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Dokumentenidentifikation DE102005053042A1 24.05.2007
Titel Linearmotor mit kreisrunden Ringspulen
Anmelder Franz Kessler GmbH, 88422 Bad Buchau, DE
Erfinder Trolliet, Patrick, 88361 Altshausen, DE;
Schmid, Gerold, 88527 Unlingen, DE;
Rondé, Uwe, Dr., 88422 Bad Buchau, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 04.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005053042
Offenlegungstag 24.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse H02K 41/03(2006.01)A, F, I, 20051104, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Linearmotor mit einem wenigstens zwei, koaxial um eine Achse (3) angeordnete, axial beabstandete und im Wesentlichen kreisrunde Ringspulen (4) aufweisenden Primärteil (1) und einem koaxial zum Primärteil (1) angeordneten Sekundärteil (2), wobei mit wenigstens zwei Phasen, insbesondere drei Phasen, und den Ringspulen (4) ein axiales Wanderfeld ausbildbar und wobei wenigstens teilweise zwischen den Ringspulen (4) eine Feldleiteinheit zum Leiten des Magnetfeldes der Ringspulen (4) angeordnet ist, vorzuschlagen, wobei die Herstellung des Linearmotors vereinfacht wird. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Feldleiteinheit wenigstens ein in Richtung der Achse (3) ausgerichtetes und mehrere die Ringspulen (4) aufnehmende Ausnehmungen aufweisendes Leitelement (5) umfasst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Linearmotor mit einem wenigstens zwei koaxial um eine Achse angeordnete, axial beabstandete und im Wesentlichen kreisrunde Ringspulen aufweisenden Primärteil und einem koaxial zum Primärteil angeordneten Sekundärteil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Es sind bereits unterschiedlichste Linearmotoren bekannt. Häufig weisen diese einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei der spulenaufweisende Primärteil des Motors lediglich auf einer Seite des schienenartigen Sekundärteils angeordnet und von diesem beabstandet ist. Der Sekundärteil trägt z.B. Dauermagnete. Bei derartigen Linearmotoren können Querkräfte auftreten, die für zahlreiche Anwendungen von Nachteil sind.

Darüber hinaus sind bereits sogenannte querkraftfreie Linearmotoren bekannt, die einen kreisrunden Querschnitt aufweisen, wobei der Spulendraht im Primärteil koaxial um den Sekundärteil herum angeordnet ist. Beispielsweise ist der Primärteil hülsenartig um den Sekundärteil angeordnet, wobei der lineare bzw. der in Richtung der Achse gerichtete Verstellweg durch die Länge des Sekundärteils festgelegt wird. Derartige Linearmotoren mit kreisrundem Querschnitt sind beispielsweise aus der EP 774 826 B1 bekannt.

Querkraftfreie Linearmotoren mit zylindrischer Bauform weisen im Allgemeinen Ringspulen auf, die in Richtung der Achse voneinander beabstandet sind und zwischen denen ringförmige Leitelemente zum Leiten des Magnetfeldes der Spulen vorhanden sind.

Der Abstand zwischen den Ringspulen und deren Verschaltung ist so gewählt, dass er auf einen Mehrphasenstrom abgestimmt und bei entsprechender Steuerung ein axiales Wanderfeld erzeugt, so dass eine Relativbewegung zwischen Primär- und Sekundärteil entsteht.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, einen Linearmotor mit einem im Wesentlichen kreisrunde Ringspulen aufweisenden Primärteil und einem koaxial zum Primärteil angeordneten Sekundärteil, wobei mit wenigstens zwei Phasen, insbesondere drei Phasen, und den Ringspulen ein axiales Wanderfeld ausbildbar und wobei wenigstens teilweise zwischen den Ringspulen eine Feldleiteinheit zum Leiten des Magnetfeldes der Ringspulen angeordnet ist, vorzuschlagen, wobei die Herstellung des Linearmotors vereinfacht wird.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Linearmotor der einleitend genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich ein erfindungsgemäßer Linearmotor dadurch aus, dass die Feldleiteinheit wenigstens ein in Richtung der Achse ausgerichtetes und mehrere die Ringspulen aufnehmende Ausnehmungen aufweisendes Leitelement umfasst. Insbesondere weist das Leitelement eine Kammform auf, wobei vorzugsweise im Bereich des Jochs ein Verbindungssteg zwischen den Kammzinken vorgesehen ist und die Ausnehmungen für die Ringspulen zwischen den Zinken angeordnet sind.

