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Dokumentenidentifikation DE69931492T2 26.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001093336
Titel L-CALCIUM-PIDOLAT ENTHALTENDE ZUSAMMENSETZUNG FÜR LEGEGEFLÜGEL
Anmelder Laurenceau, Remy, Orvault, FR
Erfinder Laurenceau, Remy, 44700 Orvault, FR
Vertreter Leine & Wagner, 30163 Hannover
DE-Aktenzeichen 69931492
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 05.07.1999
EP-Aktenzeichen 999294044
WO-Anmeldetag 05.07.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/FR99/01619
WO-Veröffentlichungsnummer 2000002461
WO-Veröffentlichungsdatum 20.01.2000
EP-Offenlegungsdatum 25.04.2001
EP date of grant 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse A23K 1/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A23K 1/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen die Verwendung von Calcium-L-Pidolat zur Herstellung eines Mittels, das die Qualität der Eierschale, insbesondere deren mechanische Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen, verbessert, sowie im Besonderen eine Zusammensetzung, die Legegeflügel verabreicht werden kann, um die Qualität der Schale der vom Geflügel gelegten Eier zu verbessern.

Seit einigen Jahren erfolgt die Geflügelzucht in industriellen Intensivbetrieben, worunter die Aufzuchtbedingungen leiden (Verringerung des Raumangebots, Abwesenheit von Sonnenlicht, etc.). Diese Entwicklung hat beim Legegeflügel zu einer Verschlechterung der Schalenqualität der gelegten Eier geführt. Die Verringerung der Eierschalenqualität und insbesondere der mechanischen Widerstandsfähigkeit der Schalen schlägt sich in einer deutlichen Erhöhung des Prozentsatzes an zerbrochenen, gesprungenen oder mit Feinrissen versehenen Eier nieder, was im Zuchtbetrieb oder während des Transports zu großen Verlusten führt. Darüber hinaus sieht sich der Züchter aufgrund der Qualitätsabnahme der Eierschalen gezwungen, die produktive Lebensdauer des Legegeflügels zu verkürzen, weil die Qualitätsverschlechterung sich insbesondere ab der sechzigsten Lebenswoche des Legegeflügels bemerkbar macht.

Obgleich der Entstehungsprozess der Eierschale nicht vollkommen bekannt ist, wurde nachgewiesen, dass eine zusätzliche Zufuhr an Nährstoffelementen, insbesondere an Calcium, an Phosphor und an Vitamin D3, mit dem Futtermittel des Legegeflügels positive Auswirkungen auf die funktionellen Eigenschaften der der Schale hat. Daher sind verschiedene ergänzte Futtermittelzusammensetzungen entwickelt worden. Solche Zusammensetzungen werden insbesondere in den Patenten FR-A-2.354.056, EP-A-0.383.116, EP-A-0.420.878, EP-A-0.594.862, WO-96.35339, FR-A-2.633.156 beschrieben.

