun neben den ausgezogenen Ladeboden geschoben und der Sarg vom Transport-Rollgestell auf den Ladeboden umgehoben werden. Dabei der Sarg vollständig auf den Ladeboden aufgesetzt.

In Fällen, in welchen zwei Särge gleichzeitig transportiert werden sollen, reicht die Breite des Ladebodens zwischen den Radkästen des Bestattungsfahrzeugs üblicherweise nicht aus. Zu diesem Zweck befindet sich der Ladeboden höhengleich mit zwei äußeren Bahnen. Als Bahn wird dabei eine längliche Ebene bezeichnet, entlang der ein Sarg verfahrbar bzw. verschiebbar ist. Der Ladeboden bildet insofern eine dritte, mittlere Bahn. Die beiden äußeren Bahnen sind jeweils über einem der Radkästen fest angeordnet, so dass oberhalb der Radkästen die gesamte Fahrzeuginnenbreite nutzbar ist.

Dabei ist nachteilig, dass der Ladeboden nicht mehr längsverfahrbar ist, nachdem die aus drei Bahnen bestehenden Ladefläche mit dem ersten Sarg beladen ist, da dann dieser bereits geladene und auf der Ladefläche befindliche Sarg teils auf einer äußeren Bahn und teils auf dem Ladeboden aufsteht. Er könnte bei einer Bewegung des Ladebodens verschoben werden und wäre daher bei einer derartigen Bewegung nicht mehr sicher gelagert. Die Längsverfahrbarkeit des Ladebodens wäre aber wünschenswert, um das Aufladen des zweiten Sarges zu erleichtern, der nun in das Bestattungsfahrzeug hinein gehoben werden muss.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Bestattungsfahrzeug dahingehend zu verbessern, dass mittels einer konstruktiv möglichst einfachen Ausgestaltung des Bestattungsfahrzeugs der Be- und Entladevorgang bei einem bereits im Fahrzeug befindlichen Sarg für einen zweiten Sarg vereinfacht und für das Bedienungspersonal möglichst körpergerecht durchführbar ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Bestattungsfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, den Ladeboden in zwei parallele Bahnen aufzuteilen, die unabhängig voneinander längsverfahrbar sind. Auf diese Weise ist es möglich, einen Sarg zumindest zur Hälfte auf einer der beiden Bahnen abzustellen, so dass das Bedienungspersonal nicht mehr das Gesamtgewicht dieses Sarges heben muss, und anschließend diese in ihrer Transportstellung befindliche, aus dem Bestattungsfahrzeug herausgezogene Bahn des Ladebodens in das Fahrzeug, also in die Ladestellung dieser Bahn zu verfahren.

Dabei kann der Sarg beispielsweise mittels eines Filzgleiters oder dergleichen auf der feststehenden äußeren Bahn widerstandsarm gleiten, oder es kann in der äußeren Bahn eine eigene Führungsschiene mit einem darin längs beweglichen Element, beispielsweise einem verfahrbaren, leichtgängigen Schlitten, vorgesehen sein. Auf diese Weise kann die mit dem Sarg beladene Bahn zunächst teilweise in das Fahrzeug verfahren werden, so dass dann der Sarg auch auf der feststehenden äußeren Bahn abgestützt werden kann und die weitere Handhabung des Sarges beim Einschieben in das Bestattungsfahrzeug noch weiter erleichtert und vereinfacht wird.

Konstruktiv einfach ist diese Ausgestaltung des Bestattungsfahrzeugs dadurch, dass die beiden äußeren Bahnen nach wie vor feststehend ausgebildet sind und nicht durch mechanische Einbauten beeinträchtigt sind. So können in an sich bekannter und in der Praxis geschätzter Weise zwischen den Radkästen und dem Fahrzeugheck seitlich neben dem Ladeboden Staukästen untergebracht werden, in denen das Personal des Bestattungsfahrzeugs Kleinteile und Werkzeug unterbringen kann. Abschnitte der beiden äußeren Bahnen können jeweils als Deckel eines Staukastens ausgestaltet sein, oder eine gesamte äußere Bahn kann deckelartig klappbar sein, um den Zugang zu einem derartigen Staukasten zu ermöglichen. Auch in diesen Fällen ist die äußere Bahn als eine „feststehende" Bahn bezeichnet, da sie im Gegensatz zum Ladeboden nicht längsverfahrbar ist und insofern, was die Handhabung eines Sarges bei Be- und Entladevorgängen angeht, unbeweglich ist.

