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Dokumentenidentifikation DE102005054975A1 24.05.2007
Titel Registerregelung bei einer Druckmaschine
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Dirsch, Bernhard, 91056 Erlangen, DE;
Galle, Alexander, 08233 Treuen, DE;
Reh, Jörg, 91096 Möhrendorf, DE
DE-Anmeldedatum 16.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005054975
Offenlegungstag 24.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse B41F 33/14(2006.01)A, F, I, 20051116, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Regelungssystem (1) für eine Registerverstellung bei einer Druckmaschine (3), welche zumindest ein Druckwerk (17, 18, 19) aufweist, wobei das Regelungssystem (1) zumindest einen Registerregler (9, 10, 11, 12) aufweist. Bei dem Regelungssystem ist eine Vorsteuergröße (15) und/oder eine Registerfehlerschätzgröße (16) zur Beeinflussung der Registerverstellung vorgesehen. Vorteilhaft wird zur Übertragung dieser Größen zwischen verschiedenen Druckwerken ein Antriebsbus verwendet, wobei vorteilhaft die Registerregelung dezentral auf verschiedene Regelungseinrichtungen zur Durchführung der Antriebsregelung verteilt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Registerregelung einer Druckmaschine bzw. ein entsprechendes Verfahren. Eine Druckmaschine ist beispielsweise eine Rollenrotationsmaschine, ein Flexodruckmaschine oder dergleichen. Derartige Druckmaschinen weisen ein oder mehrere Druckwerke auf.

Bei einer Rollenrotationsmaschine erfolgt beispielsweise die registerhaltige Abstimmung eines auf einer Seite einer Bahn druckenden Druckzylinders mittels Registerreglern. Einem Eingang des Registerreglers wird eine von einem Sensor, welcher einer Bahnseite zugeordnet ist, aufgenommene Registerabweichung zugeführt. Über einen weiteren Eingang ist der Registerregler mit einem Bus einer übergeordneten Steuerung verbunden. Die übergeordnete Steuerung umfasst einen Leitstand, Sektionsrechner und Serviceschnittstellen. Die Sollwerte für eine Antriebsregelung von Motoren werden mittels der übergeordneten Steuerung gegeben. In der Offenlegungsschrift DE 197 23 059 A1 ist insbesondere darauf hingewiesen, dass ein Farbregister nicht aus einem Toleranzbereich läuft. Der Schnelligkeit der Farbregisterregelung kommt eine besondere Bedeutung zu. Je schneller die Registerregelung erfolgt desto vorteilhafter ist dies. Im Sinne einer Fehlerlaufzeitminimierung wird vorgeschlagen unmittelbar hinter jeder Druckstelle einen Sensor anzuordnen.

Für die Registerregelung werden z.B. von Druckzylindern auf die Bahn Passmarken mitgedruckt, die mittels einem hinter der letzten Druckeinheit angeordneten Paar von Sensoren aufgenommen werden. Die auf die Bahn aufgedruckte Passmarken werden vom Sensor aufgenommen und in einem Messkopf des Sensors ausgewertet. Von einem Ausgang des Sensors werden die ermittelten Registerabweichungen der Druckzylinder zu einem Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine preisgünstige bzw. eine verbesserte schnellere Verarbeitung von Signalen einer Registerregelung zu erreichen. Weiterhin ist es auch ein Ziel, eine verbesserte Fehlerkorrektur zu erreichen.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und/oder 11 sowie bei einem Verfahren gemäß Anspruch 6. Die hiervon abhängigen Ansprüche 2 bis 5, 7 bis 10 und 12 sind vorteilhafte nicht selbstverständliche Ausgestaltungen der Erfindung.

Die Registerverstellung von einem Druckwerk hat über die Bahnspannung direkten und unmittelbaren Einfluss auf die Registerhaltigkeit der in Bahnlauf nachfolgenden Druckwerke. Dadurch kann eine Registerverstellung in einem Druckwerk nicht unabhängig von den Registerverstellungen der anderen Druckwerke erfolgen. Der Einfluss ist über Geschwindigkeit, Abstand und Materialeigenschaften bekannt.

