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Dokumentenidentifikation DE69736172T2 26.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000888810
Titel VERBUNDMEMBRAN FUR UMKEHROSMOSE UND METHODE ZUR WASSERBEHANDLUNG MIT UMKEHROSMOSE MIT HILFE DERSELBEN
Anmelder Nitto Denko Corporation, Ibaraki, Osaka, JP
Erfinder HACHISUKA, Room No. 501, Hisao, Kyoto-shi, Kyoto 616-8376, JP;
IKEDA, Kenichi, Kusatsu-shi, Shiga 525-0041, JP
Vertreter Grape & Schwarzensteiner, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69736172
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.03.1997
EP-Aktenzeichen 979073483
WO-Anmeldetag 17.03.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/JP97/00856
WO-Veröffentlichungsnummer 1997034686
WO-Veröffentlichungsdatum 25.09.1997
EP-Offenlegungsdatum 07.01.1999
EP date of grant 21.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B01D 69/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B01D 69/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01D 71/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01D 61/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B01D 67/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C02F 1/44(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen in der Leistung einer Verbundmembran zur Umkehrosmose, wie Leistungsstabilität und Toleranz gegenüber organischer Oberflächenverschmutzung, zur selektiven Trennung der Komponenten eines Flüssigkeitsgemisches. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Verbundmembran zur Umkehrosmose, welche eine hohe Salzabweisung, eine hohe Toleranz gegenüber Chlor und eine hohe Toleranz gegenüber organischer Oberflächenverschmutzung aufweist, welche einen Polymerdünnfilm auf der Verbundmembran zur Umkehrosmose umfasst und ein Umkehrosmose-Behandlungsverfahren für Wasser, welche diese Verbundmembran verwendet.

Eine solche Verbundmembran zur Umkehrosmose ist zur Herstellung von ultrareinem Wasser, zum Entsalzen von Brackwasser und dergleichen geeignet und sie kann auch zur Entfernung und Wiedergewinnung der kontaminierten Quellen oder wirksamen Substanzen von verschmutztem Erdreich oder dergleichen, die Folge der Verunreinigung in einem Abwassersystem der Färbung, einem Abwassersystem elektrochemischer Niederschlagsanstriche oder einem häuslichen Abwassersystem dienen, unter Errichtung eines Abwasserrecyclingsystems. Insbesondere kann sie über einen langen Zeitraum bezüglich der Qualität von Wasser arbeiten, welches verschiedene membranverschmutzende Substanzen enthält, wie Tenside und Übergangsmetallbestandteile, einschließlich Eisen, welche eine Erniedrigung des Flusses verursachen.

Stand der Technik

Beispiele der industriell verwendeten Umkehrosmosemembranen umfassen Membranen vom Loeb-Typ, die in den US-PSen 3,133,132 und 3,133,137 als asymmetrische Membranen beschrieben sind, welche aus Zelluloseacetat hergestellt sind. Andererseits sind Verbundmembranen zur Umkehrosmose, bei welchen ein aktiver Dünnfilm, welcher im Wesentlichen eine selektive Trenneigenschaft aufweist, auf einem mikroporösen Trägerfilm ausgebildet ist, als Umkehrosmosemembranen bekannt, die eine von den asymmetrischen Umkehrosmosemembranen verschiedene Struktur aufweisen.

Die US-A-5,358,745 beschreibt eine dünnfilmige halbdurchlässige Verbundmembran, welche das Reaktionsprodukt von N-Alkylphenylendiamin oder N,N'-Dialkylphenylendiamin und eines Polyacylhalogenids verwendet. Die Membran wird mit einer sauren Lösung gefolgt von einer wässrigen Lösung von Polyvinylalkohol und einem Puffer und/oder einer Base nachbehandelt, um die physikalischen Eigenschaften zu verbessern.

Derzeit sind eine Anzahl solcher Verbundmembranen zur Umkehrosmose bekannt, in welchen ein dünner Film aus Polyamid, erhalten durch Grenzflächenpolymerisation polyfunktioneller aromatischer Amine und polyfunktioneller aromatischer Säurehalogenide, auf einem Trägerfilm ausgebildet wird (beispielsweise Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 55-147106, Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 62-121603, Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 63-218208 und Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Hei) Nr. 2-187135). Auch sind jene mit einem dünnen Film aus Polyamid, erhalten durch Grenzflächenpolymerisation von polyfunktionellem aromatischem Amin und polyfunktionellem alicyclischem Säurehalogenid, ausgebildet auf einem Trägerfilm bekannt (beispielsweise Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 61-42308).

Darüber hinaus sind verschiedene Verfahren zur Nachbehandlung der Umkehrosmosemembran offenbart. Zum Beispiel sind Verfahren, welche verschiedene Polymere als Schutzschicht verwenden, offenbart (beispielsweise Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 51-13388, Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 53-16372, Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Sho) Nr. 62-197105 und Veröffentlichung der japanischen Patentanmeldung (Tokkai Hei) Nr. 7-90152).

In jüngerer Zeit wurde erwartet, eine Umkehrosmosemembran zur Behandlung von Wasser anzuwenden, welches oberflächenverschmutzende Substanzen, wie verschiedene Tenside, enthält, beispielsweise Spülwasser. Zusätzlich zu der hohen Leistungsfähigkeit der Umkehrosmosemembran (eine hohe Abweisung von Salz und eine hohe Wasserpermeabilität) wird eine hohe Resistenz gegenüber Oberflächenverschmutzung gefordert, um die gewünschte Fließfähigkeit über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Die oben genannten Umkehrosmosemembranen und das herkömmliche Nachbehandlungsverfahren reichen nicht aus, um diese beiden Erfordernisse zu erfüllen. Deshalb war man auf der Suche nach einer Verbundmembran zur Umkehrosmose mit einer höheren Leistungsfähigkeit.

