Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf eine Futter-Additiv-Zusammensetzung,
welche Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea enthält; ein Verfahren zur Herstellung eines Futter-Additivs, das
Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea enthält; ein Verfahren zur Verbesserung des Nährstoffgehalts
des verbrauchten Fermensationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea durch enzymatische
Behandlung; ein Verfahren zur Fütterung eines Viehbestands mit einer Nahrung,
die ein Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea Futter-Additiv enthält, und ein Verfahren zur Verbesserung der Verwertung
von Geflügelnahrung, der Brustfleisch-Ausbeute und der Darmstärke durch
Füttern einer Nahrung, die ein Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes
Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea Futter-Additiv enthält. Vorzugsweise
wird das verbrauchte Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea mit einer
Zellulase und mindestens einer Glucosidase behandelt und dann konzentriert.
Hintergrund der Erfindung
Die Weltbevölkerung wächst weiter an, aber das Land für
die Nahrungsproduktion ist begrenzt. Um mit den wachsenden Nahrungsanforderungen
mitzuhalten, werden Verbesserungen in der Verwertung von Nahrungsressourcen benötigt
werden, um die derzeitigen Lebensstandards aufrechtzuerhalten.
In vielen Gebieten der Welt werden Ernährungen verwendet, die
einen gering metabolisierbaren Energiegehalt enthalten. Ernährungen in diesen
Ländern werden nicht mit Fett ergänzt. Als eine Konsequenz gibt es ein
Bedürfnis, die Energie-Effizienz für die Verwertung von Ernährungen
mit niedrigem Fettgehalt zu erhöhen. In sich entwickelnden oder entwickelten
Ländern wird konzentriertes Fett aus Gesundheitsgründen aus der Nahrung
eliminiert. Zusätzlich gibt es eine überraschende Anzahl von Problemen,
die mit der Zugabe von konzentriertem Fett zu Diätrationen assoziiert sind,
um den Gehalt an metabolisierbarer Energie (ME) der Nahrung zu erhöhen.
Die Oxidation von ungesättigten Fettsäuren in Fett ist dafür
bekannt, dass sie zu der Bildung von Peroxiden und freien Radikalen führt.
Dies wiederum führt zu der Oxidation von Nährstoffen und Vitaminen. Es
gibt auch vorlegbaren Beweis, der anzeigt, dass Diäten mit hohem Fettgehalt
zu Ventrikular-Schaden und/oder Aszites-Problemen in Hühnern führen. Einige
Quellen für Tiernahrungsfett schließen Restaurant-Abfall-Fett ein, welches
teilweise hydriert wurde, um unnatürliche Fettsäuren mit trans-Doppelbindungen
zu erzeugen, die die Fruchtbarkeit, den Fettsäure-Metabolismus und den Energiewert
der Nahrung beeinflussen können. Ein anderes Problem ist, dass die Anwesenheit
von freien Fettsäuren in kommerziellen und Fetten, die einen nachteiligen Effekt
auf die Produktion haben können und einen antimikrobiellen Effekt in dem Darm
des Huhns haben können. Gemischte Fette sind auch häufig mit polychlorierten
Biphenylen (PCB's), Pestizid-Rückständen, Schwermetallen und Gossypol
von Baumwollsamenöl-Seifenstock kontaminiert. Nahrungsmühlen-Manager müssen
gegenüber allen diesen Problemen aufmerksam sein. Es ist wohl bekannt, dass
mit der Nahrung aufgenommenes Fett (und Materialien, die darin gelöst sind,
wie PCB) direkt in das Fett des Tieres, das es verzehrt, eingeschlossen werden kann
und dies kann bedeutende Gesundheitsrisiken darstellen. Zusätzlich kann das
Fett in tierischen Rationen den Geschmack des Fleisches beeinflussen. Zum Beispiel
wird mehr als 1% Fischöl in Hühnernahrung einen eigenen fischartigen Geschmack
in dem Fleisch oder den Eiern bewirken. Der Effekt eines hohen Fettgehalts (insbesondere
tierischen Fetts) auf den Produktgeschmack ist ein anderes Problem, dem einige Erzeuger
beginnen viel Aufmerksamkeit zu schenken. Die Fähigkeit, die Verwendung von
Fett zu vermeiden und immer noch die selbe Produktivität zu erhalten, ist daher
von allgemeinem Interesse.
