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Dokumentenidentifikation DE69930674T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001117890
Titel ECKVERBINDUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER DERARTIGEN ECKVERBINDUNG
Anmelder Brochez, Alain, Deinze, BE
Erfinder Brochez, Alain, 9800 Deinze, BE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Böck - Tappe - v.d. Steinen - Weigand, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69930674
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.09.1999
EP-Aktenzeichen 999697667
WO-Anmeldetag 28.09.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/BE99/00123
WO-Veröffentlichungsnummer 2000019051
WO-Veröffentlichungsdatum 06.04.2000
EP-Offenlegungsdatum 25.07.2001
EP date of grant 29.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse E06B 3/96(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Eckverbindung und ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Eckverbindung.

Insbesondere betrifft sie eine Eckverbindung für Schreinerarbeit, die aus hohlen Profilen gefertigt ist, wobei diese Eckverbindung zumindest ein Einsteck-Eckteil mit zwei sich unter einem Winkel erstreckenden Einsteckteilen aufweist, die sich in die jeweiligen Enden der zu verbindenden Profile erstrecken.

In erster Linie ist die Erfindung zur Herstellung einer Eckverbindung mit Metallprofilen gedacht, jedoch kann sie auf allgemeinere Weise, jedenfalls in einem gewissen Umfang, auch zur Herstellung von Eckverbindungen mit Profilen verwendet werden, die aus anderen Materialien hergestellt sind, wie etwa PVC und dergleichen.

Es ist bekannt, dass Eckverbindungen in Rahmen, beispielsweise von Fenstern und Türen, wie etwa in DE 43.05.377, NL 7.213.375 und DE 2532890 beschrieben, die aus hohlen Profilen hergestellt sind, verwirklicht werden können, indem die Profile gehrstoßverbunden werden und indem sie mittels eines Einsteck-Eckteils miteinander verbunden werden. Es ist auch bekannt, dass ein solches Einsteck-Eckteil in Bezug zu den Profilen auf verschiedene mechanische Arten und Weisen verriegelt werden kann, etwa mittels einwärts gebogener Wandteile, die in Aussparungen in dem Einsteck-Eckteil eingreifen, mittels Stiften oder mittels rotierender exzentrischer Drehzapfen, usw.

Was wichtig ist, ist, dass die letztendlich erhaltenen Gehrfugen ausreichend starr sind, sodass, wenn das Glas eingesetzt wird, und auch im Lauf der Zeit, der Rahmen als Ganzes nicht schief hängen wird und die Profile sich nicht biegen werden, wodurch der Rahmen sich wölben würde.

Es ist anzumerken, dass bis dato die Verriegelungsmittel bei den obengenannten Techniken nur als Riegel verwendet werden, ohne eigentlich zur Starrheit und Vorspannung der erhaltenen Gehrfuge als Ganzes beizutragen. Gemäß dem derzeitigen Stand der Technik wird die Starrheit hauptsächlich dank der Starrheit des Materials des Eckverbindungsstücks in der Ecke selbst erhalten. Gemäß eines kritischen, hartnäckigen Missverständnisses wird oft gedacht, dass solche Starrheit durch auf geeignete Weise Verkeilen erhalten werden kann, auch Befestigung durch Keile genannt.

Die bekannten Techniken sind dadurch nachteilig, dass Ermüdungserscheinungen in dem Eckverbindungsstück bald dadurch deutlich werden, dass der Rahmen schief hängt und dass das geringste Setzen, das nach dem Verkeilen auftritt, auch zu einer Verbiegen der Profile führt.

Die vorliegende Erfindung bezweckt eine verbesserte Eckverbindung im allgemeinen, und insbesondere eine Eckverbindung, die die obengenannten Nachteile ausschließt.

Gemäß speziellen Ausführungen bezweckt sie auch eine Eckverbindung, welche die zeitweilige Fluktuation von Kräften gestattet, während Druck ausgeübt wird, wenn das Ganze zusammengepresst wird, die dauerhafte Fluktuation von Kräften als Ergebnis des Verkeilens des Glases in einem späteren Stadium, sowie eine optimale Austreibung der aushärtenden Verriegelungskitte und/oder Füllmischungen, die ergänzend verwendet werden können.

Die Erfindung betrifft auch in erster Linie eine Eckverbindung des in der Einleitung erwähnten Typs, die mit ergänzenden Merkmalen versehen ist, welche die Widerstandsfähigkeit dieser Eckverbindung und der Gehrfuge als Ganzes insbesondere gegen Verformung erhöhen, insbesondere das Schiefhängen des Rahmens als Ganzes und/oder des Wölbens der jeweiligen Profile.

Da die Eckverbindung mit ergänzenden Merkmalen ausgerüstet ist, die die Widerstandsfähigkeit gegen jedes eventuelle Schiefhängen erhöhen, ist die Steifigkeit der Ecke nicht mehr allein von der Steifigkeit des Einsteck-Eckteils in Höhe der Ecke selbst und vom Verkeilen abhängig, was dazu führt, dass die Eckverbindung den oben erwähnten Nachteilen weniger unterworfen ist und dass die Qualität der Eckverbindung zunimmt.

Die oben erwähnten ergänzenden Merkmale können erfindungsgemäß von verschiedener Art sein. Einerseits können diese Merkmale aus Mitteln bestehen, die an dem Einsteck-Eckteil und/oder den Profilen vorgesehen sind, die die Ecke als Ganzes verstärken. Andererseits können diese Merkmale auch aus an dem Einsteck-Eckteil und/oder den Profilen vorgesehenen Mitteln bestehen, welche nachteilige Situationen ausschließen, wie beispielsweise nachteilige Auswirkungen im Fall von Frost. Weiter können diese Merkmale auch aus einer geeigneten Einstellung und/oder Positionierung und/oder Kombination der verschiedenen Bauteile bestehen, wie etwa einer Anzahl von Maßnahmen, die erfindungsgemäß getroffen werden, während die Eckverbindung gefertigt wird.

Zur Verwirklichung eines oder mehrerer der vorgenannten Ziele betrifft die vorliegende Erfindung eine Eckverbindung in Übereinstimmung mit Anspruch 1.