Nach der Erfindung kann die Registerhaltigkeit von nachfolgenden Druckwerken bei Verstellungen des Registers in einem Druckwerk unter Ausnutzung der Antriebskommunikation zur synchronisierten Ausgleichsbewegung verbessert werden. Registerfehler treten z.B. durch Zug- und Dehnungsschwankungen im Einzugswerk und Abwickler durch Splice und unrundem Wickel auf und damit in dem Material, dass in die Maschine transportiert wird. In der Maschine treten beispielsweise durch nicht angetriebene Walzen bei Beschleunigungs- und Bremsvorgängen Zug- und Dehnungsschwankungen auf, da diese nicht angetriebenen Walzen durch die Bahn beschleunigt und abgebremst werden müssen. Die dadurch bedingten Registerfehler werden z.B. mit Hilfe eines Modells geschätzt und dem Registerregler als Vorsteuerung zugeführt.

Bisher sind nur übergeordnete Registerregler bekannt, die zentral aufgebaut sind, jedes Register individuell regeln und über +/- Verstellbefehle nur langsam auf Registerfehler reagieren können.

In einer Ausgestaltung ist es möglich ein Implementierung eines Registerentkopplungsalgorithmus direkt in die Einzelantriebe einer Druckmaschine bzw. die Antriebe der Registerwalzen:

Die Antriebskommunikation wird z.B. vorteilhaft genutzt um das gesamte Registerentkopplungs-Netzwerk aufzuspannen.

Die Entkopplungs- und Weiterschaltalgorithmen werden z.B. dezentral in jedem Einzelantrieb mit Eingriff auf die Papierbahn gerechnet und die für die synchronisierte Einzelantriebstechnik sowieso vorhandene, synchronisierte Antriebskommunikation genutzt, um die Registerverstellungen in der gesamten Druckmaschine miteinander zu synchronisieren bzw. zur Entkopplung zu beeinflussen. Analoge Algorithmen können genutzt werden um in Druckmaschinen mit Längswelle und Registerwalzen zur Registerverstellung der Verstellbewegung einer Registerwalze von der Registerhaltigkeit der nachfolgenden Druckstellen zu entkoppeln. Dazu werden z.B. die Registerwalzen mit miteinander synchronisierten Antrieben ausgerüstet und das Entkopplungsnetzwerk mit Hilfe dieser Registerwalzenantriebe und deren Antriebskommunikation realisiert.

Vorteilhaft ist eine Implementierunq eines Registerfehlerschätzer in die Einzelantriebe einer Druckmaschine: Relevante Materialgrößen werden mit Hilfe der Einzelantriebe ermittelt. Dazu werden Materialzüge, Materialgeschwindigkeit, Drehzahlen und Drehmomente von den Antrieben selbst gemessen und analysiert. Diese Messgrößen werden z.B. als Eingangswerte für das Modell benutzt, um die Vorsteuerungen den Registerreglern zuzuführen.

Vorteilhaft ist auch die Implementierung beider vorangestellten Verfahren und des Registerreqlers für eine Achse direkt in die Einzelantriebe einer Druckmaschine:

Durch die Registerentkopplung und Registerfehlervorsteuerung kann eine sehr schnelle Registerregelung je Druckstelle realisiert werden. Weiterhin kann durch dieses Verfahren zur Registerfehlerschätzung eine Messung nach jedem Druckwerk entfallen und damit Messstellen eingespart werden, indem z.B. nach jedem 2., 3., 4. usw. oder nur nach dem letzten Druckwerk der Registerfehler gemessen wird und der Messwert den jeweiligen Registerreglern zugeführt wird.

Ein Vorteil der Erfindung ist es, dass weniger Makulatur bei Registerverstellungen die z.B. beim Einrichten der Maschine notwendig ist (Reduzierung der Anfahrmakulatur) oder bei Störungen bedingt durch einen Rollenwechsel oder Materialwechsel, vorhanden ist. Die Registerentkopplung wirkt sich vorteilhaft auf eine schnelle, dezentral aufgebaute Registerregelungen aus.

In einer weiteren Ausführungsform ist beim Regelungssystem eine Vorsteuergröße und/oder eine Registerfehlerschätzgröße zur Beeinflussung der Registerverstellung vorgesehen, wobei zur Übertragung dieser Größen zwischen verschiedenen Druckwerken ein Antriebsbus verwendet wird, wobei vorteilhaft die Registerregelung dezentral auf verschiedene Regelungseinrichtungen zur Durchführung der Antriebsregelung verteilt ist.

