PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60028735T2 24.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001158867
Titel HAUSTIERFUTTER MIT KOKOSNUSS-ENDOSPERMFASER
Anmelder Mars U.K. Ltd., Slough, Berkshire, GB
Erfinder FONE, Janel, Melton Mowbray, Leicestershire LE13 1BB, GB;
GIFFARD, Julie, Catriona, Leicestershire LE14 4RT, GB;
BAILLON, Amanda, Marie-Louise, Leicestershire LE14 4RT, GB
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 60028735
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.03.2000
EP-Aktenzeichen 009094764
WO-Anmeldetag 10.03.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/GB00/00890
WO-Veröffentlichungsnummer 2000053030
WO-Veröffentlichungsdatum 14.09.2000
EP-Offenlegungsdatum 05.12.2001
EP date of grant 14.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2007
IPC-Hauptklasse A23K 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser als eine Nahrungsfaserkomponente in einem Haustierfutterprodukt, die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser in der Herstellung eines Haustierfutterprodukts, ein Haustierfutterprodukt, welches Kokosnuß-Endospermfaser umfaßt, ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Haustierfutterprodukts und ein Verfahren umfassend ein Verfüttern eines solches Haustierfutterprodukts an ein Haustier. Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser beim Reduzieren und Vorbeugen einer Darmentzündung und beim Reduzieren und Vorbeugen einer Infektion durch pathogene Bakterien im Dickdarm eines Haustieres.

Das Bewahren und die Verbesserung der Haustiergesundheit ist ein konstant bestehendes Ziel auf dem Fachgebiet. Die Haustiergesundheit kann auf eine Vielzahl von Wegen überwacht werden. Zwei von diesen sind die Kotqualität und die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts (GI). Eine gute Kotqualität bei Haustieren ist von zweifacher Bedeutung. Zuerst ist sie ein guter Indikator für die Gesundheit des Haustieres. Es ist bekannt, daß eine gute Kotqualität gewöhnlicherweise eine gesunde Darmstruktur und -funktion widerspiegelt. Zweitens ist sie von sehr günstiger Anwendbarkeit für den Besitzer des Haustieres. Demzufolge ist die Bewahrung guter Kotqualität und die Fähigkeit, die Qualität des Haustierkots zu verbessern, ein konstant bestehendes Ziel auf dem Fachgebiet. Es ist ebenfalls ein bestehendes Ziel auf dem Gebiet, die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts von Haustieren zu verbessern. Die Fähigkeit, die Gesundheit des Magen-Darm-Trakts zu bewahren und zu verbessern, kann für Haustierbesitzer nützlich sein, da sie Einfluß auf die Gesamtgesundheit ihres Haustieres hat.

Ein Verfahren zum Bewahren der normalen Magen-Darm-Funktion und zum Verbessern von chronischer Diarrhö bei Haustieren hat die Zugabe einer Faserquelle zu Haustierfutterprodukten eingeschlossen.

Faser hat weitreichende Wirkungen auf das Darmverhalten, erhöht die Kotabgabe, reduziert Durchgangszeiten und ändert den Darmmetabolismus. Viele der nützlichen Effekte der Faser beziehen sich auf ihren extensiven Aufbruch im Dickdarm. Dieses anaerobe Verfahren, das Fermentation genannt wird, ist der Hautmetabolismusanlaß, der im Darm auftritt. Eine Fermentation ist eine Verdauungsfunktion der komplexen Ansammlung von Mikroorganismen, die den Dickdarm besiedeln, die komplexe Kohlenhydrate und andere Substrate aufbrechen, die nicht hydrolysiert und im oberen Darm absorbiert worden sind. Sowohl die Mikrobiotia und der Wirt haben von diese Assoziierung Vorteile.

Viele hundert Bakterienarten, variierend weitläufig bezüglich der Physiologie und Biochemie, siedeln sich im Darm an. Eine Kennzeichnung der einzelnen Aktivitäten dieser multipotenten Mikroflora ist ein immens komplexes Unterfangen und ist sogar auf menschlichem Gebiet unklar. Jedoch kann ein gewisses Verständnis der Rolle der Mikroflora im Darm durch Quantifizierung der Fermentationsaktivität der Bakterienpopulation insgesamt erzielt werden.

Die komplexen Hauptkohlenhydratfermentationsprodukte sind kurzkettige Fettsäuren (SCFAs), Gase und Energie. Die erzeugte Energie wird zum mikrobiellen Zellwachstum verwendet, das viel des im Darm befindlichen Stickstoffs in bakterielles Protein überführt und die mikrobielle Masse erhöht. SCFAs werden schnell absorbiert und können die Magen-Darm-Funktion durch Bereitstellung von Energiesubstraten an die Darmschleimhaut und durch Förderung der Wasser- und Elektrolytadsorption aus dem Darmlumen beeinflussen. Während der Fermentation erzeugtes Gas wird sowohl durch die Lungen als auch den Flatus eliminiert. In einer an Kohlenhydraten begrenzten Umgebung werden Bakterien den Aufbruch von Protein ausnutzen, der viel weniger Energie in der Form von verzweigtkettigen Fettsäuren und ebenfalls Metabolite liefert, die potentiell für den Wirt toxisch sind (Ammoniak, Amine, Phenole etc.). Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, in Haustierfutterprodukte eine geeignete Nahrungsfaser zu integrieren.

In der Produktion (oder Herstellung) kommerzieller Haustierfutterprodukte wird eine kleine Anzahl unterschiedlicher Technologien verwendet. In allen Fällen werden die Produktkomponenten zusammen gemischt (häufig, jedoch nicht notwendig mit Garen/Erwärmen) mit optionalen anderen Komponenten, die später zugegeben werden, und werden dann zu den verschiedenen, zu füllenden Behältern transportiert. Das Verfahren kann ein Extrusionsgaren einschließen, beispielsweise bei der Herstellung eines trockenen Produkts. Alternativ kann das Verfahren ein Emulsionsmahlen in der Herstellung von "Brocken" einschließen. Eine Vielzahl von Verfahren wird das Pumpen des Produkts von einem Teil der Verarbeitungsvorrichtung zu einem anderen und optional weiter in Gefäße einschließen. Es ist immer wünschenswert, eine Kombination von Inhaltsstoffen zu erhalten, die das Verarbeiten der Inhaltsstoffe zum fertigen Produkt maximieren. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nahrungsfaser bereitzustellen, die besonders im Herstellungsverfahren geeignet ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft das Bereitstellen einer geeigneten Faserquelle in einem Haustierfutterprodukt. Die Faserquelle ist insbesondere leicht in der Herstellung eines Haustierfutterprodukts zu verwenden.

Demzufolge stellt eine erste Erscheinung der Erfindung ein Haustierfutterprodukt bereit, das Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Bewahrung oder Verbesserung der Gesundheit des Magen-Darmtrakts umfaßt.

Eine zweite Erscheinung der Erfindung stellt ein Haustierfutterprodukt bereit, das Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung einer schlechten Kotqualität umfaßt.

Eine dritte Erscheinung der Erfindung stellt ein Haustierfutterprodukt bereit, das Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung pathogener Bakterien im Dickdarm eines Haustieres umfaßt.

Eine vierte Erscheinung der Erfindung stellt ein Haustierfutterprodukt bereit, das Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung einer Darmentzündung umfaßt.

Die Kokosnuß-Endospermfaser kann als einzelne Nahrungsfaserkomponente oder in Kombination mit einer oder mehreren anderen Nahrungsfaserkomponenten, wie Rübenbrei, Zichorie, Zitrusbrei, Reiskleie, Johannesbrotkernbohne oder Talhagummi, verwendet werden.

Frisches Kokosnußendosperm weist eine typische Nährstoffverteilung von Wasser (35%), Öl (44%), Protein (6%), Zuckern (7%), Faser (3%) und Asche (1%) auf. Jedoch ist die Form der Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung gemäß aller Erscheinungen der vorliegenden Erfindung nicht begrenzt. Die Kokosnuß-Endospermfaser kann frisch sein oder in irgendeiner anderen Form, wie Copra, entfettetem Copra (ebenfalls bezeichnet, unter anderem, als Coprakuchen, Coprapresskuchen oder Copramehl), Kokosnußmehl, entfettetes Kokosnußmehl, volle oder entfettete, entwässerte Kokosnuß, Copra oder abgebautes Kokosnuß-Endosperm, das erwärmt oder enzymatisch behandelt worden ist.

Copra ist eine besonders geeignete Quelle von Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung. Copra ist getrocknetes Kokosnuß-Endosperm (gewöhnlicherweise sonnengetrocknet). Entfettetes Copra ist ebenfalls besonders geeignet. Entfettetes Copra ist das typische Ergebnis von Kokosnuß-Endosperm, das getrocknet worden ist und bei dem das Kokosnußöl mechanisch entfernt worden ist. Entfetteter Coprakuchen wird erhalten durch zunächst Erhalten von Copra, dann Zerkleinern des Copras durch eine Presse oder einen Vertreiber, um das meiste des Öls zu entfernen. Der verbleibende Rückstand wird Coprakuchen, Coprapresskuchen oder Copramehl genannt.

Ohne Begrenzung der vorliegenden Erfindung wird von der Zugabe von Kokosnuß-Endospermfaser in ein Haustierfutterprodukt angenommen, i) gute Kotqualität zu bewahren oder die Kotqualität eines Haustieres zu verbessern und/oder ii) eine gute Gesundheit des Magen-Darm-Trakts zu bewahren oder diese zu verbessern, entweder erzielt durch eines oder mehrere der folgenden: Die Verbesserung der Kotwasserbindung, die Reduktion des pH-Werts des Kots, die erhöhte Produktion von nützlichen Endprodukten und eine verminderte Produktion von schädlichen Endprodukten der mikrobiellen Fermentation, die Verbesserung der Populationen der nützlichen Bakterien, die Verbesserung der Wasser/Elektrolyt-Aufnahme im Magen-Darm-Trakt, die Verbesserung der Darmstruktur/Gesundheit und die Bereitstellung von guten Wasserbindungsmerkmalen, um eine Kottextur zu vereinheitlichen. Die vorliegende Erfindung ist für gesunde Tiere geeignet, einschließend empfindliche Tiere und ebenso Tiere, die unter einer schlechten Kotqualität oder einer schlechten Gesundheit des Magen-Darm-Trakts leiden. Demzufolge betrifft die Erfindung ebenfalls die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts zur Verwendung bei der Bewahrung oder Verbesserung der Kotqualität eines Haustieres, oder zur Verwendung bei der Bewahrung oder Verbesserung der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts. Eine schlechte Kotqualität wird in Anhang 1 beschrieben.