Auch ein zweiter Sarg kann in grundsätzlich gleicher Weise eingeladen werden: Durch die Längsteilung des Ladebodens in zwei Bahnen und die unabhängige Längsbeweglichkeit dieser beiden Bahnen kann die eine Bahn des Ladebodens mit dem ersten Sarg im Fahrzeug ortsfest verbleiben, während die zweite Bahn aus dem Fahrzeug herausbewegt und so in ihre Transportstellung gebracht wird. So kann sie in vergleichsweise einfacher Weise außerhalb des Fahrzeugs mit dem zweiten Sarg beladen werden und anschließend – wie oben für die erste Bahn beschrieben – in das Fahrzeug eingefahren werden. Im Ergebnis stehen beide Särge jeweils zur einen Hälfte auf dem beweglichen Ladeboden und zur jeweils anderen Hälfte auf einer der beiden feststehenden äußeren Bahnen auf.

Im Vergleich zu einer Handhabung der Särge, bei welcher diese auf die innerhalb des Fahrzeugs befindliche Ladefläche gehoben werden müssen, wird so eine erheblich ergonomischere und leichtere Arbeit für das Bedienungspersonal ermöglicht. Dadurch wird auch die Sicherheit bei der Handhabung der Särge nicht nur hinsichtlich der körperlichen Sicherheit für das Bedienungspersonal, sondern auch hinsichtlich der Beschädigungssicherheit der Särge verbessert.

Vorteilhaft können die beiden Bahnen des Ladebodens sowohl in einer oberen Stellung, dem sogenannten Niveau I als auch in dem abgesenkten Niveau O unabhängig voneinander längsverfahrbar sein, so dass hierdurch die Möglichkeit eröffnet wird, auch beim Transport zweier Särge den Sarg auf dem ergonomisch günstigeren, niedrigeren Ladeniveau auf die Bahn des Ladebodens aufsetzen zu können. Die Höhenverstellbarkeit des Ladebodens dient dazu, den Ladeboden einerseits in einer unteren Stellung, auf dem sogenannten „Niveau O", möglichst kräftesparend beladen zu können. Der Ladeboden befindet sich dabei zwischen den hinteren Radhäusern des Bestattungsfahrzeugs. Insbesondere kann hierdurch der Niveau-Unterschied gegebenenfalls besser an die Abmessungen eines Transport-Rollgestelles angeglichen werden, so dass die Übergabe des Sarges von dem Transport-Rollgestell auf die eine Bahn des Ladebodens erleichtert wird.

Die anschließende Anhebung des Sarges und der entsprechenden Bahn des Ladebodens in das höhere Niveau I kann vorteilhaft maschinell unterstützt werden, beispielsweise mittels eines Kraftspeichers in Form einer Feder, die beim Absenken des Ladebodens gespannt wird und das Anheben des Ladebodens unterstützt.

Besonders vorteilhaft und für das Bedienungspersonal arbeitserleichternd kann eine motorische Höhenverstellbarkeit des Ladebodens bzw. seiner beiden einzelnen Bahnen vorgesehen sein.

Bei einer motorischen Verstellbarkeit der Bahnen des Ladebodens kann insbesondere vorteilhaft die Motorsteuerung mittels einer Fernbedienung erfolgen. Auf diese Weise ist es möglich, dass nur ein einzelner Benutzer den Sarg auf der einen Bahn des Ladebodens abstellt, anschließend die Fernbedienung betätigt und diese den Sarg tragende Bahn anhebt und/oder in das Bestattungsfahrzeug einfährt.

