PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60032135T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001185245
Titel SCHAUMFORMENDE SHAMPOOZUSAMMENSETZUNGEN
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder STEER, Charles, David, Heswall, Wirral, Merseyside, CH60 6RS, GB
Vertreter Lederer & Keller, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60032135
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.05.2000
EP-Aktenzeichen 009275553
WO-Anmeldetag 09.05.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/GB00/01780
WO-Veröffentlichungsnummer 2000076461
WO-Veröffentlichungsdatum 21.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 13.03.2002
EP date of grant 29.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A61Q 5/00(2006.01)A, F, I, 20061031, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61Q 17/04(2006.01)A, L, I, 20061031, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Mousse-bildende Shampoozusammensetzungen. Insbesondere betrifft die Erfindung Mousse-bildende Shampoozusammensetzungen, die dispergierte Teilchen eines Konditionierungsmittels, wie ein Silikon- oder öliges Material, einschließen und dem Haar und/oder der Haut gute Konditionierungsvorteile verleihen.

Hintergrund und Stand der Technik

Mousses sind eine besonders geeignete und angenehm zu verwendende Produktform für Haarbehandlungsformulierungen. Das Produkt wird im Allgemeinen auf die Hand des Anwenders aufgetragen, wo es einen cremigen Schaum bildet, der leicht durch das Haar gearbeitet werden kann.

Solche Mousses haben eine weit verbreitete Anwendung im Zusammenhang mit Haarfrisierformungsprodukten gefunden. Die übliche Haarfrisierformungsmousse nutzt im Allgemeinen ein in Wasser lösliches Haarfrisierformungspolymer, Wasser, gegebenenfalls ein Konditionierungsmittel, einen Emulgator, ästhetische Mittel und ein Aerosoltreibmittel an. Die Mousse wird typischerweise auf das mit Wasser befeuchtete Haar aufgetragen, über das Haar gestrichen und trocknen lassen, was einen temporären Halt ergibt, der durch Wasser oder durch Shampoonieren entfernt werden kann.

Es wäre erwünscht, eine auf Tensid basierende Ausspülreinigungszusammensetzung in einer Mousseproduktform bereitzustellen. Die Verbraucher schätzen die Leichtigkeit von Dosieren und Auftragung einer Mousse und die Art wie sie durch das Haar gearbeitet werden kann, ohne in die Augen zu kommen. Das Letztere würde im Zusammenhang für Formulierungen besonders vorteilhaft sein, die primär auf Reinigungstensiden basieren, die manchmal für die Augen scharf und reizend sein können. Jedoch haben Systeme dieses Typs vom Stand der Technik keinen großen Erfolg erzielt, größtenteils weil der Konditionierungsgrad, den sie abgeben, für viele Menschen unzureichend ist.

Das Problem stammt hauptsächlich aus der Tatsache, dass das Shampoo in dem Dosierer sich leicht dosieren lassen muss. Dieses Erfordernis ist im Allgemeinen mit Shampoos, die eine wesentliche Menge an in Wasser unlöslichen Konditionierungsmitteln enthalten, unverträglich.

Beispielsweise sind Silikone stark erwünschte, in Wasser unlösliche Konditionierungsmittel für die Einarbeitung in Shampoos, wie es in der Literatur gut dokumentiert ist. Jedoch entsteht das Problem, dass der übliche Viskositätsgrad, der für die Shampoogrundlage erforderlich ist, um das Silikon am Abscheiden in der Formulierung zu hindern, für wirksames Dosieren des Shampoos aus einer Aerosolformulierung im Allgemeinen zu hoch ist. Dies zeigt sich als ein Dosierungsproblem – das Produkt wird in der Regel langsam und ungleichmäßig dosiert werden.

WO 95/05158 beschreibt ein anionisches Tensid, das auf Aerosolshampooformulierung basiert. Die beispielhaften Formulierungen enthalten keine Silikone oder in Wasser unlöslichen Konditionierungsmittel.

Wir haben nun gefunden, dass auf Tensid basierende Ausspülreinigungsshampoozusammensetzungen formuliert werden können, die ausgezeichnete Konditionierungsleistung aus einer Mousseproduktform abgeben. Überraschenderweise sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen einfach zu formulieren und können leicht aus einer Aerosoldose, erforderlichenfalls einfach durch Bewegen der Dose dosiert werden.

Kurzdarstellung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Mousse-bildende Reinigungsshampoozusammensetzung mit verbesserter Konditionierungsleistung bereit, umfassend:

  • (A) ein schäumbares Konzentrat mit einer Viskosität, die 3000 cP nicht überschreitet, umfassend:
  • (i) mindestens ein anionisches Reinigungstensid;
  • (ii) dispergierte Teilchen eines in Wasser unlöslichen, konditionierenden Mittels mit einer Teilchengröße von 1 Mikrometer oder größer;
  • (iii) einen wässerigen Träger; und
  • (B) ein Aerosoltreibmittel,
wobei das schäumbare Konzentrat 0,5% oder weniger kristalline Suspendierungsmittel enthält.

Beschreibung der Erfindung und bevorzugte Ausführungsformen Schäumbares Konzentrat

Die Mousse-bildende erfindungsgemäße Reinigungsshampoozusammensetzung umfasst ein schäumbares Konzentrat und ein Aerosoltreibmittel. Der Begriff „Konzentrat" wird verwendet, um sich auf die flüssige Komponente der Shampoozusammensetzung zu beziehen, die von einer Mousse-bildenden Reinigungsshampoozusammensetzung mit verbesserter konditionierender Leistung verschieden ist, umfassend:

  • (A) ein schäumbares Konzentrat, umfassend:
  • (i) mindestens ein anionisches Reinigungstensid;
  • (ii) dispergierte Teilchen eines in Wasser unlöslichen, konditionierenden Mittels mit einer Teilchengröße von 1 Mikrometer oder größer;
  • (iii) einen wässerigen Träger; und
  • (B) ein Aerosoltreibmittel,
wobei das schäumbare Konzentrat 0,5% oder weniger kristalline Suspendierungsmittel enthält.

Der wie hierin verwendete Begriff „Mousse" ist das gleiche wie Schaum und bezieht sich auf das dosierte Produkt, sofern nicht anders ausgewiesen.

Im Allgemeinen haben wir für optimale Dosierbarkeit des Produkts gefunden, dass die Viskosität des schäumbaren Konzentrats 3000 cP nicht überschreiten darf.

Die Viskosität des schäumbaren Konzentrats liegt geeigneterweise im Bereich von 1 bis 3000, vorzugsweise 10 bis 2000, idealerweise 100 bis 1000 cP.

