Die Erfindung betrifft ein in Schalen abgefülltes
Heimtiernahrungsprodukt mit wenigstens zwei phasengetrennten Schichten.
Aus der EP 923 319 ist ein mehrschichtiges Heimtiernahrungsprodukt
bekannt, das zwei Schichten enthält, die in Dosen abgefüllt sind. Die
Basisschicht enthält feste Nahrungsmittelbrocken in einer Soße. Die in
der Dose darüber liegende Schicht enthält ein festes Nahrungsmittel und
ist so fest, dass sie nach dem Umwenden der Dose die dann oben liegende Basisschicht
tragen kann.
Allerdings ist die Basisschicht in sich nicht fest, so
dass nach dem Umstürzen zwar die Nahrungsmittelbrocken auf der dann unten liegenden,
festen Schicht liegen bleiben, jedoch läuft die Soße seitlich an der festen
Basisschicht herunter. Hierdurch ergibt sich für den Tierbesitzer ein optisch
wenig attraktives Erscheinungsbild. Auch muss er dadurch, dass das Heimtiernahrungsprodukt
auf einem entsprechend tiefen Teller dem Tier angeboten wird, Vorsorge treffen,
dass die Soße nicht über den Tellerrand läuft. Ein Verkleckern der
flüssigen Soße durch das Tier beim Fressen kann damit nicht verhindert
werden. Wegen des Anteils flüssiger Soße weicht das bekannte Heimtiernahrungsprodukt
von der Konsistenz natürlicher Beute ab.
Die EP 0769252 offenbart ein Heimtiernahrungsprodukt mit
mindestens zwei unterschiedlichen festen homogenen Schichten.
Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Heimtiernahrungsprodukt
anzugeben, dass in seiner Konsistenz der Beutenahrung von Heimtieren wie Hunde und
Katzen nachempfunden ist und das sich für den Tierbesitzer ansprechend präsentiert.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch
ein in einer Schale abgefülltes Heimtiernahrungsprodukt mit wenigstens zwei
phasengetrennten Schichten gelöst, wobei
- eine in der Schale unten eingefüllte Basisschicht aus einem festen Nahrungsmittel
gebildet ist und geeignet ist, wenigstens eine obere Schicht zu tragen,
- die obere Schicht geeignet ist, bei Wenden des Heimtiernahrungsprodukts die
Basisschicht zu tragen, und die obere Schicht aus einer Geleezubereitung besteht,
in die feste, aus Fleischmasse rekonstruierte Fleischbrocken eingebettet sind, in
welche ein Geliermittel eingemischt ist.
Unter Fleischbrocken werden hier Nahrungsmittelbrocken,
auch Chunks genannt, verstanden, die aus einer Zubereitung mit Fleischanteilen zu
einem Feststoff rekombiniert sind.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Heimtiernahrungsprodukts
besteht insbesondere darin, dass die Fleischbrocken in ein Gelee eingebettet sind.
Die Geleeschicht ist dabei so fest, dass sie die feste Pastete der Basisschicht
tragen kann, wenn das Heimtiernahrungsprodukt zum Verzehr durch Umstürzen aus
der Schale heraus genommen wird. Dadurch ergibt sich für den Tierbesitzer eine
attraktive Erscheinungsform. Eine saubere Fütterung des Tiers ist erleichtert.
Außerdem befriedigt die Art der Schichtenanordnung
und die Zusammensetzung der Schichten den Spiel- und Beutetrieb des Haustiers und
entspricht auch in der Konsistenz eher einem Beutetier, da nämlich unter der
festen, als Pastete ausgebildeten und beim Verzehr zuoberst liegenden Basisschicht
mit den Fleischbrocken feste Nahrungsmittel brocken verborgen sind, die vom Tier
entdeckt werden können und dem Bedürfnis nach fester, intensiv zu kauender
Nahrung entgegen kommen. Die Geleeschicht ist dabei nur so fest ausgebildet, dass
sie ihre tragende Funktion bei Herstellung, Transport, Lagerung und Zubereitung
erfüllen kann. Zugleich ist sie aber noch so weich, dass sie vom Tier aufgeschleckt
werden kann, was gerade Katzen lieben.
