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Dokumentenidentifikation DE69930971T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001216022
Titel KOSMETISCHE ZUSAMMENSETZUNG AUF BASIS VON SILICIUM-ORGANISCHEN VERBINDUNGEN, DIE MINDESTENS EINE NICHT BASISCHE SOLUBILISIERENDE FUNKTION AUFWEISEN
Anmelder L'OREAL, Paris, FR
Erfinder SAMAIN, Henri, F-91570 Bièvres, FR;
ROLLAT-CORVOL, Isabelle, F-75017 Paris, FR;
JEANNE ROSE, Valerie, F-75019 Paris, FR;
SANCHEZ, Clement, F-91190 Gif-sur-Yvette, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69930971
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 27.09.1999
EP-Aktenzeichen 999462385
WO-Anmeldetag 27.09.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/FR99/02290
WO-Veröffentlichungsnummer 2001022931
WO-Veröffentlichungsdatum 05.04.2001
EP-Offenlegungsdatum 26.06.2002
EP date of grant 19.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse A61Q 5/06(2006.01)A, F, I, 20060317, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 8/892(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, EP   A61K 8/893(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, EP   A61K 8/898(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, EP   A61K 8/899(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, EP   A61K 8/897(2006.01)A, L, I, 20060317, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein wässrige kosmetische Zusammensetzungen, insbesondere zur Behandlung von Haaren, die wenig oder nicht polymerisierte, in Wasser lösliche, Siliciumorganische Verbindungen enthalten.

Üblicherweise werden organische Verbindungen, wie Polymere, zum Herstellen von kosmetischen Zusammensetzungen für die Haarbehandlung verwendet. Beispielsweise verwendet man Polymere, die beim Trocknen zu festen Stoffen werden, um so die Frisur in einer Form festzuhalten. Diese Stoffe werden auch dazu verwendet, der Form Stabilität zu geben. Ebenso werden auch Polymerverbindungen wie Polysiloxane verwendet, um das Haar, insbesondere angegriffene oder schwer kämmbare Haare, zu pflegen. Die kosmetischen Zusammensetzungen, die diese Polymere enthalten, werden auf das Haar aufgebracht, wo man sie trocknen lässt oder wo sie vor dem Trocknen ausgespült werden.

Die Verwendung von Polymerverbindungen hat mehrere Nachteile.

Der erste Nachteil besteht in der Tatsache, dass, wenn die Polymere in den Zusammensetzungen über eine bestimmte Konzentration hinaus verwendet werden, die erhaltenen Zusammensetzungen sich aufgrund der Viskositätszunahme der Zusammensetzung schwer auftragen lassen. Diese Schwierigkeit beim Auftragen der Zusammensetzungen führt zum Überladen an bestimmten Stellen des Haars und schließlich zu kosmetischen Makeln und ist auch der Grund dafür, dass bestimmte Abschnitte des Haars weniger von den Zusammensetzungen erhalten, die schließlich an diesen Stellen einen schwächeren Effekt hervorrufen.

Der zweite Nachteil liegt darin, dass diese Zusammensetzungen mitunter schwierig herzustellen sind. Tatsächlich besitzen die Polymerverbindungen eine geringe Löslichkeit in Wasser, was die Verwendung eines organischen Lösungsmittels oder eines Gemisches aus organischen Lösungsmitteln erforderlich macht. Der Gebrauch von organischen Lösungsmitteln wiederum führt zu weiteren Problemen, wie Umweltproblemen und Auswirkungen auf die kosmetischen Eigenschaften der Haare.

Um diesen Nachteilen abzuhelfen, verwendet man nun Polymerverbindungen, die teilweise in Wasser löslich gemacht werden. So können bestimmte Polymerverbindungen in Wasser ohne den Zusatz irgendeines Colösungsmittels verwendet werden. In diesem Fall besteht eine Einschränkung in der Tatsache, dass die Polymerverbindungen beim Spülen der Haare teilweise oder sogar komplett entfernt werden. Folglich ist in diesem Fall den Polymerverbindungen nach dem Spülen ein sehr geringer Effekt zuzuschreiben. Schlussendlich beschränkt dies den Effekt bei Behandlungen, bei denen ausgespült wird, (Haarwaschmittel, Mittel die nach der Haarwäsche verwendet werden), aber es verringert ebenso das Interesse an solchen Zusammensetzungen, die nicht ausgespült werden (Lacke, Mousse, Wasserwellenlotionen, etc.), wenn der Anwender den durch die Behandlung erhaltenen Effekt verliert, sobald die Haare gewaschen werden.

