Diese Erfindung betrifft ein Nahrungsmittel für Haustiere oder
andere Tiere und ein Verfahren zum Herstellen eines derartigen Nahrungsmittels.
Sie stellt ebenfalls die sichtbare Anbringung von Nahrung an einen Nahrungskörper
zur Aufnahme durch ein Haustier bereit.
Trockennahrung für Haustiere ist in der Haustiernahrungsindustrie
wohl bekannt. Sie kann grob in Pellets oder Schrotkörner, die allgemeinen vorgesehen
sind als eine vollständige Mahlzeit verfüttert zu werden, und Hundekuchen
bzw. Biskuits klassifiziert werden, die häufiger zwischen Mahlzeiten oder als
eine Ergänzung zu Mahlzeiten verfüttert werden. Hundekuchenleckereien
neigen dazu größer als Schrotkörner oder Pellets zu sein, wobei jedoch
der Begriff "Hundekuchen" gewöhnlich austauschbar und in Beziehung zu trockener
Haustiernahrung allgemein verwendet wird.
US-P-4,743,460 und US-P-4,743,461 offenbaren einen trockenen, weichen
Hundebiskuit, der optisch sichtbar, einzelne Teilchen zeigt, die Fleisch, Fleischnebenprodukte,
mehliger Material oder texturiertes Pflanzenprotein beinhalten. Diese Teilchen sind
in einer im Wesentlichen einheitlichen Art und Weise über den Hundekuchenkörper
verteilt.
Es wurde festgestellt, dass es einen Bedarf an Haustiertrockennahrung
gibt, die Nahrung sichtbar bereitstellt oder zumindest durch das Erscheinungsbild
vermittelt, dass sie nahrhafte Teilchen beinhaltet.
FR 2083 217 offenbart essbare Hundebiskuits
mit Mikrokapseln, die auf die Oberfläche und/oder Innere davon aufgebracht
wurden. Die Mikrokapseln sind im Verhältnis zu der Oberfläche und/oder
dem Volumen über das sie verteilt sind, sehr klein.
US-4,211,797 offenbart eine trockene Hundenahrung, die eine einheitliche
Talkbeschichtung aufweist, Enzym lipolysierten Talk und einen durch proteolytisches
Enzym erhaltenen Rindfleischextrakt bzw. -auszug. Die Beschichtung ist durch deren
regelmäßige Beschaffenheit gekennzeichnet. Es können keine optisch
getrennten bzw. einzelnen Teilchen unterschieden werden.
EP 0 862 863 offenbart eine Haustiernahrung,
die eine Beschichtung oder Füllung mit einem probiotischen Mikroorganismus
beinhaltet. Wie vorstehend sind die Beschichtungen durch deren regelmäßige
Beschaffenheit gekennzeichnet, wobei keine optisch getrennten Teilchen unterschieden
werden können.
Die Erfindung wird durch die Ansprüche festgelegt. Es wird ein
Nahrungsmittel für Haustiere oder andere Tiere bereitgestellt, welches in der
Form eines Hundekuchens vorliegt, und einen Körper aus einer Körpersubstanz
mit einem Kern umfasst, einen den Kern mindestens teilweise umgebenden Oberflächenbereich,
und nahrhafte Teilchen, die gegenüber der Körpersubstanz in einem verteilten
Verhältnis in dem Oberflächenbereich sichtbar eingebettet sind, um an
mindestens einer Oberfläche des Körpers sichtbar exponiert zu sein und
zwischen einem Fünftel und Vier-Fünftel der Oberfläche bedecken,
wobei der Kern der Körpersubstanz einheitlich ist. Mit einheitlich ist gemeint,
dass der Kern nicht die nahrhaften Teilchen beinhaltet.
Die nahrhaften Teilchen können vollständig eingebettet sein,
so dass sie im Allgemeinen nicht von einer äußeren Oberfläche des
Körpers vorragen. Bei Verwendung wird eine große Vielzahl Hundekuchen
zusammen verpackt, und liegen die nahrhaften Teilchen mit einer allgemeinen Oberfläche
des Körpers bündig vor, dann werden die nahrhaften Teilchen gegenüber
einem Abreiben weniger anfällig macht, wobei dennoch die nahrhaften Teilchen
vollständig sichtbar bleiben werden.