Erfindungswesentlich ist, dass die Geliermittel zum Binden
des Wassers aus einer Flüssigphase als zweiter Komponente der Geleeschicht
in die Fleischbrocken eingebettet sind, wohingegen üblicherweise die Flüssigphase
auch das verfestigende Geliermittel enthält. Durch diese Umkehrung bei der
Ausgelierung wird eine dauerhafte transparente obere Schicht erhalten. Selbst bei
einer gewollten farblichen Anpassung durch Färben der Flüssigphase bleibt
die obere Schicht transparent. Trübstoffe diffundieren erfindungsgemäß
kaum sichtbar in das Gelee ein. Durch das transparente Gelee hindurch sind die Fleischbrocken
erkennbar.
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
des mehrschichtigen Heimtiernahrungsprodukts.
Bei der Herstellung stellt sich neben der Erzielung kurzer
Taktzeiten zur Erhöhung der Produktionskapazität die Aufgabe, einen an
sich bekannten Abfüllprozess für das erfindungsgemäße Heimtiernahrungsprodukt
so zu optimieren, dass an den Außenseiten des verzehrfertigen Produkts eine
sichtbare Phasentrennung geschaffen wird und dass bei dem Gelee die gewünschte
Festigkeit und Transparenz erreicht werden.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 7 gelöst.
Wesentlich hierbei ist, dass das Zuführen und Abfüllen
der Fleischmasse der Basisschicht in die Schale im wesentlichen isotherm, also unter
Aufrechterhaltung einer bestimmten Temperatur, erfolgt, und zwar mit einer Temperatur,
bei der die eingestellte niedrige Viskosität der Fleischmasse solange erhalten
bleibt, bis die für die Basisschicht vorgesehene Menge vollständig in
die Schale eingefüllt ist. Dadurch kann sich die Fleischmasse aufgrund der
Schwerkraft gleichmäßig in der Schale verteilen und eine ebene Oberfläche
ausbilden.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass die Verwendung
von eckigen, insbesondere quadratischen oder hexagonalen Schalen zu besonders guten
Ausbildungen der Geleeschicht mit einer gleichmäßigen Verteilung und einer
sauberen Phasentrennung zwischen der Basisschicht und der oberen Schicht führt.
In einer vorteilhaften Variante des Verfahrens kann die
Basisschicht nach dem Einfüllen in die Schale mit Eiswasser besprengt werden.
Es kann aber alternativ oder zusätzlich eine entsprechend gekühlte erste
Teilmenge der Flüssigphase eingefüllt. Durch die Wärmeabfuhr kann
die Basisschicht hierdurch schneller erstarren und wird unmittelbar tragfähig
für die nachfolgend aufzugebenden Komponenten.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnung
näher erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Fig. 1
- das erfindungsgemäße Heimtiernahrungsprodukt im Schnitt;
- Fig. 2
- das umgestürzte Heimtiernahrungsprodukt in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 3
- eine Abfüllanlage in schematischer Ansicht und
- Fig. 4a - 4c
- geeignete Schalenformen in perspektivischer Ansicht.
Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Heimtiernahrungsprodukt
10, das in einer Schale 20 mit aufgesiegeltem Deckel 21 verpackt ist in einer Schnittansicht.
Unten in der Schale 20 ist eine Basisschicht 1 angeordnet, die als Pastete aus einer
überwiegend homogenen, festen Fleischzubereitung gebildet ist. Das Verhältnis
von Länge zu Höhe bzw. Breite zu Höhe ist vorzugsweise größer
1, das heißt, die Füllung in der Schale 5 ist insgesamt, wie auch jede
der Schichten 1, 2 für sich, eher flach ausgebildet.
