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Dokumentenidentifikation DE102006052527A1 24.05.2007
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen personalisierter Dokumente
Anmelder ProCard GmbH, 99819 Marksuhl, DE
Erfinder Koch, Matthias, 99834 Gerstungen, DE;
Gebhardt, Bernd, 36433 Moorgrund, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 06.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006052527
Offenlegungstag 24.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse B42D 15/10(2006.01)A, F, I, 20061106, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06K 19/07(2006.01)A, L, I, 20061106, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zur Herstellung verschlüsselter Dokumente (2), z. B. Pässe, Führerscheine und Kreditkarten. Das Verschlüsseln von Dokumenten (2) erfolgt, indem individuelle (persönliche) Daten aus einer Datenbank (11) einmalig und unverwechselbar jeweils einem Dokument (2) zugeordnet werden. Die Zuordnung erfolgt durch Identifizieren, Perforieren und/oder Personalisieren und Verifizieren. Das hier beschriebene Verfahren sowie die entsprechende Vorrichtung (1) zeichnen sich dadurch aus, dass Daten aus einer Datenbank (11) einzelnen Dokumenten in unterschiedlichen Formaten zugeordnet werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen personalisierter Dokumente, die versteckte und/oder verschlüsselte Sicherheitsmerkmale aufweisen, wie insbesondere Pässe, Führerscheine oder Kreditkarten. Die Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zum Herstellen derartiger personalisierter Dokumente.

Personalisierte Dokumente gehören zu einer einzigen Person. Um Missverständnisse und Fehler zu vermeiden, müssen die Dokumente sorgfältig personalisiert und/oder individualisiert sein. Besagte Personalisierung oder Individualisierung kann auf verschiedenen Sicherheitsstufen ausgeführt werden oder mit verschiedenen Sicherheitsformaten, z.B. ISO – standardisierten Sicherheitsformate ID01 (untere Sicherheitsstufe) – z.B. für Kreditkarten und Fahrerlaubnisse – und ID03 (höhere Sicherheitsstufe) – z.B. für Personalausweise und Pässe.

Das Verschlüsseln der zu personalisierenden Dokumente erfolgt dabei, indem individuelle (persönliche) Daten aus einer Datenbank einmalig und unverwechselbar jeweils einem Dokument zugeordnet werden. Die Zuordnung erfolgt durch die Prozesse: Identifizieren, Perforieren und/oder Personalisieren und Verifizieren. Die bisher bekannten Verfahren und Vorrichtungen ordnen dabei die Daten immer einem Dokument im immer gleichen Format (z.B. ID-1, ID-2, ID-3 oder Sonderformaten) zu.

Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine verbesserte oder zumindest eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Herstellen personalisierter Dokumente anzugeben, welche sich insbesondere durch eine hohe Flexibilität auszeichnet.

Gelöst wird dieses Problem erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Unteransprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine Vorrichtung zum Herstellen personalisierter Dokumente so auszubilden, dass sich mit dieser – ohne aufwendigen Umbau – Dokumente mit verschiedenen Sicherheitsstandards herstellen lassen. Auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die im weiteren auch „LP3000" genannt werden kann, werden Dokumente im ID-3 Format (125 × 88 mm2) identifiziert, perforiert und/oder personalisiert und verifiziert. Auf der gleichen Vorrichtung werden Dokumente im ID-1 Format identifiziert, personalisiert und verifiziert. Dabei verfügt die Vorrichtung über jeweils eine einfach oder mehrfach angeordnete technologische Bearbeitungseinheit für jeweils beide Formate sowie über zwei parallele Transportsysteme für die unterschiedlichen Formate.

Die Personalisierung und/oder Perforation und/oder Identifizierung und/oder Verifizierung erfolgen in einem Verschlüsselungsverfahren, welches es erlaubt, eine einheitliche Datenbank zu verwenden.

