| Dokumentenidentifikation |
DE10305092B4 03.05.2007 |
| Titel |
Verfahren zur automatischen Anpassung eines Drehmomentenmodells sowie Schaltungsanordnung |
| Anmelder |
Siemens AG, 80333 München, DE |
| Erfinder |
Ellmer, Dietmar, 93057 Regensburg, DE; Lauer, Thorsten, 93059 Regensburg, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.02.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10305092 |
| Offenlegungstag |
26.08.2004 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
03.05.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
03.05.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
F02D 41/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung geht entsprechend der Ansprüche 1 und 11 von einem
Verfahren beziehungsweise von einer Schaltungsanordnung zur automatischen Anpassung
eines Drehmomentenmodells einer Brennkraftmaschine aus, wobei das Drehmomentenmodell
benutzt wird, um in einem konstanten Betriebspunkt des Kraftfahrzeugs mit Hilfe
von Messdaten entsprechender Sensoren und/oder Einheiten ein von der Brennkraftmaschine
abgegebenes Ist-Drehmoment zu bestimmen.
Des weitern ist bekannt, dass in ähnlicher Weise ein Soll-Drehmoment
bestimmt werden kann, das durch einen Fahrerwunsch, einen Drehmomenteneingriff einer
Traktionskontrolle oder auch durch betriebspunktbedingte Momentenbeschränkungen
der Brennkraftmaschine indirekt vorgegeben wird. Das Drehmomentenmodell berechnet
aus der Differenz der beiden Drehmomente, dem Soll-Drehmoment und dem Ist-Drehmoment,
gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines Gütekriteriums für den
Betrieb der Brennkraftmaschine in einem Optimalpunkt einen Regelwert für die
Drehmomentenregelung der Brennkraftmaschine. Das Drehmomentenmodell ist sehr komplex
aufgebaut und kann wegen der Vielzahl von Eingangsparametern nahezu beliebig verändert
werden. Auch zusätzliche Stellglieder im Antriebsstrang und in dessen Peripherie
machen eine Applikation des Drehmomentenmodells immer schwieriger.
Als erschwerend kommt hinzu, dass bei dem Drehmomentenmodell immer
schärfere Verbrauchs- und Abgasforderungen sowie Kundenwünsche zu berücksichtigen
sind. Bisherige Lösungen, insbesondere auch mit neuen Aufladungstechniken oder
alternativen Brennverfahren wie Turbo-, Kompressionsaufladung, Schichtladungsbetrieb
reichen ebenso wenig aus, wie den Ventilhub, die -phase oder das Saugrohr zu verstellen,
um die gewünschten Forderungen zu erfüllen.
Ein weiteres Problem besteht auch darin, dass das Drehmomentenmodell
sehr komplex aufgebaut ist und wegen der Vielzahl von Eingangsparametern nahezu
beliebig verändert werden kann. Auch zusätzliche Stellglieder im Antriebsstrang
und in dessen Peripherie machen eine Applikation des Drehmomentenmodells immer schwieriger.
Als besonders nachteilig wird angesehen, dass sich das Verhalten des
Drehmomentenmodells innerhalb der Lebensdauer des Fahrzeugs durch Ablagerungen,
Verschleiß, Ölalterung oder durch die Verwendung unterschiedlicher Ölsorten
ändern kann. Aber auch Fertigungstoleranzen, Wartungseinflüsse oder Veränderungen
bei der Brennkraftmaschine können dazu führen, dass das vom Drehmomentenmodell
berechnete Ist-Drehmoment nicht mit dem von der Brennkraftmaschine tatsächlich
abgegebenen Drehmoment übereinstimmt. Damit verschieben sich auch die Optimalwerte
für die Gütekriterien der Parameter und führen beim Betrieb der Brennkraftmaschine
zu einer ungenauen Einstellung für die gewünschten Parameter beziehungsweise
das Soll-Drehmoment. Insbesondere externe Einrichtungen wie ESP oder die Getriebesteuerung
können dann nicht mehr genau arbeiten. In besonders ungünstigen Fällen
kann dies während der Fahrt zu unerwünschten Drehmomentenänderungen
führen, die sich beispielsweise als Ruckeln des Fahrzeugs auswirken können.
Aus der DE 196 12 455 A1
ist ein Verfahren zum Ermitteln eines Soll-Drehmomentes an einer Kupplung eines
Kraftfahrzeugs bekannt. Hier wird bereits ein Drehmomentenmodell vorgeschlagen,
das in Abhängigkeit vom Pedalwert, der Drehzahl der Brennkraftmaschine und
einem Stellwert des Fahrgeschwindigkeitsreglers das abgegebene Drehmoment der Brennkraftmaschine
berechnet. Zur Berechnung des Soll-Drehmomentes werden Kennfelder verwendet, die
das Soll-Drehmoment in Abhängigkeit der oben genannten Parameter bestimmen.
