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Dokumentenidentifikation DE60120666T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001272148
Titel ZUBEREITUNGEN ZUM METABOLISCHEN SCHUTZ UND ZUR REPARATUR DER LIPPEN
Anmelder The Regents of the University of California, Oakland, Calif., US
Erfinder ELIAS, M., Peter, Mill Valley, CA 94941, US
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Aktenzeichen 60120666
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.04.2001
EP-Aktenzeichen 019231661
WO-Anmeldetag 04.04.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/11092
WO-Veröffentlichungsnummer 2001076538
WO-Veröffentlichungsdatum 18.10.2001
EP-Offenlegungsdatum 08.01.2003
EP date of grant 14.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse A61Q 17/00(2006.01)A, F, I, 20060309, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61Q 19/00(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, EP   A61K 8/68(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, EP   A61K 8/55(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, EP   A61K 8/66(2006.01)A, L, I, 20060309, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft das Gebiet von topischen Zusammensetzungen zur Verwendung bei der Behandlung von durch Trockenlufteinwirkung aufspringenden, rissigen oder schuppigen Lippen und zur Verhinderung des Auftretens solcher Zustände.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Lippen sind ein Schleimhautepithel, das unter Schleimhautgeweben einmalig ist, da die permanente Aussetzung der Lippen gegenüber den Einflüssen der Umgebung erfordert, dass Lippen wie Epidermisgewebe funktionieren. Lippen weisen jedoch eine weniger effiziente Barrierefunktion als andere Epidermisgewebearten auf und sind daher auf Feuchtigkeitsverlust und die abträglichen Wirkungen, die aus Trockenlufteinwirkung resultieren, empfindlicher.

Die JP 08116971 offenbart ein äußerlich anzuwendendes Präparat für die Haut, das Monoglykosylsphingolipid (&bgr;-Galactosylceramid oder &bgr;-Glucosylceramid) enthält, zur Verbesserung von rauer Haut durch &bgr;-Glucocerebrosidase-Aktivierung in der Epidermis. Für die Aktivierung von &bgr;-Glucocerebrosidase wird angegeben, dass sie die Bildung der Keratinschicht-Permeationsbarriere verbessert, um das Aufrauen von Haut zu unterbinden.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung baut auf der Entdeckung auf, dass ein Grund für die Unfähigkeit von Lippen, eine ausreichende Barrierefunktion bereitzustellen, die Tatsache ist, dass sie bestimmte Lipid-verarbeitende Enzyme, die erforderlich sind, um manche der Lipide zu bilden, die zu einer wirksamen Barrierefunktion beitragen, nur in geringen Konzentrationen aufweisen. Insbesondere weisen Lippen relativ geringe Konzentrationen an endogener &bgr;-Cerebrosidase und Phospholipasen auf, und folglich enthalten Lippen relativ große Mengen an Glucosylceramiden und Phospholipiden, die durch diese Enzyme nicht zu Ceramiden und freien Fettsäuren umgesetzt wurden. Da das resultierende Lipidgemisch nur geringe Konzentrationen dieser Lipide aufweist, ist es keine wirksame Zusammensetzung zur Unterstützung der Barrierefunktion. Dies führt dazu, dass Lippen empfindlicher gegenüber Dehydratation sind, was zu Aufspringen, Riss- und Schuppenbildung an Lippen führt.

Gemäß dieser Erfindung wurde daher entdeckt, dass Trockenlufteinwirkung auf Lippen durch das Auftragen von jeder beliebigen aus mehreren topischen Formulierungen wie folgt behandelt oder verhindert werden kann:

  • (1) Formulierungen, in denen die einzigen Lipide, die in die Formulierungen eingebunden sind und zur Beeinflussung des Feuchtigkeitsgehalts physiologisch aktiv sind,
  • (a) ein oder mehrere Ceramide,
  • (b) eine oder mehrere freie Fettsäuren und
  • (c) eine oder mehrere nichtessentielle freie Fettsäuren sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND SPEZIFISCHER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die Bezeichnung "Ceramide" bezieht sich auf eine Klasse an Verbindungen, die sonst als "Sphingoid"-Verbindungen oder "Sphingolipide" bekannt sind. Diese Verbindungen weisen eine Sphingosin-Hauptkette oder eine eng verwandte Struktur auf, in der Fettsäuren über eine Amidbindung an der Aminogruppe der Sphingosinstruktur an die Hauptkette gebunden sind. Die allgemeine Formel für Ceramide lautet wie folgt: worin:

R1 Alkyl oder &agr;-Hydroxyalkyl ist;

R2 entweder R3 C10-C20-Alkyl ist.

