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Dokumentenidentifikation DE60118709T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001259454
Titel LADEVORRICHTUNG
Anmelder Ponsse Oyj, Vieremä, FI
Erfinder SEPPÄLÄ, Teijo, FIN-40740 Jyväskylä, FI
Vertreter Patentanwälte Dr. Solf & Zapf, 81543 München
DE-Aktenzeichen 60118709
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.02.2001
EP-Aktenzeichen 019058411
WO-Anmeldetag 01.02.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FI01/00091
WO-Veröffentlichungsnummer 2001056915
WO-Veröffentlichungsdatum 09.08.2001
EP-Offenlegungsdatum 27.11.2002
EP date of grant 12.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B66C 23/683(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B66C 23/42(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E02F 3/30(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein bewegungssynchronisierter Ladekran für Holzhandhabungsvorrichtungen, der

  • – ein mit Drehvorrichtung ausgestattetes Fußteil zum Anbauen des Ladekrans an eine Trägermaschine,
  • – einen an das Fußteil angelenkten Hauptarm,
  • – einen an den Hauptarm angelenkten Knickarm,
  • – einen Hubzylinder, der mit seinem einen Ende an das Fußteil und mit seinem anderen Ende direkt oder indirekt an den Hauptarm zum Bewegen desselben angelenkt ist,
  • – einen an den Knickarm direkt oder indirekt gefügten Hebel zum Bewegen des Knickarms und
  • – einen Verschiebezylinder, der mit seinem einen Ende am Hauptarm und mit seinem anderen Ende über ein erstes Gelenk an besagten Hebel gefügt ist, umfasst.

Derartige bewegungssynchronisierte Ladekräne werden besonders in Holzerntemaschinen eingesetzt. Der Ladekran trägt verschiedene Holzbehandlungsvorrichtungen wie Prozessoraggregat, Fällaggregat oder Holzgreifer. Ein solcher Ladekran kann dank seiner Eigenschaften erfolgreich in der Holzernte und beim Fällen der Bäume in gewünschter Weise eingesetzt werden. Die vorherrschenden Einsatzmethoden sind Durchforstung und Endnutzung. Der Ladekran ist im Allgemeinen mit Bolzen, die durch eine Flanschplatte geführt sind, am Rahmen der Holzerntemaschine befestigt.

Man kennt bereits einen in Forstmaschinen eingesetzten Holzladekran, der einen separaten Hubarm und einen Knickarm und diese Arme betätigende Hydraulikzylinder umfasst, wobei die Arme unabhängig voneinander arbeiten. Die Bewegungsbahn des Hauptarmes und die Bewegungsbahn des Knickarmes sind also dabei nicht miteinander gekoppelt. Beim Betrieb des Ladekrans müssen dabei, um eine kontrollierte Bewegungsbahn zu erzielen, im Allgemeinen zwei verschiedene Steuerbewegungen gleichzeitig durchgeführt werden. Bei der Holzernte tritt meistens eine im Wesentlichen waagrechte Bewegungsbahn auf. Manuell ist eine solche Bewegungsbahn nur sehr schwer zu erzielen, so dass es im Allgemeinen zu einer mit Auf- und Abschwingen verbundenen Bewegungsbahn kommt, was sowohl für die Last als auch für das Gerät nachteilig ist.

Aus der Schrift US 5,197,615 kennt man ein so genanntes Weitwinkelgelenk, bei dem die Bewegungen der Arme außerdem miteinander gekoppelt sind. Neben dem großen Winkelbereich vermag dieser Gelenkmechanismus auch das oben genannte Problem zu lösen. Unter Benutzung nur eines Hydraulikzylinders vollführt das freie Ende des Pendelarms eine im Wesentlichen waagrechte Bewegung (4). Aus der gleichen Zeichnung geht auch die typische Konstruktion des Weitwinkelgelenks hervor, bei dem der äußerste Arm über einen Hebel betätigt wird, der separat durch eine Zwischenstange an den vorangehenden Arm gebunden ist.

