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Dokumentenidentifikation DE102006016180B3 12.04.2007
Titel Anzeige- und Bedieneinheit für eine Fahrzeugkomponente
Anmelder Behr-Hella Thermocontrol GmbH, 70190 Stuttgart, DE
Erfinder Voigt, Christian G., 59556 Lippstadt, DE;
Koppe, Andreas, 59329 Wadersloh, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 06.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006016180
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse H01H 13/52(2006.01)A, F, I, 20061030, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01H 13/06(2006.01)A, L, I, 20061030, B, H, DE   H01H 9/18(2006.01)A, L, I, 20061030, B, H, DE   G09F 9/00(2006.01)A, L, I, 20061030, B, H, DE   H01H 1/58(2006.01)A, L, I, 20061030, B, H, DE   H05F 3/02(2006.01)A, L, I, 20061030, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Anzeige- und Bedieneinheit für eine Fahrzeugkomponente, insbesondere für die Heizungs- und/oder Klimaanlage eines Fahrzeuges, ist mit einer Frontblende (26) versehen, die eine Aussparung (24) aufweist. Ferner weist das Anzeige- und Bedienelement mindestens ein bewegbar an der Frontblende (26) angeordnetes Tastenbedienelement (12), ein elektrisches Anzeigeelement (16) mit Elektrodenkontaktfeldern (50) und eine hinter der Frontblende (26) und dem Anzeigeelement (16) angeordnete Schaltmatte (38) aus einem elektrisch isolierenden Material auf, wobei die Schaltmatte (38) mindestens einen erhabenen und in Richtung auf das mindestens eine Tastenbedienelement (12) vorstehenden, flexiblen und rückstellfähigen Schaltvorsprung (36) aufweist, in dem die Schaltmatte (38) auf ihrer dem Tastenbedienelement (12) abgewandten Seite (41) ein Schaltkontaktfeld (40) mit einer elektrisch leitenden Beschichtung aufweist. Die Anzeige- und Bedieneinheit ist ferner mit einer Trägerplatte (34) versehen, an der die Schaltmatte (38) anliegt und die dem Schaltkontaktfeld (40) der Schaltmatte (38) gegenüberliegend zwei Schaltkontaktfelder (42) aufweist, die bei gegen die Trägerplatte (34) gedrücktem Schaltvorsprung (36) der Schaltmatte (38) durch dessen Schaltkontaktfeld (40) elektrisch verbunden sind. Die Schaltmatte (38) weist einen von der Trägerplatte (34) abstehenden Wandabschnitt (44) auf, der im Bereich von mindestens einem Elektrodenkontaktfeld (50) des Anzeigeelements (16) an diesem ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anzeige- und Bedieneinheit für eine Fahrzeugkomponente mit einer Schaltfunktionen ausführenden sowie zur Kontaktierung der Anzeigevorrichtung vorgesehenen Schaltmatte.

Bedieneinheiten für Fahrzeugkomponenten weisen neben den Bedienelementen mitunter flächige Anzeigebildschirme (Anzeigeelemente mit Anzeigefläche) auf, bei denen es sich typischerweise um LCD-, OLED- oder Vakuum-Fluoreszenz-Displays handelt. Zur Kontaktierung derartiger elektrischer Anzeigeelemente ist es bekannt, sogenannte Leitgummis zu verwenden, die eine elektrische Verbindung zwischen einzelnen Kontaktfeldern einer Leiterkarte mit den einzelnen Elektrodenkontaktfeldern der von der Leiterkarte beabstandeten Anzeigebildschirme schaffen. Ein Beispiel für ein derart kontaktiertes Anzeigeelement ist in DE 101 06 498 C1 beschrieben.