Die Bezeichnung "Alkyl", wie sie hierin verwendet wird, umfasst sowohl unverzweigte als auch verzweigte Gruppen, gesättigt und ungesättigt (d.h. mit einer oder mehreren Doppelbindungen) und einwertig oder zweiwertig, wie durch die Position der Gruppe in der Strukturformel angegeben wird. Unverzweigte Gruppen werden im Allgemeinen bevorzugt. Die Bezeichnung "&agr;-Hydroxyalkyl", wie hierin verwendet, bezieht sich auf Gruppen, die von &agr;-Hydroxy-Fettsäuren abstammen, worin die &agr;-Position den Kohlenstoff bezeichnet, der benachbart zur Carboxylgruppe der Fettsäure angeordnet ist. Unter "Fettsäurerest" wird der Teil einer Fettsäure verstanden, der nach Entfernung der -COOH-Gruppe zurückbleibt.

Bevorzugte Gruppen für R1 sind C10-C36-Alkyl und &agr;-Hydroxy-C10-C36-Alkyl oder eine der zwei Untergruppen C14-C20-Alkyl und &agr;-Hydroxy-C14-C20-Alkyl oder C10-C36-Alkyl und &agr;-Hydroxy-C20-C36-Alkyl. Besonders bevorzugt ist ein C20-C36-Alkyl, und am meisten bevorzugt ist ein gesättigtes C20-C36-Alkyl.

Die bevorzugte Gruppe für R2 ist

Bevorzugte Gruppen für R3 sind gesättigtes unverzweigtes C12-C16-Alkyl, insbesondere gesättigtes unverzweigtes C13-C15-Alkyl, wobei gesättigtes unverzweigtes C13- und C15-Alkyl am meisten bevorzugt sind.

Zahlreiche Ceramide treten in bestimmten Pflanzengeweben wie Hefe und auch im Stratum corneum von Säugetieren und in anderen Säugetiergeweben wie Gehirngewebe und Nervengewebe natürlich auf. Ceramide können aus diesen Geweben mittels auf dem Gebiet der Erfindung bekannten Verfahren extrahiert werden. Bovines Gehirngewebe und menschliches Milzgewebe sind übliche, im Handel erhältliche Quellen hierfür. Ein als "Typ-III-Ceramide" bezeichnetes Gemisch wird durch die Wirkung von Phospholipase C auf bovines zerebrales Sphingomyelin hergestellt, und die R3-Gruppierungen sind primär Stearin-(gesättigt mit 18 Kohlenstoffatomen) und Nervon-(ungesättigt mit 24 Kohlenstoffatomen)säure. Ein als "Typ-IV-Ceramide" bezeichnetes Gemisch ist den Typ-III-Ceramiden ähnlich, mit der Ausnahme, dass es &agr;-Hydroxysäuren und nicht Stearin- und Nervonsäure enthält. Beide Gemische sind im Handel bei Anbietern von Chemikalien, wie z.B. Sigma Chemical Company, St. Louis Missouri, USA, erhältlich, und jene, die keine direkten Extrakte sind, sind in der Lage, mittels Verfahren hergestellt zu werden, die in der Literatur beispielsweise von W. R. Morrison, Biochem. Biophys. Acta 176, 537 (1979), und H. E. Carter et al., J. Lipid Res. 2, 228 (1961), beschrieben werden. Im Allgemeinen sind sieben Typen von Ceramiden bekannt, und von allen wird angenommen, dass sie zur Durchführung dieser Erfindung geeignet sind.

Die hierin als "freie Fettsäuren" bezeichneten Komponenten umfassen &agr;-Hydroxy-Fettsäuren und &ohgr;-Hydroxy-Fettsäuren sowie nicht-hydroxylierte Fettsäuren, sowohl gesättigt als auch ungesättigt und sowohl unverzweigt als auch verzweigt. Unverzweigte &agr;-Hydroxy- und nicht-hydroxylierte Fettsäuren sind bevorzugt. Die Fettsäuren weisen im Allgemeinen eine Länge von bis zu 36 Kohlenstoffatomen auf. Bevorzugte Längen umfassen 12 bis 20 Kohlenstoffatome.