Die nahrhaften Teilchen sind verglichen zu einer Querabmessung der
Oberfläche vorzugsweise im Querschnitt klein, beispielsweise kleiner als ein
Drittel, vorzugsweise kleiner als ein Fünftel einer kleineren oder kleinsten
Querabmessung der Oberfläche.
Obwohl die nahrhaften Teilchen zwischen Ein-Fünftel und Vier-Fünftel
bedecken, bedecken sie vorzugsweise zwischen ungefähr Zwei-Fünftel und
ungefähr Drei-Fünftel der Oberfläche.
Die nahrhaften Teilchen simulieren vorzugsweise eine bestimmte nahrhafte
Entität, beispielsweise können sie zu der bestimmten Entität hinsichtlich
irgendeines oder mehrerer von Farbe, Form, Größe, Textur oder dergleichen
ähnlich sein. Die Körpersubstanz kann vorzugsweise einheitliche Farbe
und Textur aufweisen, wobei die nahrhaften Teilchen von der Körpersubstanz
bezüglich einem oder mehreren von Farbe, Form, Größe, Textur, oder
dergleichen verschieden sind.
Die nahrhaften Teilchen können rote Fleischhappen oder Fragmente,
weiße Fleischhappen oder Fragmente, Reiskörner oder dergleichen simulieren.
Die nahrhaften Teilchen können entsprechend der sie simulierenden Entität
gewürzt sein.
In einer Ausführungsform weist der Körper einen Kern auf,
der frei von nahrhaften Teilchen ist. Die nahrhaften Teilchen können dazu angepasst
sein eine Proteinquelle, wie beispielsweise rotes oder weißes Fleisch, Geflügel
oder Fisch, oder ein Korn bzw. Getreide zu simulieren.
Die Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zum Herstellen eines
Nahrungsmittels für Haustiere oder andere Tiere bereit, welches Herstellen
einer Basis oder einer Scheibe einer Körpersubstanz umfasst, Verteilen nahrhafter
Teilchen, die sich von der Körpersubstanz an einer Oberfläche der Basis
oder Scheibe unterscheiden, Einbetten der Teilchen in die Basis oder die Scheibe,
um an der Oberfläche sichtbar ausgesetzt zu sein und zwischen einem Fünftel
und Vier-Fünftel der Oberfläche zu bedecken und Herstellen von Nahrungsmittelelementen
aus der Basis oder der Scheibe.
Das Verfahren kann Herstellen einer großflächigen Scheibe
der Körpersubstanz umfassen, anschließend Verteilen und Einbetten der
nahrhaften Teilchen, wobei anschließend einzelne Nahrungsmittelelemente aus
der Scheibe, beispielsweise durch Stanzen oder Schneiden hergestellt werden. Das
Verfahren kann ein Würzen der nahrhaften Teilchen, bevor sie über der
Scheibe verteilt werden, umfassen.
Das Verfahren kann ein Rollen bzw. Walzen der verteilten nahrhaften
Teilchen in die Körpersubstanz umfassen, so dass sie vollständig in der
Scheibe eingebettet und folglich mit der allgemeinen Außenfläche bündig,
dennoch vollständig sichtbar, vorliegen.
Das Verfahren kann Backen oder Kochen der Körpersubstanz und
eingebetteten nahrhaften Teilchen umfassen, wenn die Nahrungsmittelelemente gebildet
wurden.
Gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird
ein verpacktes Nahrungsmittel für Haustiere oder andere Tiere bereitgestellt,
das mehrere hier beschriebene Nahrungsmittelelemente umfasst, Verpackungsmaterial,
das Kennzeichnungen aufweist, die das durch die nahrhaften Teilchen simulierte Nahrungsmittel
dem Käufer gegenüber anzeigen.
Die Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren bereit, das einem Haustierbesitzer
ermöglicht ein Nahrungsmittel zum Verfüttern an ein Haustier bei Inaugenscheinnahme
einen Geschmack zuzuordnen. Das Verfahren umfasst die Schritte von, Bereitstellen
eines Haustiernahrungsprodukts, das einen Nahrungsmittelkörper umfasst, wobei
der Nahrungsmittelkörper in dessen Oberfläche mehrere eingebettete sichtbar
unterschiedliche Teilchen aufweist, die mindestens ein erwünschtes Nahrungselement
simulieren und eine Assoziation mit einem bekannten Geschmack hervorrufen können,
und Bereitstellen des Produkts dem Haustierbesitzer.
