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Dokumentenidentifikation DE102005051435A1 03.05.2007
Titel Applikator Set für Pflanzenschutzmittel und/oder Düngemittel
Anmelder Bayer CropScience AG, 40789 Monheim, DE
Erfinder Paulsen, Björn, 51379 Leverkusen, DE;
Schmitten, Michaela, 51371 Leverkusen, DE
DE-Anmeldedatum 27.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005051435
Offenlegungstag 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse A01C 5/02(2006.01)A, F, I, 20051027, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01G 29/00(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   A01C 15/02(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   A01N 25/00(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Applikator-Set für Pflanzschutzmittel und/oder Düngemittel, bestehend aus
(a) einem Formkörper (1), der einen agrochemischen Wirkstoff und/oder Dünger enthält,
und
(b) einer Vorrichtung, die einen lang gestreckten Schaft (2) aufweist, der am unteren Ende so weit aufgedehnt ist, dass der so gebildete Hohlraum (3) zur Aufnahme eines Formkörpers (1) geeignet ist,
sowie die entsprechende Verwendung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Applikator-Set zur Applizierung von Formkörpern enthaltend einen agrochemischen Wirkstoff und/oder Dünger in den Wurzelbereich von Pflanzen.

Bekannt sind Applikator-Vorrichtungen, bei denen ein Düngestäbchen in die Pflanzerde eingebracht wird (vgl. DE G 8703761 U1, DE-A 1827977). Der dabei verwendete Applikator verbleibt aber während der Düngung in der Erde bis das Düngestäbchen verbraucht ist oder wieder herausgenommen wird. Die Applikatoren dienen daher zur Kontrolle des Düngungsvorgang und zur einfachen Entfernung der Düngestäbchen.

Der vorliegenden Erfindung liegt jedoch die Lösung einer anderen Aufgabe zugrunde. Für den Heim und Garten Bereich werden viele Pflanzenschutzmittel und/oder Düngemittel in Form von Formkörpern (z.B. Tabletten oder Stäbchen) angeboten. Nachteilig ist dabei, dass der Anwender dieser Mittel die Formkörper selbst applizieren muss. Eine optimale Wirkung erzielen die Mittel nur, wenn diese tief in das Erdreich oder Wachstumsmedium bis in den Wurzelbereich der zu behandelnden Pflanze eingebracht werden. Für die optimale Platzierung muss der Anwender daher per Hand den Formkörper in das Erdreich drücken. Soweit die Applizierung mit bloßen Händen zulässig ist, beschmutzt sich der Anwender dabei in unangenehmer Weise die Hände. Zudem kann der Formkörper beim Eindrücken in das Erdreich mit einem Finger nicht beliebig tief in den Wurzelbereich der Pflanze gedrückt werden. Bei der Applizierung von Pflanzenschutzmitteln müssen bei diesem Appliziervorgang zudem meist Handschuhe getragen werden.

Es bestand daher ein Bedarf den Applikationsvorgang für den Anwender der Pflanzenschutz- und/oder Düngemittel zu vereinfachen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Applikator-Set für Pflanzschutzmittel und/oder. Düngemittel bestehend aus

  • a) einem Formkörper (1), der einen agrochemischen Wirkstoff und/oder Dünger enthält, und
  • b) einer Vorrichtung, die einen lang gestreckten Schaft (2) aufweist, der am unteren Ende so geformt ist, dass ein Hohlraum (3) zur Aufnahme eines Formkörpers entsteht.

Mit dem erfindungsgemäßen Applikator-Set entfällt die unbequeme Applizierung der Formkörper per Hand.

Der Formkörper (1) wird bei der Applikation mit dem erfindungsgemäßen Set zunächst durch eine Klemmwirkung im Hohlraum (3) leicht fixiert. Der Hohlraum ist dabei so an den Formkörper angepasst, dass die gewünschte Fixierung auftritt. Dann wird der Applikator mit dem Formkörper in das Erdreich bzw. Wachstumsmedium in den Wurzelbereich der zu behandelnden Pflanze gedrückt. Beim Herausziehen des Applikators aus dem Erdreich bzw. Wachstumsmedium löst sich der nun in der Erde bzw. dem Wachstumsmedium eingeklemmte Formkörper aus dem Hohlraum (3) des Schafts (2) und bleibt in der gewünschten Lage im Erdreich zurück.

