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Dokumentenidentifikation DE102005041184A1 10.05.2007
Titel Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung zum Fixieren eines eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers und ein Verfahren zu diesem Zweck
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Peter, 01689 Weinböhla, DE;
Riese, Martin, Dr.-Ing., 01445 Radebeul, DE;
Zirnstein, Bodo, 01445 Radebeul, DE
DE-Anmeldedatum 31.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005041184
Offenlegungstag 10.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.05.2007
IPC-Hauptklasse B41F 33/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 33/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B41F 13/008(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Fixieren eines Rotationskörpers, der von einem Einzelantrieb angetrieben wird, in einer Druckmaschine, die weitere Rotationskörper und ein Druckmaschinengestell aufweist, außerhalb des Druckbetriebes, wobei die Rotationskörper mit mindestens einem weiteren Antrieb in einer Antriebsverbindung stehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kostengünstige und einfach zu realisierende Lösungen für das Bremsen bzw. Fixieren von Rotationskörpern mit Einzelantrieb zur sicheren Durchführung von Einstell- und Servicearbeiten an diesen Rotationskörpern zu schaffen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein reibschlüssiger Oberflächenkontakt zwischen dem einzeln angetriebenen Rotationskörper oder einem mit dem einzeln angetriebenen Rotationskörper in einer Antriebsverbindung stehenden Rotationskörper und dem Druckmaschinengestell oder einem weiteren Rotationskörper hergestellt wird, der mit einem der weiteren Antriebe verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung zum Fixieren eines eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers, wobei die Rotationsdruckmaschine eine Maschinensteuerung, ein Druckmaschinengestell, Mittel zum Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers sowie weitere Rotationskörper mit oder ohne einen Antrieb aufweist.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betreiben der erfindungsgemäßen Einrichtung.

Bedruckstoff- und druckbildführende Rotationskörper in den Druckwerken von Druckmaschinen werden entweder gemeinsam (zentral) über einen durchgehenden Antriebsräderzug bzw. über mechanische Längswellen von einem Hauptmotor angetrieben und/oder sind mit separaten Antrieben (Einzelantrieben) ausgestattet. Bekannt sind Antriebe für Druckmaschinen, bei denen die bisher übliche mechanische Antriebskopplung der Plattenzylinder und/oder Gummizylinder mit dem zentralen Antriebsräderzug permanent aufgehoben ist und diese Rotationskörper jeweils einzeln separat angetrieben werden (DE 196 23 224 A1, DE 199 03 869 A1). Weiterhin sind Antriebslösungen bekannt, bei denen einzelne Rotationskörper nur temporär zur schnelleren Durchführung bestimmter Hilfsprozesse mittels Schaltkupplungen aus dem Antriebsräderzug herausgelöst werden und mit einem Einzelantrieb verbunden und nach Beendigung des Hilfsprozesses wieder in den Antriebsräderzug eingekoppelt werden (DE 19723147 A1).

Bei manuellen Eingriffen an einzeln angetriebenen Zylindern, wenn die vorhandenen Schutzeinrichtungen deaktiviert oder entfernt sind, müssen die Zylinder zum Schutz vor Verletzungen mit den zugeordneten Einzelantriebsmotoren gebremst werden. Bei zufälliger oder situationsbedingter Abschaltung des Einzelantriebsmotors ist die Zylinderfixierung durch den Motor wirkungslos.

Insbesondere für Einstell- und Servicearbeiten an einem einzeln angetriebenen Zylinder bei inaktiven Schutzvorrichtungen muss die Einfehlersicherheit des Einzelantriebes gewährleistet werden, wenn der Zylinder zum Schutz vor Verletzungen infolge unbeabsichtigter Rotation mittels Einzelantriebsmotor gebremst bzw. festgehalten bzw. fixiert werden soll. Die Herstellung der Einfehlersicherheit bedeutet jedoch zusätzliche Maßnahmen und erhebliche Kosten. Ein weiteres Arbeitsschutzrisiko entsteht durch den Verlust des Bremsmomentes, wenn der Einzelantrieb mittels Not-Aus stromlos geschaltet wird. Wenn ein solcher Bremsmomentverlust während eines manuellen Eingriffes am Zylinder erfolgt, besteht ebenfalls ein Verletzungsrisiko durch Quetschungen.

