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Dokumentenidentifikation DE60121163T2 06.06.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001292530
Titel METHODE UND VORRICHTUNG ZUR ERHÖHUNG DER GASERZEUGUNG IN EINEM OXIDATIONSVERFAHREN
Anmelder Dow Global Technologies, Inc., Midland, Mich., US
Erfinder LIPP, W., Charles, Lake Jackson, TX 77566, US
Vertreter Fleischer, Godemeyer, Kierdorf & Partner, Patentanwälte, 51429 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 60121163
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.05.2001
EP-Aktenzeichen 019330331
WO-Anmeldetag 04.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/14496
WO-Veröffentlichungsnummer 2001085605
WO-Veröffentlichungsdatum 15.11.2001
EP-Offenlegungsdatum 19.03.2003
EP date of grant 28.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2007
IPC-Hauptklasse C01B 7/01(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse C01B 3/32(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung der Produktion von Gas in einem Oxidationsprozess und insbesondere Verfahren und eine Vorrichtung zum Umgang mit Aerosolen vor einer Gasnachbearbeitungskolonne.

Hierauf bezogene Erfindungen schließen eine frühere Patentanmeldung für ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Herstellung einer oder mehrerer nützlicher Produkte aus halogenierten Materialien von geringerem Wert ein, die internationale PCT-Anmeldung PCT/US/98/26298, veröffentlicht am 01. Juli 19991, mit der internationalen Veröffentlichungsnummer WO 99/32937. Die PCT-Anmeldung offenbart Verfahren und eine Vorrichtung zum Umwandeln eines Zuführstroms, der im Wesentlichen halogenierte Materialien umfasst, insbesondere Nebenprodukte und chlorierte Abfallkohlenwasserstoffe, wie sie aus einer Vielzahl von chemischen Herstellungsverfahren entstehen, zu einem oder mehreren "Produkten mit höherem Wert" über einen Wiederherstellungsschritt mit teilweiser Oxidation in einem Vergasungsreaktor.

Der Begriff "Oxidationsverfahren", wie er hierin verwendet wird, bezieht sich auf ein Vergasungsverfahren oder ein thermisches Behandlungsverfahren allgemein, in dem eine Absorptionskolonne auf der Eintrittsseite einer Gasnachbearbeitungskolonne angewendet wird. Typischerweise wird in solchen Verfahren Säure aus einem gasförmigen Strom in Wasser aufgenommen. Unter geeigneten Anordnungs- und Verfahrensbedingungen kann eine konzentrierte wässrige Säure aus einer Absorptionskolonne erhalten werden. Solch eine Säure hoher Qualität kann unter einigen Bedingungen und Umständen gereinigt werden oder weiter verarbeitet werden und als ein Produkt verkauft werden, einschließlich eines anhydrierten Produktes.

Zusätzlich kann ein Synthesegas (Syngas), das in erster Linie Kohlenmonoxid und Wasserstoff enthält und geringere Anteile an Wasserdampf und Kohlendioxid enthält, aus dem oberen Bereich einer Absorptionskolonne wiedergewonnen werden. Dieser gasförmige Strom kann unter einigen Umständen in einer Gasnachbearbeitungseinheit zu einem verkäuflichen oder verwendbaren Produkt weiterverarbeitet werden. Eine Gasnachbearbeitungseinheit schließt typischerweise eine Gasnachbearbeitungskolonne oder eine sekundäre Nachbehandlungsreinigungsvorrichtung ein, um kleine Mengen an Säure, die noch in dem Prozessgasstrom enthalten sein können, zu entfernen.

Während früherer zuvor durchgeführter Verfahren, wie z.B. Quenchen, Reinigen und Absorption kann jedoch ein Aerosol, das mikrometergroße Tröpfchen flüssiger Säure enthält, in dem Prozessgasstrom gebildet werden. Solch ein Aerosol kann z.B. gebildet werden, wenn die Rate des Wärmetransfers größer ist als die Rate des Massentransfers, was zu einer Übersättigung einer Dampfphase und einer heterogenen Nukleusbildung führt. Die Bildung von Aerosolen in einem Gasprozessstrom hängt von den Einlassbedingungen in einem Absorptionsweg ab. Das Verhindern der Aerosolbildung unter Prozessbedingungen ist typischerweise schwierig, was das derzeitige Stadium des Verständnisses für dieses Phänomen wiedergibt.

