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Dokumentenidentifikation DE60118708T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001259105
Titel Arbeitswerkzeug mit auswechselbarer Spitze
Anmelder Kverneland Klepp AS, Kvernaland, NO
Erfinder SKJAEVELAND, Magne, N-4344 Kvernaland, NO
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Aktenzeichen 60118708
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.01.2001
EP-Aktenzeichen 019040674
WO-Anmeldetag 31.01.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/GB01/00387
WO-Veröffentlichungsnummer 2001056360
WO-Veröffentlichungsdatum 09.08.2001
EP-Offenlegungsdatum 27.11.2002
EP date of grant 12.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A01B 15/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01B 23/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine austauschbare Arbeitsspitze gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Arbeitswerkzeug mit einer austauschbaren Arbeitsspitze.

Die Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Arbeitswerkzeug, das notwendigerweise mit einer oder mehreren Arbeitskanten oder -flächen versehen ist, die ausgelegt sind, um ein bestimmtes Material zu bearbeiten, und deshalb über einen Zeitraum einer verschleißenden Tätigkeit ausgesetzt werden.

Die Erfindung wurde jedoch vor allem in Kombination mit einem Arbeitswerkzeug entwickelt, das in der Lage ist, Erde oder ähnliches Material wie zum Beispiel Sand, Kies, Stein, Bruchgestein zu bearbeiten und gewöhnlich Arbeitskanten besitzt, um in Eingriff mit dem entsprechenden Arbeitsmaterial gebracht zu werden. Die Arbeitskante wird in einem mehr oder weniger langen Zeitraum Verschleiß unterliegen, abhängig vom erforderlichen Vorgang und dem bearbeiteten Material.

Bei einigen klingenartigen Arbeitswerkzeugen ist es hinnehmbar, dass die Kante geschärft wird, sobald sie abgenutzt ist, wobei dies mit einer gewissen Anzahl wiederholt werden kann (mit fortschreitendem Verschleiß in den Hauptkörper des Werkzeuges hinein), wobei schließlich aber das gesamte Werkzeug ausgesondert werden muss. Von anderen Arbeitswerkzeugen ist bekannt, austauschbare Arbeitskanten zu verwenden, die mit Gewindebefestigern, zum Beispiel Bolzen oder Schrauben, an den Hauptkörper des Werkzeuges befestigt sind, geopfert werden, das heißt, dass die Arbeitskanten den Hauptkörper des Werkzeuges (der die teuere Komponente darstellt) vor Abnutzung schützen, und ersetzt werden, wenn ein nicht mehr hinnehmbarer Grad von Verschleiß an dem austauschbaren Teil eingetreten ist.

In Kombination mit Bodenbearbeitungswerkzeugen für die Anwendung in der Landwirtschaft gibt es viele Beispiele von Arbeitselementen oder „Arbeitsspitzen", die austauschbar am Hauptkörper des Werkzeuges befestigt sind, zum Beispiel ein Spitze an der Schar eines Pfluges, ein Messer an einem Pflugkörper oder eine Spitze an einer Ackerfräse. US-A-4754816 beschreibt beispielsweise ein solches Arbeitswerkzeug.

Bei allen diesen Anordnungen wird gewöhnlich das Arbeitselement mittels zweier gesonderter Gewindebefestigern in Position befestigt. Dies ermöglicht eine stabile Befestigung der Elemente und wegen der Nutzung zweier gesonderter Befestigungsmittel widersteht das Element allen Verdrillungen oder Drehbewegungen gut, welchen das Element bei der Bedienung ausgesetzt sein kann, da es zusätzlich allen direkten Kräften, die auf die Trennung des Elementes vom Werkzeuges abzielen, einen Scherwiderstand entgegensetzt.

Es ist offensichtlich, dass die beiden Befestigungsmittel, wenn es notwendig wird, das verschlissene Element zu ersetzen, gelöst und ein Ersatzelement an deren Stelle eingebaut werden. Wenn dieser Schritt „auf dem Feld" ausgeführt wird, stellt dies eine zeitaufwändige und schwierige Aufgabe dar, speziell wenn, wie es oft der Fall ist, die Befestigungsmittel oder Muttern beschädigt, verrostet oder aus einem anderen Grund schwer zu lösen sind. Dasselbe tritt bei einer Routinewartung vor der Verwendung auf. In extremen Fällen ist es nötig, einen Schneidbrenner zum Lösen der Befestigungen einzusetzen.

