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Dokumentenidentifikation DE102006022229A1 12.04.2007
Titel Kraftfahrzeug mit einem Kofferraum
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Schulze, Hilmar, 39365 Marienborn, DE;
Lohmann, Bernhard, 38518 Gifhorn, DE;
Erler, Bernd, 38524 Sassenburg, DE;
Brenzinger, Robert, 25474 Hasloh, DE
DE-Anmeldedatum 12.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022229
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/00(2006.01)A, F, I, 20060512, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 5/04(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Aufgabe, ein Kraftfahrzeug mit einem Kofferraum (5) zu schaffen, der seinerseits im Hinblick auf den Stand der Technik einfacher herzustellen und zu montieren ist sowie eine größtmögliche Ausnutzung des freien Bauraums gestattet, wird im Wesentlichen dadurch gelöst, dass der Kofferraum (5) durch ein weitestgehend einteiliges sowie selbsttragendes topf- oder schüsselförmiges Anbauteil gebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einem Kofferraum mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Der Kofferraum eines Kraftfahrzeugs ist herkömmlich durch eine Mehrzahl von einzelnen Bauelementen gebildet. Im Wesentlichen ist dabei eine sogenannte Reserveradmulde, die ihrerseits aus Blech oder Kunststoff bestehen kann, in eine Öffnung im Bodenblech der Kraftfahrzeugkarosserie eingesetzt und stützt sich über abgestellte Flansche am Bodenblech ab. Die Befestigung der Reserveradmulde am Bodenblech erfolgt überwiegend stoffschlüssig durch Schweißung oder Klebung bzw. mittels mechanischer Befestigungselemente, beispielsweise Verastungen (EP 501 040 A1, DE 195 17 018 B4). Ferner ist es bekannt, die Reserveradmulde mittels abgestellter Flansche an gegenüberliegenden Längsträgern abzustützen (DE 101 47 620 A1).

An besagte Reserveradmulde bzw. an das dieselbe aufnehmende Bodenblech schließen sich Wandelemente an, die ihrerseits mit der Reserveradmulde bzw. dem Bodenblech und untereinander vorzugsweise durch Schweißung verbunden sind. Der so gebildete und nach oben offene Hohlraum in Form eines Kofferraums ist mittels einer Kofferraumklappe abdeckbar.

Die Erstellung einer solchen Kofferraumstruktur ist durch die Vielzahl der miteinander zu verbindenden Bauteile aufwendig und demgemäß kostenintensiv. Hier setzt die nachfolgend beschriebene Erfindung an.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftfahrzeug mit einem Kofferraum zu schaffen, der seinerseits im Hinblick auf den Stand der Technik einfacher herzustellen und zu montieren ist, sowie eine größtmögliche Ausnutzung des freien Bauraums gestattet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Kofferraum durch ein weitestgehend einteiliges sowie selbsttragendes topf- oder schüsselförmiges Anbauteil gebildet ist.

Durch diese Maßnahme werden eine Vielzahl von herkömmlich benötigten Einzelteilen, die letztlich zu einem Kofferraum montiert bzw. verbunden werden müssen, vermieden: Es ist sozusagen ein separates weitestgehend komplettes Kraftfahrzeugmodul in Form eines Kofferraummodules geschaffen, welches nur noch mit der Kraftfahrzeugkarosserie verbunden werden muss. Durch die maßgebliche Verringerung von Einzelteilen und demgemäß auch von Einzeltoleranzen sind weit bessere Fugenmaße zwischen dem Kofferraum und benachbarten Bauteilen erzielbar, welches obendrein mit einer Einsparung von Fertigungs- und Montagezeit einhergeht.