Es besteht ein fortdauerndes Bedürfnis nach einer größeren
Effizienz in der Nahrungsproduktion und die Dringlichkeit zur Bereitstellung von
Lösungen wird mit der Zeit nur ansteigen. Die Verwendung von Hoch-Energie-Diäten,
welche einige Prozent an Fett einschließen, um ein effizientes Tierwachstum
zu fördern, ist nicht immer möglich oder wünschenswert, auf Grund
der hohen Kosten von Fett oder pflanzlichen Ölen, oder den eingeschränkten
Mengen an erhältlichem tierischen Fett in einigen der am meisten bevölkerten
Teilen der Welt (zum Beispiel in China und Indien). Es besteht eine grundlegende
Ineffizienz in der Verwendung des verfügbaren Fettes in Nahrung. Zum Beispiel
könnte das Fett in der chemischen und Seifen-Industrie mehr Wert haben. Letztlich
gibt es eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen und Problemen, die mit dem
Einschluss von exogenen konzentrierten Fetten in tierischen Diäten assoziiert
sind. Diese Probleme sind eine weitere Indikation dafür, dass eine tierische
Nahrungsdiät mit reduziertem Fett, reduzierten Kalorien, die eine große
Fütterungseffizienz aufrechterhält, dringend benötigt wird.
Es besteht daher ein Bedürfnis nach einem Verfahren, um die Effizienz
zu erhöhen, mit welcher Tiere mit einem Magen Nahrungsrationen verwerten, die
einen niedrigen metabolisierbaren Energiegehalt enthalten. Ebenso besteht ein Bedürfnis
nach einer Futternahrung, die von Tieren mit einem Magen effizient verwertet werden
kann, ohne die Zugabe von Fett.
Ein Weg zu einer verbesserten Effizienz war, die Verdauung von Fütterungen
durch den Einschluss von Enzymen zu verbessern. Eine enzymatisch geholfene Verdauung
ergibt nicht nur mehr Fleisch pro Pfund Nahrung, sondern reduziert auch das Volumen
von Dünger und die Entsorgungskosten.
Für einige Enzyme wurde ihr Wert als Additive in tierischen Nahrungen
am Markt klar erkannt: Xylanase, &bgr;-Glucanase, Enzyme, welche Phosphor von
Phytinsäure abspalten, Hemizellulate (wie offenbart in US-Patent Nr. 6,162,473),
Ferulasäure-Esterase (wie offenbart in US-Patent Nr. 6,143,543) und Mannanase.
Zusätzlich zu Enzym-Futter-Additiven sind auch kleine Moleküle, wie zum
Beispiel Aminocarbonsäurederivate, wie in US-Patent Nr. 6,166,086 offenbart,
nützlich, und Meeressäugetiere, die mit proteolytischen Enzymen behandelt
wurden, wurden ebenfalls offenbart (US-Patent Nr. 6,153,251). Fermentationsprodukte
sind auch als Futter-Additive bekannt, wie zum Beispiel eine fermentierte Formulierungs-Nahrung,
die durch Mischen eines Sojabohnen-Futtermaterials mit Weizen erhältlich ist,
wie offenbart in US-Patent Nr. 6,090,416; und flüssige Saccharopolyspora Lösungen.
Jedoch besteht noch immer ein Bedürfnis nach günstigen und effizienteren
Additiven.
Kurze Zusammenfassung der Erfindung
Die Erfindung richtet sich auf eine Futter-Additiv-Zusammensetzung,
die folgendes umfasst:
ein Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea; wobei das verbrauchte Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea
mit einer Zellulase und mindestens einer Glycosidase vor der Konzentrierung behandelt
wurde. Vorzugsweise ist das Bier behandelt mit mindestens einer ersten Glycosidase
und einer zweiten Glycosidse, wobei die erste Glycosidase ein pektinolytisches Enzym
sein kann und die zweite Glycosidase eine Arabinosidase sein kann. Die Zellulase
kann &bgr;-Glucanase sein. Das pektinolytische Enzym kann Polygalactouronase sein;
und die Arabinosidase kann &agr;-N-Arabinofurinosidase sein. Vorzugsweise wird
das Bier behandelt mit weniger als 1 Gewichtsprozent von jedem Enzym pro Gesamtvolumen
des Volumens des verbrauchten Fermentationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea.