Ein erster Teil der Vorrichtung (LP3000) besteht – hier beispielhaft für Pässe dargestellten – aus einer Passzuführung, einer Passidentifizierung, einer Station für das Öffnen der Passdeckel, einer Station für das Laserpersonalisieren, einer Station für das Schließen des Passes und einer Ausgabestation für die Pässe. Verschiedene Optionen sind zur Auswahl verfügbar. Die zu verschlüsselnden Pässe werden automatisch während des Transportes geöffnet. Beide Seiten des geöffneten Passes können verschlüsselt werden. Speziell die Inhaber-Seite des e-Passes werden mit einem Laser graviert. Optional können die Papierseiten mittels Inkjet (Text, Barcode, Logo, etc.) verschlüsselt werden. Der Pass kann mit einem speziellen Lasersystem perforiert werden.

Der Durchsatz einer solchen Vorrichtung (Verschlüsselungsanlage) wird maßgeblich von der Chipverschlüsselungszeit bestimmt. Für längere Chipverschlüsselungszeiten steht ein hoch entwickelter Kontaktierturm zur Verfügung, der mehrere Chips parallel verschlüsselt. Der Vorteil der Vorrichtung besteht darin, dass durch die Modularität ein einfaches Hinzufügen von Verschlüsselungseinrichtungen möglich ist.

Ein zweiter Teil der Vorrichtung (LP3000) enthält ein Transport-System für ID-Karten mit einer Chipverschlüsselungsstation, einer Kartenzuführung und einer Kartenausgabe mit Ausschuss-Box. Die Station für das Laserpersonalisieren kann leicht für die Pass- oder ID-Karten durch Justage der Station genutzt werden.

Die hoch flexible Vorrichtung (LP 3000) benötigt nur ein Daten-Management-System für verschiedene Arten von Dokumenten und kombiniert zusätzlich alle Vorteile von Einzelvorrichtungen, wie beispielsweise der MS350 und das LP2000-System.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist die Vorrichtung zumindest eine erste und eine zweite Produktionseinrichtung auf, wobei die erste Produktionseinrichtung so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente mit einem ersten Sicherheitsformat herstellen kann, während die zweite Produktionseinrichtung so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente mit einem, im Vergleich zum ersten Sicherheitsformat, geringeren zweiten Sicherheitsformat/-standard herstellen kann. Hierdurch lassen sich personalisierte Dokumente unterschiedlicher Sicherheitsstufen einfach auf ein und derselben Vorrichtung erstellen.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bestandteile beziehen.

Dabei zeigen, jeweils schematisch,

1 eine Ansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung,

2 bis 5 eine Darstellung wie in 1, jedoch aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven und ohne verkleidende Gehäuseteile,

6 und 7 eine Laser bei der Bearbeitung eines zu personalisierenden Dokuments,

8 eine Detailansicht aus 5,

9 ein Bearbeitungsschemata mit je nach Format der zu personalisierenden Dokumente auszuwählenden Bearbeitungsschritte,

10a bis 10a3 ein möglicher Verfahrensablauf zum Herstellen der personalisierten Dokumente,

11 ein Schema zu einer möglichen Auftragsbearbeitung/-verwaltung aus einer Datenbank,

12 ein mögliches Schema zur Datenspeicherung bzw. zu einem Datenabgleich beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung personalisierter Dokumente,

13 eine mögliche Netzwerkkonfiguration.

Entsprechend den 1 bis 5 werden auf einer Vorrichtung 1 („LP3000") Dokumente im ID-3 Format (125 × 88 mm2) identifiziert, perforiert und/oder personalisiert. Auf der gleichen Vorrichtung 1 werden Dokumente im ID-1 Format identifiziert und personalisiert. Dabei verfügt die Vorrichtung 1 über jeweils eine einfach oder mehrfach angeordnete technologische Bearbeitungseinheit für jeweils beide Formate sowie über zwei parallele Transportsysteme für die unterschiedlichen Formate. Die Personalisierung und/oder Perforation und/oder Identifizierung und/oder Verifizierung erfolgen in einem Verfahren, welches es ermöglicht, eine einheitliche Datenbank zu verwenden.

Die nachstehend erläuterten Darstellungen zeigen eine Basiskonfiguration sowie eine Auswahl an üblichen Optionen.

