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Dokumentenidentifikation DE102005055618A1 24.05.2007
Titel Käfig für Wälzkörper
Anmelder Schaeffler KG, 91074 Herzogenaurach, DE
Erfinder Bäuerlein, Reiner, 97422 Schweinfurt, DE;
Rost, Herbert, 91074 Herzogenaurach, DE;
Folk, Elfriede, 91074 Herzogenaurach, DE;
Stadtmüller, Michael, 96052 Bamberg, DE
DE-Anmeldedatum 22.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005055618
Offenlegungstag 24.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse F16C 33/46(2006.01)A, F, I, 20051122, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Käfig für Wälzkörper mit einem ersten Bord (2), einem zweiten zu dem ersten Bord (2) im Wesentlichen parallelen Bord (3), einer Vielzahl von im Wesentlichen zueinander parallelen Stegen (5), die zwischen dem ersten Bord (2) und dem zweiten Bord (3) angeordnet und mit beiden Borden (2, 3) verbunden sind, wobei in Taschen (9) zwischen den Stegen (5) Wälzkörper angeordnet werden können. Dabei ist wenigstens ein Steg (5) derart ausgeführt, dass ein Kontakt zwischen diesem Steg (5) und dem Wälzkörper in Längsrichtung dieses Stegs (5) wenigstens einmal unterbrochen ist.

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf einen Käfig für Wälzkörper und insbesondere einen Käfig, der bei Radialwälzlagern Anwendung findet. Dabei wird die Erfindung unter Bezugnahme auf ein Zylinderrollenlager beschrieben, welches einen Außenring und/oder einen Innenring und zwischen diesen Ringen geführte Wälzkörper aufweist. Derartige Käfige für Wälzkörper sind aus dem Stand der Technik bekannt. Sie werden in Wälzlagern zwischen dem Innenring und dem Außenring angeordnet und dienen dazu, die Wälzkörper beispielsweise Zylinderrollen in bestimmten Positionen zu halten.

Diese Käfige weisen im Stand der Technik zwei Borde auf, die die einzelnen Wälzkörper in Längsrichtung begrenzen. Daneben ist zwischen den Borden eine Vielzahl von Stegen angeordnet, welche von den Wälzkörpern in deren Umfangsrichtung berührt werden können. Aus der DE 196 12 307 A1 ist ein Radialwälzlager bekannt, welches einen derartigen Käfig aufweist. Die aus dem Stand der Technik bekannten Käfige für Wälzkörper können kostengünstig hergestellt werden und arbeiten zufrieden stellend. Gleichwohl besteht jedoch ein Bedarf, die bekannten Käfige insbesondere hinsichtlich der Führung der einzelnen Wälzkörper und der Schmierstoffversorgung zu verbessern.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wälzkörperkäfig zur Verfügung zu stellen, der eine bessere Schmierstoffversorgung des Lagers erlaubt. Daneben soll auch eine verbesserte Rollenführung erreicht werden. Dies wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Der erfindungsgemäße Käfig für Wälzkörper weist einen ersten Bord auf, sowie einen zweiten Bord, der zu dem ersten Bord im Wesentlichen parallel ist. Des Weiteren ist eine Vielzahl von im Wesentlichen zueinander parallelen Stegen vorgesehen, die zwischen dem ersten Bord und dem zweiten Bord angeordnet und mit beiden Borden verbunden sind. Dabei können in Taschen zwischen den Stegen Wälzkörper angeordnet werden. Erfindungsgemäß ist wenigstens ein Steg derart ausgeführt, dass ein Kontakt zwischen diesem Steg und dem Wälzkörper in Längsrichtung dieses Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist. Vorzugsweise sind die Borde und die Stege einteilig ausgeführt.

Wie oben ausgeführt, berührt während des Betriebs der Wälzkörper wenigstens zeitweise die die erwähnte Tasche begrenzenden Stege. Diese Berührung bzw. dieser Kontakt erfolgt im Stand der Technik im Wesentlichen entlang der vollständigen Längsrichtung dieser Stege. Durch das Vorsehen von Unterbrechungen dieses Kontakts können bevorzugt in denjenigen Bereichen, in denen die Unterbrechungen des Kontakts auftreten, dem Wälzkörper Schmiermittel zugeführt werden. Die Verbesserung des Schmierstoffdurchsatzes führt wiederum zu einer Temperatursenkung beim Betrieb des Wälzlagers und damit zu einer verringerten Verschleißanfälligkeit.