Aus der DE 42 32 974 C2
sind ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei dem mit Hilfe eines Drehmomentenmodells
ein Drehmoment eines Ottomotors einstellbar ist. Hier wird für ein vorgegebenes
Soll-Drehmoment zunächst ein für die aktuellen Motorbetriebsbedingungen
geltender Soll-Zündwinkel ermittelt. Anschließend wird ein auf den Soll-Zündwinkel
normiertes Ist-Drehmoment ermittelt. Danach wird eine Abweichung zwischen dem Soll-Drehmoment
und dem normierten Ist-Drehmoment ermittelt, integriert und das Soll-Drehmoment
zu einem Effektiv-Drehmoment korrigiert. Zu diesem Effektiv-Drehmoment wird ein
Einstellwert für eine Luftzumesseinrichtung ermittelt. Des weiteren wird aus
der Drehmomentenabweichung eine Zündwinkelabweichung ermittelt und der Soll-Zündwinkel
derart verstellt, dass das Ist-Drehmoment mit dem Soll-Drehmoment übereinstimmt.
Das Drehmomentenmodell wird somit lediglich zur Anpassung des Ist-Drehmomentes an
das vorgegebene Soll-Drehmoment verwendet. Eine automatische Korrektur des Drehmomentenmodells
selbst ist nicht vorgesehen.
In der DE 195 23 898 A1
werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Antriebseinheit vorgeschlagen,
um Schwingungen im Antriebsstrang zu reduzieren, die ähnlich wie bei einem
Feder-Masse-System durch die Elastizität der Antriebswelle und beim Übergang
vom Schiebebetrieb in den Beschleunigungsbetrieb entstehen und als störend
empfunden werden. Bei diesem Verfahren wird ebenfalls zur Ermittlung
des Ist-Drehmomentes ein Drehmomentenmodell verwendet. Dabei wird ein Beschleunigungsmoment
bestimmt, das von der Differenz zwischen einem indizierten Drehmoment und einer
nachgebildeten Last abhängig ist. Um Schwingungen im Antriebsstrang zu reduzieren,
wird ein Regler verwendet, der eine Momentenkorrektur derart durchführt, dass
die Schwingungen verringert werden. Der Druckschrift ist nicht entnehmbar, dass
das Drehmomentenmodell selbst in irgendeiner Form verändert wird.
Aus der Veröffentlichung, Bestimmung des Motordrehmoments aus
dem Drehzahlsignal, Fehrenbach H. et al., MTZ 12/2002, 63, S.1020–1027, ist
ein Verfahren bekannt, bei dem aus der Motordrehzahl und Ladedruckinformationen
ein indiziertes Motormoment bestimmbar ist. Bei dem Verfahren werden hochgenaue
Geberräder verwendet, aus deren Signalen die Kurbelwellengeschwindigkeit abgeleitet
wird. Für aufgeladene Motoren werden des weiteren Ladedruckinformationen verarbeitet.
Gefilterte und korrigierte Werte werden für jeden Motor nur ein Mal ermittelt
und für die weitere Nutzung eingespeichert. Auf diese Werte kann dann später
während des regulären Betriebs des Motors auf die gespeicherten Werte
zurückgegriffen werden. Eine beispielsweise von Alterungseinflüssen abhängige
Korrektur des Drehmomentenmodells ist nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Drehmomentenmodell
für die Motorsteuerung durch eine automatische Anpassung zu verbessern. Diese
Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1 oder 11 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren beziehungsweise die Schaltungsanordnung
zur Anpassung eines Drehmomentenmodells für die Steuerung einer Brennkraftmaschine
mit den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche 1 und 11 hat demgegenüber
den Vorteil, dass das Drehmomentenmodell selbst während der Fahrt des Fahrzeugs
regelmäßig überprüft werden kann. Das erfolgt in vorteilhafter
Weise während einer Konstantfahrt dadurch, dass das Drehmomentenmodell mit
dem vom Fahrzeug aufgenommenen und aus Eingangsparametern berechneten Fahrzeug-Drehmoment
und dem von der Brennkraftmaschine abgegebenen Ist-Drehmoment, das mit Hilfe des
Drehmomentenmodells ermittelt wird, verglichen wird. Treten während der Fahrt
Verschiebungen zwischen dem berechneten Fahrzeug-Drehmoment und dem ermittelten
Ist-Drehmoment auf, dann werden ein oder mehrere das Drehmoment beeinflussende Parameter
im Drehmomentenmodell angepasst. Dadurch wird das Drehmomentenmodell in vorteilhafter
Weise unabhängig von Alterungseinflüssen, Fertigungstoleranzen oder Wartungsarbeiten.