Wenn es einmal gebildet ist, ist ein Säureaerosol (oder "Nebel") bedauerlicherweise gegenüber einer Absorption in konventionell gepackten Absorbern oder Absorberkolonnen mit Böden oder Bearbeitungseinheiten resistent. Eine Lösung ist es, sich einer zusätzlichen intensiven Reinigungstechnologie zuzuwenden, von der Sorte, die typischerweise zum Entfernen feiner Partikel verwendet wird, wie z.B. Venturi-Reiniger mit hoher Energie, Reiniger mit ionisierender Feuchtigkeit und Tiefbettfaser-Polsterfiltern.

Als eine neue und verbesserte Alternative zum Umgang mit Säureaerosolen aus der Absorberkolonne lehrt die vorliegende Erfindung das Erwärmen des Prozessgasstromes ("Gasstrom" wird hier verwendet, um Gas und/oder Dampf und/oder Aerosol zu bezeichnen) nach einem Säureabsorber-Prozessschritt und vor einem Gasnachbearbeitungsschritt. Das Erwärmen reduziert die relative Feuchtigkeit des Gasstroms, typischerweise von einer vollständigen Sättigung zu etwas weniger als Sättigung (ungefähr 80 Prozent). Wenn eine ausreichende Verweilzeit gegeben ist (welche in einigen Situationen ungefähr eine Sekunde sein sollte) kann das Säureaerosol vollständig verdampft werden. Am wichtigsten ist, dass wenigstens die feinsten Tröpfchen verdampft werden. Der Gasstrom, in dem im Wesentlichen alle Säure verdampft ist, kann dann effizient und wirksam in einem sekundären Reiniger oder einer Gasnachbearbeitungskolonne gereinigt werden. Diese Gasnachbearbeitungskolonne ist ein Verfahrensschritt, der Standardverfahrensdurchführungen und gut bekannte Verfahren anwendet. Wegen des jetzt hohen Grades an Diffusion des Säuregases oder -dampfes in dem Gasstrom, kann eine Standardgasnachbearbeitungskolonne das verbleibende Säuregas in großem Umfang entfernen.

Das Erwärmen des Prozessgasstroms zwischen einer Absorptionseinheit und einer Gasnachbearbeitungskolonne kann auf verschiedene Arten erreicht werden. Eine bevorzugte Ausführungsform ist es, einen Wärmeaustauscher zu verwenden, um alle oder Teile des Prozessgasstroms wieder zu erwärmen. Da jedoch der Prozessgasstrom kleine Mengen Säure enthält, müssen die Konstruktionsmaterialien solch eines Wärmeaustauschers sorgfältig ausgewählt werden. Ein zweites bevorzugtes Verfahren ist es, eine kleine Menge an erwärmtem nachbehandeltem Gas von nach dem zweiten Reiniger oder nach der Gasnachbearbeitungskolonne wieder einzuführen. Das nachbehandelte Gas kann im Rahmen des Ablaufs erwärmt werden, wie z.B. in einem Kompressor nach der zweiten Gasnachbearbeitungskolonne. Ein Teil dieses erwärmten, trockenen nachbehandelten Gases kann wieder in den Kreislauf eingeführt werden und mit dem Gasstrom vor dem Eintritt in die Gasnachbearbeitungskolonne gemischt werden, um eine gewünschte relative Feuchtigkeit und Temperatur zu erreichen, so dass innerhalb der Verweilzeit, die zur Verfügung steht, wenigstens ein wesentlicher Teil der Säuretröpfchen, die ein Aerosol in dem Prozessgasstrom enthält, verdampft werden. Bevorzugt ist die vollständige Säureaerosolverdampfung.