Die Viskosität wird in der üblichen Weise unter Anwendung eines Rotationsviskosimeters (Brookfield Viscometer, LVT Typ, Rotor Nr. 3, 12 U/min nach 30 s bei 25 Grad C) gemessen.

Um solche geeigneten Viskositäten wie vorstehend beschrieben für das schäumbare Konzentrat zu erreichen, ist die Menge an kristallinen suspendierenden Mitteln 0,5% oder weniger, vorzugsweise etwa 0,1% oder weniger, idealerweise nicht mehr als 0,05 Gew.-% des schäumbaren Konzentrats.

Kristalline Suspendierungsmittel schließen langkettige (beispielsweise C8-C22) Acylderivatmaterialien und langkettige Aminoxide, wie langkettige Ethylenglycolester, Alkanolamide von langkettigen Fettsäuren, langkettige Ester von langkettigen Fettsäuren, langkettige Glycerinester, langkettige Ester von langkettigen Alkanolamiden und langkettige Alkyldimethylaminoxide ein. Übliche Suspendierungsmittel dieses Typs sind Ethylenglycolester von C14-C22-Fettsäuren (beispielsweise Ethylenglycoldistearat), C16-C22-Fettsäurealkanolamide (beispielsweise Stearinsäuremonoethanolamid, Stearinmonoisopropanolamid), C16-C22-Alkyldimethylaminoxide und N,N-Dikohlenwasserstoff(C12-C22)amidobenzoesäure und Salze davon.

Es kann in einigen Fällen auch bevorzugt sein, um geeignete wie vorstehend für das schäumbare Konzentrat beschriebene Viskositäten zu erreichen, hierin ein Rheologiemodifizierungsmittel, wie ein Verdünnungsmittel, einzuarbeiten. Geeignete Verdünnungsmittel schließen Polyethylenglycol (PEG), Polypropylenglycol (PPG), Natriumxylolsulfonat, Natriumtoluolsulfonat und Harnstoff ein. Bevorzugte Verdünnungsmittel sind PEG 400 und PPG 400.

Konditionierungsmittel

Das schäumbare Konzentrat umfasst dispergierte Teilchen von einem in Wasser unlöslichen Konditionierungsmittel mit einer Teilchengröße von 1 Mikrometer oder größer.

Mit „in Wasser unlöslich" ist gemeint, dass das Konditionierungsmittel in Wasser (destilliert oder äquivalent) bei einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bei 25°C und pH 7 nicht löslich ist.

Die Teilchengröße kann mit Hilfe einer Laserlichtstreuungstechnik unter Anwendung eines 2600D Particle Sizers von Malvern Instruments gemessen werden.

Wie hierin verwendet, schließt der Begriff „Konditionierungsmittel" beliebiges Material ein, das verwendet wird, um einen besonderen Konditionierungsvorteil für Haar und/oder Haut zu ergeben. Beispielsweise in Shampoozusammensetzungen zur Verwendung auf der Haut können Materialien, wie Befeuchter, essenzielle Öle, Sonnenschutz oder Nachsonnenbehandlungsmaterialien, okklusive Öle und dergleichen verwendet werden. In Shampoozusammensetzungen zur Verwendung auf Haar sind geeignete Materialien jene, die ein oder mehrere Vorteile bezüglich Glanz, Weichheit, Kämmbarkeit, feuchtes Handhaben, antistatische Eigenschaften, Schutz gegen Schädigung, Fülle, Volumen, Frisierformungsvermögen und Handhabbarkeit abgeben.

Bevorzugte Konditionierungsmittel zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind ausgewählt aus Silikonen, Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht, Haar-konditionierenden öligen oder fettigen Materialien und Gemischen davon.

Silikone

Geeignete Silikone können ein oder mehrere Polyalkylsiloxane, ein oder mehrere Polyalkylarylsiloxane oder Gemische davon sein. Das Silikon ist in der wässrigen Matrix der schäumenden Zusammensetzung unlöslich und liegt so als dispergierte Teilchen vor.

Die Viskosität des Silikons selbst liegt vorzugsweise im Bereich von 10 000 cP bis 5 Millionen cP.

Geeignete Polyalkylsiloxane schließen Polydimethylsiloxane ein, die die CTFA-Bezeichnung Dimethicon mit einer Viskosität von bis zu 100 000 Centistokes bei 25°C aufweisen. Diese Siloxane sind kommerziell von der General Electric Company als die Viscasil-Reihen und von Dow Corning als die DC 200-Reihen erhältlich. Die Viskosität kann mit Hilfe eines Glaskapillarviskosimeters, wie weiter in dem Dow Corning Corporate Testverfahren CTM004, 20. Juli 1970, ausgewiesen, gemessen werden.

Auch geeignet ist Polydiethylsiloxan.

Auch geeignet sind Silikongummis, wie jene, beschrieben in US-Patent Nummer 4 152 416 (Spitzer) und auf Datenblatt Silikon Rubber-Produkt SE 30, SE 33, SE 54 und SE 76 von General Electric. „Silikongummi" bedeutet Polydiorganosiloxane mit einem Molekulargewicht von 200 000 bis 1 000 000 und spezielle Beispiele schließen Polydimethylsiloxanpolymere, Polydimethylsiloxan/Diphenyl/Methylvinylsiloxan-Copolymere, Polydimethylsiloxan/Methylvinylsiloxan-Copolymere und Gemische davon ein.

Aminofunktionelle Silikone, die die CTFA-Bezeichnung Amodimethicon aufweisen, sind auch zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignet, wie auch die Polydimethylsiloxane mit Hydroxylendgruppen (die die CTFA-Bezeichnung Dimethiconol aufweisen).

Die vorstehend beschriebenen Silikonmaterialien werden vorzugsweise als eine vorgebildete wässerige Emulsion in das schäumbare Konzentrat eingearbeitet. Die mittlere Teilchengröße des Silikonmaterials in dieser Emulsion in dem schäumbaren Konzentrat und in der vollständig formulierten Mousseshampoozusammensetzung ist im Allgemeinen 2 bis 30 Mikrometer, vorzugsweise 2 bis 20 Mikrometer, bevorzugter 3 bis 10 Mikrometer.

Die vorgebildete Emulsion kann durch mechanisches Mischen des Silikons und Wasser bei hoher Scherwirkung oder durch Emulgieren des unlöslichen, nicht flüchtigen Silikons mit Wasser und einem Emulgator unter Mischen des Silikons zu einer erhitzten Lösung, beispielsweise von dem Emulgator oder durch eine Kombination von mechanischer und chemischer Emulgierung, hergestellt werden. Eine weitere geeignete Technik zur Herstellung der Emulsionen ist Emulsionspolymerisation. Emulsionspolymerisierte Silikone, wie jene, werden in US 2 891 820 (Hyde), US 3 294 725 (Findlay) und US 3 360 491 (Axon) beschrieben.

