| Dokumentenidentifikation |
DE102005055531A1 24.05.2007 |
| Titel |
Reinigungsverfahren und Reinigungsvorrichtung für einen Spülkasten in einer Toilette |
| Anmelder |
Stadler, Franz, 82110 Germering, DE |
| Erfinder |
Stadler, Arnold, 82110 Germering, DE |
| DE-Anmeldedatum |
22.11.2005 |
| DE-Aktenzeichen |
102005055531 |
| Offenlegungstag |
24.05.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.05.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
E03D 9/00(2006.01)A, F, I, 20051122, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung und in einem erfindungsgemäßen Reinigungsverfahren für einen Spülkasten (3) einer Toilette wird Reinigungsflüssigkeit mit einer Pumpe (9) über einen Ansaugschlauch (15) aus einem Toilettenbecken (2) angesaugt, in einem Durchlauferhitzer (10) erwärmt und über Zulaufschläuche (17, 18) mit Hilfe von Sprüheinrichtungen (20, 21) auf die zu reinigenden Teile (5, 6, 7, 24, 29) im Spülkasten (3) aufgebracht. Es handelt sich bei den zu reinigenden Teilen z. B. um ein Ventil (5), einen Schwimmer (6), eine Heberglocke (7) im Spülkasten sowie um die Innenflächen (29) der Wandungen des Spülkastens 3. Dadurch können insbesondere die Entleerungs- und Befüllungseinrichtungen (5, 6, 7) gereinigt werden, so dass deren Austausch bei Kalkablagerungen und Verunreinigungen nicht erforderlich ist. Die in den Spülkasten (3) eingesprühte Reinigungsflüssigkeit fließt über eine Spülleitung (22) wieder in das Toilettenbecken (2) zurück, so dass ein geschlossener Kreislauf vorhanden ist und vorteilhafterweise auch die Spülleitung (22) mitgereinigt wird. Ergänzend kann mit einem Rohrstück (21) auch das Innere des Toilettenbeckens (2) gereinigt werden.
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungsverfahren und eine
Reinigungsvorrichtung für einen Spülkasten in einer Toilette.
In Toiletten, z. B. in fest installierten privaten und öffentlichen
Toiletten sowie auch teilweise in mobilen Toiletten, wird häufig ein Spülkasten
eingesetzt, um die Toilette zu reinigen, d. h. um Fäkalien im Toilettenbecken
mit Wasser im Spülkasten in die Abwasserkanalisation zu spülen. Im Spülkasten
sind Entleerungseinrichtungen eingebaut, welche das Ausleiten des Wassers im Spülkasten
in das Toilettenbecken bewirken. Die Entleerungseinrichtung besteht normalerweise
aus einer Heberglocke, die über eine mechanische Betätigung durch den
Benutzer angehoben wird und damit eine Öffnung im Boden des Spülkasten
öffnet, aus der das Wasser über eine Spülleitung in das Toilettenbecken
fließt. Der Spülkasten wird vom öffentlichen Wasserleitungsnetz nach
dem Entleeren über entsprechende Befülleinrichtungen im Spülkasten
wieder befüllt. Diese Befülleinrichtungen bestehen im Allgemeinen aus
einem Schwimmer zum Erfassen des Wasserstandes im Spülkasten und einem Ventil,
welches in Abhängigkeit vom Wasserstand den Spülkasten mit Wasser aus
dem Wassernetz über eine Wasserleitung befüllt.
Diese Entleerungs- und Befülleinrichtungen können auch wesentlich
komplizierter und damit auch teurer aufgebaut sein, z. B. bei Entleerungseinrichtungen
die bei einer Betätigung nicht immer den gesamten Inhalt des Spülkasten
in das Toilettebecken einleiten, sondern in einer ersten Stufe nur einen Teil des
Wassers im Spülkasten. Hierfür sind aufwendigere und kompliziertere mechanische
Einrichtungen notwendig.
Die Entleerungs- und Befülleinrichtungen unterliegen aufgrund
der relativ seltenen Betätigung zwar nur einem relativ geringem mechanischem
Verschleiß, jedoch treten im Laufe der Zeit auf diesen Einrichtungen durch
kalkhaltiges Wasser Kalkablagerungen oder sonstige Verunreinigungen auf der Oberfläche
der Entleerungs- und Befülleinrichtungen auf und des Weiteren auch auf den
Innenflächen der Wandungen sowie in Öffnungen der Wandungen des Spülkastens,
welche die Funktionsfähigkeit einschränken oder völlig ausschließen.
Es tritt z. B. ein Klemmen des Bedienknopfes für die Betätigung der Entleerungseinrichtung
auf oder das automatische Wiederbefüllen des Spülkastens mit der Befülleinrichtung
funktioniert nicht mehr, weil beispielsweise der Schwimmer klemmt.
Um eine zu jeder Zeit zuverlässige Funktionsfähigkeit der
Entleerungs- und Befülleinrichtungen zu gewährleisten, müssen diese
Einrichtungen in entsprechenden Zeitabständen ausgetauscht werden. In Gebieten
mit Wasser, das einen mittleren oder gar hohen Wasserhärtegrad aufweist, ist
ein extrem häufiger Austausch notwendig. Dies führt zu hohen Kosten, weil
die teuren Einrichtungen ausgewechselt werden müssen. Außerdem fallen
hohe Lohnkosten an, weil die Entleerungs- und Befülleinrichtungen nur schwer
zugänglich montiert sind, so dass viele Arbeitsstunden notwendig sind zur Auswechslung
der Einrichtungen. Insbesondere in Spülkästen die in Wände integriert
sind, d. h. unter Putz oder Fliesen montiert sind, ist die Zugänglichkeit erheblich
eingeschränkt. Des Weiteren kann z. B. in Hotels für die Zeit der Montagearbeiten
das Zimmer nicht genutzt werden, so dass zusätzliche Kosten entstehen durch
den Ausfall für den oder die fehlenden Miettage für das Hotelzimmer.