Die Erfindung schließt Verfahren zum Verbessern der Herstellung säurefreien Synthesegases in einem Oxidationsverfahren ein durch Erwärmen eines Gasstromes aus einer Absorptionseinheit, die ein Säureaerosol enthält, um wenigstens einen wesentlichten Anteil der Säuretröpfchen, die in dem Gasstrom getragen werden, zu verdampfen. Das Verfahren schließt das Fließen des erwärmten Gasstromes in eine Gasnachbearbeitungskolonne ein. In einer Ausführungsform wird das Erwärmen durch Wiedereinführen eines Teils des erwärmten Gases von der Gasnachbearbeitungskolonne in den Gasstrom zwischen der Absorptionseinheit und der Gasnachbearbeitungskolonne erreicht. Gemäß einer zweiten Ausführungsform wird der Gasstrom mit einem Wärmeaustauscher erwärmt. Ein weiteres Verfahren schließt das Erwärmen durch Mischen mit einem nichtrecycelten heißen trockenen Gas, wie z.B. Luft, ein. Eine Kombination dieser Verfahren kann auch angewendet werden. Bevorzugt stellt das Verfahren in allen Fällen eine ausreichende Verweilzeit zwischen dem Erwärmungs- und/oder Mischungsschritt und der Gasnachbearbeitungskolonne bereit, um eine Verdampfung von im Wesentlichen allen Säuretröpfchen, die das Aerosol in dem Gasstrom aus der Absorptionseinheit belasten, zu erlauben.

Die Erfindung schließt auch eine Vorrichtung zur Verwendung bei der Herstellung eines Synthesegases in einem Oxidationsprozess ein. Die Vorrichtung umfasst eine Säureabsorptionskolonne in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite eines Wärmeaustauschers, der wiederum in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite von einer Gasnachbearbeitungskolonne steht. Alternativ schließt die Vorrichtung eine Gasmischanlage (z.B. einen Gas-Verteiler mit mehreren Eingängen in Kombination mit einem statischen Mischer) anstelle des Wärmeaustauschers ein und sorgt entweder dafür, dass Gas von nach der Gasnachbearbeitungskolonne in den Gasmischer wieder eingeführt wird, oder sorgt für eine anderweitige Verbindung des Mischers mit einer Quelle heißen trockenen Gases.

Ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung kann erreicht werden, wenn die folgende detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform in Zusammenhang mit den folgenden Abbildungen betrachtet wird, in denen:

1 ein Blockflussdiagramm einer Ausführungsform eines Vergasungsverfahrens ist, in diesem Beispiel ein Vergasungsverfahren für halogenierte Materialien.

2 stellt eine Ausführungsform eines Vergasers für die Verwendung in einem Vergasungsverfahren dar, in diesem Fall ein Vergasungsverfahren für halogenierte Materialien, wie in 1.

3 stellt eine Ausführungsform einer Quencheinheit für die Verwendung in einem Vergasungsverfahren für halogenierte Materialien, wie in 1, dar.

4 stellt eine Ausführungsform für eine Säureabsorptionseinheit für die Verwendung in einem Vergasungsverfahren, wie für das Beispiel der 1, dar.

Die 5A und 5B stellen Ausführungsformen für eine Gasnachbearbeitungseinheit dar, wie für das Beispiel der 1, einschließlich den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.

Eine besondere Ausführungsform eines Vergasungsverfahrens für halogenierte Materialien wird für Verständniszwecke diskutiert, um das vorliegende Problem und seine Lösung zu zeigen. Die Ausführungsform des Verfahrens umfasst 5 größere Prozessbereiche, die in dem Blockflussdiagramm der 1 dargestellt sind.

  • 1. Vergaser 200
  • 2. Quench 300
  • 3. Besonderes Entfernen und Wiedergewinnen 350.
  • 4. Wiedergewinnen wässriger HCl und Reinigen 400, 450
  • 5. Synthesegasnachbearbeitung 700.

Jeder Bereich der Ausführungsform wird kurz diskutiert, wobei RCl's (chlorinierten organischen Materialien) als ein beispielhaftes halogeniertes Zuführmaterial verwendet werden.