Wie die Aufzählung der oben genannten Schriftstücke zeigt, gibt es vielfältige und verschiedenartige Lösungen. Alle diese Lösungen haben indes heutzutage ihre Grenzen gezeigt, denn oberhalb der Dosen, die in den vorstehend genannten Schriftstücken angegeben werden, wird im Allgemeinen keine zusätzliche Wirkung auf die Widerstandsfähigkeit der Schale erzielt. Darüber hinaus weist jede der oben vorgeschlagenen Zusammensetzungen Nachteile auf, die entweder mit der anzuwendenden Dosis der wirksamen Elemente oder mit Schwierigkeiten beim Einsatz des wirksamen Elements aufgrund der unabänderlichen Eigenschaften des Elements selbst oder mit der Verabreichung des wirksamen Elements aufgrund des vom Geflügel nicht geschätzten Geschmacks dieses wirksamen Elementes verbunden sind. Solche Nachteile führen entweder zu wirtschaftlichen Hinderungsgründen aufgrund der Dosen und der damit entstehenden Kosten der Ergänzung oder zu technischen Problemen beispielsweise aufgrund der Maschinen, die zur Herstellung der Zusammensetzungen erforderlich sind, oder zu Problemen aufgrund einer Futterverweigerung seitens des Legegeflügels.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht folglich darin, ein organisches Calciumsalz, welches bis heute noch nie in der Tierernährung verwendet worden ist, als Mittel zur Verbesserung Eierschalenqualität, insbesondere der mechanischen Widerstandsfähigkeit und des Aussehens, bereitzustellen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Zusammensetzung bereitzustellen, die Legegeflügel verabreicht werden kann, um die Qualität der Eierschalen, insbesondere deren mechanische Widerstandsfähigkeit, deren Widerstandsfähigkeit gegen eine bakterielle Kontamination sowie deren Aussehen zu verbessern, wobei die Zusammensetzung einfach in der Herstellung ist und das geschmackslose wirksame Element, wie in Anspruch 1 beschrieben, in sehr geringen Mengen enthält.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Zusammensetzung bereitzustellen, die Legegeflügel verabreicht werden kann, um die Qualität der Eierschalen, insbesondere deren mechanische Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen zu verbessern, wobei das wirksame Element der Zusammensetzung unmittelbar ab dem ersten Tag der Verabreichung an das Legegeflügel wirkt, wie in Anspruch 1 beschrieben.

Zu diesem Zwecke betrifft die Erfindung weiterhin die Verwendung von Calcium-L-Pidolat zur Herstellung eines Mittels zur Verbesserung der Eierschalenqualität, insbesondere hinsichtlich deren mechanischer Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen.

Die Erfindung betrifft eine derartige Zusammensetzung für Legegeflügel zur oralen Einnahme, die mindestens ein wirksames Element enthält, welches die Qualität der Eierschalen, insbesondere die mechanische Widerstandsfähigkeit und das Aussehen, verbessert,

dadurch gekennzeichnet, dass sie als wirksames Element, welches die Qualität der Eierschalen verbessert, mindestens Calcium-L-Pidolat enthält und dass sie in Form von verkapseltem Calcium-L-Pidolat oder aber in Form eines Gemisches aus Calcium-L-Pidolat und mindestens einem Trägerstoff zur Bildung eines Futtermittel-Vorgemisches, wobei es sich bei dem Trägerstoff entweder um dehydratisiertes Calciumcarbonat mit Zusatz von dehydratisiertem Algenmehl oder um Ton in Futtermittelqualität handelt, oder aber in Form eines Gemisches aus Calcium-L-Pidolat, Zitronensäure und Natriumhydrogencarbonat zwecks Herstellung einer sprudelndem Zusammensetzung, die dem Trinkwasser des Legegeflügels zugesetzt werden kann, vorliegt.

Die Verwendung von Calcium-L-Pidolat ermöglicht es, bei sehr geringen Dosen eine unmittelbare Wirkung auf die funktionellen Eigenschaften der Schale zu erzielen. Daraus ergeben sich Einsatzmöglichkeiten, die den Anforderungen der Massentierhaltung vollkommen entsprechen. Aufgrund der unabänderlichen stofflichen Eigenschaften des Calcium-L-Pidolats ist die Futtermittelzusammensetzung einfach in der Herstellung. Bei dem Trägerstoff handelt es sich um einen Bestandteil, welcher Risiken, die mit der Hygroskopie des Calcium-L-Pidolats verbunden sind, vermeidet und es ermöglicht, ein homogenes Gemisch zu erhalten.

Die folgende Beschreibung von Ausführungsbeispielen, welche unter Bezugnahme auf die Figur zu lesen ist, in welcher eine Tabelle dargestellt ist, die den Einfluss des Calcium-L-Pidolats auf den Prozentsatz aussortierter Eier aufzeigt, dient der Erläuterung der Erfindung.