Für die verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung verweisen wir auf die Ansprüche sowie die nachfolgende detaillierte Beschreibung.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Verwirklichung der oben erwähnten Eckverbindung in Übereinstimmung mit Anspruch 22.

Zur besseren Erläuterung der Merkmale der Erfindung werden die nachfolgenden bevorzugten Ausführungen der Erfindung nur als Beispiel beschrieben, ohne in irgendeiner Weise einschränkend zu sein, unter Verweis auf die begleitenden Zeichnungen, worin:

1 einen Schnitt einer erfindungsgemäßen Eckverbindung darstellt;

2 einen Schnitt in einem größeren Maßstab gemäß Linie II-II in 1 darstellt;

3 den mittleren Teil von 1 in einem größeren Maßstab darstellt; die

4 und 5 eine Ansicht in einem größeren Maßstab der in 1 mit F4 und F5 angedeuteten Hebel darstellt;

6 das Einsteck-Eckteil von 1 in Perspektive darstellt;

7 die Eckverbindung von 1 darstellt, während sie in der Profiliermaschine gefertigt wird; die

8 und 9 Varianten darstellen, wobei ein gleichartiges Eckteil in zwei verschiedenen Anwendungen verwendet wird;

10 das Einsteck-Eckteil von den 8 und 9 demontiert darstellt;

11 eine Ansicht gemäß Pfeil F11 in 10 darstellt, wobei die Teile des Einsteck-Eckteils miteinander verbunden sind.

Wie in den 1 bis 7 dargestellt, betrifft die Erfindung eine Eckverbindung 1 zum Verbinden hohler Profile 23 in einem rechten Winkel oder jedem beliebigen anderen Winkel, wobei die Verbindung mittels eines Einsteck-Eckteils 4 verwirklicht wird, das spezifischer in 6 dargestellt ist und das zwei sich unter einem Winkel erstreckende Einsteckteile 56 aufweist, die, um verbunden zu werden, in die jeweiligen Enden 78 der Profile 23 gedrückt werden, insbesondere in die darin vorgesehenen Hohlräume 910.

Diese Profile 2 und 3 werden hierbei auf die bekannte Weise auf Gehrung geschnitten, und das Ziel ist, dass, wenn sie montiert sind wie in 1 dargestellt, sie am Gehrstoß stets perfekt aneinanderpassen, und erfindungsgemäß unter Vorspannung.

Das gegenseitige Ineinanderverriegeln zwischen dem Einsteck-Eckteil 4 einerseits und den Profilen 23 andererseits wird mittels Verriegelungsmitteln 12 durchgeführt, welche in dem Beispiel der 1 bis 7 jedes Mal aus einer Lippe 13 gebildet sind, welche aus einem eingedrückten Materialteil der Außenwand 14, die den Hohlraum 9 beziehungsweise 10 begrenzt und die sich in einer Kerbe 15 befindet, besteht. Es ist anzumerken, dass, wie weiter ebenfalls beschrieben wird, diese Verriegelungsmittel 12 nicht notwendigerweise aus einem eingedrückten Materialteil bestehen müssen, sondern dass sie auch auf andere Weise gebildet werden können, beispielsweise mittels eines Eintreibstifts, eines rotierenden Exzenterstifts, usw.

In dem gegebenen Beispiel ist die Eckverbindung Teil eines Fensters, worin eine Glasscheibe 16 vorgesehen ist, welche mittels Keilen 17 in dem Fenster befestigt ist. Unter den Keilen 17 kann, wie in 1 dargestellt, eine Schutzschicht und/oder Isolationsschicht 18 vorgesehen sein.

Die Erfindung ist darin besonders, dass die Eckverbindung 1 mit einer Anzahl von zusätzlichen Merkmalen ausgerüstet ist, wodurch diese Eckverbindung 1 in vieler Hinsicht in einem symbiotischen Kontext optimiert worden ist; insbesondere ist sie widerstandsfähiger gegen Verformung, nicht nur während des Verkeilens der Glasscheibe 16, sondern auch danach.

Wie aus der nachfolgenden Beschreibung deutlich wird, sind in dem in den 1 bis 7 dargestellten Beispiel verschiedene ergänzende Merkmale kombiniert. Es ist anzumerken, dass, obwohl eine solche Kombination bevorzugt wird, die Reichweite der Erfindung in den beigefügten Ansprüchen definiert ist.

Eine erste Eigenschaft besteht darin, dass eine Spannkraft in Höhe der Verriegelungsmittel 12 erzeugt wird, welche nicht nur einen Verriegelungseffekt verschafft, sondern die auch eine effektive Spannkraft in der Ecke erzeugt, d.h. Druck auf beide Profile und Spannung in dem Einsteck-Eckteil. Somit verschafft die Erfindung mechanische Verriegelungsmittel, die Vorspannung erzeugen.

In dem Fall, wenn diese Verriegelungsmittel 12 aus gestauchten Materialteilen bestehen, wie die dargestellten schräg eingedrückten Lippen 13, wird dies vorzugsweise durch Stauchen des Materialteils verwirklicht, in diesem Fall durch Komprimieren des Materials der Lippe 13 von einer Länge A zu einer kürzeren Länge B, wie in 4 angedeutet, mit einem oder mehreren der folgenden Merkmale:

  • – Eine Stauchung, die dicht an der maximal zulässigen Stauchung des Materials ist, um eine Sicherheitsmarge zu gestatten. Um dies zu tun, muss man nur den Neigungswinkel zwischen den Seiten der Kerbe 15, angedeutet mit A und 3, der Verformbarkeitsgrenze des zu verarbeitenden Materials anpassen.
  • – Eine Stauchung, die nominell ausreichend groß ist, um die üblichen Fertigungstoleranzen und Lackdicken an den extrudierten Halbfertigprodukten (Einsteck-Eckteile und Profile) einzubeziehen. Um dies zu tun, muss man nur die Stauchung, nämlich die Differenz zwischen A und B, im Fall größerer Fertigungstoleranzen/Lackdicken erhöhen, beziehungsweise sie im Fall kleinerer Fertigungstoleranzen vermindern.