Ein Blockierungsmechanismus umfasst die Beladungsbedingung der Membran. Beispielsweise weist die Oberfläche einer vernetzten Polyamid-Umkehrosmosemembran, erhalten durch Grenzflächenpolymerisation von polyfunktionellem aromatischem Amin und polyfunktionellem alicyclischem Säurehalogenid, eine negative Ladung infolge der restlichen Carbonsäure auf. Die Membranoberfläche mit negativer Ladung adsorbiert beispielsweise kationische Bewuchssubstanzen, welche die Fließgeschwindigkeit herabsetzen. Daher besteht das Erfordernis für eine Membran, welche eine neutrale Ladung aufweist, und eine hohe Wasserpermeabilität und hohe Salzabweisung besitzt.

Offenbarung der Erfindung

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbundmembran zur Umkehrosmose zur Verfügung zu stellen, welche eine hohe Salzzurückweisung, eine hohe Wasserpermeabilität und eine hohe Toleranz gegenüber Oberflächenverschmutzung aufweist und praktische Entsalzung bei niedrigem Druck erlaubt, und ein Umkehrosmosebehandlungsverfahren für Wasser unter Verwendung derselben.

Um die oben genannten Aufgaben zu lösen, liefert die vorliegende Erfindung gemäß Anspruch 1 eine Verbundmembran zur Umkehrosmose, umfassend eine Schwammschicht und eine auf der Schwammschicht ausgebildete Trennschicht. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben. Das Oberflächenzetapotenzial (&zgr;) einer solchen Membran kann unter Verwendung einer Streuvorrichtung für elektrophoretisches Licht oder dergleichen, gemessen werden. Des Weiteren bedeutet die Trennschicht eine Dünnschicht. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose der vorliegenden Erfindung liegt das Oberflächenzetapotenzial zwischen ± 10 mV, bevorzugt im Bereich eines pH-Wertes von 6 bis 8, in welchem pH-Bereich die Verbundmembran zur Umkehrosmose verwendet wird, und bevorzugter in dem Bereich von pH 5 bis 11.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die Verbundmembran zur Umkehrosmose, umfassend die Schwammschicht und die auf der Oberfläche der Schwammschicht gebildete Trennschicht, eine Verbundmembran zur Umkehrosmose ist, in welcher der absolute Wert des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) größer als ± 10 mV im Bereich von pH 5 bis 11 ist. Elektroneutralität wird zur Kontrolle der elektrischen Adsorption von membranverschmutzenden Substanzen mit einer Ladungsgruppe, welche in Wasser durch die Membran vorhanden ist, bevorzugt.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass wenigstens eine Substanz, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer elektrisch neutralen organischen Substanz und einem elektrisch neutralen Polymer, eine organische Substanz oder ein Polymer ist, das eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist (z.B. eine -OH-Gruppe). Weil, zusätzlich zu der Elektroneutralität, die Adsorption infolge einer hydrophoben Wechselwirkung auf der Membran gesteuert wird, wenn die membranverschmutzenden Substanzen eine hydrophobe Gruppe aufweisen.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die organische Substanz oder das Polymer, welches eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist, ein Polyvinylalkohol ist, welcher bei 25°C wasserunlöslich ist und bei 80°C wasserlöslich. Ein solcher Polyvinylalkohol kontrolliert die Adsorption der die Membran oberflächlich verschmutzenden Substanzen. Andererseits weist ein Polyvinylalkohol, welcher bei einer Temperatur von mehr als 80°C wasserunlöslich ist, eine geringe Anzahl von Alkoholgruppen auf, so dass ein solcher Polyvinylalkohol nicht dazu neigt, die Adsorption von die Membranoberflächen verschmutzenden Substanzen zu kontrollieren.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass der Polyvinylalkohol einen Verseifungsgrad von 95 % oder mehr aufweist, da eine ausreichende Zahl von Alkoholgruppen erhalten werden kann.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die Dicke der organischen Substanz oder des Polymers, welches eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist, welche die Oberfläche der Trennschicht beschichtet, im Bereich von 0,001 bis 1 &mgr;m liegt. Ist die Dicke größer als 1 &mgr;m, nimmt die nach der Beschichtung erhaltene Wasserpermeabilität signifikant ab. Ist die Dicke geringer als 0,001 &mgr;m, wird eine gleichförmige Beschichtung schwierig werden.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die Verbundmembran zur Umkehrosmose, bei welcher ein Absolutwert des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) vor der Behandlung größer ist als ± 10 mV in dem Bereich pH 5 bis 11, eine Fließgeschwindigkeit von 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr bei einem Umkehrosmosetest aufweist, welcher unter Einspeisung einer 500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 7,5 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird, um eine ausreichende Fließgeschwindigkeit nach der Beschichtung sicherzustellen.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die Verbundmembran zur Umkehrosmose eine Fließgeschwindigkeit von 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr bei einem Umkehrosmosetest aufweist, welcher durch Einspeisung einer 1500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird, um eine ausreichende Fließgeschwindigkeit auf einem praktikablen Niveau zu halten.

Bei der Verbundmembran zur Umkehrosmose wird bevorzugt, dass die Verbundmembran zur Umkehrosmose aus einem aromatischen Polyamid gebildet ist. Hier bezeichnet das aromatische Polyamid ein Polyamid, in welchem wenigstens eine Komponente, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einer Säurekomponente und einer Aminkomponente, aromatisch ist. Das bevorzugte aromatische Polyamid ist ein vollständig aromatisches Polyamid, umfassend eine aromatische Säurekomponente und eine aromatische Aminkomponente. Ein solches aromatisches Polyamid kann eine hohe Wasserpermeabilität und eine hohe Salzzurückweisung aufrecht erhalten.

