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Dokumentenidentifikation DE102004042200B4 19.04.2007
Titel Astronomische Schaltuhr mit automatischer Parametrierung
Anmelder Legrand-BTicino GmbH, 59494 Soest, DE
Erfinder Mauz, Erwin, 59505 Bad Sassendorf, DE
Vertreter Backhaus, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 33102 Paderborn
DE-Anmeldedatum 01.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042200
Offenlegungstag 09.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse G04G 15/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G04C 23/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04C 11/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G04G 7/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Schaltuhr mit einem Empfänger, der ein Zeitsignal von einem, sich auf einer Erdumlaufbahn mit großer Bahnneigung bewegenden Flugkörper empfängt und aus dem empfangenen Signal einen internen Zeitgeber periodisch synchronisiert, und die aus dem empfangenen Signal ihre eigene geographische Position auf der Erde, die aktuelle lokale Zeitzone und das aktuelle Datum ermittelt.

Derartige Schaltuhranlagen sind aus der KR 2003-0073002A (mit Übersetzung des KR-Patentamtes) sowie aus der JP 10-159465-A (mit Abstract und Online-Übersetzung des JP-Patentamtes) bekannt. Hierbei wird ein GPS-Empfänger, der die Signale mehrerer Satelliten empfängt und aus diesen die Ortskoordinaten ermittelt, die über einen Datenbus an die Schaltuhr geleitet werden, an einem Gebäude installiert, in dem sich die Schaltuhr befindet.

Weiterhin ist aus der DE 101 51 796 A1 eine Schaltvorrichtung zum Ein- und Ausschalten einer Kraftfahrzeugbeleuchtung bekannt, wobei ein GPS-Empfänger im Fahrzeug angeordnet ist und dessen Empfangsinformationen einer Auswerteeinheit zugeführt wird, in der mittels eines Kennfeldes aus Orts- und Zeitangaben der Sonnenstand ermittelt und aufgrund eines Schaltkriteriums die Leuchten ein- oder ausgeschaltet werden.

Das GPS-System ist aus HILBERG.W.(Hrsg.): Funkuhrtechnik, München [u.a.], Oldenbourg, 1988, S. 235 bis 245, ISBN:3-486-20623-0 bekannt. Dies arbeitet mit sieben Satelliten, die mit einer Inklination von 55° die Erde umkreisen und mit Frequenzen von 1575 MHz und 1227 MHz Orts- und Zeitinformationen aussenden, aus denen, abhängig von der Zahl der jeweils sichtbaren Satelliten, ein Empfängerstandort und eine Ortszeit mit mehr oder weniger großer Genauigkeit bestimmt werden kann. Die benutzten Frequenzen erlauben einen Empfang jedoch nur bei ausreichender Sichtbarkeit des Satelliten und nicht in einem Gebäude einer Installationszentrale.

Weiterhin ist aus der DE 30 19 279 C2 ist eine Funkschaltuhr bekannt, die in Abhängigkeit der Stellung von Gestirnen Schaltungen ausführen kann. Die Uhr benötigt dazu Informationen über die aktuelle amtliche Uhrzeit, das aktuelle Datum und die geographischen Standort-Koordinaten. Die Zeit- und Datumsinformationen erhält die Uhr per Funk über den Empfang des Zeitzeichensenders DCF-77. Die geographischen Koordinaten des Standorts müssen in die Uhr manuell eingegeben werden. Die Uhr errechnet auf Basis dieser Daten beispielsweise die amtliche Zeit des Sonnenauf- oder -untergangs und führt entsprechende Schaltaktionen aus.

Bekannt sind weiterhin so genannte Astroschaltuhren der Fa. Legrand (AstroRex 03720, 03734), die mit dem Sender DCF-77 synchronisiert werden können. Auch bei diesen Uhren müssen mindestens die geographischen Standort-Koordinaten und eventuell zusätzlich Informationen über die aktuelle Zeitzone sowie ggf. Informationen über die Behandlung der Sommerzeitumschaltung manuell durch den Anwender eingegeben werden.

