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Dokumentenidentifikation DE69735725T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001002023
Titel ANTIGRAFFITI-LACKZUSAMMENSETZUNG
Anmelder Martin, Louis-Marie, Joseph, Ottawa, Ontario, CA
Erfinder Martin, Joseph, Louis-Marie, Ottawa, Ontario K1M 2A9, CA
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Sonnenberg & Fortmann, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69735725
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.11.1997
EP-Aktenzeichen 979110830
WO-Anmeldetag 03.11.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/CA97/00817
WO-Veröffentlichungsnummer 1998021282
WO-Veröffentlichungsdatum 22.05.1998
EP-Offenlegungsdatum 24.05.2000
EP date of grant 19.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse C09D 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C09D 1/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C09D 7/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anstrichzusammensetzung und betrifft insbesondere eine Anstrichzusammensetzung, welche abweisend gegen Graffiti ist.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Beschädigung durch Graffiti ist eine zunehmend wachsende Sorge. Der Begriff Graffiti hat seine geschichtliche Bedeutung verloren und sich einen negativen Ruf erlangt. Viele Menschen betrachten heutzutage Graffiti nicht mehr als Kunstform, sondern als eine Form von Vandalismus und Eigentumszerstörung. Graffiti ist häufig in Einrichtungen wie Schulen, in öffentlichen oder privaten Gebäuden, an Automobilen, Lastkraftwagen, Zügen, Fahrzeugen und in öffentlichen Toiletten anzutreffen und an freien Flächen wie Stützmauern für Brücken, Innenwänden von Gebäuden und Parkanlagen. Die überwiegende Mehrheit von Graffiti wird durch auf Öl basierende, Emaillelacke, Epoxide, Lacke und Urethane enthaltene Anstriche erzeugt, welche mittels Spraydosen aufgebracht werden.

Herkömmlich wurde die Beseitigung unerwünschter Graffiti durch Sandstrahlen des Graffitis vom Trägermaterial ausgeführt. Jedoch ist dieses Verfahren teuer und wegen freiwerdender, möglicherweise krebserregender Teilchen gesundheitsschädlich. Außerdem verursacht dieses Verfahren Beschädigungen an der Anstrichoberfläche. Die Anwendung dieses Verfahrens bietet keine Langzeitlösung und die Oberfläche wird voraussichtlich mit neuen Graffitibeschädigungen übermalt.

Ein weiteres, häufig eingesetztes Verfahren ist die Behandlung des Trägermaterials mit Chemikalien. In diesem Fall zerstören die Chemikalien häufig die Oberfläche und sind im Allgemeinen gefährlich, da sie einen Umgang mit hochätzenden Lösungen erfordern.

Die Dokumente FR-A-2537985, FR-A-2630353 und FR-A-2469437 beschreiben eine antiklebende/nichtklebend Zusammensetzung und ein Verfahren zu deren Herstellung, ein Anti-Graffiti System und ein Anstrichprodukt, welches Oberflächen anti-klebend überzogen hinterlässt.

In einem Bestreben, die vielen Probleme, welche in Verbindung mit Sandstrahlen und den chemischen Verfahren stehen, zu überwinden, ist es üblich, eine Schutzschicht auf die Oberseite des Anstrichs aufzubringen oder einen Anstrich zu verwenden, welcher antiklebende Eigenschaften gegen Graffiti aufweist. Jedoch haben solche Beschichtungen oder Anstriche eine geringe endgültige Aushärtezeit. Ferner sind sie zu weich und werden oft durch Abbeizmittel, welche für die Beseitigung des Graffitis verwendet werden beschädigt. Ein weiterer Nachteil ist, dass solche Beschichtungen und Anstriche schnell nicht gut altern und mit der Zeit oft klebrig werden und Schmutz aufnehmen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Anti-Graffiti Zusammensetzung bereitzustellen, welche gegen Graffiti abweisend und nicht opfernd ist.

In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Anti-Graffiti Zusammensetzung bereitgestellt mit:

  • a) von 10 bis 35 Volumen-% eines Silikonkautschuks in Form einer Silikondichtmasse;
  • b) von 10 bis 35 Volumen-% von Mineralspirituosen/Mineralextrakten, wobei das Verhältnis von Silikonkautschuk zu Mineralspirituosen 1:1 ist; und
  • c) wobei der Rest ein Anstrich ist.