Mit Hilfe eines derartigen Leitelementes und/oder Kamms können die Ringspulen in einfacher Weise positioniert werden. Beispielsweise wird das Leitelement in radialer Richtung auf die Ringspulen aufgeschoben bzw. können die Ringspulen in das Leitelement in radialer Richtung eingesteckt werden. Hiermit wird die Herstellung bzw. Montage des Linearmotors deutlich vereinfacht.

Vorzugsweise umfasst die Feldleiteinheit zahlreiche in Richtung der Achse ausgerichtete, mehrere die Ringspulen aufnehmende Ausnehmungen aufweisende und im Wesentlichen koaxial angeordnete Leitelemente. Hierdurch ist in einfacher Weise eine weitestgehend voll umfängliche Anordnung der Leitelemente realisierbar. Die zahlreichen Leitelemente können hierbei jeweils einzeln und/oder in Gruppen radial montiert werden.

Vorteilhafterweise ist das Leitelement als Blechelement ausgebildet. Ein als Blechelement ausgebildetes Leitelement kann besonders einfach hergestellt werden. Beispielsweise wird das Leitelement mittels Schneidverfahren, insbesondere mittels Laserschneidverfahren etc., aus einer Blechplatte hergestellt. Gerade die Verwendung von Laserschneidverfahren ermöglicht eine besonders genaue Bearbeitung, wobei insbesondere auf eine Nacharbeitung, wie beispielsweise Entgraten oder dergleichen, verzichtet werden kann. Hierdurch wird die Herstellung des Linearmotors gemäß der Erfindung weiter verbessert.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung sind mehrere Blechelemente zu einem Blechpaket angeordnet. In vorteilhafter Weise kann ein derartiges Blechpaket, beispielsweise vorgefertigt und bei der Montage des Linearmotors in einfacher Weise montiert werden.

Vorzugsweise sind mehrere Blechpakete im Wesentlichen koaxial angeordnet. Die Verwendung mehrerer Blechpakete gewährleistet eine besonders schnelle bzw. einfache Montage des Motors gemäß der Erfindung.

Generell kann durch die Anzahl der verwendeten Leitelemente und/oder Blechpakete eine Anpassung an den zu realisierenden Durchmesser des Primärteils erfolgen. Beispielsweise wird durch die Breite der Blechpakete und der Summe der verwendeten Anzahl der Blechpakete der Innendurchmesser der Feldleiteinheit festgelegt. Durch die Länge der Ausnehmungen bzw. der Kammzinken und der Breite des Jochstegs wird der Außendurchmesser der Feldleiteinheit in vorteilhafter Weise vorgegeben.

Grundsätzlich ist von Vorteil, auf die Verwendung einer Jochhülse oder dergleichen zu verzichten und beispielsweise eine Kühlhülse für den Primärteil unmittelbar bzw. direkt auf die Feldleiteinheit bzw. die Leitelemente zu montieren. Hierdurch wird der Aufwand vor allem auch für die Montage weiter verringert.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Feldleiteinheit in radialer Richtung ausgebildete Kanäle für elektrischen Anschlüsse auf. Beispielsweise für die elektrischen Anschlüsse der verwendeten Phasen und/oder für die Anschlüsse von Temperatursensoren oder dergleichen. In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung können derartige Kanäle alternativ oder in Kombination mit den elektrischen Anschlüssen als Kühlkanäle oder dergleichen ausgebildet werden.

Vorzugsweise sind die Kanäle als Zwischenräume der Blechpakete ausgebildet. Vor allem bei der Verwendung von Leitelementen und/oder Blechpaketen mit im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt, quer zur Achse betrachtet, ergeben sich in einfacher Weise axial ausgerichtete Kanäle durch den zunehmenden Umfang in radialer Richtung. Hierdurch wird zwischen zwei Leitelementen bzw. zwischen zwei Blechpaketen ein sich aufweidender V-förmiger Kanal gebildet.