Das bekannte Verfahren benötigt ein zusätzliches Bauelement, was sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Montage nachteilig ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Kontaktierung eines Anzeigeelements bei einer Anzeige- und Bedieneinheit zu vereinfachen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Anzeige- und Bedieneinheit für eine Fahrzeugkomponente vorgeschlagen, die versehen ist mit

  • – einer Frontblende, die eine Aussparung aufweist,
  • – mindestens einem bewegbar an der Frontblende angeordneten Tastenbedienelement,
  • – einem elektrischen Anzeigeelement, das Elektrodenkontaktfelder aufweist,
  • – einer hinter der Frontblende und dem Anzeigeelement angeordneten Schaltmatte aus einem elektrisch isolierenden Material, wobei die Schaltmatte mindestens einen erhabenen und in Richtung auf das mindestens eine Tastenbedienelement vorstehenden, flexiblen und rückstellfähigen Schaltvorsprung aufweist, in dem die Schaltmatte auf ihrer dem Tastenbedienelement abgewandten Seite ein Schaltkontaktfeld mit einer elektrisch leitenden Beschichtung aufweist, und
  • – einer Trägerplatte, an der die Schaltmatte anliegt und die dem Schaltkontaktfeld der Schaltmatte gegenüberliegend zwei Schaltkontaktfelder aufweist, die bei gegen die Trägerplatte gedrücktem Schaltvorsprung der Schaltmatte durch dessen Schaltkontaktfeld elektrisch verbunden sind.

Eine derartige Anzeige- und Bedieneinheit ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,

  • – dass die Schaltmatte einen von der Trägerplatte abstehende Wandabschnitt aufweist, der im Bereich von mindestens einem Elektrodenkontaktfeld des Anzeigeelements an diesem anliegt, und
  • – dass die Schaltmatte auf ihrer der Frontblende abgewandten Seite mindestens ein mit einem elektrischen Kontaktierungsfeld der Trägerplatte in elektrischem Kontakt stehendes erstes Kontaktierungsfeld aus einem elektrisch leitenden Material aufweist, von dem aus sich eine elektrisch leitende Leiterbahn bis zu mindestens einem zweiten Kontaktierungsfeld der Schaltmatte aus einem elektrisch leitendem Material im Wandabschnitt der Schaltmatte erstreckt, wobei das mindestens eine zweite Kontaktierungsfeld im Wandabschnitt der Schaltmatte in elektrischem Kontakt mit dem mindestens einen Elektrodenkontaktfeld des Anzeigeelements steht.

Die Erfindung ist darin zu sehen, dass der bei einer Anzeige- und Bedieneinheit im Regelfall vorhandenen Schaltmatte eine zusätzliche Funktionalität verliehen wird, nämlich die Verwendung einer derartigen Schaltmatte zur elektrischen Kontaktierung des Anzeigeelements. Hierzu weist die Schaltmatte erfindungsgemäß einen abstehenden Wandabschnitt auf, der das Anzeigeelement in dessen Elektrodenkontaktfeldbereich berührt. Die Schaltmatte ist im Bereich ihres aufragenden Wandabschnitts zwischen dem Anzeigeelement und der Trägerplatte, die im Regelfall die Funktion einer Leiterkarte hat, eingeschlossen. So wie die Schaltmatte in ihren Schaltbereichen elektrisch leitende Kontaktfelder zum Kurzschließen zweier korrespondierender Kontaktfelder der Trägerplatte beim Niederdrücken eines Tastenbedienelements aufweist, so lässt sich nun im Bereich des Randabschnitts der Schaltmatte eine Vielzahl von Leiterbahnen ausbilden. Die Leiterbahnen bestehen aus elektrisch leitendem Material, während die Schaltmatte an sich elektrisch isolierend wirkt. Die elektrische Leitfähigkeit wird der Schaltmatte selektiv durch Beimischen von elektrisch leitenden Partikeln zum Basismaterial der Schaltmatte verliehen. Dieser Prozess ist von der Ausbildung der elektrisch leitenden Kontaktfelder zur Realisierung der Schaltfunktionen bekannt. Insbesondere lassen sich elektrische Leiterbahnen auf die Schaltmatte aufdrucken.

