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Dokumentenidentifikation DE102005048126A1 26.04.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Sortieren von Vorformlingen
Anmelder SIG Technology Ltd., Neuhausen am Rheinfall, CH
Erfinder Linke, Michael, 22926 Ahrensburg, DE;
Lewin, Frank, 22889 Tangstedt, DE;
Baumgarte, Rolf, 22926 Ahrensburg, DE;
Litzenberg, Michael, 21502 Geesthacht, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Anmeldedatum 06.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005048126
Offenlegungstag 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B29C 49/42(2006.01)A, F, I, 20051006, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B07C 5/00(2006.01)A, L, I, 20051006, B, H, DE   
Zusammenfassung Das Verfahren und die Vorrichtung dienen zum Sortieren von Vorformlingen, die einer Einrichtung zur Blasformung von Behältern zugeführt werden. Im Bereich der Einrichtung zur Blasformung von Behältern werden die Vorformlinge nach einer thermischen Konditionierung innerhalb mindestens einer Blasform von einer Reckstange gereckt und durch Blasdruckeinwirkung in Behälter umgeformt. Eine Sortierung der Vorformlinge erfolgt unter Verwendung eines drehbeweglichen Rotors sowie ortsfest angeordneter Führungsschienen. Entlang eines Außenumfanges des Rotors wird eine Vereinzelung der Vorformlinge durchgeführt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sortieren von Vorformlingen, die einer Einrichtung zur Blasformung von Behältern zugeführt werden, in der die Vorformlinge nach einer thermischen Konditionierung innerhalb mindestens einer Blasform von einer Reckstange gereckt und durch Blasdruckeinwirkung in Behälter umgeformt werden.

Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung zum Sortieren von Vorformlingen, die einer Einrichtung zur Blasformung von Behältern zugeführt werden.

Bei einer Behälterformung durch Blasdruckeinwirkung werden Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material, beispielsweise Vorformlinge aus PET (Polyethylenterephthalat), innerhalb einer Blasmaschine unterschiedlichen Bearbeitungsstationen zugeführt. Typischerweise weist eine derartige Blasmaschine eine Heizeinrichtung sowie eine Blaseinrichtung auf, in deren Bereich der zuvor temperierte Vorformling durch biaxiale Orientierung zu einem Behälter expandiert wird. Die Expansion erfolgt mit Hilfe von Druckluft, die in den zu expandierenden Vorformling eingeleitet wird. Der verfahrenstechnische Ablauf bei einer derartigen Expansion des Vorformlings wird in der DE-OS 43 40 291 erläutert.

Der grundsätzliche Aufbau einer Blasstation zur Behälterformung wird in der DE-OS 42 12 583 beschrieben. Möglichkeiten zur Temperierung der Vorformlinge werden in der DE-OS 23 52 926 erläutert.

Innerhalb der Vorrichtung zur Blasformung können die Vorfozmlinge sowie die geblasenen Behälter mit Hilfe unterschiedlicher Handhabungseinrichtungen transportiert werden. Bewährt hat sich insbesondere die Verwendung von Transportdornen, auf die die Vorformlinge aufgesteckt werden. Die Vorformlinge können aber auch mit anderen Trageinrichtungen gehandhabt werden. Die Verwendung von Greifzangen zur Handhabung von Vorformlingen und die Verwendung von Spreizdornen, die zur Halterung in einen Mündungsbereich des Vorformlings einführbar sind, gehören ebenfalls zu den verfügbaren Konstruktionen.

Eine Handhabung von Behältern unter Verwendung von Übergaberädern wird beispielsweise in der DE-OS 199 06 438 bei einer Anordnung des Übergaberades zwischen einem Blasrad und einer Ausgabestrecke beschrieben.

Die bereits erläuterte Handhabung der Vorformlinge erfolgt zum einen bei den sogenannten Zweistufenverfahren, bei denen die Vorformlinge zunächst in einem Spritzgußverfahren hergestellt, anschließend zwischengelagert und erst später hinsichtlich ihrer Temperatur konditioniert und zu einem Behälter aufgeblasen werden. Zum anderen erfolgt eine Anwendung bei den sogenannten Einstufenverfahren, bei denen die Vorformlinge unmittelbar nach ihrer spritzgußtechnischen Herstellung und einer ausreichenden Verfestigung geeignet temperiert und anschließend aufgeblasen werden.

Im Hinblick auf die verwendeten Blasstationen sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt. Bei Blasstationen, die auf rotierenden Transporträdern angeordnet sind, ist eine buchartige Aufklappbarkeit der Formträger häufig anzutreffen. Es ist aber auch möglich, relativ zueinander verschiebliche oder andersartig geführte Formträger einzusetzen. Bei ortsfesten Blasstationen, die insbesondere dafür geeignet sind, mehrere Kavitäten zur Behälterformung aufzunehmen, werden typischerweise parallel zueinander angeordnete Platten als Formträger verwendet.

Die Vorformlinge werden der Blasmaschine typischerweise über Förderschienen zugeführt, entlang derer die Vorformlinge in einer räumlichen Orientierung mit ihren Mündungsbereichen nach oben gerichtet entlanggleiten. Eine Führung der Vorformlinge sowie eine Abstützung der Vorformlinge erfolgt typischerweise unter Verwendung von Stützringen, die unterhalb eines Gewindes der Vorformlinge angeordnet sind.

Entlang der Zuführschienen gleiten die Vorformlinge aufgrund der Einwirkung der herrschenden Schwerkraft. Um bei Blasmaschinen mit einer hohen Produktionskapazität eine zuverlässige Zuführung der Vorformlinge zu gewährleisten, werden relativ lange Zuführschienen verwendet, um trotz der bei einer Bewegung der Vorformlinge entlang der Führungsschienen auftretenden Reibungskräfte einen ausreichenden Staudruck der Vorformlinge im Eingangsbereich zur Blasmaschine zu erreichen. Die erforderliche Länge der Zuführschiene führt zu erheblichen Bauhöhen, die es erforderlich machen, zur Versorgung der Zuführschienen verwendete Steilförderer entweder ebenfalls mit einer großen Höhendimensionierung zu versehen, oder diese auf speziellen Gestellen anzuordnen.