Die Eingabe des Standorts in Form der geographischen Koordinaten, der zugehörigen Zeitzone und des gewünschten Sommerzeitumschaltdatums führt bei den Anwendern dieser Uhren immer wieder zu Problemen, da diese Daten den meisten Menschen nicht geläufig sind. Diesem Problem wird in der Regel dadurch begegnet, dass solchen Uhren bei der Auslieferung eine Weltkarte mit entsprechendem Koordinatengitternetz und Zeitzoneneinteilung zur Groborientierung beigefügt wird. Die geographischen Koordinaten werden in der Regel gerundet mit einer Auflösung von einem Winkelgrad entsprechend dem Koordinatengitternetz der Erde eingegeben, auf die Eingabe von Winkelminuten und Winkelsekunden wird aus Gründen der Vereinfachung verzichtet. Daraus ergibt sich, dass Schaltuhren, deren geographischer Standort durch Längengrad und Breitengrad bestimmt ist und deren Zeitzone gleich ist, in einer Regionalzone mit einer Abweichung vom Längengrad oder Breitengrad von +/– 0,5 Grad gleiche astronomische Schaltzeitpunkte berechnen und damit einen Versatz von bis zu +/– 120 s zur Gestirnsposition aufweisen.

Die Schaltuhr Selekta Top 170 0 002 der Fa. Theben besitzt zusätzlich eine Koordinateneingabe in der Form, dass es dem Anwender neben der reinen Zifferneingabe auch möglich ist, über eine Menüliste manuell ein Land und eine Stadt in dem entsprechenden Land auszuwählen, die dem Standort des Anwenders am nächsten liegt. Die Uhr übernimmt in diesem Fall die für die ausgewählte Stadt im Speicher hinterlegten geographischen Koordinaten. Auch diese indirekte Methode ist nicht ganz befriedigend weil auch diese Parametrierung manuell erfolgen muss, und weil in der Regel aus Speicherplatzgründen nur Großstädte auswählbar sind, und weil für genaue Eingaben außerhalb dieser Städte der Anwender die Koordinaten immer noch wissen und als Ziffern eingeben muss.

In allen geschilderten Fällen sind bei Inbetriebnahme manuelle Eingaben erforderlich, wobei entweder direkt oder indirekt die geographischen Koordinaten, Zeitzonen und Sommerzeitumschaltdaten eingegeben werden.

Schaltuhren werden häufig in Beleuchtungssteuerungen eingesetzt. In regional ausgedehnten Beleuchtungsanlagen besteht häufig der Wunsch, dass die Schaltaktionen nahezu zeitgleich ausgeführt werden. Ein Nachteil von bekannten Schaltuhren besteht darin, dass die verwendeten Quarzoszillatoren Toleranzen aufweisen, die dazu führen, dass verschiedene Uhren innerhalb dergleichen Regionalzone, die beispielsweise zur Steuerung der Außenbeleuchtung eines ausgedehnten Gebäudes benutzt werden, bereits relativ kurze Zeit nach der Inbetriebnahme nicht mehr synchron laufen, was sich dadurch bemerkbar macht, dass ursprünglich gleiche Schaltzeitpunkte langsam auseinanderdriften. Dieser Effekt lässt sich dadurch kompensieren, dass man die Uhrzeit beispielsweise über Zeitzeichensender wie DCF 77 synchronisiert, wobei diese Methode wegen der begrenzten Senderreichweite jedoch nicht für einen weltweiten Einsatz der Uhr tauglich ist.

In der Schrift DE 197 42 100 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aussenden eines Zeitsignals beschrieben, welches den bewohnten Teil der Erde überdeckt. Es arbeitet mit einem Satelliten oder einer Raumstation, der/die periodisch die Erde überfliegt. In dem Zeitsignal sind auch Informationen kodiert, aus denen sich die geografische Position und die lokale Zeit des Empfängers ermitteln lassen. Allerdings ist in der genannten Anmeldung nur eine normale Uhr, vorzugsweise eine Armbanduhr, als Empfänger vorgesehen.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schaltuhr anzugeben, welche aus dem empfangenen Zeitsignal einen internen Zeitgeber periodisch synchronisiert, und die aus dem empfangenen Zeitsignal ihre eigene geographische Position auf der Erde, die aktuelle lokale Zeitzone und das aktuelle Datum ermittelt und bei der jegliche manuelle Eingabe zum Zweck der Parametrierung hinsichtlich der aktuellen lokalen Zeit und der geographischen Position an der Schaltuhr überflüssig ist, und die weltweit in einer Regionalzone einen nahezu synchronen Betrieb von Schaltgliedern über beliebig lange Zeiträume ermöglicht.

Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass die Schaltuhr die Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen bezogen auf den aktuellen Standort und die lokale Zeit berechnet, und in Abhängigkeit von den errechneten Zeitpunkten elektrische Schaltglieder einschaltet und/oder ausschaltet.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Ein Vorteil der erfindungsgemäß ausgeführten astronomischen Schaltuhr besteht darin, dass auf manuelle Prozeduren zur Eingabe der Uhrzeit, des Datums, der Sommerzeitumschaltung, der geographischen Koordinaten und der Zeitzone völlig verzichtet werden kann, weil die Parametrierung der Schaltuhr hinsichtlich dieser Daten vollautomatisch per Funk erfolgt und die Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen und die daraus abgeleiteten Schaltzeiten auf Basis dieser Daten intern errechnet werden. Dadurch werden mehrere potentielle Fehlerquellen bei der Inbetriebnahme einer solchen Schaltuhr vermieden.

Ein weiterer Vorteil der astronomischen Schaltuhr besteht darin, dass sie mehrmals täglich Funkkontakt mit dem Zeitsignalsender hat und somit in Abständen von wenigen Stunden jeweils neu synchronisiert wird, so dass die in der Zwischenzeit auftretenden Zeitabweichungen der Schaltuhr infolge Frequenzabweichung des internen Zeitgebers bei jeder Synchronisation kompensiert werden. Daraus resultiert eine hohe Genauigkeit der Uhrzeit der Schaltuhr auch über lange Zeiträume.

Auch ist vorteilhaft, dass bei einer Änderung der geografischen Position oder lokalen Zeit der Schaltuhr diese Änderung von der Uhr automatisch erkannt wird und die davon abhängigen Gestirnspositionen und Schaltzeiten neu berechnet werden.

Die berechneten Zeitpunkte der Gestirnspositionen entsprechen den Aufgangs-/Kulminations- und Untergangspositionen und beliebigen Zwischenpositionen der Gestirne. Solche Gestirnspositionen sind beispielsweise der Sonnenauf- oder -untergang oder auch die Position des Mondes. Sie werden die für die Berechnung der Schaltzeitpunkte genutzt. Der Sonnenuntergang ist für ausgedehnte Beleuchtungsanlagen wichtig, damit alle Lampen in etwa gleichzeitig eingeschaltet werden. Dämmerungsschalter sind zu ungenau und werden durch das Wetter beeinflusst.

Eine Tabelle mit Regionalzonen ist vorteilhafterweise in der Schaltuhr hinterlegt. Solche Regionalzonen können etwa Gebiete von 0,5 Längen- und 0,5 Breitengraden sein oder rechteckige Gebiete, die sich dem Verlauf der Zeitzonengrenzen annähern. Damit wird die Regionalzone, d.h. das Gebiet, in dem alle darin befindlichen Schaltuhren für eine bestimmte Position eines Gestirns den gleichen Zeitpunkt errechnen, kleiner als bei den herkömmlichen astronomischen Schaltuhren. Durch die Synchronisation der Schaltuhren mit den ausgestrahlten Zeitsignalen und durch die genauen Berechnungsformeln für die Gestirnspositionen wird erreicht, dass die Schaltzeitpunkte verschiedener Schaltuhren innerhalb einer Regionalzone nicht mehr als +/– 0,5 s voneinander abweichen.

Es ist nun in vielen Fällen günstig, nicht den Zeitpunkt der Gestirnsposition als Schaltzeitpunkt zu wählen, sondern eine feste Differenz dazu. So spart es Strom, eine Beleuchtungsanlage erst 20 Minuten nach Sonnenuntergang einzuschalten, da vorher noch genügend Licht aus der Dämmerung vorhanden ist.

In einer anderen Ausführungsform ist es vorteilhaft, die Differenz des Schaltzeitpunktes zu dem Zeitpunkt der Gestirnsposition einstellbar zu machen.

Die Schaltuhr wird noch flexibler einsetzbar, wenn weitere Schaltzeitpunkte mit einem festen Bezug zur lokalen Zeit und zum Wochentag unter Hilfe von Bedienelementen programmierbar sind. So kann etwa eine Beleuchtungsanlage jeweils wochentags nachts um 2:00 Uhr ausgeschaltet werden und am Sonntag bis zum Sonnenaufgang eingeschaltet sein.