Demnach ist das Bestreben darauf gerichtet, Verbindungen zur Formulierung von kosmetischen Zusammensetzungen zu finden, die in Wasser verwendbar sind und bei denen der Effekt nach dem Waschen erhalten bleibt.

So beschreibt das US-Patent Nr. 4 344 763 (GILLETTE) kosmetische Zusammensetzungen, die ein Organosiloxanmonomer, wie z. B. ein Aminoalkylalkoxysilan, und ein organisches Titanat in Lösung in Alkohol enthalten.

Genauer beschreibt dieses Patent ein Verfahren zur Formgebung der Frisur, das aus dem Befeuchten mit Wasser, dem anschließenden Auftragen einer Lösung, die in Isopropanol 0,5 bis 15 Gew.-% Aminoalkylalkoxysilan und 0,005 bis 1,5 Gew.-% organisches Titanat enthält, und dem anschließenden Legen der Haare in die gewünschte Form besteht.

Gemäß diesem Verfahren wird insbesondere empfohlen, die Isopropanollösung wasserfrei zu halten.

In dem Patent EP-113 992 ist auch ein Verfahren zum gleichzeitigen Fixieren und Konditionieren der Haare beschrieben, und zwar mit Hilfe einer Zusammensetzung, die in Abwesenheit von Feuchtigkeit stabil ist und die (A) ein Siloxanoligomer mit mindestens einer Stickstoff-Wasserstoff-Bindung, und (B) einem wasserfreien Zusatz enthält, der leicht hydrolysierbar ist, und unter Titanaten, Zirkonaten, Vanadaten, Germanaten und ihren Gemischen ausgewählt ist.

Das Lösungsmittel der Zusammensetzung ist ein aliphatischer Kohlenwasserstoff oder ein aliphatischer Halogenkohlenwasserstoff, vorzugsweise 1,1,1-Trichlorethan.

Nach dem Auftragen der Zusammensetzung auf die Haare werden diese einer feuchten Umgebung ausgesetzt, um die Vernetzung der Siloxanoligomere mit dem leicht hydrolysierbaren, wasserfreien Zusatz hervorzurufen.

In EP-0 464 835 werden vorhydrolysierte organofunktionalisierte Silane als Fixiermittel für die Haare verwendet, die beim Waschen leicht entfernt werden.

Es besteht also der Bedarf für eine stabile, kosmetische Zusammensetzung, insbesondere zur Behandlung der Haare, die im Wesentlichen wässrig ist und mit der ein ausreichender kosmetischer Effekt erhalten wird, insbesondere wenn sie im Haar verbleibt oder wenn sie ausgespült wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft demnach wässrige, stabile, kosmetische Zusammensetzungen, insbesondere kosmetische Zusammensetzungen zur Behandlung und Pflege von Haaren, die den Nachteilen des Standes der Technik begegnen.

Genauer betrifft die vorliegende Erfindung stabile, wässrige, kosmetische Zusammensetzungen zur Behandlung und Pflege von Haaren, die den Haaren einen lang anhaltenden Frisiereffekt geben und durch die sich die Haare angenehm anfühlen.

Die Anmelderin hat überraschenderweise festgestellt, dass es möglich ist, kosmetische Zusammensetzungen zu formulieren, ohne notwendigerweise organische Lösungsmittel zu verwenden, die einen wirksamen kosmetischen Effekt haben, der nach dem Spülen erhalten bleibt, ohne dass die Gefahr besteht, dass bei Mehrfachbehandlungen die Haare überladen werden, indem in diesen Zusammensetzungen wenig oder nicht polymerisierte, in Wasser lösliche, Siliciumorganische Verbindungen verwendet werden, die mindestens eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion enthalten.