Eine Druckmaschine weist z.B. zumindest eine Druckeinheit, eine Antriebseinheit, welche der Druckeinheit zugeordnet ist, eine Regelungseinheit zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit und eine Druckmarkenmesseinrichtung und/oder eine Registermesseinrichtung auf. Die Druckmarkenmesseinrichtung bzw. die Registermesseinrichtung ist durch ein Mittel zur Signalübertragung mit der Regelungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit vorgesehen ist, direkt verbunden. Durch die direkte Verbindung verkürzt sich gegenüber der technischen Lösung gemäß der oben genannten Offenlegungsschrift der Signalweg, also die Signallaufzeit. Auf diese Weise ist es möglich auf Abweichungen im Druckbild schneller und besser zu reagieren.

Die Registermesseinrichtung weist beispielsweise eine CCD-Kamera oder eine Scanneinrichtung auf. Aus den durch die Registermesseinrichtung aufgenommenen optischen Signalen lässt sich die Registerhaltigkeit eines Druckers ermitteln. Bei Farbdrucken handelt es sich dabei um Farbregister – auch Passen genannt – bzw. entsprechend um eine Farb-Registermesseinrichtung. Eine Farbregistermesseinrichtung ist sowohl für Druckmarken als auch für Drucke ohne Druckmarken unter Verwendung des Druckes selbst einsetzbar.

Die Druckmaschine weist beispielsweise eine große Anzahl von Druckwerken auf, wobei diese für ein gutes Druckbild sehr genau synchron und lagerichtig zueinander zu drehen haben. Um dies zu kontrollieren werden, z.B. Druckmarken auf das zu bedruckende Papier aufgebracht. Zur Auswertung dieser Druckmarken ist zumindest eine Druckmarkenmesseinrichtung – auch Messtaster genannt – vorgesehen. Mit Hilfe der Druckmarkenmesseinrichtung wird die Differenz der einzelnen Druckwerke bzw. Farben gemessen. Eine derartige Differenz lässt sich auch durch eine Auswertung des Druckbildes mit Hilfe einer (Farb-)Registermesseinrichtung und einer entsprechenden Auswerteeinheit ermitteln. Unter einer Druckmarke ist hier und im Folgenden, alternativ bzw. in Kombination, auch eine Passermarke zu verstehen. Die Druckmarkenmesseinrichtung ist dann als Passermarkenmesseinrichtung zu verstehen, welche alternativ oder in Kombination mit der Druckmarkenmesseinrichtung Verwendung findet. Die Passermarkenmesseinrichtung ist zur Erkennung der Passermarken vorgesehen. Bei der Verwendung der verbesserten Druckmarkenmesseinrichtung bzw. Passermarkenmesseinrichtung ist dabei insbesondere eine hochauflösende Bildanalyseeinrichtung von Vorteil. Die Messung der Differenz dient der Ermittlung zumindest eines Korrekturwertes für z.B. ein Umfangsregister des oder der außerhalb der Toleranz liegenden Druckwerke oder Farbe. Diese Korrekturwerte sind zeitkritisch und das genaue Ausregeln dieser Korrekturwerte ist für die Güte des Druckbildes sehr wichtig. Die Druckmarkenmesseinrichtung bzw. die Registermesseinrichtung ist direkt mit einer Regelungseinheit zur Antriebsregelung eines Antriebes der Druckmaschine gekoppelt. Zur Koppelung ist ein Mittel zur Signalübertragung wie z.B. eine Kabelübertragung bzw. auch eine Funkübertragung verwendbar. Durch eine derartige Direkteinkoppelung ergibt sich eine schnellere Verarbeitung des Korrekturwertes, welcher z.B. in der Regelungseinheit berechnet wird, und somit auch eine Qualitätsverbesserung des Druckbildes.

Im Gegensatz dazu wird in der Offenlegungsschrift DE 197 23 059 A1 das Signal des Sensors an einen zugeordneten Registerregler übermittelt, wobei der Registerregler mit einem Bus mit einer übergeordneten Steuerung verbunden ist und ein Korrekturwert zur Verbesserung der Registerhaltigkeit über den Leitstand einem Antriebsregler korrigiert als Sollwert der übergeordneten Steuerung übergeben werden kann.

Diese lange Kette an Kommunikationspartnern ist nun erfindungsgemäß dadurch verkürzt, dass die Druckmarkenmesseinrichtung durch ein Mittel zur Signalübertragung mit der Regelungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit vorgesehen ist, direkt verbunden ist.

Die Druckmarkenmesseinrichtung wertet in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung das Messsignal der Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung in einer Auswerteeinheit aus. Die Auswerteeinheit der Druckmarkenmesseinrichtung ist beispielsweise über eine serielle Kopplung mit der Regelungseinheit, also einen Antriebsregler des Druckwerkes, direkt datentechnisch gekoppelt. In der Regelungseinheit ist eine Software ablauffähig, welche die Messwerte der Druckmarkenmesseinrichtung auswertet und die Korrekturwerte berechnet bzw. auch die Korrektur direkt umsetzt.