Aus der DE 10 2004 026 529.1
ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von Teilen eines Spülkastens
einer Toilette bekannt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, ein
Reinigungsverfahren und eine Reinigungsvorrichtung für den Spülkasten
einer Toilette zur Verfügung zu stellen, welche zu reinigende Teile einen Spülkastens
einer Toilette einfacher und preiswerter reinigt.
Diese Aufgabe wird durch ein Reinigungsverfahren mit den Merkmalen
von Patentanspruch 1 und durch eine Reinigungsvorrichtung mit den Merkmalen von
Patentanspruch 15, 24, 25 gelöst.
In einem erfindungsgemäßen Reinigungsverfahren für
einen Spülkasten einer Toilette wird eine Reinigungsflüssigkeit im Spülkasten
auf die Oberfläche der zu reinigenden Teile eines Spülkastens aufgebracht
und eine Pumpe oder ein anderes Fördermittel zum Fördern der Reinigungsflüssigkeit
im Inneren des Toilettenbeckens in der Reinigungsflüssigkeit betrieben. Dadurch
kann die Pumpe oder des Fördermittel die Reinigungsflüssigkeit unmittelbar
ansaugen, d. h. nicht über einen Ansaugschlauch
Zweckmäßigerweise wird die Reinigungsflüssigkeit erwärmt.
Dies ermöglicht eine effektivere Reinigung, weil bei höherer Temperatur
eine bessere Reinigung mit der Reinigungsflüssigkeit, welche Wasser und Reinigungsmedium
enthält, möglich ist.
Vorzugsweise wird die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden
Teile und/oder in den Innenraum des Toilettenbeckens über Sprüheinrichtungen,
z. B. einem Sprühkopf oder ein Rohrstück, aufgesprüht. Das Aufsprühen
der Reinigungsflüssigkeit erhöht die Reinigungswirkung, weil die zu reinigenden
Teile von der Reinigungsflüssigkeit dadurch umspült werden, so dass damit
eine zusätzliche mechanische Reinigungswirkung verbunden ist.
In einer weiteren Ausführungsform wird die Reinigungsflüssigkeit
im Inneren eines Toilettenbeckens und/oder des Spülkastens von einer Pumpe
über wenigstens einen Ansaugschlauch angesaugt.
Zweckmäßigerweise wird die Reinigungsflüssigkeit über
wenigstens einen vorzugsweisen flexiblen Zulaufschlauch zu den Sprüheinrichtungen
gepumpt. Damit können auf einfache Weise die Sprüheinrichtungen mit Reinigungsflüssigkeit
beaufschlagt werden, weil insbesondere flexible Zulaufschläuche leicht zu handhaben
sind.
In einer besonders vorteilhaften Variante wird die Reinigungsflüssigkeit
in wenigstens einem geschlossenem oder offenem Kreislauf gepumpt. Durch die Verwendung
eines geschlossenen Kreislaufes, d. h. eines Kreislaufes dem im normalen Betrieb
keine weitere Flüssigkeit, insbesondere Wasser, mehr zugesetzt wird, wird nur
eine geringe Menge an Reinigungsflüssigkeit und damit auch Reinigungsmittel
benötigt. Des Weiteren ist in besonders vorteilhafter Weise auch nur eine geringe
Energiemenge zum Erwärmen der Reinigungsflüssigkeit notwendig. Bei der
Verwendung eines offenen Kreislaufes kann auch während des Reinigungsvorganges
die Reinigungsflüssigkeit wenigstens teilweise ausgetauscht werden.
Zweckmäßigerweise ist wenigstens ein Zulaufschlauch mit
wenigstens einem Befestigungsmittel, z. B. einer Klemme, an den Spülkasten
zur Fixierung wenigstens einer Sprüheinrichtung befestigt. Damit muss der Anwender
der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung nicht die Sprüheinrichtung
während des Reinigungsvorganges in der Hand halten, d. h. der Reinigungsvorhang
läuft selbständig ab. Der Anwender kann damit z. B. mehrere Toiletten
mit mehreren erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtungen gleichzeitig reinigen.
In einer weiteren Variante wird die Reinigungsflüssigkeit mit
einer Heizeinrichtung, z. B. einem Durchlauferhitzer, erwärmt. Dies ermöglicht
die einfache Erwärmung der Reinigungsflüssigkeit. Damit wird kein erwärmtes
Wasser benötigt, um eine Reinigung mit erwärmter Reinigungsflüssigkeit
durchführen zu können.
Vorteilhafterweise wird ein Reinigungsmedium, z. B. ein Kalkreiniger
oder Säure, dem Wasser oder der Reinigungsflüssigkeit automatisch über
eine Dosiereinrichtung aus einem Vorratsbehälter oder manuell zugegeben. Die
Verwendung einer automatischen Dosiereinrichtung mit einem Vorratsbehälter
für Reinigungsmedium erlaubt für den Anwender eine einfache Dosierung
des Reinigungsmedium, so dass das Reinigungsmedium nicht umständlich von Hand
zugegeben werden muss. Bei einer manuellen Zugabe von Hand kann vorteilhafterweise
auf eine Dosiereinrichtung verzichtet werden. Eine Zugabe von Hand ist einfach,
weil die Menge an Reinigungsflüssigkeit bekannt ist, so dass nur eine bestimmte
bereits vorab bekannte Menge an Reinigungsmedium, vorzugsweise in Abhängigkeit
von dem Grad der Verschmutzung, zugegeben werden muss.
In einer weiteren Variante wird die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit
von einem Temperatursensor gemessen und die Reinigungsflüssigkeit aufgrund
der vom Temperatursensor ermittelten Temperatur der Reinigungsflüssigkeit nur
bis zu einer vorzugsweise vorgebbaren Temperatur, z. B. 60° bis 70°, erwärmt.
Damit braucht vorteilhafterweise die Erwärmung der Reinigungsflüssigkeit
nicht manuell gesteuert werden.