Auf der tragfähigen Basisschicht 1 liegt eine obere
Schicht 2 aus einer Geleezubereitung mit darin eingebetteten Fleischbrocken 3 auf.
Erfindungswesentlich ist, dass keine Durchmischung der Schichten 1, 2 erfolgt, und
zwar weder bei der Herstellung noch beim Transport noch bei der Zubereitung zum
Verzehr. Es ist vielmehr eine Trennebene 4 gebildet, an der die Schichten 1 und
2 zwar aneinander haften, ohne dass aber durch Schütteln etc. Bestandteile
der einen Schicht über die Trennebene 4 hinaus in die jeweils andere Schicht
geraten können.
Somit präsentiert sich dem Tierbesitzer nach dem Abnehmen
des Deckels 21 und dem Umstürzen des Inhalts der Schale auf eine Unterlage
ein attraktives Tiernahrungsmittel 10 mit zwei deutlich voneinander getrennten Schichten
1, 2, wie in Fig. 2 abgebildet.
Die in der Schale 20 gemäß Figur 1 noch oben
liegende Schicht 2, die nach der Zubereitung gemäß Fig. 2 dann unten liegt,
umfasst feste, rekonstruierte Fleischbrocken 3 in Gelee bzw. Aspik und ist in der
Lage, die Grundschicht 1 aus einer Pastetenzubereitung zu tragen.
Des weiteren kann die obere Schicht 2 Gemüse, Reis,
Nudeln und Kräuter enthalten. Der Aspik/Gelee ist vorzugsweise transparent,
beispielsweise als Fleischfondgelee, dabei entweder ganz klar transparent oder eingefärbt
transparent.
Möglich ist aber auch, durch Zugabe von z. B. Tomate,
Sahne, Quark, Milch, Joghurt eine bestimmte Einfärbung vorzunehmen.
Das erfindungsgemäße Heimtiernahrungsprodukt
setzt sich anteilsmäßig wie folgt zusammen:
- Fleischbrocken: 30 - 50 Gew.-%
- Gelee: 30 - 40 Gew.-%
- Pasteten-Basisschicht: 30 - 45% Gew.-%.
Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen
mehrschichtigen Heimtiernahrungsprodukts wird nachfolgend erläutert:
Die Fleischmasse für die Basisschicht 1 wird zubereitet.
Mögliche Rezepturbestandteile sind: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse
in frischer und/oder gefrorener Form, Mineralstoffe, pflanzliche Nebenerzeugnisse,
Fette, Zucker, Salz, Gewürze, Vitamine und/oder Wasser.
Es wird eine Geliermittelkombination auf Basis von Carrageenan,
Xanthaan, Johannisbrotkernmehl und/oderCassia, und/oder Guar verwendet.
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse werden zu einer
Fleischmasse zerkleinert und auf 56° bis 59 °C erhitzt, danach erfolgt
die Zugabe der Trockensubstanzen einschließlich der Geliermittelkombination.
Es erfolgt eine Vermischung von Fleisch, Trockensubstanzen und Geliermittelkombination
während 5 bis 10 Minuten, wobei sich die Trockenstoffe und insbesondere die
Geliermittelkombination auflösen.
Anschließend erfolgt eine Emulsionsbildung mit Zerkleinerung
der Partikel in der Fleischmasse auf kleiner 2 mm unter Verwendung einer geeigneten
Zerkleinerungsvorrichtung, beispielsweise einer sogenannten Urschel-Mühle,
einer Stephanmühle oder eines Karl-Schnell-Durchlaufkutters mit Emulsionskopf.
Bevorzugt wird sogar eine Zerkleinerung auf kleiner 1 mm
vorgenommen.
Die Fleischmasse wird unverzüglich in einen beheizbaren,
vorzugsweise mit Rührwerk ausgestattetem Zwischenbehälter eingefüllt
und auf 56° bis 59° C gehalten, um eine definierte Viskosität der
Fleischmasse zu erhalten, die eine optimale Ausformung in der Schale gewährleistet.