Die Menge an Silikonkautschuk in der Anti-Graffiti Zusammensetzung liegt im Bereich von 10 bis 35 Volumen-% und bevorzugt von 10 bis 25 Volumen-%. Der Silikonkautschuk liegt in Form einer Silikondichtmasse (nicht streichbar) vor und der Anstrich kann ein klarer oder farbiger Anstrich oder eine Mischung davon sein. Der Anstrich kann wasserbasierend, lösemittelbasierend oder ölbasierend sein, bevorzugt ist der Anstrich wasserbasierend.

Die Anti-Graffiti Zusammensetzung kann im weiteren Additive von 5 bis 15 Volumen-% enthalten. Geeignete Additive sind Polytetrafluorethylen, UV-Sonnenschutzmittel, Farbpigmente und flüssiges Bindemittel.

In Übereinstimmung mit einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Anti-Graffiti Zusammensetzung ein Anstrich und umfasst:

  • a) 20 Volumen-% an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse;
  • b) 20 Volumen-% an Mineralspirituosen/Mineralextrakten; und
  • c) wobei der Rest ein industrieller klarer/farbloses Anstrich ist.

In Übereinstimmung mit einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Deckanstrich bereitgestellt, umfassend:

  • a) 10 Volumen-% an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse;
  • b) 10 Volumen-% an Mineralspirituosen/Mineralextrakten;
  • c) 5 Volumen-% eines flüssigen Bindemittels;
  • d) 25 Volumen-% eines industriellen klaren/farblosen Anstrichs; und
  • e) 50 Volumen % eines gefärbten/farbigen Anstrichs.

Die Vorteile der Anti-Graffiti Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung sind, dass diese eine schnelle endgültige Aushärtezeit hat, sie nicht opfernd ist und sicher im Umgang im Gegensatz zu Epoxidbeschichtungen ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Begriffe „Anstrich", wie hier verwendet, betrifft jedes flüssige Material, dass über eine feste Oberfläche verteilt wird und zu einem haftenden Belag trocknet oder verhärtet; „zerstörtes Trägermaterial" betrifft ein Trägermaterial, auf welchem sich Graffiti befindet; „gereinigtes Trägermaterial" betrifft ein Trägermaterial, bei welchem Graffiti entfernt wurde, durch zum Beispiel Nachlackierung/Übermalung des Trägermaterials mit der Anstrichzusammensetzung der vorliegenden Erfindung; und „Neu Graffiti" betrifft Graffiti, welches auf gereinigten Oberflächen aufgebracht ist. Es wird im Weiteren verstanden, dass die Begriffe „Trägermaterial" und „Oberfläche" im Allgemeinen austauschbar verwendet werden.

In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Anti-Graffiti Zusammensetzung bereitgestellt, umfassend:

  • a) von 10 bis 35 Volumen-% eines Silikonkautschuks in Form einer Silikondichtmasse;
  • b) von 10 bis 35 Volumen-% von Mineralspirituosen, wobei das Verhältnis von Silikonkautschuk zu Mineralspirituosen 1:1 ist; und
  • c) wobei der Rest ein Anstrich ist.

Die Anstrichzusammensetzung beinhaltet von 10 bis 35 Volumen-% Silikonkautschuk und vorzugsweise von 10 bis 25% Silikonkautschuk.

Ein Beispiel für eine Bezugsquelle von Silikonkautschuk, welcher in der Anstrichzusammensetzung der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist die Silikondichtmasse des Produkts Silicone II (nicht streichbar), welche von GETM Silicones, Waterfond, NY, USA hergestellt wird. Die Silikondichtmasse macht die Anstrichzusammensetzung abweisend gegen Graffiti.