    Eine Stauchung, deren nutzbare Arbeitskraft auf die gesamte Gehrfuge nur erhöht (optimiert) werden kann, indem der Kopf der eingepressten Lippe vergrößert wird. Um dazu in der Lage zu sein, muss man nur die Extrusionsdicke der Wand, aus der die Lippe hervorgeht, erhöhen und/oder die Eingreifmesser der Profiliermaschine, worin die Lippe erzeugt wird, verbreitern.

Eine zweite ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass, um in der Lage zu sein, die obenerwähnten Lippen 13 einzudrücken, eine Kerbe 15 verwendet wird, die eine oder mehrere und vorzugsweise alle der nachfolgenden Merkmale aufweist:

  • – Eine Kerbe 15, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie dreieckig ist. Somit kann unter anderem erhalten werden, dass die Seite 19 dieser dreieckigen Kerbe 15 sich in der Richtung oder hauptsächlich in der Richtung der eingedrückten Lippe 13 befindet, wobei die Erzeugung jedweder freier Räume zwischen der Lippe 13 und der Seiten 19 eingeschränkt ist, im Gegensatz zu den bekannten trapezförmigen Aussparungen, wobei ein relativ großer freier Raum unter der eingedrückten Lippe verbleibt. Die Nachteile eines solch großen Raums, wie etwa die Tatsache, dass Wasser sich darin ansammeln kann, das im Fall von Frost die Lippe auswärts drücken kann, die Tatsache, dass kein effektives Pressen vorliegen kann und die Tatsache, dass die Lippe sich leicht wölben kann, werden dank der Verwendung der dreieckigen Kerbe 15 minimiert oder sogar ausgeschlossen. Außerdem ist eine dreieckige Kerbe (mit einem Boden parallel zu der zu perforierenden Wand) auch darin nachteilig, dass die Oberseite der eingedrückten Lippe alle möglichen Einsetzkräfte aushalten muss und zu einer Spitze verformt wird, wenn die äußerste Materialgrenze überschritten ist. Somit verliert die Lippe vollständig die Belastungsübertragung auf das Einsteck-Eckteil.
  • – Eine Kerbe 15, die ein rechtwinkliges Dreieck ist, wobei die Beziehung zwischen der Seite 19, gegen die die Lippe angeordnet ist, und der Seite 20, über welche das freie Ende 22 der Lippe 13 eingedrückt ist, genau wie die Beziehung A/3 und genau wie der spitze Winkel zwischen A und B, durch die Kompressionsmerkmale des bearbeiteten Materials des Profilzylinders diktiert wird.
  • – Eine Kerbe 15, die dreieckig ist, wobei die Seite 19, gegen welche die Lippe 13 angeordnet ist, länger ist als die Seite 20, über die das freie Ende 20 der Lippe 13 eingedrückt ist.
  • – Eine Kerbe 15, wobei die obengenannte Seite 20, wie in 4 dargestellt, eine konkave gebogene und/oder gewölbte Form hat. Dies gestattet das Kompensieren von Unterschieden, die von Fertigungstoleranzen und Lackdicken herrühren, und außerdem das Verwirklichen eines effizienten Andrückens. Auch erstreckt das am tiefsten gelegene Teil 22 sich vorzugsweise in einer Richtung, die rechtwinklig oder nahezu rechtwinklig zu der Längsrichtung der umgebogenen Lippe 13 ist, sodass die Lippe 13 nahezu sicherlich an ihrem Platz bleiben wird.
  • – Eine Kerbe 15 mit einer Tiefe D in der Größenordnung von 3 bis 4 mm.

Eine dritte ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass, im Fall von Ausführungen, die mit schräg eingedrückten Lippen 13 ausgerüstet sind, wie in den 1 bis 7 dargestellt, Anschlagteile 23 verwendet werden, die sich hinter den Lippen 13 befinden und die ein effizientes Andrücken mit einer relativ großen Kraft gestatten. Auf diese Weise ist es möglich, effektiv Zugkräfte in der Eckverbindung zu erzeugen, im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen, wo das Eindrücken der Lippen durch Anschläge eingeschränkt wird, die nur eine eingeschränkte Andrückkraft zulassen.

Außerdem stellt die Eckverbindung 1, insbesondere die Anschlagteile 23, vorzugsweise eines oder mehrere der nachfolgenden Eigenschaften dar:

  • – Die Anschlagteile 23 erstrecken sich in der Verlängerung 24 der Einpressrichtung F, sodass die Andrückkräfte optimal absorbiert werden.
  • – Über den größten Teil ihres Umfangs sind die Anschlagteile 23 von der verbleibenden Struktur des Einsteck-Eckteils 4 gelöst, sodass jedwede möglichen Verformungen in dem Anschlagteil 23, seien sie nun zeitweilig oder nicht, keinen negativen Einfluss auf die bezweckten maximalen Kraftübertragungen mittels der verbleibenden Struktur des Einsteck-Eckteils 4 haben.
  • – Die Anschlagteile 23 sind nur an ihrer Basis 25 mit dem Rest des Einsteck-Eckteils 4 verbunden, sodass sie nahezu vollständig von der umgebenden Struktur gelöst sind.
  • – Das Einsteck-Eckteil 4 hat eine Gestellstruktur, mit anderen Worten, es hat nicht unbedingt eine volle Struktur, sondern es ist aus Beinen 26-27-28-29 aufgebaut, wobei die Anschlagteile 23 dicker als die umgebenden Teile, insbesondere das Bein 29 der Gestellstruktur, gemacht sind und/oder genauso dick gemacht sind wie die Gesamtlänge der eingedrückten Lippe.
  • – In der Nähe jedes betreffenden Anschlagteils 23 sind die Einsteckteile 56 des Einsteck-Eckteils 4 mit einer Aussparung 30 ausgerüstet, die zur Aufnahme jedes möglichen Materials gedacht ist, das während des Eindrückens der Lippen 13 abgeschabt worden ist. Somit wird sichergestellt, dass kein unerwünschtes Material zwischen die Anschlagflächen 31, die die Seite 19 des oben erwähnten Dreiecks bilden, und die Lippen 13 gelangt. Wie in den Figuren dargestellt ist, besteht diese Aussparung 30 aus einer Nut, die ebenfalls sicherstellt, dass die Anschlagteile 23 praktisch über ihren gesamten Umfang vom Rest der Struktur gelöst sind.
  • – Jedes betreffende Anschlagteil 23 ist in Relief ausgeführt, vorzugsweise in Form einer Riffelung 32. Die in Relief ausgeführte Anschlagfläche 31 bietet den Vorteil, dass eine bessere Bindung für Kitte erhalten wird und dass das Material an der Anschlagfläche 31 etwas abgeflacht werden kann, sodass eine zu große Druckbewegung oder Winkelabweichung während des Andrückens kompensiert werden kann, ohne die Eckverbindung 1 zu beschädigen.
  • – Die Anschlagteile 23 haben eine solche Form, dass die Bildung von Hohlräumen, mit Ausnahme etwaiger durch die Riffelung 32 gebildeter kleiner Hohlräume, unter den eingedrückten Lippen 13 aus den vorgenannten Gründen eingeschränkt und vorzugsweise ausgeschlossen ist.
  • – Jedes betreffende Anschlagteil 23 hat eine Anschlagfläche 31, die geneigt ist, äquivalent zur Neigung der eingedrückten Lippe 13.
  • – Die Basis 25 jedes betreffenden Anschlagteils 23 wird direkt von der Innenwand 33 gestützt, welche den oben erwähnten Hohlraum 9 beziehungsweise 10 begrenzt.