Die vorliegende Erfindung liefert ein Umkehrosmosebehandlungsverfahren für Wasser, welches die Verwendung einer jeden Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst.

Bei dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren wird bevorzugt, dass das Wasser, welches ein Tensid umfasst, als Rohwasser in die Verbundmembran zur Umkehrosmose eingespeist wird. Bei den herkömmlichen Umkehrosmose-Verbundmembranen adsorbieren die Membrane ein Tensid, so dass eine stabile Leistungsfähigkeit nicht erhalten werden kann. Bei der Umkehrosmose-Verbundmembran der vorliegenden Erfindung wird die Adsorption des Tensids durch die Membran kontrolliert. Daher kann eine stabile Umkehrosmosebehandlung für Wasser durchgeführt werden, welches ein Tensid enthält, ohne die Trennleistung herabzusetzen.

Bei dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren wird bevorzugt, dass der Gehalt des Tensides im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.-% liegt. Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann der Tensidgehalt jeglichen Bereich aufweisen. Liegt der Gehalt im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.-%, kann eine ausreichende Oberflächenpotenzialeigenschaft der vorliegenden Erfindung geliefert werden.

Bei dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren wird bevorzugt, dass Wasser, welches eine Übergangsmetallkomponente enthält, der Umkehrosmose-Verbundmembran als Rohwasser zugeführt wird. Bei herkömmlichen Umkehrosmose-Verbundmembranen adsorbiert die Membran eine Übergangsmetallkomponente, so dass eine stabile Leistungsfähigkeit nicht erhalten werden kann. Bei der Umkehrosmose-Verbundmembran der vorliegenden Erfindung wird die Adsorption der Übergangsmetallkomponente durch die Membran kontrolliert. Daher kann eine stabile Umkehrosmosebehandlung für Wasser durchgeführt werden, welches eine Übergangsmetallkomponente enthält, ohne die Trennleistung zu erniedrigen.

Bei dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren wird bevorzugt, dass die Übergangsmetallkomponente Eisen ist, da die Umkehrosmose-Verbundmembran der vorliegenden Erfindung die Adsorption der Eisenkomponente in ausreichendem Maße kontrollieren kann.

Bei dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren wird bevorzugt, dass der Gehalt der Übergangsmetallkomponente im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.-% liegt. Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann der Gehalt der Übergangsmetallkomponente jeden Bereich einnehmen. Wenn der Gehalt der Übergangsmetallkomponente im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.-% liegt, kann eine ausreichende Oberflächepotenzialeigenschaft der vorliegenden Erfindung zur Verfügung gestellt werden.

Gemäß der Umkehrosmose-Verbundmembran und dem Umkehrosmose-Behandlungsverfahren, welches dasselbe verwendet, gemäß der vorliegenden Erfindung, wie oben beschrieben, wird eine hohe Salzzurückweisung, eine hohe Wasserpermeabilität und eine hohe Toleranz gegenüber organischer Oberflächenverschmutzung zur Verfügung gestellt, und es kann eine praktische Entsalzung bei niedrigem Druck durchgeführt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine schematische Querschnittsansicht des Oberflächenabschnitts einer Umkehrosmose-Verbundmembran bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 ist eine schematische Querschnittsansicht des Oberflächenabschnitts einer Umkehrosmose-Verbundmembran bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 ist ein Diagramm, welches das Ergebnis der pH-Abhängigkeit des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) von Umkehrosmose-Verbundmembranen im Beispiel 1 gemäß der vorliegenden Erfindung und eines Vergleichsbeispiels 1 zeigt; und

4 ist ein Diagramm, welches den Widerstand von Umkehrosmose-Verbundmembranen im Beispiel 5 gemäß der vorliegenden Erfindung und Vergleichsbeispiel 6 bezüglich von Wasser zeigt, welches eine Eisenkomponente enthält.

Beste Ausführungsform zur Durchführung der Erfindung

Das Verfahren zur Kontrollierung des Oberflächen-&zgr;-Potenzials der vorliegenden Erfindung ist nicht besonders beschränkt. Die Oberfläche der Umkehrosmose-Verbundmembran wird bevorzugt mit wenigstens einer Substanz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einer elektrisch neutralen organischen Substanz und einem elektrisch neutralen Polymer und bevorzugter wenigstens einer Substanz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einer organischen Substanz und einem Polymer, das eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist, behandelt.

Eine solche wenigstens eine Substanz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus einer elektrisch neutralen organischen Substanz und einem elektrisch neutralen Polymer, ist eine organische Substanz oder ein Polymer, das eine kationische Gruppe und eine anionische Gruppe aufweist, welche aus einem Polymer oder einer Mischung hergestellt ist. Beispiele von geeigneten nichtionischen hydrophilen Gruppen sind durch die nachfolgenden Formeln 1 bis 4 ausgedrückt:

Formel 1

  • HO-

Formel 3

  • -CONH2-

Formel 4

  • -CH2CH2OR(worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt.)

Diese organische Substanz oder dieses Polymer, welches eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist, wird aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Vinylpolymeren, kondensationspolymerisierten Verbindungen und additionspolymerisierten Verbindungen, welche jeweils eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweisen, wie einen Polyvinylalkohol, ein verseiftes Polyethylenvinylacetat-Copolymer, Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropylcellulose und Polyethylenglycol. Ein bevorzugteres Polymer mit einer nichtionischen hydrophilen Gruppe ist wasserunlöslich bei 25°C und ist in Warmwasser löslich, beispielsweise Polyvinylalkohol.