Auf die erfindungsgemäße Art und Weise lässt sich nun das Leitgummi einsparen, indem der Schaltmatte eine weitere Funktionalität verliehen wird. Hierdurch reduziert sich der Teile- und Montageaufwand. Die Kontaktierung des Anzeigeelements kann, wie dies bei den üblichen Anzeigeelementen der Fall ist, von der der Trägerplatte zugewandten Unterseite des Anzeigeelements erfolgen; dort sind bei heutigen Anzeigeelementen die Elektrodenkontaktfelder angeordnet. Dies macht es erforderlich, dass die elektrisch leitenden Leiterbahnen sich durch die Schaltmatte hindurch erstrecken. Sie können aber auch auf der Unterseite der Schaltmatte oder auf der dem Anzeigeelement zugewandten Seite des aufragenden Wandabschnitts ausgebildet sein (z. B. durch Aufdrucken). Dies ist insbesondere zweckmäßig, um das Anzeigeelement von ihrer der Frontblende zugewandten Oberseite aus zu kontaktieren. Dies hat den Vorteil, dass der aufragende Wandabschnitt an seinem freien Ende das Anzeigeelement von oben überragt und sich damit zwischen der Frontblende und dem Anzeigeelement erstreckt. Von oben müssten also dann die einzelnen Elektroden des Anzeigeelements kontaktierbar sein. Dies setzt ein etwas anderes Design der Anzeigeelemente voraus, als bei herkömmlichen Anzeigeelementen anzutreffen ist.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem elektrischer flächiger Anzeigebildschirme kann die elektrostatische Aufladung sein. Die Anzeigeflächen können nämlich elektrostatischen Ladungen in der Luft oder elektrostatischen Kontaktentladungen ausgesetzt sein, wie sie beispielsweise von einem Bediener bei Berührung der Anzeigefläche ausgehen können. Damit diese elektrostatischen Entladungen (ESD) nicht zu Zerstörungen der elektrischen bzw. elektronischen Bauelemente und Schaltkreise der Anzeigevorrichtung bzw. der Bedieneinheit führen, müssen sie kontrolliert abgeführt werden. Typischerweise werden hierzu die Anzeigefläche kontaktierende Metallrahmen verwendet, die mit dem Massepotential einer als Trägerplatte fungierenden Leiterplatine verbunden sind und zusätzlich eine Halte- und Führungsfunktion für das LCD-Display aufweisen. Beispiele für derartig aufgebaute Anzeigevorrichtungen finden sich in US 5 675 396 A und JP 63-68817 A.

Eine weitere Variante der Ladungsabführung besteht in der Verwendung von Leitlacken an der Abdeckung bzw. Frontblende der Anzeigevorrichtung/der Bedieneinheit.

Die Montage eines Metallrahmens sowie das Aufbringen eines Leitlacks ist jeweils aufwendig und verkompliziert den Montagevorgang. Damit erhöhen sich die Herstellungskosten der Anzeigevorrichtung.

Hinsichtlich einer Vereinfachung eines ESD-Schutzes gegenüber den anderen in einer Anzeige- und Bedieneinheit untergebrachten Bauelementen der elektrischen und elektronischen Schaltkreise ist es von Vorteil, wenn das Anzeigeelement mit einer Anzeigefläche und die Trägerplatte mit elektrisch und/oder elektronischen Bauelementen für unter anderem die Ansteuerung des Anzeigeelements versehen ist und die Aussparung der Frontblende von einem Rand begrenzt ist, welcher die Anzeigefläche längs eines Randes derselben überragt, wobei ein elektrisch isolierendes Abdichtelement zum luftdichten Verschließen eines Zwischenraumes zwischen dem Anzeigeelement und der Frontblende vorgesehen ist.