Typischerweise ist den Zuführschienen ein Sortierer für die Vorformlinge vorgeschaltet. Der Sortierer dient dazu, die ungeordnet einem Vorrat entnommenen Vorformlinge mit einer gleichen räumlichen Orientierung zu versehen und typischerweise mit den Mündungen nach oben orientiert den Zuführschienen zuzuleiten. Als Sortiereinrichtungen sind zum einen sogenannte Rotary-Sorter bekannt, die aus einer rotierenden Scheibe bestehen und bei denen die Ausrichtung der Vorformlinge unter Ausnutzung von Zentrifugalkräften erfolgt.

Für hohe Sortierleistungen je Zeiteinheit werden sogenannte Rollensortierer verwendet, die relativ zueinander parallel angeordnete Rollen besitzen, die gegenläufig rotieren und schräg zur Horizontalen angeordnet sind. Die Verwendung der Rollensortierer führt aufgrund der erforderlichen Gefällestrecke zu einer großen Bauhöhe der gesamten Vorformlingszuführung, die in einem Bereich bis zu sechs Metern liegt und durch die eine relativ große Gesamtaufbaufläche beansprucht wird.

Bei allen bekannten Sortiereinrichtungen ist es erforderlich, im Anschluß an die Sortierung eine Vereinzelung der Vorformlinge durchzuführen, um einen Abstand der Vorformlinge vorzugeben, der dem Abstand der Vorformlinge im Bereich einer Heizstrecke entspricht. Typischerweise sind somit zwischen der Sortiereinrichtung und der Heizstrecke eine Zuführschiene, eine Vereinzelungseinrichtung sowie eine Übergabeeinrichtung verwendet, die die Vorformlinge in die Heizstrecke eingibt. Die Kombination der diversen Funktionskomponenten führt insbesondere bei hohen Sortier- und Förderleistungen zu einem entsprechend großen erforderlichen Bauraum und einer Störungsanfälligkeit.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der einleitend genannten Art derart zu verbessern, daß eine Sortierung und Zuführung der Vorformlinge zur Blasmaschine auch bei großen Fördermengen unter Vermeidung großer Vorrichtungsabmessungen erfolgen kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorformlinge zur Sortierung einem drehbeweglichen Rotor zugeführt werden, der die Vorformlinge durch Einwirkung der Zentrifugalkraft entlang einer ortsfesten Führungsschiene positioniert und daß im Bereich eines Außenumfanges des Rotors eine Vereinzelung der Vorformlinge durchgeführt wird.

Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß bei geringen Vorrichtungsabmessungen eine hohe Funktionalität gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß benachbart zu einem drehbeweglichen Rotor zur Sortierung der Vorformlinge mindestens eine ortsfeste Führungsschiene angeordnet ist und daß im Bereich eines Außenumfanges des Rotors eine Vereinzelungseinrichtung zur Abstandsvorgabe für die Vorformlinge angeordnet ist.

Durch die Kombination des drehbeweglichen Rotors, der ortsfesten Führungsschiene sowie der Vereinzelung der Vorformlinge im Bereich des Außenumfanges des Rotors ist es möglich, eine äußerst kompakte Vorrichtung und eine einfache Verfahrensdurchführung zu ermöglichen, bei der die Anzahl der verwendeten Bauelemente minimiert wird. Bei gegenüber dem Stand der Technik wesentlich gesteigerter Sortierleistung und deutlich verringerter Störungsanfälligkeit läßt sich somit auch ein geringerer Vorrichtungspreis erreichen und die für einen Betrieb der gesamten Einrichtung benötigte Aufstellfläche sowie das Aufstellvolumen werden minimiert.

Eine kompakte und zugleich zuverlässige Verfahrensdurchführung wird dadurch unterstützt, daß die Vorformlinge entlang einer in lotrechter Richtung oberhalb des Rotors ortsfest installierten Führungsschiene angeordnet werden.

Eine mit ihren Längsachsen stabil in einer radialen Richtung des Rotors orientierte Anordnung der Vorformlinge wird dadurch unterstützt, daß die Vorformlinge zwischen einem Außenumfang des Rotors und der Führungsschiene abgestützt werden.

Eine Erhöhung der Sortierleistung durch eine Ausführung des Sortiervorganges in zwei Schritten kann dadurch erreicht werden, daß die Vorformlinge örtlich zwischen dem Mittelpunkt des Rotors und einer zweiten Führungsschiene von einer ersten Führungsschiene vorsortiert werden.

Ein definierter Sortierweg für die Vorformlinge wird dadurch bereitgestellt, daß die Vorformlinge aus einem von der ersten Führungsschiene begrenzten Zentralbereich des Rotors von einem Durchlaß in einen von der zweiten Führungsschiene begrenzten Sortierbereich übergeleitet werden.

Eine örtlich konstante Ausgabe der sortierten Vorformlinge aus der Sortiereinrichtung wird dadurch erreicht, daß die Vorformlinge von der zweiten Führungsschiene bis zum Erreichen eines Ausgabebereiches positioniert werden.

Eine Handhabung der sortierten Vorformlinge wird dadurch unterstützt, daß die Vorformlinge entlang eines Teilbereiches des Außenumfanges des Rotors von einer Auflageschiene abgestützt werden.

Eine nochmalige Steigerung der Sortierleistung läßt sich dadurch erreichen, daß die Vorformlinge im Bereich des Rotors von einer sich wenigstens abschnittsweise spiralartig erstreckenden Führungsschiene geführt werden.

Eine Beibehaltung eines Abstandes der relativ zueinander vereinzelten Vorformlinge wird dadurch erreicht, daß die Vorformlinge entlang des Außenumfanges des Rotors von Führungstaschen beabstandet werden.

Eine weiter gesteigerte Kompaktheit der Gesamtanordnung wird dadurch erreicht, daß die Vorformlinge von einem Vorratsbehälter in lotrechter Richtung oberhalb der Sortiereinrichtung bevorratet werden.

Ebenfalls trägt es zu einer sehr kompakten Gestaltung der Vorrichtung bei, daß die Vorformlinge entlang einer ringartigen Vereinzelungseinrichtung vereinzelt werden.

Eine Entkopplung der Sortierfunktion und der Vereinzelungsfunktion laßt sich dadurch erreichen, daß die Vereinzelungseinrichtung und der Rotor mit relativ zueinander unterschiedlichen Drehzahlen rotieren.

Eine Zwangssynchronisierung der Vereinzelung zu einem Betrieb der Blasmaschine wird dadurch erreicht, daß die Vereinzelungseinrichtung mit einem Antrieb der Blasmaschine gekoppelt wird.