Mit Hinblick auf die Tatsache, dass eine große Ackerfräse bis zu sechzig getrennte Ackerfräsenzacken (jede mit ihrer eigenen austauschbaren Spitze) besitzt, kann es eine große Aufgabe darstellen, einen vollständigen Satz abgenutzter Spitzen zu ersetzen.

Bei außergewöhnlichen Bodenbedingungen, zum Beispiel schwerem Lehm mit Kies, kann ein neuer Ackerfräsenspitzensatz innerhalb von drei Stunden abgenutzt sein und die Notwendigkeit eines Tausches nach sich ziehen. Ein Traktor zum Einsatz einer solch großen Ackerfräse kostet in der Größenordnung von £200,000 und stellt damit einen sehr teuren Teil des Ausstattungskapitals dar, wobei Ausfallzeiten im Bereich von drei Stunden einen schweren Fall von Unterauslastung eines derart teuren Betriebsmittels darstellen.

In Hinblick auf eine Vereinfachung der Montage und Demontage der austauschbaren Verschleißteile ist es bekannt, eine Befestigungsanordnung am Hauptkörper des Werkzeuges vorzusehen, die nur ein Befestigungsmittel benötigt, wobei dies aber notwendigerweise das Vorhandensein einer geeignet geformten Auflagefläche voraussetzt, welche die Verschleißteile gegen Drehen um die Achse des einzelnen Befestigungsmittels sperrt.

Ein Beispiel einer solchen Befestigungseinrichtung umfasst eine Anordnung eines Verschleißteiles auf einem Hauptkörper einer Ackerfräsenzacke, in der das Verschleißteil einen rechteckigen Rumpf aufweist, der in eine V-förmige Spitze ausläuft und auf der gegenüberliegenden Seite einen schmalen abstehenden Ansatz besitzt. Ein einzelnes Befestigungsmittel verläuft durch den Körper und das Befestigungsloch in der Zacke, wobei eine ebenfalls in der Zacke liegende ausgeformte Fassung oder aufnehmende Aussparung den abstehenden Ansatz aufnimmt, um jedem Drehvorgang, der beim Betrieb an der Zacke mit der Neigung, die Spitze um die Achse des Befestigungsmittels zu drehen, auftreten kann, entgegenzuwirken.

Bei dieser bekannten Anordnung von austauschbaren Ackerfräsenspitzen existiert weiterhin der Nachteil des Montierens und Demontierens des Befestigungsmittels, zusätzlich aber stellt der abstehende Ansatz eine schmale Verlängerung des Hauptkörpers der Spitze dar, das heißt der Hauptkörper ist viel breiter als der Ansatz, und der Ansatz ist deshalb das einzige Mittel, um auf die Spitze wirkenden Drehkräften um die Achse des Befestigungsmittels entgegenzuwirken. Aus diesem Grund verlässt sich die Konstruktion auf die Festigkeit des schmalen Ansatzes, auf den im Einsatz stark konzentrierte Kräfte wirken können, die einen vorzeitigen Ausfall nach sich ziehen können.

Die Erfindung versucht deshalb, eine neuartige Anordnung von austauschbaren Verschleißteilen oder Spitzen zur Befestigung an einer vorderen Kante eines Arbeitswerkzeuges zur Verfügung zu stellen, die gegen Verschieben aus der Arbeitsposition gesichert ist und keine Gewindebefestigung oder andere gesonderte entfernbare Befestigungseinrichtungen benötigt.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein austauschbares Verschleißteil zur Befestigung an einer vorderen Kante eines Arbeitswerkzeuges bereitgestellt, wobei die besagte vordere Kante und besagtes Verschleißteil über zusammenwirkende Führungsanordnungen verfügen, die sich im Allgemeinen senkrecht ausgehend von der vorderen Kante erstrecken und eine vorsprungartige gleitende Passung als Fassung bereitstellen, wodurch das Verschleißteil durch eine sich im allgemeinen senkrecht zur vorderen Kante erstreckende Kraft geführt werden kann, um eine Arbeitsposition einzunehmen, in welcher es gegen Versetzen aus der Arbeitsposition durch Reibungseingriff zwischen den Führungsanordnungen auf dem Verschleißteil und der vorderen Kante fest gesichert ist, und wobei keine Gewindebefestigung oder andere gesonderte entfernbare Befestigungseinrichtung benötigt wird.