Eine Beurteilung der Kotqualität und die Identifizierung der Bewahrung oder Verbesserung der Kotqualität sind Methoden, die auf dem Fachgebiet gut bekannt sind und verwendet werden. Mehr als ein Verfahren kann verwendet werden (alleine oder in Kombination). Verfahren verwenden üblicherweise eine Gruppe von geübten Beobachtern (diese können geübte Mitglieder der Öffentlichkeit oder Profis sein). Kotproben von einem Haustier werden gesammelt und gemäß einem Bewertungssystem, das in Anlage 1 umrissen wird, bepunktet. Die Beurteilung guter Kotqualität wird gemäß der Kotqualität bestimmt, die häufig eine normale Magen-Darm-Funktion widerspiegelt. Dies ist üblicherweise die Bildung eines Stuhls, der fest ist und seine Form bewahrt. Stuhl, der hart, pelletartig und trocken ist (und mit Entwässerung hergestellt sein kann), oder der mit einem Feuchtigkeitsgehalt hergestellt wird, so daß die Form nicht bewahrt wird (einschließend Diarrhö), stellt keine normale Magen-Darm-Funktion dar. Die genaue, optimale Stuhlkonsistenz kann in gewisser Weise zwischen unterschiedlichen Haustierarten und zwischen Spezies von Tieren variieren, kann jedoch leicht bei Ansicht durch einen Fachmann auf dem Gebiet bestimmt werden.

Eine Beurteilung einer guten Gesundheit des Magen-Darm-Trakts und die Identifizierung der Verbesserung der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts sind ebenfalls Methoden, die auf dem Fachgebiet gut bekannt sind und verwendet werden. Die Beurteilung einer bewahrten oder verbesserten Gesundheit des Magen-Darm-Trakts kann bestimmt werden durch Vergleich eines Haustieres, das mit der gleichen Nahrung gefüttert worden ist, jedoch ohne die Kokosnuß-Endospermfaser. Darm- (oder Darm- und Verdauungs)gesundheit kann bezüglich einer Stuhlqualität und des pH-Werts, der Gegenwart und Anzahl von nützlichen und potentiell schädlichen Bakterien im Lumen des Magen-Darm-Trakts und/oder des Kots und den gesamten und spezifischen kurzkettigen Fettsäuren definiert werden. Die Untersuchung solcher Merkmale in vivo ist schwierig, nicht nur aufgrund der Unzugänglichkeit des Dickdarms und der Schwierigkeit beim Sammeln seiner Inhalte, sondern wegen der zusätzlichen Komplikation, daß SCFAs, die im Darm produziert werden, an einer Anzahl von Stellen im Körper metabolisiert werden, von denen es keine Erwartung gibt, Proben ohne Anpassung invasiver Technologien zu erhalten. In vitro-Fermentationssysteme, die Kot als ein Inoculum verwenden, können als einfache, schnelle (obwohl spezifisch undefinierbare) Verfahren verwendet werden, die verwendet werden können, um im gewissen Maß die physiologischen Effekte der Faser in vivo vorherzusagen. In diesem Zusammenhang kann ein Verständnis der nützlichen Rolle der Mikroflora im Darm durch Quantifizieren der Fermentationsaktivität der nützlichen Population als ein Ganzes gewonnen werden. SCFA-Herstellung, gemessen in einem in vitro-Fermentationssystem, liefert einen Indikator der bakteriellen Aktivität (siehe Beispiel 3).

Für die vorliegende Erfindung ist gezeigt worden, besonders in der Fähigkeit geeignet zu sein, die Herstellung von Butyrat aus der Fermentation von Kokosnuß-Endospermfaser zu erhöhen und somit die Verfügbarkeit von Butyrat im Darm zu erhöhen. Butyrat ist eine SCFA von besonderem Interesse aufgrund der trophischen Effekte, die es auf Kolonozyten ausüben kann, ebenso aufgrund seiner nützlichen metabolischen Rolle. Unter Verwendung der Kokosnuß-Endospermfaser der vorliegenden Erfindung wurden erhöhte Gehalte einer Butyratproduktion (in vitro-Tests) neben erhöhten Werten im gleichen Testsystem beobachtet, die mit bekannten Substraten beobachtet werden, die hohe Gehalte an Butyrat herstellen, wie Inulin.

Kokosnuß-Endospermfaser ist ebenfalls eine geeignete Komponente der Erfindung aufgrund ihrer Rolle bei der Vermeidung oder Behandlung einer Infektion von pathogenen Bakterien in einem Dickdarm eines Tieres. Eine pathogene Infektion im Dickdarm kann klinisch oder ambulant sein. Beide Arten einer Infektion sind für die Gesundheit des Tieres und die Kotqualität des Tieres schädlich. Mehr Details der Rolle der Kokosnuß-Endospermfaser werden unten in bezug auf weitere Aspekte der Erfindung beschrieben. Die gegebenen Details für die weiteren Erscheinungen der Erfindung finden ebenfalls für die ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung Anwendung.

Ferner und zusätzlich zu den oben beschriebenen nützlichen Effekten von Kokosnuß-Endospermfaser ist ebenfalls nun gezeigt worden, daß Kokosnuß-Endospermfaser in einem Haustierfutterprodukt den Entzündungsstatus des Darms eines Tieres vermindert oder einen geringen Entzündungsstatus im Darm eines Tieres bewahrt. Mehr Details der Rolle der Kokosnuß-Endospermfaser bei der Reduzierung des Entzündungsstatus des Darms eines Tieres werden unten in bezug auf die achten und neunten Erscheinungen der Erfindung beschrieben.

In Kombination mit der Kokosnuß-Endospermfaserquelle sind die verbleibenden Komponenten des Haustierfutterprodukts nicht für die Erfindung wesentlich, und typische Standardprodukte können mit dem erforderlichen Kokosnuß-Endospermfasergehalt kombiniert werden. Am bevorzugtesten stellen die kombinierten Bestandteile des Haustierfutterprodukts gemäß der Erfindung alle der empfohlenen Vitamine und Mineralien für das bestimmte fragliche Haustier bereit (eine vollständige und ausgeglichene Nahrung), wie es beispielsweise in National Research Council, 1985, Nutritional Requirements for Dogs, National Acedemy Press, Washington D. C. (ISBN: 0-309-03496-5); National Research Council, 1986, Nutritional Requirements of Cats, National Academy Press, Washington D. C. (ISBN: 0-309-03682-8) oder der Association of American Feed Control Official, Official Publication 1996, beschrieben wird.

Die Kokosnuß-Endospermfaserquellen der vorliegenden Erfindung sind aus einem weiteren Grund besonders geeignet und effektiv als eine Komponente eines Haustierfutterprodukts. Dies liegt daran, daß die Faserquelle in den meisten Fällen geeignete Gehalte von anderen Ernährungsfaktoren, wie Fett und Protein, enthält. Die Gegenwart solcher weiteren Ernährungsfaktoren ist aufgrund ihrer Gegenwart (und den Anteilen ihrer Gegenwart) in der ursprünglichen Quelle der Faser (des Kokosnuß-Endosperms) begründet. Es ist bekannt, daß Kokosnußöl reich an Fettsäuren mittlerer Ketten (MCFAs) ist und daß solche MCFAs leichter im Darm der Tiere absorbiert werden. Demzufolge stellt das Kokosnußöl, das in der Quelle der Kokosnuß-Endospermfasern vorhanden ist (sogar in entfettetem Coprakuchen, der im Bereich von 5–10% Fett auf einer Trockenmaterialbasis enthält), einen Schlüsselernährungsfaktor für das Tier bereit. Da ein solches Öl eine besonders gute Quelle für leicht absorbierte Fettsäuren ist, ist die Gegenwart des Öls in der Faserquelle besonders geeignet bei bestimmten Gruppen von gefährdeten Haustieren.

Der Gehalt an Kokosnuß-Endospermfaser, der in ein Haustierfutterprodukt als eine Nahrungsfaserkomponente integriert wird, ist nicht begrenzend. Bevorzugt ist die Faserkomponente von Kokosnuß-Endosperm in dem Haustierfutterprodukt in einem Gehalt von etwa 0,15 bis 8% auf einer Trockenmaterialbasis vorhanden, bevorzugt 0,15 bis 5% auf einer Trockenmaterialbasis, gemessen durch das Englyst-Verfahren (definiert in Englyst H. N. und Cumming J. H. (1984), Simplified method for the measurement of total non-starch polysaccharides by gas-liquid chromatography of constituent sugars as alditol acetates. Analyst. 109, 937–942, und hierin durch Bezugnahme eingeschlossen). Die Gehalte, wie sie durch dieses Verfahren berechnet werden, können von 0,15% bis 5%, 6%, 7% oder 8% reichen. Die untere Grenze kann 1,5%, 2% oder 3% sein. Eine Beschreibung des Englyst-Verfahrens ist in Anlage 2 beschrieben. Im Prinzip wird Stärke enzymatisch nach Löslichmachung entfernt und NSP wird als die Summe der Zuckerbestandteile, die durch saure Hydrolyse freigesetzt werden, gemessen. Die Stärkekomponente der Faserquelle wird durch Kochen in heißem Wasser gelatinisiert und wird dann mit alpha-Amylase und Pullulanase entfernt. Stärke und modifizierte oder resistente Stärke werden in DMSO dispergiert. Drei Proben werden dann abgestimmten Vorgehensweisen unterzogen, die (i) gesamtes NSP, (ii) wasserlösliches NSP und (iii) Cellulose messen. Komponenten werden in jedem Falle mit Schwefelsäure hydrolysiert. Die Zuckerbestandteile werden in Alditole umgewandelt und als deren Alditolacetate unter Verwendung von Gas-Flüssig-Chromatographie (GLC) gemessen. Werte für die Gesamtnahrungsfaser und unlösliche und lösliche Fraktionen können erhalten werden. Cellulose kann getrennt gemessen werden, und die nicht-celluloseartigen Polysaccharide werden durch Messung der einzelnen Monosaccharide gekennzeichnet.

