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Dokumentenidentifikation DE69834442T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001384615
Titel Kraftfahrzeug- Türfensterscheiben- Führungskanal
Anmelder Toyoda Gosei Co., Ltd., Nishikasugai, Aichi, JP
Erfinder Ohmori, Hitoshi, Toyoake-shi Aichi, JP;
Aritake, Masanori, Ichinomiya-shi Aichi, JP;
Yatuda, c/o Toyoda Gosei Co., Atushi, Nishikasugai-gun, Aichi 452-8564, JP
Vertreter KRAMER - BARSKE - SCHMIDTCHEN, 81245 München
DE-Aktenzeichen 69834442
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.09.1998
EP-Aktenzeichen 030199954
EP-Offenlegungsdatum 28.01.2004
EP date of grant 03.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse B60J 10/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60J 10/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türscheibenführung, die an einem Türrahmen einer Kraftfahrzeugtür angebracht werden soll.

Wie es in der 5 gezeigt ist, ist eine Türscheibenführung 3 (nachstehend einfach als Scheibenführung bezeichnet) an einem Türrahmen 2 einer Tür 1 eines Kraftfahrzeugs entlang einer Innenseite des Türrahmens 2 angebracht, um die Aufwärts/Abwärtsbewegung einer Türscheibe 5 zu führen und einen Spalt zwischen einer Umfangskante der geschlossenen Türscheibe 5 und dem Türrahmen 2 abzudichten. Ferner sind in einem Türkörper ein vorderer und ein hinterer vertikaler Verlängerungsrahmenabschnitt 2A des Türrahmens 2 bereitgestellt und die Scheibenführung 3 ist auch an jedem der vertikalen Verlängerungsrahmenabschnitte 2A angebracht.

Eine solche Scheibenführung 3 weist im Allgemeinen die in der 6 gezeigte Konfiguration auf, bei der sich Lippen 35 und 36 in einer einander gegenüber liegenden Richtung von den gegenüber liegenden Enden an einer Öffnungsseite eines Körperabschnitts 30 erstrecken, der im Querschnitt U-förmig ist. In der Scheibenführung 3, die an einem vertikalen Rahmen eines Türrahmens 2 angebracht ist, der die Verlängerungsrahmenabschnitte 2A umfasst, bewegt sich die Türscheibe 5 in dem Zustand aufwärts/abwärts, bei dem eine Umfangskante der Türscheibe 5 mit ihren gegenüber liegenden Oberflächen zwischen den Lippen 35 und 36 der Scheibenführung 3 in Kontakt ist, und bei dem eine Endoberfläche der Türscheibe 5 auch mit einer Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3 in Kontakt ist.

Die Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3 wird durch Sprühen von Urethanharz, Silikonharz oder dergleichen einer Glättungsbehandlung unterzogen, um das Gleitvermögen der Türscheibe 5 zu verbessern. Es bestand jedoch ein Problem dahingehend, dass Fremdmaterialien, wie z.B. Sand, Staub und dergleichen in den Körperabschnitt 30 der Scheibenführung 3 gelangen können und sich auf der Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3 ablagern können, wodurch das Gleitvermögen der Türscheibe 5 nach und nach vermindert wird.

Das US-Patent 5,265,377 beschreibt eine Scheibenführung mit Rillen, die in einem vorgegebenen Winkel bezüglich der Gleitrichtung einer Glasscheibe geneigt sind.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Scheibenführung bereitzustellen, die verbesserte Gleitoberflächen und eine verbesserte Dauerbeständigkeit aufweist, wobei die Scheibenführung auch das Auftreten anomaler Geräusche bei der Aufwärts/Abwärtsbewegung einer Türscheibe verhindern kann, ohne andere Funktionen der Scheibenführung negativ zu beeinflussen.

Diese Aufgabe wird durch die Türscheibenführung nach Anspruch 1 gelöst, der zeigt, dass die Rillen in der Bodenoberfläche einer Scheibenführung nur auf entgegengesetzten Seiten eines flachen Oberflächenabschnitts ohne Rillen ausgebildet sind. Zusätzliche Ausführungsformen der beanspruchten Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 8 angegeben.

