| Dokumentenidentifikation |
EP1394310 10.05.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001394310 |
| Titel |
Verfahren zur Bestimmung des Unterfadenvorrats und eine Nähmaschine mit einer Unterfadenvorrats-Uberwachung |
| Anmelder |
Fritz Gegauf AG, Steckborn, CH |
| Erfinder |
Flückiger, Hans, 8618 Oetwil am See, CH |
| Vertreter |
derzeit kein Vertreter bestellt |
| DE-Aktenzeichen |
50306893 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
15.07.2003 |
| EP-Aktenzeichen |
034055368 |
| EP-Offenlegungsdatum |
03.03.2004 |
| EP date of grant |
28.03.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.05.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D05B 59/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
|
| Beschreibung[de] |
|
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Bestimmung
des Unterfadenvorrats und eine Nähmaschine mit einer Unterfadenvorrats-überwachung
gemäss Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 4.
Beim Nähen und Sticken mit einer Nähmaschine
werden bekanntlich zwei Fäden, der Oberfaden und der Unterfaden, miteinander
verschlauft. Der obere, Nadelfaden genannt, wird von einer auf oder neben der Nähmaschine
angeordneten Spule geliefert, deren Grösse im wesentlichen frei wählbar
ist. Der zweite Faden, Unterfaden genannt, ist auf eine Spule gewickelt, welche
in das Innere des drehbar gelagerten und antreibbaren Greifers der Nähmaschine
eingelegt wird und dort frei drehbar gehalten ist. Durch die Grösse des Greifers
wird folglich die maximale Grösse der Unterfadenspule bestimmt. Die aufgespulte
Unterfadenmenge bzw. der Unterfadenvorrat ist in jedem Fall im Verhältnis zum
Oberfadenvorrat auf der ausserhalb des Maschinengehäuses angeordneten Spule
ein Vielfaches kleiner und muss folglich häufiger aufgefüllt oder ausgetauscht
werden. Zudem ist die Unterfadenspule beim Nähen von aussen nicht einsehbar,
da sie sich innerhalb des Greifergehäuses befindet, das im Unterarm angeordnet
ist. Aus diesem Grunde ist das Überwachen des momentanen Unterfadenvorrats
und des Unterfadenabzugs während des Nähvorgangs schwierig. Erschwerend
kommt hinzu, dass häufig beim Nähen kleinerer Nähgutstücke durch
die Bedienungsperson eine teilweise bereits gefüllte Unterfadenspule mit einem
anderen Faden überwickelt wird, weil keine leere Spule mehr vorhanden ist.
Dieser andere Faden ist mit dem bereits auf der Spule vorhandenen nicht verbunden.
Nach Verbrauch dieses äusseren Fadens kann keine Naht mehr erzeugt werden,
obwohl auf dem Spulenkern beispielsweise noch 50% oder 70% eines anderen Fadens
aufgewickelt ist.
Aus dem Stand der Technik sind bereits Messvorrichtungen
bekannt, mit denen versucht wird, das Ende oder die Restmenge des Unterfadens auf
der im Greifer drehbar gehaltenen Unterfadenspule festzustellen und die Nähmaschine
anzuhalten, bevor das Ende des Unterfadens vom Oberfaden durch das Nähgut herausgezogen
wird und insbesondere bevor weitere Stiche genäht werden, die auf der Nähgutunterseite
folglich nicht von einem Unterfaden gehalten werden.