Die vom Drehmomentenmodell abhängigen Regelungen der Brennkraftmaschine und
auch externer Steuerkreise können daher über die Lebensdauer des Fahrzeugs
zuverlässig aufrecht erhalten werden.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten
Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des in den Ansprüchen
1 und 11 angegebenen Verfahrens beziehungsweise der Schaltungsanordnung gegeben.
Als besonders vorteilhaft wird angesehen, dass der Parameter nur so weit verstellt
wird, dass bei der Überprüfung des Drehmomentenmodells keine für
den Fahrer spürbaren Einflüsse auftreten können. Dadurch bleibt das
Fahrverhalten des Fahrzeug in vorteilhafter Weise unverändert.
Zur Überprüfung des Drehmomentenmodells kann als Verstellparameter
der Zündwinkel verwendet werden. Da üblicherweise bei heutigen Brennkraftmaschinen
rechnergesteuerte Steuergeräte für die Motorsteuerung verwendet werden,
lässt sich durch Verstellung des Zündwinkels beispielsweise in Richtung
Frühzündung oder Spätzündung leicht der Einfluss der Verstellung
auf das Drehmoment überprüfen, da der Zündwinkel auf elektronischem
Wege verstellbar ist. Andererseits sind leichte Verstellungen des Zündwinkels
vom Fahrer praktisch nicht wahrnehmbar, da sich die Verstellung nicht auf das Fahrverhalten
des Fahrzeugs auswirkt.
Alternativ lässt sich als Verstellparameter auch die Zylinderfüllung
der Brennkraftmaschine heranziehen. Die Zylinderfüllung ist abhängig beispielsweise
von Fahrbedingungen und dem verwendeten Brennverfahren. Auch hier wirken sich geringfügige
Verstellungen nicht auf das Fahrverhalten des Fahrzeugs aus.
Als vorteilhafte Lösung wird auch angesehen, wenigstens zwei
Parameter gegeneinander zu verstellen, so dass deren Wirkung kompensiert werden
kann. Auf diese Weise kann leicht analysiert werden, ob das Verhalten der Brennkraftmaschine
noch dem des Drehmomentenmodells entspricht.
Am einfachsten lässt sich das Drehmomentenmodell während
einer Konstantfahrt des Fahrzeugs überprüfen, da dann die zu messenden
Parameter eingeschwungen sind und stabile Messwerte liefern.
Als besonders vorteilhaft wird angesehen, das Drehmomentenmodell mit
Hilfe einer Anpassungseinheit zu realisieren. Dabei wird eine mögliche Drehmomentendifferenz
zwischen dem aktuell wirkenden, aus den Fahrzeugdaten berechneten Drehmoment und
dem Ist-Drehmoment des Drehmomentenmodells bestimmt und die Auswirkung analysiert. Dieser
Vorgang läuft automatisch ab, wenn der Stationärbetrieb festgestellt wurde.
Besonders günstig ist dabei, dass dieser Vorgang als Softwareroutine ausgeführt
werden kann, die in ein vorhandenes System mit einer Rechnereinheit eingebunden
ist.
Eine Anpassungsroutine kann vorteilhaft dadurch durchgeführt
werden, dass bei konstanter Belastung der Nebenaggregate das Drehmoment des Fahrzeugs
ermittelt und das Motor-Drehmoment des Drehmomentenmodells eingelesen wird. Danach
werden der Zündwinkel und die Zylinderfüllung mit gegenläufiger Wirkung
soweit verstellt, dass bei fehlerfreier Drehmomentenmodellierung keine Änderung
des Fahrzeug-Drehmomentes auftritt. Tritt dennoch eine Änderung des Fahrzeug-Drehmomentes
auf, ist dies ein deutliches Anzeichen für ein fehlerhaftes Drehmomentenmodell.
Als günstige Lösung erscheint weiterhin, bei einer festgestellten
Differenz der beiden Drehmomente wenigstens einen Stellparameter zu ermitteln, mit
dem die Abweichung kompensiert werden kann. Auf diese Weise kann das Drehmomentenmodell
leicht angepasst werden.
Sollte der Anpassungsvorgang einen vorgegebenen Grenzwert überschreiten,
dann erscheint es vorteilhaft, den Anpassungsvorgang abzubrechen. In diesem Fall
kann davon ausgegangen werden, dass entweder ein unzulässiger Mess- oder Rechenfehler
vorliegt, der zu ignorieren ist. Dadurch wird wirkungsvoll beispielsweise eine Fehlsteuerung
der Brennkraftmaschine verhindert und das Fahrverhalten des Fahrzeugs nicht in unerwünschter
Weise beeinträchtigt.
Bei der Schaltungsanordnung erscheint von Vorteil, dass eine Rechnereinheit
mit einem Softwareprogramm vorgesehen ist, so dass die Anpassungsroutine leicht
integrierbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
1 zeigt eine Schaltungsanordnung mit einem Funktionsablauf
und
2 zeigt ein Flussdiagramm.