Erfindungsgemäß ist eine Mehrzahl von Rillen in einer Bodenoberfläche eines Scheibenführungskörperabschnitts mit einem U-förmigen Querschnitt so ausgebildet, dass sie sich in Längsrichtung mit vorgegebenen Abständen in der Breitenrichtung erstrecken. In einer Ausführungsform sind die Rillen so gestaltet, dass sie Querschnittsflächen aufweisen, die von der Rille, die angrenzend an einen flachen Oberflächenabschnitt der Bodenoberfläche ausgebildet ist, zu der Rille, die auf jeder gegenüber liegenden Seite des flachen Oberflächenabschnitts ausgebildet ist, aufeinander folgend größer werden.

Wenn sich die Türscheibe aufwärts/abwärts bewegt, bewegt sich die Endoberfläche der Türscheibe aufwärts/abwärts, während sie bezüglich der Mittellinie einer Bodenoberfläche einer Scheibenführung geringfügig in der Querrichtung vibriert, da die Kraftfahrzeugkarosserie vibriert oder da die Krümmung des Türrahmens sich von derjenigen der Türscheibe gemäß der vertikalen Position der Türscheibe geringfügig unterscheidet. Die vorliegenden Lehren haben die Tatsache berücksichtigt, dass Fremdmaterialien, die sich auf einer Bodenoberfläche einer Scheibenführung ablagern, durch die Endoberfläche der Türscheibe nach außen zu den gegenüber liegenden Seiten ausgetragen werden, wenn die Türscheibe in Querrichtung vibriert. D.h., erfindungsgemäß werden die Fremdmaterialien, die sich auf dem Mittelabschnitt der Bodenoberfläche der Scheibenführung abgelagert haben, in die gegenüber liegenden Seiten bzw. aus diesen heraus ausgetragen, wenn sich die Türscheibe aufwärts/abwärts bewegt, und ein großer Teil der Fremdmaterialien fällt in die großen Rillen, die in den gegenüber liegenden Abschnitten auf der Bodenoberfläche ausgebildet sind, so dass sie ausgetragen werden. Die Rille, die angrenzend an den Mittelabschnitt der Bodenoberfläche ausgebildet ist, ist klein, und deshalb wird der Scheibengleitwiderstand nicht groß, selbst wenn die Rille mit den Fremdmaterialien gefüllt ist, so dass keine anomalen Geräusche erzeugt werden, da die Rille außerhalb des Bereichs der Scheibe positioniert ist. Ferner ist, obwohl keine Rille in dem Mittelabschnitt der Bodenoberfläche ausgebildet ist, mit dem die Türscheibe in Kontakt kommt, die Menge des Fremdmaterials, die trotz des Austragens zurückbleiben kann, sehr gering, und somit wird der Gleitwiderstand kaum erhöht.

In den beigefügten Zeichnungen ist

1 eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer ersten Ausführungsform entlang einer Linie A-A in der 5 zeigt (nicht erfindungsgemäß);

2 eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer zweiten Ausführungsform entlang einer Linie A-A in der 5 zeigt (nicht erfindungsgemäß);

3 eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer dritten Ausführungsform entlang einer Linie A-A in der 5 zeigt;

4 eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer vierten Ausführungsform entlang einer Linie A-A in der 5 zeigt (nicht erfindungsgemäß);

5 eine Ansicht, die eine Kraftfahrzeugtür zeigt, auf welche die Türscheibenführung angewandt wird;

6 eine Schnittansicht, die ein Beispiel einer bekannten Türscheibenführung entlang einer Linie A-A in der 5 zeigt;

7A (nicht erfindungsgemäß) eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer fünften Ausführungsform zeigt und 7B (nicht erfindungsgemäß) eine vergrößerte Schnittansicht des X-Abschnitts in der 7A; und

8A (nicht erfindungsgemäß) eine Schnittansicht, die eine Türscheibenführung gemäß einer sechsten Ausführungsform zeigt und 8B (nicht erfindungsgemäß) eine vergrößerte Schnittansicht des Y-Abschnitts in der 8A.

