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Dokumentenidentifikation DE102006019945B3 12.04.2007
Titel Tastenkopf
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Fiegler, Till, 61276 Weilrod, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019945
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse H01H 9/18(2006.01)A, F, I, 20060428, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Tastenkopf für eine Drucktaste insbesondere eines Tastschalters, mit einer transparenten Trägerfolie 1, auf deren einer Beobachterseite abgewandten Seite durch eine Farbschicht ein Zeichen 3 oder Symbol aufgebracht ist und die an ihrer der Beobachterseite abgewandten Seite mit einem Basisteil verbunden ist. Das Basisteil ist transparent ausgebildet und auf seiner der Trägerfolie 1 abgewandten Seite mit einer Hintergrundbeschichtung versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Tastenkopf für eine Drucktaste insbesondere eines Tastschalters, mit einer transparenten Trägerfolie, auf deren einer Beobachterseite abgewandten Seite durch eine Farbschicht ein Zeichen oder Symbol aufgebracht ist und die an ihrer der Beobachterseite abgewandten Seite mit einem Basisteil verbunden ist.

Bei einem derartigen Tastenkopf ist es bekannt auf die das Zeichen oder Symbol tragende Seite der Trägerfolie eine Schutzschicht aufzudrucken und nach Formpressen zu einer Tastenkopfform die Trägerfolie zur Bildung des Basisteils mit Kunststoff zu hinterspritzen.

Dieser Tastenkopf ist aufwendig und besitzt eine große Bautiefe.

Aufgabe der Erfindung ist es einen Tastenkopf der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Zeichen oder Symbole bei geringer Bautiefe des Tastenkopfs sowohl mit einem Tiefeneffekt als auch schwebend von einem Beobachter erfassbar sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Basisteil transparent ausgebildet und auf seiner der Trägerfolie abgewandten Seite mit einer Hintergrundbeschichtung versehen ist.

Dadurch, dass die Zeichen oder Symbole sowohl im Abstand zur Beobachterseite des Tastenkopfs als auch im Abstand zu der auf der der Beobachterseite abgewandten Seite des Tastenkopfs aufgebrachten Hintergrundbeschichtung angeordnet sind, wird sowohl ein Tiefeneffekt als auch ein Schweben der Zeichen und Symbole einem Beobachter vermittelt.

Gleichzeitig besitzt der Tastenkopf eine geringe Bauhöhe.

Ist die Hintergrundbeschichtung eine zur Beobachterseite reflektive Beschichtung, so wird durch das von der Beobachterseite als Umgebungslicht oder Licht einer Lichtquelle an der reflektierenden Beschichtung reflektierte Licht der Schwebeeffekt noch verstärkt.

Zusätzlich dazu ist der Schwebeeffekt verstärkt erfassbar, wenn die Hintergrundbeschichtung eine zur Beobachterseite transflektive Beschichtung ist und eine transmissive Beleuchtung des Tastenkopfs erfolgt.

Die Hintergrundbeschichtung kann aber auch eine zur Beobachterseite transluzente Beschichtung sein.

Soll der Hintergrund ein metallisches Aussehen bekommen, kann die Hintergrundbeschichtung eine PVD-Beschichtung (physical vapor deposition Beschichtung) sein.

In einfacher Weise ist es aber auch möglich, dass die Hintergrundbeschichtung eine Druckbeschichtung, insbesondere eine Siebdruckbeschichtung ist.

Unabhängig von der Art der Hintergrundbeschichtung kann die Hintergrundbeschichtung farbig sein.

Um eine besonders geringe Bautiefe des Tastkopfs zu erreichen ist das transparente Basisteil vorzugsweise eine Basisfolie, die in einfacher Weise auf die Trägerfolie aufkaschiert sein kann.

Zu ausreichender Stabilität des Tastenkopfes bei geringer Bautiefe führt es, wenn die Trägerfolie und/oder die Basisfolie eine Dicke zwischen 0,05 mm und 2 mm, insbesondere zwischen 0,1 mm und 1,0 mm aufweist.

Eine gute Lichtdurchlässigkeit und Transparenz wird dadurch erreicht, dass die Trägerfolie und/oder die Basisfolie aus Polycarbonat besteht, so dass die Zeichen und Symbole konturenscharf von dem Beobachter erfasst werden können.

Die auf die Trägerfolie aufgebrachte Farbschicht kann in einfacher Weise eine Druckschicht, insbesondere eine Siebdruckschicht sein.

Zur Negativdarstellung kann das Zeichen oder Symbol durch eine entsprechende Aussparung der die Fläche der Trägerfolie bedeckenden Farbschicht gebildet sein.

Es ist aber auch möglich, dass das Zeichen oder Symbol durch die Farbschicht gebildet ist und das Umfeld des Zeichens und Symbols farbschichtfrei ist um eine Positivdarstellung von Zeichen oder Symbol zu erhalten.

Zur Verhinderung von Beschädigungen der von einem Bediener des Tastenkopfs beaufschlagten beobachterseitigen Oberfläche des Tastenkopfes kann die transparente Trägerfolie auf der Beobachterseite eine Schutzschicht aufweisen, die insbesondere eine Oberflächenhärtungsschicht sein kann.

Zur Stabilisierung und zur Bildung eines Führungselementes des Tastenkopfes kann ein Rahmen das Basisteil und die Trägerfolie an ihrem radial umlaufenden Rand umschließen.

Besteht dabei der Rahmen aus einem nicht durchleuchtbaren Werkstoff, so kann bei beleuchtetem Tastenkopf kein Licht seitlich austreten und zu einem unerwünschten Leuchtkranz um den Tastenkopf führen.