Die genannten Bedienelemente sind rein optional. Es kann auch völlig auf Eingabeelemete, wie z.B. Tasten, und Anzeigeelemente, wie z.B. Flüssigkristallanzeigen, verzichtet werden. So lassen sich niedrige Herstellkosten des Produkts realisieren. Ebenso reduziert sich der Erklärungsbedarf des Produkts, z.B. der Umfang der Bedienungsanleitung erheblich.

Ausführungsformen der Erfindung sind in den Figuren beispielhaft beschrieben.

1 zeigt ein Blockschaltbild einer Schaltuhr

2a, b, c zeigt eine einfache Einstellung mit Sonnenauf- und -untergangszeiten

3a, b zeigt eine Parametrierung mit Tasten und Anzeige

1 zeigt das Blockschaltbild einer astronomische Schaltuhr 1 in einfachster Ausführung, welche in einem Gehäuse untergebracht ist und weder Anzeigeelemente noch Bedienelemente besitzt, sondern lediglich Eingangsklemmen 2 zum Anschluss an das Versorgungsnetz 3 sowie Ausgangsklemmen 4 zum Anschluss einer elektrischen Last 5, und ggf. Anschlussklemmen 6 für den Anschluss einer externen Empfangsantenne. Das Netzteil 7 wandelt die Netzspannung in eine niedrige Gleichspannung 8 mit dem Bezugspunkt 9 und versorgt die elektronischen Komponenten sowie das Schaltglied. Zur Überbrückung von Zeiträumen, in denen die Schaltuhr nicht an das Versorgungsnetz angeschlossen ist, oder das Versorgungsnetz ausfällt, ist die Schaltuhr mit einer internen Stromquelle 10 ausgerüstet. Aus dem durch die integrierte Empfangsantenne 11 aufgenommen Signal des Zeitzeichensenders wird durch den Empfänger 12 die Information über die lokale Zeit und den geographischen Standort dekodiert und ausgewertet. Das Berechnungs- und Steuerungsmodul 13 berechnet auf Basis dieser Auswertung beispielsweise die Auf-/Untergangszeiten eines Gestirns – z.B. der Sonne – und schaltet bei Gleichheit der errechneten Zeiten mit der aktuellen lokalen Zeit ein Schaltglied 14 und damit eine Last 5 entweder ein oder aus. Optional kann eine feste Schaltzeitverschiebung im Berechnungs- und Steuerungsmodul gespeichert sein, die dazu führt, dass die Schaltungen beispielsweise immer mit einer zeitlichen Differenz von z.B. 30 Minuten nach den errechneten Sonnenuntergang und 30 Minuten vor dem errechneten Sonnenaufgang-, ausgeführt werden. Empfangsteil und Berechnungs- und Steuerungsmodul können wahlweise entweder elektronisch separat ausgeführt sein, oder auf einem gemeinsamen Mikrocontroller zusammengefasst sein. Der Schaltzustand des Schaltrelais kann z.B. mittels einer LED signalisiert werden.

Mit der in 1 dargestellten Anordnung ist eine astronomische Schaltuhr realisiert, die beispielsweise bei Sonnenuntergang eine Beleuchtung einschaltet und bei Sonnenaufgang wieder ausschaltet, ggf. unter Einbeziehung einer festen Schaltzeitverschiebung. Der besondere Vorteil dieser Anordnung besteht darin dass der Anwender lediglich die Installation, d.h. die äußere Beschaltung des Gerätes durchzuführen hat. Es sind keine weiteren manuellen Dateneingaben nötig. Das Gerät parametriert sich selbständig und nimmt nach der Installation den automatischen Schaltbetrieb auf.

In den 2a, 2b, 2c ist die individuelle Einstellbarkeit der Schaltzeitverschiebung vorgesehen. Dadurch wird eine Anpassung der Schaltzeitpunkte an das individuelle Dämmerungsempfinden möglich.

Als Einstellelemente können alle üblichen Lösungen wie z.B. Tasten, Potentiometer, Dreh-/Schiebeschalter etc. eingesetzt werden. Die Einstellung kann sowohl stufenlos – z.B. 0 min bis +/– 90 min –, als auch in festen Zeitstufen – z.B. 0 min, 15 min, 30 min, 45 min ... vorgesehen sein.

In den 2a, 2b, 2c wurde vereinfachend die äußere Beschaltung nicht dargestellt, sondern lediglich die frontseitigen Bedienelemente.

