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Dokumentenidentifikation DE69735784T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001459693
Titel Gerät zur Kryochirurgie
Anmelder Cryogen, Inc., San Diego, Calif., US
Erfinder Dobak, III, John D., La Jolla, CA 92037, US;
Ghaerzadeh, Kambiz, San Diego, CA 92124-1137, US;
Yu, Xiaoyu, San Diego, CA 92128, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69735784
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IE, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.1997
EP-Aktenzeichen 040134801
EP-Offenlegungsdatum 22.09.2004
EP date of grant 26.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A61B 18/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Gebiet kryochirurgischer Sonden, die zum Gefrieren und dadurch erfolgenden Zerstören biologischer Gewebe verwendet werden. Von Nutzen ist die Erfindung insbesondere auf dem Gebiet kryochirurgischer Sonden, die durch ein Joule-Thomson-Kältesystem im geschlossenen Kreis gekühlt werden.

Ein Joule-Thomson-Kältesystem arbeitet durch Expandieren eines Hochdruckgases durch ein Expansionselement, das eine gewisse Art einer Strömungsdrosselung beinhaltet. Die Strömungsdrosselung kann eine kleine Öffnung, ein schmales Kapillarröhrchen oder eine gewisse andere Art von verengtem Durchgang sein. Normalerweise verfügt das Kältesystem über eine Hochdruck-Gasquelle, einen Wärmetauscher, ein Expansionselement, ein Wärmeübertragungselement und verschiedene Schläuche oder Leitungen, um das Gas von einer Komponente zur anderen zu leiten. Das Hochdruckgas durchläuft den Wärmetauscher, um die Gastemperatur etwas zu senken, wonach die Gastemperatur im Expansionselement weiter verringert wird, wenn es zur isenthalphischen Expansion kommt. Das expandierte, abgekühlte Gas wird dem Wärmeübertragungselement ausgesetzt, wo das Gas Wärme absorbiert, die aus der Umgebung übertragen wurde. Der Betrieb eines Joule-Thomson-Kältesystems kann durch Verunreinigungen im Gas stark beeinträchtigt werden, z. B. Wasser, Öl oder Feststoffteilchen. Jede derartige Verunreinigung kann die Strömungsdrosselung im Expansionselement blockieren, da die Strömungsdrosselung normalerweise sehr klein ist.

Wasser und Öl sind besonders schädliche Verunreinigungen, da sie sich an der Strömungsdrosselung selektiv ansammeln, wo der Großteil der Abkühlung stattfindet. Beim Expandieren und Abkühlen des Gases sinkt auch die Temperatur von mitgeführtem Wasser und Öl, wodurch das Wasser und Öl gefrieren oder erstarren. Diese Erstarrung tritt genau an der Strömungsdrosselung auf, denn dort kommt es zur eigentlichen Abkühlung. Häufig findet man Wasser und Öl, zumindest in Spuren, in der Umgebungsluft vor, weshalb sie in das Kältesystem eingetragen werden können, wenn Verbindungsstellen im System unterbrochen oder Systemteile ausgetauscht werden.

Die meisten Joule-Thomson-Systeme arbeiten im offenen Kreis, was bedeutet, daß das Gas nach Expansion und Wärmeabsorption in die Atmosphäre abgelassen wird. Die Hochdruck-Gasquelle in einem solchen System ist gewöhnlich eine Hochdruck-Gasflasche. Mit fortschreitender Verwendung erschöpft sich die Gasmenge in der Flasche. Ein System in offenem Kreis wie dieses kann eine bestimmte Verunreinigungsmenge tolerieren, da im Gebrauch die Verunreinigungen zusammen mit dem Gas in die Umgebung abgelassen werden. Bei Eintrag einer Verunreinigung in das System während des Wechsels von Teilen oder bei Unterbrechung von Verbindungsstellen im System aus anderen Gründen wird die Verunreinigung beim anschließenden Ablassen des Gases weitgehend ausgespült.

Jedoch ist es möglich, ein Joule-Thomson-System im geschlossenen Kreis zu betreiben, was bedeutet, daß das Gas nach Expansion wieder unter Druck gesetzt und zirkuliert wird. Nach Expansion im Expansionselement, Einwirkung auf das Wärmeübertragungselement und Wärmeabsorption wird das Niederdruckgas zu einem Verdichter zurückgeführt, der verwendet werden kann, das Gas wieder unter Druck zu setzen. Anschließend wird das erneut mit Druck beaufschlagte Gas wieder durch den Wärmetauscher und das Expansionselement zirkuliert. Kein Teil des Gases wird aus dem System abgelassen. Daher werden alle Verunreinigungen, die in das System eintreten, im System aufgefangen, wo sie sich mit der Zeit ansammeln. Schließlich kann sich der Verunreinigungsgrad so weit aufbauen, daß das Expansionselement durch Erstarren des Wassers und Öls verstopft. Zum Betreiben eines Mikrominiatur-Joule-Thomson-Kältesystems mit Mischgas wurden ein Verfahren und eine Vorrichtung entwickelt, die in der US-Anmeldung Nr. 08/542123, eingereicht am 12.8.95, und in der US-Anmeldung Nr. 08/698044, eingereicht am 15.8.96, offenbart sind.

Bei Verwendung eines solchen Mischgases, besonders in einem Miniatur- oder Mikrominiatur-Kältesystem, ändert die Einleitung von Luft in das System die Mischgasverhältnisse und kann die Kühlleistung der Gasmischung erheblich schmälern.

Aus diesen Gründen sind Joule-Thomson-Systeme im geschlossenen Kreis oft dauerhaft abgedichtet, um den Eintrag von Verunreinigungen zu verhindern. In einem dauerhaft abgedichteten System ist ein Wechsel von Teilen oder eine andere Unterbrechung von Systemverbindungsstellen nicht möglich. Einige Systeme verwenden selbstdichtende Kupplungen, die das System automatisch verschließen, wenn sie auseinanderbrechen. Diese automatische Abdichtung begrenzt die Leck- und Verunreinigungsmenge, aber es kommt immer noch zu einer gewissen Verunreinigung. Normalerweise sind die Kupplungen, die in einem System im geschlossenen Kreis verwendet werden, Schraubanschlußstücke, die nicht zum wiederholten Lösen gestaltet sind.