Eine vierte ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass das Einsteck-Eckteil 4 mit einem schrägstehenden Teil 34 ausgerüstet ist, welches eine Druckzone zwischen den Verriegelungsmitteln 12 einerseits, d.h. den Lippen 13 in dem in 1 dargestellten Beispiel, und einer Stelle P an der Wand 33, die tiefer in dem Hohlraum 9 beziehungsweise 10 gelegen ist, andererseits definiert, sodass ein Druckanstieg zwischen der obengenannten Stelle P und der Stelle Q der Verriegelungsmittel 12 vorliegen kann. Infolge dieses Druckanstiegs wird auch eine Druckkraft in den Teilen 35 und 36 der Außenwände 14 zwischen den Verriegelungsmitteln 12 und dem Eckpunkt vorliegen, sodass diese Teile mit einer Kraft F1 gegeneinander gepresst werden.

Die schrägstehenden Teile 34 sind in diesem Fall ein Fragment der oben erwähnten Schenkel 26. Durch Verwendung von Schenkeln, d.h. Materiallagen, die von der Umgebung, außer einer Anzahl örtlicher Verbindungen, beispielsweise an ihren Enden, gelöst sind, wird der Übergang der Druckkraft nicht von der Umgebung beeinflusst.

Wenn die Eckverbindung 1, wie in 1 dargestellt, Teil eines Rahmens eines Fensters oder einer Tür ist, worin ein Paneel, insbesondere eine Glasscheibe 16, angebracht wird, indem es mittels Keilen 17 verkeilt wird, so werden letztere sich in der Verlängerung des obengenannten schrägstehenden Teils 34 gemäß der Erfindung befinden, vorzugsweise mit ihrem Zentrum. Insbesondere wird der Schnittpunkt 37 zwischen der Kante der Glasscheibe 16 und der theoretischen Linie 38 sich in der Mitte der Keile 17 befinden.

Glas- und Fensterfabrikanten empfehlen, das Glas an den Ecken auf 1/10 der Höhe beziehungsweise Breite der Glasscheibe 16 zu verkeilen. In der Praxis befinden sich die Keile 17 üblicherweise jedoch mit ihrem Zentrum auf etwa 10 cm von der Innenecke. Gemäß einer praktischen Ausführungsform wird das oben erwähnte schrägstehende Teil 34 dann vorzugsweise auch so gerichtet sein, dass, wenn es benutzt wird, der oben erwähnte Schnittpunkt 37 mehr oder weniger in einem Abstand Z von der Ecke der Glasscheibe gelegen sein wird, welcher in der Größenordnung von 10 cm liegt.

Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung werden die Lippen 13 auf solch schräge Weise eingedrückt, dass wenigstens eines der nachfolgenden Merkmale erfüllt wird:

  • – Jede betreffende Lippe 13 wird so eingedrückt, dass das freie Ende 21 sich hinter der zentralen Achse 39 des oben erwähnten schrägstehenden Teils 34 befindet, und noch besser so, dass die oben erwähnte Linie 38 sich an der Innenseite der zentralen Achse 39 befindet. Da das meiste des Materials des schrägstehenden Teils 34 sich somit an der Außenseite der Linie 38 befindet, wird das schrägstehende Teil 34 sich unter einer Drucklast nach außen wölben, und die Seite, gegen die die Lippe 13 gedrückt wird, wird eine Einwärtsneigung erhalten, die teilweise die Lippe 13 daran hindert, nach außen vorzuragen.
  • – Jede betreffende Lippe 13 hat eine Richtung, die im Verhältnis zur Richtung des oben erwähnten schrägstehenden Teils 34 etwas einwärts gebogen ist, insbesondere im Verhältnis zu der Drucklinie, wodurch im Fall eines Druckanstiegs die Lippe 13 ebenfalls daran gehindert wird, nach außen vorzuragen.

In dem angeführten Beispiel ist die oben erwähnte Schrägstellung 34 in Form eines Schenkels 26 ausgeführt, der Teil eines Dreiecks ist, dessen zweiter Schenkel 27 sich gegen die Innenwand 33 erstreckt und dessen dritter Schenkel 29 eine Verbindung zwischen dem erstgenannten Schenkel 26 und dem zweiten Schenkel 27 bildet, wodurch die Position des Schenkels 26 stets stabil ist.