Entsprechend den 1 bis 5 ist eine Vorrichtung 1 zum Herstellen personalisierter Dokumente 2 dargestellt, wobei die Dokumente 2 versteckte und/oder verschlüsselte Sicherheitsmerkmale aufweisen. Als personalisierte Dokumente 2 kommen hierbei insbesondere Pässe, Führerscheine oder Kreditkarten in Betracht. Erfindungsgemäß ist dabei die Vorrichtung 1 so ausgebildet, dass sie zumindest zwei Dokumente 2 mit unterschiedlichen Sicherheitsformaten/-stufen herstellen kann.

Die Vorrichtung 1 umfasst dabei zumindest eine erste und zweite Produktionseinrichtung 3, 4, wobei die erste Produktionseinrichtung 3 so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente 2 mit einem ersten Sicherheitsformat herstellen kann, während die zweite Produktionseinrichtung 4 so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente 2 mit einem, im Vergleich zum ersten Sicherheitsformat, geringeren zweiten Sicherheitsformat herstellen kann. Dabei weisen die erste Produktionseinrichtung 3 und die zweite Produktionseinrichtung 4 jeweils eine eigene Produktionsstation 5, 6 auf.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dabei mindestens eine Produktionsstation (5, 6) beiden Produktionseinrichtungen (3, 4) zugeordnet oder zuordenbar. Eine Zuordnung erfolgt dabei derart, dass die zumindest eine, beiden Produktionseinrichtungen 3, 4 zugeordnete oder zuordenbare Produktionsstation 5, 6 so ausgebildet ist, dass sie zwischen einer ersten Bedienposition, welche der ersten Produktionseinrichtung 3 zugeordnet ist, und einer zweiten Bedienposition, welche der zweiten Produktionseinrichtung 4 zugeordnet ist, ausgetauscht, erweitert oder versetzt werden kann.

Dabei kann diejenige Produktionsstation 5, 6, welche beiden Produktionseinrichtungen 3, 4 zugeordnet oder zuordenbar ist, beispielsweise als eine Laser-Gravurstation 7, als eine Station 8 zur Verarbeitung, Erstellung oder Erkennung von biometrischen Signalen, als eine Station 9 zur optischen Prüfung und/oder zur Identifizierung visueller Informationen des Dokuments 2 oder als eine Station 10 zur kontaktlosen Personalisierung der Dokumente 2 sein.

Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 durch Software gesteuert sein, wobei sich insbesondere die beiden Produktionseinrichtungen 3, 4 einfach kontrollieren bzw. steuern lassen.

Wie eingangs erwähnt, lassen sich mit der Vorrichtung 1 zumindest zwei unterschiedliche Dokumente 2 mit unterschiedlichen Sicherheitsformaten/-stufen herstellen, wobei sich hinter derartigen Sicherheitsstufen insbesondere eine ID01 sowie eine ID03 Sicherheitsstufe verbergen. Dabei lassen sich mit der ersten Produktionseinrichtung 3 insbesondere ID03-Dokumente herstellen, also z.B. Personalausweise oder Pässe, während sich mit der zweiten Produktionseinrichtung 4 insbesondere ID01-Dokumente herstellen lassen, also z.B. Führerscheine oder Kreditkarten. Selbstverständlich können dabei die erste und/oder die zweite Produktionseinrichtung 3, 4 modular aufgebaut sein.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 lassen sich somit personalisierte Dokumente 2, 2' herstellen, wobei bei der Herstellung individuelle personenbezogene Daten einer Datenbank 11, insbesondere einer elektronischen Datenbank, entnommen und dem zu personalisierenden Dokument 2, durch identifizieren, perforieren und/oder personalisieren und verifizieren zugeordnet werden können. Die aus der Datenbank 11 entnommenen Daten werden dabei einzelnen Dokumenten 2, 2' in unterschiedlichen Formaten zugeordnet.

In 6 ist dabei beispielsweise eine Laser-Gravurstation 7 oder eine Station 8 für biometrische Erkennungsmerkmale gezeigt.

In 7 ist eine Laser-Gravurstation 7 beim Eingravieren eines Namens gezeigt. Derartige Stationen 6, 7 sind insbesondere auch in 8 gezeigt.

