HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft Verfahren zum Vernetzen von Asphalt-Zusammensetzungen
und die daraus resultierenden verbesserten vernetzten Produkte.
Diskussion des Hintergrunds
Die Verwendung von Schwefel als ein Agens zum Vernetzen von SBR (Styrol-Butadien-Kautschuk)
und SBS (Styrol-Butadien-Styrol-Blockcopolymere) in Asphaltmischungen und die aus
diesem Prozess abgeleiteten technischen Vorteile sind in der Industrie wohlbekannt.
Die Hauptvorteile sind:
a) Polymerstabilität
Beide Polymerfamilien stellen eine Verbesserung in der Polymerstabilität
bereit, wodurch eine Asphalt-Polymer-Phasentrennung sehr effizient vermieden wird.
b) Verbesserung in den physikalischen Eigenschaften der Mischung
Die schwachen physikalischen Eigenschaften, die mit SBR erhalten werden,
werden durch Schwefelvernetzung stark verbessert. Die Verwendung von nicht vernetztem
SBS in der Asphaltproduktion stellt unmittelbar mittlere bis starke physikalische
Eigenschaften bereit. Doch selbst in diesem besonderen Fall erzeugt die Verwendung
von Schwefelvernetzung eine kleine bis mittlere Verbesserung in den physikalischen
Eigenschaften (insbesondere bezüglich Erweichungspunkt und Penetration).
c) Niedrigtemperatur-Gebrauchsverhalten
Die Verwendung von Vernetzungsagenzien modifiziert das Niedrigtemperatur-Gebrauchsverhalten
des Asphalts und macht den Asphalt elastischer unter dieser Bedingung. Der resultierende
Asphalt ist weicher, leichter verformbar und erholt sich leichter von Beanspruchungen
bei Niedrigtemperaturen. Gleichzeitig ist der Asphalt bei Hochtemperatur nicht weicher,
stellt besseren Widerstand gegen Verformung bereit und erholt sich leichter.
Schwefel wird weit verbreitet als Vernetzungsagens für SBR und
lineares SBS mit niederem Molekulargewicht verwendet; seine Anwendbarkeit für
radiales SBS mit hohem Molekulargewicht ist jedoch eingeschränkt. Diese Einschränkung
der Verwendung von Schwefel als Vernetzungsagens für radiales SBS mit hohem
Molekulargewicht ist hauptsächlich auf Folgendes zurückzuführen.
- – Hohe Schwefelzugabeniveaus sind nicht erlaubt. Der Prozess ist hochsensitiv
gegenüber der Schwefelkonzentration. Zugaben oberhalb 0,025% pro ein Prozent
Polymer erzeugen Gele mit verheerenden Konsequenzen, was den Prozess zu empfindlich
macht für den Fall eines Schwefelzugabefehlers.
- – Mittlere Schwefelzugaben in der Größenordnung von 0,014 bis
0,024% erzeugen unvorhersagbare Resultate. Als Folge dieser Unvorhersagbarkeit in
diesem Konzentrationsbereich ergibt es sich, dass bei gleicher Schwefelkonzentration
in manchen Fällen der Prozess gut abläuft, während in anderen Fällen
das Polymer eine Übervernetzung erfährt und Gele erzeugt werden, so dass
– in diesem mittleren Bereich – das Risiko erhöht ist, wenn die
Konzentration höher ist, aber nicht eliminiert ist, wenn die Konzentration
niedriger ist.
- – Niedrige Schwefelzugaben in der Größenordnung von 0,013%
oder darunter pro ein Prozent Polymer sind ebenfalls unvorhersagbar, wobei ein gegebener
Prozentsatz in manchen Fällen gute Ergebnisse liefert, während in anderen
Fällen überhaupt keine Reaktion stattfindet.
Alle diese Variationen können auf unvorhersehbare Weise auftreten,
auch wenn die Qualität des Ausgangsmaterials und die Prozessbedingungen gleich
bleiben. Man geht davon aus, dass die Variation hauptsächlich in Zusammenhang
mit einem Mangel an Wiederholbarkeit steht, der dem Schwefelvernetzungsprozess inhärent
ist, wenn er in Verbindung mit radialem SBS mit hohem Molekulargewicht verwendet
wird.
Weitere Beispiele sind die US-A-6057390, welche ein Verfahren offenbart,
bei dem Asphalt auf 93°C bis 260°C, vorzugsweise 149 bis 204°C erhitzt
wird, wonach 1 bis 10% eines vernetzbaren Polymers hinzugegeben
werden zusammen mit einem Dioxim von 1,4-Benzochinon als Vernetzungsagens und einem
optionalen Vernetzungsinitiator. Die WO 98/45372 offenbart ein Verfahren und eine
Zusammensetzung, wobei Asphalt mit einem vernetzbaren Polymer und einem Schwefel
als Vernetzungsinitiator/-agens gemischt wird; es wird jedoch kein Vernetzungs-Coagens
offenbart.