Eine fünfte ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass die Einsteckteile 56 mit Teilen 40 ausgerüstet sind, die in einem Winkel miteinander verbunden sind, und darin, dass die Eckverbindung 1 Mittel aufweist, die es ermöglichen, eine Zugkraft in diesen Teilen 40 zu erzeugen. In dem angeführten Beispiel der 1 bis 6 bestehen diese Teile aus Schenkeln 2728, die in ihrer gegenseitigen Verlängerung gelegen sind. Diese Teile 40 sorgen integral für die reaktive Zugkraft zu der Druckkraft, die in beiden Profilenden auftritt, die sich sowohl an der inneren Gehrfugenseite und an der äußeren Gehrfugenseite der Profilzylinder finden und die erzeugt worden sind, indem beide Profile an der Kerbe der Einsteckecke weggedrückt worden sind. Unter einer Gehrfugenbelastung, die vom Verkeilen des Glases herrührt, verhindern diese Spannelemente 40 der Einsteckecke, die so dicht als möglich an die innere Gehrfugenseite bewegt worden sind, das Aufreißen der inneren Gehrstoßverbindung, teilweise unterstützt durch den somit erzeugten Anstieg von Druckkräften auf den Profilzylindern an der Außenseite der Gehrfuge.

Die in den Teilen 40 in 1 angedeuteten Zugkräfte F2 führen somit zu Druckkräften F1 sowohl in den Außenwänden 33 als auch in den Innenwänden 14.

In dem Beispiel bestehen die Mittel zur Erzeugung einer Spannkraft aus den oben erwähnten schrägstehenden Teilen 34, die jeweils mit dem begleitenden freien Ende des Teils 40 verbunden sind. Der oben erwähnte Druck in den schrägstehenden Teilen 34 führt somit zu einer Spannung in den Teilen 40.

Vorzugsweise befinden die oben erwähnten Teile 40 sich gegen die Innenwand 33 der jeweiligen Hohlräume 910, sodass die Zugkraft optimal auf die Innenecke übertragen wird.

Eine sechste ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass die Eckverbindung 1 hauptsächlich frei von parallelen Flächen zwischen dem Einsteck-Eckteil 4 und den die Hohlräume 910 begrenzenden Außenwänden 14 ist, mit der Ausnahme eventueller Zonen, worin Verriegelungsmittel montiert sind. Wie in den 1 und 2 gezeigt, impliziert dies, dass keine wesentlichen Kontaktflächen zwischen den Außenwänden 14 und dem Einsteck-Eckteil 4 vorhanden sind, die offenfrieren könnten. Es ist jedoch anzumerken, dass in dem Fall, wo beispielsweise Eintreibstifte 41 verwendet werden, wie in den 8 und 9 dargestellt, ein begrenzter paralleler Kontakt über einen Abstand D1, geformt durch die Zone, die zum Montieren dieser Art von Verriegelungsmittel erforderlich ist, vorliegen kann.

Eine siebte ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass ein freier Raum 42 wenigstens an der Außenecke des Einsteck-Eckteils 4 vorgesehen ist, insbesondere ein freier Raum 42, der frei von massivem Material ist, sodass jedwede Kompression oder Aufreißen des Materials der Spannungszonen, das somit in der verbindenden Ecke schwächer und dünner ist, während des Pressens in der Profiliermaschine auftreten könnte, um eventuelle Extrusionstoleranzen an der rechtwinkligen Form beider Teile 40 auszugleichen.

Eine achte ergänzende Eigenschaft besteht darin, dass das Einsteck-Eckteil 4 mit Positionierelementen versehen ist, um besagtes Einsteck-Eckteil 4 in die richtige Position zu zwingen, wenn sie in den Hohlräumen 910 angebracht werden. In dem angeführten Beispiel bestehen diese Positionierelemente aus elastisch verbiegbaren Flanschen 43 einerseits, die an den Einsteckteilen 56 in einem Abstand von der Winkelspitze angebracht sind und die mit der Außenwand 14 zusammenwirken, und aus Stütz- und Führungselementen an der Winkelspitze selbst andererseits, vorzugsweise in Form eines kleinen Schenkels 44, der mit elastisch verbiegbaren Flanschen 45 versehen ist, die jeweils mit der Außenwand 14 zusammenwirken, wie dargestellt.

Eine andere ergänzende Eigenschaft besteht aus einem in dem Material des Einsteck-Eckteils 4 vorgesehenen Raum 46, direkt hinter der Innenecke, ohne dass das Material der Innenecke entfernt worden ist, welcher Raum es jedoch möglich macht, etwaige Grate, die an den Profilen 2 oder 3 vorhanden sein könnten, wegzudrücken.

Wie detailliert in 5 dargestellt ist, kann dieser Raum 46 so ausgeführt sein, dass ein hakenförmiges Materialteil 47 verbleibt, das leicht gebogen werden kann. Da Material in der Ecke selbst verbleibt, ist anfänglich eine korrekte Positionierung bis in die Ecke möglich.

Es ist anzumerken, dass früher die Innenecke stets mit einer Nut in der Verlängerung des Gehrstoßes versehen war, was darin von Nachteil ist, dass die scharfe innere Gehrfugenseite des ersten Profils, worin das Einsteck-Eckteil 4 vorgesehen wurde, stets zu tief in diese Nut gelangte. Dank der Ausführung, wie vorangehend beschrieben, ist dieser Nachteil ausgeschlossen. Das hakenförmige Materialteil 47 bietet nämlich genug Widerstand für ein korrektes manuelles Ineinanderfügen der Profile 2 und 3, gibt jedoch unter dem großen Druck nach, wenn das Ganze gepresst wird, und es biegt sich weg, wenn etwaige Grate vorliegen.

Weiter werden erfindungsgemäß vorzugsweise eine Anzahl von Maßnahmen getroffen, während die Eckverbindung gefertigt wird, die zur korrekten Bildung der Ecke und somit auch zu deren Steifigkeit beitragen. Dies wird hiernach erläutert, unter Verweis auf die begleitende 7, worin die Andrückmesser 48 zum Formen und Eindrücken der Lippen 13, sowie ein Gegenblock 49 dargestellt sind.