Zum besseren Verständnis des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Anpassung eines Drehmomentenmodells werden zunächst in 1
an Hand einer Schaltungsanordnung die Funktionen und die Wirkungsweise eines bekannten
Drehmomentenmodells beschrieben und danach aufgezeigt, wie das erfindungsgemäße
Verfahren der automatischen Anpassung des Drehmomentenmodells in diese Schaltungsanordnung
eingebunden ist.
Da das von der Brennkraftmaschine aufgebrachte Ist-Drehmoment oder
das vom Fahrzeug aufgenommene Fahrzeug-Drehmoment nicht direkt gemessen werden kann,
werden die Drehmomente aus Größen beziehungsweise Parametern bestimmt,
die entweder von Sensoren an der Brennkraftmaschine, am Fahrzeug und seine Aggregate
gemessen oder aus Werten von Steuergeräten wie einer ESP-, ASR-Regelung, Getrieberegelung
usw. berechnet werden.
Im linken oberen Teil von 1 ist zunächst
eine Einheit A erkennbar, die per se bekannt ist und aus vorgegebenen Eingangsparametern
ein gewünschtes Soll-Drehmoment TQI_SP berechnet. Zur Berechnung des Soll-Drehmoments
TQI_SP können eine Reihe von unterschiedlichen Eingangsparametern berücksichtigt
werden. In der Schaltungsanordnung von 1 sind folgende
Eingangsparameter beispielhaft aufgeführt: ein Fahrerwunsch TQ_REQ, d.h. der
Fahrer des Fahrzeugs betätigt beispielsweise das Gaspedal, um das Fahrzeug
zu beschleunigen. Eine Traktionskontrolle TCS gibt einen Wert vor, damit das von
der Brennkraftmaschine aufgebrachte Ist-Drehmoment TQI_AV möglichst verlustfrei
auf die Fahrbahn übertragen werden kann. Eine Getriebesteuerung AMT gibt ein
gewünschtes Drehmoment vor. Beispielsweise kann bei einem Automatikgetriebe
während des Umschaltens in einen anderen Gang das Drehmoment kurzzeitig zurückgenommen
werden, um ein weiches und ruckfreies Fahrverhalten des Fahrzeugs zu erhalten. Eine
Drehzahlbegrenzung ENSL überwacht die Drehzahl der Brennkraftmaschine. Eine
Geschwindigkeitsbegrenzung VHSL überwacht die Grenzgeschwindigkeit für
das Fahrzeug. Ein Tempomat CRU gibt ein Regeldrehmoment vor. Eine Leistungsbegrenzung
ENG_POW_LIM überwacht die Motorleistung. Eine Katalysator-Schutzschaltung CRT_PROT
überwacht die Katalysatorfunktion und reduziert gegebenenfalls den Drehmoment-Sollwert.
Eine Notlaufregelung LIM überwacht Notlauffunktionen im Störungsfall.
Als weitere Größe kann eine Drehmomentverlust-Kontrolle TQLO vorgesehen
sein, um beispielsweise Belastungen durch eine Klimaanlage, elektrische Fensterheizung
oder Scheinwerfer zu berücksichtigen beziehungsweise nachzuregeln, ohne dass
der Fahrer von diesen Einflüssen etwas merkt. Aus den genannten oder ähnlichen
Eingangsparametern wird mit Hilfe einer Rechnereinheit und eines entsprechenden
Steuerprogramms (Software-Programm) ein Soll-Drehmoment TQI_SP berechnet, das am
Ausgang der Einheit A zur Verfügung steht.
In einer Einheit B wird mit Ist-Werten gearbeitet. Es wird ein Ist-Drehmoment
TQI_AV bestimmt, das von der Brennkraftmaschine abgegeben wird,
wobei hier ebenfalls eine Reihe von Eingangsparametern verwendet werden. Ein wesentlicher
Eingangsparameter ist beispielsweise ein Drosselklappen-Istwert TPS_AV, weil mit
ihm der Luftstrom für die Zylinderfüllung gesteuert wird. Des weiteren
werden Istwerte für einen Lambdaregler LAMB, für einen Zündwinkel
IGA_AV, für eine einzuspritzende Kraftstoffmasse MFF_AV, für einen aktuellen
Verbrennungsmodus STATE_CMB (beispielsweise Schichtladung, homogen stöchiometrisch
oder homogen mager), eine Einspritzphase IP_AV und/oder eine Luftmasse MAF_AV eingegeben.
Die Berechnung des Ist-Drehmomentes TQI_AV erfolgt mit Hilfe von Tabellen oder Kurven,
die in der Einheit B für die einzelnen Eingangsparameter gespeichert sind.
Wie später noch ausgeführt wird, können diese Eingangsparameter von
einer erfindungsgemäßen Anpassungseinheit G korrigiert werden. Nach Abschluss
eines Anpassungsvorganges übergibt die Einheit G den Einheiten B und C korrigierte
Daten, mit denen dann exaktere Berechnungen von TQI_AV sowie der drehmomentrelevanten
Vorgabewerte (Setpoints) möglich ist.