Bei dieser Weiterbildung der Erfindung ist ein elektrisch isolierendes Abdichtelement zum luftdichten Verschließen eines Zwischenraumes zwischen dem Anzeigeelement und der Frontblende vorgesehen; es wird also vorgeschlagen, anstelle der bisher verwendeten elektrisch leitenden Materialien wie einem Metallrahmen oder einem Leitlack ein elektrisch isolierendes Abdichtungsmaterial zu verwenden, so dass der Luftspalt zwischen dem Gehäuse bzw. der Frontblende und der in einer Öffnung des Gehäuses bzw. der Frontblende freiliegenden Anzeigefläche des Anzeigeelements luftdicht zu verschließen ist.

Durch diesen luftdichten Verschluss mittels elektrisch isolierenden Materials und den damit verbundenen Wegfall eines Luftspaltes hat nun ein Entladungsfunke, der sich auf der Anzeigefläche aufgrund elektrostatischer Entladungen bildet, keine Möglichkeit mehr, in das Innere der Anzeigevorrichtung zu gelangen.

Die Abdichtung des Luftspalts durch das elektrisch isolierende Material kann an der Frontblende nahe dem Öffnungsrand angeordnet sein und somit beispielsweise als der Randkontur der Anzeigefläche entsprechende Ringdichtung ausgebildet sein. Alternativ und vorteilhaft ist es möglich, dass die elektrisch isolierende Abdichtung durch den Aussparungsrand einer Schaltmatte realisiert ist, die, wie bei Bedieneinheiten an sich üblich, der Realisierung von Schaltfunktionen infolge von Tastenbedienungen dient. Die Nutzung einer solchen Schaltmatte zusätzlich als ESD-Schutz macht ein weiteres Bauteil zur Realisierung des ESD-Schutzes obsolet. Damit reduzieren sich die Bauteil- und Montagekosten der Anzeigevorrichtung.

Das Abdichtelement braucht nicht notwendigerweise auf der Anzeigefläche anzuliegen; auch zwischen dem seitlichen Rand des Anzeigeelements und der Frontblende oder anderen Einbauten hinter der Frontblende entsteht normalerweise ein Zwischenraum. Es ist ausreichend, wenn sich das Abdichtelement ausschließlich in diesem Zwischenraum befindet oder gar längs des Randes des Anzeigeelements oder an dessen Unterseite jeweils außerhalb der Elektrodenkontaktfelder. Auch kann sich das Abdichtelement durch sämtliche der zuvor beschriebenen Passagen erstrecken.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, wie es in der Zeichnung dargestellt ist. Die Zeichnung zeigt einen Teilquerschnitt durch eine Bedieneinheit für beispielsweise eine Fahrzeugkomponente wie beispielsweise das Klimasteuergerät der Klimaanlage eines Fahrzeuges, wobei die einzelnen im zusammengebauten Zustand aneinanderliegenden Teile zur Verdeutlichung der Erfindung voneinander beabstandet gezeichnet sind.

Wie in der Zeichnung zu erkennen ist, weist eine Bedieneinheit 10 für eine Fahrzeugkomponente mindestens ein Tastenbedienelement 12 und eine Anzeigevorrichtung 14 auf. Die Anzeigevorrichtung 14 umfasst ein in diesem Ausführungsbeispiel in LCD-Technik ausgeführtes Anzeigeelement 16, das durch Leuchtdioden 18 (in der Zeichnung ist nur eine Leuchtdiode gezeigt) sowie mittels einer Diffusionsscheibe 20 hinterleuchtet ist. Das Anzeigeelement 16 ist mit einer Anzeigefläche 22 versehen, die innerhalb einer Öffnung 24 einer Frontblende 26 frei liegt. Die Öffnung 24 in der Frontblende ist von einem Öffnungsrand 28 begrenzt.

Die Leuchtdioden 18 sowie weitere elektronische bzw. elektrische Bauteile 30, 32 befinden sich auf einer Trägerplatte 34, die zugleich auch Leiterplatine ist.