Bei derartigen Kanälen ist von besonderem Vorteil, dass die Spulen in einfacher Weise nach dem Anbringen der Feldleiteinheit miteinander verkabelt bzw. elektrisch verbunden werden können. Beispielsweise werden vorgefertigte Ringspulen verwendet, deren Anschlüsse in diesen Kanälen leicht zugänglich angeordnet und entsprechend verbunden werden können. Hiermit wird die Montage des Motors gemäß der Erfindung weiter verbessert.

In einer besonderen Variante der Erfindung ist die Feldleiteinheit in axialer Richtung betrachtet zwischen wenigstens zwei Haltevorrichtungen angeordnet. Hiermit wird gewährleistet, dass die Feldleiteinheit und/oder das Leitelement und/oder die Blechpakete axial und/oder radial exakt positionierbar sind.

Vorteilhafterweise weisen die Haltevorrichtungen Ausnehmungen zum Halten des/der Leitelemente und/oder des/der Blechpakete auf. Mit derartigen Ausnehmungen ist eine besonders einfache Montage der entsprechenden Komponenten verwirklichbar.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung sind die Ausnehmungen in radialer Richtung ausgerichtet, so dass das/die Leitelemente und/oder das/die Blechpakete radial montierbar sind. Diese Maßnahme gewährleistet eine besonders einfache Steck-Montage der entsprechenden Komponenten.

Vorzugsweise ist wenigstens eine Spanneinheit zum axial ausgerichteten Zusammenspannen der Haltevorrichtungen und der Feldleiteinheit vorgesehen. Hiermit wird in besonders einfacher Weise eine sichere Fixierung der Feldleiteinheit bzw. Haltevorrichtungen gewährleistet. Beispielsweise weist die Spanneinheit ein axial ausgerichtetes Zugelement auf, das vorzugsweise mittels Schrauben oder dergleichen in vorteilhafter Weise das axiale Zusammenspannen der entsprechenden Komponenten realisiert.

Vorteilhafterweise weist das Sekundärteil Dauermagnete auf. Dauermagnete sind in einfacher Weise auf dem z.B. als Hülse ausgebildeten Sekundärteil fixierbar. Beispielsweise können diese mittels Klebeverfahren oder dergleichen am Sekundärteil fixiert werden.

Beispielsweise werden die Dauermagnete in einer Ringanordnung am Sekundärteil fixiert. Hierbei weisen die Dauermagnete eines Ringes gleiche Polungen nach außen auf. Benachbart angeordnete Ringe aus Dauermagneten des Sekundärteils weisen in vorteilhafter Weise wechselnde Polungen auf.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung sind die Dauermagnete des Sekundärteils im Wesentlichen in einer Schraubenlinie angeordnet. Durch einen axialen Versatz der Dauermagnete bzw. eine schräge Ausrichtung der "Ringe" aus Dauermagneten werden Rastmomente verringert, so dass der Betrieb des Motors weiter verbessert wird.

Vorzugsweise ist das Primärteil als ein wenigstens eine Feldleiteinheit, drei Ringspulen, zwei Haltevorrichtungen und eine Spanneinheit umfassendes Modul ausgebildet. Ein derartiges Modul ist gerade bei einer Drei-Phasen-Strom-Betriebsweise vorteilhaft einsetzbar. Beispielsweise kann ein derartiges Modul standardisiert und soweit vorgefertigt werden, dass dieses die Herstellung des Linearmotors gemäß der Erfindung weiter verbessert bzw. die Montagezeit deutlich reduziert.

In vorteilhafter Weise werden unterschiedliche Primärteilmodule als Standard hergestellt. Beispielsweise werden verschieden große Primärteilmodule bereits vorgefertigt, so dass diese je nach Anwendungsfall sofort einsetzbar sind.

Darüber hinaus ist von besonderem Vorteil, derartige Module miteinander zu kombinieren. Beispielsweise können wenigstens zwei Module für das Sekundärteil, d.h. für ein einziges Sekundärteil, verwendet werden. Hiermit kann die realisierte Leistung des Linearmotors in vorteilhafter Weise stufenweise erweitert werden.

