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Dokumentenidentifikation DE69835152T2 31.05.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0000986891
Titel TEILNEHMERLEITUNGSSCHNITTSTELLENSCHALTUNG UND VERFAHREN
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder EMERICKS, Anders, SE - 169 37 SOLNA, SE;
HELLBERG, III, Henrik, S-169 30 Solna, SE;
ISRAELSSON, Mattias, S-118 58 Stockholm, SE;
MALMGREN, Carl-Henrik, S-114 60 Stockholm, SE
DE-Aktenzeichen 69835152
Vertragsstaaten DE, ES, FI, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.1998
EP-Aktenzeichen 989287180
WO-Anmeldetag 28.05.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/SE98/01018
WO-Veröffentlichungsnummer 1998056162
WO-Veröffentlichungsdatum 10.12.1998
EP-Offenlegungsdatum 22.03.2000
EP date of grant 05.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.05.2007
IPC-Hauptklasse H04M 19/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Teilnehmeranschlussschaltungen und insbesondere auf ein Verfahren und eine Anordnung in einer Teilnehmeranschlussschaltung zum automatischen Anpassen der Signalreserve auf einer mit der Teilnehmeranschlussschaltung zu verbindenden Telefonleitung an Änderungen der Amplitude der Wechselstromsignale, welche auf der Telefonleitung übertragen werden.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Der Zweck einer Teilnehmeranschlussleitung ist unter anderem, eine Zweidrahttelefonleitung mit Gleichspannung zu versorgen und Wechselstromsignale auf der Telefonleitung zu übertragen. Die Gleichspannung soll ein Telefon oder ein anderes Gerät, welches mit dem anderen Ende des Zweidrahtschaltkreises verbunden ist, betreiben, während die Wechselspannungssignale zum Beispiel Sprache, Nummerninformation und private Ratenmessungssignale („Private Rate Measurement", PRM) sein können, wobei die Letzteren Hochfrequenzsignalanhäufungen sind, die zu jeder Zeit während eines Anrufs auftreten können.

Die Teilnehmeranschlussschaltungen sind derart ausgestaltet, dass ein bestimmter Anteil der verfügbaren Batteriespannung für die Erzeugung einer vorbestimmten Leitungsspeisungscharakteristik vorgesehen ist, während ein anderer Anteil der Batteriespannung für die Übertragung des Wechselspannungssignals vorgesehen ist. Der letztere Anteil wird Signalreserve genannt. Somit bestimmt die Signalreserve eine Grenze für die Amplitude der zu übertragenden Wechselspannungssignale.

Das US-Patent Nr. 5,511,118 offenbart ein Verfahren und eine Schaltung zum Bereitstellen einer Gleichspannungsspeisung auf einer Zweidrahttelefonleitung. Dieses bekannte Verfahren und diese bekannte Schaltung entsprechen dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche 1 bzw. 4. Gemäß dieser Druckschrift können Spannungsreserven entsprechend der zwei Leitungen der Telefonleitung mittels eines digitalen Steuersignals gesteuert werden.

Die oben erwähnten PRM-Signale sind Hochamplitudensignale. Außerdem können andere Hochamplitudensignale auftreten. Um derartige Signale aufzunehmen, weisen die bekannten Lösungen entweder eine konstante hohe Signalreserve auf oder erhöhen die Signalreserve, wenn „zusätzliche" Signalreserve gebraucht wird, zum Beispiel für die PRM-Signale. In dem ersten Fall sind die Anschlussschaltungen mehr oder weniger für PRM-Anwendungen bestimmt, da tatsächlich mehr Signalreserve, als eigentlich für eine normale Wechselstromübertragung gebraucht wird, bereitgestellt wird. In dem zweiten Fall müssen Steuermittel außerhalb der Anschlussschaltung bereitgestellt werden, um die Signalreserve erforderlichenfalls zu ändern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Aufgabe der Erfindung ist, eine Teilnehmeranschlussschaltung bereitzustellen, welche automatisch die verfügbare Signalreserve an die augenblickliche Wechselspannungssignalamplitudensituation anpasst.