Der Verseifungsgrad von Polyvinylalkohol beträgt 95 % oder mehr und liegt vorzugsweise im Bereich von 99 bis 100 %. In diesem Fall ist der Polyvinylalkohol bei 25°C wasserunlöslich, infolge Wasserstoffbindung zwischen molekularen Ketten, ist jedoch wasserlöslich bei 80°C. Die Erfüllung dieser Bedingungen ist bevorzugt, aufgrund folgender Gründe. Da viele -OH-Gruppen mit behandeltem Wasser auf der Oberfläche der Membran in Verbindung stehen, ist die Hydrophilität erhöht. Demzufolge nimmt die Toleranz gegenüber oberflächenverschmutzenden Substanzen zu und die Abnahme der Fließgeschwindigkeit der Behandlung ist kontrolliert. Daher kann die Membran eine sehr gute Leistungsfähigkeit zur Verfügung stellen.

Ein spezifisches Kontrollverfahren zur Beladung der Oberfläche der Umkehrosmose-Verbundmembran unter Verwendung der organischen Substanz oder des Polymers wird unten beschrieben werden.

Die Umkehrosmose-Verbundmembran ist nicht besonders beschränkt. Die Beispiele der Umkehrosmose-Verbundmembran sind Polyamid, Polyharnstoff und dergleichen, hergestellt durch ein Grenzflächenpolymerisationsverfahren. Diese Membranen können rasch durch herkömmliche bekannte Verfahren erhalten werden. Beispielsweise wird wenigstens eine Oberfläche eines porösen Polysulfonträgers mit einer wässrigen Lösung eines Monomers oder eines Polymers beschichtet, das eine reaktive Aminogruppe aufweist, wie Metaphenylendiamin, Piperazin oder Polyethylenimin, und die beschichtete Oberfläche wird mit einer Lösung in Kontakt gebracht, in welcher ein polyfunktionelles Säurechlorid, wie Trimesinsäurechlorid oder Isophthalsäurechlorid, ein polyfunktionelles Isocyanat, wie Toluoldiisocyanat oder eine Mischung daraus in einem Lösemittel, wie Hexan, gelöst wird, um Grenzflächenpolymerisation auf dem porösen Polysulfonträgerfilm durchzuführen, unter Ausbildung eines dünnen Filmes mit Entsalzungseigenschaften. Im Ergebnis kann eine Umkehrosmose-Verbundmembran hergestellt werden. Bei dieser Umkehrosmose-Verbundmembran ist der absolute Wert des Oberflächen-&zgr;-Potenzials größer als 10 mV im Bereich von pH 5 bis 11, infolge der Wirkung der Restfunktionsgruppen.

Die so erhaltene Umkehrosmose-Verbundmembran wird mit einer Lösung der organischen Substanz oder des Polymers beschichtet und getrocknet, um schließlich eine Umkehrosmose-Verbundmembran zu erhalten, in welcher die Oberflächenladung kontrolliert ist. Diese organische Substanz oder dieses Polymer, das eine nichtionische hydrophile Gruppe aufweist, wird in einem Lösemittel aufgelöst, welche die aktive Dünnfilmschicht der Umkehrosmose-Verbundmembran wahrscheinlicherweise nicht beschädigt, wie Wasser, Niederalkohole, Kohlenwasserstoffhalogenide, aliphatische Kohlenwasserstoffe, Aceton, Acetonitril, oder Mischungen daraus. Unter diesen Lösemitteln werden aliphatische Alkohole, wie Methanol, Ethanol, Propanol und Butanol, aliphatische Alkoholhalogenide, wie Ethylenchlorhydrin, Methoxymethanol, Methoxyethanol und ein gemischtes Lösemittel aus wenigstens einem dieser Niederalkohole und Wasser bevorzugt. Bei dem gemischten Lösungsmittel ist das Verhältnis von Niederalkohol zu Wasser nicht besonders beschränkt. Das Verhältnis von Wasser beträgt vorzugsweise 0 bis 90 %. Wird Wasser als Lösemittel verwendet, wird vorzugsweise ein Tensid zugesetzt, um die Benetzbarkeit der Membran zu verbessern.

Die Konzentration der organischen Substanz oder des Polymers, hergestellt unter Verwendung des Lösemittels, liegt vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 20 Gew.-%, und bevorzugter 0,05 bis 5 Gew.-%. Das Beschichtungsverfahren ist nicht besonders beschränkt. Ein Eintauchverfahren, ein Übertragungsverfahren, ein Sprühverfahren oder dergleichen werden bevorzugt verwendet. Die Trockenvorrichtungen und das Trockenverfahren nach dem Beschichten sind nicht besonders beschränkt. Die Trockentemperatur liegt vorzugsweise in dem Bereich von 20 bis 200°C und bevorzugter von 50 bis 150°C.

Die Dicke des so erhaltenen Dünnfilms auf der Umkehrosmose-Verbundmembran liegt vorzugsweise im Bereich von 0,001 bis 1 &mgr;m und bevorzugter im Bereich von 0,005 bis 0,5 &mgr;m, um die Abnahme der Fließgeschwindigkeit, verursacht durch die Beschichtung, herabzusetzen. Das Verfahren zur Steuerung der Dicke ist nicht besonders beschränkt. Die Dicke kann durch die Konzentration der Lösung oder dergleichen gesteuert werden.

Als ein Verfahren zum Kontrollieren der Oberfläche der Umkehrosmosemembran kann die Oberflächenladung gesteuert werden, indem die organische Substanz oder das Polymer mit einer wässrigen Lösung des Monomers oder des Polymers vermischt wird, welches eine reaktive Aminogruppe aufweist, oder einer Lösung von Salzsäure oder Isocyanat, aufgelöst in einem Lösemittel, wie Hexan, und Herstellen einer Umkehrosmose-Verbundmembran gemäß dem oben angegebenen Verfahren.

In diesem Fall wird der Niederalkohol vorzugsweise wenigstens einer der Lösungen zugegeben, welcher das Polymer zugesetzt ist, um die Löslichkeit des Polymers zur Verfügung zu stellen.