Die Ausführungsformen der in den 1, 2 und 4 bis 8 gezeigten Türscheibenführung sind zum Zwecke des Verständnisses der in der 3 gezeigten erfindungsgemäßen Ausführungsform und der Ausführungsformen der Unteransprüche beschrieben.

Die 1 zeigt eine Scheibenführung 3A gemäß einer ersten Ausführungsform. Diese Scheibenführung ist an dem vertikalen Rahmenabschnitt des Türrahmens 2 des in der 5 gezeigten Kraftfahrzeugs angebracht.

Die Scheibenführung 3A ist ein Extrusionsformteil eines Kautschuks, wie z.B. EPDM-Kautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk), gebildet und weist eine Grundkonfiguration auf, bei der sich Lippen 35 und 36 von den gegenüber liegenden Enden, an der Öffnungsseite, eines Körperabschnitts 30, der U-förmig ist, erstrecken. Eine Bodenwand ist so gestaltet, dass sie dicker ist als der restliche Abschnitt. Im Allgemeinen weist eine Türscheibe 5 eine Dicke von etwa 4 mm und eine Endoberfläche auf, die einen bogenförmigen Querschnitt aufweist. Die Türscheibe 5 bewegt sich in einem Zustand aufwärts/abwärts, bei dem die Türscheibe 5 mit den Lippen 35 und 36 an deren Innen- und Außenflächen in Kontakt ist und ein Mittelabschnitt einer Seitenkantenoberfläche der Türscheibe 5 mit einer Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3A in Kontakt ist.

In der Scheibenführung 3A ist eine Mehrzahl von einheitlichen Rillen 4 in einer Bodenoberfläche 31 derart ausgebildet, dass sie sich in Längsrichtung in vorgegebenen Abständen in der Breitenrichtung erstrecken, wodurch der Gleitbereich zwischen einer Endoberfläche einer Türscheibe 5 und der Bodenoberfläche 31 vermindert wird, und um dadurch einen Teil des Fremdmaterials, das in die Scheibenführung eingedrungen ist, in die Rillen 4 einzubringen. Jede der Rillen 4 ist in der Querschnittsform eines invertierten Dreiecks geformt.

Bei dieser Scheibenführung 3A kann durch Bilden der Rillen 4 in der Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3A der Bereich des Gleitkontakts zwischen einer Türscheibenendoberfläche und der Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3A vermindert werden und Fremdmaterial, das auf der Bodenoberfläche 31 des Scheibenführungskörperabschnitts 30 abgelagert worden ist, kann in die Rillen 4 ausgetragen werden, wodurch der Gleitwiderstand der Türscheibe 5 gegen die Bodenoberfläche der Scheibenführung 3A vermindert wird.

Wenn die vorstehend beschriebene Scheibenführung 3A für eine lange Zeit verwendet wird, ist es möglich, dass sich Fremdmaterial nach und nach in den Rillen 4 ansammelt, so dass die Rillen 4 mit dem Fremdmaterial gefüllt werden. In diesem Fall kann das Fremdmaterial, das sich in den Rillen 4 angesammelt hat, mit der Endoberfläche der Türscheibe 5 in einen Gleitkontakt kommen, wodurch der Reibungswiderstand erhöht und anomale Geräusche erzeugt werden, wenn die Türscheibe 5 aufwärts/abwärts bewegt wird.

Die 2 zeigt eine Scheibenführung 3B gemäß einer zweiten Ausführungsform.