Es ist bekannt, für Reinigungs- und Wartungsarbeiten an Zylindern mit Einzelantrieb bei abgeschaltetem Einzelantrieb mindestens zwei Rollen zwischen den einzeln angetriebenen Zylinder und einem über einen Hauptantrieb angetriebenen Zylinder zu schalten, die den Zylinder mit Einzelantrieb mittelbar über den Hauptantrieb antreiben.

Nachteilig an dieser Lösung ist der Aufwand für die zusätzlichen Rollen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, kostengünstige und einfach zu realisierende Lösungen für das Fixieren von Rotationskörpern mit eigenmotorischen Antrieb zur sicheren Durchführung von Einstell- und Servicearbeiten an diesen Rotationskörpern zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.

Das Verfahren zum Bremsen oder Fixieren eines Rotationskörpers in einer Druckmaschine, der permanent von einem Einzelantrieb angetrieben wird, ist entweder mit zusätzlichen Spannmitteln durchführbar oder nutzt das Vorhandensein weiterer Rotationskörper, die mit einem oder mehreren weiteren Antriebsmotoren in Antriebsverbindung stehen. Das kann beispielsweise ein durchgehender Antriebsräderzug sein, der von einem Hauptantriebsmotor zentral angetrieben wird und der alle Druckzylinder, Gummituchzylinder, Übergabetrommeln und Farbwerke einer Offsetdruckmaschine antriebsseitig verbindet. Zur sicheren Durchführung von manuellen Eingriffen an den massereichen Zylindern einer Druckmaschine, insbesondere für Einstell- und Servicearbeiten an dem einzeln angetriebenen Rotationskörper, wird erfindungsgemäß ein reibschlüssiger Oberflächenkontakt zwischen dem einzeln angetriebenen Rotationskörper, an dem die Servicearbeiten durchgeführt werden sollen, oder einem mit dem einzeln angetriebenen Rotationskörper in einer Antriebsverbindung stehenden Rotationskörper und einem weiteren Rotationskörper, der mit einem weiteren Antriebsmotor, z.B. dem Hauptantrieb, verbunden ist, und/oder mit dem Druckmaschinengestell hergestellt.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass durch einfache Spannelemente hohe Bremsmomente erzeugt bzw. durch vorhandene oder einfach realisierbare Zylinder- bzw. Walzen-Kontakte Bremsmomente anderer Antriebe auf den einzeln angetriebenen Rotationskörper übertragen werden können.

Da gegenwärtig vor allem Plattenzylinder von Offsetdruckmaschinen mit Einzelantrieben ausgerüstet werden, soll die Erfindung an drei Ausführungsbeispielen für die Fixierung eines Plattenzylinders in einer Bogenoffsetdruckmaschine näher erläutert werden. Die vorgeschlagenen Verfahren oder Vorrichtungen sind aber ebenso auf andere Rotationskörper mit Einzelantrieb übertragbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die dazugehörigen Zeichnungen haben folgende Bedeutung:

1 Darstellung einer axialen Zylinderverspannung mit Balgzylinder

2 Darstellung eines Druckwerkes einer Offsetrotationsdruckmaschine mit Farb- und Feuchtwerk, die mit einer anstellbaren Brückenwalze verbindbar sind

3 Darstellung eines Druckwerkes einer Offsetrotationsdruckmaschine mit Farb- und Feuchtwerk, wobei der Feuchtduktor separat antreibbar ist