Ein besonders kompakter Aufbau unter Verwendung weniger Funktionskomponenten läßt sich dadurch erreichen, daß die Vereinzelungseinrichtung direkt mit der Heizstrecke gekoppelt wird.

Zur Erreichung eines kompakten Aufbaues ist insbesondere vorgesehen, daß die Vorformlinge direkt entlang des Außenumfanges des Rotors vereinzelt werden.

Eine weitere Verringerung des erforderlichen Bauvolumens kann dadurch erfolgen, daß die Vorformlinge entlang eines Teilbereiches des Außenumfanges des Rotors vereinzelt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante ist es auch möglich, daß die Vorformlinge benachbart zum Rotor vereinzelt werden.

In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:

1 Eine perspektivische Darstellung einer Blasstation zur Herstellung von Behältern aus Vorformlingen,

2 einen Längsschnitt durch eine Blasform, in der ein Vorformling gereckt und expandiert wird,

3 eine Skizze zur Veranschaulichung eines grundsätzlichen Aufbaus einer Vorrichtung zur Blasformung von Behältern,

4 eine modifizierte Heizstrecke mit vergrößerter Heizkapazität,

5 eine Seitenansicht einer mit einer Blasmaschine verbundenen Vorrichtung zum Transport von Vorformlingen, bei der die Vorformlinge zwischen der Sortiereinrichtung und der Blasmaschine entlang einer Leiteinrichtung im wesentlichen horizontal transportiert werden,

6 eine perspektivische Draufsicht auf eine Sortiereinrichtung für Vorformlinge, die eine Rotationsscheibe sowie unbeweglich angeordnete Führungsschienen aufweist,

7 eine Darstellung einer zu 6 ähnlichen Sortiereinrichtung mit zusätzlicher Führungsschiene entlang eines Außenumfanges der Rotationsscheibe,

8 eine gegenüber 7 abgewandelte Ausführungsform mit zusätzlichen Führungstaschen für die Vorformlinge im Bereich eines Außenumfanges der Rotationsscheibe,

9 eine gegenüber 7 abgewandelte Ausführungsform mit spiralförmig angeordneten feststehenden Führungsschienen,

10 eine Abwandlung zur Ausführungsform gemäß 9 mit zusätzlichen Führungstaschen für die Vorformlinge am Außenumfang der Rotationsscheibe,

11 eine zu 8 abgewandelte Ausführungsform mit konzentrisch zum Rotor angeordneter Vereinzelungseinrichtung,

12 eine zu 9 abgewandelte Ausführungsform mit konzentrisch zum Rotor angeordneter Vereinzelungseinrichtung und

13 eine zu 10 abgewandelte Ausführungsform mit konzentrisch zum Rotor angeordneter Vereinzelungseinrichtung.

Die Vorrichtung zum Transport sowie zum Sortieren von Vorformlingen (1) führt die Vorformlinge (1) einer Blasmaschine zu, die als eine Vorrichtung zur Umformung von Vorformlingen (1) in Behälter (2) ausgebildet ist und deren prinzipieller Aufbau in 1 und in 2 veranschaulicht ist.

Die Vorrichtung zur Formung des Behälters (2) besteht im wesentlichen aus einer Blasstation (3), die mit einer Blasform (4) versehen ist, in die ein Vorformling (1) einsetzbar ist. Der Vorformling (1) kann ein spritzgegossenes Teil aus Polyethylenterephthalat sein. Zur Ermöglichung eines Einsetzens des Vorformlings (1) in die Blasform (4) und zur Ermöglichung eines Herausnehmens des fertigen Behälters (2) besteht die Blasform (4) aus Formhälften (5, 6) und einem Bodenteil (7), das von einer Hubvorrichtung (8) positionierbar ist. Der Vorformling (1) kann im Bereich der Blasstation (3) von einem Transportdorn (9) gehalten sein, der gemeinsam mit dem Vorformling (1) eine Mehrzahl von Behandlungsstationen innerhalb der Vorrichtung durchläuft. Es ist aber auch möglich, den Vorformling (1) beispielsweise über Zangen oder andere Handhabungsmittel direkt in die Blasform (4) einzusetzen.

Zur Ermöglichung einer Druckluftzuleitung ist unterhalb des Transportdornes (9) ein Anschlußkolben (10) angeordnet, der dem Vorformling (1) Druckluft zuführt und gleichzeitig eine Abdichtung relativ zum Transportdorn (9) vornimmt. Bei einer abgewandelten Konstruktion ist es grundsätzlich aber auch denkbar, feste Druckluftzuleitungen zu verwenden.

Eine Reckung des Vorformlings (1) erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Reckstange (11), die von einem Zylinder (12) positioniert wird. Gemäß einer anderen Ausführungsform wird eine mechanische Positionierung der Reckstange (11) über Kurvensegmente durchgeführt, die von Abgriffrollen beaufschlagt sind. Die Verwendung von Kurvensegmenten ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn eine Mehrzahl von Blasstationen (3) auf einem rotierenden Blasrad angeordnet sind

Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform ist das Recksystem derart ausgebildet, daß eine Tandem-Anordnung von zwei Zylindern (12) bereitgestellt ist. von einem Primärzylinder (13) wird die Reckstange (11) zunächst vor Beginn des eigentlichen Reckvorganges bis in den Bereich eines Bodens (14) des Vorformlings (1) gefahren. während des eigentlichen Reckvorganges wird der Primärzylinder (13) mit ausgefahrener Reckstange gemeinsam mit einem den Primärzylinder (13) tragenden Schlitten (15) von einem Sekundärzylinder (16) oder über eine Kurvensteuerung positioniert. Insbesondere ist daran gedacht, den Sekundärzylinder (16) derart kurvengesteuert einzusetzen, daß von einer Führungsrolle (17), die während der Durch-führung des Reckvorganges an einer Kurvenbahn entlang gleitet, eine aktuelle Reckposition vorgegeben wird. Die Führungsrolle (17) wird vom Sekundärzylinder (16) gegen die Führungsbahn gedrückt. Der Schlitten (15) gleitet entlang von zwei Führungselementen (18).

Nach einem Schließen der im Bereich von Trägern (19, 20) angeordneten Formhälften (5, 6) erfolgt eine Verriegelung der Träger (19, 20) relativ zueinander mit Hilfe einer Verriegelungseinrichtung (40).