Zur Vermeidung von fehlerhaften Füllungen der Fleischmasse in die Schale ist
es erfindungswesentlich, das gesamte Abfüllsystem vom temperierten Zwischenbehälter
bis hin zu einem Füllkopf zu isolieren bzw. isoliert zu halten.
Die Fleischmasse enthält 70 bis 85 Gew.-% Feuchte.
Parallel mit der Fleischmasse werden die Fleischbrocken
zubereitet. Diese werden aus vorzerkleinertem, gewolftem Fleisch und tierischen
Nebenerzeugnisse in frischer oder gefrorener Form und/oder aus als Fleischmehl hergestellt,
wobei Mineralstoffe, Vitamine, Salz, Zucker, Gewürze, Geliermittelkombination
und/oder pflanzliche Nebenerzeugnisse zugesetzt werden. Erfindungswesentlich ist,
dass die verwendete Geliermittelkombination auf Basis von Carrageen, Johannisbrotkernmehl
und/oder Cassia und oder Guar, in einer Menge von 1,5 - 2,5 % in die Zubereitung
für die Fleischbrocken eingemischt wird.
Die Einzelbestandteile mit den Geliermitteln werden bei
einer Temperatur zwischen -4° bis +5 C vermischt. Es wird eine Feinstzerkleinerung
mittels eines Karl-Schnell-Durchlaufkutters oder einer Stephanmühle vorgenommen.
Die Brocken-Zubereitung wird mit regelbaren Pumpen in einen Zwischenpuffer verbracht.
Die Brocken-Zubereitung wird in einem Dampftunnel zu Strängen
oder zu einem Teppich ausgebreitet.
Eine kontiniuierliche Zufuhr der Fleischmasse zum Dampftunnel
zwecks Formen und Koagulation der Masse bei definierten Einstellungen unter Verwendung
einer Heiz/Heizoder Heiz/Kühl-Kombination zur Erzielung bestimmter Konsistenzen
bei den rekonstruierten Fleischstücken ist sicherzustellen.
Die Stränge bzw. der Teppich werden in Längs-
und in Querrichtung geschnitten, wodurch Fleischbrocken unterschiedlicher Formen
und Längen hergestellt werden.
Die Fleischbrocken haben einen Feuchtegehalt von ca. 55
bis 70 Gew.-%.
Zudem wird parallel zur Zubereitung der Fleischmasse für
die Pasteten-Basisschicht und zur Herstellung der Fleischbrocken eine Flüssigphase
vorbereitet. Diese enthält vorzugsweise Wasser, Mineralstoffe, Gewürze,
Zucker, Vitamine, Xanthan und/oder Guar.
Xanthan und/oder Guar wird im erfindungsgemäßen
Verfahren zugegeben, um ein Nachtropfen der Flüssigphase an der Abfüllstation
und daraus resultierende Verschmutzungen des Siegelrands der Schale zu vermeiden.
Die genannten Einzelkomponenten werden mit Hilfe eines
Umpumpemulgiersystems, wie beispielsweise von der Fa. Koruma hergestellt, oder mittels
eines Ultra-Torrax (Fa. Ystral) vermischt.
Damit sind die Komponenten für die Basisschicht 1,
die obere Schicht 2 und die Fleischbrocken 3 des erfindungsgemäßen Heimtiernahrungsprodukts
10 vorbereitet.
Der Abfüllvorgang wird unter Bezug auf Fig. 3 erläutert:
Mit einer Fördervorrichtung 30 werden offene Schalen
20 herbeigeführt. Geeignet sind Schalen aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff,
als Einzel- oder Verbundmaterial und vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen
für ein Füllgewicht von 100g, 150g, 200g, 250g, 300g, 400g.
An einer ersten Abfüllstation 31 wird die temperierte
Fleischmasse für die Basisschicht 1 in die Schale 20 gefüllt.