In der in der 2 gezeigten Scheibenführung 3B ist eine Mehrzahl von zueinander parallelen Rillen 4a, 4b und 4c derart in der Bodenoberfläche 31 ausgebildet, dass sie sich in Längsrichtung in gleichen Abständen in der Breitenrichtung erstrecken. Jede der Rillen ist in der Querschnittsform eines invertierten Dreiecks ausgebildet und die Rillen sind so gestaltet, dass sie Querschnittsflächen aufweisen, die in der Reihenfolge von der Rille, die in einem in der Breitenrichtung liegenden Mittelabschnitt der Bodenoberfläche 31 ausgebildet ist, zu der Rille, die auf jeder der gegenüber liegenden Seiten des Mittelabschnitts der Bodenoberfläche 31 ausgebildet ist, größer werden. In der veranschaulichten Ausführungsform ist die Rille 4a in der in der Breitenrichtung liegenden Mittelposition der Bodenoberfläche 31 ausgebildet; die Rillen 4c sind in den in der Breitenrichtung liegenden gegenüber liegenden Endabschnitten ausgebildet und die Rillen 4b sind in den Zwischenabschnitten zwischen den Rillen 4a und 4c ausgebildet. Die Öffnungsbreite und -tiefe der Rille 4a werden so ausgewählt, dass sie etwa 0,2 bis 0,3 mm bzw. etwa 0,2 bis 0,3 mm betragen. Die Öffnungsbreite und -tiefe der Rille 4c werden so ausgewählt, dass sie etwa 0,7 bis 1,0 mm bzw. etwa 0,4 bis 0,6 mm betragen. Die Öffnungsbreite und -tiefe der Rille 4b werden so ausgewählt, dass es sich um Zwischenwerte zwischen denjenigen der Rillen 4a und 4c handelt. Die Breiten der vorgewölbten Abschnitte zwischen den Rillen 4a, 4b und 4c werden so ausgewählt, dass sie 0,7 bis 0,8 mm betragen. Die Bodenoberflächen, in denen die Rillen 4a, 4b und 4c ausgebildet sind, und die Oberflächen der Lippen 35 und 36 werden einer Glättungsbehandlung S mit einem Urethanharz unterworfen. Die Schnittform jeder der Rillen ist nicht auf ein solches invertiertes Dreieck beschränkt, sondern kann auch ein Viereck sein.

In dem Fall der so geformten Scheibenführung 3A bewegt sich die Endoberfläche der Türscheibe 5 aufwärts/abwärts, während sie in Gleitkontakt mit den vorgewölbten Abschnitten der Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3A ist. In diesem Fall ist die Endoberfläche der Türscheibe 5 nur in Gleitkontakt mit den vorgewölbten Abschnitten zwischen den Rillen, so dass der Einfluss von Fremdmaterial, das an der Bodenoberfläche 31 haftet, vermindert ist. Selbst wenn eine große Menge an Fremdmaterial abgelagert worden ist, wird das Fremdmaterial auf den vorgewölbten Abschnitten durch die Endoberfläche der Türscheibe 5, die in Querrichtung vibriert, wenn die Türscheibe aufwärts/abwärts bewegt wird, links und rechts ausgetragen, so dass das Fremdmaterial in die Rillen 4a, 4b und 4c fällt. Selbst wenn die mittlere Rille 4a mit Fremdmaterial gefüllt ist, ist ferner die Kontaktfläche des Fremdmaterials mit der Endoberfläche der Türscheibe 5 gering, so dass der Gleitwiderstand nicht stark erhöht ist und keine anomalen Geräusche erzeugt werden. Wenn sich die Türscheibe aufwärts/abwärts bewegt, wird die maximale Breite der Querbewegung des Mittelabschnitts der Endoberfläche der Türscheibe 5, welche die Bodenoberfläche 31 der Scheibenführung 3B kontaktiert, durch eine Quervibration der Türscheibe 5 ferner durch den Abstand zwischen den Rillen 4a und 4b beschränkt. Da die Rille 4b größer ist als die Rille 4a, wird die Rille 4b vor einer Langzeitanwendung nicht vollständig mit Fremdmaterial gefüllt. Folglich übt das Fremdmaterial selbst dann, wenn die Rille 4b mit Fremdmaterial gefüllt ist, kaum einen großen Einfluss auf den Gleitwiderstand der Türscheibe 5 aus. Da das durch die Türscheibe 5 ausgetragene Fremdmaterial in den Rillen 4b und 4c aufgenommen wird, stellt dies eine Funktion dahingehend dar, zu verhindern, dass das ausgetragene Fremdmaterial erneut auf den Mittelabschnitt der Scheibenführungsbodenoberfläche 31 fällt und darauf abgelagert wird.