Komplizierter wird das Verunreinigungsproblem in einem mit geschlossenem Kreis und Mischgas arbeitenden Joule-Thomson-Kältesystem, das in einer chirurgischen Vorrichtung verwendet wird, z. B. einer kryochirurgischen Sonde. Eine solche Vorrichtung hat normalerweise einen mit der Sonde gekoppelten Verdichter, wobei die Sonde im wesentlichen aus einem Handgriff, einer Kanüle und einer Kältespitze besteht. Normalerweise ist der Wärmetauscher im Handgriff angeordnet, und das Expansionselement liegt normalerweise in der Kältespitze. Die Sondenkanüle oder Kältespitze muß mit verschiedenen Formen austauschbar sein, z. B. flachen, zylindrischen oder scharfkantigen, um unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Ferner muß die Kältespitze zum Gebrauch in einer operativen Anwendung sterilisierbar sein, damit das System an unterschiedlichen Patienten wiederholt eingesetzt werden kann.

Aus diesem Grund sind bekannte kryochirurgische Sonden Systeme im offenen Kreis. In einem System im offenen Kreis kann die Kanüle oder Kältespitze entfernt und sterilisiert oder weggeworfen werden. Der Eintrag von Verunreinigungen in das Kältesystem beim Entfernen und Wechseln der Kanüle oder Kältespitze stellt in einem System im offenen Kreis kein erhebliches Problem dar, weil die Verunreinigungen beim Ablassen des Gases aus dem System gespült. werden können. Systeme im offenen Kreis sind unwirtschaftlich und teuer zu betreiben, da das Glas ständig ersetzt werden muß. Außerdem ist das Ablassen des Gases in die Umgebung nicht immer umweltfreundlich. Systeme im geschlossenen Kreis sind wirtschaftlicher und umweltfreundlicher. Käme ein bekanntes System im geschlossenen Kreis in einer chirurgischen Anwendung zum Einsatz, würde das Entfernen und Wechseln der Kanüle oder Kältespitze zum Sterilisieren Verunreinigungen in das System eintragen, was schließlich zum Blockieren des Expansionselements führt. Theoretisch könnte ein System im geschlossenen Kreis mit selbstdichtenden Kupplungen versehen sein, doch es würden sich mit der Zeit immer noch Verunreinigungen aufbauen. Außerdem beinhalten selbstdichtende Kupplungen O-Ringe und Präzisionsteile. Durch Sterilisation der Kanüle oder Kältespitze wären die O-Ringe und Präzisionsteile zwangsläufig hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien ausgesetzt, was das Dichtungsvermögen der Kupplungen schließlich beeinträchtigt.

Der Gebrauch von Einweg-Austauschkanülen oder Kältespitzen würde dieses Dilemma nicht lösen. Erstens sind auch bei Wegwerfen der Austauschteile und ihrem Ersatz durch neue, sterile Teile wiederholte Lösevorgänge erforderlich, was letztendlich zum Aufbau von Verunreinigungen führt. Zweitens sind die meisten Einwegteile aus wirtschaftlichen Gründen aus Kunststoff aufgebaut. Normalerweise enthalten Kunststoffe Spuren von Wasser. Ist ein Kunststoffteil dem Gas in einem Kältesystem ausgesetzt, kann sich das Wasser schließlich aus dem Kunststoff herauslösen und das Gas im System verunreinigen. Drittens erhöhen selbstdichtende Anschlußstücke normalerweise Größe, Gewicht und besonders Kosten einer Vorrichtung, was sie zum Gebrauch in einer Einwegvorrichtung unerwünscht macht. Viertens geht bei jedem Entsorgen eines Einwegelements, z. B. einer Kanüle oder Kältespitze, das im Einwegelement enthaltene Kältegas verloren. Dadurch muß das Gas ersetzt werden, um einen Rückgang der Kühlleistung des Systems zu vermeiden. Das Evakuieren von Gas aus der Einwegkomponente oder der Gebrauch von Austauschkomponenten, die mit Gas vorgefüllt sind, würde die Komplexität und Kosten des Systems stark erhöhen.

Weiterhin hat eine typische kryochirurgische Sonde ein oder mehrere Hilfsinstrumente nahe der Kältespitze zur Verwendung in Verbindung mit der Kältespitze, z. B. Temperatursensoren, Heizer, Ultraschallwandler, optische Elemente und Fluidmündungen zur Irrigation und Aspiration. Beim Einsatz einer wiederverwendbaren Sonde kann das wiederholte Sterilisieren dieser Hilfsinstrumente deren Leistung beeinträchtigen. Idealerweise wären diese Hilfsinstrumente in der Praxis in ein Einwegelement eingebaut.

Schließlich ist erwünscht, den Schaft einer kryochirurgischen Sonde zu isolieren, um Gefrieren von Gewebe an unerwünschten Stellen entlang der Sonde zu verhindern, wenn die Sonde in eine Körperhöhle oder ein Organ eingesetzt wird. Eine wirksame Möglichkeit zum Isolieren wäre die Bildung eines Vakuumraums entlang dem Sondenschaft. Allerdings kann der in einem solchen Raum aufrecht erhaltene Vakuumgrad mit der Zeit aufgrund des Ausgasens von Metallen, Kunststoffen und hartgelöteten Verbindungsstellen abnehmen. Daher wäre erwünscht, den Vakuumisolierraum in ein Einwegelement einzubauen. Das Einwegelement würde nur einmal sterilisiert, wonach das Einwegelement wirtschaftlich entsorgt werden könnte, was die Vakuumbeeinträchtigung minimiert.

US-A-5 207 674 beschreibt die Verwendung einer sterilen Hülle mit einer kryochirurgischen Sonde. US-A-5 408 992 offenbart einen sterilen Schaft für ein Endoskop.

Die Hülle dient zur Verwendung an einer kryochirurgischen Joule-Thomson-Sonde im geschlossenen Kreis und der Kombination aus der Einweghülle und der Sonde im geschlossenen Kreis. Die Hülle ist ausreichend flexibel, um über die Sonde geschoben zu werden, wodurch sie die Sonde von der Umgebung trennt und den Gebrauch der Sonde in einer chirurgischen Anwendung ermöglicht. Die Hülle hat einen Griff, der sich eng über den Handgriff der kryochirurgischen Sonde aufpaßt, und einen verlängerbaren Mantel, der am proximalen Ende des Griffs befestigt ist. Der Mantel kann in Längsrichtung verlängert werden, um die Kälteschläuche und Instrumentenkabel abzudecken, die am Handgriff befestigt sind, was eine sterile Barriere für diese Komponenten bildet.