Vorteilhafterweise wird der pH-Wert der Reinigungsflüssigkeit
von einem pH-Wert-Sensor erfasst und die Zugabe von Reinigungsmittel bei Erreichen
eines vorgegebenen pH-Wertes automatisch gestoppt. Damit kann die Zugabe von Reinigungsmedium
kontrolliert werden und es wird nur diejenige Menge an Reinigungsmedium zugegeben,
welche notwendig ist, d. h. eine Über- oder Unterdosierung ist ausgeschlossen.
In einer weiteren Ausführungsform ist von einem Mehrwegventil
steuerbar, welcher Zulaufschlauch oder welche Zulaufschläuche mit Reinigungsflüssigkeit
beaufschlagt werden. Damit kann auf einfache Weise gesteuert werden, welcher Zulaufschlauch
und damit welche Sprüheinrichtung mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt
wird.
In einer weiteren Variante werden die nachfolgende Schritte ausgeführt:
von einer Pumpe oder anderen Fördermitteln wird die Reinigungsflüssigkeit
aus dem Inneren des Toilettenbeckens mit einem Ansaugschlauch angesaugt, über
wenigstens einen Zulaufschlauch wird wenigstens eine Sprüheinrichtung beaufschlagt,
welche die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile im Spülkasten
aufbringen und die Reinigungsflüssigkeit fließt aus dem Spülkasten
über eine Öffnung und eine Spülleitung in das Innere des Toilettenbeckens
zurück. Durch das Zurückfließen der Reinigungsflüssigkeit in
das Toilettenbecken über die Spülleitung wird ergänzend zum Spülkasten
auch die Spülleitung und insbesondere auch das Toilettenbecken im Einmündungsbereich
der Spülleitung automatisch mitgereinigt. Außerdem kann der Ansaugschlauch
einfach im Toilettenbecken angeordnet werden. Des Weiteren ist es in besonders vorteilhafter
Weise möglich, auch das gesamte Innere des Toilettenbeckens mit einem Rohrstück
als Sprüheinrichtung mitzureinigen.
In einer weiteren Variante werden die nachfolgende Schritte ausgeführt:
von einer Pumpe oder anderen Fördermitteln wird die Reinigungsflüssigkeit aus
dem Inneren des Spülkastens mit einem Ansaugschlauch angesaugt und über
wenigstens einen Zulaufschlauch wird wenigstens eine Sprüheinrichtung beaufschlagt,
welche die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile im Spülkasten
aufbringen. Damit braucht der Ansaugschlauch nicht im Toilettenbecken eingeführt
werden. Lediglich der Spülkasten wird während der Reinigung mit Reinigungsflüssigkeit
benetzt.
Eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung für einen
Spülkasten einer Toilette weist Folgendes auf: wenigstens einen Ansaugschlauch
zum Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit, ein Fördermittel zum Befördern
oder Pumpen der Reinigungsflüssigkeit, Sprüheinrichtungen zum Aufbringen
bzw. Aufspritzen von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile und
wenigstens einen Zulaufschlauch zum Beaufschlagen der Sprüheinrichtungen mit
Reinigungsflüssigkeit, wobei das Fördermittel zum Fördern oder Pumpen
der Reinigungsflüssigkeit im Inneren des Toilettenbeckens in der Reinigungsflüssigkeit
angeordnet ist.
Zweckmäßigerweise ist eine Heizeinrichtung, z. B. ein Durchlauferhitzer,
zum Erwärmen der Reinigungsflüssigkeit vorhanden. Dadurch kann die Reinigungsleistung
durch erwärmte Reinigungsflüssigkeit wesentlich erhöht werden. Außerdem
kann erwärmte Reinigungsflüssigkeit zum Reinigen genutzt werden, ohne
dass erwärmtes Wasser von außerhalb zugeführt werden muss.
Vorteilhafterweise ist ein Temperatursensor zum Messen der Temperatur
der Reinigungsflüssigkeit vorhanden, wobei die Temperatur von einer Anzeigeeinrichtung
ablesbar ist. Damit kann der Anwender der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit kontrollieren und die Heizeinrichtung
z. B. nach Bedarf ein- oder ausschalten.
In einer weiteren Variante sind eine Dosiereinrichtung und ein Vorratsbehälter
zur vorzugsweisen automatischen Zugabe von Reinigungsmittel vorhanden. Damit bracht
vorteilhafterweise das Reinigungsmittel nicht manuell zugegeben werden.
Zweckmäßigerweise ist ein Mehrwegventil zur Steuerung der
Beaufschlagung der Zulaufschläuche vorhanden. Damit kann auf einfache Weise
gesteuert werden, welcher Zulaufschlauch – und damit auch welche Sprüheinrichtung
– mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt wird, was für den Anwender
oder die Bedienperson der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung einen
erheblichen praktischen Vorteil darstellt, weil er gezielt z. B. nur den Spülkasten
– auch nur bestimmte Teile des Spülkastens – oder nur das Toilettenbecken
reinigen kann oder Spülkasten und Toilettenbecken gleichzeitig reinigen kann.
In einer Variante ist eine Steuerung zur Steuerung der Reinigungsvorrichtung
vorhanden ist. Damit kann z. B. die Pumpe, die Heizeinrichtung, die Dosiereinrichtung
und das Mehrwegventil automatisch aufeinander abgestimmt gesteuert werden. Beispielsweise
wird die Heizeinrichtung nur bei eingeschalteter Pumpe betrieben.
Zweckmäßigerweise verfügt die Reinigungsvorrichtung
über ein fahrbares Gestell. Damit kann die Reinigungsvorrichtung auf einfache
Weise ohne großen Kraftaufwand vom Anwender an verschiedene Orte geschoben
werden.
Außerdem kann eine erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung
zur Reinigung eines Spülkastens und/oder eines Toilettenbeckens einer Toilette
verwendet werden.
In einem erfindungsgemäßen Toilettenspülkasten sind
im Spülkasten Sprüheinrichtungen zur Reinigung der zu reinigenden Teile
im Spülkasten fest installiert angeordnet. Damit müssen in vorteilhafter
Weise keine Sprüheinrichtungen im Spülkasten zur Reinigung des Spülkastens
angebracht werden.