Der Anstrich kann lösemittelbasierend, ölbasierend oder wasserbasierend sein und kann klar sein oder Farbpigmente beinhalten. Ein Beispiel eines klaren Anstrichs ist das Produkt Ins1-Thane II Industrial Waterborne Acrylic Enamel, welches von der Ins1-X Products Corporation, Stoney Point, NY, USA hergestellt wird. Dieses Produkt wird hauptsächlich bevorzugt, weil seine schnelle endgültige Aushärtezeit von sieben Tagen im Gegensatz zu gewöhnlich 30 Tagen steht. Ein weiterer Vorteil des Ins1-Thane Produktes ist, dass es ein industrieller Anstrich ist und somit zäher ist, zum Beispiel kann es extremen Witterungsbedingungen widerstehen und es ist nach der Trocknung härter als die meisten kommerziell erhältlichen Produkte, d.h. es kann wiederholten Reinigungen widerstehen. Daher stellt der obig angegebene klare Anstrich ein gutes Bindemittel für das Silikon bereit.

Ein geeigneter, farbiger Anstrich, d.h. ein Anstrich, welcher Farbpigmente beinhaltet ist ein kommerziell erhältlicher Hausanstrich wie Ultra High Gloss Architectural Waterborne Acrylic Enamel, welcher von GliddenTM hergestellt wird.

Zusätzlich zu den Komponenten aus a) werden Mineralspirituosen zu der Anti-Graffiti Zusammensetzung hinzugefügt, um den Silikonkautschuk zu schmelzen. VarsolTM, welches von MasterCraftTM hergestellt wird, wurde dahingehend befunden, ein effizientes Produkt für diesen Zweck zu sein. VarsolTM kann bei Canadian Tire, ON. Kanada gekauft werden. Das Verhältnis von Silikonkautschuk zu Mineralspirituosen ist 1:1.

Additive können ebenso in der Anti-Graffiti Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung inkorporiert sein. Beispiele für Additive sind Anstrichabweiser/anstrichabweisende Mittel wie Polytetrafluorethylen, flüssiges Bindemittel, Farbpigmente und UV-Sonnenschutzmittel. Eine geeignete Bezugsquelle für Polytetrafluorethylen ist TeflonTM, hergestellt von DupontTM. Eine geeignete Bezugsquelle für flüssiges Bindemittel ist das Produkt Liquid Concrete Crack Filter, hergestellt von U.S.E. Hickson Products Ltd. Scarborough, ON. Kanada. Das flüssige Bindemittel hilft, den Anstrich zäher und härter zu machen.

Ein Beispiel einer Bezugsquelle für UV-Sonnenschutzmittel kann in bereits gebrauchsfertigen Anstrichrezepturen wie dem Produkt Rain-Shield Clear MB von GermiteTM Product Inc., Mississauga, Ontario, Kanada gefunden werden.

Die Anti-Graffiti Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann für eine Vielzahl von Oberflächenarten wie Mauerwerk, Holz oder Stahloberflächen eingesetzt werden, um von diesen Graffiti zu entfernen. Mauerwerksoberflächen können Bindemittel, Betonbausteine, Mörtel, Verputz und Stuckarbeiten beinhalten.

Abhängig vom Zustand der Oberfläche kann ein Vorwaschen der Oberfläche erforderlich sein. Das Vorwaschen kann durch Verwendung konventioneller Techniken bewerkstelligt werden. Das Trägermaterial sollte vor der Auftragung der Anti-Graffiti Zusammensetzung zumindest mit Seife und Wasser gewaschen werden, um jeden Schmutz zu entfernen, welcher die Haftung beeinträchtigen kann. Nach der Vorbereitung der Oberfläche wird eine Grundierung/Unteranstrich wie zum Beispiel ein Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger auf die Oberfläche aufgebracht, um Flecken zu versiegeln, zu grundieren und abzuhalten. Obwohl nicht erforderlich, wird ein Grundierungsfüllerunteranstrich sehr empfohlen, um schlechten und ungleichmäßigen Glanz zu minimieren, um die Oberfläche vor zu schneller Beschmutzung zu bewahren und die Haftung der Deckschicht auf der Oberfläche zu verbessern. In diesem Fall ist der Grundierungsporenfüller das Produkt Aquacrylic GripperTM von ICI Paints (Canada) Inc., Concord, Ontario, Kanada. Im Allgemeinen sind zwei Lagen Grundierung/Unteranstrich ausreichend; jedoch können mehrere Lagen aufgebracht werden.