In der 1 ist beispielhaft ein Plattenzylinder 1.P in einem Offsetdruckwerk einer Druckmaschine dargestellt, dem als eigenmotorischer Antrieb ein (nicht dargestellter) Einzelantrieb M1 zugeordnet ist. Der Plattenzylinder 1.P ist mit einer Antriebswelle 1.W in einer Seitenwand eines Druckmaschinengestells 2 drehbeweglich gelagert. Gegenüber der Stirnfläche 1.S des Plattenzylinders 1.P ist mindestens ein axial wirkender Balgzylinder 5 in einer fest an einer Seitenwand eines Druckmaschinengestells 2 gelagerten Führungsbuchse 3 angeordnet, der auf eine Führungsplatte 4 mit einem Gummielement 6 wirkt, die in der Führungsbuchse 3 axial beweglich gelagert ist. Der Luftraum des Balgzylinders 5 wird über (nicht dargestellte) Druckluftleitungen mit Druckluft beaufschlagt. Mindestens ein zweites Spannelement 3, 4, 5, 6 befindet sich an der gegenüberliegenden Seitenwand und wirkt auf die gegenüberliegende Stirnfläche des Plattenzylinders 1.P. Die Spannelemente 3, 4, 5, 6 sind aufgrund ihres geringen Platzbedarfs vorzugsweise ortsfest eingebaut, können aber ebenso zum Zwecke der Einstell- und Servicearbeiten temporär eingebaut werden.

Wenn am Plattenzylinder 1.P Einstell- oder Servicearbeiten vorgesehen sind, wird dieser auf die erfindungsgemäße Weise arretiert. Das geschieht, indem durch hier nicht näher beschriebene Mittel der Bewegungszustand des Plattenzylinders 1.P detektiert wird. Steht dieser still, werden die beiderseitig gegenüber den Stirnflächen 1.S des Plattenzylinders 1.P angeordneten Balgzylinder 5 mit Druckluft beaufschlagt. Zusätzlich kann ein Detektor vorgesehen werden, der den Motorstrom erfasst. Damit wird erreicht, dass erst in dem Falle der Plattenzylinder 1.P fixiert wird, wenn der Einzelantrieb M1 des Plattenzylinders 1.P stromlos ist.

Bei der Beaufschlagung mit Druckluft werden die Führungsplatten 4 mit den darauf befindlichen Gummi-Stahl-Elementen 6 auf die Stirnflächen 1.S des Plattenzylinders 1.P gepresst und entfalten durch die Haftreibung zwischen Gummi-Stahl-Element 6 und Stirnfläche 1.S das erforderlichen Bremsmoment, wobei sich die entgegen gerichteten Anpresskräfte kompensieren, so dass keine zusätzlichen Lagerkräfte entstehen. Durch die Führung des Balgzylinders 5 in der Führungsbuchse 3 können hohe Seitenkräfte aufgenommen werden, die das unbeabsichtigte Verdrehen des Plattenzylinders 1.P zuverlässig verhindern. Eine weitere Möglichkeit bilden um 180° gegeneinander versetzte pneumatische Zylinder 5, die paarweise radial auf die Welle 1.W oder die Schmitzringe 1.R des Plattenzylinders 1.P wirken.

