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Dokumentenidentifikation DE102006004680B3 12.04.2007
Titel Boldschleuse
Anmelder Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, dieses vertreten durch den Präsidenten des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, 56068 Koblenz, DE
Erfinder Lüthje, Martin, 24226 Heikendorf, DE;
Hadamik, Hans-Günter, 24232 Schönkirchen, DE
DE-Anmeldedatum 02.02.2006
DE-Aktenzeichen 102006004680
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B63G 8/34(2006.01)A, F, I, 20060202, B, H, DE
Zusammenfassung Vorgestellt wird eine Boldschleuse zur Ausbringung von Seemarkierern, wobei der Beladezustand der Boldschleuse durch Ultraschall ermittelbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schleuse, vorzugsweise an einem U-Boot, durch welche ein Bold, bzw. ein Seemarkierer absetzbar ist.

Zur Absetzung von Seemarkierern werden die Schleusen geöffnet, der Bold wird eingelegt, die Schleuse wird geschlossen und der Bold wird mit Druckluft ausgeblasen.

Aufgrund der Bauarten der Boldschleusen ist im geschlossnen Zustand der Schleusen eine Kontrolle des Beladezustands nicht möglich.

Sofern während des Ausblasens der Bold klemmt, besteht die Gefahr, dass nach dem Öffnen der Schleuse zur erneuten Beladung der Bold in der Boldschleuse abbrennt, bzw. in das Boot zurückfällt und im Inneren abbrennt.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Möglichkeit zur Überprüfung des Beladezustandes einer Boldschleuse zu schaffen, um sicher bestimmen zu können, ob der Bold die Boldschleuse verlassen hat.

Diese Aufgabe wird mit dem Merkmal des kennzeichnenden Teils des ersten Anspruches, wobei der Beladezustand der Boldschleuse durch Ultraschall ermittelbar ist, gelöst.

Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin dass ein Ultraschallsignal, welches an der äußeren Wandung der Boldschleuse abgesendet wird, je nach Beladezustand unterschiedlich reflektiert wird. In einem ersten, unbeladenen Fall wird das Ultraschallsignal von der rohrförmigen Boldschleuse reflektiert. Der Weg des Ultraschallsignals führt dabei durch die Wandung der Boldschleuse, durch den mit Luft oder Wasser gefüllten Innerraum der Boldschleuse bis zur gegenüberliegenden Wandung der Boldschleuse und zurück. In einem zweiten, beladenen Fall führt der Weg des Ultraschallsignals durch die Wandung der Boldschleuse und wird direkt von der Außenhülle des Bolds reflektiert. Die unterschiedlich langen Wege des Ultraschallsignals sind auswertbar und ermöglichen die Feststellung des Beladezustandes.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 2 dargestellt.

Zur Erzeugung und Auswertung des Ultraschallsignals ist es vorteilhaft ein universelles Ultraschall-Prüfgerät zu nutzen. Ultraschall-Prüfgeräte werden weitverbreitet in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung eingesetzt und verfügen allgemein über den Sende- und Empfangkopf und eine Ausgabeeinheit, vorzugsweise einen Bildschirm.

Eine detailliertere Erklärung soll durch die folgenden Zeichnungen erfolgen.

Es zeigt 1 eine vereinfachte Boldschleuse in Schnittdarstellung, mit eingelegtem Bold und schematischer Darstellung eines Ultraschall-Prüfgerätes.

Es zeigt 2 eine vereinfachte Boldschleuse in Schnittdarstellung, mit ausgepresstem Bold und schematischer Darstellung eines Ultraschall-Prüfgerätes.

Es zeigt 1 einen Ausschnitt aus der Außenwand des U-Boots 1 in welche die Boldschleuse 2 eingesetzt ist. Auf eine detaillierte Darstellung der Schleuse, sowie auf den Boden der Schleuse wurde verzichtet. In die Boldschleuse ist ein Bold 3 eingelegt. An der Wandung der Boldschleuse 2 ist ein Sende- und Empfangskopf 4 eines Ultraschall-Prüfgerätes 5 angebracht. Der Sende- und Empfangskopf 4 ist über eine Kabelverbindung 6 mit der Auswerte- und Darstellungseinheit 7 verbunden. Der Weg des Ultraschallimpulses 8 führt durch die Wandung der Boldschleuse 2 und wird vom Bold 3 reflektiert.

Es zeigt 2 einen Ausschnitt aus der Außenwand des U-Boots 1 in welche die Boldschleuse 2 eingesetzt ist. Auf eine detaillierte Darstellung der Schleuse, sowie auf den Boden der Schleuse wurde verzichtet. Aus der Boldschleuse ist ein Bold 3 ausgepresst. An der Wandung der Boldschleuse 2 ist ein Sende- und Empfangskopf 4 eines Ultraschall-Prüfgerätes 5 angebracht. Der Sende- und Empfangskopf 4 ist über eine Kabelverbindung 6 mit der Auswerte- und Darstellungseinheit 7 verbunden. Der Weg des Ultraschallimpulses 8 führt durch die Wandung und den Innenraum der Boldschleuse 2 und wird von der gegenüberliegenden Wandung reflektiert.

Die Signale des Prüfgerätes, die aus den unterschiedlichen Wegen des Ultraschall-Impulses entstehen sind zur Ermittlung des Beladezustandes der Boldschleuse verwendbar.


Anspruch[de]
Boldschleuse, insbesondere zum Ausbringen von Seemarkierern aus U-Booten, wobei der Beladezustand der Boldschleuse durch Ultraschall ermittelbar ist. Boldschleuse nach Anspruch 1, wobei zur Ermittlung des Beladezustandes ein universelles Ultraschall-Prüfgerät nutzbar ist.






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