Dazu besteht der Rahmen vorzugsweise aus einem schwarzen Werkstoff.

Einfach herstellbar ist es dabei, wenn der Rahmen ein an den umlaufenden Rand von Basisteil und Trägerfolie angespritztes Spritzgussteil aus einem Kunststoff ist.

Eine besonders gute Vermeidung eines Leuchtkranzes um den Tastenkopf wird dadurch erreicht, dass der Rahmen auf der der Beobachterseite abgewandten Seite schachtartig über die Ebene des Basisteils hervorsteht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden beschrieben. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen Querschnitt eines schematisch dargestellten Tastenkopfes.

Der dargestellte Tastenkopf weist eine transparente Trägerfolie 1 aus z. B. Polycarbonat auf, auf deren einem Beobachter 2 abgewandte Oberfläche durch Siebdruck ein Zeichen 3 aufgedruckt ist.

Anschließend wurde auf die dem Beobachter 2 abgewandte Fläche der Trägerfolie 1 eine Basisfolie 4 aufkaschiert, die ebenfalls aus Polycarbonat bestehen kann.

Auf die dem Beobachter 2 abgewandte Oberfläche der Basisfolie 4 ist eine PVD-Beschichtung 5 (physical vapor deposition) aufgebracht, die metallisch und halbtransparent ist.

Beobachterseitig besitzt die Trägerfolie 1 eine Oberflächenhärtungsschicht 6.

Die Basisfolie 4 und die Trägerfolie 1 sind an ihrem radial umlaufenden Rand von einem Rahmen 7 umschlossen, der aus einem schwarzen Kunststoff besteht und ein angespritztes Spritzgussteil ist.

Dieser Rahmen steht auf der der Beobachterseite abgewandten Seite über die Ebene der Basisfolie 4 schachtartig hervor.

Der Tastenkopf kann z. B. nur von der Beobachterseite her durch das Umgebungslicht lichtbeaufschlagt sein, das von der PVD-Beschichtung 5 reflektiert wird und das Zeichen 3 dunkel in einem hellen Umfeld 9 dem Beobachter 2 erscheinen lässt.

Insbesondere bei Dunkelheit kann eine Beleuchtung durch eine Lichtquelle 8 von der Beobachterseite her erfolgen, deren Licht in gleicher Weise an der PVD-Beschichtung 5 reflektiert wird und zu einem dunklen Zeichen 3 im hellen Umfeld 9 führt.

Es ist aber auch eine transmissive Beleuchtung von der dem Beobachter 2 abgewandten Seite her durch eine weitere Lichtquelle 10 möglich.

Auch hier scheint das Zeichen 3 dunkel in einem hellen Umfeld 9.

1
Trägerfolie
2
Beobachter
3
Zeichen
4
Basisfolie
5
PVD-Beschichtung
6
Oberflächenhärtungsschicht
7
Rahmen
8
Lichtquelle
9
Umfeld
10
Lichtquelle


Anspruch[de]
Tastenkopf für eine Drucktaste insbesondere eines Tastschalters, mit einer transparenten Trägerfolie, auf deren einer Beobachterseite abgewandten Seite durch eine Farbschicht ein Zeichen oder Symbol aufgebracht ist und die an ihrer der Beobachterseite abgewandten Seite mit einem Basisteil verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil transparent ausgebildet und auf seiner der Trägerfolie (1) abgewandten Seite mit einer Hintergrundbeschichtung versehen ist. Tastenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung eine zur Beobachterseite reflektive Beschichtung ist. Tastenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung eine zur Beobachterseite transflektive Beschichtung ist. Tastenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung eine zur Beobachterseite transluzente Beschichtung ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung eine PVD-Beschichtung (physical vapor deposition Beschichtung) (5) ist. Tastenkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung eine Druckbeschichtung, insbesondere eine Siebdruckbeschichtung ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergrundbeschichtung farbig ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das transparente Basisteil eine Basisfolie (4) ist. Tastenkopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisfolie (4) auf die Trägerfolie (1) aufkaschiert ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie und/oder die Basisfolie eine Dicke zwischen 0,05 mm und 2 mm, insbesondere zwischen 0,1 mm und 1,0 mm aufweist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie (1) und/oder die Basisfolie (4) aus Policarbonat besteht. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Trägerfolie aufgebrachte Farbschicht eine Druckschicht, insbesondere eine Siebdruckschicht ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeichen oder Symbol durch eine entsprechende Aussparung der die Fläche der Trägerfolie bedeckenden Farbschicht gebildet ist. Tastenkopf nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeichen (3) oder Symbol durch die Farbschicht gebildet ist und das Umfeld (9) des Zeichens (3) und Symbols farbschichtfrei ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Trägerfolie auf der Beobachterseite eine Schutzschicht aufweist. Tastenkopf nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht eine Oberflächenhärtungsschicht (6) ist. Tastenkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rahmen (7) das Basisteil und die Trägerfolie (1) an ihrem radial umlaufenden Rand umschließt. Tastenkopf nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen aus einem nicht durchleuchtbaren Werkstoff besteht. Tastenkopf nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) aus einem schwarzen Werkstoff besteht. Tastenkopf nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) ein an den umlaufenden Rand von Basisteil und Trägerfolie (1) angespritztes Spritzgussteil aus einem Kunststoff ist. Tastenkopf nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) auf der der Beobachterseite abgewandten Seite schachtartig über die Ebene des Basisteil hervorsteht.






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