Eine weitere Möglichkeit zur Fixierung eines Plattenzylinders 1.P mit Einzelantrieb M1 ist in 2 dargestellt. Zum Druckwerk einer Bogenoffsetdruckmaschine gehören der bogenführende Druckzylinder 10, der das Druckbild auf den Bogen übertragende Gummituchzylinder 9 und der Plattenzylinder 1.P, der die Druckplatte mit dem Druckbild trägt. Zur Übertragung der Druckfarbe und des Feuchtmittels auf die Druckform dienen jeweils ein am Plattenzylinder 1.P angeordnetes bekanntes Farb- und ein Feuchtwerk 7, 8 mit weiteren Rotationskörpern (Walzen 7.1, 7.2, 8.1, 8.2, 8.3). Der Gummituchzylinder 9 ist für die Durchführung von Hilfsprozessen vom Platten- und Druckzylinder 1.P, 10 abstellbar. In einer bevorzugten Antriebsvariante ist der von einem Einzelantrieb M1 angetriebene Plattenzylinder 1.P mit dem Feuchtwerk 8, insbesondere mit der Feuchtauftragwalze 8.1, antriebsseitig über ein Getriebe gekoppelt. In der Zeichnung sind Antriebsverbindungen mit einer die Drehachsen der Rotationskörper verbindenden Linie gekennzeichnet. Die erfindungsgemäße Lösung ist jedoch ebenso mit einem reibschlüssigen Oberflächenkontakt zwischen Plattenzylinder 1.P und Feuchtauftragwalze 8.1 realisierbar.

Das zum Druckwerk gehörende Farbwerk 7 wird von einem weiteren Antrieb, dem Hauptantrieb M2, über einen zentralen Antriebsräderzug ARZ angetrieben.

Zur Regulierung der Feuchtmitteldosierung ist zwischen dem Farb- und dem Feuchtwerk 7, 8 eine lageverstellbare Brückenwalze B angeordnet, die im Druckbetrieb wahlweise gleichzeitig an die Farb- und Feuchtauftragwalzen 7.1, 8.1 anstellbar ist und dann im Verbund mit dem Farb- und Feuchtwerk 7, 8 rotiert, oder vom Farbwerk 8 abgestellt wird. Die Verstellung der Achslager der Brückenwalze B erfolgt in bekannter Weise beispielsweise über pneumatisch verstellbare Schwenklager.

Zur Fixierung des Plattenzylinders 1.P während Einstell- oder Servicearbeiten am Plattenzylinder 1.P sind Betätigungsmittel (beispielsweise Taster) vorgesehen, die das Anstellen der Brückenwalze B auch außerhalb des normalen Druckbetriebes über die Druckmaschinensteuerung auslösen. Die Brückenwalze B stellt nun über den gleichzeitigen reibschlüssigen Oberflächenkontakt zur Feuchtauftragwalze 8.1 und zur Farbauftragwalze 7.1 eine Drehmomentkopplung zwischen dem Farb- und Feuchtwerk 7, 8 her. Aufgrund der vorhandenen Antriebsverbindung des Plattenzylinders 1.P zur Feuchtauftragwalze 8.1 und der Antriebsverbindung des Farbwerkes 7 zum Antriebsräderzug ARZ und damit zum Hauptantrieb M2 ist damit eine Drehmomentkopplung zwischen Hauptantrieb M2 und Plattenzylinder 1.P geschaffen, über die ein Bremsmoment des dazu zuschaltbaren Hauptantriebes M2 zur Fixierung des Plattenzylinders 1.P aufgebracht wird. Aufgrund der hohen Massen der mit dem Antriebsräderzug ARZ verbundenen Rotationskörper genügt bereits das Trägheitsmoment des Antriebsräderzuges ARZ für eine Fixierung des Plattenzylinders 1.P. Damit ist gesichert, dass selbst bei Wegfall der Plattenzylinderfixierung durch den zugeordneten Einzelantrieb M1 ein ausreichendes Bremsmoment über die Oberflächenreibung der weiteren Rotationskörper 8.1, B, 7.1 aufgebracht wird. Das über die Oberflächenkontakte der Walzen 8.1, B, 7.1 übertragbare Bremsmoment ist von den erreichbaren Oberflächenreibungskräften abhängig. Trockene Walzenoberflächen ermöglichen höhere Bremsmomente.

Eine weitere Möglichkeit zur Fixierung des Plattenzylinders 1.P bildet die Kopplung mit dem Feuchtduktorantrieb M3 (siehe 3).