Außerdem hat die Hülle einen Mehrlumen-Hohlkatheter, der am distalen Abschnitt des Griffs befestigt ist, wobei mindestens ein Lumen so geformt und bemessen ist, daß es sich über die Kanüle der kryochirurgischen Sonde eng aufpaßt. Der Katheter ist nicht wärmeleitend, so daß er dazu beiträgt, Wärmeübertragung aus der Umgebung zur Gasmischung zu verhindern und das Gefrieren von Geweben an unerwünschten Stellen entlang dem Katheter zu unterbinden. Die Wärmeleitfähigkeit des Katheters läßt sich durch die Bereitstellung von Isolierung, z. B. eines Vakuumraums, entlang den Seiten des Katheters reduzieren. Ein wärmeleitendes Segment ist am distalen Ende des Mehrlumenkatheters in Form einer Metallkappe oder -spitze befestigt. Die Metallspitze kann eine runde, flache, scharfe oder jede andere Form haben, die für die durchgeführte kryochirurgische Operation geeignet ist. Die wärmeleitende Kappe oder Spitze paßt sich eng über die Kältespitze an der Sonde auf, und sie überträgt Wärme wirksam vom Zielgewebe auf die Kältespitze, die ihrerseits Wärme zur expandierten Gasmischung überträgt. Verschiedene Formen von Hilfsinstrumenten können am Katheter oder an der leitenden Spitze angeordnet sein, z. B. ein Temperatursensor, ein Heizer, eine die Gewebeimpedanz messende Komponente, ein Ultraschallwandler oder ein optisches Element eines Betrachtungs-, Beleuchtungs- oder Lasersystems. Verbindungen zwischen den Instrumenten nahe dem distalen Ende des Katheters und der Sonde sind über mehrere Lumen hergestellt, die durch die Wand des Katheters längs verlaufen. Fluiddurchgänge können auch im Katheter vorgesehen sein, und sie können mit Fluidquellen verbunden sein, die mit der Hülle verbunden oder an ihr angeordnet sind, z. B. ein Reservoir für Kochsalzlösung, das am Griff der Hülle angeordnet ist.

Die neuen Merkmale der Erfindung sowie die Erfindung selbst gehen aus den beigefügten Zeichnungen zusammen mit der nachfolgenden Beschreibung am deutlichsten hervor, in denen ähnliche Bezugszeichen ähnliche Teile bezeichnen.

1 ist ein Aufriß einer kryochirurgischen Sonde der Art, die in der Erfindung verwendet werden könnte;

2A ist ein Aufriß einer erfindungsgemäßen Einweghülle;

2B ist ein Aufriß einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einweghülle;

2C ist eine distale Endansicht der alternativen Ausführungsform der Einweghülle gemäß 2B;

3 ist ein Aufriß einer erfindungsgemäßen Einweghülle an Ort und Stelle auf einer kryochirurgischen Sonde;

4 ist eine schematische Ansicht einer kryochirurgischen Sonde gemäß 1;

5 ist eine Schnittansicht des proximalen Abschnitts der Einweghülle gemäß 2A;

6 ist eine distale Endansicht der kryochirurgischen Sonde gemäß 1;

7 ist ein Aufriß des proximalen Abschnitts der Einweghülle von 1 mit eingerolltem Mantel;

8 ist eine Schnittansicht des proximalen Abschnitts der Einweghülle von 7 mit eingerolltem Mantel;

9 ist eine Längsschnittansicht des proximalen Abschnitts des Verbinderkörpers der Einweghülle;

10 ist eine Längsschnittansicht des distalen Abschnitts des Verbinderkörpers der Einweghülle;

11 ist eine Querschnittansicht des distalen Abschnitts des Verbinderkörpers der Einweghülle;

12A ist eine Querschnittansicht des Katheters der Einweghülle, die auf der Kanüle der kryochirurgischen Sonde installiert ist;

12B ist eine Querschnittansicht einer alternativen Ausführungsform des Katheters der Einweghülle mit eingebauter Vakuumummantelung, die auf der Kanüle der kryochirurgischen Sonde installiert ist;

13 ist ein Aufriß des distalen Endes des Katheters der Einweghülle; und

14 ist eine Längsschnittansicht des distalen Endes des Katheters der Einweghülle.

Die Erfindung widmet sich dem Gebrauch einer Einweghülle auf einer kryochirurgischen Sonde, die an einem Joule-Thomson-Kältesystem im geschlossenen Kreis mit Mischgas arbeitet. In 1 ist eine solche kryochirurgische Sonde 10 gezeigt. Hauptsächlich besteht die Sonde 10 aus einem Handgriff 12, einer röhrenförmigen Hohlkanüle 14 und einer Kältespitze 16. Der Handgriff 12 kann metallisch sein, um wirksame Abdichtung zu erleichtern. Der Handgriff kann mit dem Handgriffzylinder vakuumhartverlötete Endkappen haben, um ein Vakuum im Handgriff 12 aufrecht zu erhalten, was für Isolierung sorgt. Alternativ könnte der Handgriff 12 mit Isoliermaterial gepackt sein, z. B. Aerogel. Mehrere Komponenten des Kältesystems, z. B. ein Wärmetauscher, können im Handgriff 12 zusammen mit verschiedenen Hilfsinstrumenten zur Unterstützung solcher Dinge wie Temperatursensoren, Heizern, Beleuchtungsoptik, Betrachtungsoptik, Laseroptik und Ultraschallwandlern untergebracht sein. Ein Speisekabel 18, das sich vom proximalen Abschnitt des Handgriffs 12 erstreckt, kann Schläuche für das Kältesystem, Stromkabel für die elektrischen Komponenten oder faseroptische Kabel zur Unterstützung der Beleuchtungs-, Betrachtungs- und Laserkomponenten enthalten.