Es wurde festgestellt, dass durch das Auftragen solcher Zusammensetzungen nennenswerte kosmetische Effekte erhalten werden, ohne dass bei Mehrfachbehandlungen Probleme auftreten, wobei diese Effekte gegenüber Spülen und Waschen sehr beständig sind.

Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen, insbesondere zur Behandlung von Haaren, enthalten in einem kosmetisch akzeptablen, wässrigen Milieu, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, mindestens 0,5 Gew.-% einer oder mehrerer, wenig oder nicht polymerisierter, in Wasser löslicher, Silicium-organischer Verbindungen, die unter den Organosilanen, die ein Siliciumatom enthalten, und den Organosiloxanen ausgewählt sind, die zwei oder drei Siliciumatome tragen, wobei die organischen Siliciumverbindungen darüber hinaus mindestens eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion und mindestens zwei hydrolysierbare Gruppen pro Molekül enthalten, gemäß Anspruch 1.

Die erfindungsgemäßen Silicium-organischen Verbindungen sind dazu befähigt, in wässrigem Milieu nach Kondensation mit sich selbst und dem Eindampfen des Trägers eine nicht hybride Verbindung zu bilden. Unter einer nicht hybriden Verbindung ist eine bezüglich des Siliciums chemisch homogene Verbindung zu verstehen, d. h. eine Verbindung, die keine anderen metallischen oder Metall-organischen Spezies enthält.

Die wenig oder nicht polymerisierten, Silicium-organischen Verbindungen, die in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sind unter in Wasser löslichen Organosilanen, die ein Siliciumatom enthalten, und in Wasser löslichen Organosiloxanen ausgewählt, die zwei oder drei Siliciumatome, vorzugsweise zwei Siliciumatome, tragen. Sie müssen darüber hinaus mindestens eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion enthalten, vorzugsweise eine einzelne Funktion. Unter den nicht basischen, solubilisierenden Funktionen sind Carbonsäuren und ihrer Salze, Sulfonsäuren und ihrer Salze und Poly(alkylether), wie Poly(oxyalkylen)-Reste, beispielsweise Poly(ethylenoxid)-Reste und Poly(propylenoxid)-Reste, und Polyglycole, Polyacrylamide und Acrylamide erfindungsgemäß.

Die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendbaren Silicium-organischen Verbindungen enthalten darüber hinaus mindestens zwei hydrolysierbare Gruppen oder Hydroxygruppen pro Siliciumatom. Die hydrolysierbaren Gruppen sind Alkoxy-, Aryloxy- oder Halogengruppen. Sie können gegebenenfalls auch andere chemische Funktionen wie Säurefunktionen oder Aminofunktionen umfassen.

Wenn die erfindungsgemäße, wenig oder nicht polymerisierte Siliciumverbindung eine nicht hydrolysierbare Gruppe trägt, kann diese Gruppe auch eine chemische Funktion wie eine Säure oder Aminofunktion enthalten.

Die erfindungsgemäß bevorzugten Organosilane entsprechen der Formel: worin bedeuten:

R' ein Halogen, eine Gruppe OR1 oder R0;

R'' ein Halogen, OR2 oder R'0;

R''' ein Halogen, OR3 oder R''0;

wobei zwei der Gruppen R', R'' und R''' von den Gruppen R0, R'0 und R''O verschieden sind;

R eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die eine nicht basische, solubilisierende, insbesondere nicht aminierte, chemische Funktion besitzt;

R1, R2, R3, R0, R'0 und R''0 unabhängig voneinander eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die gegebenenfalls zusätzliche, nicht basische, solubilisierende chemische Gruppen aufweist, wobei R1, R2 und R3 ferner Wasserstoff bedeuten können.

Vorzugsweise bedeuten R1, R2, R3, R0, R'0 und R''0 eine C1-12-Alkylgruppe, C6-14-Arylgruppe, eine C1-8-Alkyl-C6-14-arylgruppe und eine C6-14-Aryl-C1-8-alkylgruppe.