Daneben kann durch den unterbrochenen Kontakt, insbesondere in einem Bereich von Taschenecken von durch die Stege und Borde gebildeten Taschen, ein vergrößerter Tascheneckenradius realisiert und dadurch Spannungsspitzen im vergrößerten Tascheneckenradius reduziert werden.

Unter zwei zueinander parallelen Borden wird verstanden, dass die Ebenen, in denen die beiden Borde verlaufen, im Wesentlichen zueinander parallel, d. h. seitlich versetzt zueinander parallel sind.

Bei den Borden handelt es sich bevorzugt um ringförmige Körper, zwischen denen sich die genannten Stege erstrecken. Dabei erstrecken sich die Stege zwischen den beiden Borden derart, dass sie in Umfangsrichtung der Borde angeordnet und zueinander damit im Wesentlichen parallel sind. Durch die Borde bzw. Innenflächen der Borde einerseits und jeweils zwei benachbarte Stege werden die Taschen gebildet, in denen die Wälzkörper angeordnet werden können.

Unter einem unterbrochenen Kontakt zwischen dem Steg und dem Wälzkörper wird verstanden, dass dieser Kontakt im Wesentlichen über die gesamte Lebenszeit des Käfigs hinweg unterbrochen ist. Bevorzugt folgt auf einen Bereich des Stegs, in dem ein wenigstens zeitweiser Kontakt mit den Wälzkörpern besteht, in Längsrichtung des Stegs ein zweiter im Wesentlichen kontaktloser Bereich und auf diesen wenigstens ein zweiter Kontaktbereich. Es können auch mehrere Kontaktbereiche und nicht kontaktierende Bereiche hintereinander vorgesehen sein.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein Steg derart ausgeführt, dass der Kontakt zwischen diesem Steg und dem Wälzkörper im Wesentlichen entlang der gesamten Höhe dieses Stegs möglich ist. Unter der Höhe des Stegs wird dabei diejenige Richtung verstanden, durch die die Breite der durch die Stege und die Borde gebildeten Taschen in radialer Richtung des Käfigs bestimmt wird. Durch die Ausführung des Stegs derart, dass der Wälzkörper im Wesentlichen entlang der gesamten Höhe mit diesem in Kontakt bringbar ist, wird erreicht, dass entlang der gesamten Höhe des Stegs der Kontakt zwischen diesem Steg und den Wälzkörpern in Längsrichtung des Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist.

Vorzugsweise sind an wenigstens einem Steg Kontaktmittel vorgesehen, die in Kontakt mit dem Wälzkörper stehen, wobei diese Kontaktmittel derart angeordnet sind, dass der Kontakt in Längsrichtung des Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist. Bei diesen Kontaktmitteln kann es sich um erhabene Stellen, um gekrümmte oder gewinkelte Oberflächen des Stegs und dergleichen handeln.

Vorzugsweise erstreckt sich wenigstens ein Kontaktmittel im Wesentlichen über die gesamte Höhe des Stegs. Auf diese Weise wird wiederum erreicht, dass im Wesentlichen entlang der gesamten Höhe des Stegs der Kontakt zwischen dem Steg und dem Wälzkörper in Längsrichtung des Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist.