Aus diesem Grund kann ein austauschbares Verschleißteil gemäß der Erfindung zum Beispiel mit einem Hammer getrieben werden, um seine Arbeitsposition einzunehmen, und die zusammenwirkenden Führungsanordnungen ermöglichen, dass das Verschleißteil in einer im Allgemeinen zur Vorderkante senkrechten Richtung gleiten kann. Die Führungsanordnungen sind so angeordnet, dass sie einen keilartigen Eingriff auf das Verschleißteil ausüben und somit die in Eingriff bringenden Reibungskräfte zwischen den Führungsanordnungen umso höher sind, je weiter die zurückgelegte Strecke ist.

In einer bevorzugten Anordnung bilden die Führungsanordnungen in der Vorderkante des Werkzeuges eine Fassung, deren Breite sich mit dem Abstand senkrecht nach innen in die vordere Kante hinein verringert, so dass eine sich fortschreitend vergrößernde Verkeilkraft auf ein Verschleißteil wirken kann, wenn es in die Fassung hineingetrieben wird.

Die Fassung kann zwischen einem Paar von gegenüberliegenden Wänden, die zusammenlaufen oder sich verjüngen, gebildet sein, wobei das Verschleißteil gegenüberliegende Seitenflächen aufweist, die sich ebenfalls verjüngen, aber in einem größeren Verhältnis als die Verjüngung der Seitenwände der Fassung, so dass eine sich steigernde Verkeilkraft dazwischen gebildet wird, wenn das Verschleißteil in seine Arbeitsposition getrieben wird, wodurch sich auch der Reibungswiderstand gegen ein mögliches Versetzen fortschreitend vergrößert.

Die zusammenwirkenden Führungsanordnungen haben bevorzugter Weise auch eine Kopplung, die jeder relativen Drehung des Verschleißteiles um seine longitudinale Achse entgegenwirkt.

Die Wände oder Flächen, welche die Führungsanordnung definieren, können im Querschnitt eine entsprechende V-Form aufweisen, obwohl andere Querschnittsformen vorgesehen sein können, um einer Drehung des Verschleißteiles um die longitudinale Achse und relativ zu der vorderen Kante entgegenzuwirken.

Die Erfindung umfasst vorzugsweise eine Anordnung des austauschbaren Verschleißteiles und des Arbeitswerkzeuges in Kombination miteinander.

Das Verschleißteil kann eine Arbeitsspitze, die an einer quer verlaufenden vorderen Kante eines landwirtschaftlichen Werkzeuges befestigt ist, wie eine „Spitze" (vorzugsweise eine umkehrbare Spitze), eine Pflugschar oder eine Ackerfräsenzacke umfassen. Jedoch kann die Erfindung auch auf andere Arten von Arbeitswerkzeugen als landwirtschaftliche Arbeitswerkzeuge angewendet werden, wie z.B. eine Baggerschaufel (vorne oder hinten angebracht) oder eine Laderschaufel, wobei jeweils eine vordere Kante mit Baggerverzahnung über die Länge der vorderen Kante vorgesehen ist, wobei jeder Baggerzahn ein erfindungsgemäßes austauschbares Verschleißteil umfasst.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nun lediglich in Form von Beispielen mit Verweis auf die beigefügten Zeichnungen detailliert beschrieben:

1 ist eine Draufsicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung in der Form einer Pflugschar in Anordnung mit einem austauschbaren Verschleißteil oder einer „Spitze", die kraftschlüssig festsitzt, um eine Montageposition am vorderen Ende der Schar anzunehmen;

2 ist eine Seitenansicht der Anordnung;

3 ist eine Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie A-A aus 1 und zeigt die Kopplung zwischen der äußeren Seitenflächen eines Befestigungsabschnittes des Verschleißteiles und den Seitenprofilen der Fassung, die in der vorderen Kante der Schar definiert ist;

4 ist eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der Erfindung in der Form einer austauschbaren Zinkenspitze zum Befestigen am Ende einer Zacke, gezeigt in explodierter, nicht zusammengebauter Form;

5 ist eine Seitenansicht der Zackenspitze aus 4;

6 ist eine Draufsicht eines anderen Beispieles einer Zackenspitze, nachdem sie in eine Arbeitsposition am Ende einer Ackerfräsenzacke getrieben worden ist;

7 ist eine 6 entsprechende Seitenansicht;

8 ist eine Querschnittsansicht entlang der Schnittlinie A-A in 6 und zeigt die gleitfähige Ineinanderkopplung zwischen den äußeren Seitenflächen eines Befestigungsabschnittes der Zackenspitze und den Seitenprofilen der in der vorderen Kante der Ackerfräsenspitze vorhandenen Fassung, die den Verbindungsabschnitt aufnimmt;

9 ist eine Draufsicht der vorderen Kante einer Ackerfräsenzacke, wobei die Aussparung oder Fassung gezeigt ist, welche den Verbindungssabschnitt der Zackenspitze (aus 4 oder 6) aufnimmt;

10 ist eine Endansicht, welche die Seitenprofile der Fassung zeigt;

11 ist eine Draufsicht einer dritten Ausführungsform der Erfindung, wobei ein austauschbares Verschleißteil gezeigt ist, das am vorderen Ende einer schiefen vorderen Kante eines umkehrbaren Anschlussstückes (kraftschlüssig) befestigt ist;

12 ist eine Draufsicht einer vierten Ausführungsform der Erfindung; und

13 ist eine Seitenansicht der vierten Ausführungsform.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen werden nun die bevorzugten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen austauschbaren Arbeitsteiles oder einer Arbeitsspitze beschrieben, welches bzw. welche zum Befestigen an ein Arbeitsgerät mit einer oder mehreren Arbeitskanten oder Arbeitsflächen, die zur Bearbeitung eines bestimmten Materials ausgelegt und über einen Zeitraum einem verschleißenden Vorgang ausgesetzt sind, angepasst ist.

Die bevorzugten Ausführungsformen, die beschrieben werden, umfassen Werkzeuge zum landwirtschaftlichen Gebrauch, aber es sollte klar sein, dass die Erfindung einen größeren Anwendungsbereich umfasst und für austauschbare Arbeitsspitzen an sich sowie andere Arten und Kombinationen von Werkzeugen, die austauschbare Arbeitsspitzen zur Befestigung daran erfordern, ohne eine Gewindebefestigung oder andere Befestigungsmittel zum Montieren oder Demontieren zu benötigen, verwendet werden kann.

Bezugnehmend auf die 1 bis 3 wird eine erste Ausführungsform der Erfindung verdeutlicht, welche die Kombination einer Pflugschar (und einem auswechselbaren Verschleißteil oder einer „Spitze"), im Allgemeinen durch Bezugszeichen 10 bezeichnet, umfasst und Befestigungslöcher 11 entlang ihrer unteren Kante aufweist, wodurch die Schar 10 an einem Pflug angebracht werden kann, wobei sie sich, wenn sie in Position montiert ist, quer entlang dem vorderen Ende oder Kante 12 der Schar 10, die den stirnseitigen Teil der Schar darstellt und als erste während einer Vorwärtsbewegung des Pflugkörpers in den Boden greift, verläuft. Ein austauschbares Verschleißteil oder eine Spitze, allgemein durch Bezugszeichen 13 dargestellt, ist (kraftschlüssig) im vorderen Ende 12 der Schar 10 so befestigt, dass es eine Arbeitsposition einnimmt, nachdem es durch eine im allgemeinen senkrecht zur vorderen Kante 12 weisenden Kraft z.B. durch einen Hammer hineingetrieben worden ist. In der Arbeitsposition ist das Verschleißteil 13 gegen Verschiebung aus der Arbeitsposition durch einen Reibungseingriff zwischen den Führungsanordnungen auf dem Verschleißteil 13 und einer geeigneten Aufnahmeanordnung, welche in der vorderen Kante vorgesehen ist, ohne Bedarf eines Gewindes oder anderen Befestigungsmittels gesichert.

In der dargestellten Ausführungsform ist eine Aufnahmefassung 14 im vorderen Endbereich 15 der Schar 10 ausgebildet, wobei die Fassung 14 durch ein Paar gegenüberliegender profilierter Seitenkanten 16 (siehe 3) definiert ist, die, wie in 1 dargestellt, zusammenlaufen oder sich verjüngen, wodurch ein fortschreitend steigernder Verkeilvorgang auf einen abstehenden Verbindungsabschnitt 17 des Verschleißteiles 13 wirkt.

Der Verbindungsabschnitt 17 hat gegenüberliegende äußere Seitenkanten 18, die ebenfalls, aber in einem kleineren Umfang als die Seitenkanten 17 im Inneren der Fassung 14, zusammenlaufen, wodurch eine fortschreitende axiale Bewegung des Verbindungsabschnittes 17 im Inneren der Fassung 14 zu einem fortschreitend anwachsenden Verkeilungsvorgang führt und eine Reibungskraft zwischen den zusammenwirkenden Führungsanordnungen (die innere Seitenfläche 16 der Fassung 14 und die äußeren Seiten 18 des Verbindungsabschnittes 17) auftritt.

Die Verschleißspitze 13 ist aus einem geeigneten harten Verschleißmaterial z.B. geschmiedetem Metall gefertigt, wobei der überwiegende Teil jeglichen Verschleißvorganges, der auf die Kombination Schar 10 und Spitze 13 wirkt, von der Spitze 13 getragen wird, da es das erste Teil der Kombination darstellt, das in den unbearbeiteten Boden greift. Die Arbeitskräfte, die auf die Spitze 13 wirken, sind tendenziell so wirksam, dass der Befestigungsabschnitt 17 noch weiter in die Fassung 14 gedrückt wird, so dass aus diesem Grund bei einem gewöhnlichen Gebrauch keine Gefahr besteht, dass die Spitze 13 aus ihrer Befestigungslage gelöst wird. Es ist offensichtlich, dass alle auf die Spitze wirkenden Kräfte, ausgenommen axial verlaufende Kräfte, ein Drehmoment auf die Spitze 13 ausüben können, wobei jedoch jeder Drehung der Spitze 13 in der Fassung 14 durch Ineinandergreifen der Führungsanordnungen entgegengewirkt wird. Des Weiteren wird jeder möglichen Tendenz der Spitze 13, sich um ihre allgemeine Längsachse 19 zu drehen, durch das zusammenwirkende Ineinandergreifen zwischen jeder äußeren Seite 18 des Befestigungsabschnittes 17 und der entsprechenden inneren Seitenkante 16 entgegengewirkt. Wie aus der 3 eindeutig ersichtlich ist, ist jede der zusammenwirkenden Führungsanordnungen V-förmig, wobei das Ineinandergreifen z.B. so beschaffen ist, dass es allen auf die Verschleißspitze 13 wirkenden Drehkräften um die Längsachse 19 stabil widersteht.

Bei Nutzung der Kombination Schar 10 und Verschleißspitze 13 ist die Schar 10 Verschleißvorgängen unterworfen, wenn sie sich durch den Boden bewegt, der Hauptteil aller Verschleißkräfte wird aber vom Verschleißteil 13 getragen, welches aus einem geeigneten verschleißresistenten Material gefertigt ist, wobei dies in Kombination mit der stabilen aber einfachen Art der Befestigung in Position bedeutet, dass die Verschleißspitze den Großteil der Verschleißeinwirkung ausgesetzt wird, wodurch die effektive Lebensdauer der Schar 10 verlängert wird.

Das Verschleißteil 13 kann leicht durch einfache Anwendung einer treibenden Kraft, welche den Befestigungsabschnitt 17 in die Fassung 14 einpasst, z.B. mit einem Hammer in Position gebracht werden. Jedoch wird die Verschleißspitze 13 über einen Zeitraum dem Verschleißvorgang ausgesetzt, und sobald ein unzulässiger Grad von Verschleiß aufgetreten ist, ist es eine einfache Angelegenheit, die Kombination durch Einführen eines Keilwerkzeuges (nicht dargestellt) zwischen das innere Ende 20 des Befestigungsabschnitts 17 und das innere Ende 21 der Fassung 14 auseinander zu bauen. Deshalb kann das Ersetzen einer verschlissenen Spitze 13 sehr einfach stattfinden, entweder während der Routinewartung oder auf dem Feld, sofern nötig, ohne dabei verschraubte Verbindungssmittel, wie sie an bekannten Anordnungen genutzt werden, lösen zu müssen.

Nachweislich ist die in den 1 bis 3 dargestellte Kombination von der Art einer Fassung-Vorsprung-Einpassung, in welcher der Vorsprung auf dem Verschleißteil 13 und die Fassung im vorderen Ende der Schar 10 vorgesehen ist. Jedoch kann diese Anordnung auch umgekehrt werden, wodurch der Befestigungsvorsprung sich vom vorderen Ende 12 der Schar 10 abhebt und ein Verschleißteil mit einer aufnehmenden Fassung oder einer Aussparung auf den Vorsprung getrieben werden kann. Ein ähnlicher Verkeilungsvorgang, der ebenfalls drehungsstabil ist, wird durch die zusammenwirkende Kopplung zwischen den jeweiligen Führungsanordnungen bereitgestellt.

Nun wird auf die 4 und 5 bezugnehmend eine zweite Ausführungsform der Erfindung angewandt auf eine Ackerfräsenzacke (siehe auch 9 und 10) und eine auswechselbare Zackenspitze dargestellt. Die Spitze ist in 4 gezeigt und allgemein mit dem Bezugszeichen 22 bezeichnet, wobei sie einen rechteckigen Hauptkörper 23 besitzt, der mit einer V-förmigen Spitze 24 an einem Ende und einem nach hinten hervorragenden Befestigungsabschnitt 25 an ihrem gegenüberliegenden Ende vorgesehen ist. Der Befestigungsabschnitt 25 erfüllt eine ähnliche Funktion wie der Befestigungsabschnitt 17 der Verschleißspitze 13 in der ersten Ausführungsform und wird in einen Reibungseingriff in eine im unteren Befestigungsende 27 der Ackerfräsenzacke (in explodierter nicht zusammengebauter Form dargestellt) ausgebildete Fassung oder Aussparung 26 getrieben. Das Ineinandergreifen von Befestigungsabschnitt 25 und Aussparung 26 ist im Allgemeinen dasselbe wie in der ersten Ausführungsform, wobei nach dem Treiben der Zackenspitze 22 (die ein weiteres Beispiel eines Verschleißteiles oder einer Verschleißspitze darstellt) in eine Arbeitsposition in der Aussparung 26 die reibungsbedingte Ineinanderkopplung der zusammenwirkenden Führungsanordnungen ausreichend ist, um die Spitze 22 in ihrer Arbeitsposition zu halten. Wie in der vorherigen Ausführungsform besteht durch die zusammenwirkende Kopplung zwischen den Führungsanordnungen ein Widerstand gegen jede Drehbewegung, die während des Gebrauchs auf die Spitze 22 wirken kann.

Eine alternative Art von Verschleißteil 22a ist in den 6 bis 8 montiert an eine Ackerfräsenzacke oder ein anderes landwirtschaftliches Werkzeug 27a dargestellt.

Bezugnehmend auf 11 wird eine dritte Ausführungsform eines austauschbaren Verschleißteils oder einer Verschleißspitze zum Zusammenbau mit einem umkehrbaren Anschlussstück, allgemein mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet, gezeigt. Das Anschlussstück 30 hat eine geneigte Vorderkante 31, wobei eine auswechselbare Verschleißspitze z.B. mit einem Hammer hineingetrieben wird, um die in 11 dargestellte Arbeitsposition, welche im Inneren einer Aussparung oder Fassung 33 im Bereich des vorderen Endes vorliegt, einzunehmen. Auf den gegenüberliegenden inneren Seitenkanten der Aussparung 33 sind erneut zusammenwirkende Führungsanordnungen und die gegenüberliegenden äußeren Seiten der Verschleißspitze 32, die für die benötigte Reibungskopplung, um das Verschleißteil 32 in der Arbeitsposition zu halten, sorgen, nachdem sie durch gleitende Längsbewegung in die Arbeitsposition getrieben worden ist, vorgesehen. Es ist ebenfalls ein Widerstand gegen alle Drehbewegungen, die bei der Benutzung auf das Verschleißteil wirken, vorhanden.

Es sollte zu 11 gesondert erwähnt werden, dass sich die Verschleißspitze 32 im Bereich 31a der geneigten vorderen Kante des Anschlussstückes 30 oder in der Nähe befindet. Deshalb greift in der Praxis zuerst das vordere Ende 32a der Verschleißspitze in unbearbeiteten Boden, und da die Verschleißspitze 2 aus einem gegen abreibende Vorgänge überaus widerstandsfähigen Material gefertigt ist, kann sie eine lange Betriebslebensdauer haben, wobei sie, während sie, wenn auch nur in kleinem Umfang, nach vorne von der Vorderkante 31 absteht, der hauptsächlichen Verschleißeinwirkung des unbearbeiteten Bodens ausgesetzt ist, den Boden lockert und dann bei fortfahrender Vorwärtsbewegung der vorderen Kante 31 weiteren Arbeitsvorgängen unterzogen wird.

Die Verschleißspitze 32 wird in ihre Arbeitsposition in der Fassung getrieben und, sobald einmal ein unzulässiger Grad von Verschleiß aufgetreten ist, kann die Verschleißspitze 32 durch Einführen eines Keilwerkzeuges (nicht dargestellt) zwischen die inneren Enden der Verschleißspitze 32 und der Aussparung 33, in der sie befestigt ist, entfernt werden.

Die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen stellen Beispiele der Erfindung, angewandt auf landwirtschaftliche Werkzeuge und auswechselbare Verschleißteile oder -spitzen, zur Benutzung mit jenen dar. Jedoch eignet sich die Erfindung auch für andere Beispiele von Arbeitswerkzeugen mit einer vorderen Kante oder Fläche, die einem Verschleißvorgang ausgesetzt wird, wie die Vorderkante einer Bagger- oder Laderschaufel.

Gewöhnlich haben Baggerschaufeln grabende Zähne, die entlang der vorderen Kante angebracht sind, wobei derzeit die Befestigung dieser Zähne mittels Schraubverbindungen, Nieten und anderen ähnlichen Befestigungen erfolgt. Jedoch sollte klar sein, dass sich das Konzept der auswechselbaren Verschleißspitzen ohne Schraubverbindungen auch auf Grabzähne, die an einer Baggerschaufel oder dergleichen vorgesehen sind, anwenden lässt.

Eine vierte Ausführungsform der Erfindung ist in den 12 und 13 dargestellt und umfasst eine Haltevorrichtung 40 sowie ein Anschlussstück 41 mit einer gleitenden Einpassung mittels Führungsanordnungen in die Haltevorrichtung 40, die zulassen, dass das Anschlussstück 41 durch eine im Allgemeinen senkrecht zur vorderen Kante stehende Kraft getrieben werden kann, um eine Arbeitposition einzunehmen, in der es gegen Verschieben aus der Arbeitsposition durch Reibungseingriff zwischen den Führungsanordnungen ohne Erfordernis einer Schraubbefestigung oder einer anderen gesonderten entfernbaren Befestigung gesichert ist.

Die vierte Ausführungsform aus den 12 und 13 ist im Allgemeinen ähnlich zu den anderen Ausführungsformen. Im Wesentlichen umfasst sie eine Haltevorrichtung, wie in 9 gezeigt, und ein Anschlussstück, wie in 4 gezeigt. Die Haltevorrichtung 40 ist an einer Zinke 42 befestigt und besteht aus zwei Teilen, die einen Hauptteil 43, der eine mittlere Haltevorrichtung bildet und an dem das Anschlussstück 41 lösbar befestigt ist, sowie einen hinteren/oberen Halterungsteil 44, der mit einem einzelnen Bolzen 45 an der Zinke befestigt ist, umfassen. Um jedoch Drehbewegungen des verschleißenden Halterungsteils 44 um den Bolzen 45 und damit ein Pendeln beim Betrieb zu verhindern, ist eine abgeschrägte Zunge vorgesehen, die in eine entsprechende Aussparung oder Kerbe 47 im Haupthalterungsteil 40 eingepasst ist.


Anspruch[de]
Austauschbares Verschleißteil (13, 22, 22a, 32, 41) zur Montage an einer vorderen Kante (12, 27) eines Arbeitswerkzeugs (10, 27, 30), wobei die vordere Kante und das Verschleißteil zusammenwirkende Führungsanordnungen (16, 18) aufweisen, welche sich im Allgemeinen senkrecht zu der vorderen Kante erstrecken und welche eine flanschartige und vorsprungsartige gleitende Passung bereitstellen, wodurch das Verschleißteil durch eine Kraft getrieben werden kann, welche sich im Allgemeinen senkrecht zu der vorderen Kante erstreckt, um eine Arbeitsstellung einzunehmen, in welcher es sich fest gegenüber einer Verschiebung aus der Arbeitsstellung durch einen Reibungseingriff zwischen den Führungsanordnungen (16, 18) auf dem Verschleißteil und der vorderen Kante befindet, wobei die zusammenwirkenden Führungsanordnungen (16, 18) ermöglichen, dass das Verschleißteil (13) in eine Richtung gleitet, welche im Allgemeinen senkrecht zu der vorderen Kante (12) ist, und wobei ein keilartiger Eingriff zwischen den Führungsanordnungen (16, 18) vorhanden ist, so dass die Reibungseingriffskräfte, welche zwischen den Führungsanordnungen wirken, umso stärker sind, umso größer der zurückgelegte Abstand ist:

dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnungen durch Wände oder Flächen (16, 18) definiert sind, welche eine passende V-Form im Querschnitt aufweisen, um einer relativen Drehung des Verschleißteiles (13) um seiner Längsachse (19) entgegenzutreten.
Austauschbares Verschleißteil nach Anspruch 1, und in Kombination mit einem Arbeitswerkzeug (10, 27, 30), in welchem der Flansch durch ein Paar gegenüberliegende Seitenwände (16) definiert ist, welche konvergent oder kegelförmig sind, und wobei das Verschleißteil (13) gegenüberliegende äußere Seitenflächen (18) aufweist, welche auch, aber mit einem geringeren Umfang als die Verjüngung der Seitenwände (16) des Flansches, konvergent oder kegelförmig sind, so dass eine sich erhöhende Verkeilkraft dazwischen erzeugt wird, wenn das Verschleißteil (13) zu seiner Arbeitsstellung getrieben wird, wodurch sich auch der Reibungswiderstand gegen eine mögliche Verschiebung fortschreitend erhöht. Austauschbares Verschleißteil nach Anspruch 1, und in Kombination mit einem Arbeitswerkzeug (10, 27, 30), in welchem der Flansch durch ein Paar gegenüberliegende Seitenwände (16) definiert ist, welche konvergent oder kegelförmig sind, und wobei das Verschleißteil (13) gegenüberliegende äußere Seitenflächen (18) aufweist, welche auch, aber mit einem größeren Umfang, als die Verjüngung der Seitenwände (16) des Flansches, konvergent oder kegelförmig sind, so dass eine sich erhöhende Verkeilkraft dazwischen erzeugt wird, wenn das Verschleißteil (13) zu seiner Arbeitsstellung getrieben wird, wodurch sich auch der Reibungswiderstand gegenüber einer möglichen Verschiebung fortschreitend erhöht. Verschleißteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, und ausgestaltet, um sich auf einer quer erstreckenden vorderen Kante eines Landwirtschaftswerkzeugs zu erstrecken, wie zum Beispiel einem Anschlussstück (30), einer Pflugschar (10), einer Ackerfräsenzacke (27) oder einem Halteabschnitt (27) eines Landwirtschaftswerkzeugs. Verschleißteil nach Anspruch 4, bei welchem die Führungsanordnungen (16, 18) des Verschleißteiles (13, 22, 23a, 32, 41) im Profil v-förmig sind und auf gegenüberliegenden Kanten eines hervorragenden Montageabschnitts (17, 25, 25a, 32) des Verschleißwerkzeugs vorhanden sind. Verschleißteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und welches eine Haupthalterung (40) umfasst, welche lösbar an einer Zacke (42) zu befestigen ist, und an welcher ein Anschlussstück (41) lösbar befestigt ist, und wobei die Halterung (40) zwei Teile umfasst, nämlich ein Haupthalterungsteil (43) und ein rückseitiges/oberes Halterungsteil (44), welches an der Zacke (42) über ein einziges Befestigungsmittel (45) befestigt werden kann, und welches eine zungen- und vertiefungsartige Passung (46, 47) mit dem Haupthalterungsteil (40) aufweist, um eine Drehung um das Befestigungsmittel zu verhindern, wobei das rückseitige/obere Halterungsteil auch dazu dient, um als eine Verschleißschutzplatte für die Zacke zu wirken.






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