Aus der GB-A 2 296 721 ist eine Vorrichtung zum Erfassen
der Restfadenmenge auf einer Unterfadenspule einer Nähmaschine bekannt. Dabei
wird ein Lichtstrahl von einem Lichtsender im wesentlichen tangential durch den
Ringraum zwischen den beiden Spulenflanschen und dem Spulendorn hindurch zu einem
Lichtempfänger geschickt. Dazu sind im Greifergehäuse und im Spulengehäuse
diagonal gegenüberliegend Löcher angebracht, durch die die Lichtstrahlen
hindurch geschickt werden. Die Lichtstrahlen werden sehr nahe am Spulendorn vorbeigeleitet,
so dass das Ende des Fadenvorrats festgestellt werden kann, sobald die Lichtstrahlen
diesen Bereich durchdringen können. Ist die Spule noch mit Faden gefüllt,
so kann vom Empfänger kein Lichtsignal empfangen werden. Ein zweiter Sensor
detektiert die Bewegungen des Greifers, damit eindeutig erkennbar ist, ob nun der
Fadenvorrat aufgebraucht ist oder ob nur der Greifer stillsteht. Mit einer solchen
Vorrichtung kann der Fadenvorrat nur kurz vor dem vollständigen Leeren der
Spule erfasst werden.
Aus der US-A 4,825,789 ist eine weitere Vorrichtung zum
Erfassen des Fadenendes auf einer Unterfadenspule einer Nähmaschine offenbart.
Auch bei dieser Vorrichtung wird ein Lichtstrahl von einem Lichtsender tangential
über den Spulendorn zu einem Lichtempfänger gerichtet. Solange Fadenvorrat
auf der Spule vorhanden ist, kann der Lichtstrahl den Lichtempfänger nicht
erreichen. Erst kurz vor dem Fadenende kann durch diese Sensoren dem Bediener der
Maschine ein Signal übermittelt werden, das auf das Ende des Fadens in der
Unterfadenspule hinweist.
Mit beiden bekannten Vorrichtungen kann folglich nur das Fadenende bzw. der Zeitpunkt,
bevor das Fadenende erreicht ist, erkannt werden. Fadenbrüche oder eine Bestimmung
der momentan vorhandenen Fadenmenge und damit der Zeitpunkt, in dem das Fadenende
erreicht wird, lässt sich mit den bekannten Vorrichtungen nicht erkennen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines
Verfahrens zur Bestimmung des Unterfadenvorrats und einer Nähmaschine mit einer
Unterfadenvorrats-Überwachung, mit der jederzeit die momentane Fadenmenge auf
der Unterfadenspule feststellbar ist.
Eine weitere Aufgabe besteht darin, den Zeitpunkt des Endes des Unterfadens auf
der Unterfadenspule aus der pro Zeiteinheit verbrauchten Fadenmenge zu errechnen.
Gelöst werden diese Aufgaben durch ein Verfahren zur
Bestimmung des Unterfadenvorrats und eine Nähmaschine mit einer Unterfadenvorrats-Überwachung
gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 4.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
wiedergegeben.
Mit einer radial vom Greiferkörper beabstandeten Lichtquelle
können tangential zur Drehachse der Spule bzw. des Greifers gerichtete Lichtstrahlen
durch den Greiferkörper hindurch auf ein lichtempfindliches Element gesendet
und dort der Zeitpunkt des Eintreffens des ersten Lichtstrahls mit dem momentanen
Drehwinkel des Greifers verglichen und damit exakt der Durchmesser des momentanen
Fadenvorrats auf der Spule festgestellt werden. Mit der gleichen Vorrichtung, nämlich
der Lichtquelle und einem lichtempfindlichen Element, das sich über eine endliche
Länge erstreckt, kann auch der Ort des Auftreffens des Lichtstrahls zusammen
mit der Kenntnis des momentanen Drehwinkels des Greifers verglichen und damit der
Durchmesser des Fadenvorrats festgestellt werden. Weiter kann mit der gleichen Anordnung
durch Messen der Zeitdauer, während der ein Lichtstrahl auf das lichtempfindliche
Element fällt, der Spulendurchmesser und damit der Fadenvorrat bestimmt werden.
Selbstverständlich könnten die möglichen Messparameter auch in Kombination
zur Bestimmung des Fadenvorrats herangezogen werden, um die Messgenauigkeit zu erhöhen.
Die Genauigkeit kann weder durch kleine Flusen, Staub, Abrieb oder andere Einflüsse
wesentlich beeinträchtigt werden. Es können zudem kostengünstige
Elemente (eine Leuchtdiode und ein lichtempfindliches Element) verwendet werden.