Die Zusammensetzung kann von ungefähr 40 bis ungefähr 60 Prozent Feststoffe
haben; einen pH von ungefähr 4 bis ungefähr 5, wobei die Feststoffe eine
durchschnittliche Partikelgröße von ungefähr 2,5 bis ungefähr
4 Mikrons haben.
Vorzugsweise hat die Zusammensetzung von ungefähr 45 bis ungefähr
50 Prozent Feststoffe; einen pH von ungefähr 4,3 bis ungefähr 4,5, wobei
die Feststoffe eine durchschnittliche Partikelgröße von ungefähr
3,1 bis ungefähr 3,5 Mikrons haben.
Die Erfindung richtet sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Futter-Additivs, das die folgenden Schritte umfasst:
- a) Behandeln eines verbrauchten Fermentationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea
mit Säure bei einer Temperatur von ungefähr 80°C bis ungefähr
100°C, um ein Hitze-behandeltes verbrauchtes Fermentationsbier zu bilden;
- b) Abkühlen des Hitze-behandelten verbrauchten Fermentationsbiers auf eine
Temperatur von ungefähr 40°C bis ungefähr 60°C;
- c) Behandeln des verbrauchten Fermentationsbiers, das aus Schritt b) resultiert,
mit einer Enzymmischung für 2 bis 20 Stunden bei einem pH von ungefähr
3 bis ungefähr 6, um ein aktiviertes verbrauchtes Fermentationsbier zu bilden;
worin die Enzymmischung eine Zellulase und mindestens eine Glycosidase einschließt;
- d) Konzentrieren des aktivierten verbrauchten Fermentationsbiers auf mindestens
31% Feststoffe; und dann
- e) Wiedergewinnen eines Enzym-behandelten, konzentrierten verbrauchten Fermentationsbiers
von Saccharopolyspora Erythraea Futter-Additiv-Produkt.
Die Erfindung richtet sich auch auf ein Verfahren zur Verbesserung
des Nährstoffgehalts von verbrauchtem Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea als ein Futter-Additiv durch Enzymbehandlung, das die folgenden Schritte
umfasst:
- a) Behandeln eines verbrauchten Fermentationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea
mit Säure bei einer Temperatur von ungefähr 80°C bis ungefähr
100°C, um ein Hitze-behandeltes verbrauchtes Fermentationsbier zu bilden;
- b) Abkühlen des verbrauchten Fermentationsbiers auf eine Temperatur von
ungefähr 40°C bis ungefähr 60°C;
- c) Behandeln des verbrauchten Fermentationsbiers, das aus Schritt b) resultiert,
mit einer Enzymmischung für 2 bis 20 Stunden bei einem pH von ungefähr
3 bis ungefähr 6, um ein aktiviertes verbrauchtes Fermentationsbier zu bilden;
worin die Enzymmischung eine Zellulase und mindestens eine Glycosidase einschließt;
- d) Konzentrieren des aktivierten verbrauchten Fermentationsbiers auf mindestens
31% Feststoffe; und dann
- e) Wiedergewinnen eines verbesserten Enzym-behandelten, konzentrierten verbrauchten
Fermentationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea Futter-Additiv-Produkt. In diesem
Verfahren stellt das Enzym-behandelte, konzentrierte verbrauchte Fermentationsbier
von Saccharopolyspora Erythraea Produkt eine verbesserte Nahrungs-Umwandlung bereit.