Vorzugsweise sind zwei Halteelemente derart ausgebildet, dass deren gemeinsame axial ausgerichtete Breite etwa einer axialen Breite einer Ringspule entspricht. Mit Hilfe dieser Maßnahme ist in besonders einfacher Weise eine vorteilhafte Kombination mehrerer Module realisierbar, ohne dass eine Beeinträchtigung des axialen Wanderfeldes entsteht.

Ausführungsbeispiel

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigt:

1 einen schematischen Schnitt durch einen Abschnitt eines erfindungsgemäßen Linearmotors,

2 einen schematischen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Linearmotor gemäß 1,

3 eine schematische, perspektivische Darstellung durch den Abschnitt des erfindungsgemäßen Linearmotors gemäß 1 und

4 eine perspektivische, schematische Darstellung einer Haltescheibe gemäß der Erfindung.

Ein in 1 schematisch dargestellter Abschnitt eines Linearmotors weist einen Primärteil 1 und einen Sekundärteil 2 auf, die relativ zueinander längs einer Achse 3 verstellbar bzw. verfahrbar sind. Der Primärteil 1 weist mehrere Ringspulen 4 auf, die in Ausnehmungen eines Kamms 5 angeordnet sind.

In 2 wird deutlich, dass mehrere Kämme 5 ein Blechpaket 6 bilden. In vorteilhafter Weise werden die Kämme 5 aus einer Blechplatte ausgeschnitten, insbesondere mittels Laserverfahren oder dergleichen. Mit entsprechenden Kämmen 5 wird ein Blechpaket 6 gebildet, das einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Durch die Anordnung zahlreicher Blechpakete 6 koaxial um die Achse 3 bzw. in Umfangsrichtung um die Spulen 4 ergeben sich V-förmige Zwischenbereiche 7 bzw. Kanäle 7 zwischen zwei Blechpaketen 6. In diese Kanäle 7 können beispielsweise die elektrischen Anschlüsse der Ringspulen 4 und/oder Anschlüsse für Sensoren zur Ermittlung der Betriebstemperatur des Linearmotors etc. verlegt bzw. montiert werden.

In 2 wird weiterhin deutlich, dass die Breite der Blechpakete 6 in der Summe dem Umfang des Innendurchmessers des Primärteils 1 im Wesentlichen entspricht. Dies bedeutet beispielsweise, dass die Anzahl der Blechpakete 6 bzw. die Anzahl der Kämme 5 im Wesentlichen den Innendurchmesser des Primärteils 1 festlegen. Durch die Variation der Anzahl der Kämme 5 bzw. Blechpakete 6 kann somit in vorteilhafter Weise eine Anpassung an bzw. eine Definition des Innendurchmessers des Primärteils 1 erfolgen.

In den 1 und 2 wird weiterhin deutlich, dass der Sekundärteil 2 zahlreiche Dauermagnete 8 aufweist bei der abgebildeten Variante bilden mehrere in Umfangsrichtung angeordnete Dauermagnete 8 einen Magnetring. Die Dauermagnete 8 eines Magnetringes sind alle derart gepolt, dass diese nach außen bzw. nach innen die gleiche Polung aufweisen. Nebeneinander angeordnete Magnetringe weisen unterschiedliche bzw. wechselnde Polungen auf. Ohne nähere Darstellung können die Dauermagnete 8 auch längs der Richtung der Achse 3 leicht axial versetzt werden, wodurch eine schraubenlinienförmige Anordnung entsteht und Rastkräfte beim Betrieb des Linearmotors vermindert werden.

Weiterhin wird in den 1 und 2 sowie 3 deutlich, dass ein Ring 9 bzw. eine Hülse 9 außen den Primärteil 1 abschließt. Der Ring 9 ist unmittelbar an den Kämmen 5 bzw. Blechpaketen 6 fixiert. In vorteilhafter Weise kann es sich hierbei um einen Kühlring 9 handeln, der zur Kühlung des Linearmotors bzw. Primärteils 1 ausgebildet ist. Vorzugsweise weist dieser nicht näher dargestellte Kühlrippen und/oder Kühlkanäle für ein Kühlmedium auf.

