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Dokumentenidentifikation DE102006039270A1 12.04.2007
Titel Einstellbare Pedalanordnung
Anmelder Korea Automotive Technology Institute, Chungnam, KR
Erfinder Song, Se-il, Seoul, KR;
Park, Jungwon, Chungnam, KR;
Lee, Dongwon, Chungnam, KR
Vertreter Flügel Preissner Kastel Schober, 80335 München
DE-Anmeldedatum 22.08.2006
DE-Aktenzeichen 102006039270
Offenlegungstag 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60K 26/00(2006.01)A, F, I, 20060822, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60T 7/06(2006.01)A, L, I, 20060822, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine einstellbare/verstellbare Pedal-Anaordnung mit einem Pedal-Arm, der scharnierartig an einer Halterung montiert ist, einem Pedalteil, das an einem Endbereich des Pedal-Arms angeordnet ist, einer Getriebeanordnung, die fest an dem Pedal-Arm montiert ist, und ein Antriebsmittel zum Antreiben der Getriebeanordnung. Die Getriebeanordnung weist ein erstes Getriebeteil zum Aufnehmen einer Antriebskraft des Antriebsmittels und ein zweites Getriebeteil auf, das sich mit dem ersten Getriebeteil in Eingriff befindet, um die Getriebeanordnung gemäß einer Antriebsrichtung des ersten Getriebeteils zu bewegen und dadurch eine Position des Pedal-Arms zu ändern.

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine einstellbare Pedalanordnung und insbesondere eine Pedalanordnung, bei welcher die Position einer Bremspedalanordnung und eine Gaspedalanordnung, die zum Fahren eines Fahrzeugs verwendet werden, einstellbar ist.

Technischer Hintergrund

Allgemein ist ein durch den Fahrer trittbetätigtes Pedal an einem Endbereich einer Pedalanordnung eines Fahrzeugs angebracht, wobei es häufig nötig ist, eine relative Position zwischen Pedal und Fahrer abhängig von der Körpergröße des Fahrers zu ändern. Dazu wird normalerweise die Sitzposition des Fahrers nach vorne oder nach hinten verstellt. Das heißt, bei einem zu großen Abstand zwischen dem Pedal und dem Fahrer wird der Sitz nach vorne und bei einem zu geringen Abstand zwischen dem Pedal und dem Fahrer nach hinten bewegt, wodurch die Einstellung der relativen Position zwischen dem Pedal und dem Fahrer erfolgt.

Wenn jedoch der Abstand zwischen dem Fahrer und dem Lenkrad des Fahrzeugs zu gering ist, kann sich bei einem Unfall ein Sicherheitsproblem für den Fahrer oder die Fahrerin ergeben. Insbesondere bei Ausstattung des Fahrzeugs mit einem Airbag besteht ernsthafte Verletzungsgefahr, da der Airbag den Fahrer trifft, ehe eine angemessene Reduzierung des Expansionsdrucks des Airbags erfolgt.

Angesichts dieses Problems wurde eine einstellbare Pedalanordnung entwickelt, um die relative Position zwischen dem Pedal und dem Fahrer einzustellen, indem lediglich die Position des Bremspedals oder des Gaspedals verstellt wird, ohne die Sitzposition zu ändern. In der Zwischenzeit sind einige der Fahrzeuge, die hergestellt werden, mit einer solchen Pedalanordnung ausgestattet.

Die einstellbare Pedalanordnung, die entwickelt wurde und nunmehr auf dem Markt ist, ist jedoch äußerst kompliziert gebaut und unterliegt Einschränkungen hinsichtlich des Einbaus und des Betätigungsraums; darüber hinaus hat diese Anordnung zu viele Komponenten und unterliegt daher Problemen wie einem instabilen Betrieb, einer schlechten Lebensdauer, einer schwierigen Montage etc.

Das US-Patent Nr. 6,453,767 beschreibt zum Beispiel eine einstellbare Pedalvorrichtung. Gemäß dem US-Patent Nr. 6,453,767 ist eine Halterung an einem Pedalarm befestigt, und die relative Position zwischen der Halterung und dem Pedalarm wird durch den Betrieb einer Getriebeanordnung, die an der Halterung montiert ist, eingestellt/verstellt, so dass die Position des Pedals eingestellt/verstellt werden kann. Ein Problem dieser Konstruktion ist jedoch die Halterung, die ein unverzichtbares Bauteil ist, so dass dadurch das gesamte System ein größeres Volumen einnimmt.