Zusammen mit einer kontinuierlichen Messung der mittleren Spulendrehzahl mit geeigneten
Mitteln und dem zeitlichen Verlauf der Durchmesserabnahme und dem Unterfadenverbrauch
pro Stich kann, unabhängig von der Dicke des Fadens, das Ende des letzteren
errechnet werden.
Anhand illustrierter Ausführungsbeispiele wird die
Erfindung näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer schematisch dargestellten Nähmaschine mit im Bereich
des Greifers aufgeschnittenem Freiarm einer Freiarmnähmaschine,
- Figur 2
- eine Ansicht eines Greifers in Achsrichtung,
- Figur 3
- eine Ansicht des Greifers in Figur 2 in Seitenansicht (teilweise aufgeschnitten),
- Figur 4
- ein Querschnitt längs Linie IV-IV in Figur 3,
- Figur 5a
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule, mit annähernd maximaler Fadenmenge, wobei die vordere Kante der Ausnehmung
den Beginn einer Messung darstellt,
- Figur 5b
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule, mit halber Packung,
- Figur 5c
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule, Spule leer,
- Figur 6a
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule, mit annähernd maximaler Fadenmenge, wobei die hintere Kante der Ausnehmung
den Beginn der Messung darstellt,
- Figur 6b
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule mit halber Packung,
- Figur 6c
- eine schematische Darstellung eines umlaufenden Greifers mit darin angeordneter
Spule, Spule leer.
Die im Beispiel in Figur 1 rein schematisch dargestellte
Freiarm-Nähmaschine 1 umfasst einen Sockel 3, einen Oberarm 5, einen Unter-
oder Freiarm 7 sowie das die drei Teile verbindende Maschinengehäuse 9. Im
Oberarm 5 sind eine Nadelstange 11 und die Nähfuss-Stange 13 befestigt. Im
Unterarm 7 ist im aufgeschnittenen Bereich schematisch durch einen Kreis der Greifer
15 angedeutet. Die Einzelheiten des Greifers 15 sind in den Figuren 2 bis 4 vergrössert
dargestellt.
Der im Beispiel beschriebene Greifer 15 umfasst nebst anderen
Elementen einen Greiferkörper 17, der auf einer Antriebswelle 19 sitzt und
durch ein Zahnritzel 21 in Antriebsverbindung mit der Hauptwelle des Nähmaschinenantriebs
steht (Hauptwelle nicht dargestellt). Es spielt keine Rolle, ob es sich beim Greifer
um einen rotierenden handelt, der fest auf der Antriebswelle befestigt ist, oder
um einen oszillierenden, der lose im Greifertreiber eingelegt und folglich nicht
fest auf der Antriebswelle 19 angeordnet ist.
Auf dem Greiferkörper 17 sitzt peripher ein Fadenschutzoder
-fangblech 23 mit einer Mitnehmerspitze 25. Im Innern des Greiferkörpers 17
ist auf dem vorderen Ende der Antriebswelle 19 ein Spulenträger 27 zur Aufnahme
einer Spulenkapsel 28 für eine Unterfadenspule - kurz Spule 29 - frei drehbar
gelagert. Die Spulenkapsel 28 wird mittels eines Verschlusses 31 am vorderen Ende
33 eines im Spulenträger 27 koaxial zur Antriebswelle 19 befestigten Wellenstummels
20 festgehalten. In Figur 2 ist von der Spule 29 nur ein kleiner Ausschnitt von
deren vorderen Flansch 35 sichtbar. In Flansch 35 sind ringförmig angeordnete
öffnungen 37 eingelassen. Der hintere Flansch 39 der Spule 29 ist sichtbar
in Figur 3. Dort ist der vordere Flansch 35 von der Spulenkapsel 28 verdeckt. Ebenfalls
ist dort der Scheitel 41 des Spulenkerns 43 der Spule 29 teilweise sichtbar. Die
beiden letztgenannten Elemente sind sichtbar, weil im Greiferkörper 17 Ausnehmungen
45' und 45" und im Spulenträger 27 Schlitze 49',49" angebracht sind, welche
einen tangentialen Durchblick durch den Greifer 15 hindurch erst ermöglichen.