Die Integration des Gehalts an Kokosnuß-Endospermfaser (die gemäß der Form von Kokosnuß-Endosperm, beispielsweise Copra oder entwässerte Kokosnuß, variieren kann), kann leicht durch Identifikation der Menge an Nahrungsfaser in der bestimmten Form der Kokosnuß-Endospermfaser bestimmt werden. Beispielsweise enthält gemäß dem Englyst-Verfahren (siehe oben) entfettetes Copra etwa 33,5% Gesamtnahrungsfaser. Demzufolge ist die bevorzugte Menge an entfettetem Copra in einem Haustierfutterprodukt, um einen bevorzugten Fasergehalt von etwa 0,15 bis 5% auf einer Trockenmaterialbasis gemäß der ersten Erscheinung der Erfindung bereitzustellen, bei einem Gehalt von etwa 0,5 bis 15% auf einer Trockenmaterialbasis des Haustierfutterprodukts.

Diese Bereiche finden Anwendung auf die Erscheinungen der Erfindung für eine Vielzahl von Haustieren. Die Erfindung ist insbesondere anwendbar für Säugetierhaustiere, insbesondere Hunde, Katzen und Pferde.

Das Haustierfutterprodukt gemäß der vorliegenden Erfindung ist bevorzugt ein kommerzielles Haustierfutterprodukt. Ein solches Produkt wird bevorzugt als ein Produkt zum Füttern eines Haustieres, insbesondere einer Haustierkatze oder eines Haustierhundes verkauft.

Das Haustierfutterprodukt wird bevorzugt verpackt. Auf diese Weise ist der Verbraucher in der Lage, von der Verpackung die Bestandteile im Futterprodukt zu identifizieren und zu bestätigen, daß es für das bestimmte fragliche Haustier geeignet ist. Die Verpackung kann Metall (gewöhnlicher Weise in der Form einer Dose oder einer Flexifolie), Kunststoff, Papier oder Pappe sein. Das Haustierfutter kann ein trockenes, halbfeuchtes oder ein feuchtes Produkt sein. Feuchtes Futter schließt Futter ein, das in Dosen verkauft wird und einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 bis 90% aufweist. Trockenes Futter schließt Futter mit einer ähnlichen Zusammensetzung ein, jedoch mit 5 bis 15% Feuchtigkeit, und präsentiert als kleine, biskuit-artige Schrotkörner. Die Menge an Feuchtigkeit in einem Produkt kann die Verpackungsart beeinflussen, die verwendet werden kann oder erforderlich ist.

Das Haustierfutterprodukt gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt jedes Produkt, das ein Haustier während seiner Ernährung verbraucht. Somit deckt die Erfindung Standardfutterprodukte und ebenso Haustierfuttersnacks (bspw. Snackstangen, Getreidestangen, Snacks, Biskuits und süße Produkte) ein. Das Futterprodukt ist bevorzugt ein gekochtes Produkt. Es kann in der Form einer gelatinisierten Stärkematrix sein. Es kann in der Form von Brocken in Soße, Gelee, Laib oder Wasser sein. Es kann Fleisch oder vom Tier erhaltenes Material (wie Rind, Huhn, Pute, Lamm, Schwein, Fisch, Blutplasma, Knochenmark, etc. oder eines oder mehrere derselben) integrieren. Das Produkt kann alternativ fleischfrei sein (bevorzugt einschließend einen Fleischersatz, wie Soja, Maisgluten oder ein Sojaprodukt), um eine Proteinquelle bereitzustellen. Das Produkt kann zusätzliche Proteinquellen, wie Sojaproteinkonzentrat, Milchproteine, Gluten, etc., enthalten. Das Produkt kann ebenfalls eine Stärkequelle enthalten, wie ein oder mehrere Getreide (z. B. Weizen, Mais, Reis, Hafer, Gerste, etc.), oder es kann stärkefrei sein. Ein typisches Trockenhunde- oder -katzenfutter enthält etwa 20–30% rohes Protein, etwa 10–20% Fett, wobei der Rest Kohlenhydrat ist, einschließlich Nahrungsfaser und Asche. Ein typisches nasses oder feuchtes Produkt enthält (auf einer Trockenmaterialbasis) etwa 40% Fett, 50% Protein, wobei der Rest Faser und Asche ist. Die vorliegende Erfindung ist insbesondere für ein Haustierfutterprodukt relevant, wie es hierin beschrieben wird, das als ein Haustierfutter verkauft wird, insbesondere ein Haustierfutter für einen Hund oder eine Katze. Katzen und Hunde gemäß der vorliegenden Erfindung sind bevorzugt Felis domesticus oder Canis domesticus.

Die Erfindung stellt ebenfalls die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterproduktes bereit. Die vorliegende Erfindung schließt nicht eine solche Verwendung zur Herstellung eines Haustierfutterproduktes ein, welches ein Gel umfassend Kokosnuß-Endosperm und Carrageenan einschließt. Ein solches Haustierfutterprodukt, das ein Gel einschließt, das Kokosnuß-Endosperm und Carrageenan umfaßt, ist zuvor in der WO 96/39046 beschrieben worden. Die Offenbarung in der WO 96/39046 ist auf ein Geliersystem umfassend Carrageenan und Kokosnuß-Endosperm begrenzt. Die Verwendung des Endosperms in der WO 96/39046 ist lediglich als eine Komponente des Geliersystems.

Die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser in der Herstellung eines Haustierfutterprodukts (gemäß der Erfindung) weist die oben beschriebenen Vorteile gemäß den ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung auf. Zusätzlich ist durch die gegenwärtigen Erfinder ermitteln worden, daß Kokosnuß-Endospermfaserquellen besonders geeignete Nahrungsfasern für ein Haustierfutterherstellungsverfahren sind. Die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser als eine Nahrungsfaser ist äußerst zufriedenstellend. Die Kokosnuß-Endospermfaser erzeugt vorteilhaft und überraschend weniger Emulsionsviskosität, wenn sie zum Rest der Produktbestandteile zugegeben wird, verglichen mit der Verwendung von anderen Faserquellen. Die Vorteile einer solchen Faser werden insbesondere bemerkt im Verfahren des Pumpens und Bildens des Produkts. Es ist insbesondere geeignet im Verfahren zum „Emulsionsmahlen" bei der Herstellung von „Brocken". Ferner führt die Verwendung einer Kokosnuß-Endospermfaserquelle nicht zu einer grauen Farbe, nach dem Bearbeiten, die häufig mit einigen anderen Faserquellen verbunden ist. Statt dessen wird eine ästhetisch annehmbare Farbe erhalten.

Die vorliegende Erfindung schließt kein Haustierfutterprodukt ein, das ein Gel einschließt, welches Kokosnuß-Endosperm und Carrageenan umfaßt, wie es aus der WO 96/39046 bekannt ist. Das Haustierfutterprodukt gemäß der vorliegenden Erfindung weist die oben beschriebenen Vorteile bezüglich der ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung auf. Diese schließen ein: Die Förderung einer guten Kotqualität und einer Gesundheit des Magen-Darm-Trakts, insbesondere der Gehalte des SCFA-Butyrats folgend einer Fermentation, und überraschend gute Verarbeitungsqualitäten. Das Haustierfutterprodukt ist insbesondere zum Füttern eines Haustieres geeignet.

Ein Haustierfutter gemäß den ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung kann hergestellt werden durch Mischen der Bestandteile unter optionalem Erwärmen/Garen. Das Haustierfutterprodukt kann vor oder nach dem Mischen und/oder dem Erwärmen/Garen gebildet werden.

Wie oben beschrieben liefert die Integration von Kokosnuß-Endospermfasern eine Anzahl von Vorteilen gegenüber der Integration von anderen Fasern für das Verfahren zum Herstellen eines Haustierfutterproduktes und beim resultierenden Haustierfutterprodukt.

Das Verfahren umfaßt ein Mischen einer Quelle von Kokosnuß-Endospermfaser mit einem oder mehreren Bestandteilen eines Haustierfutterproduktes. Das Produkt kann auf allen anderen Wegen durch Verfahren hergestellt werden, die auf dem Fachgebiet bekannt sind. Die Kokosnuß-Endospermfaser kann vor oder folgend dem Erwärmen oder Garen von einem oder mehreren der anderen Bestandteile zugegeben werden. Das Verfahren kann ebenfalls den Schritt eines Extrahierens der Kokosnuß-Endospermfaser aus Kokosnußmaterial einschließen.

Das Futterprodukt kann gemäß irgendeinem auf dem Fachgebiet bekannten Verfahren herstellt werden, wie es in Waltham Book of Dog and Cat Nutrition, Herausgeber ATB Edney, Kapitel von A. Rainbird, mit dem Titel „A Balanced Diet", Seiten 57 bis 74, Pergamon Press Oxford, beschrieben wird.

Alle bevorzugten Merkmale der Erscheinungen eins bis vier finden ebenfalls für die fünfte Anwendung. Diese schließen Gehalte und Quellen von Kokosnuß-Endospermfaser, Arten von Futterprodukten, Herstellungs- und andere Komponenten des Futterprodukts ein.

Die Erfindung liefert ebenfalls ein Verfahren umfassend ein Füttern eines Haustieres mit einem Haustierfutterprodukt gemäß den ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung.

Die Quantität und Zeitdauer zum Füttern werden abhängen von einer Anzahl von Faktoren einschließend der Tierart, der Sorte, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand, welche der Tierhalter leicht verwenden kann, um die Menge an Futter und die Zeitdauer zum Füttern zu bestimmen.

Das Füttern kann nicht-therapeutisch sein. Der Begriff „Füttern" schließt ebenfalls die Bedeutung eines „Verabreichens" an ein Tier ein.

Eine sechste Erscheinung der vorliegenden Erfindung liefert die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Vorbeugung oder Behandlung einer schlechten Kotqualität.

Eine siebte Erscheinung der vorliegenden Erfindung liefert die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts zum Bewahren oder Verbessern der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts.

Eine achte Erscheinung der vorliegenden Erfindung liefert die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Vorbeugung oder Behandlung einer Darmentzündung.

Eine neunte Erscheinung der vorliegenden Erfindung liefert die Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Prävention oder Behandlung einer pathogenen bakteriellen Infektion im Dickdarm eines Haustieres.