In einer Ausführungsform ist die Assoziation eine von Huhn mit
einer blassen Substanz, wie beispielsweise Reis und rotem Fleisch, wie beispielsweise
Rindfleisch mit einem rötlich gefärbten Teilchen. Das Verfahren kann,
um die Assoziation durch den Geruch zu erhöhen, ein Würzen der Teilchen
umfassen.
Die Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezugnahme auf die beigefügten
schematischen Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
1, 2 und 3
auf Blatt 2 der Zeichnungen eine Ausführungsform eines Nahrungsmittels für
Haustiere in der Form eines erfindungsgemäßen Hundekuchens jeweils in
dreidimensionaler Ansicht, oberseitiger Aufsicht und unterseitiger Aufsicht;
4, 5, und 6
auf Blatt 3 der Zeichnungen, in entsprechenden Ansichten, eine andere Ausführungsform
eines Nahrungsmittels für Haustiere in der Form eines erfindungsgemäßen
Hundekuchens.
7 auf Blatt 1 der Zeichnungen ist ein schematisches
Blockdiagramm, das ein Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmitteln der vorstehenden
Figuren erläutert.
Die Erfindung betrifft ein Haustiertrockennahrungsmittelprodukt in
der Form eines Körpers, wie einem Hundekuchen und ein Mittel zu dessen Herstellung.
Es werden nahrhafte Teilchen bereitgestellt, um zumindest teilweise auf der Oberfläche
des Körpers sichtbar zu sein. Die nahrhaften Teilchen können tatsächlich
nahrhafte Teilchen umfassen, oder können lediglich derartige
Nährstoffe oder nahrhafte Substanzen simulieren. In letzterem Fall können
sie ein Würzen oder ein Färben umfassen, um die geruchliche bzw. wohlriechende
und optische Ähnlichkeit zu der simulierten nahrhaften Substanz zu erhöhen.
Wo sie nahrhafte Entitäten simulieren, können diese überall in dem
Körper vorhanden sein. Sie können jedoch an der Oberfläche eingebettet
lokalisiert vorliegen, wobei ein Kernbereich frei von ihnen bleibt.
In der Erfindung kann ein beliebiges essbares Teilchen, das ausreichend
von dem Material der Körpersubstanz optisch unterschieden ist, verwendet werden.
Es sollte folglich ausreichend groß sein, um vielmehr als eine Beschichtung
von pulver-ähnlichen Teilchen als ein einzelnes Teilchen deutlich sichtbar
zu sein. Geeignete nahrhafte Teilchen können beispielsweise texturierte Pflanzenprotein
(TVP)-Teilchen beinhalten, welche gefärbt und/oder gewürzt sein können,
um eine wünschenswerte Assoziation mit einer unterschiedlichen nahrhaften Substanz
zu erzeugen, die beispielsweise rote Fleischhappen simuliert. Andere Beispiele beinhalten
Getreide, beispielsweise Reis und dergleichen. In bestimmten Ausführungsformen
kann es beispielsweise wünschenswert sein nicht-simulierte nahrhafte Teilchen,
beispielsweise wirkliche Fleischhappen oder wirkliches Huhn, bereitzustellen.
Der Hundekuchen weist verglichen mit den nahrhaften Teilchen eine
relativ große Abmessung auf. Außerdem kann der Hundekuchen entsprechend
der Beschaffenheit des Tieres unterschiedliche Größen aufweisen, so dass
relativ große Hundekuchen besser als eine Leckerei oder Mahlzeitergänzung
geeignet sein würden an eine große Hunderasse verfüttert zu werden.
Er kann in einer beliebigen spezifischen Form bereitgestellt werden, von der gedacht
oder festgestellt wurde, dass sie für das Tier, das ihn bestimmungsgemäß
konsumiert, reizvoll ist – beispielsweise als einen Knochen für einen
Hund, oder als einen Fisch für eine Katze. Falls der Hundekuchen eine kleinere
Abmessung aufweist, liegt er wahrscheinlicher in der Form eines Schrotkorns oder
eines Pellets vor, so dass es in diesem Fall wahrscheinlich wäre, dass er als
einer von einer Vielzahl derartiger Körper verfüttert wird, wobei sie
miteinander eine vollständige Mahlzeit bereitstellen. Eine ausgewogene Ernährung
mit derartigen Schrotkörnern ist daher ein entscheidender Vorteil.