Die Leistungsfähigkeit der Umkehrosmose-Verbundmembran ist nicht besonders beschränkt. Die Fließgeschwindigkeit liegt vorzugsweise bei 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr bei einem Umkehrosmosetest, welcher durch Zugabe von 500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 7,5 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird, um eine hohe Wasserpermeabilität der Umkehrosmose-Verbundmembran nach der Behandlung mit der organischen Substanz oder dem Polymer aufrecht zu erhalten. Die Wasserpermeabilität der Umkehrosmose-Verbundmembran, welche nach der Behandlung nicht mit der organischen Substanz oder dem Polymer erhalten wird, ist nicht besonders beschränkt. Hinsichtlich der praktischen Verwendung liegt die Fließgeschwindigkeit vorzugsweise bei 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr bei einem Umkehrosmosetest, welcher durch Einspeisung von 1500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird.

Des Weiteren beträgt die Fließgeschwindigkeit der Umkehrosmose-Verbundmembran mit einem wasserunlöslichen Polymer, welches eine nichtionische hydrophile Gruppe als Oberflächenschicht oder in der Trennschicht aufweist, vorzugsweise 0,1 [m3/m2/Tag] oder mehr, und bevorzugter 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr, hinsichtlich des praktischen Betriebes, unter Bewertung durch Einspeisung einer 1500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C.

Nachfolgend werden die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden. Die 1 bis 2 sind schematische Querschnittsansichten der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. In 1 ist eine Trennschicht 2 auf einer porösen Schicht 1 vorhanden. Ein dünner Film 3 aus Polyvinylalkohol liegt als Oberflächenschicht der Trennschicht 2 vor. 2 zeigt eine Schicht (Abschnitt), in welcher eine Polyvinylalkoholkomponente 4 und eine Trennschicht 5 in einem Phasentrennzustand auf der porösen Schicht 1 vorliegt. Die Polyvinylalkoholkomponente muss nicht in Form eines dünnen Filmes vorliegen. Bei der vorliegenden Erfindung müssen die Bedingungen der 1 und 2 nicht miteinander kombiniert sein.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Beispiele beschrieben werden. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt.

Beispiel 1

Eine wässrige Lösung, welcher 3,0 Gew.-% Triethylamin, 6,0 Gew.-% Kampfersulfonsäure und 5,0 Gew.-% Isopropylalkohol einer wässrigen Lösung zugesetzt worden sind, welche 3,0 Gew.-% m-Phenylendiamin und 0,15 Gew.-% Natriumlaurylsulfat zugegeben worden sind, wurde mit einem mikroporösen Polysulfonträgerfilm einige Sekunden in Kontakt gebracht und die überschüssige Lösung wurde entfernt, um eine Schicht der Lösung auf dem Trägerfilm auszubilden.

Danach wurde die Oberfläche eines solchen Trägerfilms mit einer IP1016-Lösung (isopraffinischer Kohlenwasserstoff, hergestellt durch Idemitsu Petrochemical Corporation), welche 0,20 Gew.-% Trimesinsäurechlorid und 0,05 Gew.-% Isopropylalkohol enthält, in Berührung gebracht und wurde dann in einem Heißlufttrockner bei 120°C für 3 Minuten aufbewahrt. Dementsprechend wurde die Hautschicht auf dem Träger ausgebildet. Dementsprechend wurde eine Umkehrosmose-Verbundmembran erhalten.

Dann wurde Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von 99 % (der mittlere Polymerisationsgrad n beträgt 2000) in einer Lösung aufgelöst, welche Isopropylalkohol und Wasser im Verhältnis von 3:7 enthält, um eine wässrige Lösung von 25 Gew.-% Polyvinylalkohol (PVA) zu erhalten. Die Umkehrosmose-Verbundmembran wurde mit dieser Lösung beschichtet und bei 130°C während 5 Minuten getrocknet. Im Ergebnis wurde ein PVA-Beschichtungsfilm mit einer mittleren Dicke von etwa 0,1 &mgr;m erhalten.

Die Leistungsfähigkeit der Umkehrosmose-Verbundmembran mit dem PVA-Beschichtungsfilm wurde unter Verwendung einer wässrigen Lösung bewertet, welche 1500 ppm Natriumchlorid bei einem Druck von 15 kgf/cm2 verwendet wurde, wie unten in Tabelle 1 gezeigt ist.

Nach ausreichendem Waschen der erhaltenen Umkehrosmose-Verbundmembran wurde die elektrische Mobilität der Oberfläche der Membran unter Verwendung einer elektrophoretischen Lichtstreuungsvorrichtung (ELS-800, hergestellt von Otsuka Electronics Co., Ltd.) gemessen. Ein Oberflächenzetapotenzial (&zgr;), wurde aus der elektrischen Mobilität gemäß der folgenden Gleichung 1 (Smoluchowski-Gleichung) erhalten. U = &egr;&zgr;/4&pgr;&eegr;Gleichung 1 worin U die elektrische Mobilität, &egr; die absolute Durchlässigkeit der Lösung und n die Viskosität der Lösung bedeuten.

(Insbesondere wurde die Umkehrosmose-Verbundmembran auf eine Abmessung von etwa 30 × 60 mm zugeschnitten und in eine Zelle für eine Flachschichtprobe, welche an der Messungsvorrichtung angebracht ist, eingebracht. Das Standardteilchen zur Elektrophorese war ein Polystyrolteilchen (520 nm), dessen Oberfläche mit Hydroxypropylcellulose beschichtet war. Es wurde eine 10 mM NaCl-Lösung verwendet, in welche die Polystyrolteilchen dispergiert waren. Zur Messung der pH-Abhängigkeit des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) wurde diese Lösung auf den pH zur Messung eingestellt, indem eine wässrige Lösung von HCl oder NaOH verwendet wurde.)