Dies wird mittels einer erfindungsgemäßen Teilnehmeranschlussschaltung erreicht, da die Spannungsdifferenz zwischen der Spannung des jeweiligen Drahts der Zweidrahttelefonleitung und der zugeordneten Versorgungsspannung abhängig von Wechselspannungssignalamplitudenänderungen verkleinert oder vergrößert wird.

Somit passt sich die Signalreserve selbst an die Wechselspannungssignalamplitudensituation an. Dadurch wird die Teilnehmeranschlussschaltung allgemeiner verwendbar und es werden keine Steuermittel außerhalb der Anschlussschaltung benötigt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die Erfindung wird im Folgenden detaillierter unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben werden, in welcher 1 ein Blockdiagramm einer Ausführungsform einer Teilnehmeranschlussschaltung gemäß der Erfindung ist, 2 ein Diagramm ist, welches Spannungspegel und Wechselspannungssignale der Schaltung der 1 unter normalen Betriebsbedingungen darstellt, und 3 und 4 zwei unterschiedliche Ausführungsformen darstellen, wie die Schaltung der 1 Spannungspegel in Abhängigkeit von Wechselspannungssignalamplituden, welche einen Begrenzungswert überschreiten, steuert.

BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN

1 zeigt eine Ausführungsform einer Teilnehmeranschlussschaltung 1 gemäß der Erfindung. Es sollte hervorgehoben werden, dass nur die Elemente der Anschlussschaltung gezeigt sind, welche für das Verstehen der Erfindung notwendig sind.

Die Teilnehmeranschlussschaltung 1 ist in einer an sich bekannten Art und Weise mit der A-Leitung und der B-Leitung (oder Tip-Leitung bzw. Ring-Leitung) einer Zweidrahttelefonleitung verbunden, welche mit zum Beispiel einem (nicht gezeigten) Telefonapparat verbunden ist. Der Widerstand des Telefonapparats und der Telefonleitung wird in 1 durch einen Widerstand RL dargestellt und die Spannung über dem Widerstand RL, das heißt die Leitungsspannung wird mit VRL bezeichnet.

Die A-Leitung ist mit dem Ausgangsanschluss eines Verstärkers 2 verbunden, dessen Eingangsanschluss mit einem Ausgangsanschluss 33 einer Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 verbunden ist. Der Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 2 ist mit einer Versorgungsspannung verbunden, welche in der gezeigten Ausführungsform Masse GND sein soll. Es sollte jedoch klar sein, dass der Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 2 nicht notwendigerweise mit Masse GND verbunden sein muss, sondern abhängig von der besagten Anwendung mit einer beliebigen gewünschten Versorgungsspannung verbunden werden kann.

Die B-Leitung ist mit dem Ausgangsanschluss eines Verstärkers 4 verbunden, dessen Eingangsanschluss mit einem Ausgangsanschluss 34 der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 verbunden ist. Der Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 4 ist mit dem Ausgangsanschluss eines Verstärkers 5 verbunden, dessen Eingangsanschluss mit einem Ausgangsanschluss 35 der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 verbunden ist. Der Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 5 ist mit einer Versorgungsspannung VBAT verbunden, welche in der gezeigten Ausführungsform gleich –48 V sein soll. Die Versorgungsspannung des Verstärkers 4, das heißt die Ausgangsspannung des Verstärkers 5, ist in 1 mit VREG bezeichnet und wird weiter unten beschrieben werden.

In der Ausführungsform gemäß 1 soll die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 die A-Leitung auf eine höhere Gleichspannung VA als die Gleichspannung VB auf der B-Leitung setzen. Die Gleichspannung VA auf der A-Leitung ist niedriger als die Gleichspannungsversorgungsspannung des Verstärkers 2, das heißt Masse GND, währen die Gleichspannung VB auf der B-Leitung höher ist als die Versorgungsspannung des Verstärkers 4, das heißt VREG. Dies ist schematisch in dem Diagramm in 2 dargestellt.

Die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 weist zwei Eingangsanschlüsse auf, und zwar einen Wechselspannungseingangsanschluss 31 und einen Gleichspannungseingangsanschluss 32.