Vorteilhaft kann in Anpassung an unterschiedliche Übergabehöhen die Feststellung der Bahn des Ladebodens in unterschiedlichen Höhen vorgesehen sein, also nicht nur auf Höhe des Niveaus O oder des Niveaus I, sondern auch in zumindest einer Zwischenhöhe. Auf diese Weise kann die Übernahme des Sarges von einem Transport-Rollgestell erheblich erleichtert werden, wenn der zu überwindende Höhenunterschied zwischen diesem Transportgestell und der Bahn des Ladebodens möglichst gering gehalten werden kann.

Besonders vorteilhaft kann eine optimale Anpassung der Bahn-Höhe dadurch erfolgen, dass die Bahn des Ladebodens zwischen ihren beiden äußersten Höhen-Einstellungen stufenlos höhenverstellbar ist und dabei in jeder Höhe feststellbar ist. Dies kann beispielsweise auf einfache Weise dadurch verwirklicht werden, dass der Antrieb der Bahn bei einem maschinellen oder sogar motorischen Antrieb als Spindeltrieb ausgestaltet ist, der selbsthemmend ist und in jeder erreichten Höhe die Bahn zuverlässig hält. Auf diese Weise kann auch bei schrägem Untergrund und dementsprechend nicht normierten Übergabehöhen zwischen einem Transportgestell und dem Bestattungsfahrzeug eine optimale Anpassung der Bahn-Höhe des Ladebodens an die Höhe des Transportgestells erfolgen.

Vorteilhaft sind beide Bahnen des Ladebodens jeweils in ihrer herausgezogenen Ladestellung arretierbar, so dass auch bei Schrägstellung des Bestattungsfahrzeugs die Bahn zuverlässig in ihrer Transportstellung verbleibt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Zeichnungen nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt

1 in einer perspektivischen Ansicht auf das geöffnete Heck des Bestattungsfahrzeugs, die Ladefläche mit einem darauf befindlichen Sarg, und die

210 die Ladefläche des Bestattungsfahrzeugs von 1 in rein schematischer Darstellung in unterschiedlichen Anordnungen der Bahnen des Ladebodens.

In 1 ist mit 1 insgesamt ein Bestattungsfahrzeug bezeichnet, welches eine Ladefläche 2 aufweist, die aus zwei äußeren, über den Radkästen der Hinterräder befindlichen Bahnen 3 und einem dazwischen angeordneten beweglichen Ladeboden 4 gebildet ist. Der Ladeboden 4 besteht seinerseits aus zwei getrennten Bahnen 5 und 6, auf denen ein Sarg 7 mittig aufsteht.

In der in 1 dargestellten Anordnung bilden die beiden Bahnen 5 und 6, miteinander verbunden, den wie eine einteilige Plattform handhabbaren Ladeboden 4. Der Ladeboden 4 kann in einer unteren Höhe, die in 1 mit einem Pfeil und der Kennzeichnung „Niveau O" gekennzeichnet ist, aus dem Bestattungsfahrzeug ausgefahren werden, so dass er zur Be- oder Entladung mit dem Sarg 7 besonders gut zugänglich und zudem in einer für die Handhabung des Sarges 7 ergonomisch günstigen Höhe angeordnet ist.

1 zeigt den Ladeboden 4 in seiner unteren vertikalen Endstellung auf Höhe des Niveaus O und in einer Längs-Zwischenstellung, in welcher der Ladeboden 4 weder seine Transport- noch seine Ladestellung einnimmt sondern lediglich teilweise aus dem Bestattungsfahrzeug 1 herausragt.

In seiner in das Bestattungsfahrzeug 1 eingefahrenen Transportstellung kann der Ladeboden 4 in der unteren Höhe des Niveaus O verbleiben, so dass der Sarg 7 in dieser Anordnung des Ladebodens 4 transportiert werden kann. Wahlweise kann der Ladeboden 4 jedoch auf eine demgegenüber höhere Höhe, in 1 mit „Niveau I" gekennzeichnet, angehoben werden, in welcher der Ladeboden 4 mit den beiden äußeren, feststehenden Bahnen 3 die durchgehende Ladefläche 2 bildet, auf welcher auch zwei Särge 7 nebeneinander transportiert werden können.