Vorzugsweise ist wenigstens ein Kontaktmittel an einer dem Wälzkörper zugewandten Oberfläche des Stegs angeordnet. Damit steht der Wälzkörper auch mit diesem Kontaktmittel bzw. der Außenfläche dieses Kontaktmittels in Berührung.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind jeweils zwei Kontaktmittel an den den Wälzkörper zugewandten Oberflächen einer Vielzahl von Stegen angeordnet. Dies bedeutet, dass an denjenigen Oberflächen, die der oben erwähnten Tasche zugewandt sind jeweils zwei Kontaktmittel angeordnet sind. Auf diese Weise steht der Wälzkörper in radialer Richtung jeweils mit zwei Kontaktmitteln eines Stegs und auch mit zwei weiteren Kontaktmitteln eines diesem Steg benachbarten Stegs in Kontakt. Vorzugsweise sind auf allen Stegen jeweils zwei Kontaktmittel an den den Wälzkörpern zugewandten Oberflächen angeordnet. Diese Kontaktmittel weisen gegenüber der Oberfläche der Stege eine vorgegebene Höhe auf und sind damit diesen Oberflächen gegenüber erhaben. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Eckradius der durch die Stege und Borde gebildeten Taschen von dieser Höhe der Kontaktmittel abhängig. Genauer wird der Eckradius der Taschen so gewählt, dass keine Berührung des Wälzkörpers in den Ecken dieser Taschen auftritt. Dies bedeutet, dass bei einer größeren Höhe der Kontaktmittel gegenüber der Oberfläche auch der Eckradius der Taschen größer gewählt werden kann, wodurch Spannungsüberhöhungen, insbesondere in den genannten Eckbereichen, entgegengewirkt werden kann.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein Kontaktmittel eine im Wesentlichen rechteckförmige Gestalt auf. Diese rechteckförmige Gestalt erstreckt sich dabei von einer Unterkante des Stegs zu einer Oberkante des Stegs d. h. über die im Wesentlichen vollständige Eckhöhe. Die Breite des Kontaktmittels in Längsrichtung des Stegs ist wird dabei so gewählt, dass zwischen den Kontaktmitteln ein genügender Freiraum verbleibt um eine zufrieden stellende Schmierung der Wälzkörper zu erreichen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine dem Wälzkörper zugewandte Oberfläche wenigstens eines Kontaktmittels im Wesentlichen eben. Diese Oberfläche ist insbesondere für ein bordgeführtes Wälzlager geeignet. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine dem Wälzkörper zugewandte Oberfläche wenigstens eines Kontaktmittels wenigstens abschnittsweise gekrümmt oder gewinkelt. Diese Ausführungsform ist insbesondere für ein wälzkörpergeführtes Wälzlager geeignet. Dabei ist die Krümmung diese Kontaktmittels besonders bevorzugt auf die Krümmung des Wälzkörpers angepasst.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an wenigstens einem Steg und bevorzugt sind an allen Stegen Haltemittel, insbesondere Haltenasen und/oder Vorsprünge, angeordnet, die den Wälzkörper wenigstens zeitweise gegenüber dem Käfig halten.

Aus dem Stand der Technik bekannten Wälzkörperkäfige weisen oft einen großen Wälzkörperdurchhang auf, d. h. die Wälzkörper fallen innerhalb der Tasche durch die Schwerkraft nach unten. Die erwähnten Haltenasen bewirken, dass zumindest während der Erstmontage die Wälzkörper gegenüber dem Käfig gehalten werden. Daher sind die Haltenasen besonders bevorzugt filigran bzw. verformbar ausgeführt, so dass sich nach der Montage des Lagers nach einigen Lagerumdrehungen ein normales Betriebsspiel zwischen den Wälzkörpern und dem Käfig einstellt. Dies bedeutet, dass die Haltenasen nach wenigen Umdrehungen der Wälzkörper so stark abgenutzt oder verformt werden, dass sie eine weitere Bewegung der Wälzkörper in den Taschen nicht mehr behindern.

Besonders bevorzugt sind die Haltemittel, insbesondere die Haltenasen und/oder die Vorsprünge, an den Kontaktmitteln angeordnet. So können beispielsweise an den Kontaktmitteln bzw. Bereichen derselben wie den unteren Bereichen der Kontaktmittel Haltemittel vorgesehen sein. Es wäre jedoch auch möglich, die Haltemittel in Bereichen des Steges außerhalb der Kontaktmittel anzuordnen.

Bevorzugt erstrecken sich die Vorsprünge in Längsrichtung des Käfigs bzw. in Längsrichtung der Stege. Weiterhin kann bevorzugt vorgesehen werden, dass die Haltenase sich im Wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung des Stegs erstreckt und/oder in der Nähe oder an dem Vorsprung angeordnet ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Käfig aus einem Kunststoff hergestellt. Grundsätzlich ist die vorliegende Erfindung jedoch auch auf Käfige aus Metall anwendbar.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind in den zwischen den Stegen gebildeten Zwischenräumen jeweils Wälzkörper angeordnet. Diese bedeutet, dass zwischen den Borden eine vorgegebene Anzahl an Stegen verläuft und eine gleiche Anzahl von Wälzkörpern jeweils zwischen zwei benachbarten Stegen angeordnet ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein Steg und bevorzugt weisen sämtliche Stege entlang ihrer Längsrichtung Ausnehmungen auf. Durch diese Stegausnehmung wird einerseits die Elastizität des Stegs erhöht und auf der anderen Seite können gleichmäßige Querschnitte und damit eine reduzierte Eigenspannung erreicht werden. Daneben dienen die Ausnehmungen auch zur Gewichtsreduzierung.

