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Dokumentenidentifikation DE112005000794T5 16.05.2007
Titel Urethanspritzpistolenanordnung
Anmelder Advanced Controls and Engineering, Chatham, Ontario, CA
Erfinder Didonato, Sante, Chatham, Ontario, CA;
Gawne, Brent Robert, Tupperville, Ontario, CA
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 112005000794
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, EP, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG
WO-Anmeldetag 06.04.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/IB2005/000903
WO-Veröffentlichungsnummer 2005097340
WO-Veröffentlichungsdatum 20.10.2005
Date of publication of WO application in German translation 16.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.05.2007
IPC-Hauptklasse B05B 7/04(2006.01)A, F, I, 20070215, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B67D 5/16(2006.01)A, L, I, 20070215, B, H, DE   B29C 44/34(2006.01)A, L, I, 20070215, B, H, DE   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG VERWANDTE ANMELDUNGEN

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der U.S. Patentanmeldung Seriennummer 10/818,576, die am 6. April 2004 eingereicht wurde und hier durch Bezugnahme eingeschlossen ist.

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft Spritzpistolenanordnungen zur Herstellung von Polyurethanhautkomponenten.

BESCHREIBUNG DER VERWANDTEN TECHNIK

Pistolen zum Spritzen von Urethan werden bei vielen verschiedenen Herstellanwendungen verwendet, wie beispielsweise der Herstellung von Innenraumkomponenten für Kraftfahrzeuge. Diese Spritzpistolen bilden im betätigten Zustand eine Mischung aus Polyol und Isocyanat und geben die Mischung durch herkömmliche Abgabemittel ab, wie eine nadelventilbetätigte Abgabepistole. Auf die gut bekannte Weise bilden Polyol und Isocyanat, wenn sie kombiniert werden, einen Schaum, der schnell in eine flexible Haut aushärtet.

Diese bisher bekannten Spritzpistolen für Urethan umfassen typischerweise einen Hauptkörper mit einem ersten Durchlass, der fluidmäßig mit einer unter Druck gesetzten Quelle für Polyol verbunden ist, einem zweiten Durchlass, der fluidmäßig mit einer unter Druck gesetzten Quelle für Isocyanat verbunden ist, und einem dritten Durchlass für Lösemittel. Ein erstes Nadelventil ist fluidmäßig in Serie mit dem ersten Fluiddurchlass verbunden, während ähnlicherweise ein zweites Nadelventil fluidmäßig in Serie mit dem zweiten Fluiddurchlass verbunden ist. Diese Nadelventile sind zwischen einer offenen und einer geschlossenen Position bewegbar. In ihrer geschlossenen Position verhindern die Nadelventile eine Fluidströmung von entweder dem Polyol oder dem Isocyanat durch den ersten bzw. zweiten Durchlass. Umgekehrt erfolgt, wenn die Nadelventile in ihre offenen Positionen bewegt werden, eine Fluidströmung von sowohl dem Polyol wie auch dem Isocyanat an die Abgabewand.

Diese bisher bekannten Pistolen zum Spritzen von Urethan haben sich im Gebrauch jedoch als nicht vollständig zufrieden stellend erwiesen. Ein Nachteil dieser bisher bekannten Urethanspritzpistolen besteht darin, dass, wenn die Nadelventile in ihre offene Position bewegt werden, das Polyol und das Isocyanat direkt fluidmäßig mit der Abgabewand verbunden werden. In einigen Fällen resultiert ein unzulängliches Vermischen des Polyols und des Isocyanats, was seinerseits in einer unzulänglichen Urethanschaumproduktion resultiert.

ZUSAMMENFASSUNG DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung sieht eine Spritzpistole für Urethan vor, die alle oben erwähnten Nachteile der bisher bekannten Vorrichtungen überwindet.

Kurz gesagt umfasst die Urethanspritzpistole der vorliegenden Erfindung einen Hauptkörper mit einer Bohrung und einer Mischkammer an einem Ende des Körpers. Ein länglicher Schieber ist in Längsrichtung verschiebbar in der Bohrung in dem Hauptkörper angebracht und ist zwischen einer ausgefahrenen und einer zurückgezogenen Position bewegbar. Ein Aktuator, der mit dem Schieber verbunden ist, bewegt den Schieber zwischen seiner zurückgezogenen und seiner ausgefahrenen Position, und bevorzugt ist der Aktuator pneumatisch oder hydraulisch betätigt.