Die Erfindung richtet sich auch auf ein Verfahren zur Fütterung
eines Viehbestands, das den Schritt Füttern des Viehbestands mit einer Nahrung,
die das oben beschriebene Futter-Additiv enthält, umfasst. Vorzugsweise hat
das Futter-Additiv eine Einschlussrate von ungefähr 0,1 bis ungefähr 10
Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Nahrung. Viehbestand schließt
Geflügel, Schweine, Fische, Krustentiere und Rinder ein.
Die Erfindung richtet sich auch auf ein Verfahren zur Verbesserung
der Nahrungs-Verwertung, der Brustfleisch-Ausbeute und der Darmstärke in Geflügel,
das das Hinzufügen des oben beschriebenen Futter-Additivs zu Geflügel-Nahrung
umfasst. Vorzugsweise ist das Futter-Additiv von ungefähr 0,1 bis ungefähr
10 Gewichtsprozent bezogen auf das Gesamtgewicht der Nahrung.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf eine Futter-Additiv-Zusammensetzung,
welche Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea enthält; ein Verfahren zur Herstellung eines Futter-Additivs, das
Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea enthält; ein Verfahren zur Verbesserung des Nährstoffgehalts
von verbrauchtem Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea durch enzymatische
Behandlung; ein Verfahren zur Fütterung von Viehbestand mit einer Nahrung,
die ein Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea Futter-Additiv enthält und ein Verfahren zur Verbesserung der Geflügel-Nahrungs-Verwertung,
der Brustfleisch-Ausbeute und der Darmstärke durch Füttern einer Nahrung,
die ein Enzym-behandeltes, konzentriertes verbrauchtes Fermentationsbier von Saccharopolyspora
Erythraea Futter-Additiv enthält. Vorzugsweise wird das verbrauchte Fermentationsbier
von Saccharopolyspora Erythraea mit einer Zellulase und mindestens einer Glycosidase
behandelt und dann konzentriert.
Die Zusammensetzungen
Flüssige Saccharopolyspora lösliche Stoffe (liquid Saccharopolyspora
solubles, LSS) sind ein Nebenprodukt aus der Herstellung des Antibiotikums Erythromycin,
erhältlich von Abbott Laboratories. Das Antibiotikum wird durch ein Fermentations-Verfahren
produziert, das Saccharopolyspora Spezies von Bakterien einschließt. Das Fermentations-Medium
für das bakterielle Wachstum basiert in großem Maße auf Soja und
dient als eine Kohlenstoff-Quelle. Wenn die Fermentation vollständig ist, wird
das Antibiotikum aus dem Fermentations-Medium entfernt. Nach der Entfernung des
Antibiotikums nach der Fermentation wird das restliche Material als verbrauchtes
Fermentationsbier bezeichnet. Dieses verbrauchte Fermentationsbier wird dann auf
ungefähr 30% Feststoffe konzentriert und das resultierende Produkt (genannt
LSS) wurde für viele Jahre lang als ein Additiv in der Nahrungs-Industrie verwendet.
LSS wurde traditionell flüssige Streptomyces Feststoffe genannt, aber auf Grund
einer kürzlichen Nomenklatur-Änderung wird es nun als flüssige Saccharopolyspora
Feststoffe bezeichnet.
LSS wird typischerweise als ein Additiv in Nahrung eingeschlossen,
in einer Menge von ungefähr 14 bis 15 lb pro Tonne von Gesamt-Nahrung in Geflügel-
oder Schweine-Diäten.
In der vorliegenden Erfindung wird das verbrauchte Bier von einer
Fermentation von Saccharopolyspora modifiziert, indem es mit Enzymen
behandelt wird und indem man über einen Zeitraum von Stunden eine enzymatische
Verdauung geschehen lässt. Wenn auch einige Enzyme als Futter-Additive bekannt
sind und LSS als ein Futter-Additiv bekannt ist, gibt es keine Lehre zur Modifizierung
eines verbrauchten Fermentationsbiers von Saccharopolyspora Erythraea mit enzymatischer
Behandlung, um die Nützlichkeit des verbrauchten Fermentationsbiers als ein
Futter-Additiv zu verbessern.
Die verwendeten Enzyme können jeweils einzeln zu dem verbrauchten
Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea hinzugefügt werden oder sie
können vorgemischt werden und zusammen auf einmal hinzugefügt werden.