Die vorliegende Erfindung beruht auf der Entdeckung ihrer Anmelder, dass Calcium-L-Pidolat in geringen Dosen eine unmittelbare Wirkung auf die Festigkeit von Eierschalen ausübt. Es muss angemerkt werden, dass Calcium-L-Pidolat in der Literatur auch als Calciumpyroglutamat oder Calciumpyrrolidoncarboxylat bezeichnet wird. Weiterhin ist die Synthese von Calcium-L-Pidolat wohlbekannt. Diese Synthese umfasst einen ersten Schritt, in welchem L-Glutaminsäure in wässrigem Milieu unter Ringschluss stereospezifisch in L-Pidolinsäure umgewandelt wird, sowie einen zweiten Schritt, in welchem die L-Pidolinsäure in wässrigem Milieu mit einen Metalloxid oder -carbonat reagiert.

Die Vorgänge beim Einbau von Calcium in die Eierschale sind nur unzureichend bekannt. Daher können die Anmelder bis zum heutigen Tag die Wirkungsweise des Calcium-L-Pidolats nicht genau beschreiben, obgleich der wahrscheinlichste Erklärungsansatz darin besteht anzunehmen, dass dem Calcium-L-Pidolat hauptsächlich die Funktion eines Förderers der Aufnahme von Calcium bei den Stoffwechselvorgängen zukommt, welche zur Eierschalenbildung führen, und dass das Calcium-L-Pidolat nur in zweiter Linie als spezifische Calciumquelle im Futtermittel des Legegeflügels dient.

Die Erfindung besteht also im allgemeinen darin, Calcium-L-Pidolat zur Herstellung eines Mittels zur Verbesserung der Qualität der Eierschalen, insbesondere deren mechanischer Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen, zu verwenden. Wiewohl das Calcium-L-Pidolat in vielfältiger und verschiedenartiger Weise verwendet werden kann, wird im folgenden ausschließlich die Verwendungsform beschrieben, bei welcher das Calcium-L-Pidolat dem Legegeflügel verabreicht wird.

Calcium-L-Pidolat ist ein kristalliner wasserlöslicher Stoff. Aufgrund seiner Eigenschaften kann auf einfache Weise eine Zusammensetzung hergestellt werden, die Legegeflügel verabreicht werden kann und die als wirksames Element, welches die Qualität der Eierschalen und insbesondere deren mechanische Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen verbessert, mindestens Calcium-L-Pidolat enthält. Die Verabreichung des Calcium-L-Pidolats an das Legegeflügel erfolgt vorzugsweise über deren Nahrungsmittelversorgung, und zwar entweder als Bestandteil eines Alleinfuttermittelgemisches oder durch Auflösen im Trinkwasser.

Die Ausführungsform besteht darin, eine Zusammensetzung herzustellen, welche aus einem Gemisch von Calcium-L-Pidolat mit mindestens einem Trägerstoff zur Bildung eines Futtermittel-Vorgemisches besteht, wobei letzteres direkt dem sonstigen Futtermittel des Legegeflügels zugesetzt werden kann. Aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften muss das Calcium-L-Pidolat in Verbindung mit einem Stoff verwendet werden, der jegliches Zusammenbacken verhindert. Dies wäre bei einem Futtermittel-Endprodukt schwieriger zu erreichen. Darüber hinaus muss in einem Futtermittelherstellungsbetrieb ein Zusatzstoff mindestens in einer Menge von 5 ‰ eingesetzt werden, um ein homogenes Futtermittel herstellen zu können. Angesichts der empfohlenen Dosierung wird das Calcium-L-Pidolat daher zunächst mit einem Trägerstoff zu einem Futtermittel-Vorgemisch vermengt, welches dann später weiteren Rohstoffbestandteilen des Futtermittel-Endproduktes zugesetzt wird. Im Allgemeinen liegen im Futtermittel-Vorgemisch das Calcium-L-Pidolat in Pulverform und der Trägerstoff in dehydratisierter Form vor. Es wäre eine Zusammensetzung zu nennen, in welcher es sich bei dem Trägerstoff entweder um dehydratisiertes Calciumcarbonat, dem möglicherweise dehydratisiertes Algenmehl zugesetzt wurde, oder aber um Ton in Futtermittelqualität handelt. Wenn die Dosen an Calcium-L-Pidolat, die dem Legeflügel verabreicht werden sollen, relativ gering sind, wird gemäß der Vorgehensweise ein Vorgemisch aus 3 % pulverförmigem Calcium-L-Pidolat und 97 % Calciumcarbonat in dehydratisiertem Zustand hergestellt. Wenn dieses Vorgemisch in einer Menge von 5 ‰ bis 10 ‰ einem Futtermittel zugesetzt wird, erhält man ein Futtermittel-Endprodukt mit einem Gehalt an Calcium-L-Pidolat von 150 bis 300 ppm. Wenn hingegen die Dosen an Calcium-L-Pidolat, die dem Legegeflügel verabreicht werden sollen, höher sind, wird ein Futtermittel-Vorgemisch aus 16 % pulverförmigem Calcium-L-Pidolat und 84 % Calciumcarbonat in dehydratisiertem Zustand hergestellt. In diesem Fall wird durch Zusatz von 5 ‰ dieses Vorgemisches zu einer herkömmlichen Futtermittelzusammensetzung ein Futtermittel mit 800 ppm Calcium-L-Pidolat erhalten, und durch Zusatz von 7,5 ‰ dieses Vorgemisches wird ein Futtermittel mit 1200 ppm Calcium-L-Pidolat erhalten. In der Praxis wird das Calcium-L-Pidolat der täglichen Futtermenge des Legegeflügels je nach Verschlechterung des Eierschalenzustandes so zugesetzt, dass in der täglichen Futtermenge ein Calcium-L-Pidolatgehalt von 150 bis 1200 erreicht wird.