In 9 ist ein System zum Datenmanagement gezeigt, das Daten je nach Sicherheitsformaten/-stufen einzelnen Bearbeitungsstationen zuordnet.

Die zu bearbeitenden Aufträge enthalten Daten wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, Kontonummer, Gültigkeit, Ausstellungsstelle, usw. Diese Daten werden unabhängig vom Sicherheitsformat/-stufe in der Datenbank verwaltet und je nach Bearbeitung in Auftragsdateien umgewandelt (Auftrag.ain, Auftrag.pin). Die Produktionskontrolle entscheidet je nach Sicherheitsformat/-stufe, welche Bearbeitungsschritte ausgeführt werden und steuert über eine SPS die Stationen an. Dabei gibt es Stationen mit und ohne Datenkommunikation. Eine Rückmeldung über die durchgeführten Bearbeitungsschritte an den Dokumenten mit unterschiedlichem Sicherheitsformat/-stufe erfolgt über die Produktionskontrolle. Damit ist das Erstellen von Nacharbeitsaufträgen für Dokumente möglich.

In den 10a bis 10a3 sind nun einzelnen, mögliche Fertigungsschritte zum Herstellen personalisierter Dokumente 2, hier am Beispiel von Pässen und Karten, gezeigt, welche versteckte und/oder verschlüsselte Sicherheitsmerkmale aufweisen.

Beginnend mit 10a ist eine Passzuführung gezeigt, welche aus einer nicht dargestellten Ausgabestation Pässe entsprechend des jeweiligen Arbeitsfortschrittes auf einem Transportband platziert. Dabei steht üblicherweise eine Ausgabestation für ca. 80 Dokumente 2, insbesondere Pässe zur Verfügung. Denkbar ist hierbei auch eine Erweiterung eines nicht gezeigten Pass bzw. Dokumentenschachtes für weitere 80 Dokumente 2, wodurch sich die Häufigkeit der Dokumentenzuführung verringert.

In 10b ist eine Öffnungsstation für eine Dokumentenseite gezeigt, welche im wesentlichen aus einem Servomotor, einem speziellen Vakuumgreifer sowie einem Kontrollsystem besteht. Die Öffnungsstation kann dabei entsprechend einer detaillierten Spezifikation des Kundens implementiert werden. Die Bewegung des Vakuumgreifers ist programmierbar in Y und Z-Richtung und darüber hinaus auf unterschiedliche Arten von Seiten-/Einbandmaterialien ausrichtbar.

Gemäß 10c wird das Dokument 2 in einer weiteren Station in der Mitte geöffnet, wobei hierbei ein Spalt in der Mitte eines geschlossenen Dokuments 2, zwei Millimeter betragen sollte.

In 10d ist eine zweite Laser-Gravurstation 7' gezeigt, welche zum mehrfachen Eingravieren eines Laserbildes auf einer Datenseite des Dokuments ausgebildet ist. Eine derartige zweite Laser-Gravurstation 7' kann beispielsweise einen diodengepumpten YAG-Laser, ein internes Laser-Kühlungssystem, eine Station zum Bewegen der Dokumentenseiten mit einem Antriebsmechanismus, ein spezielles Dokumenten-Befestigungssystem, einen manuellen Größenabgleich sowie eine Einhausung mit Anschluss für eine Absaugung umfassen.

10e zeigt eine Laser-Gravurstaub-Absaugung, insbesondere für den YAG-Laser.

In 10f ist eine Station für eine mehrfache Laser-Gravur einer Datenseiten des zu personalisierenden Dokumentes 2 gezeigt, welche vorzugsweise aus einer Station für eine Bewegung der Dokumenten-Seiten und einem Antriebsmechanismus sowie einem Dokumenten-Befestigungssystem besteht.

In 10g ist eine Laser-Pervorationstation gezeigt, welche beispielsweise einen CO2-Laser mit einer Anzeigestation und einer Verbindung zu einer externer Perforationsstaub-Absaugung aufweist. Eine derartige Perforationsstaub-Absaugung ist beispielsweise in 10h gezeigt, wobei diese in einem automatischen und kontinuierlichen Prozess betrieben werden kann.