Reihenfolge und Verfahren der Zugabe sind nicht entscheidend. Viele verschiedene
Enzyme sind nützlich, obgleich wir mindestens zwei Enzyme gefunden haben, die
unentbehrlich sind: eine Zellulase und mindestens eine Glycosidase.
Die Zellulase kann &bgr;-Glucanase sein.
Die Enzymmischung kann eine oder mehrere Glycosidasen enthalten. Vorzugsweise
enthält die Enzymmischung mindestens eine erste Glycosidase und eine zweite
Glycosidase.
Die erste Glycosidase kann ein pektinolytisches Enzym sein. Ein pektinolytisches
Enzym ist eines, welches Pektin hydrolysiert und depolymerisiert. Ein derzeit bevorzugtes
pektinolytisches Enzym ist Polygalaktouronase (PG), auch bezeichnet als Pektin-Depolymerase
oder Pektinase.
Die zweite Glycosidase kann eine Arabinosidase sein. Arabinosidasen
sind Hydrolasen, welche L-Arabinose von Oligo- oder Polysacchariden abspalten, welche
&agr;-verknüpfte L-Arabinofuranosyl-Reste an den nicht-reduzierenden Enden
enthalten.
Glycosidase- und Zellulase-Aktivität ist notwendig in der Enzym-Behandlung,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Jede Art von Enzym-Aktivität
kann von einem einzelnen Enzym, einer Kombination von Enzymen oder einem Enzym-Komplex
abgeleitet werden.
Die Menge an Enzym, welche erforderlich ist, um das verbrauchte Fermentationsbier
von Saccharopolyspora Erythraea zu modifizieren, ist gering, unter 1% und vorzugsweise
unter 0,01% von 100 l verbrauchter Fermentationsbier von Saccharopolyspora Erythraea
Lösung.
Andere Enzyme, welche auch in die Mischung eingeschlossen sein können
als nützlich für die Behandlung des verbrauchten Fermentationsbiers von
Saccharopolyspora Erythraea schließen saure Pilzproteasen, Xylanasen, Galactomannasen
und Hemizellulasen, unter anderen, ein.
Andere Additive, wie zum Beispiel Antioxidanzien, Probiotika, Geschmacksstoffe,
Enzyme, Antipilzmittel, Konservierungsstoffe, Hefe oder Pellet-Bindemittel können
auch zu der Futter-Additiv-Zusammensetzung, die oben beschrieben ist, hinzugefügt
werden. Zum Beispiel kann Propionsäure (in einer Menge von weniger als 15%)
zu der Zusammensetzung hinzugefügt werden.
Das Futter-Additiv der vorliegenden Erfindung ist eine viskose Flüssigkeit,
welche in einen Nahrungs-Mischer eingesprüht wird, um eine Nahrung zu erzeugen.
Das Additiv der vorliegenden Erfindung kann in einer Menge von ungefähr 0,1%
bis ungefähr 10% der Gesamtnahrung in die Nahrung gemischt werden. Nach dem
Mischen wird die Nahrung pelletiert. Die Nahrung, abhängig vom Alter des zu
fütternden Tieres pelletiert auf verschiedene Größen, wird dann dem
Tier gegeben.
Natürlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die speziellen
Ausführungsformen und Betriebsarten, die hierin beschrieben sind, begrenzt
und es ist möglich, sich eine Anzahl von Variationen in den Details vorzustellen,
ohne vom Schutzumfang dieser Erfindung abzuweichen.
Die Beispiele unten werden gezeigt, um bevorzugte Ausführungsformen
und Nützlichkeiten der Erfindung zu beschreiben und sie sollen die Erfindung
nicht begrenzen, solange nicht anderweitig in den Ansprüchen, die hieran angehängt
sind, angegeben ist.
Beispiel 1
Das Futter-Additiv wurde in der folgenden Art und Weise hergestellt.