Die essentiellen freien Fettsäuren sind Linolsäure (18 Kohlenstoffatome, zwei Doppelbindungen) und Linolensäure (18 Kohlenstoffatome, drei Doppelbindungen), einschließlich verschiedener Isomere dieser Säuren. Nichtessentielle freie Fettsäuren sind alle anderen Fettsäuren, vor allem jene mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen. Bevorzugte nichtessentielle freie Fettsäuren sind jene mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen, und am meisten bevorzugt sind Stearin- und Palmitinsäure. Die freien Fettsäuren können auch in Form ihrer Glykolipidvorläufer wie z.B. in Form von Triglyceriden bereitgestellt werden.

Das Enzym &bgr;-Glucocerebrosidase (&bgr;-D-Glucosyl-N-acylsphingosinglucohydrolase, E. C. 3.2.1.45) ist ein lysosomales Glykoproteinenzym, das die Hydrolyse von Glucocerebrosiden zu Glucose und Ceramiden katalysiert. Dieses Enzym ist ein natürlich vorkommendes, menschliches Enzym, das bei Handelslieferanten erhältlich ist. Bestimmte Analoga des Enzyms mit ähnlicher Aktivität sind ebenfalls im Handel erhältlich und können in gleicher Weise in dieser Erfindung verwendet werden. Ein solches Analogon ist CEREZYME®, das mittels DNA-Rekombinationstechnologie unter Verwendung einer Säugetierzellkultur produziert wird. Dieses Analogon, das auch als Imiglucerase bekannt ist, ist ein monomeres Glykoprotein mit 497 Aminosäuren, das sich durch die Substitution von Arginin durch Histidin an Position 495 und durch die Modifikation der Oligosaccharidketten an den Glykosylierungsstellen, sodass sie mit Mannose-Zucker enden, von Placenta-Glucocerebrosidase unterscheidet. Ein anderes Analogon ist CEREDASE® (Alglucerase), produziert durch Modifikation der Oligosaccharidketten von menschlicher &bgr;-Glucocerebrosidase, um die Zuckerreste an den nicht reduzierenden Enden so zu verändern, dass sie vorwiegend mit Mannoseresten enden. Jedes dieser Analoga ist bei Genzyme Corporation, Cambridge, Massachusetts, USA, erhältlich.

Phospholipase A2 ist eine Klasse von Enzymen, die die Hydrolyse des sn2-Acyl- oder -Alkylesters von Phosphoglyceriden spezifisch katalysiert und dadurch äquimolare Mengen an Lysophospholipiden und freien Fettsäuren produziert. Bevorzugte Phospholipase-A2-(PLA2-)Enzyme zur Verwendung in dieser Erfindung sind Sekretions-PLA2-Enzyme von Säugetieren und insbesondere Pankreas-Sekretions-PLA2-Enzyme des Typs 1 oder Typs 5. Porcine, bovine und menschliche Pankreas-PLA2 sind im Handel bei Anbietern von Chemikalien, wie z.B. bei Sigma Chemical Company, St. Louis, Missouri, USA, erhältlich.

Die Enzyme &bgr;-Glucocerebrosidase (oder ihre Analoga) und Sekretionsphospholipase A2 können auch einzeln, und nicht in Kombination, angewandt werden. Die einzelne Anwendung eines dieser Enzyme sorgt für teilweise Erleichterung der Trockenluftbelastung.

In jeder der Formulierungen dieser Erfindung können die relativen Mengen der Komponenten variieren, und spezifische Anteile sind für die Erfindung nicht maßgeblich. In jedem Fall werden jedoch bestimmte Anteilsbereiche bevorzugt. Für die hierin beschriebenen Formulierungen, die eine Kombination aus (a) Ceramid, (b) essentieller freier Fettsäure und (c) nichtessentieller freier Fettsäure enthalten, liegen die bevorzugten Molverhältnisse von (a):(b):(c) bei etwa (1–5):(1–5):(1–5). Ein noch bevorzugteres Molverhältnisbereich umfasst etwa (1–3):(1–3):(1–3). Alternativ dazu sind bevorzugte Verhältnisse jene, die sich mit dem bereits im Stratum corneum der Lippen vorhandenen Cholesterin kombinieren und so eine endgültige Lipidzusammensetzung erreichen, in der das Molverhältnis von (Cholesterin):(Ceramid):(essentielle freie Fettsäure):(nichtessentielle freie Fettsäure) im Bereich von etwa 1:1:1:1 bis etwa 3:1:1:1 liegt.