Inital werden die RCl- oder halogenierten Materialzuflüsse bevorzugt in einem Zuführtank gemischt, von dem aus sie durch einen Vorerwärmer hindurchgepumpt werden und dem Vergaserbereich 200 zugeführt werden, wie es in 2 gezeigt ist. In dem Vergaserbereich 200 und unter Beibehaltung der Lehren unserer früheren Anmeldung, auf die oben Bezug genommen wurde, wird die Vergasung des RCl-Stroms 144 bevorzugt in einem primären Vergaser R-200 und in einem sekundären Vergaser R-210 erreicht. Der Strom 144 wird somit in den primären Reaktor R-200 mit Sauerstoff und Dampf 298 über den Hauptbrenner BL-200 zerstäubt. In einer strengen Vergasungsumgebung (die Betriebstemperaturen und -drücke in R-200 sind bevorzugter im Bereich von 1.450°C und 5 bar (75 psig)), werden die RCl oder ähnliche Komponenten teilweise oxidiert und zu Kohlenmonoxid, Wasserstoff, Chlorid, Wasserstoff und geringeren Mengen Wasserdampf und Kohlendioxid umgewandelt, mit Spuren anderer Substanzen, einschließlich Ruß (welcher im Wesentlichen Kohlenstoff ist). Die Produkte aus R-200 fließen dann in den zweiten Reaktor R-210, worin alle Reaktionen bis zur Vervollständigung ablaufen, wodurch hohe Wirksamkeiten für alle halogenierten Spezies erzielt werden und was dazu tendiert, ungewünschte Nebenprodukte, wie z.B. Ruß, zu minimieren. Der primäre Vergaser R-200, der in der bevorzugten Ausführungsform dargestellt ist, wirkt als ein von unten befeuerter, dabei gerührter Reaktor, dessen prinzipielle Zwecke es sind, die Flüssigkeiten, die in R-200 zugeführt werden, zu zerstäuben, die Flüssigkeiten zu verdunsten und die verdampften Zuflüsse gründlich mit Sauerstoff, Moderator und heißen Reaktionsprodukten zu mischen. Der sekundäre Vergaser R-210 weist flussverringernde Charakteristiken auf und ist prinzipiell so gestaltet, dass er eine ausreichende Verweilzeit für die vollständige Umbildung der Materialien zu dem gewünschten Synthesegas und hydrierten Halogenprodukten bereitstellt.

Heiße Gase aus dem Reaktor R-210 werden in einer Quencheinheit 300 durch direkten Kontakt mit einem zirkulierenden Wasserstrom gekühlt. 3 stellt eine Ausführungsform einer Quencheinheit dar. Das aus dem Reaktor ausfließende Synthesegas und der rezirkulierende wässrige Strom werden in einem mit einem Wehr versehenen Quenchbehälter gemischt. Die Mischung fließt dann in eine Dampf-Flüssigkeits-Separationstrommel, aus der ein gequenchter Gasstrom oben heraustritt und eine unten befindliche Flüssigkeit gekühlt und zu dem Quench wiedereingeführt wird. Wenigstens ein abgezweigter Strom der unten befindlichen Flüssigkeit wird bevorzugt zu einer Filtereinheit geführt, um darin enthaltene Feststoffe zu entfernen.

Teilchen in dem Gasstrom, der oben aus dem Quench-Dampf-Flüssigkeits-Separator austritt, bestehend in erster Linie aus Ruß, werden bevorzugt aus dem Gasstrom in einem Zerstäuber oder Reiniger entfernt, bevorzugt in einem nassen Belüftungsreiniger.

Aus dem Quenchbereich 300 wird ein teilchenfreier Synthesegasstrom aus dem Dampf-Flüssigkeits-Separator-Reiniger in eine HCl-Absorptionskolonne 400 eingeführt, die detaillierter in 4 dargestellt ist. Ein Gasstrom von nicht kondensierbaren Synthesegaskomponenten, einschließlich einiger Säureaerosole, tritt durch den Absorber oben hinaus und in eine Synthesegasnachbearbeitungseinheit 700 ein, die detaillierter weiter unten diskutiert wird, im Zusammenhang mit den 5A und 5B.

In der Absorptionseinheit 400 wird in dem Synthesegasstrom befindliches HCl absorbiert, um einen unteren Strom konzentrierter wässriger Säure zu bilden. Dieser wässrige Säurestrom wird bevorzugt gefiltert und tritt durch ein Absorptionsbett 450 hindurch, um letzte Verunreinigungen von Teilchen und organischen Substanzen zu entfernen, was ein wässriges HCl-Produkt ergibt.