Übersicht der Erfindung

Die vorliegende Erfindung wurde angesichts der vorgenannten Probleme gemacht, und es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine einstellbare/verstellbare Pedalanordnung zu schaffen, die einfach aufgebaut ist, einfach zu installieren ist, keine nennenswerte räumliche Einschränkung in Bezug auf ihren Einbauraum hat, eine verbesserte Lebensdauer hat, geringere Herstellungskosten hat und einen exakten Betrieb sicherstellt.

Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird erfindungsgemäß eine einstellbare Pedalanordnung geschaffen, umfassend einen Pedalarm, der an einer Halterung angelenkt ist, ein an einem Endbereich des Pedalarms angeordnetes Pedalteil, eine Getriebeanordnung, die fest an dem Pedalarm montiert ist, und Antriebsmittel für den Antrieb der Getriebeanordnung, wobei die Getriebeanordnung ein erstes Getriebeteil für die Aufnahme einer Antriebskraft des Antriebsmittels und ein zweites Getriebeteil aufweist, das sich mit dem ersten Getriebeteil in Eingriff befindet und das die Getriebeanordnung gemäß einer Antriebsrichtung des ersten Getriebeteils bewegt, um dadurch eine Position des Pedalarms zu ändern.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Getriebeanordnung kann eine Zahnradgetriebeanordnung mit einem ersten Zahnradteil und einem zweiten Zahnradteil sein.

Das erste Getriebeteil ist vorzugsweise ein Schneckenrad, das zweite Getriebeteil weist vorzugsweise ein mit dem Schneckenrad im Eingriff stehendes Ritzel und eine sich mit dem Ritzel in Eingriff befindende Verstellspindel auf, und die Getriebeanordnung wird vorzugsweise durch die Aufnahme eines seitlichen Drucks von dem Ritzel bewegt.

Gemäß einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist, sofern die Pedal-Anordnung ein Bremspedal ist, die Verstellspindel vorzugsweise mit einer Schubstange verbunden. Bei einem Gaspedal hingegen erfolgt die Verbindung der Verstellspindel vorzugsweise derart, dass sie die Betätigung eines Gaszugs zulässt. Die Schubstange und die Verstellspindel sind vorzugsweise mittels eines Drehgelenks miteinander verbunden.

Im Falle des Gaspedals umfasst die Pedalanordnung ferner bevorzugt ein durch ein Drehgelenk mit der Verstellspindel schwenkbar verbundenes Gestänge, ein Gaspedal-Gleitteil, das durch eine Betätigung des Gestänges verschoben wird und das mit dem Gaszug verbunden ist, und ein Führungselement zum Führen der Gleitbewegung des Gaspedal-Gleitteils.

Vorzugsweise ist das Führungselement mit einer an diesem ausgebildeten bogenförmigen Nut zum Führen des Gaspedal-Gleitteils versehen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Diese und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den anliegenden Zeichnungen. Darin zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Pedalanordnung;

2 eine perspektivisches Explosionsansicht einer Getriebeanordnung, insbesondere Zahnrad-Anordnung, gemäß vorliegender Erfindung;

3 eine geschnittene Seitenansicht zur Darstellung des jeweiligen Zustands vor und nach einer Positionseinstellung bei Anwendung der vorliegenden Erfindung auf ein Bremspedal;

4 eine geschnittene Seitenansicht zur Darstellung des jeweiligen Zustands vor und nach einer Positionseinstellung einer Schubstange einer Bremse und der Getriebeanordnung der in 3 dargestellten Pedalanordnung;

5 eine Ansicht zur Darstellung einer Verbindungskonstruktion der Schubstange, eines Bremspedal-Arms und der Getriebeanordnung bei Anwendung der vorliegenden Erfindung auf das Bremspedal;

6 eine geschnittene Seitenansicht zur Darstellung des jeweiligen Zustands vor und nach einer Positionseinstellung bei Anwendung der vorliegenden Erfindung auf ein Gaspedal;

7 eine geschnittene Seitenansicht zur Darstellung des jeweiligen Zustands vor und nach der Positionseinstellung eines Gestänges und der Getriebeanordnung der in 6 gezeigten Pedalanordnung;

8 eine Ansicht einer Verbindungskonstruktion eines Gaspedal-Führungselements, eines Gaspedal-Gleitteils, des Gestänges, der Getriebeanordnung und eines Gaspedalarms;

9 eine Konstruktionsdarstellung des Gaspedal-Gleitteils und des Führungselements und

10 eine Konstruktionsdarstellung eines Anschlags oder Stoppers zur Begrenzung eines Betätigungsbereichs des Gaspedals.

Detailbeschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Die vorliegende Erfindung wird nachstehend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, die in den anliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert.

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Pedalanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die linke Seite von 1 zeigt ein Beispiel, in dem die vorliegende Erfindung auf eine Bremspedalanordnung angewandt ist, wohingegen die rechte Seite von 1 ein Beispiel zeigt, in dem die Erfindung auf eine Gaspedalanordnung angewandt ist.

Im Folgenden wird zunächst die Bremspedalanordnung beschrieben. Die erfindungsgemäße Bremspedalanordnung ist für eine Befestigung an einer an einem Rahmen eines Fahrzeugs festzulegenden Bremspedalhalterung 15 ausgelegt und hat einen Bremspedal-Arm 11b, der an der Bremspedalhalterung 15 angelenkt ist, ein Pedal 11a, das an einem Endabschnitt des Bremspedal-Arms 11b angeordnet ist, und eine Getriebeanordnung 12, die fest an dem Bremspedal-Arm 11b montiert ist.

2 ist ein perspektivisches Sprengbild der Getriebeanordnung 12. Die Getriebeanordnung 12 umfasst ein Schneckenrad 12a, das von einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung mit einer Antriebskraft versorgt wird, ein mit dem Schneckenrad 12a kämmendes Ritzel 12b und eine Verstellspindel 12c, die mit dem Ritzel 12b in Eingriff ist. Das Schneckenrad 12a, das Ritzel 12b und die Verstellspindel 12c sind durch eine erste Seitenwand 12d und eine zweite Seitenwand 12e in der Getriebeanordnung 12 untergebracht. Die Verstellspindel 12c ragt von der zweiten Seitenwand 12e nach außen ab. Die erste und die zweite Seitenwand 12d und 12e sind miteinander verbunden. Eine derartige Konstruktion der Getriebeanordnung 12 kann in gleicher Weise sowohl auf die Bremspedal-Anordnung als auch auf die Gaspedal-Anordnung angewandt werden.

5 zeigt die Relation zwischen dem Bremspedal-Arm 11b, der Getriebeanordnung 12 und einer Schubstange 14 der Bremspedal-Anordnung im verbundenen Zustand. Vorzugsweise sind beide Endabschnitte der Schubstange 14 durch ein Drehgelenk mit der Getriebeanordnung 12 auf solche Weise verbunden, dass sie in der Drehung über einen Freiheitsgrad verfügen. Der Grund dafür ist die Verhinderung des Auftretens des Phänomens eines mechanischen Gefüges, wenn eine Positionseinstellung der Bremspedal-Anordnung erfolgt. Die Getriebeanordnung 12 ist mit dem Bremspedal-Arm 11b zwangsverbunden, oder die Verbindung erfolgt mittels eines Bolzens 12f.

Im Folgenden wird die Konstruktion der Gaspedal-Anordnung beschrieben. Diese Konstruktion ist auf der rechten Seite von 1 und in den 6 bis 8 gezeigt.

Die Gaspedal-Anordnung ist an einer an einem Rahmen eines Fahrzeugs befestigten Gaspedal-Halterung 21 angelenkt. Anders als die Bremspedal-Anordnung, die an ihrem einen Ende an der Halterung angelenkt ist, ist die Gaspedal-Anordnung mittels einer Scharnierhalterung 21b-1 etwa in ihrem zentralen Bereich, nicht aber an einem Endbereich an der Gaspedal-Halterung 21 angelenkt. Die Scharnierhalterung 21b-1 ist an der Gaspedal-Halterung 21 befestigt.

Die Getriebeanordnung 12 ist direkt an einem Gaspedal-Arm 16b befestigt, wobei die Befestigungsmethode die gleiche ist wie bei der Bremspedal-Anordnung. Es ist jedoch ein Gestänge 18 mit einem Endabschnitt der Verstellspindel 12c verbunden. Ebenso ist das Gestänge mit einem Gleitteil 19 des Gaspedals verbunden. Das Gestänge 18 ist bevorzugt durch ein Drehgelenk mit der Verstellspindel 12c und mit dem Gleitteil 19 des Gaspedals verbunden. Ähnlich wie im Falle der Schubstange 14 soll dadurch das Phänomen eines mechanischen Gefüges verhindert werden.