Die bevorzugten Organosiloxane der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können durch die folgende Formel dargestellt werden: worin bedeuten:

R'' ein Halogen oder OR2;

R, R2, R' und R''' die oben angegebenen Bedeutungen, R'''' ein Halogen, OR4 oder R'''0;

R5 ein Halogen, OR6 oder R''''0;

R4, R6, R'''0 und R''''0 eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die gegebenenfalls zusätzliche, nicht basische, solubilisierende chemische Gruppen trägt, wobei R4 und R6 darüber hinaus Wasserstoff bedeuten können; wobei mindestens eine der Gruppen R''', R'''' und R5 von R''0, R'''0 und R''''0 verschieden ist.

Vorzugsweise ist R4, R6, R0, R''0, R'''0 und R''''0 eine C1-12-Alkylgruppe, C6-14-Arylgruppe, C1-8-Alkyl-C6-14-arylgruppe und C6-14-Aryl-C1-8-alkylgruppe und R5 bedeutet vorzugsweise eine C1-12-Alkylgruppe, C1-12-Alkoxygruppe, C6-14-Arylgruppe, C1-8-Alkyl-C6-14-arylgruppe, und C6-14-Aryl-C1-8-alkylgruppe.

Vorzugsweise ist das Halogen Chlor.

Die Reste R sind vorzugsweise unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, quartären Ammoniumverbindungen, Sulfonsäuren und ihren Salzen, und Polyalkylethern ausgewählt.

Unter den Carbonsäurefunktionen und ihren Salzen sind die gesättigten Monosäuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure, die gesättigten Disäuren, wie Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und Adipinsäure, die ungesättigten Monosäuren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und Citraconsäure, die carbocyclischen Säuren, wie Benzoesäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, die Hydroxy- oder Alkoxycarbonsäuren, wie Glycolsäure, Milchsäure, Weinsäure und Salicylsäure, und die Salze dieser Säuren, insbesondere Alkalisalze und besonders Natrium- oder Kaliumsalze dieser Säuren zu nennen.

Von den quartären Ammoniumfunktionen sind Tetraalkylammonium, quartäres Alkylarylammonium, wobei die Alkyl- und/oder Arylgruppen gegebenenfalls Funktionen wie Säurefunktionen, Hydroxyfunktionen, Amino- und Halogenfunktionen tragen können, und cyclische und heterocyclische quartäre Ammoniumverbindungen zu nennen.

Von den Sulfonsäuren und ihren Salzen sind Alkylsulfonsäuren wie Methylsulfonsäure, Arylsulfonsäuren wie Phenylsulfonsäure, Alkoxysulfonsäuren wie Ethoxysulfonsäure, Alkylaryl- und Arylalkylsulfonsäuren und Salze dieser Säuren, insbesondere Alkalisalze dieser Säuren und besonders Natrium- oder Kaliumsalze dieser Säuren zu nennen.

Von den Alkyletherresten können die Poly(oxyethylene), Poly(oxypropylene), Poly(oxytetramethylene) und Polyglycole wie Poly(ethylenglycol) und Poly(propylenglycol) genannt werden.

Ein anderer wichtiger Punkt der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht darin, dass sie bedeutende Mengen weniger oder nicht polymerisierter Silicium-organischer Verbindungen enthalten, d. h. Verbindungen, die ein, zwei oder drei Siliciumatome enthalten. Es ist daher erforderlich, dass die Zusammensetzung mindestens 0,02 % der wenig oder nicht polymerisierten Silicium-organischen Verbindungen enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und vorzugsweise mindestens 0,5 Gew.-% , wobei diese Menge bis zu 50 Gew.-% betragen kann.

Der Anteil der erfindungsgemäßen wenig oder nicht polymerisierten Silicium-organischen Verbindungen wird mit Hilfe der üblichen Analysemethoden wie der 29 Si- und der 1H-NMR-Spektroskopie, und durch Chromatographie festgestellt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind wässrige Zusammensetzungen. Es ist dennoch möglich, zur Herstellung Zusatzstoffe, beispielsweise Colösungsmittel, wie Alkohole oder Ketone, z. B. Ethylalkohol oder Aceton, hinzuzufügen.