In 4 ist schematisch eine Haltescheibe 10 dargestellt, die an den Stirnseiten des Primärteils 1 bzw. der Kämme 5 bzw. der Blechpaktet 6 angeordnet ist und die mehrere Ausnehmungen 11 aufweist, in die Kämme 5 bzw. jeweils ein Blechpaket 6 radial einführbar ist. Vorzugsweise sind die Haltescheiben 10 ringförmige Scheiben mit gefrästen Nuten zur Aufnahme der Kämme 5 bzw. Blechpakete 6.

Es ist vorteilhafterweise ein Anschlag 13 vorgesehen, an den das radial einführbare Blechpaket 6 anschlägt und somit in vorteilhafter Weise die Position des Blechpaketes 6 definiert wird.

Weiterhin weist die Haltescheibe 10 Bohrungen 12 auf, durch die beispielsweise eine nicht näher dargestellte Zugstange oder dergleichen einführbar ist. In vorteilhafter Weise weist das Primärteil 1 zwei stirnseitige Haltescheiben 10 auf, die mittels entsprechender Zugelemente miteinander verspannbar bzw. verschraubbar sind. Dies führt dazu, dass die Blechpakete 6 zwischen zwei Haltescheiben 10 in vorteilhafter Weise fixiert und positioniert sind.

Gemäß der Erfindung ist insbesondere ein einfaches Stecksystem realisierbar, das aus den Kämmen 5 bzw. Blechpaketen 6 sowie den Ringspulen 4 und zwei Haltescheiben 10 besteht. Hieraus ergibt sich eine äußerst einfache Montage.

Es wird beispielsweise eine einfache, rohrförmige Vorrichtung verwendet, auf die die Spulen 4 aufgeschoben und grob positioniert werden. Anschließend werden die Haltescheiben 10 aufgebracht. Beim Stecken des ersten Kamms 5 bzw. Blechpaketes 6 werden die Spulen 4 genau positioniert. Danach werden die Bauteile mit nicht näher dargestellten Gewindestangen bzw. Zugelemente gegeneinander verspannt. Ein derartiges Modul ist bereits ohne Einschrumpfen in eine Kühlhülse bzw. einen Ring 9 eigenstabil. Zum Beispiel durch späteres Vergießen wird eine noch höhere Formstabilität erreicht.

Generell können die Ringspulen 4 bereits vorgefertigt werden, so dass in vorteilhafter Weise der sonst übliche Zeitaufwand für das Wickeln der Spulen bei der Motorherstellung zeitlich und räumlich entkoppelbar sind bzw. minimiert wird.

Durch das Verwenden von beispielsweise Backlackdraht wird die Spule 4 nach dem Wickeln und vorteilhaften Erhitzen in einer Form verbacken, so dass die äußeren Abmessungen mit geringsten Toleranzen eingehalten werden können. Dies ermöglicht trotz des oben dargestellten Stecksystems einen hohen Füllungsgrad der Nuten in den Kämmen 5 bzw. Blechpaketen 6. Ein zusätzlicher Vorteil mit Zeitersparnis ergibt sich daraus, dass die Spulen 4 bereits mit der Isolation vorgefertigt werden können.

Die Kämme 5 bzw. Blechpakete 6 können ebenfalls aus Backlackblech hergestellt werden. Im Gegensatz zum Aufbau aus Scheiben gemäß dem Stand der Technik wird hierbei weniger Elektroblech verbraucht. Im Vergleich zum Stand der Technik ergibt sich somit ein deutlich geringerer Materialverbrauch und eine Kostenersparnis.

Ein weiterer, wesentlicher Vorteil beim Einsatz der oben genannten Kämme 5 bzw. Blechpakete 6 ist im Gegensatz zu ringförmigen Blechen gemäß dem Stand der Technik auch, dass mit ein und demselben Kamm 5 bzw. Blechpaket 6 verschiedene Motordurchmesser realisiert werden können. Für größere Durchmesser wird lediglich eine größere Anzahl von Kämmen 5 bzw. Blechpaketen 6 benötigt. Dies erleichtert die Lagerhaltung und führt zu einer höheren Flexibilität bei der Motorherstellung.

Für eine Verschaltung der Spulen 4 sind Längsnuten vorgesehen, wobei jeweils eine Nut bzw. ein Kanal 7 für die Phasen U, V und W bei einem Drei-Phasen-Drehstrommotor vorgesehen werden kann. Eine weitere Nut dient beispielsweise zur Aufnahme der Kabel für einen Temperaturfühler oder dergleichen.