Ein erster Einlassdurchlass und ein zweiter Einlassdurchlass sind an dem Hauptkörper ausgebildet. Ähnlicherweise sind auch ein erster Auslassdurchlass und ein zweiter Auslassdurchlass an dem Hauptkörper ausgebildet.

Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist ein erster axial verlaufender Fluiddurchgang an dem Schieber ausgebildet, und dieser erste Fluiddurchgang verbindet fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit dem ersten Auslassdurchlass, wenn sich der Schieber in seiner zurückgezogenen Position befindet. Umgekehrt verbindet der erste Einlassdurchgang fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit der Mischkammer, wenn sich der Schieber in seiner ausgefahrenen Position befindet.

Ein zweiter axial verlaufender Fluiddurchgang ist ebenfalls an dem Schieber ausgebildet. Der zweite Fluiddurchgang verbindet fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit dem zweiten Auslassdurchlass, wenn sich der Schieber in seiner zurückgezogenen Position befindet. Wenn der Schieber in seine ausgefahrene Position bewegt ist, verbindet der zweite Fluiddurchgang fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit der Mischkammer in dem Hauptkörper.

An dem Gehäuse ist auch ein Abgabedurchlass ausgebildet, der offen zu der Mischkammer ist. Ein herkömmliches Mittel, wie eine Wand mit einer Durchgangsbohrung, ist fluidmäßig mit der Abgabekammer verbunden, so dass das Fluid in der Mischkammer durch die Wand nach außen strömt.

Im Gebrauch ist der erste Fluiddurchlass fluidmäßig mit einer Quelle für unter Druck gesetztes Polyol verbunden, während der erste Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Quelle für Polyol bei einem geringeren Druck verbunden ist. Ähnlicherweise ist eine unter Druck gesetzte Quelle für Isocyanat fluidmäßig mit dem zweiten Einlassdurchlass verbunden, während der zweite Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Quelle für Isocyanat bei einem geringeren Druck verbunden ist.

Folglich wird, wenn sich der Schieber in seiner zurückgezogenen Position befindet, das Polyol durch den ersten Einlass, den ersten Durchgang und den ersten Auslass zirkuliert, während gleichzeitig das Isocyanat durch den zweiten Einlass, den zweiten Durchgang und den zweiten Auslass zurück zu der Quelle für Isocyanat zirkuliert. Umgekehrt verbinden, wenn der Schieber in seine ausgefahrene Position bewegt wird, der erste und zweite Schieberdurchgang jeweils die unter Druck gesetzte Quelle für Polyol und die unter Druck gesetzte Quelle für Isocyanat fluidmäßig mit der Mischkammer. Das Polyol und das Isocyanat werden in der Mischkammer vorgemischt, und die resultierende Mischung wird dann durch die Abgabewand abgegeben.

Optional umfasst der Hauptkörper einen dritten Einlassdurchlass und einen dritten Auslassdurchlass, die mit einem dritten Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, zusammenwirken. Eine unter Druck gesetzte Quelle für ein Farbmittel ist dann fluidmäßig mit dem dritten Einlassdurchlass verbunden, während der dritte Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Farbmittelquelle bei einem geringeren Druck verbunden ist.

Da das Polyol, das Isocyanat und optional das Farbmittel kontinuierlich durch den Hauptkörper der Spritzpistole zwischen Abgabebetriebsabläufen zirkulieren, wird die Spritzpistole bei der Temperatur des Polyols und des Isocyanats gehalten, wodurch die Gefahr eines Wärmeschocks zu Beginn eines Abgabebetriebs beseitigt oder zumindest minimiert wird. Ähnlicherweise wird, da das Polyol, das Isocyanat und optional das Farbmittel in der Mischkammer vor Abgabe durch die Wand vorgemischt werden, eine gleichförmige Mischung des Polyols, des Isocyanats und optional des Farbmittels sichergestellt.

Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird die Bewegung des Schiebers umgekehrt. Folglich erfolgt eine Abgabe, wenn der Schieber in eine zurückgezogene Position bewegt ist, während eine Abgabe erfolgt, wenn der Schieber in eine ausgefahrene Position bewegt ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit der begleitenden Zeichnung besser verständlich, wobei gleiche Bezugszeichen in den verschiedenen Ansichten gleiche Teile bezeichnen, und wobei:

1 eine Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist;

2 eine Draufsicht ähnlich zu 1 ist, jedoch unter einem anderen Drehwinkel;

3A eine Schnittansicht entlang einer Linie 3A-3A in 1 ist, die den Schieber in einer zurückgezogenen Position zeigt;

3B eine Schnittansicht ähnlich 3A ist, die jedoch den Schieber in einer ausgefahrenen Position zeigt;

4 eine Schnittansicht entlang einer Linie 4-4 in 1 ist und zur deutlicheren Darstellung vergrößert ist;

5 eine Schnittansicht entlang einer Linie 5-5 in 1 ist und zur deutlicheren Darstellung vergrößert ist;

6 eine schematische Ansicht ist, die die vorliegende Erfindung bei Verwendung in einem System zeigt;

7 eine Ansicht ähnlich zu 3B ist, jedoch eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeigt; und

8 eine Ansicht ähnlich zu 3A ist, jedoch die zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeigt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG

In den 1 und 3A ist eine bevorzugte Ausführungsform der Spritzpistolenanordnung 20 gezeigt, die einen länglichen und allgemein zylindrischen Hauptkörper 22 umfasst. In dem Hauptkörper 22 ist an einem Ende des Hauptkörpers 22 eine Mischkammer 24 ausgebildet. Ein Abgabedurchlass 26 an dem Hauptkörper 22 ist fluidmäßig offen zu der Mischkammer 24.

Eine Abgabewand 28 mit einer Durchgangsbohrung 30 besitzt ein Ende, das lösbar mit dem Durchlass 26 verbunden ist, so dass der Durchgang 30 fluidmäßig in Serie mit der Mischkammer 24 verbunden ist. Obwohl ein beliebiges herkömmliches Mittel dazu verwendet werden kann, die Wand 28 an dem Abgabedurchlass 26 zu befestigen, verbindet bevorzugt eine Gewindeverbindung 32 zwischen dem Hauptkörper 22 und der Wand 28 lösbar die Wand 28 mit dem Hauptkörper 22, wodurch ermöglicht wird, dass verschiedene Wände 28 mit dem Hauptkörper 22 verwendet werden können.

Wie insbesondere in 3A gezeigt ist, ist eine längliche, axial verlaufende Bohrung 34 durch den Hauptkörper 22 ausgebildet, so dass ein Ende der Bohrung 22 offen zu der Mischkammer 24 ist. Ein länglicher Schieber 36 ist axial verschiebbar in der Bohrung 34 angebracht und ist zwischen einer zurückgezogenen Position, die in 3A gezeigt ist, und einer ausgefahrenen Position, die in 3B gezeigt ist, bewegbar.

Obwohl ein beliebiges herkömmliches Mittel dazu verwendet werden kann, den Schieber 36 zwischen seiner ausgefahrenen Position und seiner zurückgezogenen Position zu verstellen, umfasst bei der bevorzugten Ausführungsform der Hauptkörper eine Kolbenkammer 38 an dem Ende des Hauptkörpers 22 entgegengesetzt von der Mischkammer 24. Ein Kolben 40 ist verschiebbar in der Kolbenkammer 38 angeordnet und ist an dem Schieber 36 angebracht, so dass der Kolben 40 und der Schieber 36 gemeinsam bewegt werden. Ein Paar Aktuatordurchlässe 42 und 44, die in dem Hauptkörper 22 ausgebildet sind, sind fluidmäßig mit einem Druckluftsystem 46 (nur schematisch gezeigt) verbunden, das die Druckbeaufschlagung an den Druckluftdurchlässen 42 und 44 und somit die Position des Kolbens 40 in der Kolbenkammer 38 steuert.