Die durch das Tastenbedienelement 12 ausgeführte Schaltfunktion wird mit Hilfe einem elastischen und rückstellfähigen Schaltvorsprung 36 einer Schaltmatte 38 an deren der Frontblende 26 zugewandten Oberseite 39 realisiert. Die Schaltmatte 38 besteht aus einem elektrisch isolierenden Material, wie beispielsweise Silikon und weist auf ihrer der Trägerplatte 34 zugewandten Unterseite 41 des Schaltvorsprungs 36 ein elektrisch leitendes Schaltkontaktfeld 40 auf, das mit Schaltkontaktfeldern 42 der Trägerplatte 34 zur Ausübung einer Schaltfunktion in an sich bekannter Weise zusammenwirkt.

Eine Besonderheit der Anzeigevorrichtung 14 ist in der Art und Weise der Kontaktierung der Elektroden des Anzeigeelements 16 zu sehen. Herkömmlicherweise werden hierfür sogenannte Leitgummis eingesetzt, die elektrische Verbindungen zwischen Kontaktfeldern der Leiterplatine und den Elektroden des Anzeigeelements 16 schaffen. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel erfolgt die Kontaktierung über elektrisch leitende Bahnen, die auf der der Trägerplatte 34 (Leiterplatine) zugewandten (Unter-)Seite der Schaltmatte 38 ausgebildet sind. Zum Ausbilden der leitenden Bahnbereiche kann man sich dergleichen Technologie bedienen, wie sie auch zur Herstellung der elektrisch leitenden Schaltkontaktfelder 40 der Schaltmatte 38 eingesetzt wird.

Die Schaltmatte 38 weist einen aufragenden Wandabschnitt 44 auf, der zur Frontblende 26 weist und an seinem freien Ende 46 den Rand 48 des Anzeigeelements 16 überragt. Längs dieses Randes 48 befinden sich Elektrodenkontaktfelder 50 des Anzeigeelements 16.

Die elektrische Verbindung der Elektrodenkontaktfelder 50 mit der die Ansteuerelektronik aufweisenden Trägerplatte 34 erfolgt über Leiterbahnen 52 auf der Unterseite 41 der Schaltmatte 38. Jede Leiterbahn 52 verläuft von einem ersten Kontaktfeld 54 zu einem zweiten Kontaktfeld 56. Das erste Kontaktfeld 54 liegt einem Kontaktfeld 58 der Trägerplatte 34 und das zweite Kontaktfeld 56 einem Elektrodenkontaktfeld 50 des Anzeigeelements 16 gegenüber. Der elektrische Kontakt zwischen den zuvor beschriebenen, gegenüberliegenden Kontaktfeldern kommt durch das Auflegen und Andrücken der Schaltmatte 38 auf bzw. gegen die Trägerplatte 34 und des freien Endes 46 des Wandabschnitts 44 gegen bzw. an den Rand 48 des Anzeigeelements 16 zu Stande. In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel erfolgt die Kontaktierung des Anzeigeelements 16 von oben, worauf weiter unten unter einem anderen damit verbundenen Funktionsaspekt der Schaltmatte noch eingegangen wird. Es ist aber in der zuvor beschriebenen Technik ebenso möglich, dass das Anzeigeelement 16 von seiner der Trägerplatte 34 zugewandten (Unter-)Seite durch die Schaltmatte 38 kontaktiert wird. In diesem Fall erstreckt sich die Schaltmatte dann nicht, wie in der Zeichnung gezeigt, bis oberhalb des Anzeigeelements 16 sondern kontaktiert dessen Rand 48 von unten, wo dann auch die Elektrodenkontaktfelder anzuordnen sind. Die Leiterbahnen verlaufen dabei dann über einen Teilbereich ihrer Erstreckung durch die (Dicke der) Schaltmatte oder durch dessen Wandabschnitt 44.