Eine Infektion des Dickdarms bei einem Haustier durch pathogene Bakterien ist besorgniserregend. Bestimmte pathogene Bakterien schließen Campylobacter (insbesondere Campylobacter jejuni), Salmonella und Escherichia coli ein. Campylobacter jejuni, die Spezies, die für die Mehrzahl der menschlichen Infektionen verantwortlich ist, ist ebenfalls die Hauptspezies, die Besorgnis erregt für Katzen und Hunde. Die Spezies kann als ein Pathogen bei jungen Hunden und Katzen wirken und ist wahrscheinlich opportunistisch bei älteren Tieren. Eine klinische Erkrankung bei Hunden manifestiert sich selbst als Diarrhö, reichend von milder bis zu schleimbeladener, blutiger Diarrhö, Tenesmus, Erbrechen, Anorexie und Depression. Ein Hauptbedenken bezüglich einer Campylobacter-Infektion bei Begleittieren ist das zoonotische Risiko, das eine Beförderung und Exkretion des Organismus darstellt. Es ist geschätzt worden, daß 5% aller durch C. jejuni induzierten Diarrhö aus einer Exposition gegenüber infizierten Hunden oder Katzen resultiert. Eine Anzahl von aktuellen Studien führen den Hundebesitz als einen beträchtlichen Risikofaktor, um durch Campylobacter krank zu werden, an. Eine in Christchurch, Neuseeland, durchgeführte Untersuchung hat gefunden, daß ein Haushaltskontakt mit Hunden ein 1,25- bis 2-faches Risiko zur Erkrankung an Campylobacter mit sich führt. Zusätzlich gibt es Bedenken, daß Ansätze, um Campylobacter-Infektion durch fortgeführte Verwendung von Antibiotikastämmen zu reduzieren und eliminieren, zu dem Auftreten von antibiotischen Resistenzstämmen dieses Organismus führen kann.

Für die vorliegende Erfindung eines Haustierfutterprodukts umfassend Kokosnuß-Endospermfaser ist gezeigt worden, bei der Vorbeugung und Behandlung einer pathogenen bakteriellen Infektion im Dickdarm eines Haustieres effektiv zu sein. Das Tier ist insbesondere eine Katze oder ein Hund (in beiden Fällen bevorzugt Felis domesticus oder Canis domesticus). Pathogene Bakterien schließen unter anderem Campylobacter, Salmonella, pathogene Clostridium und E. coli, wie enterophatogene E. Coli und verotoxigene E. coli, ein.

Bei Hunden ist eine Entzündungsreaktion im Darm mit der Erzeugung von verschiedenen Mediatoren, einschließend das Eicosanoid Prostagrandin E2 (PGE2), verbunden.

Die vorliegende Erfindung zeigt, daß Haustiere, die mit einem Haustierfutterprodukt umfassend Kokosnuß-Endospermfaser gefüttert werden, beträchtlich weniger PGE2 als mit der gleichen Nahrung ohne eine Faserquelle erzeugen.

Gemäß den sechsten, siebten, achten und neunten Erscheinungen der Erfindung ist das Haustierfutterprodukt für ein Haustier, das ein Hund sein kann. Die Kokosnuß-Endospermfaser kann in irgendeiner Form sein und ist bevorzugt die für die ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung beschriebene. Die Kokosnuß-Endospermfaser ist bevorzugt in einem Gehalt von 0,15 bis 5%, auf einer Trockenmaterialbasis, im Haustierfutterprodukt vorhanden, wie es durch das Englyst-Verfahren gemessen wird. Alle anderen bevorzugten Merkmale sind wie für die ersten bis vierten Erscheinungen der Erfindung.

Bevorzugte Merkmale jeder Erscheinung der Erfindung finden auch auf andere Erscheinungen mutatis mutandis Anwendung.

Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben, in denen:

1 einen Vergleich von Kotauswertungen zwischen zwei Nahrungen enthaltend Coprapresskuchen zeigt;

2 einen Graphen des Effekts des Einschlusses von Kokosnuß-Endospermfaser im Hundedickdarmmodell auf das Überleben von Campylobacter jejuni zeigt; und

3 eine mittlere Eicosanoidprotaglandin-E2-Herstellung durch Darmbiopsieproben zeigt.

Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die folgenden, nicht begrenzenden Beispiele beschrieben:

Beispiel 1:

Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung und Verwendung von entfettetem, getrocknetem Kokosnußmehl.

Kokosnüsse wurden vom lokalen Markt erhalten und das weiße Fleisch oder Endosperm gewonnen. Das Endosperm wurde fein vermahlen und wiederholt mit Aceton extrahiert, um das Fett und Wasser zu entfernen. Ein getrocknetes, entfettetes Kokosnußpulver wurde erhalten.

Beispiel 2

Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung eines mechanisch entfetteten Coprakuchens.

Kokosnuß-Endosperm, gestrippt von einer Kokosnuß, wurde zerkleinert. Das zerkleinerte Material wurde auf maximal 120°C unter auf dem Fachgebiet der Ölsamenverarbeitung gut bekannten Methoden erwärmt, und durch eine hydraulische Presse oder einen Vertreiber geführt, um das meiste des Öls zu entfernen. Der durch dieses Verfahren erhaltene Extrakt wurde getrocknet, wo es notwendig war, um ein Produkt mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15% zu erhalten.

Beispiel 3

Beurteilung eines Kokosnuß-Endospermfaser als eine Nahrungsfaser.

Rohmaterialien

Das in diesem in vitro-Fermentationssystem beurteilte Rohmaterial ist insbesondere geeignet zur Zugabe zu trockenen und in Dosen verpackten Hunde- und Katzenprodukten.

Das Rohmaterial wurde bezüglich der gesamten Nahrungsfaser unter Verwendung von Englyst- und AOAC-Methodologien (Tabelle 2) analysiert. Die AOAC-Methodologie kann in AOAC International 1995, Total, Soluble and Insoluble Dietary Fibre in Foods, gefunden warden. AOAC Official method 991 43, Official Methods of Analysis, 16. Auflage. Auf die Englyst-Methodologie wird zuvor in diesem Text und in Anlage 2 bezug genommen. Die Nahrungsfaseranalyse zeigte beträchtliche Unterschiede der Gesamtnahrungsfasergehalte zwischen den Rohmaterialien. Eine Analyse durch AOAC erzeugte im allgemeinen einen höheren Prozentanteil an Gesamtnahrungsfaser verglichen mit einer Analyse von Englyst. Das Englyst-Verfahren verwendet enzymatische-chemische Verfahren, um nicht-stärkeartige Polysaccharide (NSP) zu messen, die strukturellen Hauptbestandteile von Pflanzenzellwänden, die die traditionellere Definition von Nahrungsfaser einschließt. Die AOAC-Methode mißt Faser unter Verwendung einer Kombination von enzymatischen und gravimetrischen Verfahren, die Lignin und etwas resistente Stärke einschließen, was zu den höheren Gesamtnahrungsfasergehalten führt.

Da der Nahrungsfasergehalt (Englyst) des Coprakuchens unter 40% war, wurde eine weitere Analyse durchgeführt, um die verbleibenden nahen Bestandteile dieser Faserquelle (Tabelle 3) zu bestimmen. Die Gehalte an Nicht-Faserbestandteilen waren hauptsächlich Protein (20,8%). Das Protein und die freien Zuckerbestandteile von Coprakuchen könnten künstlich zu den Endprodukten des Fermentationsverfahrens beitragen, da sie nicht den Dickdarm in vivo erreichen könnten. Jedoch ist die Verdaubarkeit dieser Faserquellenmakronährstoffe abhängig von ihrer Zugänglichkeit zu den Amylasen im Darm des Wirts und den Proteasen im Dünndarm. Die Nährstoffe eines Coprakuchens sind in verhältnismäßig kleinen Mengen vorhanden, daher sind Faserquellen auf einer „Ist-Basis" berücksichtigt worden.

Methodologie

Ein einfacher Ansatz wurde angepaßt, um eine Fermentation von Faser in vitro zu kennzeichnen. Ähnliche Methoden sind von Brøbech Mortensen P., Hove, H., Rye Clausen, M. und Holtug, K. (1991) Fermentation to short-chain fatty acids and lactate in human faecal batch cultures, Scand. J. Gastroenterol. 26, 1285–1294, Tigemeyer, E. C., Bourquin, L. D., Fahey, G. C. und Garleb, K. A. (1991) Fermentability of various fibre sources by human faecal bacteria in vitro. Am. J. Chlin. Nutri. 53, 1418–1428, Sunvold, G. D. Fahey, G. C., Merchen, N. R. und Reinhart, G. A. (1995) In vitro fermentation of selected fibrous substrates by dog and cat faecal inoculum: Influence of diet composition on substrate organic matter disappearance and short-chain fatty acid production. J. Anim. Sci. 73, 1110–1122 und Edwards, C. A., Gibson, G., Champ; M., Jensen, B–B. Mathers, J. C., Nagengast, F., Rumney, C. und Quehl, A. (1996) In vitro method for quantification of the fermentation of starch by human faecal bacteria, J. Sci. Food Agric. 71, 209–217 berichtet worden. Solche Systeme, einschließend das hierin verwendete, sind als ein in vitro-Test geeignet, um einen Blick auf die Ergebnisse der Fäkalienfermentation zu werfen. Jedoch sind solche Tests nicht spezifisch und können nicht absolut definiert werden aufgrund ihrer inhärenten Variation in irgendeiner der Fäkalmikrofloren eines Tieres, unter anderen Gründen.

Faserprobenzubereitung (Tag 1)

  • – Fasersubstrate wurden als Coprakuchen in einer Konzentration von 0,7% (w/v) bereitgestellt. 0,231 g (±0,05 g) Coprakuchen wurden in drei 60 ml Glasserumflaschen (Jencons) eingewogen und das exakte Gewicht aufgezeichnet. 30 ml Fermentationsmedium (Tabelle 4) wurde zugegeben und die Flaschen mit einer Baumwollmuffe verschlossen und mit Metallfolie abgedeckt.

    Sechs Flaschen wurden mit keiner Faserquelle hergestellt, um als Kontrollen zu dienen.
  • – 200 ml 10 mM Natriumphosphatpuffer, pH 7,4, und 200 ml verwöhnter Anaerobbrühe (FAB) wurden in konischen Kolben hergestellt, enthaltend einen Floh, zur Fäkalresuspension. Flaschen wurden durch Autoklavieren (15 Minuten, 121°C) sterilisiert. Flaschen wurden im anaeroben Schrank (Don Whitley) angeordnet, um unmittelbar nach dem Autoklavieren zu prä-reduzieren.