Der Wechselspannungseingangsanschluss 31 ist mit dem Ausgangsanschluss eines Strom/Stromwandlers 6 verbunden, dessen Eingangsanschluss mit einem Empfängersammelknoten („Receiver Summing Node", RSN) der Teilnehmeranschlussschaltung 1 verbunden ist. Sprache, Nummerinformation, PRM-Signale und andere Wechselspannungssignale werden zu dem Sammelknoten RSN geliefert und über den Strom/Stromwandler 6 zu dem Wechselspannungseingangsanschluss 31 der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 zugeführt, welche geeignet ist, diese Wechselspannungssignale über die Verstärker 2 bzw. 4 der A-Leitung und der B-Leitung zuzuführen.

Der Gleichspannungseingangsanschluss 32 der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 ist mit einem Knoten C verbunden, welcher über eine Kapazität C1 mit Masse GND verbunden ist. Der Knoten C ist außerdem mit dem Stromausgangsanschluss 73 eines Transkonduktanzverstärkers 7, welcher zwei Spannungseingangsanschlüsse 71 und 72 aufweist, und mit dem Eingangsanschluss 81 einer gesteuerten Stromquelle 8 verbunden, deren Ausgangsanschluss 82 mit der Versorgungsspannung VBAT verbunden ist und deren Steuereingangsanschluss 83 mit dem Ausgangsanschluss eines AND/OR-Schaltkreises 9 verbunden ist, welcher unten beschrieben wird.

Der Spannungseingangsanschluss 71 des Transkonduktanzverstärkers 7 ist mit der A-Leitung verbunden, während eine Spannungsquelle 14 zwischen Masse GND und dem Spannungseingangsanschluss 72 des Transkonduktanzverstärkers 7 verbunden ist. Die Spannungsquelle 14 ist ausgestaltet, eine Spannung VREF in Übereinstimmung zu der gewünschten Gleichspannung VA auf der A-Leitung zu erzeugen.

Der Gleichspannungseingangsanschluss 32 der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 erfasst die Spannung an dem Knoten C und die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 steuert die Verstärker 2, 4 und 5 in Abhängigkeit von der erfassten Spannung über die Ausgangsanschlüsse 33, 34 bzw. 35.

Der Transkonduktanzverstärker 7 ist geeignet die Spannung VA auf der A-Leitung an seinem Eingangsanschluss 71 mit der Spannung VREF an seinem Eingangsanschluss 72 zu vergleichen und einen Strom zu dem Knoten C zu liefern oder einen Strom von dem Knoten C zu ziehen, wenn VA ≠ VREF ist.

Wie oben dargelegt, erfasst die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 die Spannung an dem Knoten C an ihrem Eingangsanschluss 32 und steuert in Abhängigkeit hierzu den Verstärker 2 über ihren Ausgangsanschluss 33 derart, dass VA = VREF ist. Über ihren Ausgangsanschluss 35 ist die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 eingerichtet, den Verstärker 5 derart zu steuern, dass die Spannung VREG an seinem Ausgangsanschluss, das heißt die Versorgungsspannung des Verstärkers 4, um einen bestimmten Betrag höher als die Versorgungsspannung VBAT wird. Die Wechselspannung/Gleichspannungssteuereinheit 3 ist ferner eingerichtet, über ihren Ausgangsanschluss 34 den Verstärker 4 derart zu steuern, dass die Spannung VB, das heißt die Spannung zwischen der B-Leitung und der Spannung VREG, der Spannung VA, das heißt die Spannung zwischen der A-Leitung und Masse GND, in der gezeigten Ausführungsform gleicht.

Wenn aus irgendeinem Grund VA > VREF ist, liefert der Transkonduktanzverstärker 7 einen Strom zu dem Knoten C. Somit steigt die Spannung an dem Knoten C. Dieses Erhöhen wird über den Eingangsanschluss 32 von der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 erfasst, welche die Verstärker 2, 4 und 5 steuert, um die Spannungen VA und VB zu erniedrigen. Die Spannung VREG, das heißt die Versorgungsspannung des Verstärkers 4, wird entsprechend der Summe der Erniedrigungen der Spannungen VA und VB steigen.

Wenn aus irgendeinem Grund VA < VREF ist, findet der umgekehrte Vorgang statt.