In bekannter Weise können alle erfindungsgemäßen Zusammensetzungen die auf dem Gebiet der Kosmetik üblichen Zusatzstoffe enthalten, wie Öle, Wachse oder andere übliche Fettstoffe; klassische Gelbildner und/oder Verdickungsmittel; Emulgatoren; Hydratisierungsmittel; Emollientien, Lichtschutzfilter; hydrophile oder lipophile Wirkstoffe wie Ceramide; Radikalfänger für freie Radikale; Tenside; Polymere; Proteine; Bakterizide; Maskierungsmittel; Anti-Schuppenmittel; Antioxidantien; Konservierungsmittel; Füllstoffe; Farbmittel.

Die Mengenanteile der verschiedenen Zusatzstoffe sind so, wie sie auf dem jeweiligen Gebiet gewöhnlich verwendet werden.

Selbstverständlich wird der Fachmann die gegebenenfalls zur erfindungsgemäßen Zusammensetzung hinzugefügte(n) Verbindungen) so auswählen, dass die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ausgespült werden oder im Haar verbleiben.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in jeder zum topischen Auftragen geeigneten Form vorliegen, insbesondere in Form von Lösungen des Lotions- oder Serumtyps, in Form von wässrigen Gelen, in Form von Emulsionen, die durch Dispersion einer Fettphase in einer wässrigen Phase (W/O) oder umgekehrt (O/W) erhalten werden, mit mehr oder weniger eingedickter, flüssiger Konsistenz, wie Milch, und mehr oder weniger streichfesten Cremes.

Die Zusammensetzungen werden nach den üblichen Methoden hergestellt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden bevorzugt als Produkte für die Haarbehandlung verwendet, insbesondere zur Festigung der Frisur oder zur Formgebung von Haaren. Darüber hinaus können sie eine vorübergehende Färbung der Haare bewirken, gut einen Schutz der Haare gegen die Wirkungen der UV-Strahlen bewirken, und zwar zusätzlich zu ihren Eigenschaften zur Festigung oder Fixierung der Haare.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen für Haare sind vorzugsweise Produkte zum Frisieren, wie Gele, Wasserwellenlotionen, Lotionen zum Bürsten, Zusammensetzungen zum Fixieren oder zum Frisieren, wie Lacke oder Spray.

Die Lotionen können auf verschiedene Art und Weise konfektioniert sein, insbesondere in Form von Zerstäubern, Pumpsprays oder in Aerosolbehältern, um das Auftragen der Zusammensetzung in aufgesprühter Form oder in Form eines Mousses zu ermöglichen. Solche Konfektionierungsformen sind dann angebracht, wenn beispielsweise ein Spray, ein Mousse zur Fixierung oder eine Behandlung der Haare erhalten werden soll.

Ebenso hat die vorliegende Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einem Verfahren zur Behandlung der Haare im Hinblick auf ihre Festigung und/oder Färbung zum Gegenstand.

Gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens wird die Zusammensetzung auf die gespülten oder nicht gespülten Haare aufgetragen, vorzugsweise in Form eines Sprays, entweder als Pumpspray oder als Aerosol.

Nach dem Aufsprühen auf die gesamten Haare lässt man die Zusammensetzung einwirken und trocknen.

Die Haare können in die erwünschte Form gebracht werden, und zwar sowohl vor als auch unmittelbar nach dem Auftragen.

Die Trocknungszeit kann variieren und hängt von der Art der Zusammensetzung ab. Die Haare fühlen sich nach dem Kämmen sehr angenehm an.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert:

BEISPIEL 1

Es wurde die folgende Zusammensetzung hergestellt:

Die Zusammensetzung 1 wird in einen Behälter abgefüllt, auf den ein Zerstäuber vom Pumpspray-Typ montiert ist.

Es werden zwei Perücken mit 15 g Naturhaar vorbereitet. Die Haare werden an ihren Wurzeln auf einer Lage aus Kautschuk festgemacht und für den Rest ihrer Länge unbefestigt gelassen.

Die Zusammensetzung wird auf die erste Perücke aufgesprüht (2 g). Diese Perücke wird bis zur Trocknung in Ruhe gelassen. Die andere Perücke, die als Vergleich dient, bleibt ebenfalls unberührt.

Es werden die kosmetischen Eigenschaften und insbesondere der Effekt auf die Frisur ermittelt.

Dann werden die Haare mit einem Haarwaschmittel mit Natriumlaurylethersulfat gewaschen und anschließend wieder getrocknet.