Katzen und Hunde

  • – Katzen- oder Hundefäkalien wurden als eine Quelle von bakteriellem Inoculum für das in vitro-Fermentationssystem verwendet. Katzen wurden mit der folgenden Trockenkomplettnahrung für wenigstens 3 Monate vor dem Stand der Untersuchung gefüttert. Hunde wurden mit der folgenden Trockennahrung, zubereitet für eine Erwachsenenpflege, für wenigstens 2 Monate vor dem Start der Untersuchung gefüttert.
  • – Rezepte der Trockenprodukte:
  • – Katzen wurden in Häuschen gehalten, um eine Sammlung von frischen Fäkalien für eine 3-wöchige Dauer mit einer anschließenden Unterbrechung von einer Woche zu ermöglichen. Katzen wurden solus mit Futter in Mengen gefüttert, die erforderlich waren, um das Körpergewicht zu erhalten, und mit Zugang zu frischen Wasser zu allen Zeiten.
  • – Hunde wurden solus mit Futter in Mengen gefüttert, die erforderlich sind, um das Körpergewicht zu erhalten, und hatten zu allen Zeiten Zugang zu frischem Wasser.

Fäkalinoculation (Tag 2)

  • – Eine frische Fäkalienprobe wurde gesammelt. 20 g feuchte Fäkalien wurden zu dem vor-reduzierten Phosphatpuffer innerhalb von 60 Minuten eines Stuhlgangs zugegeben. Der Kolben wurde auf einem magnetischen Rührer im anaeroben Schrank angeordnet, um eine Fäkalienresuspensionsslurry (etwa 10 Minuten am Rührer) zu erzeugen. Baumwollmuffen wurden entfernt und 3 ml dieser 10% (w/v) Fäkalienslurry wurde in jede Serumflasche aliquotiert, die eine Faserquelle enthielt, und in drei der Kontrollflaschen ohne zugefügte Faser innerhalb des anaeroben Schranks. Dies lieferte einen etwa 1%igen Fäkalieninoculumgehalt in jeder Flasche. Dreifach-Flaschen wurde inoculatiert, um 3 Zeitpunktsmessungen abzudecken. Butylkautschukkappen ersetzten die Baumwollgewinderinge, und eine Metallkappe wurde verwendet, um jede Flasche zu versiegeln.
  • – Drei Kontrollflaschen ohne Fasern wurden inoculatiert und dienten als Mediumkontrollen. Drei Flaschen ohne Fasern wurden inoculatiert und wurden als Medium- und Fäkalienkontrollen verwendet. Flaschen wurden bei 37°C im anaeroben Schrank inkubiert. Zeitpunktmessungen wurden nach 0, 6 und 24 Stunden nach dem Fäkalieninoculum genommen.

Fermentationsendpunktmessungen (Tag 2 und 3) (i) SCFA-Messungen (0, 6, 24 Stunden)

  • – Ein 4 ml Aliquot der Fermentationsbrühe wurde zu einem 15 ml Kunststoffkortexröhrchen enthaltend 1,25 ml 20% (w/v) Metaphosphorsäure zugegeben. Die Röhrchen wurden invertiert und bei Raumtemperatur für 30 Minuten gehalten, damit Säuren vor der Lagerung bei –80°C vor der Analyse durch Gaschromatographie ausfallen können. Dies wird die SCFA detektieren; Essig-, Propion, N-Butter-, Iso-Butter-, N-Valerian-, Iso-Valerian-, Capron-, Iso-Capron- und Heptansäuren.
  • – Proben wurden gründlich vermischt und konnten sich absetzen. 1 ml von 0,01 M gemischtem Standard (0,01 M an Essig-, Propion, Iso-Butter-, Butter-, Iso-Valerian-, Valerian-, Iso-Capron und Capronsäuren in destilliertem Wasser) oder Fermentationsextrakt wurden in ein Glasteströhrchen mit einem geschliffenen Glashals pipettiert, und etwa 0,4 g NaCl (HPLC-Qualität) und 0,3 ml 12 M H2SO4 wurden zugegeben. 1,5 ml tertiärer Butylmethylether (TBME, HPLC-Qualität, 99,8% rein) wurden zugegeben und die Mischung für 1 Minute geschüttelt. Die wäßrigen und Lösungsmittelschichten konnten sich für 15 Minuten fraktionieren, damit die obere Etherschicht teilweise entfernt wurde (etwa 0,5 ml unter Verwendung einer Saugpipette) und in einem 2 ml Schraubverschlußfläschchen mit einer Parafilmversiegelung angeordnet. Diese Extrakte wurden auf den Gaschromatographen injiziert, und die Konzentration der SCFA durch Vergleich gegen die VFA-Standardlösungen gemessen.

(ii) Gasmessungen (6, 24 Stunden)

  • – Die Flaschen zum Zeitpunkt von 6 und 24 Stunden wurden aus dem anaeroben Schrank entfernt. Die „Abriß"-Metallversiegelung wurde abgehoben, um eine Messung des Gasdrucks innerhalb der Flasche zu ermöglichen. Ein Manometer, vor jeder Messung auf 0 gestellt, maß die Druckänderung in mBar.

(iii) pH-Messsungen (0, 6, 24 Stunden)

  • – Der pH der Fermentationbrühen wurde unter Verwendung eines pH-Meters (Orion, ISE 710A) nach Kalibrierung der Sonde gegen bekannte Standards gemessen.

Ergebnisse Bakterielle Fermentationsendpunkte

Die potentiellen Effekte von entfettetem Coprapresskuchen auf bakterielle Aktivität sind bezüglich des hergestellten SCFA, dem erzeugten Gas und dem pH der in vitro-Fermentationsbrühe nach 6 und 24 Stunden Inkubation in der Gegenwart eines 1%igen Fäkalinoculums gemessen worden. Ergebnisse aus 14 Katzenmessungen sind analysiert worden und werden in Tabelle 6 gezeigt. Ergebnisse vom Hund (n = 6) sind in Tabelle 7 zusammengefaßt.

Kontrollproben, die kein äußeres Substrat enthielten, produzierten beträchtliche Gehalte an SCFA und Gas. Die Grundproduktion aus den Kontrollproben ist von den mit Substrat versehenen Proben abgezogen worden, um die Produktion zu erhalten, die durch die Kokosnuß-Endospermfaserquelle bewirkt wird. Positive Werte stellen eine zusätzliche Herstellung über dem Grundniveau dar, und negative Werte zeigen eine inhibierte Produktion, oder einen Verbrauch verglichen mit den Kontrollen. Negative Werte für pH stellen eine Abnahme des pH-Werts dar (Ergebnisse, wie sie in Tabelle 6 und 7 gezeigt sind).

(a) Gesamt-SCFA

Der Gesamtgehalt an erzeugter SCFA nahm mit der Zeit zu (Tabellen 6 und 7). Entfetteter Coprapresskuchen führte zu einer beträchtlichen Zunahme des Gesamt-SCFA (p < 0,05) nach 6 Stunden über denjenigen, der in der Abwesenheit einer Faserquelle erzeugt wurde, was für eine Katze und einen Hund beobachtet wurde. Nach 24 Stunden wurde ein ähnliches Muster beobachtet.

Die hergestellte Gesamt-SCFA wurde im größeren Detail durch Kennzeichnung der Bestandteile der SCFA untersucht. In vivo sind Essig-, Propion- und Buttersäuren die Hauptendpunkte der Kohlenhydratfermentation und machen 90% der gesamten SCFA im Darm aus. Beträchtliche Zunahmen (p < 0,05) an Essig- und Propionsäuren wurden nach 6 und 24 Stunden für Katze und Hunde beobachtet (mit der Ausnahme von Essigsäure bei einer Katze (n = 14) nach 24 Stunden).

(i) Butyrat

Butyrat ist von besonderem Interesse aufgrund der trophischen Effekte, die es auf Colonocyten ausüben kann, und ebenso aufgrund seiner nützlichen metabolischen Rolle. Die Herstellung von Butyrat wurde beträchtlich (p < 0,05) über die Kontrollproduktion in der Gegenwart von entfettetem Coprapresskuchen nach 6 und 24 Stunden bei einer Katze (Tabelle 6) verbessert. Bei der Katze wurde nach 24 Stunden eine 80%ige Zunahme bei der Herstellung von Butyraten aus entfettetem Coprapresskuchen beobachtet. Diese beinahe Verdopplung der Butyratgehalte kann in vivo biologische Bedeutung haben. Eine Zunahme wurde beim Hund nach 24 Stunden beobachtet, jedoch war diese nicht signifikant (Tabelle 7).

(b) Gas

Gas ist ein zweites Hauptendprodukt der Fermentation. Die Hauptkomponenten des Gases sind CO2, H2 und CH4, die hauptsächlich aus der Kohlenhydratfermentation resultieren. Eine Gasproduktion ist als eine Zunahme des Drucks (mBar) über die Zeit gemessen worden.

Nach 24 Stunden erzeugte das entfettete Coprapresskuchenfasersubstrat eine beträchtliche Zunahme (p < 0,05) über die Gehalte an Gas, die in der Abwesenheit von Faser für Katze und Hund (Tabelle 6) erzeugt worden sind.

Werte mit unterschiedlichen oberen Indizes (in irgendeiner der Spalten) unterscheiden sich von p < 0,05 innerhalb jedes gemessenen Endpunkts.

  • # Gesamt-SCFA ist die Gesamtherstellung von Essig-, Propion-, N-Butter- Iso-Butter-, Valerian-, Iso-Valerian-, Capron-, Iso-Capron-, Heptansäuren.
SE
= Standardfehler

Werte mit unterschiedlichen oberen Indizes (in irgendeiner Spalte) unterscheiden sich durch p < 0,05 innerhalb jedes gemessenen Endpunkts.

  • # Gesamt-SCFA ist die Gesamtherstellung von Essig-, Propion-, N-Butter- Iso-Butter-, Valerian-, Iso-Valerian-, Capron-, Iso-Capron-, Heptansäuren.