Um die Verstärker 2 und 4 gegen das Risiko zu schützen, dass sie gesättigt werden, wenn Wechselspannungssignale auf der A-Leitung bzw. B-Leitung übertragen werden, sind gemäß der Erfindung zwei Spannungsquellen 10 und 11 vorgesehen, um Grenzwertspannungen VTHA und VTHB sicher oberhalb bzw. unterhalb der Sättigungsspannungen der Verstärker 2 und 4 zu definieren, wie schematisch in 2 dargestellt. In 2 sollen die Grenzwertspannungen VTHA und VTHB den gleichen Wert aufweisen, aber es ist klar, dass sie in einigen Anwendungen nicht notwendigerweise den gleichen Wert haben müssen.

In 1 ist die Spannungsquelle 10 zwischen dem Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 2, das heißt Masse GND, und einem Eingangsanschluss eines Vergleichers 12 verbunden, dessen anderer Eingangsanschluss mit der A-Leitung verbunden ist. Die Spannungsquelle 11 ist zwischen dem Versorgungsspannungsanschluss des Verstärkers 4, das heißt der Spannung VREG, und einem Eingangsanschluss eines Vergleichers 13 verbunden, dessen anderer Eingangsanschluss mit der B-Leitung verbunden ist.

Die Ausgangsanschlüsse der Vergleicher 12 und 13 sind mit entsprechenden Eingangsanschlüssen des AND/OR-Schaltkreises 9 verbunden.

In der folgenden Beschreibung wird angenommen, dass die A-Leitung und die B-Leitung eine symmetrische Zweidrahtverbindung bilden. Somit wird ein der A-Leitung zugeführtes Wechselspannungssignal in Gegenphase auf der B-Leitung, wie in 2 dargestellt, erscheinen.

Um die Beschreibung zu vereinfachen, werden nur Wechselspannungssignale auf der A-Leitung betrachtet werden, da die Wechselspannungssignale auf der B-Leitung identisch sein werden, aber in Gegenphase.

Wenn Wechselspannungssignale entweder von dem Empfänger Sammelknotenanschluss RSN oder direkt über die symmetrische Zweidrahtverbindung zugeführt werden, ist der Vergleicher 12 somit geeignet, die Augenblickswerte der Signale auf der A-Leitung, das heißt va, mit der Grenzwertspannung VTHA, welche durch die Spannungsquelle 10 für die A-Leitung bestimmt ist, zu vergleichen.

Solange va, das heißt der Augenblickswert des Signals auf der A-Leitung, unterhalb VTHA ist, bleibt die Teilnehmeranschlussschaltung 1 in dem in 2 dargestellten Zustand.

Wenn die Amplitude des Wechselspannungssignals derart ansteigt, zum Beispiel aufgrund der Übertragung von Sprache oder PRM-Signalisierung, dass der Augenblickswert des Signals auf der A-Leitung der Grenzwertspannung VTHA entspricht, das heißt va = VTHA, ist die Teilnehmeranschlussschaltung 1 gemäß der Erfindung geeignet, automatisch die verfügbare Signalreserve zu erhöhen, um die erhöhte Wechselspannungssignalamplitude aufzunehmen.

Die erhöhte Wechselspannungssignalamplitude wird von dem Vergleicher 12 erkannt, da va = VTHA ist. Der Vergleicher 12 wird ein Ausgangssignal zu dem AND/OR-Schaltkreis 9 liefern, dessen Ausgangssignal von dem OR-Abschnitt des Schaltkreises 9 zu dem Steuereingangsanschluss 83 der gesteuerten Stromquelle 8 weitergeleitet wird. Das Signal von dem AND/OR-Schaltkreis 9 wird die Stromquelle 8 steuern, um einen Strom von dem Knoten C zu VBAT zu ziehen. Somit wird die Spannung in dem Knoten C reduziert.

Diese reduzierte Spannung in dem Knoten C wird von einer Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 über ihren Eingangsanschluss 32 erfasst. Dies bewirkt, dass die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 die Gleichspannung VA auf der A-Leitung über den Verstärker 2 erhöht. Natürlich wird die Gleichspannung VB auf der B-Leitung entsprechend über den Verstärker 4 erhöht.

Diese Situation kann von der Teilnehmeranschlussschaltung 1 auf zwei unterschiedliche Arten behandelt werden.