Die Ausnehmungen sind vorzugsweise an den radial außen liegenden Flächen der Stege angeordnet.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein Bord verrippt. Diese Verrippung ist besonders bevorzugt an einer Außenfläche des Bords vorgesehen. Durch diese Verrippung wird ebenfalls die Steifigkeit des Bords und damit des gesamten Käfigs erhöht. Daneben können die Verrippungen bzw. die mit diesen Verrippungen einhergehenden Zwischenräume zwischen den Verrippungen zur Gewichtsreduzierung des Lagers beitragen. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in wenigstens einem Bord eine im Wesentlichen kreisförmige Nut angeordnet. Auch diese kreisförmige Nut ist vorzugsweise an einer Außenfläche des Bords vorgesehen. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine derartige Nut in beiden Borden vorzugsweise in deren Außenflächen vorgesehen. Auch durch diese Nut kann eine Erhöhung der Steifigkeit sowie eine Gewichtsreduzierung erreicht werden.

Vorzugsweise handelt es sich bei dem Lager um einen bordgeführtes Lager. In diesem Fall ist, wie oben gesagt, das Kontaktmittel mit einer im Wesentlichen ebenen Fläche ausgeführt. Bei einer anderen Ausführungsform handelt es sich bei dem Lager um ein wälzkörpergeführtes Lager. In diesem Falle ist die Kontaktfläche des Kontaktmittels im Wesentlichen gekrümmt ausgeführt.

Die vorliegende Erfindung ist ferner auf ein Radialwälzlager mit wenigstens einem Außenring einem Innenring und einer Vielzahl von zwischen dem Außenring und dem Innenring angeordneten Wälzkörpern gerichtet, wobei ein Käfig der oben beschrieben Art vorgesehen ist, in dessen Taschen die Wälzkörper geführt werden.

Vorzugsweise sind die Wälzkörper als Rollen, insbesondere Zylinderrollen, ausgeführt.

Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung:

Diese zeigt:

1 eine ausschnittsweise Darstellung eines erfindungsgemäßen Käfigs; und

2 eine ausschnittsweise Darstellung eines erfindungsgemäßen Käfigs in einer weiteren Ausführungsform.

1 zeigt einen erfindungsgemäßen Käfig 1. Dabei bezieht sich das Bezugszeichen 2 auf einen ersten Bord und das Bezugszeichen 3 auf einen zweiten Bord. Diese beiden Borde sind ringartig ausgeführt und parallel zueinander. Zwischen den beiden Borden 2 und 3 erstreckt sich eine Vielzahl von Stegen 5 im Wesentlichen senkrecht zu der Ebene der Borde. Dabei sind die Borde 2, 3 einteilig mit diesen Stegen ausgebildet. Die einzelnen Stege 5 sind im Wesentlichen gleichmäßig in Umfangsrichtung des Käfigs angeordnet.

Das Bezugszeichen 8 bezieht sich auf ein Kontaktmittel, dass an einer einem (nicht gezeigten) Wälzkörper, beispielsweise eine Rolle, insbesondere eine Zylinderrolle, zugewandten Oberfläche 5a des Stegs 5 angeordnet ist. Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform sind an allen Oberflächen 5a jeweils zwei Kontaktmittel angeordnet. Diese Kontaktmittel 8 sind im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet und erstrecken sich, wie in 1 gezeigt, entlang der gesamten Höhe H der einzelnen Stege 5.

Zwischen den beiden Kontaktmitteln 8a, 8b ist der Kontakt zwischen dem Wälzkörper und dem Steg unterbrochen. Ebenso ist in den Bereichen der Stege, die links von dem linken Kontaktmittel 8b bzw. rechts von dem rechten Kontaktmittel 8a dargestellt sind, der Kontakt zwischen den (nicht gezeigten) Wälzkörpern und dem Steg 5 unterbrochen. Wie oben ausgeführt wird durch diese Unterbrechung des Kontakts eine bessere Versorgung mit Schmierstoff erreicht. Auch wird die Rollenführung in der nicht belasteten Zone des Lagers verbessert.