Wie nun insbesondere in den 1, 2 und 4 gezeigt ist, sind ein erster Einlassdurchlass 50, ein zweiter Einlassdurchlass 52 und optional ein dritter Einlassdurchlass 54 in dem Hauptkörper 22 ausgebildet, so dass der erste Einlassdurchlass 50, der zweite Einlassdurchlass 52 und der dritte Einlassdurchlass 54 fluidmäßig mit der Bohrung 34 in dem Hauptkörper 22 verbunden sind. Ähnlicherweise sind, wie in 5 gezeigt ist, auch ein erster Auslassdurchlass 56, ein zweiter Auslassdurchlass 58 und optional ein dritter Auslassdurchlass 60 in dem Hauptkörper 22 ausgebildet. Jeder der Auslassdurchlässe 56, 58 und 60 ist fluidmäßig mit der Hauptkörperbohrung 34 so verbunden, dass der erste, zweite und dritte Auslassdurchlass 56, 58 und 60 axial von dem ersten, zweiten und dritten Einlassdurchlass 50, 52 bzw. 54 beabstandet sind.

Wie in den 3A und 4 gezeigt ist, verbindet ein erster axial verlaufender Durchgang 70 in dem Schieber 36 fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass 50 mit dem ersten Auslassdurchlass 56, wenn sich der Schieber 36 in seiner zurückgezogenen Position befindet (3A). Ähnlicherweise verbindet ein zweiter axial verlaufender Durchgang 72 (4) und ein dritter axial verlaufender Durchgang 74 in dem Schieber 36 fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass 52 mit dem zweiten Auslassdurchlass 58 bzw. den dritten Einlassdurchlass 54 mit dem dritten Auslassdurchlass 60, wenn sich der Schieber 36 in der zurückgezogenen Position befindet.

Umgekehrt verbinden, wenn der Schieber 36 in seine ausgefahrene Position bewegt wird, wie in 3B gezeigt ist, der erste, zweite und dritte Schieberdurchgang 70, 72 bzw. 74 fluidmäßig den ersten, zweiten bzw. dritten Einlassdurchlass 50, 52 bzw. 54 mit der Mischkammer 24.

Bevorzugt und unter Bezugnahme auf 4 ist ein erstes Dosierventil 80 fluidmäßig in Serie zwischen dem ersten Durchlass 50 und der Bohrung 34 in dem Hauptkörper 22 verbunden. Ähnlicherweise ist ein zweites Dosierventil 82 fluidmäßig in Serie zwischen dem zweiten Einlassdurchlass und der Hauptkörperbohrung 34 verbunden, während ein drittes Dosierventil 84 fluidmäßig in Serie zwischen dem dritten Einlassdurchlass 54 und der Hauptkörperbohrung 34 verbunden ist. Jedes Dosierventil 80, 82 und 84 besitzt einen herkömmlichen Aufbau und beschränkt variabel den Fluiddurchfluss durch seinen zugeordneten Einlassdurchlass.

Unter Bezugnahme auf 6 ist ein Spritzurethansystem, das die Pistole 20 der vorliegenden Erfindung verwendet, schematisch gezeigt und umfasst eine Quelle 100 für Polyol, eine Quelle 102 für Isocyanat und optional eine Quelle 104 für Farbmittel. Das Polyol von der Quelle 100 wird durch eine Pumpe 110 mit Druck beaufschlagt, deren Auslass fluidmäßig mit dem ersten Einlassdurchlass 50 verbunden ist. Der erste Auslassdurchlass 56 ist dann fluidmäßig mit der Quelle für Polyol oberstromig von der Pumpe 110 verbunden.

Ähnlicherweise wird die Quelle für Isocyanat durch eine Pumpe 112 unter Druck gesetzt, deren Auslass mit dem zweiten Einlassdurchlass 52 verbunden ist. Der zweite Auslassdurchlass 58 ist dann fluidmäßig mit der Quelle 102 für Isocyanat oberstromig von der Pumpe 112 verbunden.

Ähnlicherweise ist ein Einlass einer Pumpe 114 mit der Quelle für Farbmittel 104 und ihr Auslass mit dem dritten Einlassdurchlass 54 verbunden. Der dritte Auslassdurchlass 60 ist dann fluidmäßig mit der Quelle 104 für Farbmittel oberstromig von der Pumpe 114 verbunden.