Zur Anpassung an unterschiedliche Formen eines Mündungsabschnittes (21) des Vorformlings (1) ist gemäß 2 die Verwendung separater Gewindeeinsätze (22) im Bereich der Blasform (4) vorgesehen.

2 zeigt zusätzlich zum geblasenen Behälter (2) auch gestrichelt eingezeichnet den Vorformling (1) und schematisch eine sich entwickelnde Behälterblase (23).

3 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Blasmaschine, die mit einer Heizstrecke (24) sowie einem rotierenden Blasrad (25) versehen ist. Ausgehend von einer Vorformlingseingabe (26) werden die Vorformlinge (1) von Übergaberädern (27, 28, 29) in den Bereich der Heizstrecke (24) transportiert. Entlang der Heizstrecke (24) sind Heizstrahler (30) sowie Gebläse (31) angeordnet, um die Vorformlinge (1) zu temperieren. Nach einer ausreichenden Temperierung der Vorformlinge (1) werden diese an das Blasrad (25) übergeben, in dessen Bereich die Blasstationen (3) angeordnet sind. Die fertig geblasenen Behälter (2) werden von weiteren Übergaberädern einer Ausgabestrecke (32) zugeführt.

Um einen Vorformling (1) derart in einen Behälter (2) umformen zu können, daß der Behälter (2) Materialeigenschaften aufweist, die eine lange Verwendungsfähigkeit von innerhalb des Behälters (2) abgefüllten Lebensmitteln, insbesondere von Getränken, gewährleisten, müssen spezielle Verfahrensschritte bei der Beheizung und Orientierung der Vorformlinge (1) eingehalten werden. Darüber hinaus können vorteilhafte Wirkungen durch Einhaltung spezieller Dimensionierungsvorschriften erzielt werden.

Als thermoplastisches Material können unterschiedliche Kunststoffe verwendet werden. Einsatzfähig sind beispielsweise PET, PEN oder PP.

Die Expansion des Vorformlings (1) während des Orientierungsvorganges erfolgt durch Druckluftzuführung. Die Druckluftzuführung ist in eine Vorblasphase, in der Gas, zum Beispiel Preßluft, mit einem niedrigen Druckniveau zugeführt wird und in eine sich anschließende Hauptblasphase unterteilt, in der Gas mit einem höheren Druckniveau zugeführt wird. Während der Vorblasphase wird typischerweise Druckluft mit einem Druck im Intervall von 10 bar bis 25 bar verwendet und während der Hauptblasphase wird Druckluft mit einem Druck im Intervall von 25 bar bis 40 bar zugeführt.

Aus 3 ist ebenfalls erkennbar, daß bei der dargestellten Ausführungsform die Heizstrecke (24) aus einer Vielzahl umlaufender Transportelemente (33) ausgebildet ist, die kettenartig aneinandergereiht und entlang von Umlenkrädern (34) geführt sind. Insbesondere ist daran gedacht, durch die kettenartige Anordnung eine im wesentlichen rechteckförmige Grundkontur aufzuspannen. Bei der dargestellten Ausführungsform werden im Bereich der dem Übergaberad (29) und einem Eingaberad (35) zugewandten Ausdehnung der Heizstrecke (24) ein einzelnes relativ groß dimensioniertes Umlenkrad (34) und im Bereich von benachbarten Umlenkungen zwei vergleichsweise kleiner dimensionierte Umlenkräder (36) verwendet. Grundsätzlich sind aber auch beliebige andere Führungen denkbar.

Zur Ermöglichung einer möglichst dichten Anordnung des Übergaberades (29) und des Eingaberades (35) relativ zueinander erweist sich die dargestellte Anordnung als besonders zweckmäßig, da im Bereich der entsprechenden Ausdehnung der Heizstrecke (24) drei Umlenkräder (34, 36) positioniert sind, und zwar jeweils die kleineren Umlenkräder (36) im Bereich der Überleitung zu den linearen Verläufen der Heizstrecke (24) und das größere Umlenkrad (34) im unmittelbaren Übergabebereich zum Übergaberad (29) und zum Eingaberad (35). Alternativ zur Verwendung von kettenartigen Transportelementen (33) ist es beispielsweise auch möglich, ein rotierendes Heizrad zu verwenden.

Nach einem fertigen Blasen der Behälter (2) werden diese von einem Entnahmerad (37) aus dem Bereich der Blasstationen (3) herausgeführt und über das Übergaberad (28) und ein Ausgaberad (38) zur Ausgabestrecke (32) transportiert.

In der in 4 dargestellten modifizierten Heizstrecke (24) können durch die größere Anzahl von Heizstrahlern (30) eine größere Menge von Vorformlingen (1) je Zeiteinheit temperiert werden. Die Gebläse (31) leiten hier Kühlluft in den Bereich von Kühlluftkanälen (39) ein, die den zugeordneten Heizstrahlern (30) jeweils gegenüberliegen und über Ausströmöffnungen die Kühlluft abgeben. Durch die Anordnung der Ausströmrichtungen wird eine Strömungsrichtung für die Kühlluft im wesentlichen quer zu einer Transportrichtung der Vorformlinge (1) realisiert. Die Kühlluftkanäle (39) können im Bereich von den Heizstrahlern (30) gegenüberliegenden Oberflächen Reflektoren für die Heizstrahlung bereitstellen, ebenfalls ist es möglich, über die abgegebene Kühlluft auch eine Kühlung der Heizstrahler (30) zu realisieren.

5 zeigt eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Förderung von Vorformlingen (1), die mit der Vorrichtung zur Blasformung von Behältern (2) verbunden ist. Die Vorrichtung zum Transport von Vorformlingen (1) weist eine Förderstrecke (41) auf, die mit mindestens einer Antriebseinrichtung für die Vorformlinge (1) versehen ist.

Die Förderstrecke (41) ist im wesentlichen aus einer Führungseinrichtung (42) sowie Standfüßen (43) ausgebildet, die eine geeignete Vertikalpositionierung der Führungseinrichtung (42) vorgeben. Im Bereich ihrer einer Blasmaschine (44) abgewandten Ausdehnung ist die Förderstrecke (41) mit einer Sortiereinrichtung (45) für die Vorformlinge (1) verbunden. Zur Sortiereinrichtung (45) werden die Vorformlinge (1) von einem Steilförderer (46) transportiert. Vor ihrer Zuführung zum Steilförderer (46) werden die Vorformlinge (1) im Bereich eines Vorratsbehälters (47) aufbewahrt.