Die 3 zeigt eine Scheibenführung 3C gemäß einer dritten Ausführungsform, wobei diese Ausführungsform in den Schutzbereich des beigefügten Anspruchs 1 fällt. In der Scheibenführung 3C, die in der 3 gezeigt ist, ist ein Mittelabschnitt einer Bodenoberfläche 31 zu einer flachen Oberfläche ohne Rillen ausgebildet und sich in Längsrichtung erstreckende Rillen 4d und 4e sind in den gegenüber liegenden Seitenabschnitten ausgebildet. Die flache Oberfläche in dem Mittelabschnitt ist so gestaltet, dass sie eine Breite aufweist, die gleich der Breite der lateralen oder Links/Rechts-Vibration des Mittelabschnitts der Endoberfläche der Türscheibe 5 ist, welche die flache Oberfläche kontaktiert, wenn sich die Türscheibe 5 aufwärts/abwärts bewegt. Insbesondere wird die Breite der flachen Oberfläche so ausgewählt, dass sie etwa 3 bis 4 mm beträgt. Die Öffnungsbreite und -tiefe jeder der Rillen 4d und 4e auf den gegenüber liegenden Seiten werden so ausgewählt, dass sie 0,7 bis 1,0 mm bzw. etwa 0,4 bis 0,6 mm betragen.

Entsprechend der Scheibenführung 3B wird in dem Fall der Scheibenführung 3C Fremdmaterial, das auf einem Mittelabschnitt der Bodenoberfläche, mit dem die Türscheibe 5 in Gleitkontakt ist, abgelagert worden ist, in die gegenüber liegenden Rillen 4d und 4e ausgetragen. Da in der Scheibenführung 3C keine Rille in dem Mittelabschnitt der Bodenoberfläche ausgebildet ist, ist die Scheibengleitfläche im Vergleich zu der Scheibenführung 3B geringfügig erhöht. Andererseits liegt jedoch in dem Mittelabschnitt keine Rille vor, die sich mit Fremdmaterial füllen könnte. Demgemäß kommt die Endoberfläche der Türscheibe 5 nie mit dem angesammelten Fremdmaterial in der mittleren Rille in Gleitkontakt. Ferner kann die Scheibenführung, bei der die Rillen in ihrer Bodenoberfläche ausgebildet sind, integral mit einem thermoplastischen Olefinelastomer geformt werden.

Die 4 zeigt eine Scheibenführung 3D gemäß einer vierten Ausführungsform. In einer in der 4 gezeigten Scheibenführung 3D ist eine Oberflächenschicht 32, die aus einem Material ausgebildet ist, das von dem Material eines Scheibenführungskörpers verschieden ist und eine überlegene glatte Eigenschaft aufweist, auf der Oberfläche einer Bodenwand des Körperabschnitts 30 derart ausgebildet, dass sie einer Endoberfläche der Türscheibe 5 gegenüber liegt, und Rillen zum Aufnehmen von Fremdmaterial sind in einer oberen Oberfläche 31, die eine Bodenwand der Scheibenführung 3D bildet, ausgebildet. Eine Oberflächenschicht 32a, die aus einem anderen Material ausgebildet ist, anstelle eine Glättungsbehandlung S durchzuführen, und die eine überlegene Glätte aufweist, kann auf der Oberfläche jeder der Lippen 35 und 36 ausgebildet sein. Die Oberflächenschicht 32, 32a ist aus einem Harz der Olefingruppe, wie z.B. Polyethylen, Polypropylen, usw., oder einem thermoplastischen Elastomer der Olefingruppe ausgebildet, und die Oberflächenschicht 32 weist die gleichen Rillen 4a, 4b und 4c wie diejenigen in der Scheibenführung 3D auf. Ferner kann die obere Oberfläche 31 wie in dem Fall der Scheibenführung 3C auf der Oberflächenschicht 32 in der gleichen Weise ausgebildet sein. Die Oberflächenschicht 32 ist mit einer oberen Oberfläche einer Bodenwand der Scheibenführung 3D durch Extrusionsformen oder durch Kleben eines Bandelements und anschließendes Schmelzbinden integral ausgebildet. Ferner ist es bei der Scheibenführung 3D nicht erforderlich, die Oberflächenschicht 32 einer Glättungsbehandlung durch Sprühen oder dergleichen zu unterziehen. Der Scheibenführungskörper kann zusätzlich zu dem vorstehend genannten EPDM-Kautschuk unter Verwendung eines synthetischen Harzes, wie z.B. PVC (Polyvinylchlorid) oder dergleichen oder eines thermoplastisches Elastomers der Olefingruppe ausgebildet werden.