Ein ätzender Reiniger oder Nachbearbeitungsturm und ein das Synthesegas aufwirbelndes System sind Elemente, die einen Teil einer Snythesegasnachbearbeitungseinheit 700 bilden können. Eine bevorzugte Ausführungsform eines ätzenden Reinigers, oder einer Synthesegasnachbearbeitungskolonne verwendet den Zellausfluss in einem weiter unten gelegenen Bereich einer Kolonne, um letzte Spuren von HCl aus dem Synthesegasstrom, die aus der Absorbereinheit 400 herausfließen, zu absorbieren.

Es kann Wasser in dem oberen Bereich der Kolonne für einen letzten Waschschritt des Produktsynthesegases verwendet werden. Das oben liegende Synthesegasprodukt kann zu einem dafür geschaffenen Aufwirbelsystem geleitet oder aufgewirbelt werden. Die verbrauchte Lösung aus den unteren Teilen der Kolonne kann zu einer geeigneten Abwasserbearbeitungseinrichtung fließen.

Nachdem nun ein Vergasungsverfahren, in der die vorliegende Erfindung Anwendung finden kann, in allgemeinen Begriffen beschrieben ist, werden nun bevorzugte Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. Insbesondere unter Bezugnahme auf die 5A tritt der Gasstrom 418 in eine Gasnachbearbeitungseinheit 700 aus der Absorptionseinheit 400 ein. Ein Recyclestrom 798 kann aus einem nachbehandelten Synthesegasstrom 730 erhalten werden, welcher eine erhöhte Temperatur (verglichen mit dem Strom 418) besitzt, in dem er in einem Kompressor C-720 komprimiert worden ist. Durch Mischen des Stroms 418 mit dem Strom 798 in einem statischen Mischer 796 erhöht sich die Temperatur des Mischungsstroms 797 und erniedrigt dessen relative Feuchtigkeit. Der Mischer 796 kann ein geeignetes Kanalisieren erlauben, um eine optimale Flussrate für den Strom 798 bereitzustellen, indem dieser in geeignete Röhren geführt wird, die sich von dem Strom 730 abzweigen. Der Gasstrom 730 aus dem Kompressor C-720 hat auch eine niedrige absolute Feuchtigkeit, was die mittlere Feuchtigkeit der Mischung weiter reduziert. Bevorzugt wird ein statischer Mischer 796 bereitgestellt, um zu helfen, eine vollständige und schnelle Mischung der Gasströme sicherzustellen. Die Überführungszeit in den Röhren zwischen dem Gasmischer 796 und der Gasnachbearbeitungskolonne T-710 sollte so konstruiert sein, dass die notwendige Verweilzeit bereitgestellt wird, um eine vollständige oder nahezu vollständige Verdampfung des Aerosols in dem Gasstrom 418 zu erreichen. Verweilzeiten in Größenordnung von 1 Sekunde sollten in den meisten Fällen ausreichend sein.

In einer alternativen Ausführungsform kann eine Quelle 750 eines nicht recycelten heißen Gases, wie z.B. Luft, in fluider Verbindung mit dem Gasmischer 796 angeordnet sein, um einen geeigneten Strom 751 von heißem Gas bereitzustellen, um es mit dem Prozesstrom 418 zu mischen, so dass eine vollständige oder nahezu vollständige Verdampfung des Aerosols in dem Gasstrom 418 vor der Nachbearbeitungskolonne T-710 erreicht wird. Eine solche Ausführungsform kann eine besondere Anwendung in einem thermischen Bearbeitungsverfahren haben.

In einer dritten Ausführungsform, die in 5B dargestellt ist, kann ein Wärmeaustauscher 799, aus den erforderlichen Materialien, um einer Säurekorrosion zu widerstehen, bereitgestellt werden, anstelle eines Gasmischers 796. Der gesamte oder ein Teil des Gasstroms 418 kann erwärmt werden, um die erforderliche Verdampfung der Säuretröpfchen in Aerosolform in dem Strom 418 zu bewirken, bevor der Strom 797 die Gasnachbearbeitungskolonne T-710 erreicht.