Nach der Aufbringung der Grundierung/Unteranstrich wird eine Deckschicht auf die Grundierung/Unteranstrich aufgebracht. Die Deckschicht wird durch die Anti-Graffiti Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung bereitgestellt. Von einer fachkundigen Person wird erkannt, dass die gegenwärtige Zusammensetzung der Anti-Graffiti Zusammensetzung hauptsächlich vom Ort des Trägermaterials und dem individuellen Geschmack abhängt. Zum Beispiel könnte man in Gegenden mit großem Verkehrsaufkommen vorziehen, mehr Silikonkautschuk hinzuzufügen, um das Rezept stärker abweisend zu machen und vielleicht flüssiges Bindemittel hinzuzufügen, um eine harte Beschichtung nach der Trocknung bereitzustellen. Eine mögliche Kombination von Bestandteilen, um eine Anti-Graffiti Zusammensetzung bereitzustellen, welche als Deckschichtanstrichzusammensetzung verwendet werden kann, beinhaltet:

  • a) 10 Volumen % an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse;
  • b) 10 Volumen-% an Mineralspirituosen;
  • c) 5 Volumen-% eines flüssigen Bindemittels; und
  • d) 25 Volumen-% eines industriellen klaren Anstrichs; und
  • e) 50 Volumen-% eines gefärbten Anstrichs.

Vorzugsweise weist die Mischung ein Verhältnis von klarem Anstrich zu gefärbtem Anstrich von ungefähr 1:2 auf. Abhängig von der Oberfläche können eine oder mehrere Lagen an Deckschichten aufgebracht werden. Bevorzugt sind zumindest zwei Lagen an Deckschichten aufgebracht. Die Deckschicht ist gegen die meisten Arten von Markierungen abweisend wie zum Beispiel Beschichtungsanstriche, Lasuren, urethane Schellacke und Lacke; jedoch war es bekannt, dass sie nicht sehr abweisend gegen Magic-Marker ist. Es ist postuliert, dass sich der Magic-Marker mit den Pigmenten des farbigen Anstrichs verbindet, was seine Entfernung schwierig macht. Deshalb ist es ratsam, einen Klarlack vorzusehen, welcher befunden wurde, gute Abweiseeigenschaften gegen alle Arten von Graffiti zu haben, Magic-Marker mit einbezogen. Es scheint, dass der Magic-Marker sich nicht in den Klarlack imprägnieren kann. Der Klarlack beinhaltet:

  • a) 20 Volumen-% an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse
  • b) 20 Volumen-% an Mineralspirituosen; und
  • c) wobei der Rest ein industrieller klarer Anstrich ist.

Wiederum kann flüssiges Bindemittel zum Klarlack hinzugefügt werden, um den Anstrich nach der Trocknung härter zu machen. Es sollte beachtet werden, dass beim Hinzufügen flüssigen Bindemittels in den Klarlack der Klarlack einen Farbstich des Bindemittels haben wird. Folglich werden solche Klarlacke bevorzugt auf Bindemittelträgermaterial eingesetzt. Eine bis mehrere Lagen an Klarlack können auf der Deckschicht aufgebracht werden. Im Allgemeinen sollten in Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen zwei bis vier Lagen an Klarlack aufgebracht werden, um ausreichenden Schutz zu bieten. Der Klarlack schützt auch die Deckschicht vor Schmutz und extremen atomsphärischen Bedingungen, folglich die Lebensdauer des Decklacks verlängernd. Zusätzlich wurde erwähnt, dass die ästhetische Erscheinung der Oberfläche durch Einbezug des Klarlacks verbessert ist.

BEISPIEL 1 KLARLACK

Eine klare Anstrichzusammensetzung wurde durch Mischung von 2.81 (0.6 Gallone) von Silicone II, 2.81 (0.6 Gallone) an VarsolTM und 12.81 (2.8 Gallonen) von Ins1-Thane II Acrylic Enamel Borne Enamel beschrieben. Die Bestandteile wurden bei Raumtemperatur gemischt, um eine homogene Mischung bereitzustellen, welche als Klarlack verwendet wurde.

BEISPIEL 2 DECKSCHICHT

Eine Anstrichzusammensetzung wurde durch Mischung von 4.61 (1 Gallone) an klarer Anstrichzusammensetzung, welche aus Beispiel 1 erhalten wurde, mit 4.61 (1 Gallone) an Ultra High Gloss Architectural Waterborne Acrylic Enamel, welches in einem 231 (5 Gallonen) Fass von GliddenTM erhalten wurde, beschrieben. Die Anstrichlösung wurde bei Raumtemperatur gemischt, um eine homogene Mischung bereitzustellen, welche als Deckschicht verwendet wurde.