Folgerungen

  • – Das Fermentationsverfahren wird in großem Maße durch die Menge und die Art des verfügbaren Substrats angetrieben. Dieses System liefert ein ausgezeichnetes Verfahren zum Verständnis der Fermentabilität von Fasersubstraten und liefert ein großes Verständnis der Rolle der Mikroflora innerhalb des Dickdarms.
  • – Es ist vorgeschlagen worden, daß eine ideale Faserquelle ein langsamer Fermentierer sein sollte, erzeugend hohe Gehalte an SCFA (insbesondere Butyrat). Diese langsam fermentierende Faser würde gewährleisten, daß Fasern mit verbleibender Fermentativkapazität die Bakterien erreichen können, die das distale Ende des Darms besiedeln. Somit könnte es möglich sein, eine solche Faserquelle zu verwenden, um Bakterien entlang der gesamten Länge des Dickdarms zu „füttern". Kokosnuß-Endospermfaser erfüllte die Kriterien für eine solche Faserquelle.
  • – Die Gesamtfermentation von Coprakuchen zwischen Katze und Hund erscheint ähnlich zu sein in bezug auf die Gesamt-SCFA und die Gaserzeugung.
  • – Die Gesamtergebnisse zeigen, daß die Verbindung von Kokosnuß-Endospermfaser eine (gute) Kotqualität verbessert oder bewahrt und die (gute) Gesundheit des Magen-Darm-Trakts verbessert oder erhält.
  • – Die signifikante Zunahme an Butyrat, die für eine Katze beobachtet wird, ist ein wichtiger Faktor, der zur Gesundheit der Darmumgebung beiträgt. Bei der Katze war der entfettete Coprapresskuchen, als eine Faserquelle, überraschend gut verglichen mit anderen Faserquellen, als daß er eine beträchtliche Zunahme an Butyrat über Grundniveaus erzeugte. Ähnliche Ergebnisse wurden beim Hund mit entfettetem Coprapresskuchen beobachtet, obwohl sie nicht so markant waren.

Beispiel 4 Einführung

Das Ziel dieses Versuches war es, die Kotqualitätsleistung von zwei Rezepturen enthaltend entfetteten Coprapresskuchen einzuschätzen.

Die verwendeten Grundhaustierfutter waren ein Produkt aus Brocken in Gelee. Die Rezepturbestandteile für jedes Futter waren wie folgt:

Rezeptur 1 ist insgesamt mehr als 100% aufgrund des Ofenverlusts (Ofenausbeute 90%). Alle Dosen wurden bei 125°C für 61 Minuten bearbeitet.

Verfahren

Die Kotqualität wurde in einem zweiwöchigen Übersichtsversuch gemessen, unter Beteiligung von 10 ausgewachsenen Hunden, die eine Anzahl von unterschiedlichen Rassen dargestellten.

Die verwendeten Hunde für den Versuch waren:

Beagle 1

Beagle 2

Beagle 3

Beagle 4

Beagle 5

English Springer Spaniel 6

English Springer Spaniel 7

Golden Retriever 8

Cairn Terrier 9

Minischnauzer 10

Den Hunden wurden die folgenden Mengen an Futter jeden Tag (g/Tag basierend auf Pflegefütterungsgehalten) angeboten:

Vor dem Start jeder Versuchswoche wurden die Hunde mit einem Standardtierfutter mit der folgenden Rezeptur für 2 Tage gefüttert. Diese Routinepraxis gewährleistet eine gemeinsame Basislinie für die Kot-Screeninguntersuchungen. Fisch und Geflügel 35% Getreide (Mais, Weizen) 20% Soße 45%

Die Kotqualität wurde subjektiv unter Verwendung der Kotbewertungsskala mit 17 Kategorien gemessen, wobei alle Stuhlgänge zwischen 1 und 5 (siehe Anlage 1) eingestuft wurden (in Vierteleinstufungen). Die mittlere Kotbeurteilung wurde für jeden Hund unter Verwendung aller Kotbeurteilungen, die während der Versuchsdauer gesammelt wurden, berechnet. Eine mittlere Gesamtkotbeurteilung für das Futter wurde durch Mitteln der Mittel für jeden Hund berechnet. Statistische Analyse wurde unter Verwendung einer Zwei-Weg-ANOVA durchgeführt (mit Futter als ein fester Faktor und einem Hund als einen variablen Faktor).

Ergebnisse Akzeptanz

Alle Hunde aßen 100% des angebotenen Futters über den zwei-wöchigen Versuch.

Kotqualität

Die Gesamtkotqualität war für beide Nahrungen ausgezeichnet, wenn sie gemäß der mittleren Kotbewertung klassifiziert wurden.

Es gab keinen beträchtlichen Unterschied der mittleren Kotbeurteilung zwischen den zwei Futtern auf dem entweder 95%igen oder 90%igen Konfidenzlevel (ANOVA, p = –0,77).

1 zeigt einen Vergleich der mittleren Kotbeurteilung und 95% LSD-Intervalle (kleinste Quadratabweichung) für die Futter.

Diskussion

Die Gesamtkotqualität war für beide Futter ausgezeichnet, wenn sie gemäß der mittleren Kotbeurteilung klassifiziert wurden.

Es gab keinen beträchtlichen Unterschied der mittleren Kotbeurteilung zwischen den zwei Futtern beim entweder 95%igen oder 90%igen Konfidenzlevel (ANOVA, p = 0,77).

Beispiel 5 Einführung

Das Ziel des Versuches war, die Kotqualitätsleistung eines Trockenrezepts enthaltend Coprapresskuchen einzuschätzen.

Das verwendete Basistierfutter war ein extrudiertes Einkomponententrockenprodukt. Die Rezeptbestandteile waren wie folgt:

Verfahren

Die Kotqualität wurde in einem einwöchigen Versuch gemessen, an einer Gruppe von 14 ausgewachsenen Hunden, die eine Anzahl an unterschiedlichen Rassen darstellten.

Die zum Versuch verwendeten Hunde waren: 1 Labrador Retriever 3 Border Collies 2 Deutsche Schäferhunde 1 Yorkshire Terrier' 2 Sussex Spaniels 5 Mischlinge

Die Hunde wurden gefüttert, um Energieerfordernisse zu bewahren.

Die Kotqualität wurde subjektiv unter Verwendung der Kotbewertungsskala mit 9 Kategorien gemessen, wobei alle Stuhlgänge (in halben Graden) zwischen 1 und 5 eingestuft wurden (siehe Anlage 1). Die mittlere Kotbeurteilung wurde für jeden Hund unter Verwendung aller Kotbewertungen, die während der Versuchsdauer gesammelt wurden, berechnet. Eine mittlere Gesamtkotbeurteilung für das Futter wurde durch Mitteln der Mittel für jeden Hund berechnet.

Ergebnisse Akzeptanz

Alle Hunde aßen 100% des angebotenen Futters über den einwöchigen Versuch.

Kotqualität

Die Gesamtkotqualität war für das Produkt ausgezeichnet, wenn es gemäß der mittleren Kotbewertung klassifiziert wurde.

Die mittlere Kotbeurteilung war 2,5

Folgerung

Die Verwendung von entfettetem Copra in einem Trockenprodukt ergab eine ideale Kotqualität.

Beispiel 6

Eine Untersuchung bezüglich der Wirkung von Kokosnuß-Endospermfaser auf das Überleben von Campylobakter im Darm des Hundes.

Zusammenfassung

  • – Campylobakter ist einer der am häufigsten vorkommenden Magen-Darm-Pathogene, die sowohl klinische als auch nicht-klinische Infektionen bei Hunden bewirken.
  • – Ein in vitro-Modell des Dickdarms beim Hund ist entwickelt worden, um den Effekt neuer Fasern auf das Überleben von bakteriellen Pathogenen beim Hund zu testen.
  • – Einschlüsse von Kokosnuß-Endospermfaser in diesem Modell resultierten in der Eliminierung lebensfähiger Campylobakter jejeni-Zellen aus dem System.

Verfahren

  • 1. C. jejuni-Zellen wurden aus Stammkulturen gezüchtet und bei 37°C unter mikroaeroben Bedingungen (5% O2, 10% CO2 und 85% N2) gezüchtet. Flüssige Kulturen wurden in 20 ml Volumen in 50 ml konischen Kolben, die auf einem Kreisschüttler geschüttelt wurden, gezüchtet. Über-Nacht-Kultueren, die in Mueller Hinten (MH) Brühe (Oxoid) gezüchtet wurden, wurden auf A600 1,0 vor der Integration in die Untersuchung eingestellt.
  • 2. Kolben wurden mit 200 ml MH-Brühe, 1 ml der eingestellten C. jejuni-Kultur und 2 g frischem Kot eingestellt. Um die Kolben zu testen, wurden 0,7% (w/v) Coprakuchen zugegeben und zum Mischen verwirbelt. Kontrollkolben wiesen keine weiteren Zugaben auf.
  • 3. Kolben wurden zu Beginn (0 Stunden) und am Ende (24 Stunden) des Experiments beprobt, um Zählungen an lebensfähigen C. jejuni-Zellen durch serielles Verdünnen von Proben aus den Kolben und Plattieren von Verdünnungen auf Campylobacter-selektivem Agar (LabM) zu bestimmen. Die Platten wurden mikroaerob für 48 Stunden inkubiert, woraufhin lebensfähige Zahlen bestimmt wurden.
  • 4. Am Ende des Experiments wurde der pH der Mischung in jedem Kolben unter Verwendung von Multistix (Bayer) bestimmt.
  • 5. Das Experiment wurde 6-mal unter Verwendung einer Fäkalprobe von einem jedesmal unterschiedlichen Hund bestimmt. Alle Hunde wurden mit einem kommerziell erhältlichen Prämiumtrockenfutter (vollständig und ausgeglichen) für die Dauer der Untersuchung gefüttert.

Ergebnisse

Nach einer 24stündigen mikroaeroben Inkubierung konnten keine lebensfähigen C. jejuni-Zellen aus Kolben gewonnen werden, zu denen Kokosnuß-Endospermfaser zugegeben worden war. Im Gegensatz dazu wurden C. jejuni-Zellen aus den Kolben gewonnen, die keine Kokosnuß-Endospermfaser enthielt, mit etwa 108 Zellen pro ml. Die Ergebnisse aus den 6 einzelnen Experimenten sind in der Tabelle unten gezeigt, und der Graph, der folgt, faßt die Daten zusammen:

Zahlen an lebensfähigen Campylobakter jejuni-Zellen (log10), die aus dem Modell des Dickdarms des Hundes mit und ohne die Zugabe von Kokosnuß-Endospermfaser gewonnen werden.

2 zeigt einen Graphen der Wirkung des Einschlusses von Kokosnuß-Endospermfaser in das Modell des Dickdarms beim Hund bezüglich des Überlebens von Campylobakter jejuni. Buchstaben bezeichnen einen statistisch signifikanten Unterschied.

Aufgezeichneter pH nach 24-stündiger Inkubation mit Kokosnuß-Endospermfaser, entweder eingeschlossen oder aus dem System für jeden Hund weggelassen.

Am Ende der Inkubationsdauer wurde der pH der Lösungen in jedem Kolben gemessen und es wurde gefunden, daß er 7,5 ist, wenn Kokosnuß-Endospermfaser aus dem System (SD von 0) weggelassen wurde. Wenn Kokosnuß-Endospermfaser in dem Modell eingeschlossen war, war der pH 6,42 (SD von 0,26).