6 zeigt eine gegenüber 5 detaillierte Darstellung von internen Bauelementen der Sortiereinrichtung (45). Die Sortiereinrichtung gemäß 6 weist einen Rotor (55) auf, der vorzugsweise im wesentlichen kreisförmig ausgebildet ist. Ebenfalls ist der Rotor (55) vorteilhafterweise als eine Platte realisiert. Der Rotor (55) ist mit einem nicht dargestellten Antriebsmotor gekoppelt. Auf einen Zentralbereich (56) des Rotors (55) werden ungeordnete Vorformlinge (1) zugeführt. Aufgrund einer Drehbewegung des Rotors (55) in eine Rotationsrichtung (57) werden die Vorformlinge durch Einwirkung der Zentrifugalkraft zunächst gegen eine erste Führungsschiene (58) gedrückt, die vorzugsweise konzentrisch zu einem Mittelpunkt (59) des Rotors (55), angeordnet ist. Die erste Führungsschiene (58) ist ortsfest positioniert und rotiert nicht gemeinsam mit dem Rotor (55). Vorteilhafterweise ist die erste Führungsschiene (58) dicht oberhalb des Rotors (55) aber mit einem geringen Abstand zum Rohr (55) angeordnet, so daß Reibungskräfte vermieden werden. In jedem Fall ist die Führungsschiene (58) derart positioniert, daß zwischen der Führungsschiene (58) und dem Rotor (55) keine Vorformlinge (1) vollständig hindurchrutschen können.

Zur Ermöglichung eines Austrittes der Vorformlinge (1) aus dem Zentralbereich (56) weist die Führungsschiene (58) einen Durchlaß (60) auf, der in einer Umfangsrichtung der Führungsschiene (58) mindestens eine Längenausdehnung besitzt, die größer als eine Längenausdehnung der Vorformlinge (1) dimensioniert ist. Zur Unterstützung eines definierten Austrittes der Vorformlinge (1) aus dem Zentralbereich (56) wird der Durchlaß (60) von einer Brücke (61) begrenzt, die als Teil der Führungsschiene (58) ausgebildet oder mit der Führungsschiene (58) verbunden ist. Die Brücke (61) weist zum Rotor (55) einen Abstand auf, der mindestens einem Durchmesser der Vorformlinge (1) im Bereich eines Stützringes (53) entspricht.

Die erste Führungsschiene (58) weist eine sich über den Rotor (55) erhebende Höhe auf, die gewährleistet, daß die Vorformlinge (1) nur durch den Durchlaß (60) hindurch aus dem Zentralbereich (56) austreten können. Vorteilhafterweise beträgt die sich über den Rotor (55) erhebende Höhe der Führungsschiene (58) etwa 5 Zentimeter bis 30 Zentimeter, typischerweise etwa 10 Zentimeter.

Mit einem Abstand zur ersten Führungsschiene (58) erstreckt sich eine zweite Führungsschiene (62), die in radialer Richtung bezüglich eines Außenumfanges (63) des Rotors (55) einen Randabstand (64) aufweist. Die zweite Führungsschiene (62) ist hierdurch zwischen dem Außenumfang (63) und der ersten Führungsschiene (58) angeordnet. Die zweite Führungsschiene (62) ist gleichfalls wie die erste Führungsschiene (58) ortsfest angeordnet und dreht sich nicht gemeinsam mit dem Rotor (55). Im wesentlichen Bereich ihrer Ausdehnung erstreckt sich die zweite Führungsschiene (62) konzentrisch zum Mittelpunkt (59).

Zwischen der ersten Führungsschiene (58) und der zweiten Führungsschiene (62) ist ein Sortierbereich (65) angeordnet, der für eine definierte Orientierung der Vorformlinge (1) vorgesehen ist. Die zweite Führungsschiene (62) weist zum Rotor (55) einen Abstand auf, der etwas größer als ein Durchmesser der Vorformlinge (1) ausgebildet ist, jedoch kleiner als ein Durchmesser des Stützringes (53) dimensioniert ist. Aufgrund der einwirkenden Zentrifugalkräfte rutschen die Vorformlinge bei der Drehbewegung des Rotors (55) mit ihren Körpern unter der zweiten Führungsschiene (62) hindurch und legen sich in einer radialen Richtung innenseitig mit ihren Stützringen (53) an der zweiten Führungsschiene (62) an. Die Vorformlinge werden hierdurch entlang des Außenumfanges (63) des Rotors (55) mit einer definierten Positionierung derart versehen, daß Vorformlingslängsachsen (52) in einer radialen Richtung des Rotors (55) angeordnet sind und die Mündungsbereiche (51) dem Mittelpunkt (59) des Rotors (55) zugewandt sind.

Die entsprechend ausgerichteten Vorformlinge (1) werden aufgrund der Drehbewegung des Rotors (55) entlang der zweiten Führungsschiene (62) bis zu einem Ausgabebereich (66) geführt. Aufgrund des Randabstandes (64) der zweiten Führungsschiene (62) ist gewährleistet, daß die Vorformlinge (1) vor dem Ausgabebereich (66) nicht abkippen können, sondern eine definierte Lage einnehmen.

Die den Führungsschienen (58, 62) zugewandte Oberfläche des Rotors (55) erstreckt sich vorzugsweise in einer horizontalen Ebene. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, eine Schrägstellung des Rotors (55) vorzunehmen und insbesondere den Ausgabebereich (66) mit einer geeigneten Höhenpositionierung zu versehen. Eine horizontale Anordnung des Rotors (55) weist aber den Vorteil auf, daß im gesamten Rotorbereich im wesentlichen gleichmäßige Schwerkrafteinflüsse auf die zu sortierenden Vorformlinge (1) einwirken.

Im Ausgabebereich (66) kann die zweite Führungsschiene (62) in radialer Richtung weiter nach außen geführt und um etwa 90° verdreht werden. Die vor dem Ausgabebereich (66) vom Randabstand (64) abgestützten Vorformlinge werden hierdurch im Ausgabebereich (66) definiert in radialer Richtung nach außen geführt und kippen mit ihren Vorformlingskörpern derart ab, daß die Mündungsbereiche (51) in lotrechter Richtung nach oben orientiert angeordnet sind.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird der Endabschnitt der zweiten Führungsschiene (62) im Ausgabebereich (66) wenigstens bereichsweise derart mit einem Abstand zum Außenumfang (63) des Rotors (55) geführt, daß sich zwischen dem Außenumfang (63) und der zweiten Führungsschiene (62) ein Abstand erstreckt, der etwa einem Außendurchmesser der Vorformlinge (1) im Körperbereich entspricht. Hierdurch liegen die Vorformlinge (1) mit ihren Mündungsabschnitten in lotrechter Richtung nach oben orientiert mit ihren Stützringen (53) einerseits auf dem Außenrand des Rotors (55) und andererseits auf der zweiten Führungsschiene (62) auf und werden hierdurch abgestützt und geführt.