In den oben genannten Beispielen ist es möglich, anstelle von reinem dehydratisiertem Calciumcarbonat ein Gemisch aus dehydratisiertem Calciumcarbonat in Pulverform und dehydratisiertem Algenpulver oder aber Ton in Futtermittelqualität zu verwenden. In sämtlichen oben genannten Beispielen liegt das Calcium-L-Pidolat als Pulver in Form von Kristallen in der Größenordnung von einem Mikrometer vor.

Andere Anwendungsformen des Calcium-L-Pidolats sind indes vorstellbar. So kann das Calcium-L-Pidolat verkapselt werden. Mit Hilfe der durchgeführten Versuche konnte gezeigt werden, dass diese durch diese mikroverkapselte Anwendungsform bei gleicher Calcium-L-Pidolatkonzentration und verglichen mit der pulverförmigen Anwendungsform eine zusätzliche Wirkung auf die Eierschalenqualität erzielt wird. Genau wie beim L-Pidolat in pulverförmigem Zustand wird das mikroverkapselte Calcium-L-Pidolat mit Calciumcarbonat oder mit einem Gemisch aus Calciumcarbonat und Algenpulver oder mit Ton in Futtermittelqualität gemischt.

Andere Verabreichungsformen des Calcium-L-Pidolats an das Legegeflügel sind ebenfalls vorstellbar. So kann das Calcium-L-Pidolat in Pulverform vorliegen, um direkt im Trinkwasser des Legegeflügels aufgelöst zu werden. Weiterhin kann das Calcium-L-Pidolat in einer Zusammensetzung enthalten sein, welche aus einer Mischung von Calcium-L-Pidolat mit Zitronensäure und Natriumhydrogencarbonat besteht, um eine sprudelnde Zusammensetzung zu bilden, die dem Trinkwasser des Legegeflügels zugesetzt werden kann. Diese sprudelnde Zusammensetzung könnte folgendermaßen zusammengesetzt sein:

Calcium-L-Pidolat: 50 %

Zitronensäure + Natriumhydrogencarbonat: 50 %

Weiterhin ist vorstellbar, eine Zusammensetzung herzustellen, die aus einer Mischung von Calcium-L-Pidolat als wirksamem Element und einer wässrigen Lösung besteht, um eine trinkbare Lösung zu bilden, die direkt dem Trinkwasser des Legegeflügels zugesetzt werden kann. Als Beispiel könnte die trinkbare Lösung folgende Zusammensetzung haben: 150 bis 200 g Calcium-L-Pidolat pro Liter Wasser. Diese Lösung würde dem Trinkwasser des Legegeflügels in einer Menge von 0,6 bis 4,5 Litern pro 1000 Liter Trinkwasser zugesetzt.