2 zeigt die Konfiguration der einzelnen Bahnen 3, 5 und 6 der Ladefläche 2 in dem auch aus 1 ersichtlichen Zustand, allerdings in rein schematischer, stark vereinfachter Darstellung. Die beiden Bahnen 5 und 6 sind miteinander verbunden und bilden den Ladeboden 4, der aus dem Fahrzeug teilweise, jedoch noch nicht vollständig ausgefahren ist, so dass er weder seine Transportstellung noch seine Ladestellung einnimmt. Die beiden Bahnen 5 und 6 des Ladebodens 4 befinden sich bei der Anordnung gemäß 2 in dem untersten Bereich ihres vertikalen Verstellweges, also auf dem Niveau O.

In 3 ist der Ladeboden 4 in seine Transportstellung geschoben, befindet sich also vollständig im Bestattungsfahrzeug 1, und zwar ebenfalls auf der Höhe des Niveaus O. Diese Stellung des Ladebodens 4 ist dazu geeignet, einen einzelnen Sarg zu transportieren.

In 4 sind die beiden Bahnen 5 und 6 und somit der gesamte Ladeboden 4 gegenüber seiner in 3 dargestellten Anordnung in die erhöhte Anordnung auf Niveau I angehoben, so dass sich wie in 3 der Ladeboden 4 in seiner Transportstellung befindet, allerdings auf der höheren Ebene des Niveaus I, in welcher er mit den beiden feststehenden äußeren Bahnen 3 fluchtet und somit die gesamte, breite Ladefläche 2 für den Transport zweier Särge nebeneinander verfügbar macht.

Die Höhenbeweglichkeit des Ladebodens 4 ist durch die beiden vertikalen Doppelpfeile in 4 angedeutet, die zudem verdeutlichen, dass jede der beiden Bahnen 5 und 6 des Ladebodens 4 einzeln höhenbeweglich ist.

5 zeigt in einer mit 2 vergleichbaren Darstellung den teilweise aus dem Bestattungsfahrzeug herausgezogenen Ladeboden 4. Allerdings – und insofern mit 4 vergleichbar – befindet sich dabei der Ladeboden 4 in seiner höchsten Vertikalstellung auf dem Niveau I.

Ausgehend von der Stellung gemäß 5 verdeutlicht 6, dass auf der Höhen-Anordnung auf dem Niveau I eine Bahn, hier rein beispielhaft die Bahn 6, unabhängig von der anderen Bahn des Ladebodens 4, nämlich der Bahn 5, in Längsrichtung bewegt werden kann. Die Konfiguration von 6 könnte beispielsweise genutzt werden, wenn sich bereits ein Sarg auf den linken beiden Bahnen 3 und 5 in seiner Transportstellung befindet und nun die rechte Bahn 6 des Ladebodens 4 in ihre Ladestellung ausgezogen wird, so dass sie mit einem zweiten Sarg beladen werden kann und mit diesem anschließend in das Bestattungsfahrzeug 1 eingefahren wird, so dass dieser zweite Sarg dann auf der rechten Bahn 6 des Ladebodens 4 sowie auf der rechten feststehenden Bahn 3 steht und beide Särge gleichzeitig transportiert werden können.

7 zeigt in einer mit 6 vergleichbaren Darstellung die unabhängig voneinander mögliche Längsbewegung der beiden Bahnen 5 und 6 des Ladebodens 4, allerdings auf der unteren Höhe des Ladebodens 4, also auf dem Niveau O.

8 zeigt eine vergleichbare Konfiguration, bei welcher die rechte Bahn 6 des Ladebodens weiter als die linke Bahn 5 ausgezogen ist, wobei sich allerdings die beiden Bahnen weder auf dem Niveau O noch auf dem Niveau I befinden, sondern beide Bahnen 5 und 6 sind unabhängig voneinander stufenlos zwischen den Niveaus O und I höhenverstellbar und befinden sich gemäß 8 auf derselben Zwischenhöhe. Dies könnte in der Praxis eine Stellung sein, welche die beiden Bahnen 5 und 5 des Ladebodens 4 einnehmen, um einen einzelnen Sarg abzusenken oder anzuheben, oder um leer auf das Niveau 0 abgesenkt zu werden, damit der Ladeboden 4 anschließend mit einem einzelnen Sarg beladen werden kann.