Ein Gaszug (nicht dargestellt) ist mit dem Gleitteil 19 des Gaspedals verbunden, und die Gleitbewegung des Gleitteils 19 des Gaspedals wird durch ein Führungselement 20 gesteuert. Das Führungselement 20 ist mit Führungsnuten 20a-1 und 20a-2 versehen, die an dem Führungselement 20 entlang einer Bewegungsbahn des Gleitelements 19 des Gaspedals gebildet sind. Ferner ist das Führungselement 20 auch mit einem Stopper 20b versehen, um die Gleitbewegung des Gleitteils 19 des Gaspedals innerhalb eines angemessenen Bereichs zu begrenzen. Genauer ausgedrückt wird die Bewegung des Gleitteils 19 des Gaspedals durch die Halterung 21a begrenzt, wenn der Gaspedal-Arm 16 in einem vollständig geschlossenen Zustand ist und wenn der maximale Bewegungsbereich des Gaspedal-Arms 16b durch den Stopper 20b begrenzt wird, wie in 10 gezeigt, wenn durch die Betätigung des Gaspedal-Arms 16 eine Beschleunigung vorgenommen wird.

Um während der Beschleunigung einen einheitlichen Operationswinkel des Gestänges 18 beizubehalten und um eine vertikale Störkraft gegen die Führungsnuten, die zwischen dem Gaspedal-Führungselement 20 und dem Gaspedal-Gleitteil 19 entstehen kann, zu minimieren, sind die Führungsnuten 20a-1 und 20a-2 bogenförmig ausgebildet, wie das in 10 gezeigt ist. Eine Ausbildung der Führungsnuten an einem Scharnier 21b-1 des Pedal-Arms wird bevorzugt. Für den Fachmann ist es jedoch offensichtlich, dass in dem Schutzumfang der anliegenden Ansprüche vorliegender Erfindung jede beliebige Bogenform enthalten ist.

Nachstehend wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Pedalanordnung erläutert.

Zunächst wird die im Zuge der Änderung der relativen Position zwischen der Pedalanordnung und einem Fahrer bewirkte Betätigung der Pedalanordnung beschrieben. Da jedoch die Bremspedal-Anordnung und Gaspedal-Anordnung in ihrer Betriebsweise im wesentlichen übereinstimmen, wird lediglich der Betrieb bzw. die Betätigung der Bremspedal-Anordnung beschrieben.

Zur Einstellung/Verstellung der relativen Position zwischen der Bremspedal-Anordnung und dem Fahrer wird das mit dem Schneckenrad 12a verbundene Antriebsmittel betätigt. Das Antriebsmittel dreht das Schneckenrad 12a in Uhrzeigerrichtung oder entgegen der Uhrzeigerrichtung. 3 ist eine geschnittene Seitenansicht der Bremspedal-Anordnung vor und nach der Positionseinstellung, und 4 ist eine geschnittene Seitenansicht der Schubstange 14 und der Verstellspindel 12c vor und nach der Positionseinstellung. In den Zeichnungen ist der Zustand vor der Positionseinstellung anhand der fetten Linie und der Zustand nach der Positionseinstellung anhand der feinen Linie dargestellt.

Wenn das Antriebsmittel betätigt wird, wird das Schneckenrad 12a gedreht und das mit dem Schneckenrad 12a kämmende Ritzel 12b abhängig gedreht. Dabei vollzieht das Ritzel 12b eine translatorische Bewegung entlang einer axialen Richtung der Verstellspindel 12c durch eine gegenseitige Aktion mit der Verstellspindel 12c, die sich in das Ritzel 12b hinein vorschiebt und die erste Seitenwand 12d der Getriebeanordnung 12 mit Druck beaufschlagt. Das heißt, die Getriebeanordnung 12 wird bezogen auf das Fahrzeug in Rückwärtsrichtung bewegt, und das Bremspedal 11a, das an der Getriebeanordnung 12 befestigt ist, wird in Richtung auf den Fahrer bewegt. Wenn die erreichte Position des Bremspedals 11a als geeignet beurteilt wird, stoppt der Fahrer die Betätigung des Antriebsmittels, woraufhin eine neue Position des Bremspedals 11a eingestellt ist. Wünscht der Fahrer eine Positionsänderung des Bremspedals 11a in einer Richtung, in der das Bremspedal einen größeren Abstand zu dem Fahrer einnimmt, betätigt der Fahrer das Antriebsmittel in der entgegengesetzten Betriebsrichtung. Das Ritzel 12b übt dann Druck auf die zweite Seitenwand 12e der Getriebeanordnung 12 aus und bewegt die zweite Seitenwand 12e, so dass auf diese Weise die Position des Bremspedals 11a in der Richtung geändert wird, in der das Bremspedal 11a einen größeren Abstand von dem Fahrer einnimmt.