Durch den lang gestreckten Schaft (2), der vorzugsweise aus Kunststoff besteht, ist eine optimale Platzierung im tiefer gelegen Wurzelbereich der Pflanze in deren Wachstumsmedium möglich. Vorzugsweise ist der Schaft am oberen Ende breit ausgebildet, um ein Eindrücken der Applikator-Vorrichtung in das Erdreich zu erleichtern. Um eine optimale Düngung/Pflanzenschutzwirkung zu erreichen, ist der Schaft vorzugsweise genau so lang, dass er eine Applizierung des Formkörpers (1) im Hauptwurzelwerk der zu behandelnden Pflanze ermöglicht. Besonders bevorzugt hat der lang gestreckte Schaft (2) eine Länge von 10 bis 25 cm, am meisten bevorzugt von 12 bis 20 cm, da damit für die Behandlung der meisten Pflanzen eine geeignete Applikationstiefe erreicht wird.

Überraschendweise gelingt dem Anwender mit der Applikationshilfe eine so sichere Applizierung der Formkörper, dass die gewünschte Wirkung (Düngeeffekt bzw. Pflanzenschutzwirkung) zuverlässig eintritt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Schaft (2) hohl ausgebildet und besitzt innerhalb des Schaftes liegend einen Stempel (4) bestehend aus einem Stiel und einem Stempelkopf (5), wobei die Länge des Stiels so ausgebildet ist, dass durch Drücken des Stempelkopfs, der sich auf der dem Formkörper (1) gegenüber liegenden Seite des Schafts (2) befindet, ein Herausdrücken des im Hohlraum fixierten Formkörpers (1) in einfacher Weise möglich ist.

Vorteilhafterweise kann der Schaft bei dieser Ausführungsform nach zum oberen Ende soweit platt bzw. breit ausgebildet sein, so dass beim Herausdrücken des Formkörpers der Stempelkopf am oberen Ende des Schafts anschlägt und nicht durchgedrückt werden kann.

Diese Ausführungsform besitzt den Vorteil, dass die Klemmwirkung des Formkörpers im Hohlraum vor der Applizierung fester sein kann, was den Umgang mit dem Applikator-Set vereinfacht, da der Formkörper weniger leicht aus der Applikator-Vorrichtung heraus fällt. Zudem vermeidet diese Ausführungsform Probleme beim Lösen des Formkörpers aus dem Hohlraum in der Erde bzw. im Wachstumsmedium.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Hohlraum größenverstellbar, so dass Standard-Formkörper unterschiedlicher Größe appliziert werden können. Die Klemmwirkung kann bei einem größenverstellbaren Hohlraum durch eine innen im Schaft liegende Feder erreicht werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umschließt der Hohlraum (3) mindestens 30 %, bevorzugt mindestens 50 % und besonders bevorzugt mindestens 70 % des Volumens des Formkörpers (1), wenn der Formkörper im Hohlraum klemmend fixiert ist. Durch die weitgehende Umschließung des Formkörpers wird ein Zerbrechen des Formkörpers beim Eindrücken in die Erde bzw. das Wachstumsmedium vermieden. Stäbchenförmige Formkörper sind so wesentlich besser zu applizieren.