Andere Komponenten des Kältesystems, z. B. eine Hochdruckleitung zum Transport einer Hochdruck-Gasmischung vom Sondenhandgriff 12 zur Kältespitze 16, und eine Niederdruckleitung zur Rückführung der expandierten Gasmischung von der Kältespitze 16 zum Sondenhandgriff 12, können in der Hohlkanüle 14 untergebracht sein. Noch weitere Komponenten des Kältesystems, z. B. ein Joule-Thomson-Expansionselement, können in der Kältespitze 16 untergebracht sein. Normalerweise ist die Hohlkanüle 14 so gestaltet, daß sie Wärmeübertragung von den Umgebungsgeweben zur kryogenen Gasmischung minimiert. Sie kann aus einem wärmebeständigen Material hergestellt sein, z. B. einem harten Kunststoff, oder kann aus einem Metall mit innen oder außen aufgebrachter Isolierung gebildet sein, um Wärmeübertragung zu unterbinden. Je nach Anwendung kann die Kanüle 14 darstellungsgemäß eine starre Röhre oder kann flexibler und anders geformt sein. Die Kältespitze 16 ist ein Wärmeübertragungselement, das so gestaltet ist, daß es Wärmeübertragung von den Zielgeweben zur expandierten Gasmischung maximiert. Sie kann aus einem wärmeleitenden Material, z. B. einem Metall, vorzugsweise Silber, hergestellt sein. Je nach Anwendung kann die Kältespitze 16 darstellungsgemäß ein kappenförmiges Element am distalen Ende der Kanüle 14 sein, oder sie kann eine andere Form haben und anderswo an der Kanüle 14 plaziert sein. Mehrere Nuten 17 sind in der Kältespitze 16 ausgebildet, damit Wärmefett fließen kann, wenn die Kältespitze 16 in die Einweghülle eingepaßt ist. Da die kryochirurgische Sonde 10 mit einem Kältesystem im geschlossenen Kreis verwendet wird, ist sie notwendigerweise abgedichtet, um Verunreinigung zu vermeiden. Sie kann unterbrechbare Verbindungsstellen haben, die einen Wechsel von Teilen ermöglichen, aber alle derartigen Verbindungsstellen haben zwangsläufig Dichtungskomponenten, die für normale Sterilisationsverfahren ungeeignet sind.

2A zeigt eine sterilisierbare Einweghülle 20 zur Anordnung über der Sonde 10, um die Verwendung der Sonde 10 in einer sterilen Umgebung ohne Beeinträchtigung der Wirksamkeit der Sonde 10 zu ermöglichen. Da die Hülle 20 leicht sterilisiert werden kann und da sie ausreichend billig aufgebaut ist, um ein Einwegartikel zu sein, braucht die Sonde 10 nicht sterilisiert zu werden. Die Einweghülle 20 weist einen Griff 22 auf, der sich über den Sondenhandgriff 12 aufpaßt, vorzugsweise mit Wellungen oder anderen Oberflächenmerkmalen, um für einen sicheren Griff für den Chirurgen zu sorgen. Ein verlängerbarer Mantel 23 ist am proximalen Abschnitt des Griffs 22 befestigt oder ausgebildet. In 2A ist der Mantel 23 im nicht eingerollten oder verlängerten Zustand gezeigt, wobei er das Speisekabel 18 und den proximalen Abschnitt des Sondenhandgriffs 12 abdeckt. Der Griff 22 und der Mantel 23 sind aus einem nicht wärmeleitenden Material aufgebaut, z. B. einem Kunststoff. Sie sollten eine gewisse Flexibilität haben, damit sie sich über den Sondenhandgriff 12 und das Speisekabel 18 aufpassen können. Außerdem weist die Hülle 20 einen röhrenförmigen Hohlkatheter 24 auf, der sich distal erstreckt. Der Hohlkatheter 24 ist so geformt und bemessen, daß er den Kanülenabschnitt 14 der kryochirurgischen Sonde 10 abdeckt, wobei er sich vorzugsweise über die Sondenkanüle 14 eng aufpaßt, um Störungen der Verwendung der Sonde 10 in einer operativen Umgebung zu verhindern. Der Hohlkatheter 24 ist aus einem wärmebeständigen Material aufgebaut, z. B. einem Kunststoff, um Wärmeübertragung von den Umgebungsgeweben zur Sondenkanüle 14 weiter zu unterbinden.

Am distalen Ende des Hohlkatheters 24 ist ein wärmeleitendes Segment befestigt, z. B. eine kappenförmige Spitze 26. Die Hüllenspitze 26 ist so geformt und bemessen, daß sie sich über die Sondenkältespitze 26 eng aufpaßt, um die Übertragung von Wärme durch die Hüllenspitze 26 zur Sondenkältespitze 16 zu maximieren. Die Hüllenspitze 26 kann darstellungsgemäß ein kappenförmiges Element am distalen Ende des Katheters 24 sein, oder sie kann ein wärmeleitendes Segment sein, das anderweitig geformt und angeordnet ist, um der Konfiguration und Lage der Sondenkältespitze 16 zu entsprechen. Das wärmeleitende Segment der Hülle, z. B. die Hüllenspitze 26, muß aus einem Material aufgebaut sein, das Wärme leicht überträgt, z. B. aus einem Metall. Alle Komponenten der Hülle 20 sind abgedichtet aneinander befestigt, so daß wenn die Hülle 20 steril ist, sie die Sonde 10 in einer sterilen Umhüllung abdeckt, was die Sonde 10 zur Verwendung in einer operativen Umgebung geeignet macht. Verschiedene Hilfsinstrumente zur Verwendung in Verbindung mit Kryochirurgie können im Hohlkatheter 24 oder in der Hüllenspitze 26 angeordnet sein, was später erläutert wird. Zu diesen Instrumenten können Temperatursensoren, Heizer, Betrachtungsoptik, Beleuchtungsoptik, Laseroptik und Ultraschallwandler gehören. Steuerelemente zum Betreiben dieser Instrumente oder Vorrichtungen zum Anzeigen von Werten von diesen Instrumenten können im Sondenhandgriff 12 oder anderswo zur leichten Beobachtung und Verwendung durch den Operateur angeordnet sein. Verbindungen zwischen den Instrumenten nahe der Hüllenspitze 26 und den Steuervorrichtungen im Sondenhandgriff 12 oder proximal zum Handgriff 12 können durch den Hohlkatheter 24 geführt werden, was später erläutert wird.

Außerdem kann die Hülle 20 einen im wesentlichen steifen Verbinderkörper 28 aufweisen, der mehrere Funktionen erfüllt. Der Verbinderkörper 28 stellt eine Einrichtung zum Verbinden des Hohlkatheters 24 mit dem Griff 22 bereit. Er kann auch eine Einrichtung zum Verriegeln der Hülle 20 an der Sonde 10 bereitstellen. Außerdem kann der Verbinderkörper 28 einen Anordnungsort für solche Verbinder wie elektrische Verbinder oder optische Elemente bilden, um Hilfsinstrumente nahe der Hüllenspitze 26 mit dem Sondenhandgriff 12 zu verbinden.