Die Stege weisen bei der in 1 gezeigten Ausführungsform eine sich von radial innen nach radial außen vergrößernde Breite B auf. Die eigentliche Tasche 9, die durch jeweils zwei Stege 5 und die beiden Borde 2 und 3 gebildet wird, ist durch die Ausgestaltung der Stege 5 derart gebildet, dass deren Seitenräder im Wesentlichen senkrecht zueinander stehen.

Bei einer weiteren Ausführungsform sind die Stege selbst im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform weiten sich auch die Taschen 9 von innen nach außen auf.

Das Bezugszeichen 12 bezieht sich auf Haltemittel bzw. Haltenasen, die verhindern, dass die Wälzkörper beim Montierungsvorgang aus den Taschen fallen können. Diese Haltenasen 12 nutzen sich schnell im Laufe der Benutzung des Lagers ab. Die Haltenasen 12 sind an weiteren Haltemitteln, in diesem Fall Vorsprüngen 13, vorgesehen, die wiederum an den Kontaktmitteln 8 angeordnet sind. Die Vorsprünge 13 erfüllen damit ebenfalls die Funktion einer Wälzlagerinnenhalterung.

Die Vorsprünge 13 erstrecken sich in Längsrichtung des Käfigs bzw. in Längsrichtung der Stege 5. Sie verhindern ein Herausfallen der Wälzkörper und erfüllen außerdem eine Schnappfunktion bei Montage der Wälzkörper. Die Schnappfunktion ist je nach Führungstyp des Käfigs, d. h. Innenbord-, Außenbord- oder Wälzkörper geführter Käfig, von der Innen- als auch von der Außenseite des Käfigs denkbar. Diese Haltefunktion ist im Gegensatz zur Haltenase 12 dauerhaft ausgelegt.

Die Haltenasen 12 erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht zu der Längsrichtung der Stege. Durch diese Haltenasen 12 wird die Erstmontage und die Blindmontage erleichtert. Diese Halterung ist so ausgelegt, dass sie sich im Betrieb des Lagers abarbeitet.

Entsprechend wäre es auch möglich, die Vorsprünge 13 am oberen Rand der Kontaktmittel 8 anzuordnen und die Haltemittel entsprechend auch am oberen Rand der Kontaktmittel. In diesem Fall wirken die Haltemittel als Wälzkörperaußenhalterung.

Das Bezugszeichen 14 bezieht sich auf eine ringförmige Nut, die in den Außenflächen 3a des Bords 3 vorgesehen ist.

Das Bezugszeichen 7 bezieht sich auf einen Eckbereich der Tasche 9. Dieser Eckbereich ist abgerundet, wobei der Krümmungsradius dieser Abrundung an das Maß des Hervorstehens der jeweiligen Kontaktmittel 8 gegenüber dem Steg 5 angepasst ist. Genauer gesagt, ist der Krümmungsradius in den Eckbereichen 7 derart gewählt, dass der (nicht gezeigte) Wälzkörper diesen Eckbereich nicht kontaktiert. Das Bezugszeichen 6 bezieht sich auf eine in den einzelnen Stegen angeordnete Ausnehmung 6. Diese Ausnehmung 6 dient, wie oben erwähnt, dazu, die Elastizität des Steges zu verbessern. Daneben werden auch die Eigenspannungen wegen der gleichmäßigeren Querschnitte reduziert.

2 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lagerkäfigs. Der wesentliche Unterschied zu der in 1 gezeigten Ausführungsform besteht darin, dass bei der in 2 gezeigten Ausführungsform in den beiden Borden keine Ringnuten angeordnet sind, sondern stattdessen Verrippungen 11. Diese Verrippungen 11 dienen einerseits, wie oben erwähnt, der Gewichtsreduzierung und andererseits auch einer Erhöhung der Elastizität des Bords.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