Der Formkörper (1) ist bevorzugt ein Stäbchen, eine Platte, ein geformtes und formstabiles Granulat oder eine Tablette. Der Formkörper hat bevorzugt eine Länge von 2 bis 5 cm und eine Dicke/Breite bzw. einen Durchmesser von 0,4 bis 2 cm

Als Dünger enthalten die Formkörper bevorzugt organische und anorganische stickstoffhaltige Verbindungen wie Harnstoff; Harnstoff-Formaldehydkondensationsprodukte, Aminosäuren, Ammoniumslaze und Nitrate, ferner Kaliumsalze (wie z.B. Chloride, Sulfate und Nitrate) und Phosphorsäure bzw. Salze der Phosphorsäure (wie z.B. Kaliumsalze und Ammoniumsalze). Des Weiteren können die Dünger Salze von Mikronährstoffen (wie z.B. Mangan, Magnesium, Eisen, Bor, Kupfer, Zink, Molybdän und Kobalt) sowie Pflanzenhormone (wie z.B. Vitamin B1, und Indol-III-essigsäure) enthalten. Bevorzugt ist der Dünger ein handelsüblicher Volldünger.

Die Hauptbestandteile Stickstoff, Kalium und Phosphor können in weiten Grenzen variiert werden. Üblicherweise werden Gehalte von 1 bis 30 Gew.-% Stickstoff (bevorzugt 5 bis 20 Gew.-%), 1 bis 20 Gew.-% Kalium (bevorzugt 3 bis 15 Gew.-%) und 1 bis 20 Gew.-% Phosphor (bevorzugt 3 bis 10 Gew.-%) verwendet. Die Mirkroelementgehalte liegen meist im ppm Breich, bevorzugt 1 bis 1000 ppm.

Unter den agrochemischen Wirkstoffen sind im vorliegenden Zusammenhang alle zur Pflanzenbehandlung üblichen Substanzen zu verstehen. Vorzugsweise genannt seien Fungizide, Bakterizide, Insektizide, Akarizide, Nematizide, Molluskizide, Herbizide, Pflanzenwuchsregulatoren, Pflanzennährstoffe und Repellents.

Als Beispiele für Fungizide seien genannt:

2-Anilino-4-methyl-6-cyclopropyl-pyrimidin; 2',6'-Dibromo-2-methyl-4'-trifluoromethoxy-4'-trifluoromethyl-1,3-thiazol-5-carboxanilid; 2,6-Dichloro-N-(4-trifluoromethylbenzyl)-benzamid; (E)-2-Methoximino-N-methyl-2-(2-phenoxyphenyl)-acetamid; 8-Hydroxychinolinsulfat; Methyl-(E)-2-{2-[6-(2-cyanophenoxy)-pyrimidin-4-yloxy]-phenyl}-3-methoxyacrylat; Methyl-(E)-methoximino-[alpha-(o-tolyloxy)-o-tolyl]-acetat; 2-Phenylphenol (OPP), Aldimorph, Ampropylfos, Anilazin, Azaconazol,

Benalaxyl, Benodanil, Benomyl, Binapacryl, Biphenyl, Bitertanol, Blasticidin-S, Bromuconazole, Bupirimate, Buthiobate,

Calciumpolysulfid, Captafol, Captan, Carbendazim, Carboxin, Chinomethionat (Quinomethionat), Chloroneb, Chloropicrin, Chlorothalonil, Chlozolinat, Cufraneb, Cymoxanil, Cyproconazole, Cyprofuram, Carpropamid,

Dichlorophen, Diclobutrazol, Dichlofluanid, Diclomezin, Dicloran, Diethofencarb, Difenoconazol, Dimethirimol, Dimethomorph, Diniconazol, Dinocap, Diphenylamin, Dipyrithion, Ditalimfos, Dithianon, Dodine, Drazoxolon,

Edifenphos, Epoxyconazole, Ethirimol, Etridiazol,

Fenarimol, Fenbuconazole, Fenfuram, Fenitropan, Fenpiclonil, Fentinacetat, Fentinhydroxyd, Ferbam, Ferimzone, Fluazinam, Fludioxonil, Fluoromide, Fluquinconazole, Flusilazole, Flusulfamide, Flutolanil, Flutriafol, Folpet, Fosetyl-Aluminium, Fthalide, Fuberidazol, Furalaxyl, Furmecyclox, Fenhexamid,

Guazatine,

Hexachlorobenzol, Hexaconazol, Hymexazol,

Imazalil, Imibenconazol, Iminoctadin, Iprobenfos (IBP), Iprodion, Isoprothiolan, Iprovalicarb,