Folgerungen

Ein Einschluß von Kokosnuß-Endospermfaser in einem Modell des Dickdarms eines Hundes resultierte in der Eliminierung von lebensfähigen Campylobakter jejuni-Zellen. Wenn keine Kokosnuß-Endospermfaser zu dem System zugegeben wurde, zeigten die C. jejuni-Zellen keinen Verlust an Lebensfähigkeit für die Dauer des Experiments. Da ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,5 für Campylobakter optimal ist, ist es unwahrscheinlich, daß der Unterschied des beobachteten pH-Werts zwischen den zwei Bedingungen für den beobachteten Unterschied des Überlebens verantwortlich ist. Statt dessen ist es wahrscheinlich, daß die nicht-pathogenen, saccharolytischen Bakterien, die im Kot vorhanden sind, in der Kokosnuß-Endospermfaser metabolisieren. C. jejuni ist zur Fermentation von Kohlenhydraten nicht in der Lage, so daß die Kokosnuß-Endospermfaser, die vorhanden ist, den nicht-pathogenen, saccharolytischen Bakterien einen Vorteil gibt.

Beispiel 7

In dieser Untersuchung wurde der Entzündungsstatus des Darms nach Fütterung einer Nahrung enthaltend Kokosnuß-Endospermfaserquellen und einer Standardnahrung (keine Faser) verglichen.

Verfahren

Der Versuch schloß 7 Hund ein, die eine Anzahl von Rassen repräsentierten. Die Hunde wurden einzeln für die Dauer der Fütterung und der Meßdauern behaust. Der Versuch wurde als ein Überblick durchgeführt. Hunde wurden mit der Nahrung solus in Mengen gefüttert, die zum Erhalt des Körpergewichts (125 × BW0,75), mit Zugang zu Trinkwasser zu allen Zeiten, für 4 Wochen mit einer einwöchigen Ausspülung, erforderlich waren. Die Testnahrung war ein nährwerttechnisches, vollständiges, feuchtes Format, das aus im Ofen gebildeten Fleischbrocken bestand, die in Wasser in einer Dose gelagert wurden. Kokosnuß-Endospermfaser war mit 7,2% (w/w) eingeschlossen. Alle anderen Rezeptkomponenten wurden anteilig für den Einschluß von Kokosnuß-Endospermfaser in der Form von Coprakuchen reduziert. Die Ausspülungsnahrung war eine vollständige und ausgeglichene Nahrung.

Kultur von Biopsieproben

Drei Biopsien wurden aus dem mittleren Darm entnommen, in Gewebekulturmedium (RPMI plus Gentomycin) überführt und gewogen. Die Biopsieproben wurden in frischem Medium für 30 Minuten gewaschen und zu einer frischen Mehrfachvertiefungsplatte mit 24 Vertiefungen enthaltend 1 ml Medium überführt und für 24 Stunden bei 37°C mit 5% CO2 kultiviert. Die Biopsieproben wurden dann bei 13.000 rpm für 5 Minuten gedreht und die überstehende Flüssigkeit zu einem frischen Eppendorfröhrchen überführt und bei –20°C, bis es benötigt wurde, eingefroren. 0,5 ml eines 1% Tritonlysispuffers (20 mM Tris pH 7,5, 20 mM NaCl2, 1% Triton × 100) wurden zu der Biopsyprobe zugegeben und für ein Minimum von 1 Stunde belassen. Die Proben wurden dann kurz homogenisiert und der Gesamtproteingehalt unter Verwendung eines Sigmaprotein-PRTM-Kits gemessen. Für das gesamte Biopsieprotein wurde gefunden, signifikant mit dem Biopsiefeuchtgewicht zu korrelieren und wurde verwendet, um eine Eicosanoidherstellung zur Biopsieprobengröße zu standardisieren.

Messung der Eicosanoidherstellung

Gehalte der PGE2-Erzeugung von Biopsieproben des mittleren Darms wurden durch Enzymimmunassay (EIA) gemessen. Überstehende Flüssigkeitsproben wurden 1 zu 10 in frischem Medium verdünnt. PGE2-EIA-Tests wurden aus R&D-Systems erhalten und wie in bereitgestellten Protokollbögen beschrieben durchgeführt. Kurz gesagt wurden 100 &mgr;l Probe und PGE2-Standard zu einer 96-Vertiefungsmikroplatte zugegeben, die zuvor mit Ziegen-Anti-Maus/Kaninchen-Polyklonalantikörper beschichtet worden war. 50 &mgr;l PGE2, konjugiert an alkalische Phosphatase und 50 &mgr;l polyklonaler Mausantikörper zu PGE2 wurden zugegeben. Die Platte wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur auf einem horizontalen Kreisplattenschüttler, der auf 500 + 50 rpm eingestellt war, inkubiert. Nach der Inkubation wurde die Platte gewaschen und 200 &mgr;l pNPP-Substrat zugegeben. Nach einer Stunde Inkubation wurden 50 &mgr;l Stopplösung (Trinatriumphosphat) zugegeben und die optische Dichte jeder Vertiefung unmittelbar unter Verwendung eines Mikroplattenlesers, eingestellt auf 450 nm Wellenlänge, bestimmt. Eine Konzentration an Eicosansoiden pro mg Biopsieprotein wurde aus einer Standardkurve berechnet.

Ergebnisse Eicosanoidproduktion durch Biopsiedarmproben.

Wenn Hunden die Kokosnuß-Endospermfaser enthaltende Nahrung gefüttert wurde, erzeugten Biopsien beträchtlich weniger PGE2 als wenn Hunden die Standardnahrung (P = 0,08) gefüttert wurde. Die Ergebnisse sind unten in der Tabelle und in 3 zusammengefaßt, welche eine mittlere PGE2-Produktion durch Biopsiedarmproben zeigt.

Anlage 1 – Kotqualität

  • • Die Bewertungsskala mit 17 Punkten wird verwendet, um alle Stuhlgänge einzuschätzen, wobei Kot in Viertelgradschritten zwischen Grad 1 und Grad 5 beurteilt wurde.
  • • Wenn ein Kot nicht als ein vollständiger oder der angrenzende halbe Grad zu beurteilen ist, wird er als Viertelgrad bewertet. Die halbgradigen Abstufungen sind unten angegeben.
  • • Die Bewertungsskala mit 9 Punkten wird verwendet, um alle Stuhlgänge einzuschätzen, wobei Kot in halbgradigen Abstufungen zwischen Grad 1 und Grad 5 bewertet wird. Die halbgradigen Grenzen sind wie folgt:

    Grad 5 – wäßriges Diarrhö

    Grad 4,5 – Diarrhö mit einigen Konsistenzbereichen

    Grad 4 – die Mehrheit, wenn nicht die gesamte Form ist verloren, schlechte Konsistenz, viskos

    Grad 3,5 – sehr feucht, weist jedoch noch eine gewisse definierte Form auf.

    Grad 3 – feucht, beginnt die Form zu verlieren, belassend eine definierte Marke, wenn er aufgenommen wird,

    Grad 2,5 – gut geformt, leicht feuchte Oberfläche, beläßt eine Marke, klebrig bei Berührung

    Grad 2 – gut geformt, hinterläßt keine Marke, „tretfähig"

    Grad 1,5 – hart und trocken

    Grad 1 – hart, trocken und bröckelig, „projektilartig"
  • • Unten ist ein Beispiel der Bewertungsskala mit einer Indikation der „idealen" und „unannehmbaren" Bereiche der Kotqualität angegeben:

    Unannehmbar (oder schlechte Kotqualität) (U) = kleiner als 1,5 und größer 3,5 (ausschließlich)

    Ideal (I) = zwischen 1,5 und 2,5 (einschließlich)
  • • Die mittlere Kotbeurteilung, die für jeden Hund erzeugt wird, wird berechnet und dann ein Gesamtmittel für den gesamten Versuch berechnet durch Mitteln der mittleren Kotbeurteilungen von jedem Hund.

Anlage 2

Das Englyst-Verfahren, von Englyst und Cummings (siehe oben).

Experimentelles Vorrichtung

Das Fraktionieren wurde in 50–60 ml Glaszentrifugenröhrchen mit einem Schraubverschluß, wie zuvor beschrieben, durchgeführt. Gas-Flüssig-Chromatographie wurde mit einem Pye Unicam Series 204 Chromatographen, ausgerüstet mit einem Flammenionisierungsdetektor, durchgeführt. Eine Glassäule mit einem inneren Durchmesser von 2,1 m × 2 mm, gepackt mit Supelcoport (100–200 mesh), beschichtet mit 3% SP 2330, wurde verwendet. Die Säulentemperatur war 215°C (isotherm) und die Injektor- und Detektortemperaturen waren 250°C. Das Trägergas (Stickstoff) wies eine Flußgeschwindigkeit von 20 ml Minute–1 auf.

Reagenzien

Zertifizierte Reagenzien hoher Reinheit wurden für alle Analysen verwendet. Enzympreparationen wurden wie folgt hergestellt: hog-pankreatische &agr;-Amylase, E. C. 3.2.1.1. (Sigma, Katalognr. A4268); Pullulanase, E. C. 3.2.1.41. (Boehringer, Katalognr. 108944).

Verfahren

Die Sequenz der Schritte im Vorgehen ist in 1 zusammengefaßt.

Vorbehandlung der Proben

Soweit möglich, sollten Futtermittel ohne jegliche Vorbehandlung analysiert werden. Wenn es Probleme bei der Nahme beispielhafter Proben gibt, können Futtermittel mit einem geringeren Wassergehalt für 2–3 Minuten kugelgemahlen werden, und solche mit einem höheren Wassergehalt werden homogenisiert oder gefriergetrocknet und kugelgemahlen.

Probenmassen

Akkurates Einwiegen von zwischen 50 und 1.000 mg Probe, enthaltend nicht mehr als 150 ml Stärke und 50 mg NSP, in ein 50–60 ml Zentrifugenröhrchen mit Schraubverschluß und Zufügen eines Rührers.

Fettextraktion und Trocknung

Proben mit Trockenmaterial zwischen 90 und 100% und mit weniger als 203% Fett können direkt analysiert werden. Ansonsten werden 40 ml Aceton zugegeben, für 30 Minuten durch Verwendung eines magnetischen Rührers gemischt, zentrifugiert und durch Verdampfung soviel überstehende Flüssigkeit wie möglich ohne Störung des Rückstands entfernt. Die Röhrchen werden in einem Wasserbad bei 65°C auf einer magnetischen Rührerheizplatte angeordnet und der Rückstand für einige Minuten gemischt, bis er trocken erscheint. Das Becherglas kann abgedeckt werden und der Acetondampf durch eine Wasserpumpe entfernt werden.