Schließlich kann der Verbinderkörper 28 eine Anordnungsstelle für eine Mündung oder ein Anschlußstück 30 bilden, z. B. ein Luer-Anschlußstück, das dazu dienen kann, für Fluidströmung zum oder vom Bereich benachbart zur Hüllenspitze 26 zu sorgen. Fluidströmung zum Bereich kann in einigen Anwendungen erforderlich sein, in denen Fluid, z. B. eine Kochsalzlösung, in eine Körperhöhle mit einer kleinen Öffnung eingespritzt werden muß. Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist das Einsetzen der Sondenkanüle 14 in den Uterus zur Endometriumablation. Fluidströmung zum Bereich um die Spitze 26, z. B. Kochsalzlösung oder anderes Fluid, das zur Irrigation des Bereichs geeignet ist, kann durch eine am Anschlußstück 30 befestigte Spritze erzeugt werden. Alternativ kann gemäß 2B und 2C ein formbares Kochsalzlösungsreservoir 25 am Griff 22 angeordnet und mit dem Anschlußstück 30 durch einen Schlauch 27 verbunden sein. Durch Quetschen oder Drücken auf das Kochsalzlösungsreservoir 25 kann man Kochsalzlösung in das Anschlußstück 30 einspritzen. Das eingespritzte Fluid kann in der Körperhöhle zurückgehalten werden, indem ein Stopfen (nicht gezeigt) über die Kanüle 14 und den Katheter 24 so geschoben wird, daß er sich zwischen dem Katheter 24 und der Öffnung der Körperhöhle eng einpaßt. Ähnlich kann ein Ballon (nicht gezeigt) um den Katheter 24 so aufgeblasen werden, daß er an der Höhlungsöffnung abdichtet. Fluidströmung aus dem Bereich um die Spitze 26 kann erreicht werden, indem eine Vakuumquelle mit dem Anschlußstück 30 verbunden wird. Fluid kann zwischen dem Spitzenbereich und dem Anschlußstück 30 über den Hohlkatheter 24 fließen, was später erläutert wird.

2A zeigt auch den Fingeranschlag 32, der am distalen Abschnitt des Hüllengriffs 22 gebildet ist, und den Fingerschieber 34, der am proximalen Abschnitt des Verbinderkörpers 28 gebildet ist. Wie später deutlich wird, kann der Fingerschieber 34 zum Fingeranschlag 32 gezogen werden, um den Verbinderkörper 28 vom Sondenhandgriff 12 zu entriegeln.

3 zeigt das kombinierte kryochirurgische Instrument 40 der Erfindung, das aus der sterilen Hülle 20 besteht, die über der Sonde 10 als sterile Abdeckung angeordnet ist, und ein wärmeleitendes Segment zur wirksamen Übertragung von Wärme vom Zielgewebe zur Kältespitze 16 der Sonde 10 hat. Zu beachten ist, daß der Mantel 23 der Hülle 20 ausreichend flexibel ist, um sich über das proximale Ende des Sondenhandgriffs 12 und das Speisekabel 18 zu dehnen.

4 ist eine schematische Zeichnung der kryochirurgischen Sonde 10 im Stil einer Längsschnittansicht, um die Komponenten und Funktionen der typischen Sonde 10 zu veranschaulichen, die in die Erfindung eingearbeitet sein können. Ein Hochdruck-Gasschlauch 36 führt eine warme Hochdruck-Gasmischung zu den Kältekomponenten in der Sonde 10, und ein Niederdruck-Gasschlauch 38 empfängt die kühle Niederdruck-Gasmischung von der Sonde 10. Der Hochdruck- und Niederdruck-Gasschlauch 36, 38 sind mit dem Auslaß bzw. Einlaß eines Gasverdichters 42 verbunden. Außerdem ist der Hochdruck-Gasschlauch 36 mit einem Hochdruckdurchgang über einen Wärmetauscher 44 zur Vorkühlung verbunden, und der Niederdruck-Gasschlauch 38 ist mit einem Niederdruckdurchgang über den Wärmetauscher 44 verbunden. Durch den Wärmetauscher 44 erfolgt eine Vorkühlung der warmen Hochdruck-Gasmischung durch Wärmeaustausch mit der kühlen expandierten Niederdruck-Gasmischung, bevor das Hochdruckgas an der Kältespitze 16 expandiert wird.

Ein Hochdruckauslaß 46 des Wärmetauschers 44 ist mit einer Hochdruck-Gasleitung 48 verbunden, die sich durch die Hohlkanüle 14 zur Kältespitze 16 erstreckt. Am distalen Ende der Hochdruck-Gasleitung 48 befindet sich ein Joule-Thomson-Expansionselement 50, das in der Kältespitze 16 oder unmittelbar benachbart dazu liegt. Durch das Expansionselement 50 wird eine kryogene Hochdruck-Gasmischung, die durch die Hochdruckleitung 48 strömt, isenthalpisch expandiert, um die Temperatur der Gasmischung stark zu senken. Danach wird die kältere Niederdruck-Gasmischung der Kältespitze 16 ausgesetzt, um das Zielgewebe über die wärmeleitende Hüllenspitze 26 abzukühlen. Eine Trennplatte 52 isoliert den Niederdruckbereich der Kältespitze 16 von der Sondenkanüle 14. Die Niederdruck-Gasmischung strömt durch Öffnungen in der Trennplatte 52 zurück, um über die Sondenkanüle 14 zum Niederdruckeinlaß 54 des Wärmetauschers 44 zurückzukehren. Die Strömung der Niederdruck-Gasmischung zurück durch die Kanüle 14 kann in Wirklichkeit über eine in 4 nicht gezeigte Niederdruckleitung erfolgen.

Ein Buchsenverbinder-Anschlußstück 56 ist im distalen Abschnitt des Sondenhandgriffs 12 vorgesehen, um eine Paarungsstelle zwischen der Sonde 10 und der Hülle 20 zu bilden. Ein nach innen vorstehender Verriegelungsflansch 58 kann um den Außenumfang des Buchsenverbinders 56 vorgesehen sein. Ein oder mehrere Verbinderelemente 60 können im Buchsenverbinder 56 zum Paaren mit Hilfsinstrumenten vorgesehen sein, die durch die Hülle 20 getragen werden. Das Verbinderelement 60 kann ein elektrischer Kontakt zur Verwendung mit solchen Hilfsinstrumenten wie einem Temperatursensor, Heizer oder Ultraschallwandler sein. Ähnlich kann das Verbinderelement 60 ein optisches Element zur Verwendung mit solchen Hilfsinstrumenten wie Betrachtungsoptik, Beleuchtungsoptik oder Laseroptik sein. Das Verbinderelement 60 ist mittels eines Instrumentenleiters 62 mit einer Anzeige- oder Steuervorrichtung 64 verbunden. Der Instrumentenleiter 62 kann ein elektrischer Leiter bzw. ein optisches Faserbündel sein. Der Einfachheit halber ist nur ein Satz aus Verbinderelement 60, Leiter 62 und Anzeige- oder Steuervorrichtung 64 gezeigt, wobei aber deutlich sein sollte, daß mehrere derartige Systeme in jedem vorgegebenen kryochirurgischen Instrument 40 verwendet werden könnten. Ferner sollte klar sein, daß die Anzeige- oder Steuervorrichtung 64 vom Instrument 40 entfernt angeordnet sein könnte, was z. B. für ein optisches Bildbetrachtungssystem zweckmäßig wäre. Eine Ausrichtrippe 66 kann am Umfang des Sondenhandgriffs 12 ausgebildet sein, um die Ausrichtung des Sondenhandgriffs 12 zum Hüllengriff 22 zu unterstützen.