Kasugamycin, Kupfer-Zubereitungen, wie: Kupferhydroxid, Kupfernaphthenat, Kupferoxychlorid, Kupfersulfat, Kupferoxid, Oxin-Kupfer und Bordeaux-Mischung,

Mancopper, Mancozeb, Maneb, Mepanipyrim, Mepronil, Metalaxyl, Metconazol, Methasulfocarb, Methfuroxam, Metiram, Metsulfovax, Myclobutanil,

Nickeldimethyldithiocarbamat, Nitrothal-isopropyl, Nuarimol,

Ofurace, Oxadixyl, Oxamocarb, Oxycarboxin,

Pefurazoat, Penconazol, Pencycuron, Phosdiphen, Pimaricin, Piperalin, Polyoxin, Probenazol, Prochloraz, Procymidon, Propamocarb, Propiconazole, Propineb, Pyrazophos, Pyrifenox, Pyrimethanil, Pyroquilon,

Quintozen (PCNB), Quinoxyfen,

Schwefel und Schwefel-Zubereitungen,

Tebuconazol, Tecloftalam, Tecnazen, Tetraconazol, Thiabendazol, Thicyofen, Thiophanat-methyl, Thiram, Tolclophos-methyl, Tolylfluanid, Triadimefon, Triadimenol, Triazoxid, Trichlamid, Tricyclazol, Tridemorph, Triflumizol, Triforin, Triticonazol, Trifloxystrobin,

Validamycin A, Vinclozolin,

Zineb, Ziram und

2-[2-(1-Chlor-cyclopropyl)-3-(2-chlorphenyl)-2-hydroxypropyl]-2,4-dihydro-[1,2,4]-triazol-3-thion.

Als Beispiele für Bakterizide seien genannt:

Bronopol, Dichlorophen, Nitrapyrin, Nickel-Dimethyldithiocarbamat, Kasugamycin, Octhilinon, Furancarbonsäure, Oxytetracyclin, Probenazol, Streptomycin, Tecloftalam, Kupfersulfat und andere Kupfer-Zubereitungen.

Als Beispiele für Insektizide, Akarizide und Nematizide seien genannt:

Abamectin, Acephat, Acrinathrin, Alanycarb, Aldicarb, Alphamethrin, Amitraz, Avermectin, AZ 60541, Azadirachtin, Azinphos A, Azinphos M, Azocyclotin,

Bacillus thuringiensis, 4-Bromo-2-(4-chlorphenyl)-1-(ethoxymethyl)-5-(trifluoromethyl)-1H-pyrrole-3-carbonitrile, Bendiocarb, Benfuracarb, Bensultap, Betacyfluthrin, Bifenthrin, BPMC, Brofenprox, Bromophos A, Bufencarb, Buprofezin, Butocarboxin, Butylpyridaben,

Cadusafos, Carbaryl, Carbofuran, Carbophenothion, Carbosulfan, Cartap, Chloethocarb, Chloretoxyfos, Chlorfenvinphos, Chlorfluazuron, Chlormephos, N-[(6-Chloro-3-pyridinyl)-methyl]-N'-cyano-N-methyl-ethanimidamide, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos M, Cis-Resmethrin, Clocythrin, Clofentezin, Cyanophos, Cycloprothrin, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cyhexatin, Cypermethrin, Cyromazin,

Deltamethrin, Demeton-M, Demeton-S, Demeton-S-methyl, Diafenthiuron, Diazinon, Dichlofenthion, Dichlorvos, Dicliphos, Dicrotophos, Diethion, Diflubenzuron, Dimethoat,

Dimethylvinphos, Dioxathion, Disulfoton,

Emamectin, Esfenvalerat, Ethiofencarb, Ethion, Ethofenprox, Ethoprophos, Etrimphos,