Seit der Einführung der Wärmeunterbrechung gab es ein zusätzliches Problem, das mit dem Behalten der Form des gesamten Profilquerschnitts zusammenhing. Unter dem Einfluss der verschiedenen Kräfe, die auf die Profile 23 ausgeübt werden, kann die Wärmeunterbrechung, die, im Querschnitt gesehen, üblicherweise eine rechteckige Form hat, anfangen, sich zu verformen, beispielsweise zu einer Form mit dem Querschnitt eines Parallelogramms.

Deswegen werden die Profile 23 gemäß der Erfindung vorzugsweise zuerst gezwungen werden, ihren korrekten Querschnitt in Höhe ihres zukünftigen Sägeschnitts anzunehmen. Dieses "Zwingen" findet statt, indem beispielsweise Stützblöcke um, oder wenigstens teilweise um die Profile 23 anzubringen, welche Blöcke einen Sitz für die Profile 23 aufweisen, der der theoretisch perfekten Gestaltung der Profile 23 folgt. Auch können die Andrückelemente, insbesondere Andrückkolben, der Klemmvorrichtung, womit die Profile 23 in der Sägemaschine gehalten werden, eventuell mit einem Sitz versehen werden, der mit dem Muster der Profile 23 übereinstimmt.

Auch während des eigentlichen Andrückens, wie in 7 dargestellt, werden erfindungsgemäß vorzugsweise eine Anzahl spezieller Maßnahmen ergriffen.

Zuerst wird mittels einer Einstellgabel 50 für eine Positionierung gesorgt. Diese Einstellgabel 50 kann in eine Richtung V in Bezug zu den Andrückmessern 48 bewegt werden, sodass die von den Profilen 2 und 3 gebildete Ecke mehr oder weniger tief zwischen den Andrückmessern 48 gelegen sein kann. Die Einstellgabel 50 wird dabei so eingestellt, dass die kurzen Seiten 20 der Kerben 15 in die Verlängerung der Andrückmesser 48 gelangen. Abhängig von der Dicke der Wand der Profile 23 und dem Gegendruck des Gegenblocks 49 wird der anfänglich eingestellte Abstand nach Gefühl etwas verlängert oder verkürzt werden müssen.

Üblicherweise werden einige einfache Tests an trocken hergestellten Testgehrfugen, womit wir meinen, dass keine Kitte oder dergleichen verwendet werden, ausreichend sein, um in der Lage zu sein, eine spezifische Serie von Profilen über einen längeren Zeitraum zu produzieren. Eine gute Auswertung kann auf Basis der folgenden zwei Tests gemacht werden:

  • – durch den Versuch, die von den Profilen 23 gebildete Ecke offenzudrücken. Wenn der Gehrstoß 11 zusammenbleibt, ist die Eckverbindung in Ordnung.
  • – Durch Überprüfen der kurzen Seite 20. Wenn sie nach dem Zusammendrücken etwas abgeschabt ist, deutet das an, dass die Eckverbindung 1 starr genug ist.

Für den Gegenblock 49 wird vorzugsweise auch ein Block mit einem Sitz verwendet, dessen Form der Form des Profils angepasst ist, sodass die Profile 23ebenfalls gezwungen werden, während des Andrückens weiter ihre korrekte Form anzunehmen.

Soweit Querschnitt und Ecke der Andrückmesser 48 betroffen sind, ist anzumerken, dass breitere Lippen 13 gegenüber schmalen Lippen 13 zu bevorzugen sind, während der Neigungswinkel vorzugsweise auf Basis der elastischen Qualitäten des Materials der zu bearbeitenden Profilzylinderwände ausgewählt wird.

Der Hin- und Rückhub der Andrückmesser 48 wird vorzugsweise so eingestellt, dass der Endpunkt der Bewegung so gelegen ist, dass, während des Andrückens, die Gehrfuge als Ganzes leicht auf dem Gegenblock 49 zurückprallt. Dann kann man sicher sein, dass die Unterseite der Lippen 13 perfekt gegen die betreffende Anschlagfläche 31 angedrückt ist.

Abhängig von der Bestimmung der Fenster werden die Eckverbindungen 1 an einer oder mehreren Stellen mittels einer schützenden Mischung, eines Kitts oder dergleichen geschützt werden.

Diese schützende Mischung kann aus einem Füllmittel, beispielsweise Polyurethan oder Klebstoff, bestehen, wobei dieser Klebstoff essentiell ist, nicht insofern Steifigkeit betroffen ist, sondern insofern Abdichtung und Lagerung betroffen sind.

Gemäß einer ersten Möglichkeit kann eine Füllmischung im voraus in den oben erwähnten Kerben 15 angebracht werden, bevor das Einsteck-Eckteil 4 in die Hohlräume 910 geschoben wird. Abhängig von der verwendeten Menge bietet diese Füllmischung einen oder mehrere Vorteile. Im Fall einer geringen Menge werden eventuelle Hohlräume unter den Lippen 13 gefüllt, sodass sich darunter kein Wasser sammeln kann, das die Lippen 13 im Fall von Frost nach außen drücken würde. Wenn eine etwas größere Menge verwendet wird, wird wenigstens ein Teil des Füllmittels während des Einpressens unter den Lippen 13 herausgedrückt und zu deren Seiten hin gezwungen, sodass die Durchgänge um die Lippen 13 abgeschlossen werden, sodass kein Wasser in die Profile 23 eindringen kann.

In dem Fall, dass ein noch höherer Schutzgrad erforderlich ist, wird eine Füllmischung vorzugsweise auf den eingedrückten Lippen 13 vorgesehen, die gleichlaufend mit der Außenseite der Profile abgestrichen ist. Auf diese Weise werden die Kerben 15 vollständig gefüllt, sodass auch das ungeschützte Aluminium um die Lippen 13 vor Oxidation geschützt ist. Dieses Auffüllen ist besonders geeignet für Fenster, die in relativ aggressiven Umgebungen angebracht werden, wie etwa Küstengebieten und Industriegebieten.