Die 7 zeigt eine Scheibenführung 3E gemäß einer fünften Ausführungsform. Die Scheibenführung 3E ist derart an dem Türrahmen 2, der in der 5 gezeigt ist, angebracht, dass der Abschnitt entlang des vertikalen Rahmenabschnitts des Türrahmens 2 positioniert ist. Die Scheibenführung 3E wird durch Extrusionsformen mit TPO (thermoplastisches Olefinelastomer) erhalten und integral mit einem Körperabschnitt 30 ausgestattet, der einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist; Dichtlippen 35 und 36 erstrecken sich von geöffneten vorderen Enden gegenüber liegender Seitenwände 312a und 312b des Körperabschnitts 30, so dass sie einander gegenüber liegen; und Außenlippen 33a und 33b erstrecken sich von den geöffneten vorderen Enden der gegenüber liegenden Seitenwände 312a und 312b entlang der Außenseiten der gegenüber liegenden Wände 312a und 312b entgegengesetzt zu den Dichtlippen 35 und 36. Die Scheibenführung 3E ist an dem Türrahmen 2 derart angebracht, dass der Körperabschnitt 30 an einem Kanalabschnitt 20 angebracht ist, der in einem inneren Umfang des Türrahmens 2 ausgebildet ist, und die Außenlippen 33a und 33b, die innerhalb und außrhalb eines Kraftfahrzeugs ausgebildet sind, werden gegen die Innen- und Außenwände 21a und 21b des Kanalabschnitts 20 gegenüber den Außenlippen 33a bzw. 33b gedrückt.

Bei der Scheibenführung 3E ist ein Beschichtungsfilm 6 aus einem Gleitmaterial auf der Bodenoberfläche 31 und der gesamten Oberfläche ausgebildet, die sich von den gegenüber liegenden Oberflächen der Dichtlippen 35 und 36 zu den vorderen Enden der Außenlippen 33a und 33b erstreckt, und zwar in der gleichen Weise wie bei der Scheibenführung 3B, bei der es sich um die in der 2 veranschaulichte zweite Ausführungsform handelt. Die Dichtlippen 35 und 36 sind in Gleitkontakt mit der Türscheibe 5, während sie mit der Türscheibe 5 in Kontakt sind, wenn sich die Türscheibe 5 aufwärts/abwärts bewegt, und der Beschichtungsfilm 6 wirkt auch als Beschichtungselement einer gestalteten Oberfläche. Ferner sind Rillen 4d und 4e in der Bodenoberfläche 31 so ausgebildet, dass sie in Gleitkontakt mit der Endoberfläche der Türscheibe 5 sind, und so gestaltet, dass sie Schnittflächen aufweisen, die in der Reihenfolge von der Rille, die in einem in der Breitenrichtung liegenden Mittelabschnitt der Bodenoberfläche 31 ausgebildet ist, zu der Rille, die auf jeder der gegenüber liegenden Seiten des Mittelabschnitts der Bodenoberfläche 31 ausgebildet ist, größer werden. Ferner sind die Oberflächen der Rillen 4d und 4e auch mit dem gleichen Beschichtungsfilm 6 bedeckt, wie er vorstehend beschrieben worden ist, so dass sich die Rillen 4d und 4e nicht mit Fremdmaterial füllen.