Es werden zum zweiten Mal die kosmetischen Eigenschaften festgestellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Auftragen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung auf die Haare einen Effekt auf die Frisur hat, der auch beim Waschen bestehen bleibt.


Anspruch[de]
Kosmetische Zusammensetzung, die in einem kosmetisch akzeptablen, wässerigen Medium, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, mindestens 0,5 Gew.-% einer oder mehrerer wenig oder nicht polymerisierter, in Wasser löslicher, Siliciumorganischer Verbindungen enthält, die unter den Silanen, die ein Siliciumatom, ferner mindestens eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, den Sulfonsäuren und ihren Salzen, Poly(alkylethern), Polyacrylamiden und Acrylamiden ausgewählt ist, und mindestens zwei Hydroxygruppen, Alkoxygruppen, Aryloxygruppen oder Halogene pro Molekül enthalten, und den Siloxanen ausgewählt sind, die zwei oder drei Siliciumatome, ferner mindestens eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, quartären Ammoniumverbindungen, Sulfonsäuren und ihren Salzen, Poly(alkylethern), Polyacrylamiden, Acrylamiden und Polyolen ausgewählt ist, und mindestens zwei Hydroxygruppen oder hydrolysierbare Gruppen pro Molekül enthalten. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrolysierbaren Gruppen unter den Alkoxygruppen, Aryloxygruppen und Halogenen ausgewählt sind. Kosmetische Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenig oder nichtpolymerisierbare(n) Silicium-organische(n) Verbindungen) unter den Verbindungen der folgenden Formel ausgewählt sind: worin bedeuten:

R' Halogen, OR1 oder Ro;

R'' ein Halogen, OR2 oder R'o;

R''' ein Halogen, OR3 oder R''o;

wobei mindestens zwei der Gruppen R', R'' und R''' von den Gruppen Ro, R'o und R''o verschieden sind;

R eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion besitzt, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, den Sulfonsäuren und ihren Salzen, Polyalkylethern, Polyacrylamiden und Acrylamiden ausgewählt ist;

Ro, R'o, R''o, R1, R2 und R3 unabhängig voneinander eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die gegebenenfalls ergänzende, nicht basische, solubilisierende chemische Gruppen aufweist, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, Sulfonsäuren und ihren Salzen, Polyalkylethern, Polyacrylamiden und Acrylamiden ausgewählt ist, wobei R1, R2 und R3 ferner Wasserstoff bedeuten können; und worin bedeuten:

R4 eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die eine nicht basische, solubilisierende chemische Funktion aufweist, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, quartären Ammoniumverbindungen, Sulfonsäuren und ihren Salzen, Poly(alkylethern), Polyacrylamiden, Acrylamiden und Polyolen ausgewählt ist;

Ri ein Halogen, OR1' oder Rp;

Rii ein Halogen oder OR2';

Riii ein Halogen, OR3' oder Rp'';

Riv ein Halogen, OR4' oder RP''';

R5 ein Halogen, OR5' oder R''''p;

wobei mindestens eine der Gruppen Riii, Riv und R5 von R''p, R'''p und R''''p verschieden ist; und

die Gruppen R1' R2' R3' R4' R5' Rp, Rp'', R'''p und R''''p unabhängig voneinander eine gesättigte oder ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe, die gegebenenfalls ergänzende, nicht basische, solubilisierende chemische Gruppen trägt, die unter den Carbonsäuren und ihren Salzen, quartären Ammoniumverbindungen, Sulfonsäuren und ihren Salzen, Poly(alkylethern), Polyacrylamiden und Acrylamiden und Polyolen ausgewählt sind, wobei R1', R2', R3', R4' und R5' ferner Wasserstoff bedeuten können.
Kosmetische Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass R1, R2, R3, R'1, R'2, R'3, R'4, R'5, Ro, R'o, R''o, Rp, R'p, R''p, R'''P und R''''p C1-12-Alkyl, C6-14-Aryl, C1-8-Alkyl-C6-14-aryl und C6-14-Aryl-C1-8-alkyl bedeuten. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Produkt für die Haarbehandlung. Verwendung nach Anspruch 5 für die Festigung der Frisur oder die Formgebung der Frisur.






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