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Dokumentenidentifikation DE202007000183U1 24.05.2007
Titel Fräskopf inklusiv Fräsbalken mit negativem Spanwinkel für Elektroden / Elektrodenkappen
Anmelder AEG SVS Schweißtechnik GmbH, 45475 Mülheim, DE
DE-Aktenzeichen 202007000183
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 05.01.2007
IPC-Hauptklasse B23C 5/02(2006.01)A, F, I, 20070105, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23K 11/36(2006.01)A, L, I, 20070105, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf einen Fräsbalken für eine Spanneinrichtung, insbesondere einen Elektrodenfräskopf, mit einem mindestens eine Hauptschneide, eine Spanfläche und eine Freifläche aufweisenden Schneidteil, wobei eine Hauptschneide jeweils als Kante einer Spanfläche mit einer angrenzenden Freifläche ausgebildet ist und mit einem aus Fräsbalkenseitenflächen gebildeten Klemmteil, wobei die mindestens eine Spanfläche durch eine Fräsbalkenseitenfläche direkt oder als Ausnehmung in einer Fräsbalkenseitenfläche ausgebildet ist und jede an die mindestens eine Spanfläche angrenzende Freifläche um einen vom zu bearbeitenden Material abhängigen Winkel von der zugeordneten Hauptschneide abfallend auf die der Spanfläche gegenüberliegende Fräsbalkenseitenfläche zu verläuft. Weiterhin richtet sich die Erfindung auf die Ausgestaltung des Fräsbalkens in der Art, dass der Materialabtrag bei der Bearbeitung benutzter Elektroden oder Elektrodenkappen im Bereich der Elektroden- oder Elektrodenkappenspitzen ausreicht, die verwendungsgemäße Ausgestaltung der Elektroden- oder Elektrodenkappenspitzen sicherzustellen andererseits der Materialabtrag minimiert wird. Gleichzeitig bleibt die Bearbeitung der Elektrode oder Elektrodenkappe durch mindestens ein radial in die Aufnahme ragendes Flankenfräsmesser nach heutigem Stand der Technik unverändert. Weiterhin richtet sich die Erfindung auf einen Elektrodenfräskopf mit mindestens einer darin ausgebildeten, Stützflächen aufweisenden Elektrodenkappenaufnahme, umfassend ein Oberteil, ein Unterteil und mindestens einen zwischen Ober- und Unterteil klemmend gehaltenen Fräsbalken, der mindestens eine Spanfläche, mindestens eine Freifläche und mindestens eine als Kante einer Spanfläche mit einer angrenzenden Freifläche gebildete Hauptschneide aufweist, wobei die mindestens eine Hauptschneide in die Elektrodenkappenaufnahme hineinragt.

Bei dem zu den Widerstandsschweißverfahren zählenden Punkt- oder Kontaktschweißen werden Elektroden oder Elektrodenkappen verwendet, deren Spitze zur Gewährleistung eines einwandfreien Schweißvorganges zu einer planen bzw. glattflächigen Spitzenfläche ausgeformt sein muss. Zur Bearbeitung der Elektrodenspitzen bzw. Elektrodenkappen werden Elektrodenfräsköpfe verwendet. Diese weisen Messer bzw. Schneidkanten auf, mit denen die Elektrodenspitzen bzw. Elektrodenkappen in die gewünschte Oberflächenform gebracht werden. Nach mehreren Schweißvorgängen abgenutzte Elektrodenspitzen oder Elektrodenkappen werden in derartigen Elektrodenfräsköpfen für einen erneuten Einsatz wieder aufgearbeitet und angefast. Zur Bearbeitung der Elektrodenspitze bzw. der Elektrodenkappenspitze weisen die Elektrodenfräsköpfe eine Elektrodenkappenaufnahme auf, in der die Schneidwerkzeuge angeordnet sind. Dies können zum einen sog. Flankenfräsmesser sein, die radial in die Aufnahme hineinragen. Es können aber auch so genannte Fräsbalken oder Balkenmesser vorgesehen sein, die im Grunde der Aufnahme angeordnet sind und mit einer Schneidkante in die Aufnahme hineinragen. Ebenso ist es bekannt, in einem Fräskopf sowohl einen Fräsbalken als auch ein Flankenfräsmesser zur Bearbeitung der Elektrodenspitze oder Elektrodenkappe vorzusehen. Nachteilig bei dem bisherigen Stand der Technik ist es, dass in einem Arbeitszyklus jeweils ein großer Materialabtrag an der Elektrode oder Elektrodenkappe realisiert wird, wodurch die Elektrode oder Elektrodenkappe in Ihrer Standmenge sehr begrenzt wird. Eine bearbeitete Elektroden- oder Elektrodenkappenspitze besteht aus einem einen Durchmesser D1 aufweisenden Spitzenabschnitt und einem daran nach außen auf die Zylinderaußenfläche der Elektrode oder Elektrodenkappe abfallenden Flankenabschnitt. Je nach Anwendungszweck und Elektroden- bzw Elektrodenkappengröße ist der Durchmesser D1 der Spitzenfläche unterschiedlich ausgebildet. Bei Kombination eines Fräsbalkens mit einem Flankenfräsmesser muss für jeden gewünschten Durchmesser D1 eine spezielle Kombination von Fräsbalken und Flankenfräsmesser eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass bei jedem Durchmesserwechsel ein Wechsel des Elektrodenfräskopfes oder zumindest der Einsatz unterschiedlicher Messer notwendig ist, obwohl die Elektrodenkappenaufnahme die Einführung und Bearbeitung von Elektroden bzw. Elektrodenkappen unterschiedlichen Durchmessers erlauben würde.

Ein gattungsgemäßer Fräsbalken und ein gattungsgemäßer Elektrodenfräskopf sind aus der EP-A-0804986 bekannt. Aus dieser Druckschrift ist ein Fräsbalken mit Hauptschneiden, Spanflächen und daran jeweils angrenzenden Freiflächen bekannt, der in einem Elektrodenfräskopf zwischen Ober- und Unterteil klemmend fixiert wird sowie zusätzlich mit einem zur Bearbeitung der Flanken- bzw. Seitenbereiche einer Elektrode oder Elektrodenkappe mit einem Flankenfräsmesser kombiniert werden kann, das ebenfalls in dem Elektrodenfräskopf angeordnet ist. Auch bei diesem Stand der Technik ist es notwendig, das Flankenfräsmesser und/oder den Fräsbalken auszuwechseln, wenn beispielsweise der Boden oder Spitzenbereich einer Elektrode mit einem kleineren Durchmesser D1 bearbeitet werden soll und das Flankenmesser mit seiner Schneidkante radial näher an die Rotationsachse des Elektrodenfräskopfes heranreichen soll.

Darauf aufbauend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Ausgestaltung und Positionierung des Fräsbalkens und des Flankenfräsmessers so auszuführen, dass die erforderliche Aufarbeitung der Elektrode oder Elektrodenkappe mit einem Minimum an Materialabtrag realisiert werden kann.

Bei einem Fräsbalken der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Querschnitt des Fräsbalkens so gewählt wird, dass sich eine Schneidengeometrie mit negativem Spanwinkel einstellt. Dabei kann die Schneidkante als scharfe Kante, Fase, Radius oder einer beliebigen Kombination daraus ausgebildet sein. Die beschriebene Schneidengeometrie wird in einfachster Form durch ein auf einer Ecke stehendes Quadrat als Querschnitt für den Fräsbalken erreicht (siehe Zeichnung). In der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Fräsbalkens ist aber auch jede andere Querschnittsform denkbar, die dazu geeignet ist, die beschriebene Schneidengeometrie auszubilden.

Hierdurch wird ein Fräsbalken geschaffen, der aufgrund seiner Schneidengeometrie die Abtragsleistung im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen reduziert, und so die Standmengen der Elektroden oder Elektrodenkappen erhöht.

Ist der Querschnitt des Fräsbalkens in Form und Abmessungen über die gesamte Länge des Fräsbalkens konstant, so bildet sich als Aufarbeitungsergebnis an der Elektroden- oder Elektrodenkappenspitze eine plane Fläche aus. Die Erfindung sieht vor, den Querschnitt des Fräsbalkens, in Abhängigkeit der geforderten Geometrie der Elektroden- oder Elektrodenkappenspitze, über die Länge zu variieren.

In zweckmäßiger Ausgestaltung des Fräsbalkens sieht die Erfindung vor, dass zur sicheren Klemmung des Fräsbalkens zwischen Oberteil und Unterteil im Fräskopf der Querschnitt an den Enden des Fräsbalkens konstant ausgeführt wird.

Die zentrale Positionierung eines Flankenfräsmessers wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass eine Aussparung in das radial in den Fräskopf ragende Ende des Flankenfräsmessers eingebracht wird, die dem Negativ der den Flankenfräsmesser zugewandten Profils des Fräsbalkens entspricht.

In die in das Flankenfräsmesser eingebrachte Aussparung kann der Fräsbalken eintauchen. Durch diese erfindungsgemäße Ausführung des Flankenfräsmessers kann dieses zentral im Fräskopf positioniert werden ohne den Querschnitt des Fräsbalkens zu schwächen.

Eine hinsichtlich der Geometrie der zu verwendenden Flankenfräsmesser sowie der Einsatzpositionen eines jeweiligen Fräsmessers besonders günstige Ausgestaltung ergibt sich dann, wenn das Flankenfräsmesser radial unterschiedlich, jeweils einen anderen radialen Abstand seines oder seiner schneidaktiven Ausgangspunktes zu einer Rotationsachse des Elektrodenfräskopfes oder einer Elektrode oder Elektrodenkappe einstellend an dem Elektrodenfräskopf positionierbar ist.

Hierdurch ist es möglich, die Erstreckung des angefasten Flankenbereiches einer Elektrode bzw. einer Elektrodenkappe und damit den Durchmesser der Elektrodenarbeitsfläche variierbar zu gestalten und insbesondere eine gute Bearbeitung der Elektrode bzw. der Elektrodenkappe mit einem besonders guten und exakten Übergang von der Arbeitsfläche zum geneigten Flankenbereich der Elektrode herzustellen.

Für die Ausbildung eines exakten und sauberen Übergangs von dem angefasten Flankenbereich zur eigentlichen Arbeitsfläche einer zu bearbeitenden Elektrode oder Elektrodenkappe ist es von Vorteil, wenn ein jeweiliger schneidaktiver Anfangspunkt des Flankenfräsmessers und der ggf. höchste Punkt der jeweils zugeordneten Hauptschneide des Fräsbalkens in einer senkrecht zur Rotationsachse des Elektrodenfräskopfes oder einer Elektrode oder Elektrodenkappe aufgespannten Ebene liegen, was die Erfindung weiterhin vorsieht.

Zur Erzielung einer besonders guten Deformationsfestigkeit und zur Verringerung der Verschleißneigung einer Elektrodenarbeitsfläche bzw. Elektrodenkappe ist es von Vorteil, wenn das mindestens eine Flankenfräsmesser mindestens eine Anfasschneidkante aufweist, die an einem schneidaktiven Anfangspunkt beginnend linear gerade mit zum äußeren Rand der Elektrodenkappenaufnahme ansteigender Neigung verläuft.

Um in einem eine obere Elektrodenkappenaufnahme und eine untere Elektrodenkappenaufnahme aufweisenden Elektrodenfräskopf mit einem Flankenfräsmesser eine Flankenbearbeitung zweier Elektroden bzw. zweier Elektrodenkappen vornehmen zu können, sieht die Erfindung in Ausgestaltung schließlich vor, dass an dem Flankenfräsmesser zwei Anfasschneidkanten bezüglich einer Flankenfräsmesserlängsachse spiegelsymetrisch zueinander ausgebildet sind.

Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Diese zeigt in

1 einen Elektrodenfräskopf mit Flankenfräsmesser und Fräsbalken in Querschnittsdarstellung;

2 eine schematische Aufsicht auf den Elektrodenfräskopf nach 1;

3 eine schematische Seitenansicht einer Elektrodenkappe;

4 eine Seitenansicht eines Flankenfräsmessers und in

5 einen Fräsbalken in perspektivischer Darstellung.

Der in 1 insgesamt mit 1 bezeichnete Elektrodenfräskopf besteht aus einem Oberteil 2 und einem Unterteil 3. In dem Oberteil 2 ist eine (in der Darstellung der 1 „obere") Elektrodenkappenaufnahme 4 ausgebildet. Der Elektrodenfräskopf 1 ist im wesentlichen zylinderförmig und in der Aufsicht kreisförmig ausgebildet, so dass die Achse A die Längsachse des Elektrodenfräskopfes 1 und auch die Mittellängsachse der Elektrodenkappenaufnahme 4 darstellt. Da in der Elektrodenkappenaufnahme 4 mittels des Elektrodenfräskopfes 1 die Spitze einer Elektrodenkappe 5 bzw. die Spitze einer Schweißelektrode durch Rotation des Elektrodenfräskopfes für den Betrieb beim Punkt- bzw. Widerstandsschweißen ausgeformt, d. h. angefast und angespitzt werden soll, bildet die Achse A auch die Rotationsachse des Elektrodenfräskopfes 1. In einem dem halben Durchmesser D1 der Spitzenfläche 9 der Elektrodenkappe 5 entsprechenden Abstand von der Rotations- oder Mittelachse A beginnend ist in der Aufnahme 4 eine zum äußeren Rand der Aufnahme 4 hin ansteigende Stützfläche 6 ausgebildet. Diese Stützfläche 6 ist umlaufend in Teilbereichen der Aufnahme 4 ausgebildet. Die Stützfläche 6 weist eine Steigung in einem Winkel &agr; auf. In die Aufnahme 4 wird die Elektrodenkappe 5 zur Bearbeitung durch den rotierenden Elektrodenfräskopf 1 eingeführt.

Hierbei stützt sich die Flankenfläche 11 der Elektrodenkappe 5 auf der Stützfläche 6.

In die Aufnahme 4 ragt radial ein Flankenfräsmesser 7 hinein. Das Flankenfräsmesser 7 weist auf seiner der Aufnahme 4 zugewandten Seite eine Anfasschneidkante 8 auf. Das Flankenfräsmesser 7 ist zwischen dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3 gefasst und fixiert gehalten. Es ragt soweit in die Aufnahme 4 hinein, dass der schneidaktive Anfangspunkt 8a denselben Abstand (die Hälfte des Durchmessers D1 der Spitzenfläche 9 der Elektrodenkappe 5) von der Achse A aufweist wie der Fräskopfinnenseitige Beginn der Stützfläche 6. Ebenso liegt der schneidaktive Anfangspunkt 8a der Anfasschneidkante 8 auf derselben Höhe und damit in derselben Ebene wie der innenseitige Anfangspunkt bzw. die Anfangskante der Stützfläche 6. Die Anfasschneidkante 8 verläuft vom schneidaktiven Anfangspunkt 8a an linear in einem Winkel &bgr; von der Innenseite der Aufnahme 4 bis an die äußere Zylinderfläche 10 der Elektrodenkappe 5 ansteigend. Bezüglich der Flankenfräsmesserlängsachse B liegt ebenfalls eine Neigung im Winkel &bgr; vor. Dies führt dazu, dass der sich zwischen der den Durchmesser D1 aufweisenden Spitzenfläche 9 der Elektrodenkappe 5 und der den Außendurchmesser D2 aufweisenden Zylinderfläche 10 der Elektrodenkappe 5 kreisringförmig erstreckende Flankenbereich 11 der Elektrodenkappe 5 eine Anfasung bzw, eine Neigung aufweist.

Eine zu der Elektrodenkappenaufnahme 4 analog ausgebildete, in der Schnittdarstellung spiegelbildliche und in Bezug auf die für die Elektrodenkappenbearbeitung wesentlichen Flächen gleichförmig ausgebildete (in der Darstellung der 1 „untere") Elektrodenkappenaufnahme 4' ist bei dem Ausbildungsbeispiel auch in dem Unterteil 3 ausgebildet. Die zu der Aufnahme 4 identischen Elemente sind bis auf die Kennzeichnung durch einen Hochstrich mit denselben Bezugsziffern versehen. Ebenso ist das Flankenfräsmesser 7 in Bezug auf seine Anfasschneidkante 8 und den schneidaktiven Anfangspunkt 8a der Schneidkante spiegelsymmetrisch aufgebaut. Die spiegelsymmetrische Schneidkante ist mit 8' und der dazu gehörige schneidaktive Anfangspunkt mit 8a' bezeichnet.

Die an dem Flankenfräsmesser 7 ausgebildeten Anfasschneidkanten 8 und 8' sind spiegelsymmetrisch zueinander bezüglich der Flankenfräsmesserlängsachse B ausgebildet und weisen in dem aufgeführten Beispiel die Steigungen &bgr; = &bgr;' bezüglich der Achse B auf. Im in den Elektrodenfräskopf 1 eingebauten Zustand liegt diese Flankenfräsmesserlängsachse B in einer senkrecht zur Rotationsachse A aufgespannten Ebene.

Mit den Elementen 8' und 8a' ragt das Flankenfräsmesser in die Aufnahme 4' hinein, so dass eine dort eingeführte Elektrodenkappe 5 dieselbe Bearbeitung wie in einer Aufnahme 4 erfährt und anschließend dieselben Dimensionen wie die in der 3 dargestellte Elektrodenkappe 5 aufweist.

Weiterhin ist in dem Elektrodenfräskopf ein zwischen Oberteil 2 und Unterteil 3fixiert und klemmend gehaltener Fräsbalken 12 angeordnet. Der Fräsbalken 12 weist vier rechtwinklig zueinander angeordnete Fräsbalkenseitenflächen 19, 20, 21, 22 auf und ist dabei so positioniert, dass er mit seinen Hauptschneiden 13 und 13' den Grundbereich der Aufnahmen 4 und 4' überstreicht und bei in die Aufnahmen eingesetzter Elektrodenkappe 5 deren jeweilige Spitzenfläche 9 bearbeitet und ausformt. Die Rotationsachse A geht somit durch den Fräsbalken 12. Bei dem Fräsbalken 12 handelt es sich um einen länglichen Körper mit einem Querschnitt, der in der Beispielausführung durch ein auf einer Ecke stehendes Quadrat gebildet wird. Die Hauptschneiden 13 und 13' entstehen als Schnittlinie von jeweils zwei senkrecht aufeinander stehenden Fräsbalkenseitenflächen 19, 20, 21, 22. Die jeweiligen Frei- und Spanflächen definieren sich als Teil der die Hauptschneiden 13 und 13' bildenden Fräsbalkenseitenflächen durch die Drehrichtung des mit dem Fräsbalken 12 bestückten Fräskopfes 1. Soll die Spitze der Elektrode oder Elektrodenkappe nicht plan, wie im Beispiel, sondern gewölbt ausgeführt sein, so werden die Fräsbalkenseitenflächen in der Art ausgebildet, dass sich der angestrebte Wölbungsradius in den Hauptschneiden 13 und 13' ausbildetet. Insgesamt führt dies aufgrund der Rotationsbewegung des Fräskopfes 1 zu einer gewölbten Spitze 9 der Elektrodenkappe 5 im Bereich des Durchmessers D1.

Durch die winkelgleiche Ausführung der Freifläche und der Spanfläche ist es im dem erfindungsgemäß ausgeführten Beispiel mit einem quadratischen Fräsbalkenquerschnitt möglich, den Fräsbalken nach dem Verschleiß der Hauptschneiden 13 und 13' um 90° gedreht mit dann neuwertigen Hauptschneiden zu verwenden.

In dem radial in den Fräskopf ragenden Teil des Flankenfräsmessers 7 ist eine kerbenförmige Ausnehmung oder Kerbe 17 eingebracht. Wie insbesondere aus der 1 ersichtlich ist, ist diese Kerbe 17 in ihrer geometrischen Ausformung so ausgelegt, dass die dem Flankenfräsmesser zugewandte Kontur des Fräsbalkens in diese Kerbe eingeführt und gewünschtenfalls formschlüssig darin zur Anlage gebracht werden kann. Hiermit ist es möglich, die schneidaktiven Anfangspunkte 8a, 8a' der Anfasschneidkanten 8 und 8' in Bezug auf die Rotationsachse A radial variierbar anzuordnen (zu verschieben) und damit die Ausprägung, d. h. die Breite der Flankenfläche 11 und den Durchmesser D1 der Spitzenfläche 9 der Elektrodenkappe 5 zu variieren. Je näher der aktive Anfangspunkt 8a, 8a' an der Rotationsachse A angeordnet ist, umso kleiner ist der Durchmesser D1 und umso größer ist die Breite/Erstreckung der Flankenfläche 11 an der Spitze der jeweils bearbeiteten Elektrodenkappe 5 ausgebildet.

Der jeweilige schneidaktive Anfangspunkt 8a, 8a' und die derjeweils zugeordneten Hauptschneide 13, 13' liegen in einer senkrecht zur Rotationsachse A aufgespannten Ebene.

Die am Fräsbalken 12 vorhandenen Fräsbalkenseitenflächen 19, 20, 21, 22 bilden somit je nach Orientierung des Fräsbalkens 12 im Fräskopf 1 und je nach Drehrichtung des Fräskopfes die Freiflächen und Spanflächen der Schneidengeometrien aus.

Mit den die Schneidelementflächen 16, 18 aufweisenden Endbereichen wird der Fräsbalken 12 zwischen dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3 klemmend und fixierend gehalten. Vorzugsweise sind dafür entsprechende Ausnehmungen in den Randbereichen von Oberteil 2 und Oberteil 3 ausgebildet.

Alle an dem Elektrodenfräskopf 1 angeordneten Flankenfräsmesser 7 und Fräsbalken 12 sind auswechselbar an dem Elektrodenfräskopf 1 befestigt.

In Ausgestaltung ist es möglich, zwei Flankenfräsmesser 7 vorzusehen, die diametral gegenüberliegend in dem Elektrodenfräskopf 1 angeordnet sind, wovon eines die in Bezug auf die Darstellung in der 1 nach oben gerichtete Anfasschneidkante 8 und das andere die in Bezug auf die Darstellung in der 1 nach unten gerichtete Anfasschneidkante 8' aufweist. Hierbei kann zusätzlich ein Fräsbalken 12 weiterhin vorgesehen sein.

1
Elektrodenfräskopf
2
Oberteil
3
Unterteil
4
(obere) Elektrodenkappen-aufnahme
4'
(untere) Elektrodenkappen-aufnahme
5
Elektrodenkappe
6
Stützfläche
6'
Stützfläche
7
Flankenfräsmesser
8
Anfasschneidkante
8'
Anfasschneidkante
8a
schneidaktiver Anfangspunkt
8a'
schneidaktiver Anfangspunkt
9
Spitzenfläche
10
Zylinderfläche
11
Flankenfläche
12
Fräsbalken
13
Hauptschneide
13'
Hauptschneide
14
Spanfläche
15
Freifläche
16
Endbereich Fräsbalken
17
Kerbe/Aussparung
18
Endbereich Fräsbalken
19, 20, 21, 22
Fräsbalkenseitenflächen
A
Rotationsachse
B
Flankenfräsmesserlängsachse
D1
Durchmesser der Spitzenfläche der Elektrodenkappe
D2
Außendurchmesser der Elektrodenkappe
&agr;
Steigung der Stützfläche
&bgr;, &bgr;'
Steigung der Anfasschneidkante sowie der Stützfläche


Anspruch[de]
Fräsbalken für eine Spanneinrichtung, insbesondere einen Elektrodenfräskopf (1), mit einem mindestens eine Hauptschneide (13, 13'), eine Spanfläche (14) und eine Freifläche (15) aufweisenden Schneidteil, wobei eine Hauptschneide (13, 13') jeweils als Kante einer Spanfläche (14, 14') mit einer angrenzenden Freifläche (15, 15') ausgebildet ist und mit einem aus Fräsbalkenseitenflächen (19, 20, 21, 22) gebildeten Klemmteil, wobei die Schneidkante (13, 13') als scharfe Kante, Fase, Radius oder einer beliebigen Kombination daraus ausgebildet sein kann, dadurch gekennzeichnet, das die beschriebene Schneidengeometrie in einfachster Form durch ein auf einer Ecke stehendes Quadrat als Querschnitt für den Fräsbalken (12) erreicht wird. In der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Fräsbalkens (12) ist aber auch jede andere Querschnittsform denkbar, die dazu geeignet ist, die beschriebene Schneidengeometrie auszubilden. Flankenfräsmesser für eine Spanneinrichtung, insbesondere einen Fräskopf (1) dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Positionierung des Flankenfräsmessers (7) erfindungsgemäß dadurch erreicht wird, dass eine Aussparung (17) in das radial in den Fräskopf ragende Ende des Flankenfräsmessers (7) eingebracht wird, die dem Negativ der den Flankenfräsmesser (7) zugewandten Profils des Fräsbalkens (12) entspricht. Flankenfräsmesser nach vorhergehenden Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, das in die in das Flankenfräsmesser (7) eingebrachte Aussparung (17) der Fräsbalken eintauchen kann. Flankenfräsmesser nach vorhergehenden Ansprüchen 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (17) in ihrer geometrischen Ausformung so ausgelegt ist, dass die dem Flankenfräsmesser zugewandte Kontur des Fräsbalkens (12) in diese Aussparung (17) eingeführt und gewünschtenfalls formschlüssig darin zur Anlage gebracht werden kann. Elektrodenfräskopf mit mindestens einer darin ausgebildeten, Stützflächen (6, 6') aufweisenden Elektrodenkappenaufnahme (4, 4'), umfassend ein Oberteil (2), ein Unterteil (3) und mindestens einem zwischen Ober- und Unterteil (2, 3) klemmend gehaltenen Fräsbalken (12), der mindestens eine Spanfläche (14), mindestens eine Freifläche (15, 15') und mindestens eine als Kante einer Spanfläche (14) mit einer angrenzenden Freifläche (15, 15') gebildete Hauptschneide (13, 13') aufweist, wobei die mindestens eine Hauptschneide (13, 13') in die Elektrodenkappenaufnahme (4, 4') hineinragt. Elektrodenfräskopf nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen in Ober- und Uterteil (2, 3) als Negativ des Querschnittes des zu klemmenden Fräsbalkens ausgebildet sind Elektrodenfräskopf nach den Ansprüchen 5 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Flankenfräsmesser (7) radial unterschiedlich, jeweils einen anderen radialen Abstand seines oder seiner schneidaktiven Anfangspunktes) (8a, 8a') zu einer Rotationsachse (A) des Elektrodenfräskopfes oder einer Elektrode oder Elektrodenkappe einstellend an dem Elektrodenfräskopf (1) positionierbar ist. Elektrodenfräskopf nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Flankenfräsmesser (7) mindestens eine Anfasschneidkante (8, 8') aufweist, die an einem schneidaktiven Anfangspunkt (8a, 8a') beginnend linear gerade mit zum äußeren Rand der Elektrodenkappenaufnahme (4, 4') ansteigender Neigung (&bgr;) verläuft. Elektrodenfräskopf nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Flankenfräsmesser (7) zwei Anfasschneidkanten (8, 8') bezüglich einer Flankenfräsmesserlängsachse (B) spiegelsymetrisch zueinander ausgebildet sind.






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