Alternativ zu einer Weiterführung der Führungsschiene (62) im Ausgabebereich (66) ist es auch möglich, die Führungsschiene (62) in ein separates Leitelement zu überführen, das die erforderliche Abstützung und Führung der Vorformlinge (1) vornimmt.

Die Sortierfunktion der Sortiereinrichtung (45) gemäß 6 wird in 7 weiter veranschaulicht. 7 zeigt insbesondere zwischen dem Rotor (55) und der zweiten Führungsschiene (62) bereits ausgerichtete Vorformlinge (1), die in radialer Richtung mit ihren Mündungsabschnitten (51) in Richtung auf den Mittelpunkt (59) des Rotors (55) orientiert sind. Bei der gezeigten Anordnung weisen die Vorformlinge (1) relativ zueinander noch Abstände auf. Bei einer Rotation des Rotors (55) zeigt es sich, daß die zwischen dem Rotor (55) und der zweiten Führungsschiene (62) geführten Vorformlinge (1) langsamer in Rotationsrichtung (57) bewegt werden, als die noch frei auf dem Rotor (55) beweglichen Vorformlinge (1). Hierdurch können sich weitere Vorformlinge (1) an den bereits zwischen dem Rotor (55) und der zweiten Führungsschiene (62) geführten Vorformlingen (1) vorbeibewegen und in die vorhandenen Lücken zwischen den Vorformlingen (1) einfädeln. Bis zum Erreichen des Ausgabebereiches (66) weisen die Vorformlinge (1) deshalb typischerweise einen sehr geringen Abstand relativ zueinander auf.

Beim Ausführungsbeispiel gemäß 7 ist die zweite Führungsschiene (62) im Ausgabebereich (66) in eine Übergabeschiene (67) übergeleitet, die im Bereich ihres der zweiten Führungsschiene (62) abgewandten Endes mit einer Auflageschiene (68) gekoppelt ist, die sich mit einem radialen Abstand zum Außenumfang (63) des Rotors (55) erstreckt und hierdurch eine Führung der Vorformlinge (1) ermöglicht. Insbesondere ist daran gedacht, die Vorformlinge (1) entlang der Ausgabeschiene (68) durch einen rollenden Kontakt entlang des Außenumfanges (63) zu bewegen, so daß separate Fördermittel entbehrlich sind.

8 zeigt eine gegenüber 7 abgewandelte Ausführungsform, bei der entlang des Außenumfanges (63) Führungstaschen (69) angeordnet sind, um eine definierte Beabstandung der Vorformlinge (1) relativ zueinander vorzugeben. Alternativ zur Verwendung von Führungstaschen (69) können auch andere geeignete Umfangsprofile des Rotors (55) verwendet werden. Die Dimensionierung der Führungstaschen (69) ist derart gewählt, daß nur von den Führungstaschen (69) aufgenommene Vorformlinge (1) zwischen dem Rotor (55) und der Auflageschiene (68) geführt werden können. Die Vorformlinge (1) werden hierdurch im Ausgabebereich (66) so lange vom Randabstand (64) abgestützt, bis eine freie Führungstasche (69) vorbeigeführt wird und der Vorformling (1) in diese Führungstasche (69) abkippen kann.

Die Vorformlinge (1) weisen durch die von den Führungstaschen (69) vorgenommene Positionsvorgabe entlang ihres Transportweges im Bereich der Auflageschiene (68) einen exakt definierten und unveränderlichen Abstand relativ zueinander auf und können mit diesem Abstand zur Blasmaschine (44) übergeben werden. Insbesondere ist daran gedacht, den Abstand der Führungstaschen (69) relativ zueinander derart zu dimensionieren, daß die Vorformlinge (1) relativ zueinander einen Abstand aufweisen, der dem Abstand der Vorformlinge (1) im Bereich der Heizstrecke (24) entspricht. Es werden hierdurch zusätzliche Vereinzelungs- oder Abstandsvorgabeeinrichtungen vermieden und die gesamte Handhabung der Vorformlinge (1) wird erheblich vereinfacht.

9 zeigt eine gegenüber 7 abgewandelte Ausführungsform, bei der die zweite Führungsschiene (62) nicht im gesamten Bereich ihrer Ausdehnung konzentrisch zum Mittelpunkt (59) des Rotors (55) angeordnet ist, sondern sich wenigstens abschnittsweise spiralartig mit in Rotationsrichtung (57) zunehmendem Abstand zum Mittelpunkt (59) erstreckt. Durch die spiralartige Anordnung der zweiten Führungsschiene (62) wird der Sortierbereich (65) bei einem gleichen Durchmesser des Rotors (55) wesentlich vergrößert und die Sortierleistung hierdurch erhöht. Ein typischer Durchmesser des Rotors (55) liegt im Bereich von 80 Zentimeter bis 2 Meter, bevorzugt bei etwa 1,5 Meter.

Gemäß der in 9 dargestellten Ausführungsform sind die erste Führungsschiene (58) und die zweite Führungsschiene (62) noch voneinander getrennt. Grundsätzlich ist es bei der gezeigten spiralartigen Anordnung der zweiten Führungsschiene (62) auch möglich, die Führungsschienen (58, 62) als gemeinsames Bauteil auszuführen und den Zentralbereich (56) durch ein dem Mittelpunkt (59) zugewandtes Ende der zweiten Führungsschiene (62) zu begrenzen.

10 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der im wesentlichen die Konstruktionsprinzipien gemäß 8 und 9 miteinander kombiniert sind. 10 stellt somit eine Ausführungsform bereit, bei der ein äußerst geringer Sortierraum für die Vorformlinge (1) beansprucht und eine Beabstandung der Vorformlinge (1) als integraler Bestandteil der Sortiereinrichtung (45) ausgebildet ist.

Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen können entweder unabhängig voneinander oder in beliebigen Kombinationen miteinander eingesetzt werden. Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, die Sortiereinrichtung (45) mit dem im wesentlichen horizontal drehenden Rotor (55) mit einer im wesentlichen horizontal verlaufenden Führungseinrichtung (42) zu koppeln, die die Vorformlinge (1) von der Sortiereinrichtung (45) zur Blasmaschine (44) überleitet. Ebenfalls bevorzugt ist die Ausstattung dieser Führungseinrichtung (42) mit einer Transportkette und Rollen, zwischen denen die Vorformlinge (1) geführt sind.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die im Bereich der Sortiereinrichtung (45) bereits mit ihren Mündungsabschnitten (51) in lotrechter Richtung nach oben ausgerichteten Vorformlinge auch entlang der Führungseinrichtung (42) mit ihren Mündungsabschnitten (51) in lotrechter Richtung nach oben transportiert und in dieser räumlichen Orientierung im Bereich der Heizstrecke (24) temperiert und im Bereich des Blasrades (25) zu Behältern umgeformt. Die auf dem Blasrad (25) geblasenen Behälter (2) werden dann gleichfalls mit den Mündungsabschnitten in lotrechter Richtung oben orientiert der Ausgabestrecke (32) zugeführt, wo die Behälter (2) vorzugsweise durch eine auf sie einwirkende Luftströmung transportiert werden.

Alternativ zu der in 5 dargestellten Beschickung der Sortiereinrichtung (45) mit Vorformlingen (1) unter Verwendung eines Steilförderers (46) ist es auch möglich, den Vorratsbehälter (47) für die Vorformlinge (1) in lotrechter Richtung oberhalb der Sortiereinrichtung (45) anzuordnen, um eine nochmals gesteigerte Kompaktheit zu erreichen. Eine definierte Zuführung der Vorformlinge (1) vom Vorratsbehälter (47) zur Sortiereinrichtung (45) kann bei einer derartigen Anordnung dadurch erreicht werden, daß in einem in lotrechter Richtung unteren Bereich des Vorratsbehälters (47) ein umlaufendes Förderband angeordnet ist, das die Vorformlinge (1) in Richtung auf den Rotor (95) transportiert.

Insbesondere ist daran gedacht, den Vorratsbehälter (47) mit einem kuppelartigen Boden zu versehen, der mindestens bereichsweise mit einem Randabstand zu einer Seitenwandung des Vorratbehälters (47) angeordnet ist. Hierdurch wird zwischen dem Boden und der Wandung des Vorratsbehälters (47) ein Durchlaß bereitgestellt, durch den die Vorformlinge (1) auf das unterhalb des Bodens angeordnete Förderband gelangen können. Das Förderband wird hierbei zugleich von Staudruckkräften der gelagerten Vorformlinge (1) entlastet, die zu einer Beschädigung der transportierten Vorformlinge (1) durch mahlwerkartige Kräfte führen könnten.

11 zeigt eine gegenüber 8 erweiterte Ausführungsform. Die Führungstaschen (69) sind bei dieser Ausführungsform nicht direkt am Außenumfang (63) des Rotors (55), sondern an einem Außenumfang (70) einer Vereinzelungseinrichtung (71) angeordnet. Die Vereinzelungseinrichtung (71) ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als ein Ring realisiert, der sich konzentrisch zum Mittelpunkt (59) erstreckt. Der Außenumfang (63) wird bei dieser Ausführungsform zwischen der zweiten Führungsschiene (62) und dem Außenumfang (70) gemessen.

Insbesondere ist daran gedacht, die Vereinzelungseinrichtung (71) mit einem Rotationsantrieb zu koppeln, der der Vereinzelungseinrichtung (71) in eine von der Drehzahl des Rotors (55) unabhängige Rotationsgeschwindigkeit versetzt. Durch diese Entkopplung des Rotors (55) und der vereinzelungseinrichtung (71) ist es möglich, die Drehzahl des Rotors (55) hinsichtlich einer Optimierung der Sortierleistung vorzugeben und die Drehzahl der Vereinzelungseinrichtung (71) in Abhängigkeit von einer aktuell benötigten Vereinzelungsleistung zu wählen. Insbesondere ist es hierdurch möglich, eine zeitveränderliche Drehzahl für die Vereinzelungseinrichtung (71) vorzugeben, die in Abhängigkeit von der Verarbeitungsleistung der Blasmaschine (44) gesteuert wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist daran gedacht, den Antrieb der Vereinzelungseinrichtung (71) mit einem Antrieb der Heizstrecke (24) zu koppeln.

Alternativ zu der in 5 dargestellten Kopplung der Sortiereinrichtung (45) über die Förderstrecke (41) mit der Blasmaschine (44) ist es auch möglich, die Sortiereinrichtung (45) unmittelbar neben der Blasmaschine (44) anzuordnen und eine unmittelbare Übergabe der sortierten Vorformlinge (1) an die Blasmaschine (44) vorzusehen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es auch möglich, die Sortiereinrichtung (45) als Teil der Blasmaschine (44) auszubilden und mit der Heizstrecke (24) und/oder dem Blasrad (45) auf einem gemeinsamen Maschinenbett anzuordnen. Es ist hierdurch möglich, eine volle funktionelle und geometrische Integration der Sortiereinrichtung (45) in die Blasmaschine vorzunehmen. Bei einer derartigen integrierten Ausführungsform ist auch daran gedacht, den Vorratsbehälter (47) oberhalb der Blasmaschine (44) anzuordnen und hierdurch die Kompaktheit weiter zu erhöhen und die benötigte Aufstellfläche weiter zu minimieren.

Die Ausführungsform in 12 zeigt eine Weiterbildung der Ausführungsform in 9, wobei ebenfalls eine vom Rotor (55) separate Vereinzelungseinrichtung (71) verwendet ist. Auf dieser Ausführungsform ist die Vereinzelungseinrichtung (71) als ein konzentrisch zum Mittelpunkt (59) angeordneter Ring realisiert. Die Vorformlinge (1) rollen am Außenumfang (70) ab und ein vorgegebener Abstand der Vorformlinge (1) wird hierdurch entlang des Transportweges, der von der Auflageschiene (68) definiert ist, eingehalten.

13 zeigt eine Kombination der Ausführungsform aus 11 und 12. Die Funktionalität und die Störungssicherheit der Gesamtanordnung wird durch die Merkmalskombination nochmals weiter erhöht.