Gemäß einer ersten Ausführungsform ist die Wechselspannung/Gleichspannungssteuereinheit 3 eingerichtet, die Spannung VREG über den Verstärker 5 entsprechend der Summe der Erhöhungen der Spannungen VA und VB zu reduzieren. Dadurch wird die Leitungsspannung VRL konstant gehalten. Diese Ausführungsform ist schematisch durch das Diagramm in 3 dargestellt.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist die Wechselspannung/Gleichspannungssteuereinheit 3 eingerichtet, die Spannung VREG konstant zu halten. Hiermit wird stattdessen die Leitungsspannung VRL entsprechen der Summe der Erhöhungen der Spannungen VA und VB reduziert, um die erhöhte Wechselspannungssignalamplitude aufzunehmen. Diese Ausführungsform ist schematisch durch das Diagramm in 4 dargestellt.

Wenn der Augenblickswert des Signals auf der A-Leitung derart reduziert ist, dass va < VTHA ist, wird diese Änderung von dem Vergleicher 12 detektiert. Das Ausgabesignal des Vergleichers 12 wird von dem OR-Abschnitt des AND/OR-Schaltkreises 9 zu dem Steuereingangsanschluss 83 der gesteuerten Stromquelle 8 weitergeleitet. In dieser Situation wird die Stromquelle 8 ausgeschaltet. Jetzt bemerkt der Transkonduktanzverstärker 7, dass die Spannung VA auf der A-Leitung auf seinem Eingangsanschluss 71 niedriger als die Spannung VREF auf seinem Eingangsanschluss 72 ist. Als Folge davon liefert der Transkonduktanzverstärker 7 über seinen Ausgangsanschluss 73 einen Strom zu dem Knoten C. Somit steigt die Spannung an dem Knoten C an. Dieser Spannungsanstieg an dem Knoten C wird von der Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 über ihren Eingangsanschluss 32 erfasst, und die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 reduziert die Spannungen VA und VB entsprechend, um automatisch die Signalreserve auf die neue Wechselspannungssignalsituation anzupassen.

In der Ausführungsform gemäß 3, in welcher die Leitungsspannung VRL konstant gehalten wird, wird die Spannung VREG erhöht, während in der Ausführungsform gemäß 4, in welcher die Spannung VREG konstant gehalten wird, die Leitungsspannung VRL erhöht wird.

Somit führt eine Änderung der Spannungen VA und VB zu einer Änderung von entweder der Spannung VREG oder der Leitungsspannung VRL entsprechend der Summe der Änderungen der Spannungen VA und VB.

Es ist klar, dass die Wechselspannungssignalamplituden auf der B-Leitung ebenso gut überwacht werden können. In diesem Fall vergleicht der Vergleicher 13 den Augenblickswert des Signals auf der B-Leitung, das heißt vb, mit der Grenzspannung VTHB, welche durch die Spannungsquelle 11 für die B-Leitung bestimmt ist. Das Ausgangssignal des Vergleichers 13 wird über den OR-Abschnitt des AND/OR-Schaltkreises 9 zu dem Steuereingangsanschluss 83 der gesteuerten Stromquelle 8 in der gleichen Art und weise wie oben in Verbindung mit dem Ausgangssignal des Vergleichers 12 beschrieben weitergeleitet. Außerdem arbeitet die Wechselspannungs/Gleichspannungssteuereinheit 3 in der gleichen Art und Weise wie oben beschrieben.

Als eine Alternative können die Wechselspannungssignalamplituden sowohl auf der A-Leitung als auch auf der B-Leitung überwacht werden. In einem derartigen Fall würde der AND-Abschnitt des AND/OR-Schaltkreises 9 die Ausgangssignale von sowohl dem Vergleicher 12 als auch dem Vergleicher 13 empfangen. Das Ausgangssignale des AND-Abschnitts würde dann zu dem Steuereingangsanschluss 83 der gesteuerten Stromquelle 8 zugeführt werden, welche in Abhängigkeit von der Wechselspannungsamplitudensituation einen Strom von dem Knoten C ziehen würde oder ausgeschaltet werden würde.

Wie aus dem Obigen ersichtlich sein sollte, passt die erfindungsgemäße Teilnehmeranschlussschaltung automatisch die Signalreserve an unterschiedliche Wechselspannungssignalamplitudenanforderungen an.