Fenamiphos, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenitrothion, Fenobucarb, Fenothiocarb, Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenpyrad, Fenpyroximat, Fenthion, Fenvalerate, Fipronil, Fluazuron, Flucycloxuron, Flucythrinat, Flufenoxuron, Flufenprox, Fluvalinate, Fonophos, Formothion, Fosthiazat, Fubfenprox, Furathiocarb,

HCH, Heptenophos, Hexaflumuron, Hexythiazox,

Imidacloprid, Iprobenfos, Isazophos, Isofenphos, Isoprocarb, Isoxathion, Ivermectin, Lambdacyhalothrin, Lufenuron,

Malathion, Mecarbam, Mevinphos, Mesulfenphos, Metaldehyd, Methacrifos, Methamidophos, Methidathion, Methiocarb, Methomyl, Metolcarb, Milbemectin, Monocrotophos, Moxidectin,

Naled, NC 184, Nitenpyram,

Omethoat, Oxamyl, Oxydemethon M, Oxydeprofos,

Parathion A, Parathion M, Permethrin, Phenthoat, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamidon, Phoxim, Pirimicarb, Pirimiphos M, Pirimiphos A, Profenophos, Promecarb, Propaphos, Propoxur, Prothiophos, Prothoat, Pymetrozin, Pyrachlophos, Pyridaphenthion, Pyresmethrin, Pyrethrum, Pyridaben, Pyrimidifen, Pyriproxifen,

Quinalphos,

Salithion, Sebufos, Silafluofen, Sulfotep, Sulprofos,

Tebufenozide, Tebufenpyrad, Tebupirimiphos, Teflubenzuron, Tefluthrin, Temephos, Terbam, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiacloprid, Thiafenox, Thiamethoxam, Thiodicarb, Thiofanox, Thiomethon, Thionazin, Thuringiensin, Tralomethrin, Transfluthrin, Triarathen, Triazophos, Triazuron, Trichlorfon, Triflumuron, Trimethacarb,

Vamidothion, XMC, Xylylcarb, Zetamethrin.

Als Beispiele für Molluskizide seien Metaldehyd und Methiocarb genannt.

Als Beispiele für Herbizide seien genannt:

Anilide, wie z.B. Diflufenican und Propanil; Arylcarbonsäuren, wie z.B. Dichlorpicolinsäure, Dicamba und Picloram; Aryloxyalkansäuren, wie z.B. 2,4-D, 2,4-DB, 2,4-DP, Fluroxypyr, MCPA, MOPP und Triclopyr; Aryloxy-phenoxy-alkansäureester, wie z.B. Diclofop-methyl, Fenoxapropethyl, Fluazifop-butyl, Haloxyfop-methyl und Quizalofop-ethyl; Azinone, wie z.B. Chloridazon und Norflurazon; Carbamate, wie z.B. Chlorpropham, Desmedipham, Phenmedipham und Propham; Chloracetanilide, wie z.B. Alachlor, Acetochlor, Butachlor, Metazachlor, Metolachlor, Pretilachlor und Propachlor; Dinitroaniline, wie z.B. Oryzalin, Pendimethalin und Trifluralin; Diphenylether, wie z.B. Acifluorfen, Bifenox, Fluoroglycofen, Fomesafen, Halosafen, Lactofen und Oxyfluorfen; Harnstoffe, wie z.B. Chlortoluron, Diuron, Fluometuron, Isoproturon, Linuron und Methabenzthiazuron; Hydroxylamine, wie z.B. Alloxydim, Clethodim, Cycloxydim, Sethoxydim und Tralkoxydim; Imidazolinone, wie z.B. Imazethapyr, Imazamethabenz, Imazapyr und Imazaquin; Nitrile, wie z.B. Bromoxynil, Dichlobenil und Ioxynil; Oxyacetamide, wie z.B. Mefenacet; Sulfonylharnstoffe, wie z.B. Amidosulfuron, Bensulfuron-methyl, Chlorimuron-ethyl, Chlorsulfuron, Cinosulfuron, Metsulfuron-methyl, Nicosulfuron, Primisulfuron, Pyrazosulfuronethyl, Thifensulfuron-methyl, Triasulfuron und Tribenuron-methyl; Thiolcarbamate, wie z.B. Butylate, Cycloate, Diallate, EPTC, Esprocarb, Molinate, Prosulfocarb, Thiobencarb und Triallate; Triazine, wie z.B. Atrazin, Cyanazin, Simazin, Simetryne, Terbutryne und Terbutylazin; Triazinone, wie z.B. Hexazinon, Metamitron und Metribuzin; Sonstige, wie z.B. Aminotriazol, Benfuresate, Bentazone, Cinmethylin, Clomazone, Clopyralid, Difenzoquat, Dithiopyr, Ethofumesate, Fluorochloridone, Glufosinate, Glyphosate, Isoxaben, Pyridate, Quinchlorac, Quinmerac, Sulphosate und Tridiphane. Desweiteren seien 4-Amino-N-(1,1-dimethylethyl)-4,5-dihydro-3-(1-metylethyl)-5-oxo-1H-1,2,4-triazole-1-carboxamide und Benzoesäure-2-((((4,5-dihdydro-4-methyl-5-oxo-3-propoxy-1H-1,2,4-triazol-1-yl)carbonyl)amino)sulfonyl)-methylester genannt.