Während der Einstellung/Verstellung der Position der Bremspedal-Anordnung wird der Pedal-Arm 11b um eine Scharnierachse 15a-1 der Halterung 15 gedreht. Da aber die Getriebeanordnung 12 und der Pedal-Arm 11b fixiert sind, wie das vorstehend beschrieben wurde, behalten sie einen einheitlichen Winkel bei, so dass die Verbindungsstelle der Getriebeanordnung 12 und der Schubstange 14 die translatorische Bewegung in einer vertikalen Richtung des Fahrzeugs ausübt. Dabei stellt sich, wenn die Schubstange vollständig eingeengt ist, das bereits beschriebene Phänomen eines mechanischen Gefüges ein. Um dies zu verhindern, sind die Endbereiche der Schubstange 14 wie vorstehend beschrieben mittels des Drehgelenks mit der Getriebeanordnung verbunden, um der Schubstange 14 einen Grad an Drehfreiheit zu verschaffen.

Bei der Gaspedal-Anordnung wird bevorzugt, dass beide Endabschnitte des Gestänges mittels des Drehgelenks mit der Getriebeanordnung verbunden sind, um das Phänomen eines mechanischen Gefüges zu verhindern.

Im Folgenden werden ein nach der Positionsverstellung der Pedalanordnung 11 oder 16 durchgeführter Bremsvorgang und Beschleunigungsvorgang des Fahrzeugs beschrieben. Zunächst folgt die Beschreibung des Bremsvorgangs.

Für den Bremsvorgang übt der Fahrer eine Kraft auf das Bremspedal 11a aus, woraufhin der Bremspedal-Arm 11b in Uhrzeigerrichtung um die Scharnierachse 15b-1 der Halterung 15 gedreht wird. Durch die Drehung wird die an dem Bremspedal-Arm 11b befestigte Getriebeanordnung 12 in Vorwärtsrichtung des Fahrzeugs gedreht, und zwar in einer Bremsrichtung. Deshalb wird die mit der Getriebeanordnung verbundene Schubstange 14 in der Vorwärtsrichtung des Fahrzeugs bewegt.

Die durch die Schubstange 14 übertragene Kraft wird gemäß einem Operationswinkel der Schubstange 14 nach und nach geändert, und insbesondere wird an einem Verbindungsbereich zwischen einem Verstärker, der eine im vorderen Bereich der Schubstange 14 angeordnete Bremskraftverteilungseinrichtung ist, und der Schubstange 14 eine vertikale Kraft des Fahrzeugs erzeugt. Der Fahrer kann an dem Zeitpunkt, an dem die Richtungen der vertikalen Kraft einander kreuzen, eine diskontinuierliche Pedal-Reaktionskraft fühlen. Zur Lösung dieses Problems wird bevorzugt, dass der Operationswinkel zwischen der Schubstange 14 und der horizontalen Bodenlinie derart gehalten wird, dass zum Zeitpunkt des Bremsens in allen Bereichen ein positiver Wert oder ein negativer Wert vorliegt.

Im Folgenden wird nun die Beschleunigung beschrieben. Wenn der Fahrer Kraft auf das Gaspedal 16a ausübt, wird der Gaspedal-Arm 16b in Uhrzeigerrichtung um die Scharnierachse 21b-1 der Gaspedal-Halterung 21 gedreht. Wie in 6 dargestellt ist, wird durch die Drehung die an dem Gaspedal-Arm 16b befestigte Getriebeanordnung 12 zur Rückseite des Fahrzeugs bewegt, nämlich in eine Beschleunigungsrichtung.