Wie die Erfindung weiter vorsieht, ist der Kofferraum wenigstens abschnittsweise mit seinem Boden auf zumindest einem tragenden Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie aufgesetzt und mit demselben fest verbunden. Weiter wird vorgeschlagen, dass das zumindest eine tragende Bauteil durch einen Längsträger, ein Querelement, wie einen Querträger, ein Verbindungselement oder ein sonstiges geeignetes tragendes Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie gebildet ist. Des Weiteren kann der Kofferraum wenigstens abschnittsweise mit seiner Wandung gegen zumindest ein Querelement der Kraftfahrzeugkarosserie angesetzt und mit demselben fest verbunden sein, wobei das Querelement durch eine Querwand und/oder einen Querträger gebildet sein kann. Vorzugsweise ist der Kofferraum mit dem tragenden Bauteil und/oder dem Querelement der Kraftfahrzeugkarosserie großflächig durch Klebung oder auch durch Schweißung fest verbunden. Jedoch kann es auch angezeigt sein, an sich bekannte mechanische Befestigungselemente vorzusehen. Der Kofferraum besteht aufgrund der guten Verarbeitbarkeit vorzugsweise aus Kunststoff, wobei jedoch auch ein einstückiger Kofferraum aus Blech, beispielsweise Leichtmetallblech, oder aus einem Verbundwerkstoff durch die Erfindung mit erfasst ist. Wie die Erfindung noch vorsieht, können der Boden und/oder die Wandung des Kofferraums ein oder mehrere Formschlussaufnahmen für besagtes tragendes Bauteil und/oder Querelement aufweisen, wodurch eine erhöhte Steifigkeit des Kofferraums und demgemäß auch der Kraftfahrzeugkarosserie an sich erzielbar ist. Weiterhin können der Boden und/oder die Wandung des Kofferraums ein oder mehrere durch Materialumformung realisierte Versteifungsmittel, wie Sicken, Stege, Materialanhäufungen und/oder dgl. mehr, aufweisen. Wie die Erfindung noch vorsieht, können Wandabschnitte der Wandung und/oder der Boden des Kofferraums ein oder mehrere Versteifungsmittel in Form von separat hergestellten und mit der Wandung und/oder dem Boden fest verbindbaren oder in die Wandung und/oder den Boden integrierten Verstrebungen aufweisen. Weiter ist vorgesehen, dass wenigstens der querverlaufende, fahrzeugfrontseitige Wandabschnitt der Wandung vermittels einer oder mehrerer Verstrebungen versteift ist. Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind sich kreuzende Verstrebungen zur Versteifung vorgesehen. Ebenso wird es als vorteilhaft erachtet, eine horizontal verlaufende Verstrebung zumindest im oberen Randbereich wenigstens des querverlaufenden, fahrzeugfrontseitigen Wandabschnittes der Wandung vorzusehen. In besonders vorteilhafter Weise kann der querverlaufende, fahrzeugfrontseitige Wandabschnitt der Wandung ein Querelement der Kraftfahrzeugkarosserie in Form einer Querwand ausbilden und mit benachbarten Karosseriebauteilen derselben fest verbunden sein. Es kann sich auch als zweckmäßig erweisen, wenn Verstrebungen zumindest eines Wandabschnittes der Wandung und/oder des Bodens derart verlängert ausgebildet sind, dass deren Endabschnitte in benachbarte Wand- und/oder Bodenbereiche des Kofferraums und/oder Bereiche benachbarter Karosseriebauteile hineinreichen und mit diesen fest verbindbar oder verbunden sind. Fernerhin kann der Boden des Kofferraums sich nicht nur in einer sondern auch über mehrere Ebenen erstrecken, wodurch eine verbesserte Ausnutzung des freien Bauraums gestattet ist. In Weiterbildung der Erfindung können in den Kofferraum in Form eines weitestgehend einteiligen sowie selbsttragenden topf- oder schüsselförmiges Anbauteils ein Schlosskasten für ein Heckklappenschloss und/oder Leuchten-Aufnahmen integriert sein. Dem Schlosskasten kann ferner ein Schlossverstärkungselement zuordenbar und mit dem Kofferraum respektive dem Schlosskasten desselben vermittels mechanischer Befestigungsmittel oder durch Klebung fest verbindbar oder in die Wandung des Kofferraums oder Schlosskastens eingegossen sein. Schließlich wird vorgeschlagen, dass dem Rand des Kofferraums eine vorzugsweise einstückig ausgebildete Dichtung zugeordnet ist, auf welcher eine Kofferraumklappe auflegbar ist. Die Dichtung ist dabei vorzugsweise auf einen senkrecht zur besagten Kofferraumklappe ausgerichteten Flansch aufgesteckt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 die perspektivische Ansicht einer Kraftfahrzeugkarosserie mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kofferrraum von hinten-links betrachtet,

2 die perspektivische Ansicht der Kraftfahrzeugkarosserie nach 1 mit einem Kofferraum in einer vorteilhaften Ausgestaltung, und

3 die perspektivische Ansicht einer Kraftfahrzeugkarosserie mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Kofferraum in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung von vorn-links betrachtet.