Beliebige Tensidmaterialien, entweder einzeln oder in Anmischung, können als Emulgatoren bei der Herstellung der vorgebildeten Silikonemulsionen verwendet werden. Geeignete Emulgatoren schließen anionische, kationische und nichtionische Emulgatoren ein. Beispiele für anionische Emulgatoren sind Alkylarylsulfonate, beispielsweise Natriumdodecylbenzolsulfonat, Alkylsulfate, beispielsweise Natriumlaurylsulfat, Alkylethersulfate, beispielsweise Natriumlaurylethersulfat nEO, worin n 1 bis 20 Alkylphenolethersulfate darstellt, beispielsweise Octylphenolethersulfat nEO, worin n 1 bis 20 ist, und Sulfosuccinate, beispielsweise Natriumdioctylsulfosuccinate.

Beispiele für nichtionische Emulgatoren sind Alkylphenolethoxylate, beispielsweise Nonylphenolethoxylat nEO, worin n 1 bis 50 ist, Alkoholethoxylate, beispielsweise Laurylalkohol nEO, worin n 1 bis 50 ist, Esterethoxylate, beispielsweise Polyoxyethylenmonostearat, worin die Anzahl von Oxyethyleneinheiten 1 bis 30 ist.

Typischerweise wird eine vorgebildete Emulsion rund 50% Silikon enthalten. Vorgebildete Emulsionen sind von Herstellern von Silikonölen, wie Dow Corning, General Electric, Union Carbide, Wacker Chemie, Shin Etsu, Toshiba, Toyo Beauty Co. und Toray Silicon Co. erhältlich. Beispiele sind das Material, das als DC2-1310 von Dow Corning (eine Emulsion von 60000 cSt Dimethicon in nichtionischem Tensid) vertrieben wird und die Materialien, die als X-52-1086, X-52-2127 und X-52-2112 von Shin-Etsu vertrieben werden.

Das Silikon kann in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als ein einziges Material oder als ein Gemisch von verschiedenen Silikonen, beispielsweise mit verschiedenen Teilchengrößen und/oder funktionellen Gruppen, vorliegen.

Die Menge des in die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingearbeiteten Silikons hängt von dem Anteil des erwünschten Konditionierens und dem angewendeten Material ab. Eine bevorzugte Menge ist 0,01 bis etwa 10% auf das Gesamtgewicht des Silikons, bezogen auf das Gesamtgewicht des schäumbaren Konzentrats, obwohl diese Grenzen nicht absolut sind. Die untere Grenze wird durch den Minimumanteil zum Erreichen von Konditionieren bestimmt und die obere Grenze durch den Maximumanteil, um zu vermeiden, dass das Haar und/oder die Haut unannehmbar fettig werden. Wir haben gefunden, dass eine Menge an Silikon von 0,5 bis 1,5% auf das Gesamtgewicht Silikon, bezogen auf das Gesamtgewicht des schäumbaren Konzentrats, ein besonders geeigneter Anteil ist.

Wenn das Silikon als eine wie vorstehend beschriebene vorgebildete Emulsion eingearbeitet wird, wird die exakte Menge der Emulsion vom Verlauf auf die Konzentration der Emulsion abhängen und sollte ausgewählt sein, um die gewünschte Menge an Silikon in dem schäumbaren Konzentrat zu ergeben.

Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht

Mit „hohem Molekulargewicht" ist gemeint, dass das gewichtsmittlere Molekulargewicht des emulgierten Kohlenwasserstoffmaterials mindestens 20 000 ist. Geeigneterweise liegt es im Bereich von 20 000 bis 1 000 000, vorzugsweise 20 000 bis 500 000, besonders bevorzugt 40 000 bis 200 000. Diese Materialien sind insbesondere zum Verleihen von verbesserter Fülle, Körper und Volumen dem Haar wirksam.

Eine bevorzugte Klasse von Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht sind Peralk(en)ylkohlenwasserstoffharze. Dieser Begriff „Harz" ist vorgesehen, jene Materialien zu umfassen, die bei Raumtemperatur fest oder halbfest sind, sowie jene, die bei hohen oder mittleren Viskositäten Flüssigkeiten sind. Der Begriff deckt jedoch nicht Öle oder andere niederviskose Materialien ab.

EP 567 326 und EP 498 119 beschreiben geeignete Peralk(en)ylkohlenwasserstoffharze zum Verleihen von Frisierbarkeit und verstärkten Fülle dem Haar. Bevorzugte Peralk(en)ylkohlenwasserstoffmaterialien sind Polymere von Buten, Isopren, Terpen und Styrol, und Copolymere von beliebiger Kombination von diesen Monomeren, wie Butylkautschuk (Polyisobutylen-Coisopren), natürlicher Kautschuk (cis-1,4-Polyisopren) und Kohlenwasserstoffharze, wie in der Encyclopedia of Chemical technology von Kirk und Othmer (3. Ausgabe Band 8, Seiten 852–869) erwähnt, beispielsweise aliphatische und aromatische Harze und Terpenharze.

Besonders bevorzugt sind Polyisobutylenmaterialien der Formel H3C-[C(CH3)2-CH2-]m-R,worin m 1–5000, vorzugsweise 2–2500, ist und R

-CH(CH3)2 oder -C(CH3)=CH2

darstellt.

Diese Materialien sind von Presperse, Inc. unter dem Handelsnamen PERMETHYL von Exxon Chemical unter dem Handelsnamen VISTANEX und von BASF unter dem Handelsnamen OPANOL erhältlich. Bevorzugte Beispiele schließen VISTANEX LM-MH und OPANOL B 15 ein.

Geeignete Verfahren zum Herstellen von Emulsionen der Teilchen mit Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht, wie Polyisobutylenharze, werden in EP 567 326 und EP 498 119 beschrieben. Das Verfahren von EP 567 326 ist bevorzugt, da es ein direktes Emulgierungsverfahren mit Wasser und einem geeigneten Tensidemulgator ist, welcher den Bedarf zur Anwendung eines Lösungsmittels oder Trägers vermeidet, welches/welcher das Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht auflösen oder dispergieren kann. Solche Lösungsmittel oder Träger (beispielsweise Kohlenwasserstoffe mit niedrigem Molekulargewicht) können während des Verarbeitens Sicherheitsgefahren aufweisen und können die Endformulierungen, in die sie eingearbeitet werden, destabilisieren.