Um den Durchblick, d.h. das Durchleiten von Lichtstrahlen
57 einer peripher angeordneten Lichtquelle 51 zu ermöglichen, ist auch die
Spulenkapsel 28 peripher nur über einen Bogen von ca. 180 Winkelgraden von
einem Mantel umgeben.
Ein Durchblick durch den Greifer 15 ist jeweils dann möglich, wenn die beiden
Ausnehmungen 45',45" am Greiferkörper 17 und die am Spulenträger 27 angebrachten
Schlitze 49',49" sowie der weggelassene Teil im Mantel der Spulenkapsel 28 in überdeckung
liegen. Da beim Nähen der Spulenträger 27 bezüglich des Nähmaschinengehäuses
9 stillsteht, wird der Durchblick durch die Ausnehmung 45' am Greiferkörper
17 möglich, wenn die beiden gegenüber liegenden Ausnehmungen 45',45" und
Schlitze 49',49" oberhalb der Drehachse A der Antriebswelle 19 liegen (wie in Figur
4 dargestellt).
Der Querschnitt der pro Greiferdrehung einmal möglichen
Durchsicht hängt nebst der einmal konstruktiv festgelegten Geometrie des Greifers
15 und den Abmessungen der Ausnehmungen 45',45" und Schlitze 49',49" nur noch vom
momentanen Packungsdurchmesser D des auf der Spule 29 im kreisringförmigen
Packungsbereich 47 aufgewickelten Fadens ab. Bei voller Packung ist der Durchblicks-Querschnitt
am kleinsten (vgl. Figur 5a); bei leerer Packung am grössten (vgl. Figur 5c).
Die jeweils untere Begrenzung des Durchblick-Querschnitts in der feststehenden Ausnehmung
45" ist durch den Scheitel 41 der Spulenpackung oder des Spulenkerns 43 gegeben;
die obere durch die jeweilige Lage der in Drehrichtung P vorderen Kante 61 der Ausnehmung
45".
Die Drehwinkellage des Greifers 15, bei der der Strahlendurchgang
oder -durchtritt pro Umdrehung erfasst wird, ist direkt als ein Mass für die
Berechnung des aktuellen Spulendurchmessers D nutzbar. Das Messverfahren wird nun
näher erläutert:
In einem radialen Abstand von der Peripherie des Greifers 15 ist die Lichtquelle
51 und auf der andern Seite des Greifers 15, d.h. im wesentlichen diagonal gegenüber
liegend, ein Lichtempfänger 53 mit einem sich mindestens über eine Länge
a0-a3 erstreckenden Empfangsbereich (vertikale Linie in den
Figuren 5), der die Strahlen 57a - 57b des von der Lichtquelle 51 ausgesandten Strahlenbündels
57 zu empfangen in der Lage ist, angeordnet. Die Lichtstrahlen 57a - 57b durchdringen
sowohl die beiden Ausnehmungen 45',45" im Greiferkörper 17 als auch die Schlitze
49',49" im Spulenträger 27, wenn diese kurzzeitig in gegenseitige Überdeckung
gelangen. Eine Überdeckung der Ausnehmungen 45',45" und der Schlitze 49',49"
erfolgt folglich einmal pro vollständige Umdrehung des Greiferkörpers
17 oder einmal während eines Zyklus' bei oszillierenden Greifern 15. In Figur
4, welche einen Querschnitt durch den Greifer 15 darstellt, ist die geometrische
Lage der Ausnehmungen 45',45" und der Schlitze 49',49" übersichtlich dargestellt.