2a zeigt eine Variante, in der ein einziges Bedienelement für die Einstellung der Schaltzeitverschiebung als Schieberastschalter 15 ausgeführt ist. Die Schaltzeitverschiebung lässt sich in dieser Variante nur in festen Stufen z.B. 0 min, 15 min, 30 min, .., auswählen, und wird durch das Berechnungs- und Steuerungsmodul vorzugsweise zum errechneten Sonnen-Untergangszeitpunkt addiert und vom errechneten Sonnen-Aufgangszeitpunkt subtrahiert.

2b zeigt eine Variante, die vereinfachend nur ein einziges drehbares Bedienelement 16 mit einer Einstellmöglichkeit von z.B. 0 Minuten bis 90 Minuten aufweist, wobei die Schaltzeitverschiebung durch das Berechnungs- und Steuerungsmodul vorzugsweise zum errechneten Sonnen-Untergangszeitpunkt addiert und vom errechneten Sonnen-Aufgangszeitpunkt subtrahiert wird.

2c zeigt eine Variante der astronomischen Schaltuhr, bei denen die Schaltpunktverschiebungen z.B. 0 bis +/– 90 Minuten separat über zwei getrennte drehbare Bedienelemente für den Sonnen-Untergangszeitpunkt 17 und den Sonnen-Aufgangszeitpunkt 18 einstellbar sind.

In den 3a, 3b ist die automatische Parametrierung der Schaltuhr mit einer zusätzlichen Möglichkeit der Programmierung durch den Anwender dargestellt. Über Eingabeelemente z.B. Tasten und ein Anzeigeelement z.B. Flüssigkristallanzeige ist es möglich das Berechnungs- und Steuerungsmodul so zu programmieren, dass abgesehen von den automatisch berechneten Schaltzeiten, welche bestimmten Gestirnspositionen entsprechen, weitere vom Anwender bestimmbare Einschaltzeiten und Ausschaltzeiten mit einem festen Bezug zur lokalen Zeit gespeichert werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit die automatisch berechneten gestirnsbezogenen Schaltzeiten an wählbaren Wochentagen zu deaktivieren. Darüber hinaus lassen sich übliche Schaltuhrfunktionen wie z.B. Dauer Ein, Dauer Aus, Automatikbetrieb, Ferienprogramm etc. extern einstellen. Der Anwender einer solchen Schaltuhr braucht nur noch diejenigen Eingaben vorzunehmen, die sich auf das anwenderspezifische Schaltprogramm beziehen, er ist aber frei von der eigentlichen Parametrierung der Schaltuhr bezüglich der lokalen Uhrzeit, des Sommerzeitumschaltdatums, der geographische Koordinaten des Standorts und der Zeitzone.

Die 3a zeigt beispielhaft die Bedienelemente und das Anzeigeelement einer derartigen astronomischen Schaltuhr. Das Anzeigeelement 19 ist vorzugsweise in Form einer Flüssigkristall-Matrix Anzeige ausgeführt. Die Darstellungen im Anzeigeelement sind beispielhaft für eine standardmäßige Betriebsanzeige gewählt. Es sind z.B. die errechnete Untergangszeit 24 und die errechnete Aufgangszeit 25 der Sonne mit entsprechend zugeordneten Symbolen 26 dargestellt. Weiterhin sind die tatsächliche Einschaltzeit 27 und die tatsächliche Ausschaltzeit 28 also unter Berücksichtigung der Schaltzeitverschiebungen dargestellt. Ebenfalls dargestellt sind der Wochentag 29, das Datum 30 und die aktuelle Zeit 31.

Die Programmierung erfolgt vorzugsweise über ein Textauswahlmenü, wobei die Sprache vorzugsweise durch den Anwender wählbar ist.

Über die Menütaste 20 wird ausgehend von der standardmäßigen Betriebsanzeige das Auswahlmenü aufgerufen und auch wieder geschlossen. Mit den Tasten Plus 21 und Minus 22 bewegt man sich innerhalb des Menüs von Auswahlpunkt zu Auswahlpunkt vorwärts bzw. rückwärts. Die Taste OK 23 bestätigt einen ausgewählten Menüpunkt und leitet über zur nächsten Untermenüanzeige oder ggf. zur direkten Werteingabe. Eingabewerte – z.B. eine Schaltzeitverschiebung – werden direkt mittels der Plus-/Minustasten geändert, indem die entsprechenden Ziffern in der Anzeige inkrementiert bzw. dekrementiert werden, und anschließend mittels der Ok-Taste gespeichert werden.