Die Haustiertrockennahrungsmittelkörper der Erfindung können
eine beliebige oder mehrere von einer Stärkequelle, einer Proteinquelle und
einer Lipidquelle beinhalten.
Geeignete Stärkequellen sind beispielsweise Getreide und Hülsenfrüchte,
beispielsweise Mais, Reis, Weizen, Gerste, Hafer, Soja und Gemische von diesen.
Geeignete Proteinquellen können ausgewählt sein unter einer
beliebig geeigneten tierischen oder pflanzlichen Proteinquelle, beispielsweise Fleisch
und Mehl, Geflügelmehl, Fischmehl, Sojaproteinkonzentraten, Milchproteinen,
Gluten, und dergleichen.
Geeignete Lipidquellen beinhalten Fleischsorten, tierische Fette und
pflanzliche Fette.
Die Wahl der Stärke-, der Protein- und der Lipidquellen wird
großenteils durch die Ernährungserfordernisse des Tiers, Schmackhaftigkeitserwägungen
und dem angewandten Produkttyp bestimmt. Für ältere Haustiere enthält
das Haustiernahrungsmittel vorzugsweise proportional weniger Fett als Haustiernahrungsmittel
für jüngere Haustiere.
Weiterhin können verschiedene andere Bestandteile, beispielsweise
Zucker, Salz, Gewürze, Würzmittel, Vitamine, Mineralien, Geschmacksstoffe,
Fette und dergleichen ebenfalls in das Haustiernahrungsmittel, wie erwünscht,
aufgenommen werden.
Die Nahrungsmittelkörper- oder Hundekuchenprodukte können
durch ein beliebig geeignetes Verfahren zum Herstellen eines Haustiertrockennahrungsmittelprodukts
hergestellt werden. Beispiele sind Extrusionskochen und Backen.
Wird Extrusionsgekocht, dann wird das erhaltene Haustiertrockennahrungsmittel
allgemein als ein Schrotkorn oder Pellet bezeichnet. Die nahrhaften Teilchen können
mit anderen Bestandteilen der Zusammensetzung vor einem Verarbeiten vermischt werden.
Bestandteile und ein geeignetes Verfahren werden in der EP-A-0 850 569 beschrieben.
Wenn ein probiotischer Mikroorganismus verwendet wird und Aktivität in dem
Endprodukt wünschenswert ist, dann wird der Organismus am besten nach Extrusionskochen
auf das Haustiertrockennahrungsmittel beschichtet oder darin gefüllt. Erneut
werden Bestandteile und ein geeignetes Verfahren in der EP-A-0 862 863 beschrieben.
Die nahrhaften Teilchen können wahlweise ein Nahrungsmittel oder
aktiven Bestandteil zu Zwecken umfassen, um dem Haustier einen erwünschten
ernährungsgemäßen Nutzen bereitzustellen. Das Teilchen kann, beispielhaft
erläutert, ein Antioxidationsmittel als einen aktiven Bestandteil umfassen,
um die Alterungswirkungen oder Zustände oxidativen Stresses zu verbessern.
In einem anderen Beispiel kann es ein aktives Probiotikum zum Zweck eines Regulierens
des mikrofloralen Gleichgewichts und einer Verbesserung der Nahrungsabsorption umfassen,
in welchem Fall es durch Einkapselung darin aufgenommen sein und an das Extrudat
durch Einbetten in der Oberfläche der Körpersubstanz vor einer Endhärtung,
beispielsweise durch Backen, fixiert werden kann. Die Einkapselung des probiotischen
Mikroorganismus kann, beispielsweise in einer Zuckermatrix, Fettmatrix oder Polysaccharidmatrix
erfolgen. Falls es nicht erforderlich ist, dass die probiotischen Teilchen aktiv
bleiben – in anderen Worten, falls Metabolite oder Überstandanteile
von deren Kultur akzeptabel oder wünschenswert sind – dann können
diese zu dem Vor-Extrusionsgemisch zugegeben und mit dem Verbleibenden der Zusammensetzung
Extrusionsgekocht werden. Es ist jedoch erforderlich, dass ausreichend Agglomerate
derartiger Reste – ob eingekapselt oder nicht – in dem Vorgemisch
bereitgestellt werden, so dass nach Extrusion ausreichende von denen an der Oberfläche
des trockenen Endprodukts sichtbar sind.