Anspruch[de]
Verfahren zum Steuern der Signalreserve für Wechselstromsignale auf einem oder beiden Drähten (A, B) in einer Teilnehmeranschlussschaltung (1), welche mit einer Zweidrahttelefonleitung (A, B) zum Übertragen von Wechselstromsignalen mit sich ändernden Amplituden zu verbinden ist, welches ein Zuführen einer hohen Gleichspannung, die niedriger als eine erste Gleichspannung (GND) ist, zu einem (A) der Drähte und welche ein Zuführen einer niedrigen Gleichspannung, welche höher als eine zweite Gleichspannung (VREG) ist, zu dem anderen Draht (B) umfasst,

gekennzeichnet durch

– Einstellen einer ersten Grenzwertspannung (VTHA) für Wechselstromsignale auf dem einen Draht (A) zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung und/oder Einstellen einer zweiten Grenzwertspannung (VTHB) für Wechselstromsignale auf dem anderen Draht (B) zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG), und

– Steuern der Spannungsdifferenz (VA) zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung und/oder Steuern der Spannungsdifferenz (VB) zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG), solange der Augenblickswert (va) des Signals auf dem einen Draht (A) der ersten Grenzwertspannung (VTHA) gleicht und/oder der Augenblickswert (vb) des Signals auf dem anderen Draht (B) der zweiten Grenzwertspannung (VTHB) gleicht.
Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Steuern der zweiten Gleichspannung (VREG) entsprechend der Summe aus einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung, und einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG), wobei die Spannungsdifferenz (VRL) zwischen der hohen Gleichspannung und der niedrigen Gleichspannung konstant ist. Verfahren nach Anspruch 1,

gekennzeichnet durch

Festhalten von sowohl der ersten Gleichspannung (GND) als auch der zweiten Gleichspannung (VREG), und

Steuern der Spannungsdifferenz (VRL) zwischen der hohen Gleichspannung und der niedrigen Gleichspannung entsprechend der Summe aus einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung, und einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG).
Teilnehmeranschlussschaltung (1), welche mit einer Zweidrahttelefonleitung (A, B) zur Übertragung von Wechselstromsignalen mit sich ändernden Amplituden zu verbinden ist, und welche ausgestaltet ist, eine hohe Gleichspannung, welche niedriger als eine erste Gleichspannung (GND) ist, an einen (A) der Drähte anzulegen, und eine niedrige Gleichspannung, welche höher als eine zweite Gleichspannung (VREG) ist, an den anderen Draht (B) anzulegen,

dadurch gekennzeichnet,

dass sie

– erste Mittel (10, 11) zum Setzen einer ersten Grenzwertspannung (VTHA) zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung für Wechselstromsignale auf dem einen Draht (A) und/oder zum Setzen einer zweiten Grenzwertspannung (VTHB) zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG) für Wechselstromsignale auf dem anderen Draht (B) und

– zweite Mittel (2, 3, 4, 5) zum Steuern der Spannungsdifferenz (VA) zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung und/oder der Spannungsdifferenz (VB) zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG), solange der Augenblickswert (va) des Signals auf dem einen Draht (A) der ersten Grenzwertspannung (VTHA) gleicht und/oder der Augenblickswert (vb) des Signals auf dem anderen Draht (B) der zweiten Grenzwertspannung (VTHB) gleicht, umfasst.
Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Mittel (2, 3, 4, 5) geeignet sind, die zweite Gleichspannung (VREG) entsprechend der Summe aus einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung, und einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG) zu steuern, wobei die Spannungsdifferenz (VRL) zwischen der hohen Gleichspannung und der niedrigen Gleichspannung konstant sein wird. Schaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die erste Gleichspannung (GND) als auch die zweite Gleichspannung (VREG) fest sind, und dass die zweiten Mittel (2, 3, 4, 5) ausgestaltet sind, die Spannungsdifferenz (VRL) zwischen der hohen Gleichspannung und der niedrigen Gleichspannung entsprechend der Summe aus einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der ersten Gleichspannung (GND) und der hohen Gleichspannung, und einer Änderung der Spannungsdifferenz zwischen der niedrigen Gleichspannung und der zweiten Gleichspannung (VREG) zu steuern.






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