5 zeigt, daß der Verbinderkörper 28 eine durchgehende Längsbohrung 68 hat, damit die Sondenkanüle 14 durchgehen kann. Das Anschlußstück 30 steht mit der Bohrung 68 in Fluidströmungsverbindung, um Fluidströmung zum Äußeren des Hohlkatheters 24 zu führen, der sich in die Bohrung 68 erstreckt. Ein Steckverbinder-Anschlußstück 70 ist am proximalen Abschnitt des Verbinderkörpers 28 vorgesehen, um sich mit dem Buchsenverbinder-Anschlußstück 56 im distalen Abschnitt des Sondenhandgriffs 12 zu paaren. Eine lösbare Verriegelung 72 ist am Steckverbinder-Anschlußstück 70 vorgesehen, um in den Verriegelungsflansch 58 einzugreifen. Ein oder mehrere Verbinderelemente 74 sind zudem am Steckverbinder-Anschlußstück 70 vorgesehen, um in die Verbinderelemente 60 im Buchsenverbinder-Anschlußstück 56 im Sondenhandgriff 12 einzugreifen. Die Verbindung des Verbinderelements 74 mit Hilfsinstrumenten und die Verbindung des Fluidströmungswegs vom Anschlußstück 30 zum Hohlkatheter 24 sind in einer späteren Zeichnung besser dargestellt. 6 ist eine Endansicht des Sondenhandgriffs 12 und zeigt das Innere des Buchsenverbinder-Anschlußstücks 56. Darstellungsgemäß sind mehrere Verbinderelemente 60 in einem Kreis im Buchsenanschlußstück 56 angeordnet.

7 zeigt die Hülle 20 mit dem Mantel 23 im eingerollten oder zusammengezogenen Zustand. Normalerweise würde die Hülle in diesem Zustand versandt und gelagert, bis sie über einer kryochirurgischen Sonde 10 angeordnet wird. Laschen 78 sind am proximalen Ende des Mantels 23 vorgesehen, um beim Ziehen des Mantels 23 über den Sondenhandgriff 12 und das Speisekabel 18 zu helfen. 8 ist eine Schnittansicht, die eine Ausführungsform der Hülle 20 näher zeigt. Eine Ausrichtnut 76 ist in der Innenbohrung des Hüllengriffs 22 gezeigt, um sich mit der Ausrichtrippe 66 am Äußeren des Sondenhandgriffs 12 zu paaren. Deutlich ist, daß der Verbinderkörper 28 als mehrstückige Anordnung aufgebaut sein kann.

9 zeigt nähere Einzelheiten einer Ausführungsform des Verbinderkörpers 28 und seiner Verbindung mit dem Hüllengriff 22. Im wesentlichen weist der Verbinderkörper 28 ein distales Teilstück 80, ein Zwischenteilstück 82 und ein proximales Teilstück 84 auf. Das distale Teilstück 80 weist den Fingerschieber 34 auf, und der distale Abschnitt des distalen Teilstücks 80 ist am Hohlkatheter 24 befestigt. Das Zwischenteilstück 82 ist im proximalen Abschnitt des distalen Teilstücks 80 angeordnet und bildet eine Einrichtung zum Verbinden des distalen Teilstücks 80 mit den Instrumentenverbindern 74 und mit der lösbaren Verriegelung 72. Darstellungsgemäß kann das Zwischenteilstück 82 aus einem Zylinder 92 bestehen, der an die Verriegelung 72 geschraubt ist. Eine Fassung 86 ist zwischen dem Zylinder 92 und der Verriegelung 72 eingefangen. Die Fassung 86 ist an einer Hülse 90 befestigt, die ihrerseits an einer Verbinderbefestigung 96 befestigt ist. Instrumentenleiter 94 sind mit den Instrumentenverbindern 74 verbunden. Die Instrumentenleiter 94 laufen durch die oder längsseits der Längsbohrung 68 zum Katheter 24.

10 zeigt nähere Einzelheiten einer Ausführungsform des distalen Abschnitts des distalen Teilstücks 80 des Verbinderkörpers 28. Das distale Ende der Längsbohrung 68 endet in einer Fluidbohrung 100, die in Fluidströmungsverbindung mit einer Innenbohrung 98 des Anschlußstücks 30 steht. Der proximale Abschnitt des Hohlkatheters 24 erstreckt sich in die Fluidbohrung 100, wobei der Durchmesser der Fluidbohrung 100 größer als der Außendurchmesser des Katheters 24 ist. Dadurch verbleibt ein Fluidströmungsraum, der den Katheter 24 in der Fluidbohrung 100 umgibt. Das proximale Ende 102 der Fluidbohrung 100 kann durch eine Schulter in der Längsbohrung 68 abgeschlossen sein. Umgekehrt kann das proximale Ende 102 der Fluidbohrung 100 durch eine Epoxidharzdichtung abgeschlossen sein. Die Sondenkanüle 14 kann sich in die Längsbohrung 68 eng einpassen. Das distale Ende des Verbinderkörpers 28 kann mit einer Zugentlastungsmanschette 106 versehen sein, um den Katheter 24 am Verbinderkörper 28 zu befestigen. Ein Raum 108 in der Manschette 106 kann mit Epoxidharz gefüllt sein, um das distale Ende der Fluidbohrung 100 abzuschließen.