Eine Einheit C ist als Drehmomenten-Koordinator ausgebildet und gibt
Sollwerte vor. Der Drehmomenten-Koordinator C bestimmt aus dem ermittelten Soll-Drehmoment
TQI_SP der Einheit A und dem Ist-Drehmomentes TQI_AV der Einheit B einzustellende
Steuergrößen für die angeschlossenen Stellglieder und Regler, um
das gewünschte Drehmoment zu erreichen. Weitere Eingangsparameter des Drehmomenten-Koordinators
C können Werte von einem Brennverfahrensmanager 10 und/oder einem
Abgasmanager 11 sein. Der Brennverfahrensmanager 10 muss dabei
je nach dem vorliegenden Brennmodus die entsprechenden Parameter steuern. Zum Beispiel
müssen bei Schichtladung die einzelnen Parameter anders stehen als bei einer
homogenen Ladung: höhere Füllung, weniger Kraftstoff, anderer Zündwinkel
bei gleichem Drehmoment.
Auf der Basis der eingegebenen Eingangsparameter berechnet der Drehmomenten-Koordinator
C die aktuellen Steuergrößen, die an seinen Ausgängen zur Verfügung
stehen. In 1 sind folgende Sollwerte für die Steuergrößen
aufgeführt: 21 für einen Drosselklappen-Sollwert TPS_SP,
22 für eine Lambda-Sollwert LAMB_SP, 23 für einen Zündwinkel-Sollwert
IGA_SP, 24 für einen Kraftstoffmassen-Sollwert MFF_SP, 25
für einen Verbrennungsmodus-Sollwert STATE_CMB, 26 für einen
Abgasrückführraten-Sollwert EGR_SP, 27 für einen Einspritzphasen-Sollwert
EOI_SP und 28 für einen Luftmassen-Sollwert MAF_SP.
Für die Berechnung der Drehmomente ist wesentlich, dass sich
die Brennkraftmaschine in einem stationären Betriebszustand befindet. Die Erkennung
des Stationärbetriebes erfolgt während einer Konstantfahrt des Fahrzeugs,
wenn sich die wesentlichen, einflussnehmenden Parameter nicht ändern. Die Konstantfahrt
des Fahrzeugs beziehungsweise der Stationärbetrieb wird in einer Stationärbetrieb-Erkennung
D festgestellt. Eingangsseitig wird der Stationärbetrieb der Brennkraftmaschine
mit Hilfe des Soll-Drehmomentes TQI_SP, der Fahrzeuggeschwindigkeit VS und/oder
der Motordrehzahl N ermittelt. Ist eine Konstantfahrt des Fahrzeugs beziehungsweise
ein Stationärbetrieb des Brennkraftmaschine festgestellt, dann wird ein Signal
LV_STAT erzeugt, das der Anpassungseinheit G als Start für eine Anpassungsroutine
zugeführt wird.
Mit einer Einheit E wird die Fahrzeugmasse VEH_MASS inklusive der
Fahrzeugladung bestimmt. Werte liefert ein externer Sensor 31, beispielsweise
ein Beschleunigungssensor, eine geographische Positionserkennung, eine Wetterinformation,
ein Straßenzustandsdetektor, eine Steigungserkennung, ein Fahrzeugneigungssensor
und/oder ähnliche Parameter und ein interner Sensor 32, beispielsweise
ein Beschleunigungssensor. Die Fahrzeugmasse VEH-MASS wird in eine Rechnereinheit
F eingegeben.
Die Rechnereinheit F bestimmt mit Hilfe weiterer Parameter wie der
Fahrzeuggeschwindigkeit VS und der Motordrehzahl N das vom Fahrzeug aufgenommene,
aktuelle Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH. Der Wert für das ermittelte aktuelle Fahrzeug-Drehmoment
TQ_VEH wird ebenfalls auf die Anpassungseinheit G übertragen.
Als Eingangsparameter für die Anpassungseinheit G dient das aktuelle
Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH, das aus der Einheit B berechnete Ist-Drehmomentes TQI_AV,
der Verbrennungsmodus 29 (STATE_CMB) der Brennkraftmaschine, das Signal
Stationärpunkt-Erkennung LV_STAT der Einheit D sowie die Drehmomentverluste
TQLO, die beispielsweise durch die Drehmomentaufnahme einer Klimaanlage, eines Generators,
einer Hydraulikpumpe usw. entstehen. Bei der Drehmomentberechnung TQ_VEH und TQI_AV
müssen auch diese Drehmomentverluste TQLO berücksichtigt werden.