Eine weitere Besonderheit der Anzeigevorrichtung 14 der Bedieneinheit 10 besteht nun darin, dass der Luftspalt, der sich zwischen der Anzeigefläche 22 des Anzeigeelements 16 und dem den Rand 48 des Anzeigeelements 16 übergreifenden Öffnungsrand 28 bildet, durch ein elektrisch isolierendes Abdichtelement luftdicht verschlossen ist. Dieses Abdichtelement wird in diesem Ausführungsbeispiel gebildet von dem freien Ende 46 des Wandabschnitts 44 der Schaltmatte 38. Durch den luftdichten Verschluss des Spalts können nun Entladungsfunken, die sich auf der Anzeigefläche 22 befinden können, nicht mehr (über die Elektrodenkontaktfelder 50) ins Innere der Anzeigevorrichtung 14 bzw. der Bedieneinheit 10 gelangen, womit damit auch die Gefahr von Schädigungen von Bauteilen in Folge der Entladungsfunken ausgeschlossen ist.

Das freie Ende 46 des Wandabschnitts 44 der Schaltmatte 38 kann auch eine umlaufende, den Öffnungsrand 28 im Wesentlichen folgende Leiterbahn in z. B. aufgedruckter Form aufweisen, die über eine Leiterbahn elektrisch mit einem Erdungspotential der Trägerplatte 34 verbunden ist. Sämtliche bzw. ein Teil der Leiterbahnen 52 können auch als die leitenden Schichten eines Leitgummis ausgebildet sein, dass integraler Bestandteil der Schaltmatte 38 sein kann (z. B. durch Umspritzungstechnik). Das Anzeigeelement 16 kann, wie in diesem Ausführungsbeispiel gemäß der Zeichnung hinter der Frontblende 26, vor dieser oder in deren Öffnung 24 angeordnet sein. Stets ragt ein Wandabschnitt der Schaltmatte 38 zwecks elektrischer Kontaktierung des Anzeigeelements 16 bis zu deren Elektrodenkontaktfeldern.

10
Bedieneinheit
12
Tastenbedienelement
14
Anzeigevorrichtung
16
Anzeigeelement
18
Leuchtdioden
20
Diffusionsscheibe
22
Anzeigefläche
24
Öffnung in Frontblende
26
Frontblende
28
Öffnungsrand
30
Bauteile
32
Bauteile
34
Trägerplatte
36
Schaltvorsprung
38
Schaltmatte
39
Oberseite der Schaltmatte
40
Schaltkontaktfeld der Schaltmatte
41
Unterseite der Schaltmatte
42
Schaltkontaktfelder der Trägerplatte
44
Wandabschnitt der Schaltmatte
46
Ende des Wandabschnitts
48
Rand des Anzeigeelements
50
Elektrodenkontaktfelder des Anzeigeelements
52
Leiterbahnen
54
erste Kontaktfelder der Schaltmatte
56
zweite Kontaktfelder des Wandabschnitts
58
Kontaktfelder der Trägerplatte


Anspruch[de]
Anzeige- und Bedieneinheit für eine Fahrzeugkomponente, insbesondere für die Heizungs- und/oder Klimaanlage eines Fahrzeuges, mit

– einer Frontblende (26), die eine Aussparung (24) aufweist,

– mindestens einem bewegbar an der Frontblende (26) angeordneten Tastenbedienelement (12),

– einem elektrischen Anzeigeelement (16), das Elektrodenkontaktfelder (50) aufweist,

– einer hinter der Frontblende (26) und dem Anzeigeelement (16) angeordneten Schaltmatte (38) aus einem elektrisch isolierenden Material, wobei die Schaltmatte (38) mindestens einen erhabenen und in Richtung auf das mindestens eine Tastenbedienelement (12) vorstehenden, flexiblen und rückstellfähigen Schaltvorsprung (36) aufweist, in dem die Schaltmatte (38) auf ihrer dem Tastenbedienelement (12) abgewandten Seite (41) ein Schaltkontaktfeld (40) mit einer elektrisch leitenden Beschichtung aufweist, und