3b zeigt beispielhaft den aufgerufenen Menüpunkt „Schaltzeit" 32 mit dem ebenfalls ausgewählten Untermenüpunkt „Sonnenuptergang" 33 und der Eingabezeile für die beispielhaft eingegebene Schaltzeitverschiebung „+ 30 MIN" 34.

1
Astronomische Schaltuhr
2
Eingangsklemmen zum Anschluss an das Versorgungsnetz
3
Versorgungsnetz
4
Ausgangsklemmen zum Anschluss einer elektrischen Last
5
Elektrische Last
6
Anschlussklemmen zum Anschluss einer externen Empfangsantenne
7
Netzteil
8
Gleichspannung +
9
Gleichspannung Bezugspotential
10
Interne Stromquelle
11
Integrierte Empfangsantenne
12
Empfangsteil
13
Berechnungs- und Steuerungsmodul mit Zeitgeber
14
Schaltglied
15
Bedienelement Schieberastschalter
16
Bedienelement drehbar
17
Bedienelement für Schaltzeitverschiebung Sonnenuntergang
18
Bedienelement für Schaltzeitverschiebung Sonnenaufgang
19
Anzeigeelement
20
Taste Menü
21
Taste Plus
22
Taste Minus
23
Taste Ok
24
Errechnete Sonnenuntergangszeit
25
Errechnete Sonnenaufgangszeit
26
Symbole Sonnenaufgang/Sonnenuntergang
27
Tatsächliche Einschaltzeit
28
Tatsächliche Ausschaltzeit
29
Wochentag
30
Datum
31
Aktuelle Uhrzeit
32
Menupunkt „Schaltzeit"
33
Untermenüpunkt „Sonnenuntergang"
34
Eingabezeile für Schaltzeitverschiebung


Anspruch[de]
Schaltuhr (1) mit einem Empfänger, der ein Zeitsignal von einem, sich auf einer Erdumlaufbahn mit großer Bahnneigung bewegenden Flugkörper empfängt und aus dem empfangenen Signal einen internen Zeitgeber (13) periodisch synchronisiert, und die aus dem empfangenen Signal ihre eigene geographische Position auf der Erde, die aktuelle lokale Zeitzone und das aktuelle Datum ermittelt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltuhr (1) die Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen bezogen auf den aktuellen Standort und die lokale Zeit berechnet, und in Abhängigkeit von den errechneten Zeitpunkten elektrische Schaltglieder (4) einschaltet und/oder ausschaltet und wobei in der Schaltuhr Regionalzonen hinterlegt sind, und alle in einer Regionalzone befindlichen Schaltuhren synchron schalten. Schaltuhr nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen und davon abhängige Schaltzeiten mindestens einmal täglich neu berechnet werden. Schaltuhr nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen und davon abhängige Schaltzeiten neu berechnet werden, sobald eine signifikante Änderung der geographischen Position der Schaltuhr bzw. der lokalen Zeit erkannt wird. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die berechneten Zeitpunkte der Gestirnspositionen den Aufgangs-/Kulminations- und Untergangspositionen und beliebigen Zwischenpositionen der Gestirne entsprechen. Schaltuhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die berechneten Zeitpunkte der Gestirnspositionen und die daraus abgeleiteten Schaltzeitpunkte verschiedener Schaltuhren innerhalb einer Regionalzone untereinander maximal +/– 0,5 s voneinander abweichen. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltzeitpunkte eine feste zeitliche Differenz zu den errechneten Zeitpunkten der Gestirnspositionen aufweisen. Schaltuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltzeitpunkte eine einstellbare zeitliche Differenz zu den errechneten Zeitpunkten der Gestirnspositionen aufweisen. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, weitere Schaltzeitpunkte mit einem festen Bezug zur lokalen Zeit und zum Wochentag mittels Bedienelemente programmierbar sind. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltvorgänge, die sich auf berechnete Zeitpunkte bestimmter Gestirnspositionen beziehen, separat für jeden Wochentag aktivierbar bzw. deaktivierbar sind. Schaltuhr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltuhr lediglich Anschlüsse zur Stromversorgung (2) und für Schaltglieder (4) zum Schalten elektrischer Lasten (5) aufweist, jedoch keine Bedienelemente.






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