11 zeigt eine Schnittansicht des distalen Abschnitts des Verbinderkörpers 28 und des proximalen Abschnitts des Hohlkatheters 24. In dieser Ansicht wird deutlich, daß der Katheter 24 ein Mehrlumenkatheter ist. Mehrere Lumen 110 durchlaufen die Wand des Katheters 24 in Längsrichtung. Einige der Lumen 110 dienen zum Durchleiten von Fluidströmung, was bei 112 gezeigt ist, und andere Lumen dienen zum Durchleiten von Hilfsinstrumentensignalen, was bei 114 gezeigt ist. Nur innerhalb der Fluidbohrung 100 sind die Fluidlumen 112 zum Äußeren des Katheters 24 offen, während die Fluidlumen 112 über den Rest der Länge des Katheters 24 nicht zum Äußeren offen sind. Die Instrumentenlumen 114 sind über die gesamte Länge des Katheters 24 zum Äußeren geschlossen. Da die Fluidlumen 112 innerhalb der Fluidbohrung 100 zum Äußeren offen sind, kann Fluid aus dem Anschlußstück 30 in die Wand des Katheters 24 oder aus der Wand des Katheters 24 zum Anschlußstück 30 strömen. Eine Mittelbohrung 116 durchläuft den Katheter 24, um die Sondenkanüle 14 aufzunehmen.

12A zeigt eine Querschnittansicht des Katheters 24 und der Sondenkanüle 14 in Vorwärtsrichtung vor dem Verbinderkörper 28. Die Kanüle 14 beinhaltet einen Satz aus drei koaxialen rostfreien Stahlröhren 48, 55, 57, wobei sich die äußere Röhre 57 im wesentlichen eng in den Katheter 24 einpaßt. Deutlich ist, daß ein Vakuum- oder Isolierraum 118 zwischen der äußeren Röhre 57 und der Niederdruckleitung 55 gebildet ist. Die Niederdruckleitung 55 führt zum Niederdruckeinlaß 54 des Wärmetauschers 44. Die Hochdruckleitung 48 liegt innerhalb der Niederdruckleitung 55.

12B zeigt eine Querschnittansicht einer alternativen Ausführungsform des Katheters 24 und der Sondenkanüle 14 in Vorwärtsrichtung vor dem Verbinderkörper 28. Die Kanüle 14 beinhaltet einen Satz aus zwei koaxialen rostfreien Stahlröhren 48, 55, wobei sich die äußere Röhre 55 im wesentlichen eng in eine Innenröhre 117 im Katheter 24 einpaßt. Deutlich ist, daß eine Vakuumummantelung oder ein Isolierraum 118 im Katheter 24 zwischen der Innenröhre 117 und dem Katheter 24 gebildet ist. Wie zuvor führt die Niederdruckleitung 55 zum Niederdruckeinlaß 54 des Wärmetauschers 44. Die Hochdruckleitung 48 liegt innerhalb der Niederdruckleitung 55.

13 zeigt einen Aufriß des distalen Endes des Hohlkatheters 24 und der Hüllenspitze 26. Mehrere Mündungen 120 in den Lumen 110 sind im distalen Ende des Katheters 24 gebildet. Einige der Mündungen 120 dienen zur Fluidströmung zu oder aus dem Bereich, der zur Hüllenspitze 26 benachbart ist. Andere Mündungen 120 dienen für optische Elemente zur Unterstützung von Betrachtungs-, Beleuchtungs- oder Lasersystemen. Noch andere Mündungen 120 könnten als Verbindungsanschlüsse zur elektrischen Verbindung mit einem Temperatursensor, Heizer oder Ultraschallwandler in der Hüllenspitze 26 verwendet werden.

14 zeigt einen Längsschnitt durch den distalen Abschnitt des Katheters 24 und der Hüllenspitze 26. Der Hilfsinstrumentenleiter 94 durchläuft ein Lumen 114 zum distalen Ende des Katheters 24 und ist an diesem Punkt mit einem optischen Element in der Mündung 120 oder mit einem Hilfsinstrument 126 in der Hüllenspitze 26 verbunden. Das Hilfsinstrument 126 könnte ein Temperatursensor, ein Heizer, eine die Gewebeimpedanz messende Komponente oder eine integrierte Komponente zur Durchführung von zwei oder mehr der Temperaturerfassungs-, Impedanzmeß- und Erwärmungsfunktionen sein. Zum Beispiel könnte das Instrument 126 eine Kombination aus Heizer und Widerstandstemperaturdetektor (RTD) sein, die aus Folie aufgebaut ist, die zwischen sehr dünnen (0,003 Inch) Bahnen aus Polyimidfilm laminiert ist. Ferner könnte das Hilfsinstrument ein Ultraschallwandler sein. Jene Hilfsinstrumente 126, die sich in der Hüllenspitze 26 befinden, können zwischen einer wärmeleitenden Innenschicht 122 und einer wärmeleitenden Außenschicht 124 eingefügt sein. Die leitende Innenschicht 122 kann aus Kupfer hergestellt sein, und die leitende Außenschicht 124 kann aus rostfreiem Stahl hergestellt sein. Bei Bedarf kann Epoxidharz zwischen dem Instrument 126 und den leitenden Schichten 122, 124 eingespritzt sein. Dazu ist ein Epoxidharzfülloch 128 in der Außenschicht 124 vorgesehen. Sind Isolierschichten zwischen dem Instrument 126 und der Innen- und Außenschicht 122, 124 plaziert, müssen die Isolierschichten ausreichend dünn sein, um Wärmeübertragung durch sie zu ermöglichen. Ein Wärmeleitfett 130 kann in der Hüllenspitze 26 vorgesehen sein, um den Wärmekontakt zwischen der Sondenspitze 16 und der Hüllenspitze 26 zu maximieren.

Während die hier näher dargestellte und offenbarte Erfindung vollständig vermag, die zuvor aufgeführten Aufgaben zu lösen und Vorteile zu realisieren, sollte klar sein, daß diese Offenbarung nur zur Veranschaulichung der derzeit bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung dient und daß keinerlei Einschränkungen mit Ausnahme der in den beigefügten Ansprüchen beschriebenen beabsichtigt sind.