Ein verbrauchtes Fermentationsbier von einer Fermentation von Saccharopolyspora
Erythraea mit ungefähr 6,5% bis 7,0% Feststoffen wurde mit
H2SO4 bei 95°C behandelt, um jegliche vorhandenen Antibiotika
zu entfernen. Dann wurde das Antibiotika-freie verbrauchte Bier auf eine Temperatur
von 45°C bis 50°C abgekühlt. Nach der Abkühlung wurde eine Mischung
von Enzymen hinzugefügt und die Enzym-Verdauung des verbrauchten Biers erfolgte
für 12 bis 16 Stunden bei einem pH von 3,5 bis 5,0. Diese enzymatische Behandlung
des verbrauchten Biers wird verwendet, um die Viskosität zu vermindern und
um die Gel-Bildung in dem endgültigen Produkt-Additiv zu verzögern. Die
verwendeten Enzyme sind in Tabelle 1 angegeben.
Um die Menge von jedem verwendeten Enzym zu veranschaulichen, wenn
eine 33000 l Charge von verbrauchtem Bier verwendet wird, würde weniger als
3 kg von jedem Enzym hinzugefügt werden.
Nachdem die Enzyme hinzugefügt wurden und ihnen erlaubt wurde,
das verbrauchte Bier für eine Anzahl von Stunden zu aktivieren, wurde das resultierende
Material auf 45 bis 50% Feststoffe konzentriert, durch Entfernen von Wasser, durch
einen Verdampfungs-Prozess in einer mechanischen Dampf-Rekompressions-Einheit. Nach
der Konzentration wurde 0,5% Propionsäure hinzugefügt, um das Endprodukt-Futter-Additiv
herzustellen.
Das Endprodukt hat die folgenden Charakteristika.
Eine Analyse zeigte an, dass das Produkt 49% trockene Substanz enthielt,
15% rohes Protein hat, 8% rohes Fett, 1% rohe Faser und 8% Asche. Die Schlüssel-Aminosäuren,
die in dem Additiv gefunden wurden, schlossen 0,2% Methionin, 0,4% Lysin, 0,1% Tryptophan,
0,5% Threonin und 0,1% Cystin ein. Die Schlüssel-Mineralien, die in dem Additiv
gefunden wurden, schlossen 0,2% Kalzium, 0,2% Phosphor, 0,7% Kalium, 0,2% Magnesium
und 2% Natrium ein, zusammen mit einem sehr hohen Spiegel an Inositol.
Ein Vergleich der Charakteristika des Additivs der vorliegenden Erfindung
gegenüber unbehandelten flüssigen Saccharopolyspora löslichen Stoffen
(LSS) sind in Tabelle 2 gezeigt.
Beispiel 2
Unter Verwendung des Verfahrens, das in Beispiel 1 beschrieben ist,
wurde ein anderes Futter-Additiv hergestellt, aus einem verbrauchten Fermentationsbier
aus einer Fermentation von Saccharopolyspora Erythraea, unter Substitution der Fünf-Komponenten-Enzymmischung,
die in Tabelle 3 unten beschrieben ist, anstatt der Zwei-Enzymmischung, die in Tabelle
1 oben beschrieben ist.
Beispiel 3
Um die Wirksamkeit des Additivs von Beispiel 1 bei einer Vielzahl
von Dosierungsraten zu einer Basis-Nahrung zu veranschaulichen, wurde der folgende
Test durchgeführt.
Die in dem Test verwendeten Hühner waren Avian × Hubbard
HyY kommerzielle Brathühnchen, erhalten von Hoover's Hatchery, in Rudd, Iowa.
Nahrung und Wasser wurden wie benötigt bereitgestellt.
Das Gewicht der Vögel nach 28 Tagen auf einer Basal-Diät
wurde verglichen mit dem Gewicht von Vögeln nach 28 Tagen auf einer Basal-Diät,
die 0,5%, 1%, 2% oder 4% des Additivs von Beispiel 1 enthielt, und die Ergebnisse
sind in Tabelle 4 gezeigt. Die Basal-Diät schloss 54,06% Getreide, 30,75% Sojabohnenmehl,
5% Fleisch und Knochen, 3,55% Fett, 0,95% Phosphor, 0,45% Kalkstein, 0,29% Salz,
0,27% DL-Methionin, 0,08% Lysin, 0,5% einer Vitamin-Vormischung und 0,1% einer Spuren-Mineral-Vormischung
ein. Die Ergebnisse von Tabelle 4 zeigen, dass bei jedem Dosierungs-Spiegel von
Additiv in der Basal-Diät ein schwererer Vogel erhalten wurde, im Vergleich
zu der Basal-Diät allein.