In 1, 2
und 3 der Zeichnungen ist allgemein eine erste Ausführungsform
eines Haustierbiskuits durch das Bezugszeichen 10 angezeigt. Der Haustierbiskuit
10 liegt in einer Form vor, die einen zweidimensionalen Knochen simuliert,
wobei er für Hunde oder Welpen vorgesehen ist. In anderen Ausführungsformen
können unterschiedliche Größen und Formen verwendet werden, wobei
der Körper zwei oder dreidimensional sein kann.
Der Haustierbiskuit 10 umfasst einen Körper einer einheitlichen
Körpersubstanz. Eine Formulierung der Körpersubstanz wird nachfolgend
beschrieben werden. Der Körper 12 weist eine obere Oberfläche
16 auf.
Erfindungsgemäß ist eine große Vielzahl nahrhafter
Teilchen 14 über die Oberfläche 16 verstreut oder verteilt,
und wobei sie in der einheitlichen Körpersubstanz 12 so eingebettet
sind, dass sie an der Oberfläche 16 sichtbar ausgesetzt sind.
Die nahrhaften Teilchen 14 sind zu dem Körper
12 der einheitlichen Körpersubstanz in dieser Ausführungsform
bezüglich Farbe, Textur Form und Größe unterschiedlich. Wohingegen
die Körpersubstanz 12 allgemein eine hellbraune oder khaki Farbe von
relativ feiner Struktur aufweist, simulieren die nahrhaften Teilchen 14
Happen roten Fleisches, d.h. Rindfleisch. Sie weisen verglichen mit der Körpersubstanz
eine relativ natürliche, faserartige Textur auf. Die nahrhaften Teilchen
14 weisen eine die Rindfleischhappen simulierende rötlich-braune Farbe
auf. Weiterhin weisen die nahrhaften Teilchen 14 im Gegensatz zu der relativ
großen regelmäßigen Form des Körpers 12 eine unregelmäßige
Knötchen- bzw. Nierenform und Größe auf.
Der Haustierbiskuit 10, der in der Zeichnung beispielhaft
dargestellt ist, weist eine regelmäßige, relativ scharfe bzw. spitz zulaufende
Kante 18 und eine glatte Unterseite 20 auf. Weder die Kante
18 noch die Unterseite 20 weisen darin nahrhafte Teilchen eingebettet
auf. In anderen Ausführungsformen jedoch können andere Oberflächen
bzw. Flächen als die obere Oberfläche 12 nahrhafte Teilchen eingebettet
aufweisen. Die Kanten in derartigen anderen Ausführungsformen können wahlweise
weniger scharf sein.
Im Allgemeinen weist daher der Haustierbiskuit 10 eine stilisierte
zweidimensionale Knochenform mit ausgesetzten nahrhaften Teilchen auf, die sich,
wie vorstehend erwähnt von der den Körper 12 bildenden einheitlichen
Körpersubstanz verschieden sind, wobei die nahrhaften Teilchen Happen eines
roten Fleisches, wie beispielsweise Rindfleisch, simulieren.
In 4, 5
und 6 weist eine andere Ausführungsform eines
Haustierbiskuits 110 einen Körper 112 auf, der zu dem Körper
12 von 1, 2 und
3 nahezu identisch ist. Er weist ebenfalls andere gemeinsame
Merkmale auf, die durch ähnliche Bezugszeichen angezeigt sind. Die Ausführungsform
von 4, 5 und
6 wird daher nicht ausführlich beschrieben, wobei
jedoch lediglich ein einzelner hervorragender Unterschied betont wird.
Der Haustierbiskuit 110 weist nahrhafte Teilchen
114 auf, die in dem Körper 112 einer einheitlichen Körpersubstanz
eingebettet sind, um sichtbar ausgesetzt zu sein. Die nahrhaften Teilchen
114 simulieren Reiskörner oder andere Körner. In einer anderen
Ausführungsform ist das Reissaatgut, das nahrhafte Teilchen simuliert, durchsetzt
mit Knötchen, die Happen weißen Fleisches, wie beispielsweise Huhn, simulieren.
In noch weiteren Ausführungsformen können die nahrhaften
Teilchen andere Nahrungsmittel ähnlich wie Steak und Gemüse, Milch und
Reis und dergleichen, die für Haustiere und andere Tiere schmackhaft sind, simulieren.