Im Betrieb und unter der Annahme, dass sich der Schieber 36 in seiner zurückgezogenen Position befindet (3A), zirkuliert die Pumpe 110 kontinuierlich Polyol von der Quelle 100 von dem ersten Einlassdurchlass 50 durch den ersten Schieberdurchgang 70 und zurück zu der Polyolquelle 100. Ähnlicherweise zirkuliert die Pumpe 112 kontinuierlich das Isocyanat durch den zweiten Einlassdurchlass 52, den zweiten Schieberdurchgang 72 und den zweiten Auslassdurchlass 58 zurück zu der Quelle 102 für Isocyanat. Ähnlicherweise zirkuliert die Pumpe 114 kontinuierlich das Farbmittel von der Quelle 104 durch den dritten Einlassdurchlass 56, den dritten Schieberdurchgang 74 und den dritten Auslass 60 zurück zu der Quelle für Farbmittel 104.

Umgekehrt verbindet, wenn der Schieber 36 in seine ausgefahrene Position bewegt wird (3B), der erste, der zweite bzw. der dritte Schieberdurchgang 70, 72 und 74 fluidmäßig den ersten, zweiten und dritten Einlassdurchlass 50, 52 und 54 mit der Mischkammer 24. Die Mischkammer 24 stellt somit eine vollständige Mischung des Polyols, des Isocyanats und optional des Farbmittels vor der Abgabe der Mischung von der Mischkammer 24 durch die Abgabewand 28 nach außen sicher.

Durch kontinuierliches Rezirkulieren des Polyols, des Isocyanats und des Farbmittels durch ihre jeweiligen Einlass- und Auslassdurchlässe an dem Hauptkörper 22 werden der Schieber 36 und der Hauptkörper 22 zumindest benachbart der Mischkammer 24 bei im Wesentlichen derselben Temperatur wie das Polyol, das Isocyanat und das Farbmittel gehalten. Dadurch wird ein Wärmeschock der Mischung bei Aktivierung der Spritzpistole im Wesentlichen beseitigt.

Unter Bezugnahme auf die 7 und 8 ist nun eine zweite bevorzugte Ausführungsform einer Spritzpistole 120 der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Spritzpistole 120 umfasst einen länglichen Hauptkörper 122, der eine Mischkammer 124 aufweist, die an einem Ende ausgebildet ist. Eine Abgabewand 128 ist mit einem Ende des Hauptkörpers 122 verbunden und ist fluidmäßig mit der Abgabewand durch einen Durchlass 126 verbunden.

Ein Schieber 136 ist in einer Bohrung 134 in dem Hauptkörper 122 angebracht und ist zwischen einer zurückgezogenen Position, die in 7 gezeigt ist, und einer ausgefahrenen Position, die in 8 gezeigt ist, bewegbar. Ein Kolben 140 steuert die Betätigung des Schiebers 136 und kann durch ein beliebiges herkömmliches Mittel betätigt werden, wie hydraulisch, pneumatisch oder dergleichen.

Zwei Einlassdurchlässe 152 und 154 in dem Hauptkörper 122 sind fluidmäßig mit druckbeaufschlagten Quellen für Polyol und Isocyanat verbunden, während ein dritter Durchlass in dem Gehäuse (nicht gezeigt) mit einer druckbeaufschlagten Quelle für Lösemittel verbunden ist. Wenn der Schieber 136 in seine zurückgezogene Position bewegt wird (7), verbindet der Schieber fluidmäßig diese Durchlässe 152 und 154 mit der Mischkammer 124. Wenn umgekehrt der Schieber 136 in seine ausgefahrene Position bewegt wird, verbindet der Schieber fluidmäßig die Durchlässe 152 und 154 mit ihren jeweiligen Rezirkulationsdurchlässen 156 und 158.

Folglich ist die zweite Ausführungsform der Spritzpistole 120 im Wesentlichen identisch zu der ersten beschriebenen Ausführungsform der Spritzpistole 20 (1 bis 6), mit der Ausnahme, dass der Betrieb des Schiebers umgekehrt ist, d.h. die Pistole 120 gibt die Mischung ab, wenn der Schieber 136 zurückgezogen ist, und zirkuliert das Isocyanat, das Polyol und das Lösemittel, wenn der Schieber 136 ausgefahren ist. Daher ist eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Komponenten der Spritzpistole unnötig, da eine vollständige Beschreibung dieser Komponenten bereits dargelegt worden und hier durch Bezugnahme eingeschlossen ist.