Die Entkopplung des Rotors (55) und der Vereinzelungseinrichtung (71) bietet eine Grundlage zur Implementierung weiterer Zusatzfunktionen, um die Verfügbarkeit der Gesamtanlage zu erhöhen. Beispielsweise ist es möglich, die sortierten Vorformlinge (1) entlang eines Bypasses zu führen, und hierdurch eine Vorratsmenge an sortierten Vorformlingen (1) bereitzustellen. Ebenfalls ist es möglich, über eine Vorratsmenge an sortierten Vorformlingen (1) im Bereich einer Weiche in die Reihe der bereits vereinzelten Vorformlinge (1) zusätzliche Vorformlinge (1) einzuschleusen, falls in der Reihe der vereinzelten Vorformlinge (1) Lücken auftreten. Entsprechende Vorratsmengen an sortierten Vorformlingen (1) können ebenfalls genutzt werden, wenn die bereits vereinzelten Vorformlinge (1) einer Inspektion unterzogen werden und aufgrund eines Inspektionsergebnisses schadhafte Vorformlinge ausgesondert werden. Durch eine derartige Steuerung wird es ermöglicht, eine möglichst lükkenlose Beheizung der Vorformlinge (1) im Bereich der Heizstrecke (24) zu unterstützen.


Anspruch[de]
Verfahren zum Sortieren von Vorformlingen, die einer Einrichtung zur Blasformung von Behältern zugeführt werden, in der die Vorformlinge nach einer thermischen Konditionierung innerhalb mindestens einer Blasform von einer Reckstange gereckt und durch Blasdruckeinwirkung in Behälter umgeformt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) zur Sortierung einem drehbeweglichen Rotor (55) zugeführt werden, der die Vorformlinge (1) durch Einwirkung der Zentrifugalkraft entlang einer ortsfesten Führungsschiene (62) positioniert und daß im Bereich eines Außenumfanges des Rotors (55) eine Vereinzelung der Vorformlinge (1) durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) entlang einer in lotrechter Richtung oberhalb des Rotors (55) ortsfest installierten Führungsschiene (62) angeordnet werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) zwischen einem Außenumfang (63) des Rotors (55) und der Führungsschiene (62) abgestützt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) örtlich zwischen dem Mittelpunkt (59) des Rotors (55) und der zweiten Führungsschiene (62) von einer ersten Führungsschiene (58) vorsortiert werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge aus einem von der ersten Führungsschiene (58) begrenzten Zentralbereich (56) des Rotors (55) von einem Durchlaß (60) in einen von der zweiten Führungsschiene (62) begrenzten Sortierbereich (65) übergeleitet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge von der zweiten Führungsschiene (62) bis zum Erreichen eines Ausgabebereiches (66) positioniert werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) entlang eines Teilbereiches des Außenumfanges (63) des Rotors (55) von einer Auflageschiene (108) abgestützt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge im Bereich des Rotors (55) von einer sich wenigstens abschnittsweise spiralartig erstreckenden Führungsschiene (62) geführt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) entlang des Außenumfanges (63) des Rotors (55) von Führungstaschen (69) beabstandet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) von einem Vorratsbehälter (47) in lotrechter Richtung oberhalb der Sortiereinrichtung (45) bevorratet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) entlang einer ringartigen Vereinzelungseinrichtung (71) vereinzelt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) und der Rotor (55) mit relativ zueinander unterschiedlichen Drehzahlen rotieren. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) mit einem Antrieb der Blasmaschine (44) gekoppelt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) direkt mit der Heizstrecke (24) gekoppelt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) direkt entlang des Außenumfanges (63) des Rotors (55) vereinzelt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) entlang eines Teilbereiches des Außenumfanges (63) des Rotors (55) vereinzelt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) benachbart zum Rotor (55) vereinzelt werden. Vorrichtung zum Sortieren von Vorformlingen, die einer Einrichtung zur Blasformung von Behältern zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß benachbart zu einem drehbeweglichen Rotor (55) zur Sortierung der Vorformlinge (1) mindestens eine ortsfeste Führungsschiene (58, 62) angeordnet ist und daß im Bereich eines Außenumfanges (63) des Rotors (55) eine Vereinzelungseinrichtung (71) zur Abstandsvorgabe für die Vorformlinge (1) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Rotors (55) mindestens eine Führungsschiene (62) mit einem Abstand angeordnet ist, der mindestens gleich einem Außendurchmesser des Vorformlings (1) im Bereich dessen Körpers dimensioniert ist. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (62) zu einem Außenumfang (63) des Rotors (55) einen Randabstand (64) derart aufweist, daß die Führungsschiene zwischen dem Außenumfang (63) und einem Mittelpunkt (59) des Rotors (55) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der zweiten Führungsschiene (62) und dem Mittelpunkt (59) des Rotors (55) eine erste Führungsschiene (58) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Führungsschiene (58) einen Durchlaß (60) aufweist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Führungsschiene (62) sich bis zu einem Ausgabebereich (66) erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß entlang mindestens eines Teilbereiches des Außenumfanges (63) des Rotors (55) eine Auflageschiene (68) angeordnet ist, die einen Abstand zum Außenumfang (63) aufweist, der etwa einem Außendurchmesser des Körpers der Vorformlinge (1) entspricht. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Führungsschiene (62) mindestens abschnittsweise bezüglich des Mittelpunktes (59) des Rotors (55) spiralartig erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenumfang (63) des Rotors (55) mit Führungstaschen (69) für die Vorformlinge (1) ausgestattet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorratsbehälter (47) für die Vorformlinge (1) mindestens bereichsweise in lotrechter Richtung oberhalb der Sortiereinrichtung (45) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vereinzelungseinrichtung (71) ringartig entlang des Rotors (55) erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (55) und die Vereinzelungseinrichtung (71) mit relativ zueinander unterschiedliche Drehzahlen vorgebenden Antrieben gekoppelt sind. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) mit einem Antrieb der Blasmaschine (44) gekoppelt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) mit einer Heizstrecke (24) der Blasmaschine (44) gekoppelt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vereinzelungseinrichtung (71) direkt entlang eines Außenumfanges (63) des Rotors (55) erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Vereinzelungseinrichtung (71) entlang eines Teilbereiches des Außenumfanges (63) des Rotors (55) erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungseinrichtung (71) benachbart zum Rotor (55) angeordnet ist.






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