Die drei oben beschriebenen Anwendungsformen, bei denen das Trinkwasser des Legegeflügels zur Verabreichung des Calcium-L-Pidolats an das Legegeflügel verwendet wird, könnten ergänzend zu einer Verabreichungsweise eingesetzt werden, bei welcher das Calcium-L-Pidolat in Mischung mit dem Futtermittel verabreicht wird.

Um die Wirksamkeit des Calcium-L-Pidolats nachzuweisen, wurden Versuche in einer Hühnerzuchtanlage durchgeführt, die über eine statische Ventilation verfügte und mit Käfigen von 50 mal 35 cm für 5 Hühner bestückt war, wobei die Aufzucht über einer Mistschicht erfolgte. Der Versuch erstreckte sich auf 19300 Hühner. Ab der neunzehnten Woche begannen die Hühner, die 1,650 kg wogen, mit dem Legen. Die Ergebnisse des Versuchs sind in Tabelle 1 aufgeführt. Der Prozentsatz der aussortierten Eier entspricht dem Prozentsatz an Eiern mit gesprungenen Schalen, wobei jedes Ei sorgfältig durchleuchtet wurde, um jeden Bruch in der Schale (Risse, Löcher, etc.) zu entdecken. Für jeden Versuch wurde die Gesamtzufuhr an Calcium-L-Pidolat berechnet. Um die Calciumzufuhr über Calcium-L-Pidolat zu berücksichtigen, wurde die Calciumzufuhr über andere Bestandteile der Nahrung abgezogen, so dass gezeigt werden konnte, dass die erzielte Wirkung nicht auf eine zusätzliche Calciumzufuhr zurückzuführen ist. Wie die Tabelle 1 zeigt, wurde ab dem Folgetag des Tages, an welchem den Legehühnern das Calcium-L-Pidolat verabreicht wurde, eine Verringerung des Prozentsatzes an aussortierten Eiern festgestellt. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Wirkung des Calcium-L-Pidolats auf die Qualität, insbesondere auf die mechanische Widerstandsfähigkeit der Eierschalen sich ab dem zweiten Tag nach dem Ende der Behandlung verringert, um ganz zu verschwinden. Die Verbesserungen, die durch das Calcium-L-Pidolat insbesondere hinsichtlich der Farbe der Eier erzielt wurden, bleiben hingegen noch acht bis zehn Tage nach der Behandlung bestehen und machen sich durch eine geringere Anzahl an weißen und kreidig aussehenden Eiern bemerkbar. Da das Ergebnis unmittelbar beim Sortieren der Eier im Herstellungsbetrieb quantifiziert werden kann, ist es problemlos möglich, die Ergänzung mit Calcium-L-Pidolat anzupassen. Die in Tabelle 1 dargestellten Versuche wurden im Winter während der Monate Oktober-November durchgeführt. Diese Versuche zeigen, dass durch Verabreichung von Calcium-L-Pidolat an Legegeflügel der Prozentsatz an aussortierten Eiern bei einem im wesentlichen konstanten Wert gehalten werden kann.

Die Verschlechterung der Eierschalenqualität nimmt zwischen der fünfundfünfzigsten und der fünfundsechzigsten Woche zu. Im Allgemeinen werden die Hühner im Alter von achtundsechzig bis siebzig Wochen geschlachtet. Weitere Versuche haben gezeigt, dass die Verschlechterung der Schalenqualität durch Zufuhr an Calcium-L-Pidolat zwischen der sechzigsten und der zweiundsiebzigsten Woche stabilisiert werden kann. Daher kann die Nutzungsdauer des Huhns verlängert werden, mit dem Ziel, die Rentabilität der Zucht zu verbessern durch Reduzieren der Beschickungsamortisierung von Huhn/Ei, was wiederum die Wirtschaftlichkeit des Zuchtbetriebes verbessert.