Diese Variante geht ebenfalls von einer permanenten oder kuppelbaren Antriebsverbindung oder zumindest einem reibschlüssigen, drehmomentbelastbaren Oberflächenkontakt zwischen Plattenzylinder 1.P und Feuchtauftragwalze 8.1 aus. Die Feuchtauftragwalze 8.1 ist mit bekannten Stellmitteln (Schwenklager) an den Plattenzylinder 1.P und/oder an die Feuchtwerkwalze 8.2 anstellbar.

Anstelle des reibschlüssigen Oberflächenkontaktes der Feuchtauftragwalze 8.1 über die angestellte Brückenwalze B zum Farbwerk 7 wird durch das Anstellen der Feuchtauftragwalze 8.1 der Oberflächenkontakt zur Feuchtwerkwalze 8.2 hergestellt.

Die Feuchtwerkwalze 8.2 wird zusammen mit dem Feuchtduktor 8.3 vom Feuchtduktorantrieb M3 angetrieben. Zwischen Feuchtduktorantrieb M3 und Feuchtduktor 8.3 ist ein Untersetzungsgetriebe geschaltet, dass optional über mehrere Getriebestufen verfügt. Der Feuchtduktor 8.3 und die Feuchtwerkwalze 8.2 rotieren mit gleicher Drehzahl.

Zur Fixierung des Plattenzylinders 1.P wird durch Bedienereingaben über die Maschinensteuerung die Antriebsverbindung zur Feuchtauftragwalze 8.1 hergestellt bzw. beibehalten und diese analog zum Druckbetrieb durch zugeordnete Stellmittel in einen reibschlüssigen Oberflächenkontakt mit der Feuchtwerkwalze 8.2 gebracht.

Damit ist die Drehmomentenkopplung zum Feuchtduktorantrieb M3 hergestellt, der insbesondere bei Ausnutzung der Selbsthemmung des Untersetzungsgetriebes die erforderlichen Bremsmomente auf den Plattenzylinder 1.P überträgt.

Eine weitere Variante für das Fixieren eines Rotationskörpers 1 mit Einzelantrieb M1 bildet die Fixierung mittels reibschlüssigem Oberflächenkontakt zu einem weiteren Rotationskörper 7.1, 8.2, der von einem weiteren Antrieb M2, M3 gebremst werden kann, wobei der weitere Rotationskörper 7.1, 8.2 mit den Spannmitteln 3, 4, 5, 6 gegenüber dem Druckmaschinengestell 2 fixiert wird. Dies kann vorteilhaft sein, wenn der weitere Antrieb M2, M3 wegen geringer Leistung keine ausreichenden Bremskräfte aufbringen kann oder die direkte Fixierung des einzeln angetriebenen Rotationskörpers 1 mit den Spannelementen 3, 4, 5, 6 wegen beengtem Bauraum nicht möglich ist.

1
einzeln angetriebener Rotationskörper
1.P
Plattenzylinder
1.S
Stirnfläche
1.R
Schmitzring
1.W
Antriebswelle
2
Druckmaschinengestell
3
Führungsbuchse
4
Führungsplatte
5
Balgzylinder
6
Gummi-Stahl-Element
7
Farbwerk
7.1
Farbauftragwalze
7.2
Farbreiberwalze
8
Feuchtwerk
8.1
Feuchtauftragwalze
8.2
Feuchtwerkwalze
8.3
Feuchtduktor
9
Gummituchzylinder
10
Druckzylinder
M1
Einzelantrieb
M2
Hauptantrieb
M3
Feuchtduktorantrieb
B
Brückenwalze
ARZ
Antriebsräderzug


Anspruch[de]
Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung zum Fixieren eines eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers, wobei die Rotationsdruckmaschine

– eine Maschinensteuerung,

– ein Druckmaschinengestell (2),

– Mittel zum Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers sowie

– weitere Rotationskörper (B; 8.1; 8.2; 7.2) mit oder ohne einen Antrieb

aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung Mittel umfasst, durch die beim Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers (1) dieser