Die Nahrungs-Verwertung wurde berechnet durch Messen des gesamten
Nahrungs-Verzehrs einer festgesetzten Anzahl von Vögeln in einem Laufstall
und Dividieren dieser Anzahl durch das Gesamtgewicht der Vögel, die 28 Tage
überlebten und das Gewicht der Vögel, welche starben oder von dem Laufstall
innerhalb der 28 Tage Periode entfernt wurden, um eine angepasste
Nahrungs-Verwertung zu erhalten. Nahrung, die mit dem Additiv der vorliegenden Erfindung
bei jedem der gemessenen Dosis-Spiegel behandelt wurde, führte zu einer niedrigeren
angepassten Nahrungs-Verwertung, als wenn die Nahrung unbehandelt war. Eine geringere
Anzahl für die angepasste Nahrungs-Verwertung zeigt eine effizientere Nahrung
an. Da ein Unterschied von 0,01 in der angepassten Nahrungs-Verwertung in eine Million
Dollar an zusätzlichem Wert für produziertes Geflügel umgerechnet
werden kann, sind die erhaltenen Ergebnisse für die Additive der vorliegenden
Erfindung hoch signifikant und zeigen eine in großem Maße verbesserte
Nahrungs-Verwertung an.
Beispiel 4
Um die Vorteile des Hinzufügens des Additivs der vorliegenden
Erfindung zu Geflügel-Nahrungen zu bestimmen, wurden die folgenden Tests durchgeführt.
Die verwendeten Hühner für den Test waren Cobb × Cobb
Brathühnchen, erhalten von Cobb Vantress, Inc. of Cleveland, Ga. Nahrung und
Wasser wurden wie benötigt bereitgestellt.
Das Gewicht der Vögel nach 49 Tagen auf einer Basal-Diät
wurde verglichen mit dem Gewicht der Vögel nach 49 Tagen auf einer Basal-Diät,
die entweder 0,5% des Additivs von Beispiel 1 enthielt, oder auf einer Basal-Diät,
die 1,0% des Additivs von Beispiel 1 enthielt, und die Ergebnisse sind in Tabelle
5 gezeigt. Die Basal-Diät war ähnlich zu der, die in Beispiel 3 verwendet
wurde. Tabelle 5 zeigt, dass bei der niedrigsten getesteten Konzentration die Nahrung,
welche das Additiv enthält, einen schwereren Vogel gibt.
Die Menge an erhaltenem Brustfleisch von Vögeln, die verarbeitet
wurden, nachdem sie auf einer Basal-Diät (oben beschrieben) waren, einer Basal-Diät,
die 0,5% des Additivs von Beispiel 1 enthielt oder einer Basal-Diät, die 1,0%
des Additivs von Beispiel 1 enthielt, für 50 Tage, wurde gemessen und mit dem
Gesamtgewicht des Vogels verglichen, um zu bestimmen, wie viel Prozent des Vogels
Brustfleisch ist. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 gezeigt. Die Ergebnisse zeigen
einen erhöhten Prozentsatz an Brustfleisch bei jeder Konzentration von Additiv,
verglichen mit der Basal-Nahrung.
Um weitere Vorteile der Verwendung des Additivs in Geflügel-Nahrung
zu bestimmen, wurde eine Studie betreffend die Darmstärke,
durchgeführt. Die Darmstärke ist in der Geflügel-Verarbeitung wichtig,
da ein höherer Darmstärke-Wert einen stärkeren Darm anzeigt, was
bedeutet, dass die Inhalte des Darms weniger wahrscheinlich austreten und das Fleisch
während der mechanisierten Verarbeitung der Vögel kontaminieren wird.