In den Versuchen, die der Tabelle 1 entsprechen, wurde das Calcium-L-Pidolat den Legehühnern nach Herstellung einer Futtermittel-Vorgemisches gemäß den obigen Ausführungen und dem Futtermittel verabreicht. Die Versuche zeigen in eindeutiger Weise die Wirkung des Calcium-L-Pidolats auf die Festigkeit der Schale, insbesondere auf deren mechanische Widerstandsfähigkeit und darüber hinaus auch auf deren Aussehen. Aus den verschiedenen Versuchen können folgende Anwendungsempfehlungen abgeleitet werden:

Die empfohlene Dosis an Calcium-L-Pidolat im Futtermittel bewegt sich zwischen 150 und 200 ppm. Folgende Faktoren sind zu berücksichtigen:

  • – Das Alter der Hühner zu Beginn und im Laufe der Behandlung; mit zunehmendem Alter steigt die Zufuhr;
  • – Die gewünschte Schalenqualität;
  • – Der Zeitpunkt der Gabe: die größte Wirkung wird erreicht, wenn der Verzehr am späten Nachmittag, gegen 16–17 Uhr, stattfindet;
  • – Die Umgebungstemperatur.

Die verschiedenen Versuche lassen darauf schließen, dass die Verabreichung des Calcium-L-Pidolats im Sommer ab der fünfundvierzigsten Woche und im Winter ab der fünfzigsten Woche beginnen sollte.

Der Zusatz kann in den folgenden Mengen erfolgen: 45. Woche im Sommer/50. Woche im Winter 150–200 ppm 50. Woche/55. Woche 200 ppm 55. Woche/60. Woche 200–300 ppm 60. Woche/65. Woche 200–400 ppm 65.Woche/70. Woche 400–800 ppm

Darüber hinaus: Verlängerung der Nutzungsdauer: 800–1200 ppm. Es muss darauf hingewiesen werden, dass von Zuchtbetrieb zu Zuchtbetrieb große Unterschiede beobachtet werden. Die zugesetzte Menge muss entsprechend den Ergebnissen abgewandelt werden.

Es versteht sich von selbst, dass die oben angegebenen Zahlenwerte lediglich als Beispiel dienen und keineswegs den Geltungsbereich der Erfindung einschränken.


Anspruch[de]
Zusammensetzung für Legegeflügel zur oralen Einnahme, enthaltend wenigstens einen Wirkstoff, der die Qualität der Eierschale insbesondere hinsichtlich der mechanischen Widerstandsfähigkeit und des Aussehens verbessert, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens einen Wirkstoff enthält, der die Qualität der Eierschale verbessert, wobei es diese entweder in einer verkapselten Calcium-L-Pidolat-Form oder einem Calcium-Gemisch aus Calcium-L-Pidolat und wenigstens einem Träger zur Bildung eines Nahrungsmittel-Vorgemisches vorliegt, wobei der besagte Träger besteht aus mit dehydratisiertem Algenmehl ergänztem dehydratisierten Calciumcarbonat oder einem Nahrungsmittel-Lehm oder einer Gemischform aus Calcium-L-Pidolat, Zitronensäure und Natriumbicarbonat, zur Bildung einer dem Trinkwasser des Legegeflügels zusetzbaren, sprudelnden Mischung. Verwendung von Calcium-L-Pidolat zur Bildung eines Mittels, das die Qualität der Eierschale verbessert, insbesondere die mechanische Widerstandsfähigkeit und deren Aussehen. Verwendung von Calcium-L-Pidolat zur Erzeugung einer Zusammensetzung für Legegeflügel zur oralen Einnahme, welche die Qualität der Eierschale insbesondere hinsichtlich der mechanischen Widerstandsfähigkeit und des Aussehens verbessert. Verwendung von Calcium-L-Pidolat zur Erzeugung einer Zusammensetzung für Legegeflügel zur oralen Einnahme nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese dem Legegeflügel entweder in einem Anteil von 150 bis 1200 ppm Calcium-L-Pidolat mittels der täglichen Nahrungsmittelration oder im Anteil von 90 bis 900 mg Calcium-L-Pidolat/L Trinkwasser verabreicht wird.






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