Durch die Direktankopplung und damit schnellere Verarbeitung der Korrekturwerte ergibt sich eine qualitative Verbesserung des Druckbildes. Ferner ergibt sich durch den Wegfall eines bisher benötigten separaten Korrekturrechners eine Kostenoptimierung. Das Korrektursignal bzw. die Korrektursignale werden z.B. auch über eine bereits bestehende Kommunikationsverbindung innerhalb einer Druckmaschine der Regelungseinheit an einen Leitstand geschickt.

Die Druckmarkenmesseinrichtung, welche eine Auswerteeinheit aufweist, wobei die Auswerteeinheit die von einer Druckmarkenmesseinrichtung generierten Signale in z.B. Digitalsignale umwandelt, sendet diese Digitalsignale z.B. über ein Bussystem zur Regelungseinheit. Als Mittel zur Signalübertragung ist vorteilhafter Weise ein Bussystem verwendbar, welches bereits in der Druckmaschine zur Anwendung kommt. Entsprechend ist auch bei einer Registermesseinrichtung zu verfahren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Regelungseinheit die integrierte Auswerteeinheit auf, welche ein von der Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung generiertes Signal, z.B. ein Analogsignal, in ein für die Regelungseinheit verarbeitbares Digitalsignal umwandelt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Regelungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit vorgesehen ist und mit der Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung direkt verbunden ist, eine Masterfunktionalität bezüglich weitere Antriebseinheiten bzw. bezüglich weitere Regelungseinheiten auf. Eine Antriebseinheit weist dabei zumindest einen elektrischen Motor und einen Stromrichter auf.

Bei einer Ausführungsform weist Regelungseinheit zur Regelung einer Antriebseinheit einer Druckmaschine, eine Signalschnittstelle zur Eingabe eines Signals einer Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung auf.

Bei einem Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine wird von der Druckmarkenmesseinrichtung ein Druckmarkensignal bzw. von der Registermesseinrichtung ein Registermesssignal an die Regelungseinheit übermittelt. Von der Regelungseinheit wird ein Korrekturwert für die Bewegungsregelung zumindest einer Antriebseinheit berechnet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. Dabei zeigen:

1 eine dezentralisierte Registerregelung,

2 Messgrößen bei einer Registerregelung,

3 weitere Messgrößen bei einer Registerregelung

4 ein Schaubild zu einem Verfahren zur Entkopplung der Register und

5 eine Druckmaschine.

Zur Erläuterung der Figuren wird auf die Ansprüche 1 bis 12 und die dort verwendeten Bezugszeichen verwiesen.

In der Darstellung gemäß 5 ist in Form einer Übersichtsdarstellung der Aufbau einer Druckmaschine DM, 3 gezeigt. Die Druckmaschine 3 weist Druckwerke 17, 18 und 19 auf. Mittels Registerreglern 10, 11, 12 ist ein Regelungssystem 1 aufgebaut. Das Regelungssystem 1 weist ferner einen Datenbus 35 auf. Von Papierrollen P1 bis P3 laufen Papierbahnen PB1 bis PB3 durch Druckeinheiten DE, DE1 und DE2, sowie zu einem Falzapparat F. Die Papierbahn PB1 gelangt nach dem Durchlaufen der Druckeinheiten DE1 und DE2 noch zu weiteren Verarbeitungseinheiten, die jedoch in der Darstellung gemäß 1 nicht dargestellt sind. Die Papierbahn PB1 läuft daher in der Zeichnung mit einer gestrichelten Linie aus.

Die Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 sind in der Darstellung durch eine annähernd H-förmige Außenkontur dargestellt. In den Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 befindet sich jeweils zehn Zylinder ZY, die in zwei Gruppen G1, G2 je fünf Zylindern ZY angeordnet sind. Als Zylinder ZY werden hier alle Zylinder oder räderförmige Maschinenelemente einer Druckeinheit DE, DE1, DE2, sowie eines Falzapparates F bezeichnet. Über diese Gruppen G1, G2, die als Druckstellen in den Druckeinheiten DE bezeichnet werden verlaufen die Papierbahnen PB1 bis PB3.