3 zeigt das Ergebnis der pH-Abhängigkeit des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;).

Zur Bewertung der Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung wurde die Membran in eine flache Membranzelle eingebracht und es wurde die Strömung von Reinwasser (bewertet bei einem Druck von 15 kgf/cm2) bevor und nachdem eine wässrige Lösung, welche 1000 ppm eines kationischen Tensids enthielt, unter Druck bei einem Druck von 15 kgf/cm2 17 Stunden lang zirkuliert wurde, bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 1

Die gleichen Messungen wie im Beispiel 1 wurden unter Verwendung einer Umkehrosmose-Verbundmembran vor Oberflächenbeschichtung mit Polyvinylalkohol durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

  • Anmerkung *1) Strömung-1: Die Strömung von Reinwasser, bewertet vor Druckzirkulation des kationischen Tensids
  • Anmerkung *2) Strömung-2: Die Strömung von Reinwasser, bewertet nach Druckzirkulation des kationischen Tensids
  • Anmerkung *3) Retention: (Strömung-2/Strömung-1) × 100

3 zeigt das Ergebnis der pH-Abhängigkeit des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) der Umkehrosmose-Verbundmembranen in Beispiel 1 gemäß der vorliegenden Erfindung und Vergleichsbeispiel 1.

Wie oben beschrieben wurde, wurde gemäß dem Beispiel der vorliegenden Erfindung der isoelektrische Punkt der Oberfläche der Trennschicht in einen neutralen Bereich verschoben, indem die PVA-Dünnschicht mit einem Verseifungsgrad von 99 % ausgebildet wurde und daher wurde die Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung verbessert. Darüber hinaus wies die Umkehrosmose-Verbundmembran eine hohe Salzzurückweisung und eine hohe Wasserpermeabilität auf und erlaubte praktische Entsalzung bei einem relativ niedrigem Druck.

Andererseits war das Z-Potenzial der Umkehrosmosemembran ohne PVA-Beschichtung (Vergleichsbeispiel 1) negativ.

Beispiel 2

Nach dem Herstellen einer Umkehrosmose-Verbundmembran durch Grenzflächenpolykondensation in der gleichen Weise wie im Beispiel 1, wurde Polyvinylalkohol (PVA) mit einem Verseifungsgrad von 99 % in einer 1:1-Lösung, welche Isopropylalkohol (IPA) und Wasser in einer Konzentration von 0,25 Gew.-% enthält, aufgelöst. Die Umkehrosmose-Verbundmembran wurde mit dieser PVA-Lösung durch Eintauchen und Trocknen bei 130°C für 5 Minuten beschichtet, um eine Dünnschicht mit einer mittleren Dicke von etwa 0,1 &mgr;m auszubilden. Die Membran wurde durch Einspeisen einer 1500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C bewertet. Dann wurde ein Permeationstest von Industriewasser (28 Stunden) durchgeführt, indem die Membran bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C verwendet wurde, und die Änderung der Strömung infolge organischer Verschmutzung wurde gemessen. Des Weiteren wurde die Oberfläche der Membran mit Oxalsäure (pH = 2,1 Stunde) gewaschen. Die Strömungsänderung von ultrafeinem Wasser vor und nach dem Permeationstest des Industriewassers wurde gemessen und es wurde der Waschrückstand gemessen. Die Ergebnisse von Beispiel 2 und Vergleichsbeispiel 2 sind in Tabelle 3 gezeigt. Die PVA-Schicht auf der Oberfläche der Membran von Beispiel 2 war nach dem Test ohne ein Auflösen in Wasser vorhanden.

Wie sich aus den Ergebnissen in Tabelle 3 ergibt, wurde bestätigt, dass die Umkehrosmose-Verbundmembran von Beispiel 2, auf welche die PVA-Lösung aufgetragen worden war, eine hohe Salzzurückweisung und eine hohe Wasserpermeabilität beibehielt, eine hohe Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung aufwies und eine praktische Entsalzung bei relativ niedrigem Druck erlaubte.

Vergleichsbeispiel 2

Die Umkehrosmose-Verbundmembran ohne die PVA-Schicht von Beispiel 1 wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 3

Polyvinylalkohol (wasserlöslicher PVA) mit einem Verseifungsgrad von 89% wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 bewertet. Als Ergebnis war der PVA auf der Oberfläche nicht vorhanden, da er in Wasser aufgelöst war.

Beispiel 3

Nach Herstellung einer Umkehrosmose-Verbundmembran durch Grenzflächenpolykondensation in gleicher Weise wie in Beispiel 1, wurde Polyvinylalkohol (PVA) mit einem Verseifungsgrad von 99 in einer Lösung von Isopropylalkohol (IPA) und Wasser (IPA: H2O = 3:7) aufgelöst. Die Oberfläche der Umkehrosmose-Verbundmembran, welche durch das oben beschriebene Verfahren erhalten wurde, wurde mit einer 0,13 gew.%igen PVA-Lösung durch Eintauchen und Trocknen bei 130°C für 5 Minuten unter Ausbildung einer Dünnschicht beschichtet. Um des Weiteren zu vermeiden, dass Bereiche unbeschichtet bleiben, wurde die Membran erneut durch Eintauchen mit einer Lösung, in welcher 0,1 Gew.-% Polyvinylalkohol (PVA) in eine Lösung von Isopropylalkohol (IPA) und Wasser (IPA:H2O = 3:7) aufgelöst war, und Trocknen bei 130°C für 5 Minuten beschichtet. Im Ergebnis wurde eine Umkehrosmosemembran erhalten. Das Oberflächenzetapotenzial (&zgr;) der Umkehrosmosemembran war gleich dem, das in 3 gezeigt ist.