– direkt mit einem der mit einem Antrieb ausgestatteten Rotationskörper (8.1; 7.1) oder dem Druckmaschinengestell (2) oder

– indirekt über einen Rotationskörper (B) ohne Antrieb mit einem der mit einem Antrieb ausgestatteten Rotationskörper (8.1; 7.1) oder dem Druckmaschinengestell (2)

in Oberflächenkontakt bringbar ist.
Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erkennen der Ruhestellung des Rotationskörpers (1) einen Detektor zum Erfassen des Motorstroms des Antriebsmotors des Rotationskörpers (1) enthält. Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eigenmotorisch angetriebene Rotationskörper (1) ein Plattenzylinder (1.P) ist, der eine Feuchtauftragwalze (8.1) kontaktiert, die über eine Feuchtwerkwalze (8.2) mit einem Feuchtduktor (8.3) in einer Antriebsverbindung steht, wobei der Feuchtduktor (8.3) einem Feuchtduktorantrieb (M3) zugeordnet ist. Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eigenmotorisch angetriebene Rotationskörper (1) ein Plattenzylinder (1.P) ist, der indirekt über den Rotationskörper (B) ohne Antrieb in Form einer lageverstellbaren Brückenwalze (B) weiteren mit einem Antrieb ausgestatteten Rotationskörpern (8.1; 7.1) in Form einer Farbauftragwalze (8.1) bzw. in Form der Feuchtauftragwalze (7.1) zugeordnet ist, wobei die Farbauftragwalze (8.1) über einen Antriebsräderzug (ARZ) mit dem Hauptantrieb (M2) der Rotationsdruckmaschine und die Feuchtauftragwalze (7.1) mit dem Feuchtduktorantrieb (M3) in Kontakt bringbar ist. Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der eigenmotorisch angetriebene Rotationskörper (1) oder ein mit diesem in einer Antriebsverbindung stehender Rotationskörper (8.1) mit Spannelementen (3; 4; 5; 6) gegenüber dem Druckmaschinengestell (2) axial oder radial verspannbar ist. Rotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannelemente pneumatische Zylinder, insbesondere Balgzylinder (5) enthalten, mit denen die Stirnflächen (1.S) des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers (1) oder eines mit diesem in einer Antriebsverbindung stehenden Rotationskörpers (8.1) beiderseitig axial gegenüber den Seitenwänden des Druckmaschinengestells (2) verspannbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Balgzylinder (5) in einer fest an der Seitenwand des Druckmaschinengestells (2) gelagerten Führungsbuchse (3) angeordnet ist, wobei der Balgzylinder (5) auf eine Führungsplatte (4) mit einem Gummi-Stahl-Element (6) wirkt und das Gummi-Stahl-Element (6) in der Führungsbuchse (3) axial beweglich gelagert ist. Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

– durch die Mittel zum Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers (1) dessen Rotationsbewegung fortlaufend überwacht wird,

– beim Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers (1) dieser

– direkt mit einem der mit einem Antrieb ausgestatteten Rotationskörper (8.1; 7.1) oder

– mit dem Druckmaschinengestell (2)

in einen reibschlüssigen Oberflächenkontakt gebracht oder

– indirekt über einen Rotationskörper (B) ohne Antrieb mit einem der mit einem Antrieb ausgestatteten Rotationskörper (8.1; 7.1) oder

– dem Druckmaschinengestell (2)

in einen reibschlüssigen Oberflächenkontakt gebracht wird.
Verfahren zum Betreiben der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erkennen der Ruhestellung des eigenmotorisch angetriebenen Rotationskörpers (1) das Vorhandensein des Motorstroms abgefragt wird und ein Signal zum Aktivieren der Vorrichtung an die Maschinensteuerung gesendet wird, wenn kein Motorstrom im Einzelantrieb (M1) des Plattenzylinders (1.P) detektierbar ist.






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