Die 1 und 2 zeigen zunächst äußerst schematisch den hinteren Bereich des Rohbaues einer Kraftfahrzeugkarosserie 1 in an sich bekannter profilorientierter Bauweise, vorliegend eines Kraftfahrzeugs mit einem nicht näher gezeigten Mittelmotor.

Besagte Kraftfahrzeugkarosserie 1 setzt sich im Wesentlichen aus Längsträgern 2, dieselben miteinander verbindenden Querelementen 3 sowie hier nicht näher gezeigten Säulenelementen zusammen, wobei die Querelemente 3 durch Querträger 3' und/oder Querwände 3'' gebildet sein können. Die Verbindung der einzelnen Bauteile untereinander zu besagtem Karosserierohbau kann bekanntermaßen durch Schweißung, Klebung und/oder vermittels an sich bekannter mechanischer Befestigungselemente bewerkstelligt sein. Des Weiteren sind diverse an sich bekannte Verbindungselemente 4, wie beispielsweise Knotenschuhe 4' und Knotenbleche 4'', vorgesehen, die ihrerseits zu einer besonders starr ausgebildeten Karosseriestruktur führen.

Wie bereits oben ausgeführt, setzt sich die Kofferraumstruktur herkömmlich aus einer Mehrzahl von miteinander zu verbindenden Einzelteilen zusammen. So beispielsweise aus einer in einem Bodenblech eingelassenen Reserveradmulde, an welche sich Seitenwände anschließen, wodurch ein den Kofferraum ausbildender, nach oben offener Hohlraum geschaffen ist (nicht näher gezeigt).

Um dem Problem der erhöhten Herstellungs- und Montagekosten zu begegnen, ist der Kofferraum 5 nunmehr durch ein weitestgehend einteiliges sowie selbsttragendes topf- oder schüsselförmiges Anbauteil gebildet, welches demgemäß als sogenanntes Kofferraummodul mit dem Rohbau der Kraftfahrzeugkarosserie 1 fest verbunden werden kann.

Vorzugsweise besteht besagter Kofferraum 5 aus einem geeigneten Kunststoff, der sich bekanntermaßen, beispielsweise nach einem an sich bekannten Spritzgießverfahren, einfach und kostengünstig zu dem einteiligen Kofferraum 5 verarbeiten und hinsichtlich seiner Werkstoffeigenschaften an die jeweiligen Betriebsbedingungen anpassen lässt. Selbstverständlich kann es auch angezeigt sein, denselben beispielsweise nach einem an sich bekannten Tiefziehverfahren aus Blech, z.B. aus Leichtmetall- oder auch aus Stahlblech, oder aus einem geeigneten an sich bekannten Verbundwerkstoff herzustellen.

Wie den 1 und 2 weiter zu entnehmen ist, ist der Kofferraum 5 respektive das Kofferraummodul mit dem Boden 6 auf tragende Bauteile der Kraftfahrzeugkarosserie 1, vorliegend beidseitig je auf einen den Längsträger 2 mit einem Querelement 3 verbindenden Verbindungselement 4 nach Art eines Knotenbleches 4'' aufgesetzt und mit diesem fest verbunden, wobei das Querelement 3 aus einem oberen und einem unteren Querträger 3' sowie einer Querwand 3'' gebildet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Boden 6 des Kofferraums 5 mit den Verbindungselementen 4 großflächig verklebt. Jedoch besteht auch die Möglichkeit und ist durch die Erfindung demgemäß mit erfasst, ein aus Metall gefertigtes Kofferraummodul mit dem tragenden Bauteil zu verschweißen und/oder an sich bekannte mechanische Befestigungselemente zur festen, jedoch lösbaren Befestigung des Kofferraummoduls an der Kraftfahrzeugkarosserie 1 zur Anwendung zu bringen (nicht näher dargestellt).

Das vorliegende Ausführungsbeispiel stellt auf tragende Bauteile in Form von Knotenblechen 4'' ab. Für einen Fachmann sicherlich leicht nachvollziehbar, kann der einteilige Kofferraum 5 respektive das Kofferraummodul auch auf zumindest einen der Längsträger 2, vorzugsweise auf beiden, und/oder auf ein hier nicht näher dargestelltes Querelement 3, wie einen Querträger 3', aufgesetzt und mit demselben fest verbunden sein.