Emulgierte Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht zur Verwendung in erfindungsgemäßen Haarbehandlungszusammensetzungen haben im Allgemeinen eine mittlere Teilchengröße in dem schäumbaren Konzentrat und in der vollständig formulierten Mousse-Shampoo-Zusammensetzung von 0,01 bis 100 &mgr;m, typischerweise etwa 0,1 bis etwa 10 &mgr;m.

Geeignete Kohlenwasserstoffemulsionen mit hohem Molekulargewicht zur Verwendung in der Erfindung sind in einer voremulgierten Form kommerziell erhältlich. Dies ist besonders bevorzugt, da die vorgebildete Emulsion durch einfaches Vermischen in das schäumbare Konzentrat eingearbeitet werden kann.

Ein Beispiel einer geeignet vorgebildeten Emulsion ist das Material PIB 96/003, das von Basildon Chemical erhältlich ist. Dies ist eine wässrige Emulsion des Polyisobutylenmaterials OPANOL B 15 (von BASF) mit anionischem und nichtionischem Tensidemulgator.

Das Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht kann in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als ein einziges Material oder als ein Gemisch von verschiedenen Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht vorliegen, beispielsweise von verschiedenen Molekulargewichten.

Die Menge an Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht, die in die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingearbeitet wird, hängt von der gewünschten Fülle-, Körper- und Volumenverstärkung und dem besonderen verwendeten Material ab. Eine bevorzugte Menge ist etwa 0,01 bis etwa 2 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung, obwohl diese Grenzen nicht absolut sind. Die untere Grenze wird durch den minimalen Anteil bestimmt, um Fülle-, Körper- und Volumenverstärkungseffekt zu erreichen, und die obere Grenze durch das maximale Niveau, um zu vermeiden, das Haar unannehmbar steif zu machen. Wir haben gefunden, dass eine Menge von Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht von 0,2 bis 0,5 Gewichtsprozent des Kohlenwasserstoffmaterials mit hohem Molekulargewicht, basierend auf der Gesamtzusammensetzung, ein besonders geeigneter Anteil ist.

Wenn das Kohlenwasserstoffmaterial mit hohem Molekulargewicht als eine wie vorstehend beschriebene vorgebildete Emulsion eingearbeitet wird, wird die exakte Menge der Emulsion von der Konzentration der Emulsion abhängen und sollte ausgewählt werden, um die gewünschte Menge des Kohlenwasserstoffmaterials mit hohem Molekulargewicht in dem schäumbaren Konzentrat zu ergeben.

Haar-konditionierendes öliges oder fettiges Material

Haar-konditionierende ölige oder fettige Materialien sind bevorzugte konditionierende Mittel in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zum Hinzufügen von Glanz für das Haar und auch Verstärken von Trockenkämmen und trockenem Haargefühl.

Geeignete Haar-konditionierende ölige oder fettige Materialien haben im Allgemeinen eine Viskosität bei Umgebungstemperatur von etwa 3 Millionen cSt oder weniger, vorzugsweise etwa 2 Millionen cSt oder weniger, bevorzugter etwa 1,5 Millionen cSt oder weniger. Allerdings können Fettstoffe, die bei Umgebungstemperatur fest sind, auch geeignet sein.

Vorteilhafterweise ist es nicht notwendig, das Haarkonditionierende ölige oder fettige Material zu emulgieren, um es erfolgreich in Mousseshampooformulierungen gemäß der Erfindung einzuarbeiten. In üblichen (Nicht-Mousse) Shampooformulierungen kann die Einarbeitung von solchen Ölen Schwierigkeiten wiedergeben, da das Emulgierungsverfahren in der Regel Auflösung des Öls in dem Shampootensid und anschließenden Zerfall von Tensidmesophasen verursachen. Dieses Problem wird in erfindungsgemäßen Mousseshampooformulierungen vermieden, da, falls notwendig, sie einfach als Zweiphasensysteme formuliert werden können, worin die Ölphase durch Bewegen dispergierbar ist.

Geeignete Haar-konditionierende ölige oder fettige Materialien sind aus Kohlenwasserstoffölen, Fettestern und Gemischen davon ausgewählt.

Kohlenwasserstofföle schließen cyclische Kohlenwasserstoffe, geradkettige aliphatische Kohlenwasserstoffe (gesättigt oder ungesättigt) und verzweigtkettige aliphatische Kohlenwasserstoffe (gesättigt oder ungesättigt) ein. Geradkettige Kohlenwasserstofföle werden vorzugsweise etwa 12 bis etwa 19 Kohlenstoffatome enthalten. Verzweigtkettige Kohlenwasserstofföle können, und typischerweise mögen, mehr Kohlenstoffatome enthalten. Auch geeignet sind polymere Kohlenwasserstoffe von Alkenylmonomeren, wie C2-C6-Alkenylmonomeren. Diese Polymere können gerad- oder verzweigtkettige Polymere sein. Die geradkettigen Polymere werden in der Länge typischerweise relativ kurz sein, mit einer Gesamtanzahl an Kohlenstoffatomen, wie im Allgemeinen für geradkettige Kohlenwasserstoffe vorstehend beschrieben. Die verzweigtkettigen Polymere können im Wesentlichen eine höhere Kettenlänge aufweisen. Das zahlenmittlere Molekulargewicht solcher Materialien kann breit variieren, wird jedoch von 200 bis 500, vorzugsweise 400, bevorzugter etwa 300 bis etwa 350, sein.

Spezielle Beispiele für geeignete Kohlenwasserstofföle schließen Paraffinöl, Mineralöl, gesättigtes und ungesättigtes Dodecan, gesättigtes und ungesättigtes Tridecan, gesättigtes und ungesättigtes Tetradecan, gesättigtes und ungesättigtes Pentadecan, gesättigtes und ungesättigtes Hexadecan und Gemische davon ein. Verzweigtkettige Isomere von diesen Verbindungen sowie von Kohlenwasserstoffen mit höherer Kettenlänge können ebenfalls angewendet werden. Beispielhaft verzweigtkettige Isomere sind stark verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkane, wie die Permethyl-substituierten Isomere, beispielsweise die Permethyl-substituierten Isomere von Hexadecan und Eicosan, wie 2,2,4,4,6,6,8,8-Dimethyl-10-methylundecan und 2,2,4,4,6,6-Dimethyl-8-methylnonan, vertrieben von Permethyl Corporation. Ein weiteres Beispiel von einem Kohlenwasserstoffpolymer ist Polybuten, wie das Copolymer von Isobutylen und Buten. Ein kommerziell erhältliches Material dieses Typs ist L-14 Polybuten von Amoco Chemical Co. (Chicago, Ill., USA).