Wird im Stationärbetriebsfall ein Vergleich des Fahrzeug-Drehmomentes
TQ_VEH mit dem indizierten Motor-Drehmoment TQI_AV durchgeführt, dann wird
das indizierte Motor-Drehmoment TQI_AV immer größer sein als das aktuelle
Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH, da das Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH nicht die Drehmomentverluste
TQLO berücksichtigt. Das heißt, dass für einen gültigen Vergleich
der beiden Drehmomente TQI_AV mit TQ_VEH, die Drehmomentverluste TQLO wieder von
dem Motor-Drehmoment TQI_AV abgezogen werden müssen, da im Idealfall bei zwei
gegensinnig verstellten Parametern keine Differenz auftreten soll. Die Schnittstelle,
an der die Drehmomente und auch die Gesamt-Drehmomente verglichen werden, ist im
Drehmomentensystem frei wählbar. Beispielsweise kann ein berechnetes Motor-Drehmoment
TQI_AV, das vom Motor zur Kupplung übertragen wird, mit einem an der Kupplung
aufgenommenen Drehmoment verglichen werden, wobei das aufgenommene Drehmoment (berechnet
aus anderen Größen) vom Reifen zur Kupplung bestimmt wird. In diesem Fall
wird das wirklich für die Fahrdynamik benutzte Drehmoment betrachtet.
Alternativ kann auch festgelegt werden, dass das Fahrzeug-Drehmoment
TQ_VEH das komplette vom Fahrzeug aufgenommene Drehmoment inklusive der Drehmomentverluste
aus Reibung und den Nebenaggregaten beinhaltet. Dieses Drehmoment muss dann mit
dem vom Motor tatsächlich abgegebenen Motor-Drehmoment TQI_AV (,Verbrennungs-Moment')
verglichen werden.
Die Anpassungseinheit G ist – ebenso wie die zuvor genannten
Einheiten – im wesentlichen durch ein Softwareprogramm realisiert, das das
Drehmomentenmodell ergänzt. Eine zusätzliche Rechnereinheit ist daher
nicht notwendig. Zur Anpassung des Drehmomentenmodells überprüft die Anpassungseinheit
G zunächst, ob eine Anpassung des Drehmomentenmodells erforderlich ist. Diese
Prüfung kann nur erfolgen, wenn zuvor von der Einheit D der Stationärbetrieb
festgestellt wurde und das Signal LV_STAT übermittelt wurde. Wenn dieses der
Fall ist, bildet die Anpassungseinheit G nun aus dem Ist-Drehmoment (TQI_AV-TQLO)
und dem Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH die Differenz und prüft, ob diese Differenz
von Null verschieden ist, so dass in diesem Fall eine Anpassung erforderlich wird.
Des gleichen prüft sie, ob die Differenz nicht größer als ein vorgegebener
Grenzwert ist. In diesem Fall würde die Anpassungsroutine abgebrochen werden,
wie später noch erläutert wird.
Wenn nun eine zu korrigierende Differenz der beiden Drehmomente (TQI_AV-TQLO),
TQ_VEH festgestellt wurde, dann werden zunächst ein, vorzugsweise zwei gegenläufige
Verstellparameter, beispielsweise der Zündwinkel-Sollwert IGA_SP um einen Delta-Wert
DELTA IGA_SP und der Drosselklappen-Sollwert TPS_SP um einen Delta-Wert DELTA TPS_SP
verstellt. Die Korrekturwerte werden als Delta-Werte nach Bedarf mit einem entsprechenden
Algorithmus für die Ausgangsparameter des Drehmomenten-Koordinators C bestimmt
und mit den entsprechenden Parameterwerten nur kurzfristig verknüpft, um die
Auswirkung auf die beiden oben genannten Drehmomente (TQI_AV-TQLO), TQ_VEH zu überprüfen.
Dieser Vorgang ist mit den horizontalen und senkrechten Pfeilen gekennzeichnet,
die auf die kleinen Kreise im oberen rechten Teil von 1
weisen. Die genannten Parameter sind nur beispielhaft ausgewählt und können
nach Bedarf ausgetauscht werden. Dieser Vorgang ist in 1
durch die übrigen DELTA-Werte DELTA_LAMB_SP, DELTA_MFF_SP, DELTA_EGR_SP, DELTA_EOI_SP
und DELTA_MAF_SP angedeutet.
Diese geänderten Datenwerte werden über eine Verbindung
TQAUTOCALIB von der Anpassungseinheit G zum Drehmomentenmodell der Einheit B übertragen
und dort als künftige Werte für die Bestimmung des Ist-Drehmomentes TQI_AV
in Form von Tabellen oder Kurven gespeichert. Die Anpassungseinheit G berechnet
aus den verstellten Istwerten (zum Beispiel TPS_SP, IGA_SP) neue Parameter und korrigiert
daraufhin die Datenwerte der beiden Einheiten B und C. Ein Ausgang TQINVAUTOCALIB
der Anpassungseinheit G ist daher mit einem Eingang des Drehmomenten-Koordinators
C verbunden.
