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Dokumentenidentifikation DE102006002719B3 12.04.2007
Titel Abluftwäscher mit Wärmetauscher für einen Tierstall
Anmelder Schönhammer, Martin, 84152 Mengkofen, DE
Erfinder Schönhammer, Martin, 84152 Mengkofen, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 19.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006002719
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B01D 53/84(2006.01)A, F, I, 20060119, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 7/00(2006.01)A, L, I, 20060119, B, H, DE   F24F 3/16(2006.01)A, L, I, 20060119, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Abluftwäscher für einen Tierstall mit einem Gegenstromwärmetauscher, die in integrierter Weise ein gemeinsames Bauteil bilden, beschrieben. Die Abluftwäscher-Wärmetauscher-Einheit umfasst wenigstens einen Wäscherabschnitt, in dem von der Abluft durchströmbare, mit einer wesentlichen Komponente einen aufwärtsweisenden Verlauf habende Abluftkanäle angeordnet sind, über denen sich eine Wasserzuführung und wenigstens ein Abluftausgang befinden und unter denen sich eine Wassersammelinstallation und wenigstens ein Ablufteingang befinden und die innenseitig durch das abwärtsfließende Wasser benetzbar sind, wobei wenigstens ein Abschnitt des Abluftwäschers zugleich als der Gegenstromwärmetauscher ausgebildet ist, der von den Abluftkanälen strömungsgemäß getrennte Zuluftkanäle umfasst, die die Abluftkanäle über eine dazwischenliegende gemeinsame Trennwand berühren. Aufmerksamkeit beansprucht hierbei eine angemessene Verteilung der maximalen Durchströmungsraten in den Abluftkanälen und Zuluftkanälen für den Sommerbetrieb und den Winterbetrieb.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Abluftwäscher für einen Tierstall, mit wenigstens einem Wäscherabschnitt, in dem von der Abluft durchströmbare, mit einer wesentlichen Komponente einen aufwärtsweisenden Verlauf habende Abluftkanäle angeordnet sind, über denen sich eine Wasserzuführung und wenigstens ein Abluftausgang befinden und unter denen sich eine Wassersammelinstallation und wenigstens ein Ablufteingang befinden und die innenseitig durch das abwärtsfließende Wasser benetzbar sind, wobei im Strömungsweg von mindestens einem Teil der Abluft ein Gegenstromwärmetauscher angeordnet ist, der von den Abluftkanälen strömungsmäßig getrennte Zuluftkanäle umfaßt, die die Abluftkanäle über eine dazwischenliegende gemeinsame Trennwand berühren.

Abluftwäscher, insbesondere biologische Abluftwäscher, bei denen die geruchsbehaftete Stall-Abluft über einen biologischen Rasen streicht, sind an sich bekannt (z. B. DE 4112983 C2). Desgleichen sind Gegenstromwärmetauscher für die Stallbelüftung bekannt (z. B. EP 0 283 718 B1), auch solche, für deren Abluftkanäle eine Wasserdurchschwemmung zur Kanalreinigung vorgesehen ist. Während der Abluftwäscher keine Zuluftkanäle besitzt, hingegen an seiner Unterseite eine Auffangwanne für das umlaufende Rieselwasser aufweist, muß der Wärmetauscher sowohl Abluftkanäle als auch Zuluftkanäle in enger Berührung zueinander enthalten. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, solche Installationen in Reihe zu schalten und dadurch die Stalluft sowohl zu desodorieren als auch ihren Wärmeinhalt zu einem gewissen Prozentsatz wiederzugewinnen (DE 4112983 C2).