1
Käfig
2
erster Bord
3
zweiter Bord
3a
Außenfläche des Bords
5
Steg
5a
dem Wälzkörper zugewandte Oberfläche des Stegs 5
6
Ausnehmung des Stegs
7
Eckbereich
8, 8a, 8b
Kontaktmittel
9
Tasche
11
Verrippung
12
Haltemittel
13
Vorsprung
14
Ringnut
H
Höhe des Stegs
B
Breite des Stegs


Anspruch[de]
Käfig für Wälzkörper mit einem ersten Bord (2), einem zweiten zu dem ersten Bord (2) im Wesentlichen parallelen Bord (3), einer Vielzahl von im Wesentlichen zueinander parallelen Stegen (5), die zwischen dem ersten Bord (2) und dem zweiten Bord (3) angeordnet und mit beiden Borden (2, 3) verbunden sind, wobei in Taschen (9) zwischen den Stegen (5) Wälzkörper angeordnet werden können, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steg (5) derart ausgeführt ist, dass ein Kontakt zwischen diesem Steg (5) und dem Wälzkörper in Längsrichtung dieses Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist. Käfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steg (5) derart ausgeführt ist, dass der Kontakt zwischen diesem Steg (5) und dem Wälzkörper im Wesentlichen entlang der gesamten Höhe dieses Stegs (5) auftreten kann. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Steg Kontaktmittel (8) vorgesehen sind, die in Kontakt mit dem Wälzkörper stehen, wobei diese Kontaktmittel derart angeordnet sind, dass der Kontakt zwischen dem Steg (5) und dem Wälzkörper in Längsrichtung des Stegs wenigstens einmal unterbrochen ist. Käfig nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich wenigstens ein Kontaktmittel (8) im Wesentlichen über die gesamte Höhe des Stegs erstreckt. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 3-4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Kontaktmittel (8) an einer dem Wälzkörper zugewandten Oberfläche (5a) des Stegs (5) angeordnet ist. Käfig nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Kontaktmittel (8) an den den Wälzkörpern zugewandten Oberflächen (5a) einer Vielzahl von Stegen (5) angeordnet sind. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 5-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktmittel (8) gegenüber der den Wälzkörpern zugewandten Oberflächen (5a) erhaben sind. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 3-7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Kontaktmittel (8) eine im Wesentlichen rechteckförmige Gestalt aufweist. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Wälzkörper zugewandte Oberfläche wenigstens eines Kontaktmittels (8) im Wesentlichen eben ist. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Wälzkörper zugewandte Oberfläche wenigstens eines Kontaktmittels (8) wenigstens abschnittsweise gekrümmt und/oder gewinkelt ist. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Steg (5) und bevorzugt an allen Stegen Haltemittel, insbesondere eine Haltenase (12) und/oder ein Vorsprung (13), angeordnet sind, die die Wälzkörper wenigstens zeitweise gegenüber dem Käfig halten. Käfig nach Anspruch 11, dass die Haltemittel, insbesondere die Haltenasen (12), derart filigran bzw. verformbar ausgeführt sind, dass sich nach einigen Lagerumdrehungen ein normales Betriebsspiel zwischen den Wälzkörpern und dem Käfig einstellt. Käfig nach wenigstens einem der Ansprüche 11-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (12, 13) an den Kontaktmitteln (8) angeordnet sind. Käfig nach wenigstens einem der Ansprüche 11-13, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltenase (12) in der Nähe oder an dem Vorsprung (13) angeordnet ist. Käfig wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig aus einem Kunststoff hergestellt ist. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den zwischen den Stegen (5) gebildeten Zwischenräumen jeweils Wälzkörper angeordnet sind. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steg (5) und bevorzugt sämtliche Stege (5) entlang ihrer Längsrichtung Ausnehmungen (6) aufweisen. Käfig nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (6) an einer radialen Außenfläche der Stege (5) angeordnet sind. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bord (2, 3) verrippt ist. Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem Bord (2, 3) eine im Wesentlichen kreisförmige Nut angeordnet ist. Radialwälzlager mit wenigstens einem Außenring einem Innenring und einer Vielzahl von zwischen dem Außenring und dem Innenring angeordneten Wälzkörpern und einem Käfig nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche. Radialwälzlager nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper als Rollen, insbesondere Zylinderrollen, ausgebildet sind. Radialwälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager ein bordgeführtes Wälzlager ist. Radialwälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wälzlager ein wälzkörpergeführtes Wälzlager ist.






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