Anspruch[de]
Entfernbare Vorrichtung zur Verwendung in der Kryochirurgiedurchführung mit:

einer sterilen Hülle (20) zur Verwendung als kryochirurgische Sondenabdeckung;

einem Hohlgriff (22) an der Hülle;

einem Katheter (24) an der Hülle, der am Hohlgriff befestigt ist;

einem wärmeleitenden Segment (26), das am Hüllenkatheter befestigt ist; und

einem wärmeleitenden Medium im wärmeleitenden Segment des Hüllenkatheters.
Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner mit einem längs zusammendrückbaren Mantel, der am Hohlgriff befestigt ist, wobei der Mantel vom Hohlgriff proximal verlängerbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, ferner mit einer Vakuumummantelung, die im Hüllenkatheter eingebaut ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei das wärmeleitende Segment des Hüllenkatheters eine Spitze aufweist, die an einem distalen Ende des Hüllenkatheters befestigt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner mit:

einem Verbinderkörper, der am Hohlgriff befestigt ist, zum Befestigen der Hülle an einer kryochirurgischen Sonde, wobei der Hüllenkatheter am Verbinderkörper befestigt ist; und

einem röhrenförmigen Durchgang durch den Verbinderkörper.
Vorrichtung nach Anspruch 5, ferner mit einer Verriegelung am Verbinderkörper, wobei die Verriegelung geeignet ist, den Verbinderkörper an einer kryochirurgischen Sonde lösbar zu befestigen. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, ferner mit:

einem Hilfsinstrument, das am Hüllenkatheter benachbart zum wärmeleitenden Segment angeordnet ist, wobei das Hilfsinstrument geeignet ist, eine Hilfsfunktion während der Kryochirurgie durchzuführen; und

einem Verbinderelement, das mit dem Hilfsinstrument verbunden ist, wobei das Verbinderelement am Verbinderkörper zur Verbindung des Hilfsinstruments mit einer kryochirurgischen Sonde angeordnet ist.
Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei:

das Hilfsinstrument einen elektrischen Heizer aufweist; und

das Verbinderelement einen elektrischen Kontakt aufweist, der geeignet ist, den Heizer mit einer Temperatursteuervorrichtung zu verbinden.
Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei:

das Hilfsinstrument einen Temperatursensor aufweist; und

das Verbinderelement einen elektrischen Kontakt aufweist, der geeignet ist, den Temperatursensor mit einer Temperaturanzeigevorrichtung zu verbinden.
Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei:

das Hilfsinstrument einen Ultraschallwandler aufweist; und

das Verbinderelement einen elektrischen Kontakt aufweist, der geeignet ist, den Ultraschallwandler mit einer Ultraschallanregungsvorrichtung zu verbinden.
Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei:

das Hilfsinstrument ein optisches Element aufweist; und

das Verbinderelement eine optische Faser aufweist, die geeignet ist, das optische Element mit einer Lichtübertragungsvorrichtung zu verbinden.
Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei:

das Hilfsinstrument ein Impedanzmeßelement aufweist; und

das Verbinderelement einen elektrischen Kontakt aufweist, der geeignet ist, das Impedanzmeßelement mit einer Impedanzanzeigevorrichtung zu verbinden.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, ferner mit:

einem ersten Fluidanschluß, der im Verbinderkörper gebildet ist;

einem ersten Fluidströmungsdurchgang, der durch den Katheter gebildet ist, wobei der Fluidströmungsdurchgang mit dem ersten Fluidanschluß in Fluidströmungsverbindung steht; und

einem zweiten Fluidanschluß, der im Katheter gebildet ist, wobei der zweite Fluidanschluß mit dem Fluidströmungsdurchgang in Fluidströmungsverbindung steht.
Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei:

der erste Fluidanschluß einen Fluideinlaß aufweist;

der zweite Fluidanschluß einen Fluidauslaß aufweist; und

ferner mit einer Fluidquelle, die mit dem ersten Fluidanschluß verbindbar ist, zum Zuführen von Spülfluid zum Katheter.
Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei die Fluidquelle einen nachgiebigen Fluidspeicher aufweist, der an der Hülle angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei:

der erste Fluidanschluß einen Fluidauslaß aufweist;

der zweite Fluidanschluß einen Fluideinlaß aufweist; und

ferner mit einer Vakuumquelle, die mit dem ersten Fluidanschluß verbindbar ist, zum Absaugen von Material über den Katheter.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei der Katheter ein Mehrlumenkatheter ist. Vorrichtung nach Anspruch 17, ferner mit:

einem ersten Lumen im Katheter, das geeignet ist, einen Kanülenabschnitt einer kryochirurgischen Sonde aufzunehmen; und

mindestens einem zweiten Lumen im Katheter, das geeignet ist, einen Instrumentenleiter aufzunehmen.
Vorrichtung nach Anspruch 17, ferner mit:

einem ersten Lumen im Katheter, das geeignet ist, einen Kanülenabschnitt einer kryochirurgischen Sonde aufzunehmen; und

mindestens einem zweiten Lumen im Katheter, das zum Durchgang eines Fluids geeignet ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, ferner mit:

einer kryochirurgischen Sonde, wobei die Sonde durch die Hülle abgedeckt ist;

einem Handgriff an der Sonde, wobei der Handgriff durch den Hohlhüllengriff abgedeckt ist;

einer Kanüle an der Sonde, wobei die Kanüle durch den Hüllenkatheter abgedeckt ist;

einem Wärmeübertragungselement an der Sondenkanüle, wobei das Wärmeübertragungselement durch das wärmeleitende Segment des Hüllenkatheters abgedeckt ist; und

einem Kältemittelsystem, das ein Kältemittel mit einer gewünschten kryogenen Temperatur im Wärmeübertragungselement bereitstellt;

wobei das wärmeleitende Medium zwischen dem Wärmeübertragungselement der Sonde und dem wärmeleitenden Element des Hüllenkatheters liegt.
Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das wärmeleitende Medium ein nachgiebiges Material ist. Vorrichtung nach Anspruch 21, wobei das wärmeleitende nachgiebige Material ein viskoses Fluid ist. Vorrichtung nach Anspruch 22, wobei das wärmeleitende viskose Fluid ein Fett ist. Kryochirurgie-Vorbereitungsverfahren mit den folgenden Schritten:

Bereitstellen einer kryochirurgischen Sonde mit einem daran angeordneten Wärmeübertragungselement;

Bereitstellen eines sterilen Hüllenkatheters mit einem daran angeordneten wärmeleitenden Segment, wobei das leitende Segment geeignet ist, das Wärmeübertragungselement an der Sonde abzudecken;

Einführen der Sonde in den Hüllenkatheter; und

Plazieren eines wärmeleitenden Mediums zwischen dem Wärmeübertragungselement an der Sonde und dem leitenden Segment des Hüllenkatheters, wodurch Wärmeübertragung gewährleistet ist.
Verfahren nach Anspruch 24, wobei das wärmeleitende Medium auf der Außenfläche des Wärmeübertragungselements an der Sonde vor Einführen der Sonde in den Hüllenkatheter plaziert wird. Verfahren nach Anspruch 24, wobei das wärmeleitende Medium im leitenden Segment des Katheters vor Einführen der Sonde in den Hüllenkatheter plaziert wird.






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