Für den Gegenstromwärmetauscher ist die jahreszeitlich sehr unterschiedliche Luftdurchsatzrate zu beachten. Das Verhältnis der Winterabluft zur Sommerabluft kann 1 : 10 bis 1 : 20 betragen. Der Wärmetauscher hat deshalb für den Sommerbetrieb eine Abluft-Ableitung, die die großen Abluftmengen ganz oder teilweise am Wärmetauscherblock vorbeileitet. Im Wärmetauscherblock haben üblicherweise die Zuluftkanäle und die Abluftkanäle insgesamt gleichen Querschnitt, durch den Wärmetauscher fließt also ebenso viel Abluft ab, wie Zuluft zufließt. Die Bemessung ist auf den Winterbetrieb zugeschnitten. Da im Sommerbetrieb ein Vielfaches an Luft durchgewälzt wird, wird also der Wärmetauscher entweder komplett abgehängt oder die Abluft wird zu z.B. 80 % an ihm vorbeigeleitet. Am unteren und/oder am oberen Ende haben die üblichen Wärmetauscher eine Art Kanalbündelung, indem dort jeweils entweder die Zuluftkanäle oder die Abluftkanäle gebündelt und in vereinigtem Zustand seitlich weggeleitet werden.

Die Kanäle der üblichen Abluftwäscher, die nur Abluftkanäle sind, sind gemäß einer bekannten bewähren Konstruktion durch aneinander geheftete profilierte feste Folien gebildet, beispielsweise durch solche, bei denen aus der Folienebene zunächst entlang Zickzackbahnen tiefgezogene Nuten, die einen V-förmigen Querschnitt haben, gezogen sind, die von der anderen Seite her Rippen sind und ihrerseits wieder von den Seitenflächen abstehende runde Erweiterungen haben, so daß die Abluft gut verwirbelt wird und darin enthaltene Stäube wie z. B. Schwartenabriebstaub, und auch Gase an den feuchten, mit einem biologischen Rasen bedeckten Kanalinnenflächen eingefangen werden.

Die Hintereinanderschaltung des Abluftwäschers und des Wärmetauschers ergibt einen Raumbedarf, der vielerorts angesichts der Möglichkeit der vorhandenen Stallgebäude nicht realisierbar ist. Außerdem erweist sich der Einbau der Installationen mit ihren unterschiedlichen Zu- und Ableitungen für die Luftströme und das Wasser als komplexe und damit aufwendige Angelegenheit.

Durch die Erfindung sollen die Möglichkeiten der Abluftwäsche und der damit kombinierten Abwärmeausnützung räumlich und aufwandmäßig reduziert werden. Dies erfolgt gemäß der Erfindung dadurch, daß, ausgehend von einem Abluftwäscher der eingangs genannten Art, der wenigstens eine Wäscherabschnitt und wenigstens ein Abschnitt des Gegenstromwärmetauschers in integrierter Weise ein gemeinsames Bauteil bilden. Vorzugsweise bilden der gesamte Abluftwäscher und der gesamte Gegenstromwärmetauscher ein integriertes gemeinsames Bauteil.

Der Stalluftwäscher, der normalerweise nur Abluftkanäle hat, wird also um die Zuluftkanäle erweitert, beispielsweise so, daß eine der beiden Arten von Kanälen – Zuluftkanal oder Abluftkanal –, vorzugsweise die Abluftkanäle, aus seitlich geschlossenen Kanalleitungen besteht und die andere Art der Kanäle, vorzugsweise die Zuluftkanäle, aus den Zwischenräumen zwischen den Kanalleitungen besteht. Um die unterschiedlichen Erfordernisse des Luftdurchsatzes in den Griff zu bekommen, wird hierbei bevorzugt, daß die Summe der Querschnitte der Abluftkanäle zur Summe der Querschnitte der Zuluftkanäle in einem Verhältnis steht, das im Bereich von 7 : 1 bis 3 : 1 liegt, insbesondere daß das Verhältnis im Bereich 6 : 1 bis 4 : 1, vorzugsweise bei 5 : 1 liegt. Beim kombinierten Bauteil muß nämlich, im Vergleich zum Wärmetauscher nach dem Stand der Technik, das Querschnittsverhältnis so verändert werden, daß durch die Abluftkanäle die gesamte Abluft hinausgeschoben werden kann. Die Abluftkanäle, die zugleich die "Waschkanäle" sind, werden im Winter hinsichtlich ihres Querschnitts nur zu einem kleinen Prozentsatz ausgenützt, das herunterlaufende Waschwasser stellt aber zugleich einen Wärmetransporteur dar, der die Wärmetauscherwirkung verstärkt. Auch bei dem erfindungsgemäßen Gerät kann es allerdings in bestimmten Fällen nützlich sein, eine Umgehung für die Abluft vorzusehen. Dies ist bei Anlagen möglich, die in an sich bekannter Weise nur bei bestimmter Windrichtung einschalten, also wenn die Abluft auf eine Wohnsiedlung zugetrieben würde. Im anderen Fall geht die Abluft ungewaschen ins Freie.

Einerseits soll die Wärmetauscherfläche möglichst groß sein, wobei die Luftströme zur Verbesserung der Wärmetauscheffizienz in den Kanälen verwirbelt werden sollen, und andererseits ist es zweckmäßig, wenn in bekannter Weise die Abluftkanäle im Abluftwäscher eine Innenprofilierung aufweisen, also z. B. Rippen, insbesondere schraubenlinig umlaufende Rippen, Noppen und/oder dergleichen, aufweisen, auf denen sich der biologische Rasen ansetzen kam und die insbesondere den Staub aus der Abluft herausziehen. Außerdem werden teilweise auf bekannten Mustern aufbauende derartige Strukturen bevorzugt, daß die Abluftkanäle einen Zickzack-Verlauf haben und/oder daß sie eine Wendelung aufweisen, indem sie einen polygonalen Querschnitt haben und die Eckkanten der Abluftkanäle zumindest streckenweise eine um die Kanallängsachse umlaufende Verlaufskomponente haben. Insbesondere wird die an sich bekannte baulich besonders günstige Konstruktion bevorzugt, daß die Abluftkanäle aus Profilplatten bestehen, die parallel zueinander in im wesentlichen vertikaler Positionierung aneinanderliegend gehalten sind und deren Profile schräg abwärtslaufende Rinnen bilden. Für Kunststoffplatten muß das Kunststoffziehen möglich sein. Die Kanäle können aber auch aus Metall bestehen. Im Gegensatz zur bekannten Waschwasserauffangvorrichtung der Abluftwäscher, bei der das herunterlaufende Wasser unten in einer Wanne eingesammelt wird, in die es von der gesamten Unterfläche der Anlage hineintropft, wird die Konstruktion bevorzugt, daß, wenn die Abluftkanäle aus den geschlossenen Kanalleitungen bestehen, das Wasser durch die die Abluft heranführenden Zuluftkanäle seitlich abläuft und dann abgeleitet und beispielsweise zu einem Tank geführt werden kann, von dem aus es dann wieder aufgesprüht wird, z. B. indem die Wassersammelinstallation aus einem Kanalsystem besteht, das mit einer Zweigleitung an jedem der unteren Enden der Abluftkanäle angeschlossen ist, wodurch die Schwierigkeit vermieden ist, daß die am unteren Ende der kombinierten Einheit erforderlichen seitlichen Luftzuleit- oder -ableitkanäle das Auffangen des Waschwassers in einer Auffangwanne stören würden.

Gemäß einer speziellen Konstruktion werden die Abluftkanäle, in denen die Abluft gereinigt wird, nicht nur von oben her benetzt, sondern auch von unten, indem an wenigstens einem der Wäscherabschnitte unterhalb des Wäscherabschnitts Wasseraustrittdüsen angeordnet sind, die eine Spritzrichtung nach oben in die Unterseite des Wäscherabschnitts haben. Hierdurch wird vermieden, daß im unteren Teil der Abluftkanäle das von oben durchlaufende Wasser Rinnsale bildet, zwischen denen die Wand trocken bleibt und somit nichts zur Reinigung beiträgt.

Sowohl der Gegenstromwärmetauscher als auch der Abluftwäscher können über das gemeinsame Bauteil hinaus weitere Abschnitte umfassen, die nur die jeweilige Funktion erfüllen. Dies ist besonders sinnvoll für den Abluftwäscher, durch den im Sommerbetrieb große Mengen von Abluft hindurchgeleitet werden, während andererseits die Wärmetauschfunktion nur eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielt. Es ist dann sinnvoll, weitere Abluftwäscherabschnitte selektiv zuzuschalten, die keine Wärmetauscherfunktion haben. Im gemeinsamen Bauteil können dann die Querschnitte für die Zuluft und die Abluft gleich sein, wie es bei reinen Wärmetauschern üblich ist.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:

1 eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht eines biologischen Abluftwäschers, der integral mit einem Gegenstromwärmetauscher kombiniert ist, nach Einbau in einen Viehstall;

2 einen schematischen Querschnitt durch die Abluft-Wärmetauscher-Einheit von 1 in einer einfachen Ausführung;

3 bis 5 Teilquerschnitte durch im Vergleich zu 2 abgewandelten Einheiten;

6 und 7 perspektivische Ansichten der Kanäle der Abluftwäscher-Wärmetauscher-Einheit;

8 eine Anlage entsprechend 1 mit erweiterter Abluftwäscherkapazität.

Gemäß 1 ist eine Wäscher-Tauscher-Einheit 1, die die Funktionen eines Abluftwäschers und eines Gegenstrom-Wärmetauschers kombiniert und die aus zwei in einer Reinigungskammer in Kaskade angeordneten Abschnitten 2 und 3 besteht, in einem Stall 4 oder einem Abluftsammelkanal eingebaut und durchdringt dort die Stalldecke 5 bzw. die Abluftkanaldecke. Unterhalb der Kammer bzw. der Abschnitte 2 und 3 befindet sich eine Wasser-Ablaufinstallation 6, die das aus dem unteren Abschnitt 2 abtropfende, als Tropfen dargestellte Waschwasser 7 sammelt und einem (nicht dargestellten) Sammelbecken zuleitet, von dem aus das Waschwasser wieder zu einem Wasserzulauf 8 gepumpt wird, der oberhalb der Wäscher-Tauscher-Einheit 1 angeordnet ist und das Waschwasser wieder in diese einleitet. Die Wäscher-Tauscher-Einheit 1 besteht aus gegenläufig luftdurchströmten Abluftkanälen 9 und Zuluftkanälen 10, die Wand an Wand aneinanderliegen und einen Wärmeaustauch von den Abluftkanälen 9 zu den Zuluftkanälen 10 ermöglichen. Die Zuluftkanäle 10 werden in einer Zuluftmündung 11, die in den Stall 4 mündet, gesammelt. Die Zuluft ist in Form von Pfeilen eingezeichnet und mit 12 bezeichnet. Das Waschwasser 7 wird von oben in die Abluftkanäle 9eingegeben und bewirkt in diesen Kanälen eine Reinigung, nämlich Entstaubung und Desodorierung der mit 13 bezeichneten Abluft.

Die baulichen Einzelheiten der Wäscher-Tauscher-Einheit 1 sind, soweit sie dem Stand der Technik entsprechen, hier nicht im einzelnen beschrieben und in der Zeichnung nicht im einzelnen gezeigt, beispielsweise Waschwasserpumpen, die das Waschwasser 7 aus dem Sammelbecken zum Wasserzulauf 8 pumpen, und eine Schlamm-Abpumpvorrichtung, die angesammelten Schlamm aus dem Sammelbecken in die Güllegrube abtransportiert. Desgleichen ist nicht dargestellt, wie die Luft durch den Abluftwäscher und den Wärmetauscher der Einheit 1 gedrückt wird, sei es durch Absaugung in den Abluftkanälen 9 (Unterdrucklüftung) oder durch Verdichter in den Zuluftkanälen 10 (Überdrucklüftung). Die Abluft 13 wird in die Unterseite der Einheit 1 eingesaugt und durchsetzt die Abschnitte 2 und 3, die von Wasserzulauf 8 von oben her mit Wasser versorgt werden. Sie gibt hierbei Wärme an die Zuluft in den Kanälen 10 ab und verläßt die Einheit 1 schließlich über einen Kamin 14.

An jedem der Abschnitte 2 und 3 stellt sich für die Abluft eine Druckdifferenz als Anteil der vom (nicht dargestellten) Verdichter aufgebrachten Gesamt-Druckdifferenz ein. Diese Druckdifferenz hängt davon ab, wie leicht und geradlinig, oder wie eng und häufig umgeleitet das Gas durch den einzelnen Abschnitt hindurchgeleitet wird. Von diesen Eigenschaften hängt es ab, wie stark Festkörper von den nassen Oberflächen im Abluftwäscher festgehalten und abzufilternde Gase adsorbiert werden, und wie leicht eingefangene Festkörper wieder ausgespült werden. Der Abschnitt 2 ist für einen glatteren, reibungsärmeren Luftdurchsatz konzipiert, was zu einem erleichterten Ausspülen und Abfließen der Festkörper führt, ohne daß sich Schlammnester bilden. Im Gegensatz hierzu hat der Abschnitt 3 eine feinere Durchflußstruktur, mit der Folge eines erhöhten Druckabfalls und eines längeren Verweilens der Abluft in den Gängen dieser Kammer, was zu einer ausreichenden Ausfilterung schädlicher Gase führt, während die grundsätzlich zu befürchtende Festsetzung mitgeführter Festkörperteilchen keine wesentliche Rolle mehr spielt, da diese bereits im Abschnitt 2 ausgewaschen worden sind. Die Abschnitte 2 und 3 können aber auch die gleiche Struktur aufweisen.

2 veranschaulicht das Prinzip des Gegenstromwärmetauschers, bei dem die gegenläufig durchströmten Kanäle, nämlich die Abluftkanäle 9 und die Zulufkanäle 10, die durch gasdichte Trennwände 15 begrenzt sind, einander in der Anordnung so abwechseln, daß ein Wärmeübergang durch die jeweiligen Trennwände 15 hindurch von den Abluftkanälen 9 zu den Zuluftkanälen 10 erfolgt. Die Abluftkanäle 9 sind zugleich die Abluft-Reinigungskanäle, an deren Wänden sich ein biologischer Rasen gebildet hat, der ständig feucht gehalten wird und Staub und verschiedene Gase aus der Abluft 13 abfiltert. Nach 2 hat die Wäscher-Tauscher-Einheit einen Schachbrett-Querschnitt: Die Kanäle sind hier quadratisch mit einem Querschnittsverhältnis von 1 : 1 dargestellt.

3 zeigt eine andere Kanalanordnung, wobei wiederum ähnlich wie nach 2 die Querschnitte der Abluftkanäle 9 im wesentlichen quadratisch sind, hier allerdings mit abgerundeten Ecken. Die abgerundeten Eckkanten der Abluftkanäle 9 erschweren dort das Festsetzen von Feststoffresten, die in der Abluft enthalten waren, und erleichtern somit das Auswaschen der Kanäle. Die Abluftkanäle 9 haben einen gegenseitigen Abstand, und die Zwischenräume zwischen den Wänden 15 der über das Volumen verteilten Abluftkanäle 9 bilden den Zuluftkanal 10. Hinsichtlich der Anordnung der Querschnitte, insbesondere – wie in 3 dargestellt – mit sich parallel gegenüberliegenden Quadratseiten, mit sich gegenüberliegenden Quadratecken oder mit einer zwischen diesen Schemen liegenden Anordnung, hat der Fachmann eine breite Wahlmöglichkeit.

4 veranschaulicht gewendelte Kanäle. In der Schnittdarstellung ist die Wendelung dadurch erkennbar, daß von den in Längs- oder Querreihen angeordneten Abluftkanälen 9 jede zweite Reihe in einer ersten bzw. in einer zweiten Wendelrotationsstellung dargestellt ist. Die Wendelung der Kanäle verbessert, wie an sich bekannt ist, den Wärmetauscheffekt.

5 zeigt in einer Schnittdarstellung ähnlich den 3 und 4 eine zweckmäßige Konstruktion der Kanäle der Wäscher-Tauscher-Einheit 1, nämlich aus Profilplatten 16, die bei passender Aneinanderlage die Wände 15 der Abluftkanäle 9 sowie dazwischenliegende Stege 17 bilden. Die Zuluftkanäle 10 sind bei dieser Ausführung durch die Stege 17 in streifenförmige Bereiche unterteilt. Die Profilplatten 16 können so gestaltet sein, daß die Abluftkanäle gerade verlaufen, oder auch so, daß die Abluftkanäle gewendelt verlaufen. Die Wendelung erfolgt zweckmäßigerweise so, daß der gerade Abstand zwischen gegenüberliegenden Teilen der Wände 15 konstant bleibt, die Querschnittslinien der gegenüberliegenden Wände also parallel verlaufen.

Die 6 und 7 veranschaulichen anhand perspektivischer Darstellungen Abluftkanäle 9, die sowohl gewendelt sind als auch im Zickzack verlaufen. Die Wärmetauschfunktion ist hierdurch optimiert. 6 veranschaulicht auch einerseits die Zuluftmündung 11 und andererseits die Abluftableitung am oberen Ende der Abluftkanäle 9 zum Kamin 14 hin. Aufgrund der über die Unterseite und Oberseite verteilten Ansaugung bzw. Abgabe der Abluft und der Zuluft muß jeweils einer dieser Luftströme gefaßt und aus dem Bereich des anderen Luftstroms herausgeführt werden.

Die Abluftkanäle 9 weisen in an sich bekannter, hier nicht dargestellter Weise (DE 4112983 C2) innenseitige Profilierungen auf, die die Wandinnenfläche vergrößern und außerdem zu einer Verwirbelung der Luftströmung führen, so daß die Abluft vielfachen Wandkontakt bekommt.

In üblicher Weise durchströmt die gesamte Abluft den Abluftwäscher und somit bei den dargestellten Ausführungen die Wäscher-Tauscher-Einheit, während beim Stand der Technik im Sommerbetrieb der Wärmetauscher umgangen wird. Das Verhältnis der Kanäle 9 und 10 zueinander ist zweckmäßigerweise so bestimmt, daß für den Wärmetauscher die doppelte Winterdurchsatzrate möglich ist, während die Abluftkanäle 9 für die volle Sommerrate dimensioniert sind.

8 veranschaulicht in schematischer, der 1 vergleichbarer Darstellung einen Abluftwäscher, bei dem der Wäscher-Tauscher-Einheit 1 zwei Abluftwäschereinheiten 21 und 22 parallelgeschaltet sind. Diese Abluftwäschereinheiten sind in der Figur nicht geschnitten nur als Block dargestellt, sie können in für Abluftwäscher bekannter Weise jeweils aus einem oder mehreren Abschnitten bestehen, mit Füllkörpern gefüllt sein oder Abluftkanäle aufweisen usw. Die Abluftwäschereinheiten 21 und 22 können über obere Düsen 23 und bei der dargestellten Ausführung außerdem über untere Düsen 24 mit dem Waschwasser 7 versorgt werden, wobei die unteren Düsen 24 den Wascheffekt dadurch verbessern, daß sie im unteren Teil der Wäschereinheiten, in denen das oben eingeleitete Waschwasser dazu neigt, Rinnsale zu bilden und dazwischen trockene Flächen zu belassen, eine gleichmäßige Benetzung der gesamten Wäscherfläche sicherstellen.

Die Abluftwäschereinheiten 21 und 22 sind separat zu- oder abschaltbar, und zwar mit Hilfe jeweiliger Sperrklappen 25 bzw. 26, die auf Durchlaß, auf Sperrung oder in einer Zwischenstellung auch auf gedrosselten Durchlaß einstellbar sind. Die Abluftwäschereinheiten 21 und 22 enthalten keine Zuluftkanäle und erfüllen somit keine Wärmetauscherfunktion. Sie erlauben jedoch die Reinigung eines erhöhten Anfalls an Abluft, wie er im Sommerbetrieb auftritt. Im Sommerbetrieb wird die entsprechende Menge an Zuluft großenteils über andere Stallöffnungen als die Zuluftkanäle 10 zugeführt und auch eine entsprechende Menge an Abluft 13 abgeführt, ohne daß durch diese die Zuluft angewärmt werden müßte. Die erheblichen Unterschiede des Luftdurchsatzes im Sommerbetrieb einerseits und im Winterbetrieb andererseits können mit einer solchen Anlage mit mehreren parallel geschalteten Einheiten in zweckmäßiger Weise beherrscht werden.


Anspruch[de]
Abluftwäscher für einen Tierstall, mit wenigstens einem Wäscherabschnitt, in dem von der Abluft durchströmbare, mit einer wesentlichen Komponente einen aufwärtsweisenden Verlauf habende Abluftkanäle angeordnet sind, über denen sich eine Wasserzuführung und wenigstens ein Abluftausgang befinden und unter denen sich eine Wassersammelinstallation und wenigstens ein Ablufteingang befinden und die innenseitig durch das abwärtsfließende Wasser benetzbar sind, wobei im Strömungsweg von mindestens einem Teil der Abluft ein Gegenstromwärmetauscher angeordnet ist, der von den Abluftkanälen strömungsmäßig getrennte Zuluftkanäle umfaßt, die die Abluftkanäle über eine jeweils dazwischenliegende gemeinsame Trennwand berühren, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Wäscherabschnitt und wenigstens ein Abschnitt des Gegenstromwärmetauschers in integrierter Weise ein gemeinsames Bauteil bilden. Abluftwäscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Arten von Kanälen – Zuluftkanal oder Abluftkanal – aus seitlich geschlossenen Kanalleitungen besteht und die andere Art der Kanäle aus den Zwischenräumen zwischen den Kanalleitungen besteht. Abluftwäscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Querschnitte der Abluftkanäle zur Summe der Querschnitte der Zuluftkanäle in einem Verhältnis steht, das im Bereich von 7 : 1 bis 3 : 1 liegt. Abluftwäscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis im Bereich 6 : 1 bis 4 : 1 liegt. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftkanäle einen Zickzack-Verlauf haben. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftkanäle einen polygonalen Querschnitt haben und die Eckkanten der Abluftkanäle zumindest streckenweise eine um die Kanallängsachse umlaufende Verlaufskomponente haben. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftkanäle eine Innenprofilierung aufweisen. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle aus Profilplatten bestehen, die parallel zueinander in im wesentlichen vertikaler Positionierung aneinanderliegend gehalten sind und deren Profile schräg abwärtslaufende Rinnen bilden. Abluftwäscher nach Anspruch 2 oder einem der auf Anspruch 2 rückbezogenen Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die Abluftkanäle aus den geschlossenen Kanalleitungen bestehen, die Wassersammelinstallation aus einem Kanalsystem besteht, das mit einer Zweigleitung an jedem der unteren Enden der Abluftkanäle angeschlossen ist. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem der Wäscherabschnitte (21, 22) unterhalb des Wäscherabschnitts Wasseraustrittsdüsen (24) angeordnet sind, die eine Spritzrichtung nach oben in die Unterseite des Wäscherabschnitts haben. Abluftwäscher nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß außer einem oder mehreren jeweils gemeinsamen Wäscherabschnitt/Gegenstromwärmetauscher-Bauteil(en) (1) noch ein oder mehrere von parallelen Abluftströmen durchsetzbare Wäscherabschnitte (21, 22) vorhanden sind, die mit verstellbaren Sperrvorrichtungen (25, 26) zum wahlweisen Sperren oder Durchlassen des Abluftstroms (13) versehen sind. Abluftwäscher nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtungen (25, 26) auch Zwischenstellungen für ein gedrosseltes Durchlassen des Abluftstroms (13) zulassen. Abluftwäscher nach dem auf Anspruch 1 oder 2 rückbezogenen Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die gemeinsame(n) Wäscherabschnitt/Gegenstromwärmetauscher-Bauteil(e) (1) ein Verhältnis der Summe der Querschnitte der Abluftkanäle (9) zur Summe der Querschnitte der Zuluftkanäle (10) in der Größenordnung von 1 : 1 hat/haben.






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