| Dokumentenidentifikation |
DE202007000724U1 03.05.2007 |
| Titel |
System zur in-time Messung von Gülleinhaltsstoffen |
| Anmelder |
Honermeier, Jörn, 17168 Warnkenhagen, DE |
| DE-Aktenzeichen |
202007000724 |
| Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) |
03.05.2007 |
| Registration date |
29.03.2007 |
| Application date from patent application |
17.01.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01C 23/00(2006.01)A, F, I, 20070117, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
Wir haben ein neues Verfahren und Technik entwickelt, um Gülle
bedarfsgerecht auszubringen. Dabei kommen Ausbringfahrzeuge zum Einsatz, die mit
einer Sensorik zur Erfassung der Güllebestandteile und einer entsprechenden
Ausbringsteuerung ausgerüstet sind.
Die Sensorik zur Erfassung der Güllebestandteile wird geschützt
in einer (spülbaren) Kammer (z.B. als Bypass am Befüllarm) untergebracht.
Für jede Befüllung können nun in time die Güllebestandteile
ermittelt und protokolliert, bzw. für die Dosierung der Gülle verrechnet
werden.
Durch die Messung der ausgebrachten Güllebestandteile (z.B. Gesamtstickstoff
aus Nitrat und Ammonium) lässt sich erstmals die Nährstoffgabe aus der
Gülle mit realen Zahlenwerten und vor allem mit Flächenbezug erfassen.
Die Ermittlung der Güllebestandteile in time erlaubt erstmals
die Dosierung der Güllegabe entsprechend einem vorgegebenen Düngebedarf
(z.B. kg N/ha). Die bisherige Dosierung in m3 Gülle/ha und nachträgliche
Verrechnung mit den später eintreffenden Laborwerten (für den gesamten
Güllebestand des Betriebes) erlaubte nur eine überschlägliche Anrechnung
von Nährstoffen aus der Güllegabe. Mit dem System können erstmals
auch teilflächenbezogene Bedarfskarten aus Landwirtschaftlichen GIS abgearbeitet
werden. Dies war bisher nur mit Mitteln bekannter Zusammensetzung (z.B. Mineraldünger)
möglich.
- 1
- Sensorsatz in Bypasskammer
- 2
- Wasserspülung mit Vorratstank
- 3
- Steuerrechner
- 4
- GPS-Antenne zur Positionsbestimmung
- 5
- Datenübertragung zur Mengensteuerung des Ausbringfahrzeugs
|
| Anspruch[de] |
Vorrichtung zum Ansteuern und Protokollieren von Gülleausbringmengen,
gekennzeichnet dadurch, dass diese aus einer Kombination aus Sensorik zur Messung
der Güllebestandteile, einer Recheneinheit für die Protokollierung und
den Abgleich von Soll- und Ist-Wert, sowie einer Schnittstelle zur Ansteuerung der
Maschine, besteht.
Sensoreinheit nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Unterbringung
der Sensorköpfe in einem Bypass bzw. einer Kammer zum Schutz vor dem Befülldruck
der Gülle. Die Sensorkammer wird bei jeder Fahrzeugbefüllung mit Gülle
befüllt. Nach der Messung, speziell aber zum Arbeitsende werden die Sensoren
mittels Wasserdüse gereinigt. Die Sensorik verfügt über eine digitale
Schnittstelle zur Datenübergabe an den Steuerrechner und für die Übermittlung
von Bedienbefehlen an die Sensoren, wie z.B. die „Fernauslösung" der
Messung.
Recheneinheit nach Anspruch 1 für die Protokollierung von Ausbringmenge
und Gülleinhaltsstoffen z.B. flächenbezogen auf einen Schlag.
Optional in Ausführung mit positionsgenauer Protokollierung (z.B. mittels GPS).
Optional mit Berechnung des Güllebedarfs aus dem Abgleich der gemessenen Inhaltsstoffe
mit einem vorgegebenen Sollwert bzw. aus der Position in einer vorgegebenen Bedarfskarte.
Die Hardware der Recheneinheit ist durch eine Schnittstelle für die Übernahme
der Sensormesswerte, eine Schnittstelle für die Satellitenpositionierung, eine
Schnittstelle zur Ansteuerung der gewünschten Ausbringmenge an der Maschine
und zum Rückschreiben der real ausgebrachten Menge, gekennzeichnet.
|
|
|