Besonders bevorzugte Kohlenwasserstofföle sind die verschiedenen Qualitäten von Mineralölen. Mineralöle sind klare ölige Flüssigkeiten, die aus Erdöl erhalten werden.

Geeignete Fettester zeichnen sich dadurch aus, dass sie mindestens 10 Kohlenstoffatome aufweisen und schließen Ester mit Kohlenwasserstoffketten, die von Fettsäuren oder Alkoholen abgeleitet sind, beispielsweise Monocarbonsäureester, mehrwertige Alkoholester und Di- und Tricarbonsäureester ein. Die Kohlenwasserstoffreste der Fettester davon können auch andere kompatible Funktionalitäten einschließen oder kovalent daran gebunden aufweisen, wie Amide und Alkoxyeinheiten, wie Ethoxy- oder Etherbindungen.

Monocarbonsäureester schließen Ester von Alkoholen und/oder Säuren der Formel R'COOR ein, worin R' und R unabhängig Alkyl- oder Alkenylreste bedeuten und die Summe der Kohlenstoffatome in R' und R mindestens 10, vorzugsweise mindestens 20, ist.

Spezielle Beispiele schließen zum Beispiel Alkyl- und Alkenylester von Fettsäuren mit aliphatischen Ketten mit etwa 10 bis etwa 22 Kohlenstoffatomen und Alkyl- und/oder Alkenylfettalkoholcarbonsäureester mit einer Alkyl- und/oder Alkenylalkohol-abgeleiteten aliphatischen Kette mit etwa 10 bis etwa 22 Kohlenstoffatomen und Gemische davon ein.

Der Monocarbonsäureester muss nicht notwendigerweise mindestens eine Kette mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen enthalten, solange die Gesamtanzahl an aliphatischen Kettenkohlenstoffatomen mindestens 10 ist. Beispiele schließen Isostearinsäureisopropylester, Laurinsäurehexylester, Laurinsäureisohexylester, Palmitinsäureisohexylester, Palmitinsäureisopropylester, Ölsäuredecylester, Ölsäureisodecylester, Stearinsäurehexadecylester, Stearinsäuredecylester, Isostearinsäureisopropylester, Adipinsäuredihexyldecylester, Milchsäurelaurylester, Milchsäuremyristylester, Milchsäurecetylester, Stearinsäureoleylester, Ölsäureoleylester, Myristinsäureoleylester, Essigsäurelaurylester, Propionsäurecetylester und Adipinsäureoleylester ein.

Di- und Trialkyl- und Alkenylester von Carbonsäuren können ebenfalls verwendet werden. Diese schließen beispielsweise Ester von C4-C8-Carbonsäuren, wie C1-C22-Ester (vorzugsweise C1-C6), von Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Hexansäure, Heptansäure und Octansäure ein. Beispiele schließen Adipinsäurediisopropylester, Adipinsäurediisohexylester und Sebacinsäurediisopropylester ein. Andere spezielle Beispiele schließen Stearinsäureisocetylstearoylester und Zitronensäuretristearylester ein.

Mehrwertige Alkoholester schließen Alkylenglycolester, beispielsweise Ethylenglycolmono- und -difettsäureester, Diethylenglycolmono- und -difettsäureester, Polyethylenglycolmono- und -difettsäureester, Propylenglycolmono- und -difettsäureester, Polypropylenglycolmonooleat, Polypropylenglycolmonostearat, ethoxyliertes Propylenglycolmonostearat, Polyglycerinpolyfettsäureester, ethoxyliertes Glycerylmonostearat, 1,3-Butylenglycolmonostearat, 1,3-Butylenglycol-monodistearat, Polyoxyethylenpolyolfettsäureester, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylensorbitanfettsäureester und Mono-, Di- und Triglyceride ein.

Besonders bevorzugte Fettester sind Mono-, Di- und Triglyceride, spezieller die Mono-, Di- und Triester von Glycerin und langkettigen Carbonsäuren, wie C1-C22-Carbonsäuren. Eine Vielzahl von diesen Arten von Materialien kann aus pflanzlichen und tierischen Fetten und Ölen, wie Kokosnussöl, Rizinusöl, Färberdistelöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsamenöl, Maisöl, Olivenöl, Dorschleberöl, Mandelöl, Avokadoöl, Palmöl, Sesamöl, Erdnussöl, Lanolin und Sojabohnenöl, erhalten werden. Synthetische Öle schließen Triolein- und Tristearinglyceryldilaurat ein. Spezielle Beispiele für bevorzugte Materialien schließen Kakaobutter und Palmstearin ein.

Das das Haar-konditionierende ölige oder fettige Material kann in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als einziges Material oder ein Blend vorliegen.

Das das Haar-konditionierende ölige oder fettige Material liegt typischerweise mit einem Anteil von 0,05 bis 10%, vorzugsweise 0,2% bis 5%, bevorzugter etwa 0,5% bis 3%, auf das Gesamtgewicht von öligem oder fettigem Material, bezogen auf das Gesamtgewicht des schäumbaren Konzentrats, vor.

Gemische von beliebigen der vorstehend beschriebenen Konditionierungsmittel können auch in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden. Der Gesamtanteil an in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorliegendem, konditionierendem Mittel ist typischerweise 0,05 bis 20%, vorzugsweise 0,1% bis 10%, bevorzugter etwa 0,5% bis 5%, auf das Gesamtgewicht des Konditionierungsmittels, bezogen auf das Gesamtgewicht des schäumbaren Konzentrats.

Tensid

Das schäumbare Konzentrat umfasst mindestens ein oder mehrere anionische Tenside, um einen Reinigungsvorteil bereitzustellen. Tensid liegt auch als Emulgator für emulgierte Konditionierungsmittel, wie die vorstehend beschriebenen Silikone und Kohlenwasserstoffmaterialien hohen Molekulargewichts, vor.

Weitere(s) Tensid(e) liegt/liegen als ein zusätzlicher reinigender Bestandteil vor, wenn nicht ausreichend für Reinigungszwecke als Emulgator für das emulgierte Konditionierungsmittel bereitgestellt wird. Dieses weitere Reinigungstensid kann das gleiche Tensid wie der Emulgator sein oder kann verschieden davon sein.

Geeignete Emulgatoren sind auf dem Fachgebiet gut bekannt und schließen anionische und nichtionische Tenside ein. Beispiele für anionische als Emulgatoren für die Silikonteilchen verwendete Tenside sind Alkylarylsulfonate, beispielsweise Natriumdodecylbenzolsulfonat, Alkylsulfate, beispielsweise Natriumlaurylsulfat, Alkylethersulfate, beispielsweise Natriumlaurylethersulfat, nEO, worin n 1 bis 20 Alkylphenolethersulfate ist, beispielsweise Octylphenolethersulfat nEO, worin n 1 bis 20 ist und Sulfosuccinate, beispielsweise Natriumdioctylsulfosuccinat.