9 zeigt eine Konfiguration ähnlich 8, wobei jedoch die linke Bahn 5 des Ladebodens 4 vollständig in das Bestattungsfahrzeug 1 eingeschoben ist, sich also in ihrer Transportstellung befindet und die rechte Bahn 6 im Vergleich zu 8 eine andere Höhe, jedoch ebenfalls weder auf Höhe des Niveaus O noch des Niveaus I einnimmt und, ähnlich wie in 8, lediglich teilweise aus dem Bestattungsfahrzeug 1 ausgezogen ist, sich also zwischen ihrer Transport- und ihrer Ladestellung befindet. Diese Stellung der Bahn 6 kann beispielsweise zur Übernahme eines Sarges von einem die entsprechende Höhe aufweisenden Transport-Rollgestell genutzt werden.

10 zeigt schließlich, dass die beiden Bahnen 5 und 6 des Ladebodens 4 unabhängig voneinander längs verfahrbar sind, auch wenn sich die beiden Bahnen 5 und 6 auf unterschiedlichen Höhenniveaus befinden. In 10 ist rein beispielhaft die linke Bahn 5 auf dem Niveau I dargestellt und die rechte Bahn 6 auf dem Niveau O, aber es könnten sich auch eine oder beide Bahnen 5 und 6 auf Zwischenhöhen zwischen den Niveaus O und I befinden.

Die Bahnen 5 und 6 des Ladebodens 4 sind elektromotorisch zwischen den Niveaus O und I verfahrbar, wobei diese Höhenverfahrbarkeit über einen Spindeltrieb erfolgt, der aufgrund seiner selbsthemmenden Konstruktion die Arretierung der Bahnen 5 und 6 entweder unabhängig voneinander oder einen gemeinsamen Ladeboden 4 bildend in jeder beliebigen Zwischenhöhe zwischen den Niveaus O und I ermöglicht. In dem ausgezogenen Zustand, in welchem die Bahnen 5 und 6 ihre Ladestellung einnehmen, sind sie arretierbar.


Anspruch[de]
Bestattungsfahrzeug,

mit einer mehrteiligen Ladefläche, welche zwei äußere, feststehende, als Bahnen bezeichnete und in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Abschnitte über den Hinterrädern des Bestattungsfahrzeugs aufweist,

sowie einen mittleren, als Ladeboden bezeichneten Abschnitt, der in einer mit den beiden äußeren Bahnen höhengleichen Höhe in Fahrzeuglängsrichtung beweglich ist zwischen einer in das Bestattungsfahrzeug eingeschobenen Transportstellung und einer aus dem Bestattungsfahrzeug herausgezogenen Ladestellung,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Ladeboden (4) zwei Bahnen (5, 6) aufweist, die unabhängig von der jeweils anderen Bahn (5, 6) des Ladebodens (4) zwischen der Transport- und der Ladestellung längsbeweglich sind.
Bestattungsfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnen (5, 6) des Ladebodens (4) jeweils gegen die Wirkung einer Feder absenkbar und federkraftunterstützt anhebbar sind. Bestattungsfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnen (5, 6) des Ladebodens (4) jeweils motorisch absenkbar und/oder anhebbar sind. Bestattungsfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor mittels einer Fernbedienung steuerbar ist. Bestattungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Spindeltrieb, mittels dessen wenigstens eine Bahn (5, 6) des Ladebodens (4) höhenbeweglich ist. Bestattungsfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bahnen (5, 6) des Ladebodens (4) jeweils zwischen der untersten und der obersten Stellung ihrer Höhenverstellbarkeit in wenigstens einer Zwischenstellung feststellbar sind. Bestattungsfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bahnen (5, 6) des Ladebodens (4) jeweils stufenlos höhenbeweglich und in jeder Höhe ihres Verstellweges feststellbar sind. Bestattungsfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Bahn (5, 6) des Ladebodens (4) in ihrer aus dem Bestattungsfahrzeug (1) herausgezogenen Ladestellung arretierbar ist.






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