Die korrigierten Parameterwerte stehen dann bei der nächsten
Drehmomentenberechnung zur Verfügung. Die DELTA-Werte haben dann den Wert null.
Auf diese Weise kann das Drehmomentenmodell automatisch an die festgestellten Veränderungen
in der Fahrzeugumgebung angepasst werden, ohne dass der Fahrer des Fahrzeugs davon
etwas merkt.
Die genaue Funktion der Anpassungseinheit G wird nun an Hand des Flussdiagramms
der 2 näher erläutert. Die Anpassungseinheit
G beginnt erst zu arbeiten, wenn Stationärbetrieb festgestellt wurde. Um eine
möglichst breite Anwendung bei allen Antriebsverfahren zu erreichen, bietet
es sich an, ein Fahrzeug-Drehmoment zu bestimmen, das das vom Fahrzeug aufgenommene
Drehmoment beschreibt.
Wie schon in 1 hingewiesen wurde, wird
nach Erkennung des Stationärbetriebes eine mögliche Drehmomentdifferenz
zwischen dem aktuell auf das Fahrzeug wirkenden, berechneten Fahrzeug-Drehmoment
TQ_VEH und dem Ist-Drehmomentes TQI_AV des Drehmomentenmodells durchgeführt.
Gemäß 2 erfolgt die automatische
Anpassung des Drehmomentenmodells in folgenden Schritten.
In Position 41 gibt zunächst die Stationärpunkt-Erkennung
D die Anpassungsroutine der Anpassungseinheit G frei. So lange kein Stationärzustand
erkannt wird, bleibt die Anpassungseinheit G gesperrt.
Anschließend wird in Position 42 ein erstes Fahrzeug-Drehmoment
TQ_VEH1 ermittelt und ein erstes Ist-Drehmoment TQI_AV1-TQLO1 der Brennkraftmaschine
aus dem Drehmomentenmodell der Einheit B ausgelesen. Diese Werte werden zwischengespeichert.
Bei der Drehmomentenermittlung wird darauf geachtet, dass während des Stationärbetriebes
keine Nebenaggregate wie Stromverbraucher oder Klimaanlage geschaltet werden oder
ein störendes Bremsmoment auftritt.
In Position 43 werden beispielsweise die Werte der beiden
Parameter Zündwinkel-Istwert IGA_AV und Drosselklappen-Istwert TPS_AV um einen
kleinen Betrag vorzugsweise gegeneinander so verstellt, dass bei einer fehlerfreien
Modellierung des Drehmomentenmodells keine nachweisbare Momentenänderung am
Fahrzeug auftritt. Die Eingriffe der Steller sind somit momentenneutral und bleiben
ohne Auswirkungen. Der Eingriff wird vom Fahrer daher nicht wahrgenommen. Die verstellten
Parameter werden in Position 44 den Stellern der Brennkraftmaschine zugeführt.
In Position 45 wird nach der Verstellung ein zweites Ist-Drehmoment
(TQI_AV2-TQLO2) und ein zweites Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH2 ermittelt und ähnlich
wie in Position 42 zwischengespeichert. In Position 46 wird die
Differenz der beiden Drehmomentenpaare berechnet. Durch die Verstellung der beiden
Parameter IGA_AV, TPS_AV ergibt sich für das Ist-Drehmoment TQI_AV (indiziertes
Motor-Drehmoment)_somit die Differenz
DELTA TQI_AV = (TQI_AV1-TQLO1) – (TQI_AV2-TQLO2)
und für das Fahrzeug-Drehmoment TQ_VEH die Differenz
DELTA TQ_VEH = TQ_VEH1 – TQ_VEH2
gemäß den Positionen 42 und 44.
Als Nachweis für eine fehlerfreie Funktion des Drehmomentenmodells
sollten zwischen der Differenz DELTA TQI_AV und der Differenz DELTA TQ_VEH kein
Unterschied sein. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, dann werden mit einem vorgegebenen
Algorithmus korrigierte Parameter berechnet und im Drehmomentenmodell gespeichert.
In Position 47 wird geprüft, ob die Differenz aus den
beiden Fahrzeug-Drehmomenten DELTA TQ_VEH einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet.
Denn eine Änderung des Fahrzeug-Drehmomentes TQ_VEH würde zu einem spürbaren
veränderten Fahrverhalten des Fahrzeugs führen und ist unerwünscht.
Der Anpassungsvorgang des Drehmomentenmodells wird dann abgebrochen, um störende
Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Fahrzeugs zu vermeiden. Anschließend
erfolgt ein Rücksprung auf Position 41 und es wird eine erneute Überprüfung
des Stationärzustandes des Fahrzeugs durchgeführt. Dabei werden die geänderten
Parameter zur Anpassung des Drehmomentenmodells herangezogen.