Zweckmäßigerweise sind die Sprüheinrichtungen ein Sprühkopf
und/oder ein Rohrteil mit Bohrungen.
Vorteilhafterweise sind Mittel vorhanden sind, welche die Beaufschlagung
der Sprüheinrichtungen mit Reinigungsflüssigkeit erlauben, ohne dass die
Abdeckung des Spülkastens abgenommen werden muss. Dadurch muss in besonders
vorteilhafter Weise zur Reinigung der zu reinigenden Teile des Spülkastens
die Abdeckung des Spülkastens nicht abgenommen werden.
In einer Variante ist das Mittel ein Anschlussstutzen außen am
Spülkasten mit einem Zulaufschlauch zu den Sprüheinrichtungen und/oder
ein Anschlussstutzen im Inneren der Spülleitung im Bereich des Toilettenbeckens
mit einem Zulaufschlauch im Inneren der Spülleitung zu den Sprüheinrichtungen.
Im Nachfolgenden wird nunmehr ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnungen näher beschrieben. Es
zeigen:
1 eine schematische Ansicht einer Reinigungsvorrichtung
bei der Ausführung eines Reinigungsverfahrens,
2 eine schematische Ansicht einer Reinigungsvorrichtung
bei der Ausführung einer weiteren Variante des Reinigungsverfahrens.
Die Beschreibung der nachfolgenden Figuren und die Figuren stammen
aus der DE 10 2004 026 529. In
1 ist eine schematische Ansicht einer Reinigungsvorrichtung
1 dargestellt. In einem Spülkasten 3 für das Toilettenbecken
2 einer Toilette befindet sich ein Ventil 5 mit einem Schwimmer
6. In der Toilette in 1 ist der Toilettendeckel
und die Toilettenbrille nicht dargestellt. Das Ventil 5 und der Schwimmer
6 bilden eine Wasserstandskontrolleinrichtung für den Wasserstand
im Spülkasten 3. Das Ventil 5 wird über das öffentliche
Wasserleitungsnetz von einer Wasserleitung 4 mit Wasser versorgt. Mit Hilfe
einer Heberglocke 7 kann der mit Wasser gefüllte Spülkasten
3 entleert werden, d. h. das Wasser fließt über die Spülleitung
22 in das Innere des Toilettenbeckens 2 und über die Abwasserleitung
23 über einen Siphon 28 in das öffentliche Abwassersystem.
Die Heberglocke 7 wird über einen Mechanismus (nicht dargestellt)
nach dem Drücken einer Betätigungseinrichtung durch den Benutzer angehoben,
wodurch die Öffnung 24 als Sitz der Heberglocke 7 im geschlossenen
Zustand im Boden des Spülkastens 3 geöffnet ist und das Wasser
bedingt durch die Schwerkraft über die Spülleitung 22 in das
Innere des Toilettenbeckens 2 strömt. Darauffolgend senkt sich die
Heberglocke 7 wieder automatisch ab, so dass die Öffnung
22 als Sitz der Heberglocke 7 wieder verschlossen wird und kein
Wasser mehr aus dem Spülkasten 3 in das Toilettenbecken
2 fließen kann. Bedingt durch den fehlenden Wasserstand im Spülkasten
3 wird von der Wasserstandskontrolleinrichtung mit dem Ventil
5 und dem Schwimmer 6 aus der Wasserleitung 4 solange
Wasser in den Spülkasten 3 eingeleitet, bis ein bestimmter Wasserstand
erreicht ist. Unter Spülkasten 3 werden auch die darin enthaltenen
zu reinigenden Teile 5, 6, 7 verstanden.
Zur Ausführung der Reinigung mit der Reinigungsvorrichtung
1 muss vorteilhafterweise lediglich der obere Bereich im Inneren des Spülkastens
3 zugänglich sein. Hierzu kann einfach die vorhandene Abdeckung abgenommen
oder unter Umständen abgeschraubt werden (nicht dargestellt). Die Heberglocke
7 muss angehoben werden und mit Befestigungsmitteln (nicht dargestellt),
z. B. einem Draht oder einer Stange, vom Anwender in dieser angehobenen Stellung
fixiert werden. Dadurch strömt das im Spülkasten 3 vorhandene
Wasser in das Toilettenbecken 2. Gleichzeitig ist ein Absperrhahn
25 in der Wasserleitung 4 zu verschließen, so dass kein Wasser
aus der Wasserleitung 4 über das Ventil 5 aufgrund des fehlenden
Wasserstandes im Spülkasten 3 in den Spülkasten 3 fließt.
Der Absperrhahn 25 kann innerhalb insbesondere bei in der Wand integrierten
Spülkästen 3 (nicht dargestellt) oder auch außerhalb des
Spülkastens 3 angeordnet sein.
An dem auf Rädern fahrbaren Gestell 8 ist eine Umwälzpumpe
9, ein Durchlauferhitzer 10 mit einem Temperatursensor
11 und vorzugsweise eine Dosiereinrichtung 14 für Reinigungsmittel
angebracht. Das Reinigungsmittel ist in einem Vorratsbehälter 13 bevorratet.
Es handelt sich z. B. vorzugsweise um Kalkreiniger oder auch Säure, beispielsweise
Salpetersäure oder Salzsäure, oder andere Chemikalien, die Kalk und/oder
Verunreinigungen lösen. Das Reinigungsmittel wird automatisch von der Dosiervorrichtung
14 dem Wasser zugegeben, um eine Reinigungsflüssigkeit zu erhalten.
Es ist auch möglich, dass über entsprechende Sensoren der pH-Wert der
Reinigungsflüssigkeit erfasst wird die Zugabe von Reinigungsmittel bis zu einem
bestimmten, vorzugsweise wählbaren pH-Wert, automatisch erfolgt (nicht dargestellt).