Im weiteren sind die von der Lichtquelle 51 ausgehenden, das Strahlenbündel
57 oben und unten begrenzenden Lichtstrahlen 57a,57b zu erkennen, welche durch den
Greifer 15 hindurch auf den Lichtempfänger 53 fallen. Der Lichtstrahl 57a stellt
eine Tangente zwischen der Lichtquelle 51 und dem Spulenkern 59 dar. Der Lichtstrahl
57b ist ebenfalls eine Tangente, und zwar eine Tangente an der Packung einer vollen
Spule, deren Durchmesser annähernd dem Durchmesser der Flanschen der Unterfadenspule
29 entspricht. Die beiden Lichtstrahlen 57a,57b in Figur 4 und auch in Figur 5c
stellen folglich die beiden Extremwerte des Strahlenbündels 57 dar.
Als Lichtempfänger 53 kann ein CCD-Element, eine Fotodiode oder Fototransistor
oder ein anderes lichtempfindliches Element verwendet werden
Das von der Lichtquelle 51 emmitierte Licht gelangt in
den dargestellten Beispielen als divergierendes Strahlenbündel 57 durch den
Greifer 15 hindurch auf den Lichtempfänger 53, sobald die jeweils in Drehrichtung
P vordere Kante 61 der Ausnehmung 45" den Durchtritt von Lichtstrahlen freigibt.
Der Lichtstrahl 57x, der durch die Fadenpackung bestimmt wird, ist der erste, der
vom Lichtempfänger 53 erfasst werden kann.
In den Figuren 5a bis 5c dreht der Greiferkörper 17 im Gegenuhrzeigersinn,
d.h. in Richtung des Pfeils P. Der "erste" Lichtstrahl ist mit 57x bezeichnet. Ist
die Spule 29 leer, so entspricht der erste Lichtstrahl 57x dem Lichtstrahl 57 a
und erreicht den Lichtempfänger 53 an der Stelle a3 (vgl. Figuren
4 und 5c). Ist die Spule 29 jedoch mit Faden vollständig gefüllt, so ist
der überwiegende Teil des Packungsraums 47 für Licht nicht durchlässig.
Der erste Lichtstrahl 57x kann folglich erst weiter oben durchtreten und trifft
an der Stelle a1 auf den Lichtempfänger 53 (vgl. auch Figur 5a).
Figur 5b zeigt die Situation mit einer zur Hälfte gefüllten Spule 29.
Hier trifft der erste Lichtstrahl 57x auf die Stelle a2 auf, welchen
zwischen den beiden Extremen a1 und a3 liegt. Alternativ zu
einem divergierenden Lichtbündel kann auch ein Lichtbündel mit parallel
verlaufenden Strahlen verwendet werden.
Im folgenden werden vier Möglichkeiten der Vorrichtung,
den Durchmesser D der Fadenpackung festzustellen, aufgezeigt. Die momentane Position
der Vorderkante 61 der Ausnehmung 45" wird im Beispiel 2 als bekannt vorausgesetzt.
Deren Lage ist aus der Drehlage der Hauptwelle der Nähmaschine 1 errechenbar.
Beispiel 1 (Ort)
Der Lichtempfänger 53 erkennt den Ort a1
bis a3 des Auftreffens des ersten Lichtstrahls 57x, der auf den Lichtempfänger
53 auftrifft, sobald die vordere Kante 61 der Ausnehmung 45" den Lichtdurchtritt
des Lichtstrahls 57x erlaubt. Die Kenntnis des Ortes (a1 bis a3)
des Auftreffens des ersten Lichtstrahls 57x auf dem Lichtempfänger 53 ermöglicht
direkt die Berechnung des Packungsdurchmessers D, weil ein direkter geometrischer
Zusammenhang vorliegt (Figuren 5a-5c). Alternativ könnte der Ort des letzten
Lichtstrahls erfasst werden, bevor die hintere Kante 62 an der Ausnehmung 45" den
Lichtkegel zu schliessen beginnt (Figuren 6a-6c).
Beispiel 2 (Zeit)
Es wird der Zeitpunkt t1 des Lichtstrahls 57x
beim Auftreffen erfasst und mit der Drehwinkellage alpha der vorderen Kante 61 am
Greiferkörper 17 verglichen. Aus diesen beiden Parametern lässt sich ebenfalls
der Durchmesser D der Packung errechnen (Figuren 5a-5c; Figuren 6a-6c).