Zur Bewertung der Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung wurde eine Abnahme der Strömung infolge von Adsorption unter Verwendung eines kationischen Tensids gemessen. Für die Messung wurde die Membran in eine flache Membranzelle eingebracht und es wurde eine wässrige Lösung, welche 500 ppm kationisches PAN (hergestellt von DAI-ICHI KOGYO SEIYAKU Co., Ltd.) enthält, als Wasser, enthaltend ein kationisches Tensid, verwendet. Die wässrige Lösung wurde bei einem Druck von 15 kgf/cm2 für 1 Stunde druckzirkuliert und die Strömung wurde gemessen. Die Strömung wurde mit jener verglichen, welche vor Zugabe des kationischen Tensids gemessen wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 4

Die Membran vor Ausbildung der PVA-Schicht wie im Beispiel 3 beschrieben, das heißt, eine Membran ohne PVA-Beschichtung, wurde gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.

Wie oben beschrieben, wurde gemäß der vorliegenden Erfindung der isoelektrische Punkt der Oberfläche der Trennschicht in einen neutralen Bereich verschoben, indem eine PVA-Dünnschicht ausgebildet wurde und daher wurde die Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung verbessert. Darüber hinaus weist die Umkehrosmose-Verbundmembran eine hohe Salzzurückweisung und eine hohe Wasserpermeabilität auf und erlaubte praktische Entsalzung bei einem relativ niedrigen Druck.

Beispiel 4

Eine wässrige Lösung, bei welcher 3,0 Gew.-% Triethylamin, 6,0 Gew.-% Kampfersulfonsäure und 5,0 Gew.-% Isopropylalkohol einer wässrigen Lösung zugegeben waren, welche 3,0 Gew.-% m-Phenylendiamin und 0,15 Gew.-% Natriumlaurylsulfat enthielt, wurde mit einem mikroporösen Polysulfonträgerfilm für einige Sekunden in Kontakt gebracht und die überschüssige Lösung wurde entfernt, um eine Schicht der Lösung auf dem Trägerfilm auszubilden.

Danach wurde die Oberfläche eines solchen Trägerfilms mit einer IP1016-Lösung (isoparaffinisches Kohlenwasserstofföl, hergestellt von Idemitsu Petrochemical Corporation), enthaltend 0,20 Gew.-% Trimesinsäurechlorid und 0,05 Gew.-% Isopropylalkohol, in Kontakt gebracht und dann in einem Heißlufttrockner bei 120°C für 3 Minuten gehalten. Dementsprechend wurde eine Hautschicht auf dem Träger ausgebildet. So wurde eine Umkehrosmose-Verbundmembran erhalten.

Dann wurde Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von 99 (n = 2000) in einer Lösung aufgelöst, welche Isopropylalkohol und Wasser in einem Verhältnis von 3:7 enthält, um eine wässrige Lösung von 25 Gew.-% Polyvinylalkohol zu erzeugen. Die Umkehrosmose-Verbundmembran wurde mit dieser Lösung beschichtet und bei 130°C für 5 Minuten getrocknet. Im Ergebnis wurde die Umkehrosmose-Verbundmembran der vorliegenden Erfindung erhalten. Die Leistung der Membran wurde unter Verwendung einer wässrigen Lösung, enthaltend 1500 ppm Natriumchlorid, bei einem Druck von 15 kgf/cm2 bewertet und ist in Tabelle 5 gezeigt.

Nach dem ausreichenden Waschen der erhaltenen Umkehrosmose-Verbundmembran wurde die elektrische Mobilität der Oberfläche der Membran unter Verwendung der elektrophoretischen Lichtstreuungsvorrichtung (ELS-800, hergestellt von Otsuka Electronics Co., Ltd.) gemessen. Ein Oberflächenzetapotenzial (&zgr;) wurde aus der elektrischen Mobilität in gleicher Weise wie oben beschrieben berechnet. Das Ergebnis ist in Tabelle 6 gezeigt.

Zur Bewertung der Toleranz gegenüber Wasser, welches ein Tensid enthält, wurde die Membran in eine flache Membranzelle eingebracht und Wasser, welches durch Filtern herkömmlichen Brauchwassers, das 1 ppm eines Tensids enthält, mit einem Wasser-MF-Filter erhalten wurde, wurde bei einem Druck von 15 kgf/cm2 während 14 Tagen druckzirkuliert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 5

Eine Umkehrosmose-Verbundmembran mit der gleichen Umkehrosmosemembranleistung wie die Membran, deren Oberfläche mit Polyvinylalkohol behandelt wurde, wurde verwendet. Eine wässrige Lösung, bei welcher 3,0 Gew.-% Triethylamin und 6,0 Gew.-% Kampfersulfonsäure einer wässrigen Lösung, welche 2,0 Gew.-% m-Phenylendiamin und 0,15 Gew.-% Natriumlaurylsulfat enthielt, zugegeben wurde, wurde mit einem mikroporösen Polysulfonträgerfilm für einige Sekunden in Kontakt gebracht und die überschüssige Lösung wurde entfernt, um eine Schicht der Lösung auf dem Trägerfilm auszubilden.

Danach wurde die Oberfläche eines solchen Trägerfilms mit einer Hexanlösung, enthaltend 0,2 Gew.-% Trimesinsäurechlorid und 0,30 Gew.-% Isophthalsäurechlorid, in Kontakt gebracht und dann in einem Heißlufttrockner bei 120°C für 3 Minuten gehalten. Dementsprechend wurde eine Hautschicht auf dem Träger ausgebildet. Dementsprechend wurde eine Umkehrosmose-Verbundmembran erhalten.

An der Umkehrosmose-Verbundmembran wurde der gleiche Resistenztest wie im Beispiel 4 durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 gezeigt.