Zur Erzielung einer besonders festen Verbindung zwischen dem einteiligen Kofferraum 5 respektive dem Kofferraummodul und dem Rohbau der Kraftfahrzeugkarosserie 1, bietet es sich an, zusätzlich zu vorstehender Maßnahme die Wandung 7 des Kofferraums 5 gegen zumindest ein Querelement 3 der Kraftfahrzeugkarosserie 1 anzusetzen und mit demselben fest zu verbinden.

Vorliegend ist besagte Wandung 7 an eine die Motorrückwand des Kraftfahrzeugs ausbildende Querwand 3'' mit Querträgern 3' angesetzt und mit denselben fest verbunden. Auch hier wird eine großflächige Verbindung durch Klebung favorisiert, jedoch sind jedwede anderen geeigneten Fügeverfahren ebenfalls mit erfasst.

Um die feste Verbindung zwischen dem einteiligen Kofferraum 5 respektive dem Kofferraummodul und dem Rohbau der Kraftfahrzeugkarosserie 1 noch weiter zu verbessern, besteht ferner die Möglichkeit, den Boden 6 und/oder die Wandung 7 mit nicht näher gezeigten Formschlussaufnahmen, beispielsweise in Form von Einbuchtungen, in die die betreffenden tragenden Bauteile bzw. Abschnitte derselben formschlüssig eindringen, auszubilden. Ebenso können der Boden 6 und/oder die Wandung 7 auch ein oder mehrere durch Materialumformung realisierte Versteifungsmittel, wie beispielsweise Sicken, Stege, Materialanhäufungen und/oder dgl. mehr, aufweisen, um die Steifigkeit des Kofferraums 5 und somit auch der Kraftfahrzeugkarosserie 1 zu erhöhen (nicht näher dargestellt).

Im Rahmen umfangreicher Versuche hat es sich auch als vorteilhaft erwiesen, Wandabschnitte 7' der Wandung 7 und/oder den Boden 6 des Kofferraums 5 mit einem oder mehreren Versteifungsmitteln in Form von separat hergestellten und mit der Wandung 7 und/oder dem Boden 6 fest verbindbaren oder in die Wandung 7 und/oder den Boden 6 integrierten Verstrebungen 11, 12 zu versehen.

3 zeigt beispielgebend einen derartig ausgebildeten Wandabschnitt 7', vorliegend den querverlaufenden, fahrzeugfrontseitigen Wandabschnitt 7', welcher mittels sich kreuzender Verstrebungen 11 versteift ist.

Oberhalb besagter überkreuz angeordneter Verstrebungen 11, vorzugsweise im Randbereich des querverlaufenden, fahrzeugfrontseitigen Wandabschnittes 7', kann ferner eine horizontal verlaufende Verstrebung 12 angeordnet sein, um die Steifigkeit des besagten Wandabschnittes 7' noch weiter zu erhöhen und ggf. eine komfortable Anbindung an benachbarte Karosseriebauteile zu schaffen (gestrichelt gezeichnet).

Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf vorstehende Anordnung von Verstrebungen 11, 12 im Bereich des querverlaufenden, fahrzeugfrontseitigen Wandabschnittes 7', sondern umfasst jedwede denkbare Anordnung derartiger Verstrebungen 11, 12 im Bereich der gesamten Wandung 7 und des Bodens 6 des Kofferraums 5 zur Versteifung desselben.

Die besagten Verstrebungen 11, 12 können aus Metall und/oder Kunststoff bestehen und mit dem einteiligen Kofferraum 5 sowohl stoffschlüssig (Klebung, Schweißung) als auch mittels an sich bekannter und demgemäß hier nicht näher gezeigter mechanischer Befestigungsmittel fest verbunden sein. Ebenso können besagte Verstrebungen 11, 12 auch in die Wandung 7 integriert, beispielsweise bei einem Kofferraummodul aus Kunststoff, in die Wandung 7 eingegossen bzw. eingespritzt sein.

Eine erhöhte Steifigkeit sowohl des Kofferraums 7 bzw. Kofferraummoduls als auch der gesamten Kraftfahrzeugkarosserie 1 kann auch erzielt werden, indem die Verstrebungen 11, 12 derart verlängert ausgebildet sind, dass deren Endabschnitte in benachbarte Wand- und/oder Bodenbereiche des Kofferraums 5 und/oder Bereiche benachbarter Karosseriebauteile hineinreichen und mit diesen fest verbindbar oder verbunden sind (nicht näher dargestellt).