Gemäß noch einer anderen Möglichkeit kann ein Füllmittel auch vor dem Anbringen des Einsteck-Einsatzteils 4 in den Hohlräumen 910 vorgesehen werden. Dank der glatten pfeilförmigen Formgebung der Einsteckteile 5 und 5 wird besagtes Füllmittel optimal zu der geeignetsten Stelle hin ausgetrieben werden, wie durch Referenz 51 in 1 angedeutet. Diese Technik gestattet es, die Lippen 13 teilweise zu entlasten, da die Druckübertragungsfläche vergrößert ist. Dies ist besonders für größere Fenster und schwere Glasscheiben geeignet.

Weiter ist es möglich, ein Schutzmittel mit einer sehr feinen Molekularstruktur auf dem Gehrstoß 11 selbst zum Zusammenfügen der Profile 2 und 3 anzubringen, sodass der Gehrstoß, in dem Fall, dass die Freilegungsflächen beider Profile sich aufgrund von Fertigungstoleranzen nicht in einer Ebene befinden, vor Oxidation geschützt ist.

Die Profile 23 selbst sind mit einer Schutzschicht versehen, wie etwa einem Lack oder einer Schicht aus Synthetikmaterial, jedoch ist es deutlich, dass keine solche Schicht auf dem Sägeschnitt selbst vorhanden ist.

Es ist deutlich, dass diese Sägeschnitt/Oxidationsbeschichtung keine Lösungsmittel enthalten darf, die den Lack angreifen könnten. Außerdem hat diese Oxidationsbeschichtung eine Struktur, die fein genug ist, um zu vermeiden, dass das Produkt unter dem Druck beider Profilzylinder vollständig aus dem Gehrstoß 11 getrieben wird.

Es ist anzumerken, dass die Erfindung nicht auf Einsteck-Eckteile 4 mit Einsteckteilen 56, die aneinander befestigt sind, beschränkt ist, sondern dass einer Variante gemäß diese Einsteckteile auch in einem Winkel angeordnet werden können. Ein Beispiel davon ist in den 8 bis 10 dargestellt.

Die Einsteckteile 5 und 6 werden hierbei mittels eines Drehzapfens 52 scharnierbar aneinander montiert. Zu diesem Zweck sind die Enden dieser Einsteckteile 5 und 6, die zueinander gerichtet sind, jedes mit einem hakenförmigen Teil 5354 versehen, mit Sitzen 5556, worin der Drehzapfen 52 locker vorgesehen ist.

Das eine hakenförmige Teil 54 ist in Form einer Gabel ausgebildet, wie in 11 ersichtlich ist, zwischen der das andere hakenförmige Teil 53 plaziert ist.

Es ist anzumerken, dass die Einsteck-Eckteile 4, sowohl in der Ausführung der 1 bis 7 als auch in der Ausführung der 8 bis 10, vorzugsweise aus extrudierten Teilen bestehen, insbesondere Teilen, die durch Abschneiden von Stücken eines extrudierten Profils hergestellt sind und die fertigbearbeitet werden, wenn nötig.

Das Einsteck-Eckteil 4 der 8 bis 10 unterscheidet sich ebenfalls von dem einen in 1 dadurch, dass statt einwärts gebogener Lippen 13 konische Eintreibstifte 41 verwendet werden, die eingetrieben werden. Es ist jedoch deutlich, dass praktisch alle anderen Merkmale der Ausführung der 1 bis 7 in diesem Fall ebenfalls gelten.

Somit kann beispielsweise im Fall konischer Eintreibstifte die Aussparung 30, die das Material lockert, ersetzt werden, indem die Öffnungen so wenig zentral als möglich plaziert werden, d.h. die Öffnungen, worin die Eintreibstifte in der Richtung der Oberseite der Gehrfuge vorgesehen werden, als Ganzes, sodass hier sogar kein Material mehr zu finden ist, das das Andrücken der Oberseite der Pfeilspitze zur Innenseite der Gehrfuge behindern könnte.

Es ist deutlich, dass auch andere Verriegelungsmittel als die Lippen 13 oder die Eintreibstifte 41 angewendet werden können, ohne die Reichweite der Erfindung zu verlassen.

Es ist anzumerken, dass, wenn mehrere Einsteck-Eckteile verwendet werden, die gleichzeitig eingedrückt werden müssen (beispielsweise thermisch unterbrochene Profile mit mehreren Kammern, worin solche Einsteck-Eckteile plaziert werden können), es äußerst wichtig ist, dass wenigstens die Gestaltung der Kerben selbst für das gleichzeitig ausgeführte Andrücken identisch ist, um denselben optimalen Effekt auf die verschiedenen Einsteck-Eckteile zu haben.

Die vorliegende Erfindung ist keineswegs auf die oben beschriebenen, in den begleitenden Zeichnungen dargestellten Ausführungen beschränkt; vielmehr können eine solche Eckverbindung, das dafür verwendete Einsteck-Eckteil und das oben erwähnte Verfahren innerhalb der Reichweite der Erfindung, die in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, in allen Arten von Varianten ausgeführt werden.