Die Anstrichzusammensetzung gemäß der Erfindung wurde im Freien an einer vorgefertigten Gipswand getestet, welche verschiedenartigen atmosphärischen Bedingungen wie direktem Sonnenlicht, Schatten und Regen bei unterschiedlichen Temperaturen oder einer Brückenunterführung ausgesetzt ist.

Mehrere Proben wurden erstellt, um zu bestimmen, ob die Zusammensetzung antiklebende Eigenschaften gegen Graffiti hatte. Bezugnehmend auf die Tabelle 1 und 2 wurden zwei Arten von Oberflächen verwendet, nämlich einer der Luft ausgesetzten Gipsoberfläche und eine Oberfläche einer Brückenunterführung. Die Proben wurden durch verschiedenartige Verfahren, wie in den Tabellen gezeigt, vorbereitet. Nachdem die Proben erstellt waren, wurde darauf Graffiti aufgebracht und mit einem milden, biologisch-abbaubaren Anstrichentferner entfernt. Es hat sich herausgestellt, dass 1-Methyl-2-Pyrrolidinone, welches von A & C American Chemicals Ltd. erhalten wurde, ein effektiver Anstrichentferner ist.

Die Ergebnisse wurden als entweder schlecht, ausreichend oder gut bewertet. Ein schlechtes Ergebnis bedeutet, dass Graffiti nicht erfolgreich von der Oberfläche entfernt werden konnte. Ein ausreichendes Ergebnis bedeutet, dass Graffiti von der Oberfläche entfernt werden konnte; jedoch die Oberfläche beschädigt sein kann. Ein gutes Ergebnis bedeutet, dass das Graffiti leicht von der Oberfläche entfernt werden konnte, ohne die Oberfläche zu beschädigen, sogar nach wiederholten Reinigungen.

Die Proben 1 und 7 wurden durch Aufbringung einer Lage Grundierung/Unteranstrich, welcher eine Dicke von ungefähr 4 MILS 100 Mikrometer/trocken 2 MILS 50 Mikrometer aufweist, mit einem Roller erstellt. Die Grundierung/Unteranstrich durfte 30 Minuten trocknen. Es stellte sich heraus, dass nach 30 Minuten der aufgebrachte Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger handtrocken war.

Die Erstellung der Proben 2 und 8 beinhaltete Reinigen der Oberflächen mit einem Besen und die Aufbringung einer 4.0 MILS 100 Mikrometer/trocken 1.5 MILS 37.5 Mikrometer dicken Deckschicht. Die Deckschicht durfte eine Stunde trocknen, bevor ein zweiter Anstrich aufgebracht wurde. Die zweite Deckschicht durfte sechs Stunden trocknen, bis Graffiti aufgebracht wurde.

Die Erstellung der Proben 3 und 9 beinhaltete Reinigen der Oberflächen mit einem Besen und ein Klarlack wurde aufgebracht und durfte eine Stunde trocknen.

Die Erstellung der Proben 4 und 10 beinhalteten Vorwaschen der Oberflächen mit einem Besen und Aufbringen einer 4 MILS 100 Mikrometer/trocken 2 MILS 50 Mikrometer dicken Schicht von Unteranstrich-Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger. Der Unteranstrich durfte dreißig Minuten trocknen und eine 4 MILS 100 Mikrometer/trocken 2 MILS 50 Mikrometer dicke Deckschicht wurde aufgebracht. Eine zweite Deckschicht wurde aufgebracht und durfte sechs Stunden trocknen. Ein Klarlack wurde aufgebracht und durfte eine Stunde trocknen. Ein zweiter Klarlack wurde aufgebracht und durfte trocknen. Graffiti wurde aufgebracht.

Die Erstellung der Proben 5 und 11 beinhaltete Vorreinigen der Oberflächen mit einem Besen. Die Oberflächen wurden mit einer 4 MILS 100 Mikrometer/trocken 2 MILS 50 Mikrometer dicken Schicht an Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger überzogen. Dem Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger blieben 30 Minuten um zu trocknen. Eine Deckschicht mit ungefähr derselben Dicke wie die der Grundierung/Unteranstrich wurde aufgebracht und durfte trocknen. Eine zweite Deckschicht wurde aufgebracht und durfte trocknen. Graffiti wurde aufgebracht.