Beispiele für als Emulgatoren für die Silikonteilchen verwendete nichtionische Tenside sind Alkylphenolethoxylate, beispielsweise Nonylphenolethoxylat nEO, worin n 1 bis 50 ist, Alkoholethoxylate, beispielsweise Laurylalkohol nEO, worin n 1 bis 50 ist, Esterethoxylate, beispielsweise Polyoxyethylenmonostearat, worin die Zahl von Oxyethyleneinheiten 1 bis 30 ist.

Reinigende Tenside werden typischerweise aus anionischen, nichtionischen, amphoteren und zwitterionischen Tensiden und Gemischen davon ausgewählt.

Geeignete anionische Reinigungstenside für erfindungsgemäße Zusammensetzungen schließen die Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkarylsulfonate, Alkanoylisethionate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkoylsarcosinate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylethercarboxylate, &agr;-Olefinsulfonate und Acylmethyltaurate, insbesondere deren Natrium-, Magnesium-, Ammonium- und Mono-, Di- und Triethanolaminsalze, ein. Die Alkyl- und Acylgruppen enthalten im Allgemeinen 8 bis 18 Kohlenstoffatome und können ungesättigt sein. Die Alkylethersulfate, Alkyletherphosphate und Alkylethercarboxylate können 1 bis 10 Ethylenoxid- oder Propylenoxideinheiten pro Molekül enthalten, und enthalten vorzugsweise 2 bis 3 Ethylenoxideinheiten pro Molekül.

Beispiele für geeignete anionische Tenside schließen Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurylethersulfat, Ammoniumlaurylsulfosuccinat, Ammoniumlaurylsulfat, Ammoniumlaurylethersulfat, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Triethanolamindodecylbenzolsulfonat, Natriumcocoylisethionat, Natriumlauroylisethionat und Natrium-N-laurylsarcosinat ein.

Nichtionische reinigende Tenside, die zur Verwendung in erfindungsgemäßen Shampoozusammensetzungen geeignet sind, können Kondensationsprodukte von aliphatischen (C8-C18) primären oder sekundären linearen oder verzweigtkettigen Alkoholen oder Phenolen mit Alkylenoxid, gewöhnlich Ethylenoxid und im Allgemeinen mit 6 bis 30 Ethylenoxidgruppen einschließen. Andere geeignete nichtionische Tenside schließen Alkylpolyglycoside und Mono- oder Dialkylalkanolamide ein. Beispiele für die letzteren nichtionischen Tenside schließen Cocomono- oder -diethanolamid und Cocomono-isopropanolamid ein.

Amphotere und zwitterionische reinigende Tenside, die zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen geeignet sind, können Alkylaminoxide, Alkylbetaine, Alkylamidopropylbetaine, Alkylsulfobetaine (Sultaine), Alkylglycinate, Alkylcarboxyglycinate, Alkylamphopropionate, Alkylamphoglycinate und Alkylamidopropylhydroxysultaine einschließen. Beispiele schließen Laurylaminoxid, Cocodimethylsulfopropylbetain und vorzugsweise Laurylbetain, Cocamidopropylbetain und Natriumcocamphopropionat ein.

Die Gesamtmenge an Tensid (einschließlich jenem, das als Emulgator für das Konditionierungsmittel verwendet wird) ist im Allgemeinen 3 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise 5 bis 30%, bevorzugter 10% bis 25 Gewichtsprozent des schäumbaren Konzentrats.

Abscheidungspolymer

Das schäumbare Konzentrat enthält ein Abscheidungspolymer für die dispergierten Teilchen des Konditionierungsmittels. Mit „Abscheidungspolymer" ist ein Mittel gemeint, das Abscheidung der Teilchen des Konditionierungsmittels aus der Shampoozusammensetzung der Erfindung auf die während der Verwendung beabsichtigte Stelle, das heißt das Haar und/oder die Kopfhaut, verstärkt. Die Verwendung der Abscheidungspolymere ist besonders bevorzugt im Zusammenhang mit den Silikonen und wie vorstehend beschriebenen Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht.

Das Abscheidungspolymer kann ein Homopolymer sein oder kann aus zwei oder mehreren Arten von Monomeren gebildet werden. Das Molekulargewicht des Polymers wird im Allgemeinen zwischen 5 000 und 10 000 000, typischerweise mindestens 10 000 und vorzugsweise im Bereich vom 100 000 bis etwa 2 000 000 liegen. Die Polymere werden kationische Stickstoff enthaltende Gruppen, wie quaternäre Ammonium- oder protonierte Aminogruppen oder ein Gemisch davon, aufweisen.

Die kationische Ladungsdichte des Abscheidungspolymers, das als das Reziproke des Molekulargewichts einer Monomereinheit des Polymers, welches eine Ladung enthält, definiert ist, sollte typischerweise mindestens 0,1 mÄquiv./g, vorzugsweise oberhalb 0,8 oder höher, sein. Die kationische Ladungsdichte sollte typischerweise 4 mÄquiv./g nicht überschreiten. Sie ist vorzugsweise weniger als 3 und bevorzugter weniger als 2 mÄquiv./g. Die Ladungsdichte kann unter Verwendung von konduktometrischer Analyse gemessen werden und sollte innerhalb der vorstehenden Grenzen bei dem gewünschten pH-Wert der Verwendung liegen, welcher im Allgemeinen von etwa 3 bis 9 und vorzugsweise zwischen 4 und 8 liegen wird.

Die kationische Stickstoff enthaltende Gruppe wird im Allgemeinen als ein Substituent an einer Fraktion der Gesamtmonomereinheiten des Abscheidungspolymers vorliegen. Wenn somit das Polymer kein Homopolymer ist, kann es nichtkationische Monomerabstandseinheiten enthalten. Solche Polymere werden in dem CTFA Cosmetic Ingredient Directory, 3. Ausgabe, beschrieben. Das Verhältnis der kationischen zu nichtkationischen Monomereinheiten wird ausgewählt, um ein Polymer mit einer kationischen Ladungsdichte des geforderten Bereichs zu ergeben.

Geeignete kationische Abscheidungspolymere schließen beispielsweise Copolymere von Vinylmonomeren mit kationischen Amin- oder quaternären Ammoniumfunktionalitäten, mit in Wasser löslichen Abstandsmonomeren, wie (Meth)acrylamid, Alkyl- und Dialkyl(meth)acrylamiden, (Meth)acrylsäurealkylester, Vinylcaprolacton und Vinylpyrrolidin, ein. Die Alkyl- und Dialkyl-substituierten Monomere haben vorzugsweise C1-C7-Alkylgruppen, bevorzugter C1-C3-Alkylgruppen. Andere geeignete Abstandsgruppen schließen Vinylester, Vinylalkohol, Maleinsäureanhydrid, Propylenglycol und Ethylenglycol ein.

Die kationischen Amine können in Abhängigkeit von der besonderen Spezies und dem pH-Wert der Zusammensetzung primäre, sekundäre oder tertiäre Amine sein. Im Allgemeinen sind sekundäre oder tertiäre Amine, insbesondere tertiäre, bevorzugt.

Amin substituierte Vinylmonomere und Amine können in der Aminform polymerisiert und dann durch Quaternisierung zu Ammonium umgewandelt werden.

Geeignete kationische Amino- und quaternäre Ammoniummonomere schließen beispielsweise Vinylverbindungen, substituiert mit Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylat, Monoalkylaminoalkylacrylat, Monoalkylaminoalkylmethacrylat, Trialkylmethacryloxyalkylammoniumsalz, Trialkylacryloxyalkylammoniumsalz, Diallyl-quaternäre Ammoniumsalze und Vinyl-quaternäre Ammoniummonomere mit cyclischen kationischen Stickstoff-enthaltenden Ringen, wie Pyridinium, Imidazolium und quaternisiertem Pyrrolidin, beispielsweise Alkylvinylimidazolium, Alkylvinylpyridinium und Alkylvinylpyrrolidinsalze ein. Die Alkylanteile von diesen Monomeren sind vorzugsweise Niederalkyle, wie die C1-C3-Alkyle, bevorzugter C1 und C2-Alkyle.

Geeignete Amin-substituierte Vinylmonomere zur Verwendung hierin schließen Dialkylaminoalkylacrylat, Dialkylaminoalkylmethacrylat, Dialkylaminoalkylacrylamid und Dialkylaminoalkylmethacrylamid, worin die Alkylgruppen vorzugsweise C1-C7-Kohlenwasserstoffe, bevorzugter C1-C3-Alkyle darstellen, ein.

Das Abscheidungspolymer kann Gemische von Monomereinheiten, abgeleitet von mit Amin und/oder quaternärem Ammonium substituiertem Monomer und/oder verträglichen Abstandsmonomeren umfassen.

Geeignete Abscheidungspolymere schließen beispielsweise ein: kationische Copolymere von 1-Vinyl-2-pyrrolidin und 1-Vinyl-3-methyl-imidazoliumsalz (beispielsweise Chloridsalz) (in der Industrie von der Cosmetic, Toiletry and Fragrance Association, „CTFA" als Polyquaternium-16 bezeichnet), Copolymere von 1-Vinyl-2-pyrrolidin und Dimethylaminoethylmethacrylat (in der Industrie von der CTFA als Polyquaternium-11 bezeichnet), kationisches Diallyl-quaternäres Ammonium-enthaltende Polymere, einschließlich beispielsweise Dimethyldiallylammoniumchlorid-Homopolymer (bezeichnet in der Industrie (CTFA) als Polyquaternium-6), Mineralsäuresalze von Aminoalkylestern von Homo- und Copolymeren von ungesättigten Carbonsäuren mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie in US-Patent 4 009 256 beschrieben, und kationische Polyacrylamide, wie in der GB-Anmeldung Nummer 9403156.4 beschrieben.

Andere kationische Abscheidungspolymere, die verwendet werden können, schließen kationische Guargummiderivate, wie Guarhydroxypropyltrimoniumchlorid (kommerziell erhältlich von Celanese Corp. aus deren JAGUAR-Reihen, Handelsmarke) ein.

Beispiele sind JAGUAR C13S, die einen niedrigen Substitutionsgrad der kationischen Gruppen und hohe Viskosität aufweisen. JAGUAR C15 mit einem mittleren Substitutionsgrad und einer niedrigen Viskosität, JAGUAR C17 (hoher Substitutionsgrad, hohe Viskosität), JAGUAR C16, das ein hydroxypropyliertes kationisches Guarderivat, enthaltend einen niedrigen Anteil an Substituentengruppen, sowie als kationische quaternäre Ammoniumgruppen und JAGUAR 162, was ein hochtransparentes mittelviskoses Guar mit niedrigem Substitutionsgrad darstellt.

Vorzugsweise ist das Abscheidungspolymer aus kationischen Polyacrylamiden und kationischen Guarderivaten ausgewählt. Besonders bevorzugt sind Abscheidungspolymere JAGUAR C13S mit einer kationischen Ladungsdichte von 0,8 mÄqiv/g. Andere besonders bevorzugte Materialien schließen JAGUAR C15, JAGUAR C17 und JAGUAR C16 und JAGUAR C162 ein.

Das Abscheidungspolymer kann in einer Menge von 0,01 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,01 bis 1 Gewichtsprozent, bevorzugter etwa 0,04 bis etwa 0,5 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung des schäumbaren Konzentrats vorliegen.

Wässriger Träger

Das schäumbare Konzentrat umfasst einen wässrigen Träger, wobei Wasser die Grundlage der kontinuierlichen Phase der Mikroemulsion von Teilchen von Silikonkonditionierungsmittel bildet. Wasser liegt im Allgemeinen in einer Menge von etwa 20 bis etwa 99 Gewichtsprozent, basierend auf dem Gesamtgewicht des schäumbaren Konzentrats, vor.

Treibmittel

Die erfindungsgemäßen Shampoozusammensetzungen enthalten ein Aerosoltreibmittel (B). Dieses Mittel ist zum Austreiben der Materialien aus dem Behälter und Bilden des Schaumcharakters verantwortlich.

Das Treibmittelgas kann jedes verflüssigbare Gas, das üblicherweise für Aerosolbehälter verwendet wird, sein. Beispiele für geeignete Treibmittel schließen Dimethylether, Propan, n-Butan und Isobutan, die einzeln oder angemischt verwendet werden, ein. Andere Beispiele für Treibmittel sind Stickstoff, Kohlendioxid, verdichtete Luft und Fluorkohlenwasserstoffe, wie das Material, das von Du Pont unter der Handelsmarke DYMEL 152a vertrieben wird.

Die Menge an Treibmittelgasen wird von üblichen Faktoren, die in der Aerosoltechnik gut bekannt sind, beherrscht. Der Anteil an Treibmittel für Mousses liegt im Allgemeinen von etwa 3 bis etwa 15%, optimal etwa 4 bis etwa 10% des Gesamtgewichts an Treibmittel, bezogen auf das Gesamtgewicht der fertigen Mousse-Shampoozusammensetzung, für cremigen Schaum und gutes sensorisches Anfühlen.