Als Material für den Beschichtungsfilm 6 kann ein Materialgemisch verwendet werden, das durch Mischen von TPO mit einem Polypropylen oder Polyethylen, das mit TPO verschmolzen werden kann, erhalten wird, oder ein Materialgemisch, das derart erhalten wird, dass TPO und Styrol miteinander gemischt werden und das so erhaltene Material mit Polypropylen, usw., gemischt wird. Polypropylen verleiht einem Beschichtungsfilm Härte, Glanz und ein Glasgleitvermögen. Ferner kann als Beschichtungsfilm 6 auch ein Polyethylenmonomer oder ein Polypropylenmonomer verwendet werden. Der Beschichtungsfilm 6 kann gleichzeitig mit der Scheibenführung 3E extrusionsgeformt werden.

Der extrusionsgeformte Beschichtungsfilm 6 ist fest an den Körperabschnitt 30 der Scheibenführung 3E aus TPO gebunden und glänzt extrem stark mit einem im Vergleich zu den TPO-Extrusionsformteilen verbesserten Glanz. Wenn die extrusionsgeformte Scheibenführung aus TPO, bei der die gesamte gestaltete Oberfläche, die als Außenfläche vorliegt, mit dem Beschichtungsfilm 6 beschichtet ist, an dem geformten Eckabschnitt von TPO verbunden ist, kann ein Unterschied des Farbtons zwischen den Extrusionsformteilen und dem geformten Eckabschnitt kaum wahrgenommen werden und somit sieht die gesamte Scheibenführung so aus, als ob sie zu einem Körper vereinigt ist, so dass sie attraktiv erscheint. Folglich wird der Beschichtungsfilm 6 gleichzeitig mit dem Scheibenführungskörperabschnitt 30 extrusionsgeformt, wodurch die Glätte der Scheibenführung 3E gegen die Türscheibe 5 und die Verbesserung der äußeren Qualität gleichzeitig erhalten werden. Ferner wird der Beschichtungsfilm 6 kaum abgelöst.

Die 8 zeigt eine Scheibenführung 3F gemäß einer sechsten Ausführungsform. Die Scheibenführung 3F unterscheidet sich dahingehend von der Scheibenführung 3E, dass keine Außenlippen bereitgestellt sind. Die Vorwölbungen 34a und 34b sind in gegenüber liegenden Seiten eines Bodenabschnitts der Scheibenführung 3F so ausgebildet, dass sie mit Stufenabschnitten 22a und 22b, die auf den gegenüber liegenden Seitenwänden 21a und 21b des Kanalabschnitts 20 des Türrahmens 2 ausgebildet sind, im Eingriff sind, so dass ein Ablösen der Scheibenführung 3F verhindert wird. Die Struktur der Scheibenführung 3F ist im Wesentlichen mit der Struktur der Scheibenführung 3E identisch und somit werden Teile der Scheibenführung 3F, die mit denjenigen der Scheibenführung 3D identisch sind, entsprechend bezeichnet.

Bei der Scheibenführung 3F ist ein Beschichtungsfilm 7 aus einem Gleitmaterial auf einer Bodenoberfläche 31 und der gesamten gestalteten Oberfläche, die sich von den Glasgleitkontaktierenden Abschnitten der Dichtlippen 35 und 36 zu den Basisabschnitten der Dichtlippen erstreckt, ausgebildet. Die Beschichtungsfilm 7 dient auch als gestaltetes Beschichtungselement. Das Verfahren zur Bildung des Beschichtungsfilms 7 und die Qualität des Gleitmaterials sind mit denjenigen der Scheibenführung 3E identisch und die Bildung des Beschichtungsfilms 7 stellt die gleiche Funktion und die gleichen Effekte wie im Fall der Scheibenführung 3E bereit.