Die Zusammensetzungen dieser Erfindung werden direkt auf die Lippen aufgetragen und können in ein kosmetisches Präparat wie Lippenstift oder ein Therapeutikum oder ein präventives Präparat wie Lippenbalsam eingebunden werden. Das Präparat kann in verschiedenen Formen wie in Form eines Stifts, einer Salbe, einer Creme oder eines Balsams bereitgestellt werden. Die Präparate umfassen im Allgemeinen ein Vehikel, und jegliche nichttoxische und pharmazeutisch annehmbare Vehikel, einschließlich jener, die für die Verwendung bei Anwendungen für Lippen bekannt sind, können verwendet werden. Beispiele hierfür sind Petrolatum, Mineralöl, modifiziertes oder unmodifiziertes Pflanzenöl, silikonbasierte Öle und andere synthetische Öle sowie Wachse. Zusätzliche Bestandteile wie Pigmente, Duftstoffe, Sonnenschutzfaktoren und Konservierungsmittel können ebenfalls eingebunden werden.

Die folgenden Beispiele werden ausschließlich zur Veranschaulichung bereitgestellt.

BEISPIEL 1

Dieses Beispiel berichtet von Testergebnissen, die die Expression hydrolytischer Enzyme in menschlicher Epidermis mit der Expression derselben Enzyme in menschlichem Lippengewebe (Mundepithel) vergleichen. Die Expressionsniveaus wurden durch Messen von mRNA-Konzentrationen durch Northern-Blotting und In-situ-Hybridisierung bestimmt. Die Expressionsniveaus wurden auch durch Messen von Protein/Aktivitätsniveaus mittels zumindest zwei der folgenden Verfahren bestimmt: Immunhistochemie, In-vitro-Enzymtest, Western-Immunblotting und In-situ-Zymographie. Jedes dieser Verfahren und die Weise der Anwendung oder Anpassung dieser Verfahren an den vorliegenden Typ der Bestimmung sind auf dem Gebiet der Erfindung bekannt.

Die Resultate sind in Tabelle I aufgelistet. In dieser Tabelle bedeutet "N. D.", dass das Resultat zu gering war, als dass es nachgewiesen werden konnte, und die Expressionsniveaus werden auf einer relativen Basis ausgedrückt, wobei "+" die niedrigsten beobachteten Niveaus und "++++" die höchsten beobachteten Niveaus bezeichnet.

Tabelle I zeigt, dass die Expression dieser drei Enzyme gemäß beiden Indikatoren (mRNA und Protein/Aktivität) signifikant geringer im Mundepithel als in Epidermisgeweben ist.

BEISPIEL 2

Dieses Beispiel berichtet von Testresultaten, die die Konzentrationen von Stratumcorneum-Lipiden in menschlicher Epidermis mit jenen in menschlichem Lippengewebe (Mundepithel) vergleichen. Stratum-corneum-Schichten für die Tests wurden durch Trypsinisierung erhalten, und Gesamtlipide wurden durch das Bligh-Dyer-Verfahren, ein Verfahren, das auf dem Gebiet der Erfindung durchwegs bekannt ist (E. G. Bligh & W. J. Dyer, Can. J. Biochem. Physiol. 37, 911–917 (1959)), extrahiert. Die Trennung und Quantifizierung von Lipidfraktionen wurden durch Hochleistungsdünnschichtchromatographie erzielt.

Die Resultate sind in Tabelle II gezeigt.

Tabelle II zeigt, dass die Konzentrationen an Ceramiden und freien Fettsäuren in Mundepithel signifikant geringer als in Epidermisgeweben sind, während die Konzentrationen an Phospholipiden und Glykolipiden höher und die Konzentrationen an Cholesterin kaum unterschiedlich sind.

BEISPIEL 3

Dieses Beispiel veranschaulicht die Wirksamkeit verschiedener Formulierungen innerhalb des Schutzumfangs dieser Erfindung bei der Wiederherstellung der Lipidbarrierefunktion in Unterlippen von menschlichen Probanden. Der transepitheliale Wasserverlust (TEWL) wurde mittels eines elektrolytischen Wasseranalysators (MEECO, INC., Washington, Pennsylvania, USA) gemessen.