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| Anspruch[de] |
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Verfahren zur Anpassung eines Drehmomentenmodells einer Brennkraftmaschine
eines Kraftfahrzeuges, wobei das Drehmomentenmodell benutzt wird, um in einem konstanten
Betriebspunkt des Kraftfahrzeugs mit Hilfe von aktuellen Parametern entsprechender
Sensoren und/oder Einheiten ein von der Brennkraftmaschine abgegebenes Ist-Drehmoment
(TQI_AV) zu bestimmen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Fahrzeugparameter
erfasst wird, mittels dessen ein erstes Ist-Drehmoment (TQI_AV1) und ein vom Fahrzeug
aufgenommenes erstes Fahrzeug-Drehmoment (TQ_VEH1) berechnet und zwischengespeichert
werden, dass ein das Ist-Drehmoment (TQI_AV1) beeinflussender Parameter momentenneutral
verstellt wird, so dass keine Änderung des Ist-Drehmoments (TQI_AV1) erkennbar
wird, dass nach der Verstellung des Parameters ein zweites Ist-Drehmoment TQI_(AV2)
und ein zweites Fahrzeug-Drehmoment (TQ_VEH2) berechnet und zwischengespeichert
werden, dass aus den beiden Drehmomentenpaaren (TQ_VEH1,2; TQI_AV1,2) jeweils ein
Differenzwert (DELTA TQI_AV, DELTA TQ_VEH) gebildet wird, dass die beiden Differenzwerte
(DELTA TQI_AV, DELTA TQ_VEH) miteinander verglichen werden, dass bei Abweichung
das Drehmomentenmodell angepasst wird und dass das angepasste Drehmomentenmodell
für weitere Berechnungen der Drehmomente verwendet wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Parameter
maximal nur so weit verstellt wird, dass die Änderung des Fahrzeug-Drehmoments
kleiner als ein Maximalwert ist.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Parameter
der Zündwinkel (IGA_AV) verstellt wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass als Parameter der Drosselklappenwert (TPS_AV) verstellt wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Parameter während einer Konstantfahrt gegenläufig
verstellt werden.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Konstantfahrt des Fahrzeugs mit Hilfe einer Einrichtung (D) zur Erfassung
des Stationärbetriebes erfasst wird.
Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stationärbetrieb
aus dem Ist-Drehmoment (TQI_AV), der Fahrzeuggeschwindigkeit (VS)
und/oder der Motordrehzahl (N) bestimmt wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Start für einen Anpassungsvorgang des Drehmomentenmodells mittels
einer Anpassungsroutine freigegeben wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass bei Auftreten einer Drehmomentendifferenz zwischen dem Fahrzeug-Drehmoment
und dem Ist-Drehmoment (TQ_VEH, TQI_AV-TQLO) für wenigstens einen Abstimmungsparameter
des Drehmomentmodells ein Wert ermittelt wird, der die Differenz kompensiert.
Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpassungsvorgang
bei Überschreitung eines vorgegebenen Grenzwertes für die Drehmomentendifferenz
abgebrochen wird.
Schaltungsanordnung zur Anpassung eines Drehmomentenmodells für
ein Fahrzeug, das von einer Brennkraftmaschine in einem stationären Betrieb
betreibbar ist, mit einer Rechnereinheit und mit einer Vielzahl von Sensoren und/oder
Einheiten, wobei mit Hilfe eines Drehmomentenmodells ein von der Brennkraftmaschine
abgegebenes Ist-Drehmoment (TQI_AV) bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltungsanordnung eine Anpassungseinheit (G) aufweist und dass die Anpassungseinheit
(G) ausgebildet ist, wenigstens einen Fahrzeugparameter zu erfassen und mittels
dessen ein erstes Ist-Drehmoment (TQI_AV1) und ein vom Fahrzeug aufgenommenes erstes
Fahrzeug-Drehmoment (TQ_VEH1) zu berechnen und zwischenzuspeichern, danach einen
das Ist-Drehmoment (TQI_AV1) beeinflussenden Parameter momentenneutral zu verstellen,
so dass keine Änderung des Ist-Drehmoments (TQI_AV1) erkennbar wird, nach der
Verstellung des Parameters ein zweites Ist-Drehmoment TQI_(AV2) und ein zweites
Fahrzeug-Drehmoment (TQ_VEH2) zu berechnen und zwischenzuspeichern, aus den beiden
Drehmomentenpaaren (TQ_VEH1,2; TQI_AV1,2) jeweils einen Differenzwert (DELTA TQI_AV,
DELTA TQ_VEH) zu bilden, die beiden Differenzwerte (DELTA TQI_AV, DELTA TQ_VEH)
miteinander zu verglichen, bei Abweichung das Drehmomentenmodell anzupassen und
das angepasste Drehmomentenmodell für weitere Berechnungen der Drehmomente
zu verwenden.
Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anpassungseinheit (G) als Softwareprogramm ausgebildet ist.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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