Sofern keine automatische Dosiervorrichtung 14 vorhanden ist, muss die
Zugabe von Reinigungsmittel von Hand erfolgen, wobei das sehr einfach durch die
Zugabe des Reinigungsmittels in den Innenraum des Toilettenbeckens 2 möglich
ist. Die Reinigungsflüssigkeit kann unter Umständen auch nur aus einem
Reinigungsmittel, d. h. ohne Wasser, zusammengesetzt sein. Die Umwälzpumpe
9, der Durchlauferhitzer 10, der Temperatursensor 11,
eine Steuerung 12 und die Dosiereinrichtung 14 werden über
elektrische Leitungen (nicht dargestellt) mit Strom versorgt. Über einen Stecker
kann die Reinigungsvorrichtung 1 einfach an das Stromnetz angeschlossen
werden (nicht dargestellt).
Außerdem befindet sich am fahrbaren Gestell 8 noch ein
Mehrwegventil 16. Die Pumpe 9, der Durchlauferhitzer
11, die Dosiervorrichtung 14 und das Mehrwegventil 16
sind über vorzugsweise nicht flexible Rohre 26 miteinander verbunden.
An der Ansaugseite der Umwälzpumpe 9 befindet sich ein flexibler Ansaugschlauch
15. Die beiden Austrittsöffnungen des Mehrwegventils 16 sind
an einen flexiblen Zulaufschlauch 17 als ersten Reinigungskreislauf und
an einen flexiblen Zulaufschlauch 18 als zweiten Reinigungskreislauf angeschlossen
Der Ansaugschlauch 15 und die Zulaufschläuche 17,
18 sind vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt, wobei problemlos auch eine
Ausführung aus Metall, z. B. Edelstahl, möglich ist. Am Ende des Zulaufschlauches
17 befindet sich ein Sprühkopf 20 mit vielen Öffnungen
zur Verteilung der Reinigungsflüssigkeit und am Ende des Zulaufschlauches
18 ein nicht flexibles, vorzugsweise an der Außenseite wärmeisoliertes
Rohrstück 21 mit einer Öffnung zur genauen Ausrichtung der austretenden
Reinigungsflüssigkeit auf eine Stelle. Sowohl am Sprühkopf 20
als auch insbesondere am Rohrstück 21 können ergänzend Bürsten
angeordnet sein, um durch eine Bewegung dieser Einrichtungen 20,
21 mechanisch ergänzend reinigen zu können (nicht dargestellt).
Es können auch separate Bürsten zur ergänzenden mechanischen Reinigung
verwendet werden (nicht dargestellt).
Die Reinigungsvorrichtung 1 wird mit Hilfe des fahrbaren
Gestells 8 neben dem Toilettenbecken 2 positioniert und an das
Stromnetz mit einem Stecker (nicht dargestellt) angeschlossen.
Der Ansaugschlauch 15 wird in das Innere des Toilettenbeckens
2 soweit eingeführt, dass das Ende des Ansaugschlauches
15 unterhalb der Oberfläche 27 des Wassers bzw. der Reinigungsflüssigkeit
im Inneren des Toilettenbeckens 2 liegt. Der Zulaufschlauch 17
wird mit einer Befestigungseinrichtung, z. B. einer Klemme 19, am Spülkasten
3 fixiert, so dass der Sprühkopf 20 im Inneren des Spülkastens
3 liegt. Das Mehrwegventil 16 wird so eingestellt, dass von der
Pumpe 9 Reinigungsflüssigkeit nur in den Zulaufschlauch
17 gepumpt wird. Es liegt somit nur ein Reinigungskreislauf vor. Darauffolgend
kann mit einem Schalter (nicht dargestellt) an der Steuerung 12 die Reinigungsvorrichtung
eingeschaltet werden. Die Pumpe 9 pumpt Wasser aus dem Toilettenbecken
2 über den Durchlauferhitzer 10 und die Dosiereinrichtung
14 in das Mehrwegventil 16 und in den Zulaufschlauch
17. Im Durchlauferhitzer 10 wird die Reinigungsflüssigkeit
auf eine an der Steuerung einstellbare Temperatur erwärmt, z. B. auf 60°
bis 70°C. Sofern die im Toilettenbecken vorhandene Wassermenge für den
Kreislauf in den Zulaufschläuchen 17, 18, der Umwälzpumpe
9 und dem Ansaugschlauch 15 nicht ausreicht, braucht nur das Ventil
5 kurzzeitig von Hand geöffnet und die fehlende Wassermenge eingeleitet
werden.
Des Weiteren befindet sich an der Reinigungsvorrichtung eine Temperaturanzeige
für die Reinigungsflüssigkeit, welche die Daten hierfür vom Temperatursensor
11 erhält, der z. B. am Ende des Durchlauferhitzers 10 angeordnet
ist. Mit der Dosiereinrichtung 14 wird eine vom Bediener vorgebbare Menge,
z. B. in ml, an Reinigungsmittel zugegeben. Das Reinigungsmittel ist z. B. Kalkreiniger.
Sofern keine Dosiereinrichtung 14 vorhanden ist, kann das
Reinigungsmittel einfach in das Innere des Toilettenbeckens von einer Bedienperson
oder einem Anwender der Reinigungsvorrichtung 1 eingegeben werden. Dadurch
kann auf eine Dosiereinrichtung 14 und auf einen Vorratsbehälter
13 für Reinigungsmittel in der Reinigungsvorrichtung 1 verzichtet
werden. Die insgesamt vorhandene Menge an Reinigungsflüssigkeit ist im Allgemeinen
vorab bekannt. Damit ist zum Erreichen einer bestimmten Konzentration der Reinigungsflüssigkeit
an Reinigungsmittel auch nur eine bestimmte Menge an Reinigungsmedium notwendig,
wobei die notwendige Menge an Reinigungsmedium vorab bekannt ist. Die Bedienperson
braucht deshalb das Reinigungsmedium nur in einen Messbecher mit entsprechenden
Markierungen eingeben. Für unterschiedliche Grade an Verschmutzungen können
unterschiedliche Mengen an Reinigungsmedium zugegeben werden.