Gemäß 3 kann des Weiteren der querverlaufende, fahrzeugfrontseitige Wandabschnitt 7' der Wandung 7 auch selbst das Querelement 3 der Kraftfahrzeugkarosserie 1 ausbilden, wobei insbesondere die Verstrebungen 11 und/oder 12 fest mit benachbarten Karosseriebauteilen, wie Längsträgern und/oder Säulenelementen, verbunden sind.

Durch eine derartige Ausbildung des einteiligen Kofferraums 5 sind herkömmliche karosseriefeste Querelemente 3, wie sie den 1 und 2 zu entnehmen sind, entbehrlich, woraus eine Gewichtsreduktion und insbesondere auch Kostenersparnisse zu verzeichnen sind.

Ist besagter Kofferraum 5 lösbar mit der Kraftfahrzeugkarosserie 1 verbunden, gestattet dieser beispielsweise im Schadensfall bei einem Kraftfahrzeug mit Mittelmotor eine verbesserte Zugänglichkeit zum Motorraum, da allein durch die Demontage des einteiligen Kofferraums 5 gleichzeitig das Querelement 3 respektive die Motorrückwand demontiert wird.

Gemäß den 1 bis 3 erstreckt sich der Boden 6 des Kofferraums 5 zwischen den beiden Längsträgern 2 innerhalb einer Ebene. Vorstellbar ist es jedoch auch, dass der Boden 6 sich über mehrere Ebenen erstreckt, indem derselbe beispielsweise stufenförmig ausgebildet ist und/oder sich bis unter die Ebene der Knotenbleche 4'' und/oder Längsträger 2 erstreckt, wodurch etwaiger freier Bauraum auch unterhalb der Ebene der Knotenbleche 4'' und Längsträger 2 vorteilhaft ausgenutzt werden kann (nicht näher dargestellt).

Die 1 und 2 zeigen ferner einen Kofferraum 5, in welchem ein Schlosskasten 8 für ein Heckklappenschloss bereits integriert ist und welches besonders einfach und kostengünstig während der Ausbildung eines Kofferraums 5 aus Kunststoff nach einem Spritzgießverfahren herzustellen ist. Ein etwaige erforderliches Schlossverstärkungselement aus Metall kann mit dem Kofferraum 5 respektive mit dem Schlosskasten 8 desselben vermittels mechanischer Befestigungselemente oder durch Klebung fest verbunden werden (nicht näher dargestellt). Ebenso ist es auch denkbar, besagtes Schlossverstärkungselement in die Wandung 7 des Kofferraums 5 bzw. des Schlosskastens 8 bereits einzugießen.

Aus 2 sind weiterhin Leuchten-Aufnahmen 9 zu entnehmen, die ihrerseits einteilig mit dem Kofferraum 5 ausgebildet, sozusagen in denselben integriert sind. Eine derartige Ausbildung des Kofferraums 5 bietet sich insbesondere an, wenn dieser aus Kunststoff und beispielsweise nach einem Spritzgießverfahren hergestellt ist.

Dem Rand des Kofferraums 5 ist eine hier nicht näher gezeigte, vorzugsweise einstückig ausgebildete Dichtung zugeordnet, auf welcher eine ebenfalls nicht näher gezeigte Kofferraumklappe ablegbar ist. Die Dichtung wird dabei vorzugsweise auf einen senkrecht zur besagten Kofferraumklappe ausgerichteten umlaufenden Flansch 10 des Kofferraums 5 aufgesteckt, wodurch Undichtigkeiten nahezu ausgeschlossen werden können.