Die Basislinienniveaus von TEWL (vor der Behandlung) betrugen 2,0 ± 0,025 mg/cm2/h im Vergleich zu jenen von normaler epidermaler Haut, die sich auf weniger als 0,15 mg/cm2/h belaufen. Die verwendeten Formulierungen waren die folgenden:

Nr. 1: Gemisch aus bovinem Ceramid, Palmitinsäure und Linolsäure in einem Molverhältnis von 1:2:2 als eine 1,5-Gew.-%-Lösung in einem Propylenglykol-Ethanol-Gemisch (7:3 im Volumen).

Nr. 2: Gemisch aus &bgr;-Glucocerebrosidase und Pankreas-Sekretionslipase in einer Konzentration von 0,25% in 0,1 M Natriumphosphat-gepufferter Kochsalzlösung, pH 5,5.

Nr. 3: Gemisch aus bovinem Ceramid, Cholesterin, Palmitinsäure und Linolsäure in einem Molverhältnis von 1:1:2:2 als eine 1,5-Gew.-%-Lösung in einem Propylenglykol-Ethanol-Gemisch (7:3 im Volumen).

Vehikel alleine: Gemisch aus Propylenglykol und Ethanol (7:3 im Volumen).

Die Tests wurden an vier jungen erwachsenen Probanden im Alter von 25 bis 40 Jahren durch Auftragen von insgesamt 0,2 ml jeder Formulierung auf Stellen mit einem Durchmesser von 0,5 cm auf der Unterlippe durchgeführt. Messungen wurden 2, 4 und 6 h, nachdem die Behandlung begonnen wurde, abgenommen. Die Resultate sind in Tabelle III gezeigt, worin jeder Eintrag für die prozentuelle Normalisierung (d.h. den Grad der Wiederherstellung eines normalen Werts) von TEWL vom Basislinienniveau ausgehend (je höher der Prozentsatz, desto wirksamer die Behandlung) steht und den Durchschnitt aus drei Messungen darstellt.

Tabelle III zeigt, dass jede der Formulierungen den TEWL in Bezug auf Verwendung des Vehikels alleine reduzierte und daher eine positive Wirkung auf Barrierenwiederherstellung zeigte. Die Formulierungen 1 und 2 waren in ihrer Wirkung jedoch Formulierung 3 signifikant überlegen.

Die obige Beschreibung ist primär zur Veranschaulichung dargeboten. Für Fachleute wird es selbstverständlich sein, dass hierin beschriebene Komponenten, Anteile, zusätzliche Bestandteile, Verabreichungsverfahren und andere Parameter der Erfindung auf verschiedene Weisen modifiziert oder substituiert werden können, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu überschreiten.


Anspruch[de]
Verwendung von

(a) einem oder mehreren Ceramiden,

(b) einer oder mehreren essentiellen freien Fettsäuren oder Triglyceriden davon und

(c) einer oder mehreren nichtessentiellen freien Fettsäuren mit jeweils 12 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Triglyceriden davon

in (a):(b):(c)-Molverhältnissen von (1–5):(1–5):(1–5) als einzige Lipidkomponenten

zur Herstellung eines Medikaments zur Verhinderung oder zur Behandlung von durch Trockenlufteinwirkung geschädigten Lippen eines Menschen durch Auftragen einer Zusammensetzungsmenge, die eine Barrierefunktion aufrechterhält, auf die Lippen.
Verwendung nach Anspruch 1, worin eine oder mehrere essentielle freie Fettsäuren Elemente sind, die aus der aus Linol- und Linolensäure bestehenden Gruppe ausgewählt sind. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, worin eine oder mehrere nichtessentielle freie Fettsäuren Elemente sind, die aus der aus Palmitin- und Stearinsäure bestehenden Gruppe ausgewählt sind. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, worin eine oder mehrere Ceramide Elemente sind, die aus der aus Rinderceramiden, Typ III und IV, bestehenden Gruppe ausgewählt sind. Verwendung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin die Molverhältnisse (1–3):(1–3):(1–3) betragen. Verwendung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, worin Komponente (a) ein Rinderceramid, Komponente (b) Linolsäure und Komponente (c) Palmitinsäure ist.






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