10i und 10j zeigen eine Station, bei welcher eine Daten-Verifizierung durchgeführt wird, d.h. es werden die vom Laser eingravierten Bilddaten mit gespeicherten Bilddaten anhand einer Kamera verglichen. Ebenso kann in dieser Station auch eine Qualitätsprüfung durchgeführt werden, indem gespeicherte Musterdaten mit dem bearbeitenden Daten verglichen werden (Grauwerterkennung). Denkbar ist hierbei auch eine Qualitätskontrolle hinsichtlich programmierter Kriterien unter Zuhilfenahme einer hochauflösenden Kamera und unter spezieller Beleuchtung.

In 10k ist eine Druckerstation gezeigt, bei welcher im sogenannten „Inkjet"-Verfahren eine Personalisierung der einzelnen Dokumenten-Seiten unter Benutzung spezieller Tinte erfolgt. Hierbei können insbesondere Nummerierung, Texte, Schriftzeichen, Barcodes oder ähnliches aufgebracht werden.

In 10l ist eine Nummerierungsstation gezeigt, bei welcher eine Nummerierung des zu personalisierenden Dokumentes 2 durch mechanisches Stanzen erfolgt.

Die 10m bis 10o zeigen unterschiedliche Verschlüsselungstürme, wobei die 10m einen Verschlüsselungsturm für eine doppelte kontaktlose Chipverschlüsselung inklusive eines Dokumenten-Transfer-Systems zeigt, während die 10n und 10o jeweils eine mehrfache kontaktlose Chip-Verschlüsselung zeigen.

In 10p ist eine Station gezeigt, bei welcher auf die wieder geschlossenen Dokumente 2 rückseitig Etiketten, beispielsweise mit einem Barcode, angebracht werden.

10q zeigt eine Drehstation, wobei ein Auswerfermodul Dokumente 2 mit guter Qualität in einen Stapler aufnimmt, sobald fünf Dokumente 2 um 180° gedreht wurden. Die Drehstation umfasst dabei einen Auswurf-Modul-Stapler sowie vorzugsweise eine Drehstation für 20 Dokumente 2.

10r zeigt eine Einbandstation, bei welcher 30 Dokumente 2 automatisch verpackt werden.

In 10s ist eine Kartenausrichtungskontrolle gezeigt, bei welcher eine korrekte Ausrichtung der Dokumente 2, hier in Form von Karten, insbesondere Kreditkarten, mittels eines Sensors kontrolliert wird. Der Sensor erkennt dabei falsch gestapelte Karten anhand des Auslesens von vorgedruckten Merkmalen.

Die 10t bis 10w zeigen jeweils Personalisierungsstationen, wobei entweder 4, 8, 12 oder 16 Kontaktierköpfe auf einer Station vorgesehen sind, um die jeweils gleiche Anzahl an Dokumenten gleichzeitig zu personalisieren.

In 10x ist eine Station zum Kartenwenden gezeigt, um auch eine Rückseite der Karte, insbesondere der Kreditkarte, personalisieren zu können.

In den 10y und 10z sind nochmals Druckerstationen, die diesmal für Dokumente 2 in Form von Karten, insbesondere Kreditkarten, gezeigt, die unter Benutzung spezieller Tinte erfolgt. Eine Personalisierung kann dabei beispielsweise eine Nummerierung, Texte, Zeichen, Strichcodes oder ähnliches umfassen. In 10z wird das zu personalisierende Dokument 2 in vertikaler Richtung bedruckt.

10a1 zeigt eine MLI-Lasergravurstation mit einer Bearbeitungseinheit für eine Lasergravur von „Multible Laser Image" (MLI).

In 10a2 ist eine Station für eine Tele-Diagnose-Einheit gezeigt, welche eine Fern-Fehlerdiagnose durch ein Service-Team unter Nutzung einer speziellen Software und eines speziellen Modems ermöglicht.

Schließlich zeigt die 10a3 eine Daten-Management-System-Schnittstelle, welche eine Hardware- und eine Softwareschnittstelle für zusätzliche Einheiten, wie z.B. eine der vorgenannten Stationen bildet.