Als Beispiele für Pflanzenwuchsregulatoren seien Chlorcholinchlorid und Ethephon genannt.

Als Beispiele für Pflanzennährstoffe seien übliche anorganische oder organische Dünger zur Versorgung von Pflanzen mit Makro- und/oder Mikronährstoffen genannt.

Als Beispiele für Repellents seien Diethyl-tolylamid, Ethylhexandiol und Buto-pyronoxyl genannt.

Die Wirkstoffgehalte an den agrochemischen Wirkstoffen liegen bevorzugt zwischen 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 2,5 Gew.-%.

Die Formkörper werden bevorzugt aus Mischungen aus dem Dünger und/oder dem agrochemischen Wirkstoff mit Klebemitteln und gegebenenfalls Hilfs- und Trägerstoffe hergestellt.

Als erfindungsgemäße Ausführungsformen seien solche besonders genannt, bei denen der Formkörper einen agrochemischen Wirkstoff mit Klebemitteln und gegebenenfalls mit einem Düngerzusatz und sowie gegebenenfalls mit Hilfs- und Trägerstoffen enthält.

Als Klebemittel seien genannt: Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulvrige, körnige oder latexförmige Polymere, Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon-Styrol-Copolymere, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymere, Polyethylenglykol oder anorganische Klebemittel wie Gips oder Zement. Sie liegen in der Mischung bevorzugt in Konzentrationen von 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 20 Gew.-% vor.

Als feste Trägerstofffe kommen in Frage: z.B. natürliche Gesteinmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate, außerdem Calciumphosphat bzw. Calciumhydrogenphosphat. Als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit, sowie synthetische Granulate aus organischen und anorganischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokusnussschalen, Maiskolben und Tabakstengel.

Weitere mögliche Hilfsstoffe zur Herstellung der Formkörper sind Sprengmittel und Tenside. Sprengmittel werden eingesetzt, um die Wirkstofffreigabe in Erdreichen zu fördern. Verwendung finden einzeln oder in Kombination Maisstärke, vernetztes Polyvinylpyrrolidon und spezielle Zellulosen. Die Sprengmittel liegen in Konzentrationen von l bis 10 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 10 Gew.-%, vor.

Tenside werden eingesetzt, um die biologische Wirksamkeit des Wirkstoffs zu verbessern. Ihr Gehalt liegt zwischen 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 2 bis 5 Gew.-%. Geeignet sind z.B. nichtionische Tenside vom Typ Alkyl-Arylethoxylate.