Dann wird das mit der Verstellspindel 12c verbundene Gestänge 18 in Richtung auf die Rückseite des Fahrzeugs bewegt, und das Gaspedal-Gleitteil 19, das scharnierartig mit dem Gestänge 18 verbunden ist, wird gleitend entlang der Gaspedal-Führungselemente 20a-1 und 20a-2 bewegt. Durch die Gleitbewegung des Gaspedal-Gleitteils 19 wird ein mit dem Gaspedal-Gleitteil 19 verbundener Gaszug mit Zugkraft beaufschlagt, so dass das Fahrzeug beschleunigt wird.

Wie vorstehend beschrieben wurde, ist die erfindungsgemäße einstellbare/verstellbare Pedal-Anordnung hinsichtlich ihrer Konstruktion und der Einbauposition der Getriebeanordnung für die Bewegung des Pedal-Arms sehr einfach und durch die zweckmäßige Anordnung der Gestänge und der Schubstange zuverlässig im Betrieb und darüber hinaus aufgrund der geringeren Anzahl von Komponenten weniger teuer in der Herstellung. Außerdem verfügt die erfindungsgemäße einstellbare/verstellbare Pedal-Anordnung durch die geringere Störanfälligkeit der Komponenten über eine höhere Lebensdauer und sie ist auch anwendbar, wenn der Einbauraum eingeschränkt ist.

Die vorliegende Erfindung wurde im Zusammenhang mit bestimmten Ausführungsformen beschrieben, ist jedoch nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt. Änderungen und Modifizierungen der Ausführungsformen sind möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, der in den anliegenden Ansprüchen angegeben ist.

11
Pedal-Anordnung
11a
Bremspedal
11b
Bremspedal-Arm
12
Getriebeanordnung
12a
Schneckenrad
12b
Ritzel
12c
Verstellspindel
12d
erste Seitenwand
12e
zweite Seitenwand
12f
Bolzen
14
Schubstange
15
Bremspedal-Halterung
15a-1
Scharnierachse
15b-1
Scharnierachse
16
Pedal-Anordnung
16b
Gaspedal-Arm
18
Gestänge
19
Gaspedal-Gleitteil
20
Führungselement
20a-1
Führungsnut
20a-2
Führungsnut
20b
Stopper
21
Gaspedal-Halterung
21b-1
Scharnierachse


Anspruch[de]
Einstellbare Pedal-Anordnung, umfassend:

einen an eine Halterung (15; 21) angelenkten Pedal-Arm (11b; 16b);

ein an einem Endbereich des Pedal-Arms (11b; 16b) angeordnetes Pedalteil;

eine Getriebeanordnung (12), die fest an dem Pedal-Arm (11b; 16b) montiert ist; und

Antriebsmittel für den Antrieb der Getriebeanordnung (12),

wobei die Getriebeanordnung (12) ein erstes Getriebeteil (12a) zum Aufnehmen einer Antriebskraft von dem Antriebsmittel und ein sich mit dem ersten Getriebeteil (12a) in Eingriff befindendes zweites Getriebeteil (12b) aufweist, wobei das zweite Getriebeteil (12b) die Getriebeanordnung (12) in eine Antriebsrichtung des ersten Getriebeteils (12a) bewegt und dadurch eine Position des Pedal-Arms (11b; 16b) ändert.
Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Getriebeteil ein Schneckenrad (12a) ist, das zweite Getriebeteil ein mit dem Schneckenrad (12a) kämmendes Ritzel (12b) und eine mit dem Ritzel (12b) im Eingriff stehende Verstellspindel (12c) aufweist und die Getriebeanordnung (12) durch einen seitlichen Druck von dem Ritzel (12b) bewegt wird. Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel (12c) mit einer Schubstange (14) verbunden ist und die Pedal-Anordnung eine Bremspedal-Anordnung ist. Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel (12c) derart verbunden ist, dass sie die Betätigung eines Gasszugs zulässt, und wobei die Pedal-Anordnung eine Gaspedal-Anordnung ist. Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch:

ein mittels eines Drehgelenks mit der Verstellspindel (12c) schwenkbar verbundenes Gestänge;

ein Gaspedal-Gleitteil (19), das durch ein Betätigung des Gestänges gleitend bewegt wird und dem Gaszug verbunden ist; und

ein Führungselement zum Führen der Gleitbewegung des Gleitteils (19) des Gaspedals.
Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement mit einer an diesem ausgebildeten bogenförmigen Nut (20a-1; 20a-2) zum Führen des Gaspedal-Gleitteils (19) entlang derselben versehen ist. Einstellbare Pedal-Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellspindel (12c) und die Schubstange (14) mittels eines Drehgelenks miteinander verbunden sind.






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