Beispiel 3 (Belichtungsdauer)
Es werden die Zeitpunkte tx bis to
des Auftreffens des ersten Lichtstrahls 57a bis zum Verschwinden des letzten auf
dem Empfänger 53, d.h. die Beleuchtungsdauer erfasst. Zusammen mit der bekannten
Drehzahl n des Greifers 15 und der Grösse der Ausnehmung 45" kann ebenfalls
der Durchmesser D der Spulenpackung errechnet werden (Breite des Lichtkegels in
Figuren 6a-6c).
Beispiel 4 (Lichtmenge)
Statt der Zeitdauer tx - to wie in
Beispiel 3 beschrieben, kann die Lichtmenge oder Lichtenergie (mW), welche auf den
Empfänger 53 auftrifft, erfasst und zur Berechnung des Durchmessers D herangezogen
werden. Die Genauigkeit dieser Messung ist allerdings geringer als diejenige im
Beispiel 3, da durch z.B. Verflusung und Alterung der Lichtquelle 51 Fehler unvermeidbar
sind (Fläche des Lichtkegels in Fig. 6a-6c).
Die vorgenannten Beispiele zur Erfassung von Daten zur
Errechnung der Packungsdurchmessers D lassen sich auch kombinieren, um die Genauigkeit
erhöhen zu können.
Durch die vier möglichen Messarten kann nicht nur der momentane Durchmesser
D festgestellt werden, sondern auch die pro Zeiteinheit resultierende Abnahme des
Durchmessers D und damit auch der Verbrauch von Faden sowie der Zeitpunkt, in dem
der Faden auf der Spule 29 vollständig aufgebraucht ist.
Die kontinuierliche Messung des Durchmessers D der Spulenpackung
47 ermöglicht es also, den momentanen Fadenverbrauch unabhängig von der
Dicke des Fadens zu ermitteln. Als zusätzlicher Parameter wird in diesem Fall
die mittlere Drehzahl n der Spule 29 benötigt. Für die Erfassung der Drehzahl
n der Spule stehen bekannte Mittel zur Verfügung.
Die Kenntnis des Fadenverbrauchs kann weiter zur Regelung
der Fadenspannung des Oberfadens benutzt werden. Ist nämlich der Fadenverbrauch
pro Stich grösser als der bekannte theoretische Wert, der sich aus der Stichart
und der Stichlänge sowie der Dicke des Nähguts ergibt, so ist die Oberfadenspannung
zu gross und es wird der Unterfaden zu tief in das Nähgut eingezogen. Durch
Lösen der Oberfadenspannung kann der Einzug des Unterfadens ins Nähgut
auf das gewünschte Mass gebracht werden. Analog ist ein zu kleiner Unterfadenverbrauch
gegenüber dem theoretischen Wert ein Hinweis, dass die Oberfadenspannung zu
gering ist und folglich erhöht werden muss.
Zum Feststellen der Drehzahl n der Unterfadenspule 29 können
die bekannten Mittel, wie sie beispielsweise in der DE-A-4 116 638 beschrieben sind,
Verwendung finden. Eine zuverlässige Messung der Drehzahl n der Unterfadenspule
29 kann auch mit einer Vorrichtung, wie sie in der CH Patentanmeldung Nr. 00893/02
vom 30.05.2002 offenbart wird, erreicht werden. Mit der dort offenbarten Messmethode
bzw. Vorrichtung kann die Drehzahl n der Unterfadenspule 29 jederzeit zuverlässig
erfasst werden, insbesondere kann ein Stillstand der Unterfadenspule 29 sofort erkannt
werden. Sogar dann, wenn Erschütterungen der Nähmaschine die Unterfadenspule
29 vibrieren lassen, was als "Nichtstillstand" missgedeutet werden kann. Dies ermöglicht
es, einen Fadenbruch oder das Ende eines auf einen bereits vorhandenen Faden aufgewickelten
Faden auf der Unterfadenspule 29 festzustellen und die Nähmaschine anzuhalten,
bevor der Unterfaden die Stichplatte verlassen kann. Ein weiterer Vorteil der Drehzahlmessung
ist, dass die Drehrichtung der Spule 29 erkannt werden kann. Ein Signal ergeht bei
falsch eingelegter Spule.
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| Anspruch[de] |
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Verfahren zur Bestimmung des Unterfadenvorrats auf der Unterfadenspule
(29) einer Nähmaschine (1) mit einem Lichtsender (51) und einem Lichtempfänger
(53), wobei vom Lichtsender (51) ein Lichtstrahlenbündel (57) durch im Spulenträger
(27) angebrachte Schlitze (49' ,49") und durch im Greiferkörper (17) angeordnete
periphere Ausnehmungen (45' ,45") tangential zum Spulenkern (43) und der Fadenpackung
durch den Packungsraum (47) zwischen den Flanschen (35,39) hindurchgeleitet wird
und mindestens einer der Lichtstrahlen (57x) vom Lichtempfänger (53) empfangen
und das empfangene Signal zur Errechnung des Spulenpackungsdurchmessers (D) an die
Maschinensteuerung weitergeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der
momentane Drehwinkel (alpha) des Greiferkörpers (17) und/oder der Zeitpunkt
(t) erfasst wird, wenn ein Lichtstrahl (57x) vom Lichtempfänger
(53) registriert wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ort
(ax) des ersten und/oder letzten Lichtstrahls (57x) auf dem Lichtempfänger
(53) erfasst wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer
des Lichtempfangs und/oder die Lichtmenge während einer Greiferumdrehung erfasst
wird, die auf dem Lichtempfänger (53) auftrifft.
Nähmaschine mit einer Unterfadenvorrats-Überwachung, umfassend
einen Greifer (15) mit einem Greiferkörper (17), einem im Greiferkörper
(17) angeordneten Spulenträger (27) und einer im Spulenträger (27) in
einer Spulenkapsel (28) angeordneten frei drehbaren Unterfadenspule (29), einem
Lichtsender (51) und einem Lichtempfänger (53), wobei in der Peripherie des
Greiferkörpers (17) und im Mantel des Spulenträgers (27) Schlitze (49',49")
und Ausnehmungen (45',45") angebracht sind, welche einen tangentialen Durchtritt
von Lichtstrahlen (57) von der Lichtquelle (51) zum Lichtempfänger (53) durch
den Packungsraum (47) auf der Spule (29) zulassen, dadurch gekennzeichnet, dass
als Lichtempfänger (53) ein CCD-Element, eine Fotozelle oder ein Fototransistor
eingesetzt ist, welcher Lichtempfänger (53) den Ort des Auftreffens des ersten
und/oder letzten Lichtstrahls (57) auf dem Lichtempfänger (53) registriert
und mit der Maschinensteuerung verbunden ist.
Nähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Lichtempfänger (53) Mittel umfasst, welche die empfangene Lichtmenge und/oder
Belichtungsdauer erfassen.
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| Anspruch[en] |
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Method for determining the lower thread supply on the lower thread bobbin
(29) of a sewing machine (1) having a light transmitter (51) and a light receiver
(53), a light beam bundle (57) from the light transmitter (51) being guided through
slots (49', 49") provided in the bobbin carrier (27) and through peripheral recesses
(45', 45") disposed in the hook body (17), tangentially relative to the bobbin core
(43) and to the thread packing, through the packing space (47) between the flanges
(35, 39), and at least one of the light beams (57x) being received by the light
receiver (53) and the received signal being forwarded to the machine control unit
for calculating the bobbin packing diameter (D), characterised in that the
momentary angle of rotation (alpha) of the hook body (17) and/or the point in time
(t) is detected when a light beam (57x) is registered by the light receiver
(53).
Method according to claim 1, characterised in that the location
(ax) of the first and/or last light beam (57x) is detected
on the light receiver (53).