1
Kraftfahrzeugkarosserie
2
Längsträger
3
Querelement
3'
Querträger
3''
Querwand
4
Verbindungselement
4'
Knotenschuh
4''
Knotenblech
5
Kofferraum
6
Boden (Kofferraum 5)
7
Wandung (Kofferraum 5)
7'
Wandabschnitt
8
Schlosskasten
9
Leuchten-Aufnahmen
10
Flansch (Kofferraum 5)
11
Verstrebung
12
Verstrebung


Anspruch[de]
Kraftfahrzeug mit einem Kofferraum (5), wobei der Kofferraum (5) durch ein weitestgehend einteiliges sowie selbsttragendes topf- oder schüsselförmiges Anbauteil gebildet ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kofferraum (5) wenigstens abschnittsweise mit seinem Boden (6) auf zumindest einem tragenden Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie (1) aufgesetzt und mit demselben fest verbunden ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine tragende Bauteil durch einen Längsträger (2), ein Querelement (3), wie einen Querträger (3'), ein Verbindungselement (4) oder ein sonstiges geeignetes tragendes Bauteil der Kraftfahrzeugkarosserie (1) gebildet ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kofferraum (5) wenigstens abschnittsweise mit seiner Wandung (7) gegen zumindest ein Querelement (3) der Kraftfahrzeugkarosserie (1) angesetzt und mit demselben fest verbunden ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Querelement (3) durch eine Querwand (3'') und/oder einen Querträger (3') gebildet ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kofferraum (5) mit dem tragenden Bauteil und/oder dem Querelement (3) der Kraftfahrzeugkarosserie (1) großflächig durch Klebung, durch Schweißung und/oder mittels mechanischer Befestigungselemente fest verbunden ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kofferraum (5) aus Kunststoff, aus Blech oder aus einem Verbundwerkstoff besteht. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) und/oder die Wandung (7) des Kofferraums (5) ein oder mehrere Formschlussaufnahmen für besagtes tragendes Bauteil und/oder Querelement (3) aufweisen. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) und/oder die Wandung (7) des Kofferraums (5) ein oder mehrere durch Materialumformung realisierte Versteifungsmittel, wie Sicken, Stege, Materialanhäufungen und/oder dgl. mehr, aufweisen. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Wandabschnitte (7') der Wandung (7) und/oder der Boden (6) des Kofferraums (5) ein oder mehrere Versteifungsmittel in Form von separat hergestellten und mit der Wandung (7) und/oder dem Boden (6) fest verbindbaren oder in die Wandung (7) und/oder den Boden (6) integrierten Verstrebungen (11, 12) aufweisen. Kraftfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der querverlaufende, fahrzeugfrontseitige Wandabschnitt (7') der Wandung (7) vermittels einer oder mehrerer Verstrebungen (11, 12) versteift ist. Kraftfahrzeug nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich kreuzende Verstrebungen (11) zur Versteifung vorgesehen sind. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine horizontal verlaufende Verstrebung (12) zumindest im oberen Randbereich wenigstens des querverlaufenden, fahrzeugfrontseitigen Wandabschnittes (7') der Wandung (7) angeordnet ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der querverlaufende, fahrzeugfrontseitige Wandabschnitt (7') der Wandung (7) ein Querelement (3) der Kraftfahrzeugkarosserie (1) ausbildet und mit benachbarten Karosseriebauteilen derselben fest verbunden ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Verstrebungen (11, 12) zumindest eines Wandabschnittes (7') der Wandung (7) und/oder des Bodens (6) derart verlängert ausgebildet sind, dass deren Endabschnitte in benachbarte Wand- und/oder Bodenbereiche des Kofferraums (5) und/oder Bereiche benachbarter Karosseriebauteile hineinreichen und mit diesen fest verbindbar oder verbunden sind. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (6) des Kofferraums (5) sich in einer oder über mehrere Ebenen erstreckt. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kofferraum (5) in Form eines weitestgehend einteiligen sowie selbsttragenden topf- oder schüsselförmiges Anbauteils ein Schlosskasten (8) für ein Heckklappenschloss und/oder Leuchten-Aufnahmen (9) integriert sind. Kraftfahrzeug nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schlosskasten (8) ein Schlossverstärkungselement zuordenbar und mit dem Kofferraum (5) respektive dem Schlosskasten (8) desselben vermittels mechanischer Befestigungsmittel oder durch Klebung fest verbindbar oder in die Wandung (7) des Kofferraums (5) oder Schlosskastens (8) eingegossen ist. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass dem Rand des Kofferraums (5) eine vorzugsweise einstückig ausgebildete Dichtung zugeordnet ist, auf welcher eine Kofferraumklappe auflegbar ist, wobei die Dichtung vorzugsweise auf einen senkrecht zur besagten Kofferraumklappe ausgerichteten Flansch (10) aufgesteckt ist.






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