Dispersion der Stärke

2 ml DMSO werden zugegeben, das Röhrchen verschlossen und in einem siedenden Wasserbad für 1 Stunde erwärmt, Zeit wird gemessen, wenn ein erneutes Sieden beginnt, während kontinuierlich gerührt wird. Dann wird ohne Kühlen 8 ml 0,1 M Natriumacetatpuffer pH 5,2, bei 50°C zugegeben und unmittelbar vortexgemischt.

Vorgehensweise für die Analyse von nicht-stärkeartigen Polysacchariden (NSP) Enzymhydrolyse der Stärke

Kühlen des Röhrchens auf 45°C und sofortige Zugabe von 0,1 ml einer Enzymlösung enthaltend 5.000 Einheiten &agr;-Amylase und 5 Einheiten Pullulanase pro ml Acetatpuffer bei pH 5,2. Inkubieren der Proben bei 45°C für 16–18 Stunden, bevorzugtes kontinuierliches Mischen, wie zuvor beschrieben.

Folgend der Enzymbehandlung Zugabe von 40 ml absolutem Ethanol, gründliches Mischen und Stehenlassen für 1 Stunde bei Raumtemperatur. Zentrifugieren für 10 Minuten oder bis eine klare überstehende Flüssigkeit erhalten wird. Entfernen durch Verdampfung soviel der überstehenden Flüssigkeit wie möglich, ohne Störung des Rückstands, und Verwerfen derselben. Waschen des Rückstands zweimal mit 50 ml 85% Ethanol durch Mischen, um eine Suspension zu bilden, Zentrifugieren, bis sie klar ist, und Entfernen der überstehenden Flüssigkeit wie zuvor. Zugabe von 40 ml Aceton zu dem gewaschenen Rückstand, Rühren für 5 Minuten und dann Zentrifugieren. Entfernen der überstehenden Flüssigkeit durch Verdampfung und Trocknen des Rückstands, wie unter Fettextraktion und Trocknung beschrieben.

Säurehydrolyse des Rückstands aus enzymatischem Abbau

Dispergieren des trockenen Rückstands in 1 ml 12 M Schwefelsäure, unter Verwendung eines Vortexmischers. Belassen bei 35°C für 1 Stunde, um die Cellulose zu solubilisieren, dann schnelle Zugabe von 11 ml Wasser und Mischen.

Erwärmen der Lösung in einem siedenden Wasserbad für 2 Stunden vom erneuten Sieden, kontinuierliches Rühren. Abkühlen derselben auf Raumtemperatur durch Anordnen des Röhrchens in Wasser, Zugabe von 2 ml internem Standard (2 mg Allose pro ml gesättigter Benzoesäurelösung) und Mischen der Inhalte des Röhrchens. Verwenden von 1 ml des Hydrolysats für die Präparation von Alditolacetaten und Halten des Restes für die Bestimmung von Uronsäuren.

Uronsäuren

Das verwendete Verfahren ist eine Modifikation des Verfahrens von Scott. Mischen von 0,3 ml Hydrolysat (verdünnt, falls notwendig, so daß es zwischen 25 und 100 &mgr;g Uronsäuren pro ml enthält) mit 0,3 ml einer Mischung von Natriumchlorid-Borsäurelösung (hergestellt durch Zugabe von 2 g Natriumchlorid und 3 g Borsäure zu 100 ml Wasser). Zugabe von 5 ml konzentrierter Schwefelsäure und Vortexmischen, dann Anordnen des Röhrchens in einem Heizblock bei 70°C. Belassen des Röhrchens und der Inhalte für 40 Minuten und dann Abkühlen derselben auf Raumtemperatur durch Anordnen in Wasser. Wenn abgekühlt, Zugabe von 0,2 ml 3,5-Dimethylphenollösung (0,1 g (CH3)2-C6H3OH in 100 ml Eisessig) und sofortiges Mischen. Zwischen 10 und 15 Minuten später Ablesen der Extinktion bei 400 und 450 nm in einem Spektrophotometer gegen einen Wasserbezugswert. Abziehen der Ablesung bei 400 nm von derjenigen bei 450 nm für jede Probe und Auftragen des Unterschieds, der für Glucuronsäurestandards (über den Bereich 25–125 &mgr;f ml–1) erhalten wird. Ablesen der Probenkonzentration aus dem Graphen.

Herstellung von Alditolacetaten

Zu 1 ml Hydrolysat Zugabe von 0,2 ml 12 M Ammoniaklösung und 5 &mgr;l Octan-2-ol. Test, daß die Lösung alkalisch ist, und dann Zugabe von 0,1 ml einer frisch hergestellten Lösung aus 100 mg Natriumtetrahydroborat (III) (Natriumborhydrid) pro ml einer 3 M Ammoniaklösung. Mischen, Belassen der Mischung für 1 Stunde bei 40°C und Zugabe von 0,1 ml Eisessig. Danach zu 0,2 ml angesäuerter Lösung Zugabe von 0,3 ml N-Methylimidazol und 2 ml Essigsäureanhydrid und Mischen. Belassen derselben für 10 Minuten bei 20°C (Raumtemperatur), Zugabe von 5 ml Wasser, Mischen, und wenn sie abgekühlt ist, Zugabe von 1 ml Dichlormethan, heftiges Rühren der Inhalte auf einem Vortexmischer und Zentrifugieren für wenige Minuten, um die Mischung in zwei Phasen zu trennen. Entfernen der Masse der oberen Phase durch Verdampfung und Verwerfen derselben, dann Überführen der untern Phase zu einem kleinen Röhrchen, Versiegeln und Lagern desselben bei –20°C. Verwendung von 1–2 &mgr;l zur Injektion am Chromatographen.

Alternative Präparation von Alditolacetaten

Wenn Dichlormethan als ein Lösungsmittel für die Alditolacetate verwendet wird, ist in einer Anzahl von Laboratorien ohne automatische GLC-Injektionvorrichtungen beobachtet worden, daß die Injektionsmethode für das Erhalten reproduzierbarer Ergebnisse entscheidend ist. Ein robusteres Verfahren kann erhalten werden, wenn Dichlormethan durch Ethylacetat als ein Lösungsmittel für Alditolacetate ersetzt wird. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

Zu 1 ml Hydrolysat Zugabe von 0,2 ml 12 M Ammoniaklösung und 5 &mgr;l Octan-2-ol. Test, daß die Lösung alkalisch ist, dann Zugabe von 0,1 ml einer frisch hergestellten Lösung aus 100 ml g Natriumtetrahydroborat (III) pro ml einer 3 M Ammoniaklösung. Mischen, Belassen der Mischung für 1 Stunde bei 40°C und Zugabe von 0,1 ml Eisessig. Zu 0,5 ml der angesäuerten Lösung Zugabe von 0,5 ml N-Methylimidazol, 5 ml Essigsäureanhydrid und Mischen. Belassen für 10 Minuten bei 20°C (Raumtemperatur), dann Zugabe von 0,6 ml Ethanol und Mischen. Nach 5 Minuten Zugabe von 5 ml Wasser, Anordnen in einem Wasserbad bei Raumtemperatur, Zugabe von 5 ml 7,5 M KOH und einige Minuten später von weiteren 5 ml 7,5 M KOH. Mischen durch Invertieren und Belassen, um in zwei Phasen zu trennen. Transfer der oberen Phase zu einem kleinen Röhrchen und Lagern bei +5°C. Verwendung von 1–2 &mgr;l zur Injektion am Chromatographen.

Andere Ausführungsformen

Es ist zu verstehen, daß während die Erfindung in Verbindung mit der detaillierten Beschreibung derselben beschrieben worden ist, die vorangehende Beschreibung beabsichtigt ist, um den Umfang der Erfindung zu veranschaulichen und nicht zu begrenzen. Andere Erscheinungen, Vorteile und Modifikationen der Erfindung sind innerhalb des Umfangs der Ansprüche, die unten dargelegt werden, eingeschlossen.


Anspruch[de]
Haustierfutterprodukt umfassend Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Bewahrung oder Verbesserung der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts. Haustierfutterprodukt umfassend Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung einer schlechten Kotqualität. Haustierfutterprodukt umfassend Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung pathogener Bakterien im Dickdarm eines Haustieres. Haustierfutterprodukt umfassend Kokosnuß-Endospermfaser zur Verwendung bei der Prävention oder Behandlung einer Darmentzündung. Haustierfutterprodukt zur Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Kokosnuß-Endospermfaser in der Form von Copra, entfetteter Copra, frischem Kokosnuß-Endosperm, Kokosnußmehl oder getrockneter Kokosnuß ist. Haustierfutterprodukt zur Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die diätetische Faserkomponente der Kokosnuß-Endospermfaser, gemessen durch das Englyst-Verfahren, mit einem Gehalt von 0,15 bis 8%, auf einer Trockenmaterialbasis, im Haustierfutterprodukt vorliegt. Haustierfutterprodukt zur Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei entfettete Copra mit einem Gehalt von 0,5 bis 15% auf einer Trockenmaterialbasis in dem Haustierfutterprodukt vorliegt. Verwendung von Kokosnuß-Endospermfasern bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Prävention oder Behandlung einer schlechten Kotqualität. Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts zum Bewahren oder Verbessern der Gesundheit des Magen-Darm-Trakts. Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Prävention oder Behandlung einer Darmentzündung. Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser bei der Herstellung eines Haustierfutterprodukts für die Prävention oder Behandlung von pathogenen Bakterien im Dickdarm eines Haustieres. Verwendung von Kokosnuß-Endospermfaser nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die Kokosnuß-Endospermfaser in der Form von Copra, entfetteter Copra, frischem Kokosnuß-Endosperm, Kokosnußmehl oder getrockneter Kokosnuß ist. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die diätetische Faserkomponente der Kokosnuß-Endospermfaser, gemessen durch das Englyst-Verfahren, mit einem Gehalt von 0,15 bis 8%, auf einer Trockenmaterialbasis, im Haustierfutterprodukt vorliegt. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei die entfettete Copra mit einem Gehalt von 0,5 bis 15% auf einer Trockenmaterialbasis im Haustierfutterprodukt vorliegt. Verwendung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei die pathogenen Bakterien Campylobacter, Salmonella oder Escherichia coli sind. Verwendung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei das Haustier ein Hund ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com