Die Darmstärke der verarbeiteten Vögel wurde gemessen, nachdem
sie auf einer Basal-Diät, einer Basal-Diät, die 0,5% des Additivs von
Beispiel 1 enthielt oder einer Basal-Diät, die 1,0% des Additivs von Beispiel
1 enthielt, für 48 Tage waren, unter Verwendung einer motorisierten, halbautomatischen
Stärke-Testmaschine, und die Ergebnisse sind in Tabelle 7 gezeigt. Die Ergebnisse
zeigen eine höhere Darmstärke an in Vögeln, die mit Nahrungen gefüttert
wurden, welche das Additiv von Beispiel 1 enthielten.
Beispiel 5
Um den Anstieg im Nährstoffgehalt, der durch das Futter-Additiv
der vorliegenden Erfindung bereitgestellt wird, zu bestimmen, wurde die scheinbare
metabolisierbare Energie (apparent metabolizable energy, AME) gemäß dem
folgenden Verfahren gemessen.
Neunzig sechs Tage alte männliche Brathühnchen-Küken
eines kommerziellen Stamms wurden auf zwei Diäten gesetzt; eine Basal-Diät
oder eine Basal-Diät, die 4,8% des in Beispiel 1 beschriebenen Additivs einschloss.
Die Basal-Diät schloss 58,44% Getreide, 34,97% Sojabohnenmehl, 2% tierisches-pflanzliches
Fett, 1,56% Dikalziumphosphat, 1,4% Kalkstein, 1,00% Vitamin-Mineral-Vormischung
von Mikromineralien und Vitaminen, 0,36% Salz, DL-Methionin und 0,07% L-Lysin ein.
Nahrung und Wasser wurden wie benötigt bereitgestellt. Den Vögeln
wurde nur die Basal-Diät gefüttert, bis sie 6 Tage alt waren. Nach 6 Tagen
Alter (Tag 6) gab man ihnen entweder nur die Basal-Diät oder die Basal-Diät
einschließlich des Additivs. Nach Tag 9 wurden die Exkremente für 3 aufeinanderfolgende
Tage gesammelt und die Nahrungsaufnahme wurde am Ende der Exkrement-Sammlungs-Periode
aufgezeichnet. Die Exkremente wurden in einem Ofen bei 65°C für 72 Stunden
getrocknet und dann wurde der Brutto-Energie- und Stickstoffgehalt der Diäten
und Exkremente analysiert. AME wird berechnet gemäß dem Verfahren, das
von Leeson et al. beschrieben ist, in Commercial Poultry Nutrition, University Books,
Ontario, Kanada, Seiten 12–52 und in Nutritional Requirements of Poultry,
National Academy Press, Washington DC, 1994, Seiten 3–8. Die AME berechnet
für die Basal-Diät war 2859,2 kcal/kg, wohingegen die AME für die
Basal-Diät einschließlich des Additivs der vorliegenden Erfindung 2959,5
kcal/kg war. Da ein Anstieg von 50 kcal als signifikant erachtet wird, zeigt dieses
Ergebnis an, dass die vorliegenden Additive einen höheren Nährstoffgehalt
haben als unbehandelte flüssige Streptomyces Feststoffe.
Alle hierin genannten Referenzen sind durch die Bezugnahme eingeschlossen.
Die vorliegende Erfindung wird durch die vorhergehende Beschreibung
und die Beispiele veranschaulicht. Die vorhergehende Beschreibung soll als eine
nicht einschränkende Veranschaulichung dienen, da viele Variationen denjenigen,
die im Fachgebiet hinsichtlich darauf bewandert sind, ersichtlich werden. Es ist
beabsichtigt, dass alle solche Variationen innerhalb des Schutzumfangs und des Geistes
der angehängten Ansprüche dadurch eingeschlossen sind.
Änderungen können in der Zusammensetzung, der Betriebsweise
und der Anordnung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung, das hierin beschrieben
ist, vorgenommen werden, ohne vom Konzept und Schutzumfang der Erfindung abzuweichen,
wie in den folgenden Ansprüchen beschrieben: