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Dokumentenidentifikation DE202007001347U1 24.05.2007
Titel Wand- oder Tischuhr
Anmelder MaWix Verwaltungs GmbH & Co. KG, 44867 Bochum, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr & Eggert, 45128 Essen
DE-Aktenzeichen 202007001347
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2007
Registration date 19.04.2007
Application date from patent application 24.01.2007
IPC-Hauptklasse G04G 9/04(2006.01)A, F, I, 20070124, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G04C 17/02(2006.01)A, L, I, 20070124, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wand- oder Tischuhr mit einer eine Mehrzahl beleuchtbarer Anzeigeelemente aufweisenden Anzeigefläche zur Anzeige der Uhrzeit, wobei jedes Anzeigeelement zwischen einem beleuchteten Einschalt-Zustand und einem nicht-beleuchteten Ausschalt-Zustand umschaltbar ist, wobei die Anzeigeelemente in einer Mehrzahl von in Längsrichtung unmittelbar nebeneinander liegenden Reihen angeordnet sind und wobei die Anzeigeelemente einer Reihe unmittelbar aneinander angrenzen, so daß sich eine im wesentlichen geschlossene Anzeigefläche ergibt.

Aus dem Stand der Technik sind als sogenannte "Berlin-Uhr" bekannt gewordene Zeitanzeigeanordnungen bekannt, die wegen der Verwendung von Farben als Realisierung einer Farbuhr angesehen werden können. Die Zeitanzeige erfolgt mittels einer vierzeiligen Anordnung von farbigen Feldern, die je nach dargestellter Zeit leuchten oder nicht leuchten. Die Farben der Felder haben keinen Einfluß auf den dargestellten Zeitwert, entscheidend ist lediglich, ob ein Feld leuchtet oder nicht.

Die oberen zwei Zeilen der Berlin-Uhr stellen die Stunden innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums dar, die unteren zwei Zeilen die Minuten von 0–59 dar. Die erste Zeile enthält vier Felder, wobei jedes leuchtende Feld fünf Stunden repräsentiert. Die zweite Zeile enthält ebenfalls vier Felder, wobei jedes eingeschaltete Feld eine Stunde repräsentiert. Die dritte Zeile enthält 11 Felder, wobei jedes eingeschaltete Feld fünf Minuten repräsentiert. Die vierte Zeile enthält vier Felder, wobei jedes eingeschaltete Feld eine Minute repräsentiert. Die leuchtenden Felder der einzelnen Zeilen sind stets linksbündig als durchgehender Balken angeordnet, zum besseren Ablesen kann Farbe eingesetzt werden. Zum Beispiel kann jedes dritte Feld der dritten Zeile in einer anderen Farbe ausgefüllt sein. Die Zeit kann durch Addition der durch die leuchtenden Felder repräsentierten Zeitwerte errechnet werden.

Bei der bekannten Uhr werden für die Stunden- und Minutenanzeige 23 Farben bzw. leuchtende Felder benötigt, wobei zwei Zustände – leuchtend bzw. nicht leuchtend – für die Zeitanzeige ausreichend sind.

Von Nachteil bei der bekannten Uhr ist, daß die Anzeige der Uhrzeit mittels 23 beleuchtbarer Anzeigeelemente aufwendig ist und darüber hinaus keine übersichtliche Zeitdarstellung zuläßt. Um eine ausreichende Übersichtlichkeit der Zeitdarstellung zu gewährleisten, müssen die Anzeigeelemente eine gewisse Mindestgröße aufweisen. Zur Anordnung von 23 Anzeigeelementen ist daher ein vergleichsweise großer Flächenbedarf notwendig, was eine kompakte Bauweise der bekannten Uhr erschwert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Wand- oder Tischuhr der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die eine Zeitdarstellung mit möglichst wenig Anzeigeelementen ermöglicht und eine kompakte Bauweise aufweist. Darüber hinaus soll sich die Uhr durch einen einfachen Aufbau und eine hohe Übersichtlichkeit der Zeitdarstellung auszeichnen.

Die vorgenannte Aufgabe ist bei einer Wand- oder Tischuhr der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß zur Anzeige der Stunden eine erste Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen vorgesehen ist, daß zur Anzeige der Minuten eine zweite Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen vorgesehen ist und daß zur Anzeige der Sekunden eine dritte Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen vorgesehen ist, wobei jedem Anzeigeelement der Stellenwert einer Dualzahl zugeordnet ist und das Ablesen der Uhrzeit durch Addieren der den zu einer bestimmten Uhrzeit beleuchteten Anzeigeelementen einer gleichen Reihe zugeordneten Stellenwerte erfolgt. Eine Dualzahl wird durch die Ziffern zi dargestellt. Die Ziffern werden wie im gewöhnlich verwendeten Dezimalsystem ohne Trennzeichen hintereinander geschrieben, ihr Stellenwert entspricht allerdings der zur Stelle passenden Zweierpotenz und nicht der Zehnerpotenz. Der Wert der Dualzahl ergibt sich durch Addition dieser Ziffern, welche vorher jeweils mit Ihrem Stellenwert multipliziert werden. Die Ziffernfolge 1101 zum Beispiel stellt im Dualzahlsystem den Wert 13 dar, denn im Dualzahlsystem berechnet sich der Wert durch [1101]2 = 1 × 23 + 1 × 22 + 0 × 21 + 1 × 20 = [13]10. Um eine Dualzahl in die entsprechende Dezimalzahl umzurechnen, werden alle Ziffern jeweils mit Ihrem Stellenwert (entsprechende Zweierpotenz) multipliziert und dann addiert. Bei der erfindungsgemäßen Uhr ist folglich vorgesehen, daß jedes Anzeigeelement den Stellenwert einer Dualzahl zeigt, beispielsweise 20, 21, 22, 23, 24, 25. Dabei kann der Stellenwert als Zweierpotenz oder, vorzugsweise, als Zahlwert der Zweierpotenz, beispielsweise 1, 2, 4, 8, 16, 32, auf dem jeweiligen Anzeigeelement dargestellt sein.

Durch die Anordnung der Anzeigeelemente in lediglich drei vorzugsweise parallel zueinander angeordneten und unmittelbar nebeneinander liegenden Reihen wird ein sehr kompakter Aufbau der erfindungsgemäßen Wand- oder Tischuhr sichergestellt. Da zur Anzeige der Stunden, der Minuten und der Sekunden jeweils eine einzige Reihe vorgesehen ist, läßt sich die Zeit mit der erfindungsgemäßen Wand- oder Tischuhr sehr übersichtlich darstellen. Im übrigen wird ein geschmackvoller Gesamteindruck der erfindungsgemäßen Wand- oder Tischuhr dadurch erreicht, daß die Uhr eine im wesentlichen geschlossene Anzeigefläche aufweist, wobei die einzelnen Anzeigeelemente vorzugsweise unmittelbar bzw. weitgehend spaltfrei aneinander angrenzen. Werden nebeneinander liegende Anzeigeelemente beleuchtet, so werden die beleuchteten Anzeigeelemente von einem Betrachter als Einheit bzw. als durchgehend beleuchteter Balken wahrgenommen. Die Formulierung "unmittelbar nebeneinander liegend" bzw. "unmittelbar aneinander angrenzend" soll in diesem Zusammenhang klarstellen, daß zwischen den Anzeigeelementen der Anzeigefläche im wesentlichen keine Freiflächen verbleiben, die nicht zur Zeitdarstellung vorgesehen sind.

Die erfindungsgemäße Wand- oder Tischuhr ermöglicht die Ablesbarkeit der Uhrzeit auch mit größerem Abstand zur Uhr und ist aufgrund der kompakten Bauweise kostengünstig und einfach herstellbar. Die kompakte bzw. platzsparende Bauweise der erfindungsgemäßen Uhr vereinfacht deren Verpackung und Transport und trägt zu einer Verringerung der Verpackungs- und Transportkosten bei. Ebenso ermöglicht sie die Zeitdarstellung aus Designgründen in einfacher, aber dennoch sehr ansprechender Weise, wobei das Ablesen der Uhrzeit für jedermann leicht verständlich ist. Das Ablesen der Uhrzeit erfolgt bei der erfindungsgemäßen Uhr durch zeilen- bzw. reihenweises Addieren der Stellenwerte, die auf den an- bzw. eingeschalteten Anzeigeelementen dargestellt sind, jeweils Stunden, Minuten und Sekunden getrennt voneinander. In Firmen und öffentlichen Gebäuden ist eine Integration in bestehende Zeitgeberanlagen möglich. Eine weitere Anwendung ist eine Kinderuhr, die beim täglichen Gebrauch das Addieren-Lernen fördert.

Bei einer sehr bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Anzeigefläche als Anzeigematrix mit einer Mehrzahl von Spalten und Zeilen ausgebildet ist, wobei jede Spalte und jede Zeile der Anzeigematrix aus einer Mehrzahl von unmittelbar in einer Reihe nebeneinander liegend angeordneten Anzeigeelementen als Komponenten der Anzeigematrix gebildet wird und die Spalten und Zeilen der Anzeigematrix unmittelbar nebeneinander liegend angeordnet sind, wobei zur Anzeige der Stunden eine erste Spalte oder eine erste Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist, wobei zur Anzeige der Minuten eine zweite Spalte oder eine zweite Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist und wobei zur Anzeige der Sekunden eine dritte Spalte oder einer dritte Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist und wobei das Ablesen der Uhrzeit durch Addieren der den zu einer bestimmten Uhrzeit beleuchteten Anzeigeelementen einer gleichen Spalte oder Zeile zugeordneten Stellenwerte erfolgt. Die zuvor beschriebene Ausführungsform sieht eine regelmäßige Anordnung der Anzeigeelemente in Spalten und Zeilen vor, wobei, vorzugsweise, alle beleuchtbaren Anzeigeelemente dieselbe Größe aufweisen. Dabei ist die Zeitanzeige möglich durch zeilenweises oder spaltenweises Addieren der Stellenwerte der eingeschalteten Anzeigeelemente einer gleichen Zeile oder einer gleichen Spalte.

Die Anzeigematrix setzt sich aus den spalten- und zeilenweise nebeneinander angeordneten Anzeigeelementen zusammen, wobei der Begriff "Anzeigematrix" nicht zwingend erfordert, daß alle Spalten bzw. alle Zeilen der Matrix dieselbe Länge aufweisen. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß alle Zeilen bzw. alle Spalten eine gleiche Länge aufweisen, so daß die Anzeigefläche der erfindungsgemäßen Uhr im wesentlichen vollflächig von den Anzeigeelementen ausgefüllt ist. Bei Anordnung der Anzeigeelemente in einer Anzeigematrix kann ein sehr platzsparender Aufbau der erfindungsgemäßen Uhr sichergestellt werden. Schließlich trägt die Anordnung der Anzeigeelemente in einer Anzeigematrix auch zu einem sehr ansprechenden Gesamteindruck der erfindungsgemäßen Uhr bei.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die erste Reihe bzw. die erste Zeile/Spalte fünf Anzeigeelemente aufweist, die zur Anzeige der Stunden vorgesehen sind. Den fünf Anzeigeelementen sind nachfolgend die Stellenwerte 20, 21, 22, 23 und 24 bzw. die Zahlen 1, 2, 4, 8 und 16 zugeordnet. Damit lassen Sie die Stunden 0 bis 24 darstellen. Sollen dagegen lediglich die Stunden 0 bis 12 dargestellt werden, kann die erste Reihe auch vier Anzeigeelemente aufweisen, wobei den Anzeigeelementen nachfolgend die Stellenwerte 20, 21, 22 und 23 zugeordnet sind. Die zweite und die dritte Reihe weisen jeweils sechs Anzeigeelemente auf, wobei den Anzeigeelementen nachfolgend jeweils die Stellenwerte 20, 21, 22, 23, 24 und 25 bzw. die Zahlen 1, 2, 4, 8, 16 und 32 zugeordnet sind. Dies ermöglicht es, die Minuten 0 bis 60 und die Sekunden 0 bis 60 darzustellen. Zur Ermittlung der dargestellten bzw. angezeigten Uhrzeit wird auf die Figurenbeschreibung verwiesen.

Wie bereits zuvor darauf hingewiesen wurde, weisen die Anzeigeelemente vorzugsweise dieselbe Form und Querschnittsfläche auf. Dadurch kann eine sehr kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Uhr bei geringen Herstellungskosten sichergestellt werden. Schließlich wird die aus einer Mehrzahl von Anzeigeelementen gleicher Form und Querschnittsfläche gebildete Anzeigefläche der Uhr von einem Betrachter als ansprechend empfunden.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, daß die Anzeigefläche wenigstens ein nicht zur Zeitanzeige vorgesehenes weiteres Anzeigeelement als weitere Komponente der Anzeigematrix aufweist, wobei dem weiteren Anzeigeelement kein Stellenwert zugeordnet und kein Zahlenwert dargestellt ist und wobei die Anzeigeelemente und das weitere Anzeigeelement die Anzeigefläche im wesentlichen vollflächig ausfüllen. Das weitere Anzeigeelement kann beispielsweise zum Anzeigen einer Werbeinformation oder eines Logos vorgesehen sein. Das weitere Anzeigeelement ist insbesondere dann vorgesehen, wenn die Anzeigefläche als Anzeigematrix ausgebildet ist, wobei beispielsweise eine erste Spalte oder eine erste Reihe der Anzeigematrix lediglich vier oder fünf Anzeigeelemente zur Darstellung der Stunden aufweist und wobei zwei weitere Spalten oder Zeilen mit jeweils sechs Anzeigeelementen zur Darstellung von Minuten und Sekunden vorgesehen sind. Das weitere Anzeigeelement kann dann angrenzend an das letzte Anzeigeelement der ersten Spalte oder ersten Zeile angeordnet sein, so daß im Ergebnis alle Spalten oder Zeilen der Anzeigematrix dieselbe Länge aufweisen und die Anzeigefläche im wesentlichen vollflächig ausgefüllt ist. In diesem Zusammenhang ist vorzugsweise vorgesehen, daß alle Anzeigeelemente und das weitere Anzeigeelement dieselbe Form und Querschnittsfläche aufweisen. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß das weitere Anzeigeelement größer ist als die zur Darstellung der Zeit vorgesehenen Anzeigeelemente oder eine andere Form aufweist.

Um das weitere Anzeigeelement als Werbeträger nutzen zu können, kann eine Beleuchtung des weiteren Anzeigeelementes vorgesehen sein. Da sich die Beleuchtung der zur Zeitdarstellung vorgesehenen Anzeigeelemente in Abhängigkeit von der darzustellenden Uhrzeit ändert, sieht eine bevorzugte Ausführungsform vor, daß das weitere Anzeigeelement durchgehend beleuchtet ist, so daß die Werbeinformation stets erkennbar ist.

Die Anzeigefläche kann eine rechteckige Grundfläche aufweisen, wobei, vorzugsweise, die einzelnen Anzeigeelemente jeweils eine quadratische Grundfläche aufweisen können. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß die Anzeigefläche quadratisch ist oder eine andere Querschnittsform aufweist. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß der Begriff "Anzeigeelemente" nachfolgend sowohl die zur Darstellung der Uhrzeit vorgesehenen Anzeigeelemente als auch das wenigstens eine weitere Anzeigeelement betreffen kann, das nicht zur Darstellung der Uhrzeit vorgesehen ist. Dies gilt auch für die nachfolgend beschriebenen Merkmale.

Das Anzeigeelement kann eine Kantenlänge von ca. 30 mm bis ca. 100 mm aufweisen, wobei die Kantenlängen der Anzeigefläche bei einer als Wanduhr ausgebildeten erfindungsgemäßen Uhr ca. 300 mm bzw. ca. 600 mm betragen können und die Kantenlängen einer Schreibtischuhr ca. 90 mm bzw. 180 mm, jeweils bei rechteckiger Grundfläche der Anzeigefläche. Zur Beleuchtung eines Anzeigeelementes kann ein LED-Leuchtmittel vorgesehen sein. Für eine übersichtliche Zeitdarstellung ist es von Vorteil, wenn Stunden, Minuten und Sekunden verschiedenfarbig darstellbar sind, wobei Anzeigeelemente in unterschiedlichen Reihen verschiedenfarbig leuchten können. Um die Übersichtlichkeit der Zeitdarstellung weiter zu erhöhen, können die in einer gleichen Reihe zur Anzeige der Stunden, der Minuten oder der Sekunden angeordneten Anzeigeelemente gleichfarbig leuchten. Vorzugsweise sind als Leuchtfarben Rot, Grün und Blau vorgesehen, die von einem Betrachter sehr leicht unterschieden werden können.

Zur Anzeige des Datums kann wenigstens eine weitere Reihe, vorzugsweise zwei weitere Reihen, mit einer Mehrzahl von unmittelbar nebeneinander liegend angeordneten Anzeigeelementen vorgesehen sein. Auch hier ist vorgesehen, daß jedem Anzeigeelement der Stellenwert einer Dualzahl zugeordnet ist, wobei das Ablesen des Datums durch Addieren der den zu einem bestimmten Datum beleuchteten Anzeigeelementen einer gleichen Reihe zugeordneten Stellenwerte erfolgt. Es versteht sich, daß die für eine Datumsanzeige erforderlichen Anzeigeelemente eine weitere Spalte oder eine weitere Zeile einer als Anzeigematrix ausgebildeten Anzeigefläche der erfindungsgemäßen Uhr bilden können.

Der Einfachheit halber kann die Anzeigefläche rahmenlos ausgebildet sein und die Vorderfront der erfindungsgemäßen Uhr bilden. Dabei können die Anzeigeelemente auf ein rückwärtiges Gehäuseteil aufgesetzt sein, wobei das Gehäuseteil eine elektrische Schaltungsanordnung zum Betrieb der Uhr und ggf. ein Netzteil aufnehmen kann. Grundsätzlich kann auch ein externes Netzteil vorgesehen sein. Dabei entspricht die Anzeigefläche vorzugsweise der Grundfläche des Gehäuseteils, so daß beim Betrachten von vorne lediglich die Anzeigefläche wahrgenommen wird. Im übrigen kann die erfindungsgemäße Uhr als Funkuhr ausgebildet sein, die sich selbständig nach der von einem Zeitzeichensender per Funk ausgestrahlten Zeit einstellt.

Im einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten die erfindungsgemäße Wand- oder Tischuhr auszugestalten und weiterzubilden, wobei einerseits auf die abhängigen Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen wird.

Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine Tischuhr 1 mit einer Anzeigefläche 2, wobei die Anzeigefläche 2 als Anzeigematrix mit drei Spalten 3, 4, 5 und sechs Zeilen 6 ausgebildet ist und wobei jede Spalte 3, 4, 5 und jede Zeile 6 der Anzeigematrix aus einer Mehrzahl von unmittelbar in einer Reihe nebeneinander liegend angeordneten Anzeigeelementen 7 als Komponenten der Anzeigematrix gebildet wird. Die Spalten 3, 4, 5 und die Zeilen 6 der Anzeigematrix sind unmittelbar nebeneinander liegend angeordnet, so daß die Anzeigefläche 2 von einem Betrachter als im wesentlichen geschlossene Fläche wahrgenommen wird.

Bei der dargestellten Ausführungsform der Tischuhr 1 ist zur Anzeige der Stunden eine erste Spalte 3 der Anzeigematrix vorgesehen, zur Anzeige der Minuten eine zweite Spalte 4 der Anzeigematrix und zur Anzeige der Sekunden eine dritte Spalte 5 der Anzeigematrix. Die Anzeigeelemente 7 sind zwischen einem beleuchteten Einschalt-Zustand und einem nicht-beleuchteten Ausschalt-Zustand umschaltbar. Darüber hinaus ist jedem für die Zeitanzeige vorgesehenen Anzeigeelement 7 der Stellenwert (als Zweierpotenz) einer Dualzahl zugeordnet, der als Zahlenwert 8 der Zweierpotenz auf dem Anzeigeelement dargestellt bzw. angezeigt ist. Zum Ablesen der Uhrzeit müssen die den zu einer bestimmten Uhrzeit beleuchteten Anzeigeelementen 7 einer gleichen Spalte 3, 4, 5 zugeordneten Werte 8 addiert werden.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist weiter vorgesehen, daß die erste Spalte 3 fünf Anzeigeelemente 7 aufweist, wobei den Anzeigeelementen 7 aufsteigend die Stellenwerte 20, 21, 22, 23 und 24 zugeordnet und als Werte 8 der entsprechenden Zweierpotenz, nämlich 1, 2, 4, 8 und 16, angezeigt sind. Die zweite Spalte 4 und die dritte Spalte 5 weisen jeweils sechs Anzeigeelemente 7 auf, wobei den Anzeigeelementen 7 aufsteigend jeweils die Stellenwerte 20, 21, 22, 23 und 24 und 25 zugeordnet und als Zahlenwerte 8 der entsprechenden Zweierpotenz, nämlich 1, 2, 4, 8, 16 und 32, angezeigt sind. Durch Addition der Zahlenwerte 8 von denjenigen Anzeigeelementen 7, die in einer Spalte 3, 4, 5 beleuchtet sind, ergibt sich die jeweilige Zahl des Dezimalsystems, die der Stundenzahl, der Minutenzahl oder der Sekundenzahl entspricht. Dabei ermöglicht es die dargestellte Tischuhr 1 aufgrund der in der ersten Spalte 3 vorgesehen fünf Anzeigeelemente 7, die Uhrzeit bezogen auf 24 Stunden darzustellen.

Die Anzeigeelemente 7 werden über LED-Leuchtmittel beleuchtet und einzeln entsprechend der Uhrzeit angesteuert. Das Umschalten der Anzeigeelemente 7 zwischen einem Einschalt-Zustand (Leuchtzustand) und einem Ausschalt-Zustand (unbeleuchteter Zustand) ermöglicht es, die Uhrzeit binär codiert darzustellen.

Bei der beispielhaft dargestellten Tischuhr 1 ist die Uhrzeit 23:59:59 angezeigt. In der ersten Spalte 3 sind von unten nach oben die ersten drei Anzeigeelemente 7 und das oberste Anzeigeelement 7 beleuchtet, was durch Addieren der zugeordneten Zahlenwerte 8 zu der Stundenzahl 1 + 2 + 4 + 16 = 23 führt. In der Minutenspalte 4 und in der Sekundenspalte 5 sind jeweils von unten nach oben die ersten beiden Anzeigeelemente 7 und die letzten drei Anzeigeelemente 7 beleuchtet, was zu der Minuten- bzw. Sekundenzahl 1 + 2 + 8 + 16 + 32 = 59 führt. Es versteht sich, daß die Tischuhr 1 eine entsprechend ausgebildete Steuerung aufweist, die es ermöglicht, die Anzeigeelemente 7 zeitabhängig ein- bzw. auszuschalten.

Die dargestellte Tischuhr 1 weist darüber hinaus ein weiteres Anzeigeelement 9 auf, dem kein Stellenwert zugeordnet ist und das lediglich zur Darstellung einer Werbeinformation, beispielsweise des Handelsnamens 10 des Herstellers der Tischuhr 1, vorgesehen ist. Zur besseren Darstellbarkeit des Herstellernamens 10 kann das weitere Anzeigeelement 9 ebenfalls beleuchtet sein, wobei, vorzugsweise, eine durchgehende Beleuchtung vorgesehen ist.

Alle Anzeigeelemente 7, 9 der Anzeigefläche 2 weisen eine quadratische Grundfläche auf und sind gleichgroß. Im Ergebnis wird durch das weitere Anzeigeelement 9 die erste Spalte 3 nach oben verlängert, so daß alle Spalten 3, 4, 5 und alle Zeilen 6 dieselbe Länge aufweisen. Die Anzeigefläche 2 wird im Ergebnis vollflächig von dem Anzeigeelement 7, 9 ausgefüllt.

Die Anzeigeelemente 7 sind auf der Vorderseite eines Gehäuseteils 11 vorgesehen. Die Längs- und Querseitenflächen der Anzeigeelemente 7, 9 und die Längs- und Querseitenflächen des Gehäuseteils 11 sind ausgefluchtet, wobei die aus den Anzeigeelementen 7, 9 gebildete Anzeigefläche 2 die Vorderseite der Tischuhr 1 bildet. Im Ergebnis weist die Anzeigefläche 2 keinen umlaufenden Rahmen auf, wobei die Anzeigeelemente 7 vorzugsweise nicht nur nach vorne, sondern auch über die Seitenflächen Licht abstrahlen können.

Um eine übersichtliche Zeitdarstellung zu ermöglichen, ist ferner vorgesehen, daß die Anzeigeelemente 7 in der ersten Spalte 3, die Anzeigeelemente 7 in der zweiten Spalte 4 und die Anzeigeelemente 7 in der dritten Spalte 5 verschiedenfarbig leuchten. Hier kann beispielsweise vorgesehen sein, daß als Leuchtfarben Rot, Grün und Blau vorgesehen sind. Das weitere Anzeigeelement 9 kann dagegen weiß leuchten, um die Erkennbarkeit des Herstellernamens 10 zu gewährleisten.

Die Tischuhr 1 weist die Form eines Quaders mit im wesentlichen senkrecht zum Boden angeordnet Längsseiten auf. Die Höhe der Tischuhr 1 kann ca. 180 mm betragen und die Breite ca. 90 mm. Die Kantenlänge der Anzeigeelemente 7, 9 kann in diesem Zusammenhang ca. 30 mm betragen, um die Erkennbarkeit der Uhrzeit auch bei größerem Abstand von der Tischuhr 1 zu gewährleisten. Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, daß die Tischuhr 1 eine von der Quaderform abweichende Form aufweist, wobei die Tischuhr 1 beispielsweise geneigt zum Boden auf den Boden aufstellbar sein kann.


Anspruch[de]
Wand- oder Tischuhr (1) mit einer eine Mehrzahl beleuchtbarer Anzeigeelemente (7) aufweisenden Anzeigefläche (2) zur Anzeige der Uhrzeit, wobei jedes Anzeigeelement (7) zwischen einem beleuchteten Einschalt-Zustand und einem nicht-beleuchteten Ausschalt-Zustand umschaltbar ist, wobei die Anzeigeelemente (7) in einer Mehrzahl von in Längsrichtung unmittelbar nebeneinander liegenden Reihen angeordnet sind und wobei die Anzeigeelemente (7) einer Reihe unmittelbar aneinander angrenzen, so daß sich eine im wesentlichen geschlossene Anzeigefläche (2) ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige der Stunden eine erste Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen (7) vorgesehen ist, daß zur Anzeige der Minuten eine zweite Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen (7) vorgesehen ist und daß zur Anzeige der Sekunden eine dritte Reihe mit einer Mehrzahl von Anzeigeelementen (7) vorgesehen ist, wobei jedem Anzeigeelement (7) der Stellenwert einer Dualzahl zugeordnet ist und das Ablesen der Uhrzeit durch Addieren der den zu einer bestimmten Uhrzeit beleuchteten Anzeigeelementen (7) einer gleichen Reihe zugeordneten Stellenwerte erfolgt. Wand- oder Tischuhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigefläche (2) als Anzeigematrix mit einer Mehrzahl von Spalten (3, 4, 5) und Zeilen (6) ausgebildet ist, wobei jede Spalte (3, 4, 5) und jede Zeile (6) der Anzeigematrix aus einer Mehrzahl von unmittelbar in einer Reihe nebeneinander liegend angeordneten Anzeigeelementen (7) als Komponenten der Anzeigematrix gebildet wird und die Spalten (3, 4, 5) und Zeilen (6) der Anzeigematrix unmittelbar nebeneinander liegend angeordnet sind, wobei zur Anzeige der Stunden eine erste Spalte (3) oder eine erste Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist, wobei zur Anzeige der Minuten eine zweite Spalte (4) oder eine zweite Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist und wobei zur Anzeige der Sekunden eine dritte Spalte (5) oder eine dritte Zeile der Anzeigematrix vorgesehen ist und wobei das Ablesen der Uhrzeit durch Addieren der den zu einer bestimmten Uhrzeit beleuchteten Anzeigeelementen (7) einer gleichen Spalte (3, 4, 5) oder Zeile zugeordneten Stellenwerte erfolgt. Wand- oder Tischuhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Reihe fünf Anzeigeelemente (7) aufweist und daß den Anzeigeelementen (7) nachfolgend die Stellenwerte 20, 21, 22, 23, und 24 zugeordnet sind. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite und die dritte Reihe jeweils sechs Anzeigeelemente (7) aufweisen und daß den Anzeigeelementen (7) nachfolgend die Stellenwerte 20, 21, 22, 23, 24 und 25 zugeordnet sind. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeelemente (7) dieselbe Form und Querschnittsfläche aufweisen. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigefläche (2) wenigstens ein nicht zur Zeitanzeige vorgesehenes weiteres Anzeigeelement (9) als weitere Komponente der Anzeigematrix aufweist, wobei dem weiteren Anzeigeelement (9) kein Stellenwert einer Dualzahl zugeordnet ist und wobei die Anzeigeelemente (7) und das weitere Anzeigeelement (9) die Anzeigefläche (2) im wesentlichen vollflächig ausfüllen. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Anzeigeelemente (7) und das weitere Anzeigeelement (9) dieselbe Form und Querschnittsfläche aufweisen. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das weitere Anzeigeelement (9) beleuchtbar ist und, vorzugsweise, durchgehend beleuchtet ist. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigefläche (2) eine rechteckige Grundfläche aufweist und daß, vorzugsweise, die Anzeigeelemente (7, 9) jeweils eine quadratische Grundfläche aufweisen. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigeelement (7, 9) eine Kantenlänge von 30 mm bis 100 mm aufweist. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beleuchtung eines Anzeigeelementes (7, 9) jeweils ein LED-Leuchtmittel vorgesehen ist. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß verschiedenfarbig leuchtende Anzeigeelemente (7, 9) vorgesehen sind und daß, vorzugsweise, Anzeigeelemente (7) in unterschiedlichen Reihen verschiedenfarbig leuchten. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer gleichen Reihe zur Anzeige der Stunden, der Minuten oder der Sekunden angeordneten Anzeigeelemente (7) gleichfarbig leuchten. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Leuchtfarben Rot, Grün und Blau vorgesehen sind. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige des Datums wenigstens eine weitere Reihe, vorzugsweise zwei weitere Reihen, mit einer Mehrzahl von unmittelbar nebeneinander liegend angeordneten Anzeigeelementen (7) vorgesehen ist bzw. sind. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gehäuseteil (11) vorgesehen ist, daß die Anzeigefläche (2) die Vorderseite des Gehäuseteils (11) vollflächig abdeckt und daß, vorzugsweise, die Anzeigefläche (2) rahmenlos ausgebildet ist. Wand- oder Tischuhr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Funkuhrwerk vorgesehen ist.






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