Durch die Modulbauweise kann durch Aneinanderreihung mehrerer, baugleicher Primärteile 1 bzw. Module eine beliebige Axialkraft erzeugt werden bzw. es wird eine Standardisierung umsetzbar. Diese Module können in eine gemeinsame Kühlhülse bzw. einen gemeinsamen Ring 9 eingebracht und insbesondere eingeschrumpft werden.

Bei der vorgenannten Modulbauweise sind zwei Frontscheiben bzw. Haltescheiben 10 derart realisiert, dass diese zusammen genau der axialen Teilung der Kämme 5 entsprechen. Das heißt, bei Aneinanderreihung von zwei Modulen bzw. Primärteilen 1 hat dies denselben Effekt, wie wenn eine Spule 4 weggelassen wird. Wichtig hierbei ist die Einhaltung der Teilung.

In vorteilhafter Weise sind die Haltescheiben 10 mindestens einmal radial geschlitzt, um Wirbelströme zu minimieren. Aus Festigkeitsgründen kann der Schlitz nicht ganz durchgängig vom Außen- zum Innendurchmesser realisiert werden.

Vorzugsweise wird ein Linearmotor gemäß der Erfindung in einer Werkzeugmaschine wie Bohrwerk, Drehbank, etc. verwendet.

1
Primärteil
2
Sekundärteil
3
Achse
4
Ringspule
5
Kamm
6
Blechpaket
7
Kanal
8
Magnet
9
Ring
10
Haltescheibe
11
Ausnehmung
12
Bohrung
13
Anschlag


Anspruch[de]
Linearmotor mit einem wenigstens zwei, koaxial um eine Achse (3) angeordnete, axial beabstandete und im Wesentlichen kreisrunde Ringspulen (4) aufweisenden Primärteil (1) und einem koaxial zum Primärteil (1) angeordneten Sekundärteil (2), wobei mit wenigstens zwei Phasen, insbesondere drei Phasen, und den Ringspulen (4) ein axiales Wanderfeld ausbildbar und wobei wenigstens teilweise zwischen den Ringspulen (4) eine Feldleiteinheit (5, 6) zum Leiten des Magnetfeldes der Ringspulen (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldleiteinheit (5, 6) wenigstens ein in Richtung der Achse (3) ausgerichtetes und mehrere die Ringspulen (4) aufnehmende Ausnehmungen aufweisendes Leitelement (5) umfasst. Linearmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (5) eine Kammform aufweist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldleiteinheit (5, 6) zahlreiche in Richtung der Achse (3) ausgerichtete, mehrere die Ringspulen (4) aufnehmende Ausnehmungen aufweisende und im Wesentlichen koaxial angeordnete Leitelemente (5) umfasst. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (5) als Blechelement ausgebildet ist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Blechelemente zu einem Blechpaket (6) angeordnet sind. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Blechpakete (6) im Wesentlichen koaxial angeordnet sind. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldleiteinheit (5, 6) in radialer Richtung ausgebildete Kanäle (7) für elektrische Anschlüsse aufweist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (7) als Zwischenräume der Leitelemente (5) und/oder der Blechpakete (6) ausgebildet sind. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldleiteinheit (5, 6) zwischen wenigstens zwei Haltevorrichtungen (10) angeordnet ist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtungen (10) Ausnehmungen (11) zum Halten des/der Leitelemente (5) und/oder der Blechpakete (6) aufweisen. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (11) in radialer Richtung ausgerichtet sind, so dass das/die Leitelemente (5) und/oder die Blechpakete (6) radial montierbar sind. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Spanneinheit zum Zusammenspannen der Haltevorrichtungen (10) und der Feldleiteinheit (5, 6) vorgesehen ist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sekundärteil (2) Dauermagnete (8) aufweist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauermagnete (8) des Sekundärteils (2) im Wesentlichen in einer Schraubenlinie angeordnet sind. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Primärteil (1) als wenigstens eine Feldleiteinheit (5, 6), drei Ringspulen (4), zwei Haltevorrichtungen (10) und eine Spanneinheit umfassendes Modul ausgebildet ist. Linearmotor nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Module für das Sekundärteil (2) vorgesehen sind.






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