Durch die Isolierung der Zuführ- und Abfüllvorrichtungen
gelangt die Fleischmasse mit einheitlicher Viskosität in die Schale 20, wo
sie infolge der Schwerkraft verlaufen und sich somit gleichmäßig über
den gesamten Schalenboden verteilen kann.
Durch die Umgebungstemperatur wird die Fleischmasse von
eine Abfülltemperatur von 56° bis 59°C auf eine Kerntemperatur kleiner
51°C abgekühlt.
An einer zweiten Abfüllstation 32 wird Eiswasser und/oder
eine erste Teilmenge der gekühlten Flüssigphase zugegeben. Die Basisschicht
1 kann damit schneller abkühlen und erstarren, wodurch sie schneller tragfähig
wird.
Entscheidend für diese Geleebildung ist die erfindungsgemäße
Gelierkombination auf Hydrokolloidbasis.
An einer dritten Abfüllstation 33 können dann
Fleischbrocken 3 auf die Basisschicht 1 gegeben werden. Die Fleischbrocken 3 werden
getragen, ohne in die Basisschicht 1 einzusinken.
An der folgenden vierten Abfüllstation 34 wird die
Flüssigphase bzw. eine zweite Teilmenge derselben zugegeben, so dass die Fleischbrocken
3 vollständig bedeckt sind und das angestrebte Füllgewicht des Gesamtinhalts
der Schale 20 erreicht wird.
An einer Siegelstation 35 wird ein Deckel 21 auf die Schale
20 gelegt und mit dieser versiegelt.
Die Durchlaufzeit von der Ankunft der leeren Schale 20
an der Abfüllstation 31 bis zum Aufsiegeln des Deckels 21 beträgt 15 bis
18s. Dadurch wird eine Nachgelierung der Fleischmasse sichergestellt, um das gewünschte
Produktoutfit zu gewährleisten.
Die Stationen 31, 32, 33, 34 können mit mehreren parallelen
Abfülldüsen bzw. -köpfen versehen sein, so dass mehrere Schalen nebeneinander
gleichzeitig befüllt werden können.
Nach dem Verschließen erfolgt vorzugsweise eine Wendung
der Schalen, damit ein glatter, geschlossener Produktspiegel aus klarem, transparenten
Gelee mit sichtbaren, eingelegten, rekonstruierten Fleischstücken definierter
Größe erreicht wird.
Die Abmessungen betragen vorzugsweise:
- Länge : 4-15 mm
- Breite: 6 - 20 mm,
- Höhe: 4 - 20 mm.
Letzter Schritt der Herstellung ist die Sterilisation des
Heimtiernahrungsprodukts 10 in der Schale 20 durch Erhitzen. Diese dient erfindungsgemäß
nicht nur der Abtötung von Keimen, sondern auch der Gelierung der oberen Schicht.
Während der Sterilisation tritt die Hydrokolloidkombination
aus den rekonstruierten Fleischbrocken 3 in die Flüssigphase, und nach abgeschlossenem
Sterilisationsvorgang bildet sich ein klares, festes Gelee. Die erfindungsgemäße
Hydrokolloidkombination in den rekonstruierten Fleischstücken 3 sichert die
Stabilität der Fleischmasse und ergibt eine definierte Brätviskosität
vor der Koagulation im Dampftunnel.
Ein eventueller Einsatz von Cerealien in den rekonstruierten
Fleischstücken würde zu einer Trübung des Gelees führen, wodurch
das gewünschte Produktaussehen nicht mehr sichergestellt wäre.
Die Sterilisation erfolgt vorzugsweise in einem Autoklaven
bei 123° - 129°C und bei einem entsprechendem Gegendruck von 3,0 - 4,2
bar. Die F0-Werte betragen zwischen 10 und 120.
Die Fig. 4a bis 4c zeigen besonders geeignete Schalenformen
für das erfindungsgemäße Verfahren. Neben dem quadratischen Grundtyp
gemäß Fig. 4a sind auch symmetrische (vgl. Fig. 4b) und asymmetrische
Polygone (vgl. Fig. 4c) geeignet.