  • Bemerkung *1) Strömung-1: Die Strömung am Anfang der Druckzirkulation
  • Bemerkung *2) Strömung-2: Die Strömung von Wasser nach 14 Tagen Druckzirkulation
  • Bemerkung *3) Retention: (Strömung-2/Strömung-1) × 100

Beispiel 5

Es wurde eine Umkehrosmose-Verbundmembran in gleicher Weise wie im Beispiel 4 hergestellt und die Oberfläche der Membran wurde mit Polyvinylalkohol beschichtet. Der Wert des Oberflächenzetapotenzials (&zgr;) ist in Tabelle 7 gezeigt.

Die Toleranz gegenüber Wasser, welches eine Eisenverbindung enthält, wurde durch Einstellen eines 4-inch-Elementes, das unter Verwendung dieser Membran hergestellt war, und der Ausübung eines Betriebes bei einer konstanten Fließrate von 1,4 (l/min) bewertet, indem Industriewasser verwendet wurde, das 0,90 mg/l einer Eisenverbindung enthält. Die Ergebnisse sind in 4 gezeigt.

Vergleichsbeispiel 6

Zu Vergleichszwecken wurde eine Umkehrosmose-Verbundmembran vor Oberflächenbehandlung mit Polyvinylalkohol in gleicher Weise wie im Beispiel 5 gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 und 4 gezeigt.

Nach der Bewertung wurden die Elemente von Beispiel 5 und Vergleichsbeispiel 6 auseinander gebaut. Es konnten auf der Oberfläche der Membran des Elementes von Beispiel 5 keine angehafteten Eisenkomponenten festgestellt werden, wohingegen auf der Oberfläche der Membran des Elementes des Vergleichsbeispiels 6 die Eisenkomponente anhaftete.

Es hat sich auch gezeigt, dass Beispiel 5 eine ausreichende Strömung im Betrieb bei einem niedrigen Druck sicherstellen konnte und über eine lange Zeit stabil arbeiten konnte.

Wie oben beschrieben, wies die Umkehrosmose-Verbundmembran der vorliegenden Erfindung eine hohe Salzrückhaltung, eine hohe Wasserpermeabilität und eine hohe Toleranz gegenüber organischer Verschmutzung auf und erlaubte praktische Entsalzung bei einem relativ niedrigen Druck. Des Weiteren verschlechterte sich die Leistung der Umkehrosmose-Verbundmembran nicht wesentlich, sogar bei Durchführung einer Umkehrosmosebehandlung mit Rohwasser, das ein Tensid und eine Übergangsmetallkomponente enthielt.


Anspruch[de]
Verbundmembran für Umkehrosmose umfassend:

eine Schwammschicht und eine auf der Schwammschicht ausgebildete Trennschicht, wobei eine elektrisch neutrale Schicht aus Polyvinylalkohol, die wasserunlöslich bei 25°C und wasserlöslich bei 80°C ist, auf der Trennschicht ausgebildet ist, wobei ein Oberflächenzetapotenzial (&zgr;) der elektrisch neutralen Schicht bei ± 10mV bei einem ph-Wert von 6 eingestellt ist, wie durch Elektrophorese-Lichtstreuung gemessen und durch die nachfolgende Gleichung U = &egr;&zgr;/4 &pgr;&eegr;(1), berechnet wird, worin U die elektrische Mobilität, &egr; die absolute Dielektrizitätskonstante der Lösung und &eegr; die Viskosität der Lösung ist, wobei die elektrische Mobilität U unter Verwendung von Polystyrolteilchen (520 nm), welche mit Hydroxypropylzellulose überzogen sind und in 10 mM einer Natriumchloridlösung dispergiert sind und durch Einstellen des pH-Wertes der Lösung durch eine wässrige Lösung von HCl oder NaOH zur Messung der pH-Abhängigkeit des Oberflächenzetapotentials (&zgr;) gemessen wird.
Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß Anspruch 1, worin der Polyvinylalkohol einen Verseifungsgrad von 95 % oder mehr aufweist. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß den Ansprüchen 1 und 2, worin die Dicke der elektrisch neutralen Schicht im Bereich von 0,001 bis 1 &mgr;m liegt. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, worin der pH-Wert im Bereich von 6 bis 8 liegt. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, worin der pH-Wert im Bereich von 5 bis 11 liegt. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß Anspruch 1, worin ein absoluter Wert des Oberflächenzetapotentials (&zgr;) der Trennschicht vor der Beschichtung mit der elektrisch neutralen Schicht größer als 10mV im pH-Bereich von 5 bis 11 ist, wie durch Elektrophorese-Lichtstreuung gemessen und durch die folgende Gleichung U = &egr;&zgr;/4 &pgr;&eegr;(1), berechnet wird, worin U die elektrische Mobilität, &egr; die absolute Dielektrizitätskonstante der Lösung und n die Viskosität der Lösung ist. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß Anspruch 6 mit einer Fließrate von 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr in einem Umkehrosmosetest, welcher durch Einspeisen von 500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 7,5 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß Anspruch 1 mit einer Fließrate von 0,6 [m3/m2/Tag] oder mehr in einem Umkehrosmosetest, welcher durch Einspeisen von 1.500 ppm NaCl-Lösung bei einem Druck von 15 kg/cm2 und einer Temperatur von 25°C durchgeführt wird. Verbundmembran zur Umkehrosmose gemäß den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennschicht aus aromatischem Polyamid gebildet ist. Verwendung der Verbundmembran zur Umkehrosmose nach den vorhergehenden Ansprüchen zur Behandlung von Wasser. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser ein Tensid enthält. Verwendung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Tensid im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.% liegt. Verwendung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser eine Übergangsmetallkomponente enthält. Verwendung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsmetallkomponente Eisen ist. Verwendung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt der Übergangsmetallkomponente im Bereich von 0,01 ppm bis 20 Gew.% liegt.






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