Alle der obigen Typenprüfungen wurden so sorgfältig wie möglich durchgeführt. Ein neuer Roller und ein separater sauberer Gallonkontainer wurden für jede und jede neue Probestelle verwendet, unter großer Achtsamkeit, sie nicht zu kontaminieren. Ein Besen wurde verwendet, um den angesammelten Schmutz und Staub auf den Proben nach 10, 20, 30, 60 bzw. 90 Tagen zu entfernen.

Die Proben 4 und 10 zeigten die besten Ergebnisse. In diesen Fällen hafteten die Deckschichten und die Klarlacke äußerst gut auf dem Trägermaterial. Graffiti konnte wiederholbar von den gereinigten Oberflächen entfernt werden, ohne sie zu beschädigen und Plakate klebten nicht gut auf den gereinigten Oberflächen.

Bei den Proben 1 und 7 ergaben sich ausreichende Ergebnisse. Das könnte aufgrund der Tatsache daran liegen, dass es nur einen dicken Überzug an Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger gab und demzufolge keine ausreichende Anstrichdicke gegeben haben könnte, um wiederholten Reinigungen von Graffiti zu widerstehen. Es könnte auch sein, dass die Außenhaut der Grundierung zu weich ist, wiederholten Reinigungen zu widerstehen.

Bei den Proben 2 und 8 ergaben sich schlechte Ergebnisse, sogar schlechter als die der Proben 1 und 7. Es scheint, dass die Deckschicht guten Schutz gegen Graffiti gab; jedoch haftete/klebte die Deckschicht nicht gut auf dem Trägermaterial und würde durch wiederholte Reinigungen beschädigt. Bei den Proben 3 und 9 ergaben sich auf die gleiche Weise schlechte Ergebnisse.

Bei den Proben 5 und 11 ergaben sich ausreichende Ergebnisse. Obwohl die Deckschicht gute Abweisung gegen die meisten Arten von Graffiti hatte, war sie gegen Magic-Marker nur ausreichend.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Anti-Graffiti Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung abweisend gegen Graffiti ist, wobei Graffiti und Plakate eingeschlossen daran gehindert werden, daran zu haften. Das bevorzugte Verfahren zum Schutz gegen ein zerstörtes Trägermaterial ist die Aufbringung zumindest einer Schicht an Grundierungsporenfüller/Grundierungsfestiger, zweier Lagen an Deckschichten und zweier Lagen an Klarlack.


Anspruch[de]
Anti-Graffiti Zusammensetzung mit:

a) von 10-35 Volumen % eines Silikonkautschuks in Form einer Silikondichtmasse;

b) von 10-35 Volumen % von Mineralspirituosen, wobei das Verhältnis von Silikonkautschuk zu Mineralspirituosen 1:1 ist; und

c) wobei der Rest ein Anstrich ist.
Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 1, wobei die Silikonmenge von ungefähr 10 – ungefähr 25 Volumen % ist. Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 1, wobei der Anstrich ein klarer Anstrich, gefärbter Anstrich oder eine Mischung davon ist. Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 1, wobei der Anstrich Wasserbasierend, Öl-basierend oder Lösungsmittel-basierend ist. Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 1, die von 5-15 Volumen % an Additiven enthält. Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 5, wobei die Additive ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polytetrafluorethylen, UV-Sonnenschutzmitteln, flüssigem Bindemittel und Farbpigmenten. Anti-Graffiti Zusammensetzung von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Anstrich ist mit:

a) 20 Volumen % an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse;

b) 20 Volumen % an Mineralspirituosen; und

c) wobei der Rest ein industrieller klarer Anstrich ist.
Anti-Graffiti-Deckanstrich-Zusammensetzung, umfassend:

a) 10 Volumen % an Silikonkautschuk in Form von Silikondichtungsmasse;

b) 10 Volumen % an Mineralspirituosen;

c) 5 Volumen % eines flüssigen Bindemittels;

d) 25 Volumen % eines industriellen klaren Anstrichs; und

e) 50 Volumen % eines gefärbten Anstrichs.






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