Aus der internationalen Patentschrift WO97/41056 kennt man einen Ladekran, bei dem zwei andere Gelenkmechanismen gezeigt sind, die das oben genannte Problem zu lösen vermögen. Der ein Weitwinkelgelenk enthaltende Gelenkmechanismus nach 1 ist in seiner Konstruktion einfach, erfordert aber eine hochgenaue Dimensionierung. Der Gelenkmechanismus nach 2 stellt eine vereinfachte Version dar, bei der die Bewegungen der Arme gekoppelt sind. Der den Knickarm betätigende Hydraulikzylinder ist mit seinem unteren Ende an den Hauptarm und mit seinem oberen Ende an die Knickarm-Verlängerung angelenkt, die unmittelbar den den Knickarm betätigenden Hebel bildet. Hier verdient auch der Umstand Beachtung, dass der Hauptarm, die Knickarm-Verlängerung und der Zylinder ein Dreieck bilden, in dem durch Veränderung der Zylinderlänge der Winkel zwischen den zwei Seiten konstanter Länge verändert wird. Im in 2 gezeigten Fall sind die Bewegungsbahnen der Arme mit Hilfe des Hubzylinders so miteinander gekoppelt, dass dessen unteres Ende auf bekannte Weise ans Fußteil und dessen oberes Ende an die Knickarm-Verlängerung, und zwar an den gleichen Bolzen wie der Verschiebezylinder, angelenkt ist.

Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen gegenüber dem Stand der Technik leistungsfähigeren, aber gleiche Gewichts- und Dimensionseigenschaften aufweisenden Ladekran zu schaffen. Erreicht wird dies erfindungsgemäß mit den in den Patentansprüchen definierten Merkmalen. Präziser gesagt ist für die erfindungsgemäße Vorrichtung hauptsächlich kennzeichnend, dass der Hauptarm als Teleskoparm ausgeführt ist und einen ans Fußteil angelenkten Rahmen und ein linear zu diesem bewegliches Teleskopteil umfasst. Der Verschiebezylinder des Ladekrans dient dazu, das Teleskopteil relativ zum Rahmen des Hauptarms zu bewegen, und das Teleskopteil ist über ein erstes Gelenk an einen den Knickarm betätigenden Hebel angelenkt. Der Ladekran hat eine Zwischenstange, die mit ihrem einen Ende an den Rahmen des Hauptarms und mit ihrem anderen Ende über ein zweites Gelenk an den besagten Hebel angelenkt ist, wobei sich dieses zweite Gelenk in einem Abstand von besagtem ersten Gelenk befindet.

Im Zusammenhang mit der Erfindung wird für den Hub- und den Knickarm auch die Sammelbezeichnung Ausleger benutzt. Der Hubzylinder kann neben dem eigentlichen Hubzylinder auch den (dazugehörigen) Mechanismus umfassen. Der Hub- und der Verschiebezylinder, die den Ausleger steuern, werden auch als Antriebszylinder bezeichnet. Mit der Erfindung werden beträchtliche Vorteile erzielt. Bei dem Ladekran nach dieser Erfindung ist der Hubzylinder auf dem Hauptarm, d.h. oberhalb desselben angeordnet und befindet sich somit nahe bei der Trägermaschine und ist beim Bewegen des Ladekrans geschützt. Auf diese Weise wurde eine schmale Konstruktion des Ladekrans erreicht, so dass der Maschinenführer ein freieres Gesichtsfeld als bei den bekannten Konstruktionen hat. Bei einer Ausführungsform ist der Verschiebezylinder innen im Hauptarm und damit geschützt angeordnet.

Wenngleich der erfindungsgemäße Gelenkmechanismus sowohl in Verbindung mit Weitwinkelkranen als auch mit einfachen Gelenkkranen zur Anwendung gebracht werden kann, so bildet doch der bewegungssynchronisierte Ladekran nach Anspruch 2 eine besonders vorteilhafte Ausführungsform, weil sich bei ihm die Synchronisierung außerordentlich leicht bewerkstelligen läßt mit der Folge, dass in Arbeitssituation die Bewegungsbahn der Knickarmspitze im Wesentlichen geradlinig verläuft. Bei einer anderen Ausführungsform wird das Teleskopteil des Hauptarms durch Einsatz von Gleitführungen linear gestaltet. Gemäß einer dritten Ausführungsform ist die Zwischenstange einschließlich ihrer Gelenke dazu eingerichtet, zur Verringerung der Momentlast des Teleskopteils Seitenkräfte aufzunehmen.

Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von Beispielen und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Ladekran;

2 einen erfindungsgemäßen Ladekran in gestreckter Stellung;

3 einen anderen erfindungsgemäßen Ladekran, an ein Trägerfahrzeug angebaut;

4 einen dritten erfindungsgemäßen Ladekran;

5 einen Schnitt V-V nach 1.

In 1 ist ein erfindungsgemäßer Ladekran gezeigt, der ein mit Drehvorrichtung ausgestattetes Fußteil 1, mit dem er an die Trägermaschine angebaut wird, hat. An dem Fußteil 1 ist der Ladekran-Ausleger angeordnet, der einen Hauptarm 2 und einen Knickarm 7 umfasst. Angetrieben werden die Arme von zwei Hydraulikzylindern, nämlich dem Hubzylinder 3 und dem Verschiebezylinder 5. Der Hauptarm 2 ist als Teleskopkonstruktion ausgeführt und umfasst den ans Fußteil 1 angelenkten Rahmen 2' und das linear zum Hauptarm 2 bewegliche Teleskopteil 6. Zwischen dem Rahmen 2' und dem Teleskopteil 6 sind weiter unten näher beschriebene Gleitführungen angeordnet. Der Verschiebezylinder 5 des Knickarms 7 ist innen im Rahmen 2' des Hauptarms 2 angeordnet und dient dazu, das Teleskopteil 6 des Hauptarms 2 relativ zum Rahmen 2' des Hauptarms zu bewegen. Der Verschiebezylinder 5 ist bevorzugt ins untere Teil des Hauptarms 5 gefügt. Der Hubzylinder 3 ist auf der zum Knickarm 7 entgegengesetzten Seite des Hauptarms 2 im Wesentlichen parallel zum Hauptarm 2 und so in der Bewegungsebene der Arme angeordnet, dass er mit seinem einen Ende an die Montageplatte 4 des Fußteils und mit seinem anderen Ende an den weiter unten beschriebenen Hebel 9 angelenkt ist.

Das Teleskopteil 6 ist über das erste Gelenk 12 an den den Knickarm 7 bewegenden Hebel 9 angelenkt. Außerdem ist das Teleskopteil 6 mit seinem Ende an das untere Gelenk 22 des Knickarms 7 angelenkt. Der Ladekran hat eine feste Verbindungsstange 8, die mit ihrem einen Ende an den Rahmen 2' des Hauptarms 2 und mit ihrem anderen Ende an das in einem Abstand vom ersten Gelenk 12 befindliche zweite Gelenk 13 des besagten Hebels 9 angelenkt ist. Der Hubzylinder 3 ist über dem Hauptarm 2 angeordnet und an den besagten Hebel 9, der den Knickarm 7 bewegt, über das dritte Gelenk 14 angelenkt, das sich in einem Abstand von besagtem zweiten Gelenk 13 auf der zu besagtem ersten Gelenk 12 entgegengesetzten Seite befindet. Der Hebel 9 bildet ein Teil des so genannten Weitwinkelgelenks, in dem der Hebel 9 den Knickarm 7 über die Kraftübertragungsstange 10 bewegt. Diese Kraftübertragungsstange 10 ist mit ihrem einen Ende an das besagte zweite Gelenk 13 des Hebels 9 und mit ihrem entgegengesetzten Ende ans obere Gelenk 23 des Knickarms 7 angelenkt. Die Verbindungsstange 8 und die Kraftübertragungsstange 10 einschließlich ihrer Gelenke nehmen Seitenkräfte auf und verringern so die Momentlast der Gleitelemente. Der Knickarm 7 wird hier mit Hilfe eines so genannten Weitwinkelgelenks angetrieben, mit dem u.a. ein größerer Öffnungswinkel erzielt wird als in dem Fall, dass der Zylinder direkt mit dem anzutreibenden Arm verbunden ist.

2 zeigt den erfindungsgemäßen Ladekran in extrem gestreckter Stellung. Das Teleskopteil 6 ist um die Strecke L aus dem Rahmen 2' des Hauptarms 2 ausgefahren, wobei das Weitwinkelgelenk den Knickarm in seine Stellung mit größter Reichweite gebracht hat. Die Strecke L liefert dabei zusätzliche Reichweite. Das Teleskopgelenk ist durch einen (nicht dargestellten) elastischen Balg geschützt.

3 zeigt eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ladekrans, angebaut an einen Forsttraktor 20. Der Ausleger ist hier mit einem Harvesteraggregat 21 ausgerüstet. Bei dieser Ausführungsform bildet der Hubzylindermechanismus 3 keine einheitliche Konstruktion vom Fußteil 1 bis zum Hebel 9, sondern ist durch einen kürzeren eigentlichen Hubzylinder 3' und seinen Hilfsmechanismus ersetzt. Im Wesentlichen in der Mitte des Hauptarms 2 ist ein Gelenkteil 18 befestigt, mit dem der Hubzylinder 3' an seinem oberen Ende verbunden ist. An diesem Gelenkteil 18 ist zwischen dem Gelenk des Hubzylinders 3' und dem Hauptarm 2 die Stabilisatorstange 19 angelenkt, die mit ihrem anderen Ende an das besagte dritte Gelenk 14 des Weitwinkelgelenk-Hebels 9 angelenkt ist. Das Gelenkteil 18 fungiert als Kraftwandler, in dem bei Veränderung der Hublänge des Hubzylinders 3' die Hublänge der Stabilisatorstange 19 im gleichen Verhältnis verändert wird. Durch diese Lösung wird die Kolbenstange des Hubzylinders 3 verkürzt und damit die Knickgefahr dieser Kolbenstange verringert. Außerdem ist diese Konstruktion stabiler als der in 1 gezeigte einzelne lange Hubzylinder 3. Ansonsten überträgt die Stabilisatorstange 19 die Kraft des Hubzylinders 3' des Weitwinkelgelenks in gleicher Weise wie ein langer Hubzylinder.

4 zeigt eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ladekrans. Diese Ausführungsform hat kein separates Hebelelement, sondern als Hebel 9' fungiert hier eine feste Verlängerung des Knickarms 7. Das Ende des Teleskopteils 6 des Hauptarms 2 ist über das Gelenk 12 am Knickarm 7 und damit auch am Hebel 9' befestigt. Weiter ist die Verbindungsstange 8 über das Gelenk 13 am Hebel 9' befestigt, und der Hubzylinder 3 ist über das am zur Last 21 entgegengesetzten Ende des Knickarms 7 befindliche Gelenk 14 an den Hebel 9' angelenkt. Infolge Wegfalls des bei der Ausführungsform nach 1 vorhandenen separaten Hebels 9 und der Kraftübertragungsstange 10 wird die Gelenkkonstruktion vereinfacht, wenngleich das mit einem kleineren Öffnungswinkel erkauft ist.

5 zeigt einen Querschnitt in der Ebene V-V des Ladekrans nach 1. Der teleskopische Hauptarm 2 hat zwischen dem Rahmen 2' und dem Oberteil 6 des Teleskopteils angeordnete Gleitführungen 15, 16, die eine Linearbewegung ermöglichen. Diese Gleitführungen bestehen bevorzugt zum Beispiel aus PTFE-Kunststoff (Teflon®) oder einem anderen geringe Reibung aufweisenden und verschleißfesten Werkstoff. Die Gleitführungen können auf jeder der beiden Seiten entweder zusammenhängend die gesamte Gleitlänge deckend oder unzusammenhängend aus zwei oder mehr hintereinander angeordneten Stücken bestehend ausgeführt sein.

Nach einer anderen Ausführungsform können, um eine Linearbewegung zu ermöglichen, am teleskopischen Hauptarm 2 auch eine oder mehrere Rollen zwischen dem Rahmen 2' und dem Teleskopteil 6 angeordnet sein. Meistens dürfte es sich empfehlen, zur Aufnahme größerer Punktlasten Rollen zu benutzen und bei kleineren Lasten mit Gleitführungen zu operieren.

Die Belastung der Gleitführungen lässt sich wesentlich verringern indem man die Verbindungsstange 8 und die Kraftübertragungsstange 10 so konzipiert, dass sie auch seitlich gerichtete Kräfte und Momente aufnehmen, wobei das seitliche Pendeln der Last teilweise als Seitenkraft auf die Kraftübertragungsstange 10 übertragen und ein Verwinden des Teleskopteils 6 gegenüber dem Rahmen 2' vermieden wird.

Der erfindungsgemäße Ladekran in der Ausführungsform von 1 funktioniert folgendermaßen: Beim Arbeiten mit dem Ladekran bewirkt man mit einer einzigen Steuerbewegung das Strecken bzw. Einziehen des Auslegers, der einen Hauptarm 2 und einen Knickarm 7 umfasst. Der Verschiebezylinder 5 steuert ein Dreieck, dessen Seiten von der Verbindungsstange 8, dem Hauptarm 2 und dem Hebel 9 gebildet werden. In diesem Dreieck sind die Verbindungsstange 8 und der gegenseitige Abstand der Gelenke des Hebels 9 in ihrer Länge konstant. Hingegen ändert sich infolge der Wirkung des Verschiebezylinders die Länge des Abschnitts des Hauptarmes 2. Wird mit dem Verschiebezylinder 5 auf das Dreieck eine parallel zum Hauptarm 2 gerichtete Verschiebekraft ausgeübt, so kommt es zu einer Veränderung des vom Hauptarm 2 und dem Hebel 9 eingeschlossenen Winkels, als deren Folge die übrigen Bewegungen entstehen. Beim Schwenken des Hebels 9 gegen den Uhrzeigersinn in 1 bewirkt er über die Verbindungsstange 10 ein weiteres Öffnen des Knickarms 7. Gleichzeitig bewirkt der am dritten Gelenk an der Spitze des in seiner Länge unveränderlichen Hebels 9 angreifende Hubzylinder 3 eine Reaktionskraft, die den Hauptarm 2 zwingt, sich zu senken. Die Bewegungen der Arme sind also miteinander synchronisiert. Daraus folgt, dass die Spitze des Knickarms beim Arbeiten eine im Wesentlichen waagrechte Bewegungsbahn hat.

Mit dem erfindungsgemäßen Ladekran werden gegenüber den bisher bekannten Ladekranen zahlreiche Verbesserungen erzielt. Bei dem erfindungsgemäßen Ladekran ist der Abstand des Befestigungspunktes des Hauptarms 2 von der Trägermaschine 20 gering, und beide Zylinder sind unten angeordnet, so dass der Schwerpunkt des Ladekranes ziemlich tief zu liegen kommt. Dadurch gewinnt die Trägermaschine unter den wechselhaften Gelände- und Belastungsbedingungen an Stabilität. Das aus dem Teleskopteil 6 resultierende zusätzliche Gewicht ist relativ gering. Der Verschiebezylinder 5 befindet sich gut geschützt im Inneren des Hubarms. Da sich weiter der Hubzylinder 3 im Wesentlichen in gleicher Schnittebene mit dem Hauptarm 2 und dem Knickarm 7 befindet, hat der Ladekran nur eine sehr geringe Breite.

Die Zylinder 3 und 5 des Ladekrans sind vor eventuellen Schlägen des Knickarms oder des daran angeordneten Aggregats 21 geschützt. Der Verschiebezylinder kann in hohem Grade zuverlässig ausgeführt werden, denn bezüglich der Baulänge des Zylinders brauchen keine Kompromisse eingegangen zu werden, und z.B. die Dichtung der Kolbenstange kann auf optimale Weise verwirklicht werden. Der Knickarm 7 kann auf bekannte Weise mit teleskopischen Verlängerungen ausgestattet werden. Desgleichen kann der Hauptarm an eine Säule oder sogar an einen separaten Hubarm angebaut sein.

Mit dem Ladekran erzielt man eine für die meisten Einsatzzwecke ideale Bewegungsbahn. Die wichtigsten Dimensionen sind die gegenseitigen Abstände der Gelenke des Arms und der Montageplatte.

Es versteht sich, dass die obige Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen lediglich der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen sollen. Die Erfindung ist somit nicht auf die beschriebenen oder in den Patentansprüchen definierten Ausführungsformen beschränkt, sondern für den Fachmann sind im Rahmen der in den Patentansprüchen definierten Erfindungsidee zahlreiche mögliche Variationen und Modifikationen der Erfindung offenkundig.


Anspruch[de]
Ladekran für Holzhandhabungsvorrichtungen, der

– ein mit Drehvorrichtung ausgestattetes Fußteil (1) zum Anbauen des Ladekrans an eine Trägermaschine,

– einen an das Fußteil (1) angelenkten Hauptarm (2),

– einen an den Hauptarm (2) angelenkten Knickarm (7),

– einen sich an den Knickarm (7) direkt oder indirekt fügenden Hebel (9, 9') zum Bewegen des Knickarms (7),

– einen Verschiebezylinder (5), der mit seinem einen Ende an den Hauptarm (2) und mit seinem anderen Ende über ein erstes Gelenk (12) an den besagten Hebel (9, 9') gefügt ist,

– einen Hubzylinder (3), der mit seinem einen Ende an das Fußteil (1) und mit seinem anderen Ende über das dritte Gelenk (14) an den besagten Hebel (9, 9') und damit indirekt an den Hauptarm (2) angelenkt ist, um diesen so zu bewegen, dass die gewünschte Bewegungsbahn unter Verwendung lediglich des Verschiebezylinders (5) erzielt wird,

umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass

– der Hauptarm (2) als Teleskoparm ausgeführt ist und einen ans Fußteil (1) angelenkten Rahmen (2') und ein linear dazu bewegliches Teleskopteil (6) umfasst,

– der Verschiebezylinder (5) dazu eingerichtet ist, das Teleskopteil (6) relativ zum Rahmen (2') des Hauptarmes (2) zu bewegen,

– das Teleskopteil (6) über das besagte erste Gelenk (12) an den den Knickarm (7) antreibenden Hebel (9, 9') angelenkt ist,

– zu dem Ladekran eine Verbindungsstange (8) gehört, die mit ihrem einen Ende an den Rahmen (2') des Hauptarms (2) und mit ihrem anderen Ende an das zweite Gelenk (13) des besagten Hebels (9, 9'), das sich in einem Abstand von besagten ersten Gelenk (12) und in einem Abstand von besagtem dritten Gelenk (14) befindet, angelenkt ist.
Ladekran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebezylinder (5) innen im Rahmen (2') des Hauptarms (2) angeordnet ist. Ladekran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubzylinder (3) oberhalb des Hauptarms (2) angeordnet ist. Ladekran nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Hebel (9) ein Teil eines so genannten Weitwinkelgelenks ist, in dem der Hebel (9) den Knickarm (7) über eine Kraftübertragungsstange (10) antreibt. Ladekran nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Hebel (9') aus einer festen Verlängerung des Knickarms (7) besteht. Ladekran nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der teleskopische Hauptarm (2), um eine Linearbewegung zu ermöglichen, zwischen dem Rahmen (2') des Hauptarms (2) und dem Oberteil (6) des Teleskopteils angeordnete Gleitführungen (15, 16) hat. Ladekran nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der teleskopische Hauptarm (2), um eine Linearbewegung zu ermöglichen, eine oder mehrere zwischen dem Rahmen (2') und dem Teleskopteil (6) angeordnete Rollen aufweist. Ladekran nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstange (8) einschließlich ihrer Gelenke dazu eingerichtet ist, Seitenkräfte aufzunehmen.






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