In 11 ist ein Schema zu einer möglichen Auftragsbearbeitung/-verwaltung aus einer Datenbank gezeigt. Aufträge aus einer Datenbank werden automatisch erstellt. Des Weiteren werden Nacharbeitsdateien aus dem Datenmanagement System gemäß 9 automatisch erstellt.

In 12 ist eine Möglichkeit eines Datenabgleichs gezeigt, bei welcher beginnend mit der Auftragsbearbeitung/-Verwaltung bzw. mit einem Auftragseingang dieser an einen ersten Server übermittelt wird. Zum Abgleich bzw. zur Speicherung dieser auftragsrelevanten Daten ist ein zweiter Server vorgesehen, welcher ein Speicherabbild des ersten Servers bildet.

13 soll verdeutlichen, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 vorzugsweise vollständig in ein Software-Netzwerk integriert werden kann.


Anspruch[de]
Vorrichtung (1) zum Herstellen personalisierter Dokumente (2), die versteckte und/oder verschlüsselte Sicherheitsmerkmale aufweisen, wie insbesondere Pässe, Führerscheine oder Kreditkarten, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) so ausgebildet ist, dass sie zumindest zwei Dokumente (2) mit unterschiedlichen Sicherheitsformaten/-stufen herstellen kann. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

– dass die Vorrichtung (1) zumindest eine erste und eine zweite Produktionseinrichtung (3, 4) aufweist,

– wobei die erste Produktionseinrichtung (3) so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente (2) mit einem ersten Sicherheitsformat herstellen kann,

– wobei die zweite Produktionseinrichtung (4) so ausgebildet ist, dass sie personalisierte Dokumente (2) mit einem, im Vergleich zum ersten Sicherheitsformat, geringeren zweiten Sicherheitsformat herstellen kann.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Produktionseinrichtung (3, 4) jeweils zumindest eine eigene Produktionsstation (5, 6) aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Produktionsstation (5, 6) beiden Produktionseinrichtungen (3, 4) zugeordnet oder zuordenbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine, beiden Produktionseinrichtungen (3, 4) zugeordnete Produktionsstation (5, 6) so ausgebildet ist, dass sie zwischen einer ersten Bedienposition, die der ersten Produktionseinrichtung (3) zugeordnet ist, und einer zweiten Bedienposition, die der zweiten Produktionseinrichtung (4) zugeordnet ist, ausgetauscht, erweitert oder versetzt werden kann. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die zumindest eine Produktionsstation (5, 6), die beiden Produktionseinrichtungen (3, 4) zugeordnet ist, eine der folgenden Stationen ist:

– eine Laser-Gravurstation (7) oder

– eine Station (8) zur Verarbeitung, Erstellung oder Erkennung von biometrischen Signalen (z.B. Fingerabdruck oder Iris-Abbild), oder

– eine Station (9) zur optischen Prüfung und/oder zur Identifizierung visueller Informationen des Dokumentes, oder

– eine Station (10) zur kontaktlosen Personalisierung von Dokumenten.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

– dass die Vorrichtung (1) softwaregesteuert ist,

– dass sich mittels der Software mindestens zwei Produktionseinrichtungen (3, 4) kontrollieren lassen.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich mit der ersten Produktionseinrichtung (3) ID03-Dokumente herstellen lassen, z.B. Personalausweise, Pässe, während sich mit der zweiten Produktionseinrichtung (4) ID01-Dokumente herstellen lassen, z.B. Führerscheine, Kreditkarten. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Produktionseinrichtung (3, 4) modular ausgestaltet sind. Verfahren zum Herstellen personalisierter Dokumente (2), die versteckte und/oder verschlüsselte Sicherheitsmerkmale aufweisen, wie insbesondere Pässe, Führerscheine oder Kreditkarten, mit einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass individuelle personenbezogene Daten einer Datenbank (11) entnommen und dem zu personalisierenden Dokument (2) durch Identifizieren, Perforieren und/oder Personalisieren und Verifizieren zugeordnet werden. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Datenbank (11) entnommenen Daten einzelnen Dokumenten (2) in unterschiedlichen Formaten zugeordnet werden.






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