Bevorzugt beträgt die Tröpfchengröße von der Spritzpistole weniger als 100 Mikrometer.

Aus dem Vorhergehenden kann gesehen werden, dass die vorliegende Erfindung eine einfache und dennoch hoch effektive Spritzpistole für Urethan vorsieht. Nach der Beschreibung dieser Erfindung werden jedoch viele Abwandlungen daran für Fachleute ohne Abweichung von der Grundidee der Erfindung, die durch den Schutzumfang der angefügten Ansprüche definiert ist, offensichtlich.

Wir beanspruchen:

Zusammenfassung

Eine Spritzurethanpistolenanordnung besitzt einen Hauptkörper mit einer Bohrung und einer Mischkammer. Ein länglicher Schieber ist in Längsrichtung verschiebbar in der Hauptkörperbohrung angebracht und zwischen einer ausgefahrenen Position und einer zurückgezogenen Position durch einen Aktuator bewegbar. Ein erster und ein zweiter Einlassdurchlass sind in dem Hauptkörper ausgebildet, und ein erster und zweiter Auslassdurchlass sind ebenfalls in dem Hauptkörper ausgebildet. Ein erster axial verlaufender Fluiddurchgang ist in dem Schieber ausgebildet, und dieser erste Fluiddurchgang verbindet fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit dem ersten Auslassdurchlass, wenn sich der Schieber in einer der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und verbindet fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit der Mischkammer, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet. Ein zweiter axial verlaufender Durchgang ist in dem Schieber ausgebildet, und dieser zweite Fluiddurchgang verbindet fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit dem zweiten Auslassdurchlass, wenn sich der Schieber in einer seiner zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und verbindet fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit der Mischkammer, wenn sich der Schieber in der anderen seiner zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet. Ein Abgabedurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet ist, ist offen zu der Mischkammer zur Abgabe der Fluidmischung in der Mischkammer.


Anspruch[de]
Spritzurethanpistolenanordnung mit:

einem Hauptkörper, der eine Bohrung und eine Mischkammer aufweist,

einem länglichen Schieber, der in Längsrichtung verschiebbar in der Hauptkörperbohrung angebracht und zwischen einer ausgefahrenen Position und einer zurückgezogenen Position bewegbar ist,

einem Aktuator, um den Schieber zwischen der ausgefahrenen Position und der zurückgezogenen Position zu bewegen,

einem ersten und zweiten Einlassdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind,

einem ersten und zweiten Auslassdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind,

einem ersten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der erste Fluiddurchgang fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit dem ersten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in einer der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der erste Fluiddurchgang fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen und ausgefahrenen Positionen befindet,

einem zweiten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der zweite Fluiddurchgang fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit dem zweiten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in der einen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der zweite Fluiddurchgang fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und

einem Abgabedurchlass, der an dem Hauptkörper ausgebildet und zu der Mischkammer offen ist.
Erfindung nach Anspruch 1, mit einem Dosierventil, das fluidmäßig zwischen dem ersten Einlassdurchlass und dem ersten Fluiddurchgang verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 1, mit einem Dosierventil, das fluidmäßig zwischen dem zweiten Einlassdurchlass und dem zweiten Fluiddurchgang verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 1, wobei der Aktuator einen pneumatischen Aktuator umfasst. Erfindung nach Anspruch 4, mit einer Kolbenkammer, die in dem Hauptkörper ausgebildet ist, einem Kolben, der axial verschiebbar in der Kolbenkammer angebracht ist, einem ersten und zweiten Druckluftdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind, wobei der erste und zweite Druckluftdurchlass zu der Kolbenkammer an entgegengesetzten Enden des Kolbens offen sind, und der Kolben mechanisch mit dem Schieber verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 5, wobei der Kolben an dem Schieber befestigt ist und sich gemeinsam mit dem Schieber bewegt. Erfindung nach Anspruch 1, mit einer Abgabewand, die einen Durchgang besitzt, wobei ein Ende der Wand durch den Durchgang fluidmäßig mit dem Abgabedurchlass verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 7, mit einem Mittel zum lösbaren Befestigen der Wand an dem Hauptkörper. Erfindung nach Anspruch 8, wobei das Befestigungsmittel eine Gewindeverbindung umfasst. Erfindung nach Anspruch 1, mit:

einem dritten Einlassdurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet ist,

einem dritten Auslassdurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet ist,

einem dritten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der dritte Fluiddurchgang fluidmäßig den dritten Einlassdurchlass mit dem dritten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in der einen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der dritte Fluiddurchgang fluidmäßig den dritten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet.
Spritzurethansystem, mit:

einer Spritzpistolenanordnung mit einem Hauptkörper, wobei der Hauptkörper eine Bohrung und eine Mischkammer aufweist,

einem länglichen Schieber, der in Längsrichtung verschiebbar in der Hauptkörperbohrung angebracht und zwischen einer ausgefahrenen Position und einer zurückgezogenen Position bewegbar ist,

einem Aktuator, um den Schieber zwischen der ausgefahrenen Position und der zurückgezogenen Position zu bewegen, einem ersten und zweiten Einlassdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind,

einem ersten und einem zweiten Auslassdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind,

einem ersten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der erste Fluiddurchgang fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit dem ersten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in einer der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der erste Fluiddurchgang fluidmäßig den ersten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet,

einem zweiten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der zweite Fluiddurchgang fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit dem zweiten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in der einen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der zweite Fluiddurchgang fluidmäßig den zweiten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet,

einem Abgabedurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet und zu der Mischkammer offen ist,

einer Quelle für unter Druck gesetztes Polyol, die fluidmäßig mit dem ersten Einlassdurchlass verbunden ist, wobei der erste Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Quelle für Polyol verbunden ist, und

einer Quelle für unter Druck gesetztes Isocyanat, die fluidmäßig mit dem zweiten Einlassdurchlass verbunden ist, wobei der zweite Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Quelle für Isocyanat verbunden ist.
Erfindung nach Anspruch 11, mit einem Dosierventil, das fluidmäßig zwischen dem ersten Einlassdurchlass und dem ersten Fluiddurchgang verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 11, mit einem Dosierventil, das fluidmäßig zwischen dem zweiten Einlassdurchlass und dem zweiten Fluiddurchgang verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 11, wobei der Aktuator einen pneumatischen Aktuator umfasst. Erfindung nach Anspruch 14, mit einer Kolbenkammer, die in dem Hauptkörper ausgebildet ist, einem Kolben, der axial verschiebbar in der Kolbenkammer angebracht ist, einem ersten und zweiten Druckluftdurchlass, die in dem Hauptkörper ausgebildet sind, wobei der erste und zweite Druckluftdurchlass zu der Kolbenkammer an entgegengesetzten Enden des Kolbens offen sind, und der Kolben mechanisch mit dem Schieber verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 15, wobei der Kolben an dem Schieber angebracht ist und sich gemeinsam mit dem Schieber bewegt. Erfindung nach Anspruch 11, mit einer Abgabewand, die einen Durchgang besitzt, wobei ein Ende der Wand durch den Durchgang fluidmäßig mit dem Abgabedurchlass verbunden ist. Erfindung nach Anspruch 17, mit einem Mittel zum lösbaren Befestigen der Wand an dem Hauptkörper. Erfindung nach Anspruch 18, wobei das Befestigungsmittel eine Gewindeverbindung umfasst. Erfindung nach Anspruch 11, mit:

einem dritten Einlassdurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet ist,

einem dritten Auslassdurchlass, der in dem Hauptkörper ausgebildet ist,

einem dritten axial verlaufenden Fluiddurchgang, der in dem Schieber ausgebildet ist, wobei der dritte Fluiddurchgang fluidmäßig den dritten Einlassdurchlass mit dem dritten Auslassdurchlass verbindet, wenn sich der Schieber in der einen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und der dritte Fluiddurchgang fluidmäßig den dritten Einlassdurchlass mit der Mischkammer verbindet, wenn sich der Schieber in der anderen der zurückgezogenen oder ausgefahrenen Positionen befindet, und

einer Quelle für unter Druck gesetztes Farbmittel, die fluidmäßig mit dem dritten Einlassdurchlass verbunden ist, wobei der dritte Auslassdurchlass fluidmäßig mit der Quelle für Farbmittel verbunden ist.






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