Eine Druckstelle besteht z.B. im Wesentlichen aus einem Gummizylinder, einem Plattenzylinder und einem Farb- und Feuchtwerk. Mit jeder Druckstelle kann eine Farbe auf einer Seite gedruckt werden. Alle Druckstellen, die auf einen Falzapparat F arbeiten, d.h., bei denen die gedruckte Papierbahnen PB1 bis PB3 auf einen Falzapparat F geführt werden, gehören zu einer Rotation. Dabei sind die Druckeinheiten DE, DE1, DE2 üblicherweise in Drucktürmen untergebracht.

Zu jedem einzelnen angetriebenen Zylinder gehört eine Antriebseinrichtung A1 bis A29. Den Antriebseinrichtungen A1 bis A29 ist eine elektrische Maschine 31 zugeordnet, wobei in der 5 aus Platzgründen lediglich eine elektrische Maschine 31 zum Antrieb einer Walze 33 dargestellt ist. Der Antriebseinrichtung A1 bis A29 ist eine Regelungseinheit RE1 bis RE29 zugeordnet. Abhängig vom Integrationsgrad bei den Antriebseinheiten, weist die Antriebseinheit beispielsweise einen Motor und einen Stromrichter auf. In einem höheren Integrationsgrad weist die Antriebseinheit eine integrierte Regelungseinheit RE1 bis RE29 auf. Auch für den Falzapparat F sind Antriebseinheiten A30 bis A34 bzw. zugehörige Regelungseinheiten RE30 bis RE34 vorgesehen. Die Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 bzw. dem Falzapparat F weisen pro Antriebsgruppe, welche die Antriebseinheiten aufweist, eine Regelungseinrichtung RE1, RE20, RE21 und RE30 mit Masterfunktionalität auf. Die Regelungseinrichtungen RE1 bis RE10 einer Antriebsgruppe sind untereinander datentechnisch vernetzt. Die Regelungseinheiten RE1, RE20, RE21 und RE33 bzw. die Antriebseinheiten A1, A20, A21 und A30, welche eine Leit- bzw. Masterfunktionalität aufweisen sind durch eine stärker eingezeichnete Umrandung gekennzeichnet.

Einer Gruppe von Antriebseinheiten bzw. Regelungseinheiten ist ein zugehöriger Leitrechner L1 bis L4 zugeordnet und mit diesem datentechnisch verbunden. Auch die Leitrechner L1 bis L4 sind miteinander mit einer Leitrechnerkommunikation LK1 bis LK3 verbunden. Dies ist in der Zeichnung durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Auch hier sind weitere Ausführungsformen der Datenvernetzungen möglich.

Ein Leitrechner L1 bis L4 übernimmt einer übergeordnete Prozessorganisation. Am Ende der Druckeinheiten DE und DE2 ist eine Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2 und ME3 angeordnet, welche zur Aufnahme von Druckmarken auf den Papierbahnen PB1, PB2 und PB3 dient. Die Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2 und ME3 ist mit einer Regelungseinrichtung RE1 bzw. RE21 verbunden. Die Regelungseinrichtung RE1 bzw. RE21 ermittelt den Korrekturwert für den bzw. die Antriebe der Antriebseinheiten um das Druckbild zu verbessern. Somit wird die bislang notwendige Vorgehensweise, dass der Korrekturwert mit einer eigenen Auswerteelektronik berechnet und z.B. durch ein pulsbreitenmoduliertes Binärsignal an die jeweiligen Antriebseinheiten der Druckwerke ausgegeben wird, überwunden. Ein bislang notwendiger langer Weg bezüglich des Übertragens der Korrekturwerte an einen Leitrechner der Druckmaschine z.B. per serieller Kopplung, per Profibus® oder Arcnet nicht mehr notwendig.

Durch die Anbindung der Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2, ME3 z.B. per serieller Kopplung (DS) direkt an die Regelungseinheit RE1, RE21 bzw. der Antriebsregler des Druckwerkes ist der Signalweg erheblich verkürzt, was der schnelleren Auswertung der Signale bzw. der Korrektur zu Gute kommt. Durch die Direkteinkopplung und damit schnellere Verarbeitung dieser Korrekturwerte ergibt sich eine Qualitätsverbesserung des Druckbildes. Durch den Wegfall eines separaten Korrekturrechners ergibt sich zudem eine Kostenoptimierung. Die Korrektursignale sind über bereits bestehende Kommunikationsverbindungen von der Regelungseinrichtung an einem Leitrechner bzw. an einen Leitstand übermittelbar.