Method according to claim 1, characterised in that the duration
of the light reception and/or the light quantity which is incident on the light
receiver (53) is detected during one hook rotation.
Sewing machine having a lower thread supply monitoring system, comprising
a hook (15) with a hook body (17), a bobbin carrier (27) disposed in the hook body
(17) and a freely rotatable lower thread bobbin (29) which is disposed in the bobbin
carrier (27) in a bobbin capsule (28), a light transmitter (51) and a light receiver
(53), slots (49', 49") and recesses (45', 45") being provided in the periphery of
the hook body (17) and in the casing of the bobbin carrier (27) which permit a tangential
passage of light beams (57) from the light source (51) to the light receiver (53)
through the packing space (47) on the bobbin (29), characterised in that
a CCD element, a photocell or a phototransistor is used as light receiver (53),
which light receiver (53) registers the location of incidence of the first and/or
last light beam (57) on the light receiver (53) and is connected to the machine
control unit.
Sewing machine according to claim 4, characterised in that the
light receiver (53) comprises means which detect the received light quantity and/or
the illumination duration.
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| Anspruch[fr] |
|
Procédé pour déterminer la réserve de fil inférieur
sur la bobine de fil inférieur (29) d'une machine à coudre (1), comprenant
un émetteur de lumière (51) et un récepteur de lumière (53),
dans lequel :
- un faisceau de rayons lumineux (57) est conduit depuis l'émetteur
de lumière (51) à travers des fentes (49', 49") ménagées dans
le porte-bobine (27) et à travers des évidements périphériques
(45', 45") agencés dans le corps à préhenseur (17) tangentiellement
par rapport au noyau de bobine (43) et à la garniture de fil à travers
l'espace de garniture (47) entre les brides (35, 39) ;
- au moins un des rayons lumineux (57x) est reçu par
le récepteur de lumière (53) ; et
- le signal reçu pour calculer le diamètre de garniture de
bobine (D) est retransmis à la commande de la machine,
caractérisé en ce que l'angle de rotation momentané (alpha)
du corps à préhenseur (17) et/ou le moment temporel (t) est/sont saisi(s)
lorsqu'un rayon lumineux (57x) est enregistré par le récepteur
de lumière (53).
Procédé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que le lieu (ax) du premier et/ou du dernier rayon lumineux
(57x) sur le récepteur de lumière (53) est saisi.
Procédé selon la revendication 1, caractérisé
en ce que la durée de la réception de lumière et/ou la quantité
de lumière pendant un tour de préhenseur, laquelle vient tomber sur le
récepteur de lumière (53), est/sont saisies.
Machine à coudre comprenant une surveillance de réserve de
fil inférieur, comportant un préhenseur (15) muni d'un corps à préhenseur
(17), un porte-bobine (27) agencé dans le corps à préhenseur (17)
et une bobine de fil inférieur (29) agencée dans le porte-bobine (27)
dans une capsule de bobine (28) et pouvant tourner librement, un émetteur de
lumière (51) et un récepteur de lumière (53), sachant que des fentes
(49', 49") et des évidements (45', 45") sont ménagé(e)s dans la périphérie
du corps à préhenseur (17) et dans l'enveloppe du porte-bobine (27), lesquelles/lesquels
permettent une traversée tangentielle des rayons lumineux (57) de la source
de lumière (51) vers le récepteur de lumière (53) à travers
l'espace de garniture (47) sur la bobine (29), caractérisée en ce qu'un
élément CCD, une photocellule ou un photo-transistor est utilisé(e)
comme récepteur de lumière (53), ledit récepteur de lumière
(53) enregistrant le lieu de la tombée du premier et/ou du dernier rayon lumineux
(57) sur le récepteur de lumière (53) et étant relié à
la commande de la machine.
Machine à coudre selon la revendication 4, caractérisée
en ce que le récepteur de lumière (53) comporte des moyens qui saisissent
la quantité de lumière reçue et/ou la durée d'exposition.
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