Die Formkörper können so hergestellt werden wie es in der EP-A 755 370 angegeben ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt sind Formkörper die den Wirkstoff Imidacloprid und einen Dünger enthalten. Solche Formkörper an sich sind ebenfalls in der EP-A 755 370 beschrieben. In diesem Fall wird die beschriebene insektizide Wirksamkeit in besonders vorteilhafter Weise verstärkt, wenn die Formkörper mit der erfindungsgemäßen Applikationshilfe bis in den Wurzelbereich der Pflanzen gebracht werden. Die optimale Platzierung des Formkörpers beschleunigt dabei die Schnelligkeit und Wirkungsstärke des insektiziden Wirkstoffs.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert:

1 zeigt eine perspektivische Darstellung der Applikationsvorrichtung mit einem Stempel und einem klemmend fixierten Formkörper.

Die Vorrichtung weist einen lang gestreckten Schaft (2) auf, der über seine gesamte Länge zylindrisch ausgebildet ist und sich im unteren Bereich so aufweitet, dass ein Hohlraum (3) gebildet wird. Der Hohlraum ist so an den tablettenförmigen Formkörper (1) angepasst, dass der Formkörper klemmend im Hohlraum fixiert ist. Die Ecken des Formkörper sind leicht abgerundet, um ein Eindrücken in das Erdreich bzw. Wachstumsmedium zu erleichtern. Im Inneren des Schaftes (2) ist ein Stempel (4) eingeführt, der am oberen Ende aus dem Schaft austritt und dort seinen Stempelkopf (5) hat. Durch Drücken des Stempels (4) kann der Formkörper aus dem Hohlraum gedrückt werden. Dadurch wird die unterirdische Ablösung des Formkörpers durch den Anwender ermöglicht, wenn der Formkörper in der Erde gut platziert wurde.

Nach Platzierung des Formkörpers im Erdreich bzw. Wachstumsmedium kann die Applikationsvorrichtung nach Herausziehen aus der Erde bzw. dem Wachstumsmedium erneut zur Applizierung weiterer Formkörper verwendet werden.


Anspruch[de]
Applikator-Set für Pflanzschutzmittel und/oder Düngemittel bestehend aus

(a) einem Formkörper (1), der einen agrochemischen Wirkstoff und/oder Dünger enthält,

und

(b) einer Vorrichtung, die einen langestreckten Schaft (2) aufweist, der am unteren Ende so geformt ist, dass ein Hohlraum (3) zur Aufnahme eines Formkörpers entsteht.
Applikator-Set für Pflanzschutzmittel oder Düngemittel gemäß Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (2) hohl ausgebildet ist und innerhalb des Schaftes liegend einen Stempel (4) bestehend aus einem Stiel und einem Stempelkopf (5) besitzt, wobei die Länge des Stiels so ausgebildet ist, dass durch Drücken des Stempelkopfs, der sich auf der dem Formkörper (1) gegenüber liegenden Seite des Schafts (2) befindet, ein Herausdrücken des im Hohlraum fixierten Formkörpers (1) in einfacher Weise möglich ist. Applikator-Set für Pflanzschutzmittel oder Düngemittel gemäß Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (1) ein Stäbchen, eine Platte, ein geformtes und formstabiles Granulat oder eine Tablette ist. Applikator-Set für Pflanzschutzmittel oder Düngemittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (3) so groß ist, dass er mindestens 30 % des Volumens des Formkörpers (1) umschließt, wenn der Formkörper im Hohlraum fixiert ist. Applikator-Set für Pflanzschutzmittel oder Düngemittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (1) einen agrochemischen Wirkstoffenthält. Applikator-Set für Pflanzschutzmittel oder Düngemittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper den Wirkstoff Imidacloprid und einen Dünger enthält. Verwendung einer Vorrichtung, die einen lang gestreckten Schaft (2) aufweist, der am unteren Ende so geformt ist, dass der so gebildete Hohlraum (3) zur Aufnahme eines Formkörpers (1) geeignet ist, zum Applizieren des Formkörpers (1), der einen agrochemischen Wirkstoff und/oder Dünger enthält, in das Erdreich oder Wachstumsmedium im Wurzelbereich einer Pflanze. Verwendung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Applizierung des Formkörpers durch Drücken des Stempels (4) mittels einer Vorrichtung mit einem Stempel erfolgt.






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