Es sollte klar sein, dass in bevorzugten Ausführungsformen die
nahrhaften Teilchen entsprechend dem Nahrungsmittel oder den Nahrungsmitteln, die
sie simulieren, gewürzt sind, wobei folglich das Rindfleisch mit Rindfleischgeschmack
versehen, Steak und Gemüse mit Steak- und Gemüsegeschmack versehen sein
wird und dergleichen.
Beispiel 1
Ein gewöhnliches Herstellungsverfahren für Hundekuchen ist
in 7 graphisch dargestellt. Die überwiegende Mehrheit
der Verfahrensschritte ist dem Fachmann gewöhnlich leicht verständlich,
und wird lediglich in Kurzform ohne beschrieben zu werden in 7
erwähnt.
In 7 werden, um die Körpersubstanz
zu bilden, die herkömmlichen Hauptmaterialien (1) und Fein-Materialien
(2) gewogen und zum Mischen mit Wasser (3) in eine Teigknetmaschine
(4) gegeben. Das Gemisch wird in einer Teigwalze zu einer Scheibe ausgerollt.
Erfindungsgemäß werden die nahrhaften Teilchen oder Oberflächenbestandteile
(6) über einer oberen Oberfläche der Scheibe verstreut oder auf
andere Weise verteil, wonach die nahrhaften Teilchen oder Oberflächenbestandteile
(6) durch eine Andrucksrolle (7) in die Scheibe eingerollt werden,
was der Scheibe gleichzeitig eine bestimmte Dicke verleiht. Die einzelnen Hundekuchenelemente
werden aus der Scheibe auf die erwünschte Größe und Form (8)
ausgeschnitten oder ausgestanzt und zum Backen in einem Ofen (9) auf eine
Vorlage bzw. ein Gestell gestapelt, woraufhin die Hundekuchen getrocknet (10),
verpackt (11), abgedichtet bzw. verschlossen (12) in Kartons (13)
werden, die zur Auslieferung (15) auf Paletten (14) umgesetzt
werden. Qualitätskontrollprüfungen werden während des ganzen Herstellungsvorgangs
ausgeführt.
Verschiedene Formulierungen zur Verwendung in dem vorstehend beschriebenen
Herstellungsverfahren werden entsprechend in der folgenden Tabelle wiedergegeben.
Es sollte klar sein, dass die Arbeitsbeispiele lediglich beispielhaft
angegeben sind und den Umfang der Erfindung nicht beschränken.
Beispiel 2
Ein Futtergemisch wird aus ungefähr 58 Gew.-% Mais, ungefähr
6 Gew.-% Maisgluten, ungefähr 23 Gew.-% Hühnermehl hergestellt, wobei
Salze, Vitamine und Mineralien das Übrige ausmachen.
Das Futtergemisch wird in eine Vorbehandlungsvorrichtung gefüllt
und befeuchtet. Das befeuchtete Futter wird anschließend einem Extrusionskocher
zugeführt und gelatiniert. Die den Extruder verlassende gelatinierte
Matrix, wird durch eine Form gezwängt und extrudiert. Nahrhafte Teilchen von
in Hühnerbrühe gebadetem Reis werden stufenförmig auf das Extrudat
gegeben bevor es härtet. Es wird durch einen Andrucksroller geführt, wodurch
die Teilchen in der Oberfläche eingebettet werden. Das die nahrhaften Reisteilchen
tragende Extrudat wird anschließend in zum Füttern von Katzen geeignete
Stücke geschnitten, die bei ungefähr 110°C für ungefähr
20 Minuten getrocknet werden, und gekühlt werden, um Pellets zu bilden.
Es wird angenommen, das es Haustierbesitzer als einen Vorteil ansehen
werden, die sichtbaren nahrhaften Teilchen zu sehen, die einen Teil der Hundekuchen
und Pellets bilden, die sie deren Haustieren bereitstellen, durch Inaugenscheinnahme
einen Geschmack mit dem Nahrungsmittel assoziieren können. Die Assoziation
kann erhöht oder verstärkt werden, indem die Teilchen übereinstimmend
mit der erwünschten visuellen Assoziation gewürzt werden, beispielsweise
durch Zugabe von Hühnerbrühe zu Hühner ähnlichen Teilchen und
Rinderbrühe zu Rindfleisch ähnlichen Teilchen.