Ähnlich wie bei der Scheibenführung, die aus EPDM-Kautschuk hergestellt ist, wird im Fall der Scheibenführung, die aus TPO hergestellt ist, eine Scheibenführung mit einem Körperabschnitt 30 verwendet, der eine Härte von etwa 75 bis 80 Hs (Härte des JIS-A-Typs) aufweist. Die Härte des Beschichtungsfilms des Gleitmaterials wird im Hinblick auf das Glasgleitvermögen, der Beschädigungsbeständigkeitseigenschaften und der Kontakteigenschaften mit einer Türscheibenoberfläche so ausgewählt, dass sie etwa 35 bis 45D (Härte des Shore D-Typs) beträgt.

Erfindungsgemäß kann durch Bilden der Rillen in der Bodenoberfläche der Scheibenführung ein Fremdmaterial, das auf der Bodenoberfläche der Scheibenführung abgelagert worden ist, in die Rillen ausgetragen werden, wodurch der Gleitwiderstand der Türscheibe gegen die Bodenoberfläche der Scheibenführung vermindert wird. Durch Einstellen der Größe und der Bildungsposition der Rillen wird selbst dann, wenn sich die Rillen mit Fremdmaterial füllen, der Gleitwiderstand der Türscheibe durch das angesammelte Fremdmaterial nicht stark erhöht.


Anspruch[de]
Türscheibenführung, die zum Anbringen an einen Türrahmen (2) einer Kraftfahrzeugtür angepasst ist, um die Aufwärts/Abwärtsbewegung einer Türscheibe (5) zu führen, umfassend:

einen Körperabschnitt (30), der zum Anbringen an den Türrahmen (2) angepasst ist und eine Öffnung und eine Bodenoberfläche (31) aufweist, die zum Kontaktieren durch ein Ende der Türscheibe (5) angepasst ist,

Lippen (35, 36), die an gegenüber liegenden Enden der Öffnung des Körperabschnitts so angeordnet sind, dass sie mit gegenüber liegenden Oberflächen der Türscheibe (5) in Kontakt sind, und

eine Mehrzahl von Rillen (4d, 4e), die in der Bodenoberfläche (31) ausgebildet sind,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich die Mehrzahl von Rillen (4d, 4e) in Längsrichtung erstreckt und in der Bodenoberfläche auf gegenüber liegenden Seiten eines flachen Oberflächenabschnitts, der keine Rillen aufweist, ausgebildet ist, wobei der flache Oberflächenabschnitt angepasst ist, von dem Ende der Türscheibe (5) kontaktiert zu werden.
Türscheibenführung nach Anspruch 1, bei der die Rillen (4d, 4e) so gestaltet sind, dass sie Querschnittsflächen aufweisen, die von der Rille (4d), die angrenzend an den flachen Oberflächenabschnitt ausgebildet ist, zu der Rille (4e), die auf jeder gegenüber liegenden Seite des flachen Oberflächenabschnitts ausgebildet ist, aufeinander folgend größer werden. Türscheibenführung nach Anspruch 1 oder 2, bei der jede Rille (4d, 4e) in der Querschnittsform eines invertierten Dreiecks geformt ist. Türscheibenführung nach Anspruch 1, 2 oder 3, bei der die Rillen (4d, 4e) zueinander parallel sind. Türscheibenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Öffnungsbreite und die Tiefe jeder Rille (4d, 4e) von der Rille (4d), die angrenzend an den flachen Oberflächenabschnitt ausgebildet ist, zu der Rille (4e), die auf jeder gegenüber liegenden Seite des flachen Oberflächenabschnitts ausgebildet ist, aufeinander folgend größer werden. Türscheibenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher der flache Ober flächenabschnitt ein von dem Körperabschnitt (30) verschiedenes Material umfasst, wobei das verschiedene Material glatter ist als der Körperabschnitt und an den Körperabschnitt schmelzgebunden werden kann, und wobei die Rillen (4d, 4e) auf dem verschiedenen Material ausgebildet sind. Türscheibenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Lippen (35, 36) ferner darauf ausgebildete glatte Schichten umfassen, wobei die glatten Schichten das gleiche Material wie die Bodenoberfläche (31) umfassen. Türscheibenführung nach Anspruch 7, bei der die glatten Schichten die Lippen (35, 36) vollständig bedecken.






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