Die Reinigungsflüssigkeit, d. h. Wasser und Reinigungsmittel,
wird vom Sprühkopf 20 im Inneren des Spülkastens 3 verteilt,
so dass die Entleerungs- und Befüllungseinrichtungen, d. h. das Ventil
5, der Schwimmer 6 und die Heberglocke 7 automatisch
ohne weiteres Zutun einer Bedienperson gereinigt werden. Dadurch können vorteilhafterweise
mehrere Spülkästen 3 gleichzeitig von einer Bedienperson mit
einer entsprechenden Anzahl an Reinigungsvorrichtungen 1 gereinigt werden.
Falls erforderlich kann der Sprühkopf 20 mit Hilfe des Befestigungsmittels,
z. B. der Klemme 19, auch an einer anderen Stelle im Spülkasten
3 fixiert werden. Des Weiteren kann der Zulaufschlauch 17 am Ende
auch Abzweigungen aufweisen, so dass mehrere Sprühköpfe 20 gleichzeitig
die Einrichtungen 5, 6, 7, die Innenflächen
29 der Wandungen des Spülkastens 3 und die Öffnung
24 des Spülkastens 3 reinigen (nicht dargestellt).
Die über den Sprühkopf 20 in den Spülkasten
3 eingeführte Reinigungsflüssigkeit läuft über die
Spülleitung 22 wieder zurück in das Toilettenbecken
2. Dadurch wird vorteilhafterweise insbesondere die Öffnung
24 und auch die Spülleitung 22 und sowie das Innere des Toilettenbeckens
im Mündungsbereich der Spülleitung 22 gereinigt. Zur ergänzenden
Reinigung des Toilettenbeckens 2 kann mit dem Mehrwegventil 16
ergänzend oder ausschließlich der Zulaufschlauch 18 mit Reinigungsflüssigkeit
als zweiten Reinigungskreislauf beaufschlagt werden. Der Zulaufschlauch
18 verfügt am Ende über ein Rohrstück 21 mit dessen
Hilfe die Reinigungsflüssigkeit auf das Innere des Toilettenbeckens von Hand
durch die Bedienperson zur Reinigung aufgebracht wird. Neben dieser Verwendung des
zweiten Zulaufschlauches 18 zur ergänzenden Reinigung des Toilettenbeckens
(gestrichelte Darstellung des Zulaufschlauches 18) kann dieser auch zur
gezielten, punktuellen Reinigung von Hand im Inneren des Spülkastens
3 eingesetzt werden, insbesondere zur Reinigung der Entleerungs- und Befüllungseinrichtungen
5, 6, 7 (nicht gestrichelte Darstellung des Zulaufschlauches
18). Die Auswahl, welcher Zulaufschlauch 17, 18 zuerst
mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt wird, ist beliebig. Es können auch
mehr als zwei Zulaufschläuche vorhanden sein.
Die Reinigungsflüssigkeit wird somit in wenigstens einem Kreislauf
umgewälzt. Dadurch wird nur eine geringe Menge Reinigungsflüssigkeit zum
Reinigen sowie eine geringe Energiemenge zum Erwärmen der Reinigungsflüssigkeit
benötigt. Es liegt somit ein geschlossener Kreislauf vor.
Während des Reinigungsvorganges kann kurzzeitig oder auf Dauer
das Ventil 5 geöffnet werden. Dadurch wird dem Kreislauf mit Reinigungsflüssigkeit
Wasser diskontinuierlich bei einem kurzzeitigen (temporären) oder kontinuierlich
bei einem Öffnen auf Dauer zugegeben. Die gesamte Menge an Reinigungsflüssigkeit
im Kreislauf ist konstant, weil die Höhe des Standes der Reinigungsflüssigkeit
im Toilettenbecken 2 konstant aufgrund des Abflusses durch
den Siphon 28 der Abwasserleitung 23 ist. Damit liegt ein offener
Kreislauf vor. Bei besonders starker Verschmutzung kann bei einem dadurch bedingten
hohen Grad an Verunreinigung der Reinigungsflüssigkeit auch während des
Reinigungsvorganges die Reinigungsflüssigkeit wenigstens teilweise ausgetauscht
werden. Die Reinigungsflüssigkeit muss dann wieder mit dem Durchlauferhitzer
10 auf die gewünschte Temperatur erwärmt werden und die entsprechende
Menge an Reinigungsmedium manuell oder automatisch zugegeben werden.
Nach Abschluss der Reinigung ist das Mehrwegventil 16 für
beide Zulaufschläuche 17, 18 zu schließen und/oder die
Pumpe abzuschalten und der Sprühkopf 20 und das Rohrstück
21 sind in das Innere des Toilettenbeckens 2 einzulegen. Darauffolgend
kann der Absperrhahn 25 wieder geöffnet werden. Dadurch wird der Spülkasten
3, die Spülleitung 22 und das Innere des Toilettenbeckens
mit Frischwasser aus dem öffentliche Wasserleitungsnetz gespült. Außerdem
muss das Befestigungsmitte für die Heberglocke 7, z. B. ein Draht,
entfernt werden. Dadurch läuft der Spülkasten wieder mit Wasser voll und
über Betätigungseinrichtungen am Spülkasten 3 können
mehrere „normale" Spülgänge mit Wasser durchgeführt werden,
um auch im gesamten Inneren des Toilettenbeckens die Reinigungsflüssigkeit
auszuspülen. Des Weiteren kann ergänzend, wenn sich im Inneren des Toilettenbeckens
nur noch überwiegend oder ausschließlich Frischwasser befindet und der
Sprühkopf 20 und das Rohrstück 21 im Toilettenbecken
2 angeordnet sind, durch ein kurzzeitiges Einschalten der Umwälzpumpe
9 bei gleichzeitiger Beaufschlagung beider Zulaufschläuche
17, 18 die Reinigungsvorrichtung 1 gespült werden.