Anspruch[de]
Eckverbindung für einen Rahmen, wobei die Verbindung hohle Profile umfasst, wobei jedes Profil einen Hohlraum mit einer Innenwand benachbart zu dem vom Rahmen eingeschlossenen Raum und eine Außenwand aufweist, insbesondere eine Eckverbindung für Schreinerarbeit, wobei diese Eckverbindung zumindest ein Einsteck-Eckteil aufweist, das aus zwei Einsteckteilen besteht, die sich in die jeweiligen Enden der zu verbindenden Profile erstrecken, und wobei die Einsteckteile (56) Teile (40) umfassen, die unter einem Winkel aneinander anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass besagte, in einem Winkel aneinander anschließende Teile jedes an ihren Enden mit schräg verlaufenden Teilen (34) versehen sind, wobei jedes schräg verlaufende Teil (34) mit einem Verriegelungsmittel (12) zusammenwirkt, das in einem betreffenden Profil (23) angebracht ist, sodass in dem schräg verlaufenden Teil (34) erzeugter Druck eine Zugkraft in besagten, in einem Winkel aneinander anschließenden Teilen (40) erzeugt, wobei besagtes schräg verlaufendes Teil (34) eine Stütze bis zu einer Stelle (P) bildet, die tiefer in dem Hohlraum (910) des betreffenden Profils (23) gelegen ist als besagte Verriegelungsmittel (12); dadurch, dass die in einem Winkel aneinander anschließenden Teile (40) gegen die Innenwand (33) der Hohlräume (910), worin die Einsteckteile (56) vorgesehen sind, gedrückt werden; und dadurch, dass die Einsteckteile (56) die Form einer in einer Längsrichtung gespaltenen Pfeilspitze aufweisen, wobei die in Längsrichtung gespaltene Seite gegen die Innenwand der Hohlräume angedrückt wird, wobei die Außenecke der Profile, weg von dem durch den Rahmen eingeschlossenen Raum, vorwiegend frei von jeglichem Material ist, eventuell mit Ausnahme einer Anzahl elastisch verformbarer Positionierflansche (4345). Eckverbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass besagtes schräg verlaufendes Teil (34) aus einem Schenkel (26) besteht, der sich von dem Verriegelungsmittel (12) zu einer Stelle (P) gegen eine Wand (33) des betreffenden Profils (23) erstreckt, gegenüberliegend der Wand (14) des Profils (23), die mit besagtem Verriegelungsmittel (12) versehen ist, und wobei der Abstand von den Verbindungsenden des Profils (23) zu der Stelle (P) größer ist als der Abstand von besagten Verbindungsenden der Profile (23) zu dem Verriegelungsmittel (12). Eckverbindung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das schräg verlaufende Teil (34) ein Teil eines Dreiecks mit einem ersten Schenkel, insbesondere dem Schenkel (26), der sich von dem Verriegelungsmittel zu der Stelle (P) erstreckt; einem zweiten Schenkel (27), der sich gegen die Innenwand (33) des Profils (23) erstreckt und der an der Stelle (P) mit dem ersten Schenkel (26) verbunden ist; und einem dritten Schenkel (29), der das Dreieck schließt, ist. Eckverbindung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Einsteckteile (56) einen Verbindungsschenkel (28) enthält, der an einem Ende mit dem anderen Einsteckteil (56) verbunden ist und der an seinem anderen Ende mit dem zweiten Schenkel (27) besagten Dreiecks verbunden ist. Eckverbindung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsschenkel (28) den zweiten Schenkel (27) verlängert und dass der Verbindungsschenkel (28) gegen die Innenwand (33) der Profile (23) angeordnet ist. Eckverbindung gemäß einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsmittel (12) aus einem gestauchten Materialteil in Form einer eingedrückten Lippe (13) besteht. Eckverbindung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteckteil (56) mit einem Anschlagteil (23) versehen ist, das sich ab dem Verbindungsschenkel (28) in Verlängerung der Einpressrichtung (F) der Lippe (13) erstreckt. Eckverbindung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aussparung (30) zwischen dem Anschlagteil (23) und dem dritten Schenkel (29) besagten Dreiecks vorgesehen ist. Eckverbindung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende besagten Anschlagteils (23) in Kontakt mit der Lippe (13) ist. Eckverbindung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippe (13) über einen Abstand (D) eingedrückt ist, der kleiner als die Länge (B) der Lippe (13) ist. Eckverbindung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eingedrückte Lippe (13) eine Längsrichtung aufweist, die in Bezug zu der Richtung besagten schräg verlaufenden Teils (34) etwas nach innen gebogen ist. Eckverbindung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende besagten Anschlagteils (23) in Form einer Riffelung (32) ausgebildet ist. Eckverbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass besagte Positionierelemente einen biegsamen Flansch (43) umfassen, der mit der Außenwand (14) des betreffenden Profils (23) zusammenwirkt. Eckverbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierelemente Stütz- und Führungselemente an dem Ende, wo die Verbindungsschenkel (28) aneinander anschließen, umfassen, welche Stütz- und Führungselemente aus einem kleinen Schenkel (44) bestehen, woran elastisch verbiegbare Flansche (45) vorgesehen sind, die mit der Außenwand (14) der Profile (23) zusammenwirken. Eckverbindung gemäß einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Raum (46) an ihrer Innenecke versehen ist, in welchem Raum sich ein hakenförmiges Materialteil (47) befindet. Eckverbindung gemäß einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckteile (56) einstückig gefertigt sind. Eckverbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckteile (56) scharnierbar aneinander montiert sind. Eckverbindung gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsschenkel (28) an ihren miteinander zusammenwirkenden Enden hakenförmig sind und mittels eines Drehzapfens (52) miteinander verbunden sind. Eckverbindung gemäß einem der Ansprüche 2 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass sie Teil eines Rahmens eines Fensters oder einer Tür ist, worin ein Paneel vorgesehen ist, insbesondere eine Glasscheibe (16), die mit zumindest einem Keil (17) festgesetzt ist, wobei dieser Keil (17) sich mit seinem Zentrum in der Verlängerung (38) besagten schräg verlaufenden Teils (34) befindet. Eckverbindung gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittpunkt besagter Verlängerung (38) mit der Glasscheibe (16) sich in einem Abstand (Z) von der Ecke der Glasscheibe (16) befindet, welcher Abstand (Z) in der Größenordnung von 10 cm liegt. Eckverbindung gemäß einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsmittel (12) einen Eintreibstift (41) umfasst. Verfahren zur Verwirklichung einer Eckverbindung gemäß einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest die folgenden Schritte umfasst:

– Einbringen des Einsteck-Eckteils (4) mit seinen Einsteckteilen (56) in auf Gehrung zu verbindende Profile (23);

– Zusammenbringen der Profile (23) in den gewünschten Winkel und die gewünschte Gehrung;

– Eindrücken von an den Außenwänden (14) der betreffenden Profile (23) angebrachten Lippen (13) gegen an besagtem Einsteck-Eckteil (4) angebrachte Anschlagteile (23).
Verfahren gemäß Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckverbindung mit Füllmittel abgedichtet wird, insbesondere an den eingedrückten Lippen (13). Verfahren gemäß einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass Füllmittel an den Einsteck-Eckteilen (56) an den Anschlagteilen (23) angebracht wird, sodass während des Einpressens der Lippen (13) Füllmittel aus den Profilen (23) getrieben wird.






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