– einer Trägerplatte (34), an der die Schaltmatte (38) anliegt und die dem Schaltkontaktfeld (40) der Schaltmatte (38) gegenüberliegend zwei Schaltkontaktfelder (42) aufweist, die bei gegen die Trägerplatte (34) gedrücktem Schaltvorsprung (36) der Schaltmatte (38) durch dessen Schaltkontaktfeld (40) elektrisch verbunden sind,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Schaltmatte (38) einen von der Trägerplatte (34) abstehenden Wandabschnitt (44) aufweist, der im Bereich von mindestens einem Elektrodenkontaktfeld (50) des Anzeigeelements (16) an diesem anliegt, und

– dass die Schaltmatte (38) auf ihrer der Frontblende (26) abgewandten Seite (41) mindestens ein mit einem elektrischen Kontaktfeld (58) der Trägerplatte (34) in elektrischem Kontakt stehendes erstes Kontaktfeld (54) aus einem elektrisch leitenden Material aufweist, von dem aus sich eine elektrisch leitende Leiterbahn (52) bis zu mindestens einem zweiten Kontaktfeld (56) der Schaltmatte (38) aus einem elektrisch leitendem Material im Wandabschnitt (44) der Schaltmatte (38) erstreckt, wobei das mindestens eine zweite Kontaktfeld (56) im Wandabschnitt (44) der Schaltmatte (38) in elektrischem Kontakt mit dem mindestens einen Elektrodenkontaktfeld (50) des Anzeigeelements (16) steht.
Anzeige- und Bedieneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Elektrodenkontaktfeld (50) des Anzeigeelements (16) auf deren der Trägerplatte (34) zugewandten Seite ausgebildet ist, dass sich das mindestens eine zweite Kontaktfeld (58) der Schaltmatte (38) auf deren der Frontblende (26) zugewandten Seite (39) befindet und dass sich die mindestens eine Leiterbahn (52) der Schaltmatte (38) durch diese hindurch erstreckt. Anzeige- und Bedieneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der aufragende Wandabschnitt (44) der Schaltmatte (38) bis in einen Bereich zwischen dem Anzeigeelement (16) und der Frontblende (26) erstreckt, dass das mindestens eine zur Kontaktierung des Elektrodenkontaktfeldes (50) vorgesehene zweite Kontaktfeld (56) und die Leiterbahn (52) der Schaltmatte (38) auf deren der Trägerplatte (34) zugewandten Seite (41) ausgebildet sind und dass das mindestens eine Elektrodenkontaktfeld (50) des Anzeigeelements (16) auf dessen der Frontblende (26) zugewandten Seite ausgebildet ist. Anzeige- und Bedieneinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigeelement (16) mit einer Anzeigefläche (22) und die Trägerplatte (34) mit elektrisch und/oder elektronischen Bauelementen für unter anderem die Ansteuerung des Anzeigeelements (16) versehen ist und dass die Aussparung (24) der Frontblende (26) von einem Rand (28) begrenzt ist, welcher die Anzeigefläche (22) längs eines Randes (48) derselben überragt, wobei ein elektrisch isolierendes Abdichtelement zum luftdichten Verschließen eines Zwischenraumes zwischen dem Anzeigeelement (16) und der Frontblende (26) vorgesehen ist. Anzeige- und Bedieneinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdichtelement im Bereich des Randes (48) des Anzeigeelements (16) und der Frontblende (26) angeordnet ist. Anzeige- und Bedieneinheit nach Anspruch 3 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der aufragende Wandabschnitt (44) der Schaltmatte (38) an seinem sich zwischen dem Rand der Aussparung (24) der Frontblende (26) und dem Rand der Anzeigefläche (22) des Anzeigeelements (16) erstreckenden Ende (46) das Abdichtelement bildet.






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