In 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
für das Reinigungsverfahren mit der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
1 dargestellt. Der Ansaugschlauch 15 der Reinigungsvorrichtung
1 ist im Inneren des Spülkastens 3 anstatt im Inneren des
Toilettenbeckens 2 angeordnet und die Heberglocke 7 ist geschlossen,
so dass aus einer Teil- oder Vollfüllung mit Reinigungsflüssigkeit im
Spülkasten 3 als Kreislauf umgewälzt wird. Die Reinigung erfolgt
damit auch über den Sprühkopf 20 und von Hand mit dem Rohrstück
21 wie im obigen Ausführungsbeispiel, jedoch unterbleibt ein zusätzliche
Reinigung der Spülleitung 22 und insbesondere des Toilettenbeckens
2. Je höher der Füllstand des Spülkastens 3 mit
Reinigungsflüssigkeit ist, desto mehr wird die Reinigung nicht durch an den
zu reinigenden Oberflächen im Inneren des Spülkastens 3 durch
abfließende bzw. aufgesprühte Reinigungsflüssigkeit ausgeführt,
sondern durch die Befüllung des Spülkastens 3 mit Reinigungsflüssigkeit,
wobei die Befüllung über eine Strömung- bzw. Wirbel verfügt,
so dass die Reinigungsleistung erhöht wird. Es können auch zwei Ansaugschläuche
15 vorhanden sein, dessen Enden sowohl im Inneren Spülkastens als
auch im Inneren des Toilettenbeckens angeordnet sind (nicht dargestellt).
In Abwandlung der DE 10 2004
026 529.1 ist erfindungsgemäß die Pumpe 9 im Inneren
des Toilettenbeckens 2 angeordnet (nicht dargestellt). Dadurch kann eine
preiswertere, nicht selbstansaugende Pumpe 9 verwendet werden, weil die
Pumpe 9 somit in der Reinigungsflüssigkeit im Inneren des Toilettenbeckens
2 positioniert ist, d. h. die Reinigungsflüssigkeit wird unmittelbar
von der Pumpe 9 angesaugt. Vorzugsweise wird dies dadurch ermöglicht,
dass die Pumpe 9 am Ende des Ansaugschlauches 15 angeordnet ist.
In Abwandlung der DE 10 2004
026 529.1 sind erfindungsgemäß Komponenten oder Teile
9, 11, 12, 14, 15, 17,
18 an einem Koffer oder einer Tragvorrichtung angeordnet (nicht dargestellt).
Durch diese Anordnung ist die Reinigungsvorrichtung leicht transportierbar, weil
nur der Koffer oder die Tragvorrichtung von einer Bedienperson getragen werden muss.
Dies ist z. B. zur Überwindung von Treppen vorteilhaft. Außerdem können
ergänzend am Koffer bzw. der Tragvorrichtung Räder angeordnet sein, so
dass auf ebenen Flächen der Koffer bzw. die Tragvorrichtung auch geschoben
oder gezogen werden kann.
In Abwandlung der DE 10 2004
026 529.1 ist erfindungsgemäß an einem Zulaufschlauch
17, 18 ein von Hand betätigbares Ventil zur Steuerung der
Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit angeordnet (nicht dargestellt). Dadurch
kann die Bedienperson die Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit auf einfache
Art und Weise steuern. Vorzugsweise ist das von Hand betätigbare Ventil am
Ende des Zulaufschlauches 17, 18 an den Sprüheinrichtungen
20, 21 angeordnet.
Insgesamt betrachtet wird mit der vorliegenden Erfindung ein sehr
einfaches, effektives und preiswertes erfindungsgemäßes Verfahren (Toilettenspülkastenreinigungsverfahren)
und eine zugehörige erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung (Toilettenspülkastenreinigungsvorrichtung)
zur Verfügung gestellt, um das Innere eines Spülkastens einer Toilette,
insbesondere Entleerungs- und Befüllungseinrichtungen, Innenflächen der
Wandungen des Spülkastens sowie Öffnungen in den Innenflächen der
Wandungen des Spülkastens, zu reinigen. Dadurch ist kein aufwendiger und teurer
Austausch dieser Einrichtungen mehr notwendig, um die Funktionsfähigkeit einer
Toilettenspüleinrichtung zu gewährleisten. Dies bedeutet eine erhebliche
Kosteneinsparung.
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| Anspruch[de] |
Reinigungsverfahren für einen Spülkasten einer Toilette, wobei
eine Reinigungsflüssigkeit im Spülkasten auf die Oberfläche der zu
reinigenden Teile (5, 6, 7, 24, 29)
eines Spülkastens aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Pumpe (9) oder ein anderes Fördermittel (9) zum Fördern
der Reinigungsflüssigkeit im Inneren des Toilettenbeckens (2) in der
Reinigungsflüssigkeit betrieben wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Reinigungsflüssigkeit erwärmt wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) und/oder in den Innenraum des
Toilettenbeckens (2) über Sprüheinrichtungen (20,
21), z. B. einem Sprühkopf (20) oder ein Rohrstück (21),
aufgesprüht wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Reinigungsflüssigkeit im Inneren eines Toilettenbeckens (2) und/oder
des Spülkastens (3) von einer Pumpe (9) über wenigstens
einen Ansaugschlauch (15) angesaugt wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsflüssigkeit über wenigstens einen vorzugsweisen flexiblen
Zulaufschlauch (17, 18) zu den Sprüheinrichtungen (20,
21) gepumpt wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Reinigungsflüssigkeit in wenigstens einem geschlossenem oder offenem Kreislauf
gepumpt wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Zulaufschlauch (17) mit wenigstens einem Befestigungsmittel,
z. B. einer Klemme (19), an den Spülkasten (3) zur Fixierung
wenigstens einer Sprüheinrichtung (20, 21) befestigt wird.
Reinigungsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reinigungsflüssigkeit mit einer Heizeinrichtung (10,
10a), z. B. einem Durchlauferhitzer (10), erwärmt wird.
Reinigungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Reinigungsmedium, z. B. ein Kalkreiniger oder Säure,
dem Wasser oder der Reinigungsflüssigkeit automatisch von einer Dosiereinrichtung
(14) aus einem Vorratsbehälter (13) oder manuell zugegeben
wird.
Reinigungsverfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit von einem Temperatursensor (11)
gemessen wird und die Reinigungsflüssigkeit aufgrund der vom Temperatursensor
ermittelten Temperatur der Reinigungsflüssigkeit nur bis zu einer vorzugsweise
vorgebbaren Temperatur, z. B. 60° bis 70°, erwärmt wird.
Reinigungsverfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der pH-Wert der Reinigungsflüssigkeit von einem pH-Wert-Sensor erfasst
wird und die Zugabe von Reinigungsmittel bei Erreichen eines vorgegebenen pH-Wertes
automatisch gestoppt wird.
Reinigungsverfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass von einem Mehrwegventil (16) steuerbar ist, welcher
Zulaufschlauch (17, 18) oder welche Zulaufschläuche (17,
18) mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt werden.
Reinigungsverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
nachfolgende Schritte ausgeführt werden:
– von einer Pumpe (9) oder anderen Fördermitteln die Reinigungsflüssigkeit
aus dem Inneren des Toilettenbeckens (2) mit einem Ansaugschlauch (15)
angesaugt wird,
– über wenigstens einen Zulaufschlauch (17, 18) wenigstens
eine Sprüheinrichtung (20, 21) beaufschlagt wird, welche
die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) im Spülkasten (3)
aufbringen und
– die Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülkasten (3) über
eine Öffnung (24) und eine Spülleitung (22) in das Innere
des Toilettenbeckens (2) zurückfließt.
Reinigungsverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
nachfolgende Schritte ausgeführt werden:
– von einer Pumpe (9) oder anderen Fördermitteln die Reinigungsflüssigkeit
aus dem Inneren des Spülkastens (3) mit einem Ansaugschlauch (15)
angesaugt wird und
– über wenigstens einen Zulaufschlauch (17, 18) wenigstens
eine Sprüheinrichtung (20, 21) beaufschlagt wird, welche
die Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) im Spülkasten (3)
aufbringen.
Reinigungsvorrichtung (1), insbesondere zur Durchführung
eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, für einen Spülkasten
(3) einer Toilette aufweisend:
– wenigstens einen Ansaugschlauch (15) zum Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit,
– ein Fördermittel (9) zum Fördern oder Pumpen der Reinigungsflüssigkeit,
– Sprüheinrichtungen (20, 21) zum Aufbringen bzw.
Aufspritzen von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) und
– wenigstens einen Zulaufschlauch (17, 18) zum Beaufschlagen
der Sprüheinrichtungen (20, 21) mit Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Fördermittel (9) zum Fördern oder Pumpen der Reinigungsflüssigkeit
im Inneren des Toilettenbeckens (2) in der Reinigungsflüssigkeit angeordnet
ist oder angeordnet werden kann, insbesondere dadurch, dass das Fördermittel
(9) am Ende des Ansaugschlauches (15) angeordnet ist.
Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Heizeinrichtung, z. B. ein Durchlauferhitzer (10), zum Erwärmen
der Reinigungsflüssigkeit vorhanden ist.
Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Temperatursensor (11) zum Messen der Temperatur der Reinigungsflüssigkeit
vorhanden ist, wobei die Temperatur von einer Anzeigeeinrichtung ablesbar ist.
Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Dosiereinrichtung (14) und ein Vorratsbehälter
(13) zur vorzugsweisen automatischen Zugabe von Reinigungsmittel vorhanden
sind.
Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Mehrwegventil (16) zur Steuerung der Beaufschlagung
der Zulaufschläuche (17, 18) vorhanden ist.
Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Steuerung (12) zur Steuerung der Reinigungsvorrichtung
(1) vorhanden ist.
Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung über ein fahrbares Gestell (18)
verfügt.
Reinigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 15
bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass Komponenten oder Teile der Reinigungsvorrichtung
an einem Koffer oder einer Tragvorrichtung angeordnet sind.
Reinigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 15
bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Zulaufschlauches (17,
18) ein von Hand betätigbares Ventil zur Steuerung der Beaufschlagung
mit Reinigungsflüssigkeit angeordnet ist
Reinigungsvorrichtung (1), insbesondere zur Durchführung
eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14, für
einen Spülkasten (3) einer Toilette aufweisend:
– wenigstens einen Ansaugschlauch (15) zum Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit,
– ein Fördermittel (9) zum Fördern oder Pumpen der Reinigungsflüssigkeit,
– Sprüheinrichtungen (20, 21) zum Aufbringen bzw.
Aufspritzen von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) und
– wenigstens einen Zulaufschlauch (17, 18) zum Beaufschlagen
der Sprüheinrichtungen (20, 21) mit Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass
Komponenten oder Teile (15, 9, 17, 18) der Reinigungsvorrichtung
an einem Koffer oder einer Tragvorrichtung angeordnet sind.
Reinigungsvorrichtung (1), insbesondere zur Durchführung
eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 14, für
einen Spülkasten (3) einer Toilette aufweisend:
– wenigstens einen Ansaugschlauch (15) zum Ansaugen von Reinigungsflüssigkeit,
– ein Fördermittel (9) zum Fördern oder Pumpen der Reinigungsflüssigkeit,
– Sprüheinrichtungen (20, 21) zum Aufbringen bzw.
Aufspritzen von Reinigungsflüssigkeit auf die zu reinigenden Teile (5,
6, 7, 24, 29) und
– wenigstens einen Zulaufschlauch (17, 18) zum Beaufschlagen
der Sprüheinrichtungen (20, 21) mit Reinigungsflüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass
an wenigstens einem Zulaufschlauches (17, 18) ein von Hand betätigbares
Ventil zur Steuerung der Beaufschlagung mit Reinigungsflüssigkeit angeordnet
ist.
Verwendung einer Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
15 bis 25 zur Reinigung eines Spülkastens (3) und/oder eines Toilettenbeckens
(2) einer Toilette
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