Naheliegenderweise wird eine Kombination von Wärmeaustausch und Einmischen von heißen Gasen ebenfalls angedacht. Die vorstehende Offenbarung und Beschreibung der Erfindung ist nur erläuternd und für diese erklärend und es können verschiedene Änderungen bei der Größe, Form und den Materialien, ebenso wie bei den Details des dargestellten Systems gemacht werden, ohne aus der Idee der Erfindung herauszuführen. Die Erfindung wird unter Verwendung der Terminologie beansprucht, die von einer historischen Vermutung abhängt, dass eine Wiedergabe eines einzelnen Elementes eines oder mehrere solcher Elemente abdeckt, und die Wiedergabe von zwei Elementen zwei oder mehr Elemente der spezifizierten Beschreibung und dem Charakter abdeckt.


Anspruch[de]
Ein Verfahren zum Verbessern der Produktion von Synthesegas in einem Oxidationsprozess, umfassend:

Erhitzen eines gasförmigen Stroms aus einer Säureabsorptionseinheit, wobei der Strom ein flüssiges Aerosol umfasst, um wenigstens eine wesentliche Menge der Säuretröpfchen, die das Aerosol ausmachen, zu verdampfen, und

Strömenlassen des erhitzten gasförmigen Stroms in eine Gasnachbearbeitungskolonne.
Das Verfahren nach Anspruch 1, welches das Erhitzen durch Mischen eines heißen trockenen Gases in den gasförmigen Strom mit flüssigem Aerosol umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 2, wobei das heiße trockene Gas Luft umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 2, welches das Erhitzen durch Wiedereinführen eines erhitzten Gases, das auf der Austrittsseite der Gasnachbearbeitungskolonne hergestellt wird, in den gasförmigen Strom umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Erhitzen ein Mischen des gasförmigen Stroms und des wiedereingeführten Stroms in einen Gasmischer umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 1, welches das Herstellen von Synthesegas umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 6, welches das Vergasen halogenierter Materialien umfasst. Das Verfahren nach Anspruch 2, welches das Bereitstellen einer ausreichenden Verweilzeit für das gemischte Gas und den Strom vor der Gasnachbearbeitungskolonne umfasst, um eine im Wesentlichen vollständige Verdampfung der Säuretröpfchen zu erlauben. Das Verfahren nach Anspruch 1, welches das Erhitzen wenigstens eines Teils des gasförmigen Stroms in einem Wärmeaustauscher umfasst. Vorrichtung zum Verbessern der Produktion von Synthesegas in einem Vergasungsverfahren, umfassend:

eine Säureabsorptionskolonne in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite eines Gasmischers in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite einer Gasnachbearbeitungskolonne, und

Leitungen für erhitztes Recyclinggas von der Austrittsseite der Gasnachbearbeitungskolonne zu dem Gasmischer.
Die Vorrichtung nach Anspruch 10, umfassend Leitungen, die eine fluide Verbindung zwischen dem Gasmischer und der Gasnachbearbeitungskolonne von ausreichender Länge bereitstellen, um eine Verweilzeit bereitzustellen, um die Verdampfung wenigstens einer wesentlichen Menge an Säure zu erlauben, die in den Flüssigkeitströpfchen enthalten ist. Die Vorrichtung nach Anspruch 10, welche einen Gaserhitzer auf der Austrittsseite der Gasnachbearbeitungskolonne umfasst. Vorrichtung zum Verbessern der Produktion von Synthesegas in einem Oxidationsprozess, umfassend:

eine Säureabsorptionskolonne in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite eines Wärmetauschers in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite einer Gasnachbearbeitungskolonne.
Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Säureabsorptionskolonne in einer Weise ausgebildet ist, um Halogenwasserstoffe zu absorbieren. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Gasnachbearbeitungskolonne in einer Weise ausgebildet ist, um Synthesegas nachzubearbeiten. Vorrichtung für die Herstellung von Synthesegas in einem Oxidationsprozess, umfassend:

eine Säureabsorptionskolonne in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite eines Gasmischers, in fluider Verbindung mit und auf der Eintrittsseite einer Gasnachbearbeitungskolonne, und

eine Quelle für erhitztes trockenes Gas in Verbindung mit dem Gasmischer.
Vorrichtung nach Anspruch 16, wobei das trockene Gas Luft umfasst.






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