Für die Papierbahn PB1 ist alternativ bzw. in Kombination mit der Druckmarkenmesseinrichtung ME1 eine Registermesseinrichtung RME vorgesehen, welche datentechnisch mit der Regelungseinheit RE1 verbunden ist. Ein Registermesssignal RMS, in der 1 als Pfeil dargestellt, dient dann der Korrektur des Druckes.


Anspruch[de]
Regelungssystem (1) für eine Registerverstellung bei einer Druckmaschine (3), welche zumindest ein Druckwerk (17, 18, 19) aufweist, wobei das Regelungssystem (1) zumindest einen Registerregler (9, 10, 11, 12) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorsteuergröße (15) und/oder eine Registerfehlerschätzgröße (16) zur Beeinflussung der Registerverstellung vorgesehen ist. Regelungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelungssystem (1) zur Verstellung von Registern (21, 22, 23, 24) in zumindest zwei unterschiedlichen Druckwerken (17, 18, 19) vorgesehen ist, wobei insbesondere zwei Druckwerken (17, 18, 19) zumindest je ein Registerregler (10, 11, 12) zugeordnet ist, wobei insbesondere mittels der Vorsteuergröße (15) und/oder mittels der Registerfehlerschätzgröße (16) die Registerverstellung zumindest zweier Register (21, 22, 23, 24) miteinander verknüpft ist. Regelungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modell (26, 27, 28, 29) zur Erzeugung der Registerfehlerschätzgröße (16) vorgesehen ist, wobei das Modell (26, 27, 28, 29) insbesondere in einer Regelungseinrichtung (REx) zur Regelung eines elektrischen Motors (31), welcher zum Antrieb einer Walze (33) der Druckmaschine (3) vorgesehen ist, integriert ist. Regelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelungssystem (1) einen Datenbus (35) aufweist, wobei als Datenbus (35) insbesondere ein Antriebsbus (35) vorgesehen ist. Regelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine Registermesseinrichtung (MEx) aufweist, wobei ein erstes Eingangssignal des Registerreglers (9, 10, 11, 12, 13) von einem Messsignal der Registermesseinrichtung (MEx) abhängt und ein zweites Eingangssignal des Registerreglers (9, 10, 11, 12, 13) von der Vorsteuergröße (15) abhängt, wobei das Regelungssystem (1) insbesondere für eine Druckmaschine (3) vorgesehen ist, welche lediglich eine Registermesseinrichtung (MEx) für ein Längsregister (21, 22, 23) und/oder ein Seitenregister (24) aufweist. Verfahren zur Registerverstellung bei einer Druckmaschine (3), wobei bei einer Veränderung eines Druckparameters (37, 38, x) oder bei einer Veränderung mehrerer Druckparameter (37, 38, x), zumindest eine Vorsteuergröße (15) und/oder eine Registerfehlerschätzgröße (16) zur Beeinflussung der Registerverstellung verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Registerverstellung in einer Regelungseinrichtung (Rex) für die Regelung einer elektrischen Maschine (31) durchgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurchgekennzeichnet, dass zur Übermittlung der Vorsteuergröße (15) und/oder der Registerfehlerschätzgröße (16) ein Datenbus (35) verwendet wird, welcher auch zur Übermittlung von Drehzahlgrößen und oder Lagegrößen für eine Drehzahlregelung und oder eine Lageregelung einer elektrischen Maschine (31) verwendet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsteuergröße (15) und/oder die Registerfehlerschätzgröße (16) von einem ersten Registerregler (10) über den Datenbus (35) an einen zweiten Registerregler (11) übermittelt wird, wobei die Registerregler (10, 11) über den Datenbus (35) synchronisiert sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrens ein Regelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 verwendet wird. Druckmaschine (3), welche zumindest zwei Druckwerke (17, 18, 19) und ein Regelungssystem (1) für eine Registerverstellung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelungssystem (1) dezentral auf Regelungseinrichtungen (REx) verteilt ist, welche unterschiedlichen Druckwerken (17, 18, 19) zugeordnet sind. Druckmaschine (3) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese Regelungssystem (1) für eine Registerverstellung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 aufweist, wobei die Druckmaschine (3) einen einzigen Datenbus:

• für die Übermittlung einer Vorsteuergröße (15) und/oder einer Registerfehlerschätzgröße (16) zur Registerregelung und

• für die Übermittlung von Drehzahlgrößen und/oder Lagegrößen für die Drehzahlregelung und/oder Lageregelung einer elektrischen Maschine (31)

aufweist, wobei die Druckmaschine insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 6 bis 10 verwendet wird.






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