Wahlweise Bestandteile

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können andere Bestandteile, die normalerweise in Haarbehandlungsformulierungen verwendet werden, enthalten. Diese anderen Bestandteile können Haarfrisierharze, färbende Mittel, Antischaummittel, Proteine, feuchthaltende Mittel, Antioxidantien, Duftstoffe, antimikrobielle Mittel und Sonnenschutzmittel einschließen. Jeder von diesen Bestandteilen wird in einer wirksamen Menge zum Erfüllen seines Zwecks vorliegen.

Verpackung

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden typischerweise durch Beschicken eines geeigneten unter Druck setzbaren Behälters mit dem schäumbaren Konzentrat, dann Verschließen des Behälters und Beschicken desselben mit Treibmittel (B) gemäß üblichen Techniken hergestellt.

Die Erfindung wird nun durch die nachstehenden, nicht begrenzenden Beispiele erläutert.

Alle Teile, Prozentsätze und Anteile, auf die Bezug genommen wird, sind auf das Gewicht bezogen, sofern nicht anders ausgewiesen.

Beispiele

Zwei Shampooformulierungen wurden unter Anwendung der nachstehenden in Mengen ausgewiesenen Bestandteile hergestellt.

Die Formulierung von Beispiel 1 wurde durch einfaches Vermischen der Bestandteile, gefolgt von Verschließen in eine Moussedose und Beschicken mit Treibmittel zur Erzeugung einer Mousseshampooformulierung hergestellt.

Für Vergleichsbeispiel A wurde ein Mischer mit hoher Scherwirkung während der Herstellung verwendet, um eine stabil emulgierte, flüssige (Nicht-Mousse) Shampooformulierung herzustellen.

Die Formulierungen wurden Vergleichstesten auf Haar unterzogen, um deren Wirkung auf Glätte, Weichheit und Leichtigkeit zum Kämmen zu bewerten, unter Anwendung der nachstehenden Methodologie:

Sechs 10 Inch (7 g) Haarsträhnen wurden durch Waschen mit einem Grundshampoo und Spülen des wie nachstehend beschriebenen Tests zum Sichern, dass es keine wesentlichen Unterschiede zwischen beliebigen der Strähnen gab, ins Gleichgewicht gebracht. Drei wurden dann in der Formulierung von Vergleichsbeispiel A und drei in der Formulierung von Beispiel 1 gewaschen (1 g Vergleichsbeispiel A oder 0,6 g Beispiel 1 pro Strähne, 30 s Wäsche, gefolgt von 30 s Spülung, gefolgt von einem wiederholten Wasch/Spülzyklus). Die Moussedose von Beispiel 1 wurde, bevor das Produkt dosiert wurde, geschüttelt.

Nach Auskämmen und Trocknen wurden die Probanden gebeten, Paare von Strähnen für jedes von den drei Eigenschaften zu vergleichen. Jedes Paar bestand aus zwei Strähnen von jeder Gruppe von drei, d.h. einer gewaschen mit Vergleichsbeispiel A und der andere mit Beispiel 1. Jeder Proband machte 6 verschiedene paarweise Vergleiche von einer möglichen Gesamtheit von 9 für sechs Strähnen. Zwölf Probanden wurden verwendet, um eine Gesamtanzahl von paarweisen Vergleichen von 72 zu erzeugen. Der Test wurde ausgeglichen, sodass alle Paare über einen gleichen Zeitraum getestet wurden. Für jeden Vergleich stimmte der Proband für eine Strähne, d.h. eine, die die Eigenschaft in größerem Ausmaß zeigte. Die Ergebnisse wurden statistisch gegen eine Hypothese von gleicher Bevorzugung (binominale Eignung = 1/2) analysiert. Tests auf Bewertungskonsistenz und Strähnenkonsistenz wurden auch ausgeführt.

Die Ergebnisse zeigten einen klaren Gewinn bei allen drei Eigenschaften (Weichheit, Glätte und Leichtigkeit beim Kämmen) für die Formulierung von Beispiel 1 gegenüber der Formulierung von Vergleichsbeispiel A. Dies war besonders überraschend im Hinblick auf die Tatsache, dass eine geringere Dosis von Beispiel 1 (0,6 g pro Strähne) auf die Strähnen in dem Test, verglichen mit Vergleichsbeispiel A-Dosierung (1 g pro Strähne), aufgetragen wurde.

Beispiel 2

Eine Duschmousseformulierung wurde unter Anwendung der nachstehenden Bestandteile hergestellt.

Die Formulierung von Beispiel 2 wurde durch einfaches Vermischen der Bestandteile, gefolgt von Verschließen in eine Moussedose und Beschicken mit Treibmittel zur Herstellung einer Duschmousseformulierung hergestellt.


Anspruch[de]
Mousse-bildende Reinigungsshampoozusammensetzung mit verbesserter Konditionierungsleistung, umfassend:

(A) ein schäumbares Konzentrat mit einer Viskosität, die 3000 cP nicht überschreitet, umfassend:

(i) mindestens ein anionisches Reinigungstensid;

(ii) dispergierte Teilchen eines in Wasser unlöslichen, konditionierenden Mittels mit einer Teilchengröße von 1 Mikrometer oder größer;

(iii) einen wässerigen Träger; und

(B) ein Aerosoltreibmittel,

wobei das schäumbare Konzentrat 0,5% oder weniger kristalline Suspendierungsmittel enthält.
Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das Konditionierungsmittel aus Silikonen, Kohlenwasserstoffmaterialien mit hohem Molekulargewicht, Haar-konditionierenden öligen oder fettigen Materialien und Gemischen davon ausgewählt ist. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin das schäumbare Konzentrat weiterhin ein Rheologiemodifizierungsmittel, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyethylenglycol (PEG), Polypropylenglycol (PPG), Natriumxylolsulfonat, Natriumtoluolsulfonat und Harnstoff, umfasst. Zusammensetzung nach einem vorangehenden Anspruch, worin das Konditionierungsmittel aus emulgiertem Silikon, emulgiertem Polyisobutylenharz und Gemischen davon ausgewählt ist. Zusammensetzung nach Anspruch 4, die weiterhin ein Abscheidungspolymer umfasst. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin das Konditionierungsmittel aus Kohlenwasserstoffölen, Fettestern und Gemischen davon ausgewählt ist. Zusammensetzung nach einem vorangehenden Anspruch, worin das Treibgas aus der Gruppe, bestehend aus Dimethylether, Propan, n-Butan, Isobutan und Gemischen davon, ausgewählt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com