Die WO 98/47966 offenbart ein Verfahren und eine Zusammensetzung,
wobei Asphalt/Bitumen mit einem vernetzbaren Polymer und Mischungen von Vernetzungsagenzien/-initiatoren
gemischt wird. Die Vernetzungsagenzien sind schwefelbasierte Verbindungen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, verwenden einige Hersteller sehr
niedrige Schwefelzugaben in Höhe von 0,009% oder darunter und härten den
polymermodifizierten Asphalt bei Hochtemperaturlagerung für mehr als 3 Tage.
Während diese Vorgehensweise eine Übervernetzung, das verheerendste Resultat,
verhindert, erzeugt sie immer noch einen hohen Grad an Variabilität des resultierenden
Produkts. Niedrige Schwefelzugaben, die so niedrig wie 0,009%/% Polymer sind, und
weitere Hochtemperaturlagerung für die Dauer von bis zu drei Tagen können
das Übervernetzungsrisiko vermindern, liefern aber immer noch variable Resultate.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt also in der Bereitstellung
eines Verfahrens zum Vernetzen von polymermodifizierten Asphaltzusammensetzungen,
mit dem eine verbesserte Zuverlässigkeit für den Prozess und verbessere
Wiederholbarkeit erzielt werden kann.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt in der Bereitstellung
eines Verfahrens zum Vernetzen von polymermodifizierten Asphaltzusammensetzungen,
welches leichter zu beherrschen ist und welches ein Produkt bereitstellt mit einer
Kombination von Eigenschaften ähnlich oder besser als die von konventionellen
schwefelvernetzten Asphaltzusammensetzungen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt in der Bereitstellung
einer vernetzten polymermodifizierten Asphaltzusammensetzung, welche leicht herstellbar
ist und Eigenschaften aufweist, die mit denjenigen von konventionellen schwefelvernetzten
Asphaltzusammensetzung vergleichbar oder sogar noch besser sind.
Diese und weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung sind erfüllt
worden durch die Entdeckung eines Verfahrens zur Herstellung einer vernetzten Asphaltzusammensetzung,
umfassend:
- – Erwärmen einer Asphalt-Zusammensetzung bei einer ersten Temperatur
von 250°F (121°C) bis 430°F (221°C) in Gegenwart von a) einem
vernetzbaren Polymer und b) einem Vernetzungs-Coagens;
- – Zugeben eines Vernetzungsinitiators bei einer Temperatur von 360°F
(182°C) bis 430°F (221°C); und
- – Bewegen der resultierenden Mischung bei einer Temperatur von 360°F
(182°C) bis 410°F (210°C) für einen Zeitraum, der ausreicht,
die Vernetzung zu vollenden,
wobei das Vernetzungs-Coagens eine Verbindung mit einem Siedepunkt oberhalb 212°F
(100°C) ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Dimaleimid-Verbindungen
und Cyanurat-Verbindungen und wobei der Vernetzungsinitiator ausgewählt ist
aus der Gruppe der organischen Peroxide, und die daraus resultierenden vernetzten
Asphaltzusammensetzungen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUR
Ein vollständigeres Bild der Erfindung und viele der mit ihr
verbundenen Vorteile ergeben sich ohne weiteres durch das bessere Verständnis
der Erfindung, das aus der nachfolgenden Detailbeschreibung in Verbindung mit der
beigefügten Zeichnung gewonnen wird; in der Zeichnung zeigt:
1 eine graphische Darstellung der Resultate von an
Proben gemäß vorliegender Erfindung durchgeführten Kriechversuchen
im Vergleich mit konventionellen Asphaltzusammensetzungen, die die verbesserte Lagerstabilität
der Zusammensetzungen gemäß vorliegender Erfindung zeigen.
DETAILBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung
des Gebrauchsverhaltens von polymermodifiziertem Asphalt, umfassend:
- – Erwärmen einer Asphalt-Zusammensetzung bei einer ersten Temperatur
von 250°F (121°C) bis 430°F (221°C) in Gegenwart
von a) einem vernetzbaren Polymer und b) einem Vernetzungs-Coagens;
- – Zugeben eines Vernetzungsinitiators bei einer Temperatur von 360°F
(182°C) bis 430°F (221°C); und
- – Bewegen der resultierenden Mischung bei einer Temperatur von 360°F
(182°C) bis 410°F (210°C) für einen Zeitraum, der ausreicht,
die Vernetzung zu vollenden,
wobei das Vernetzungs-Coagens eine Verbindung mit einem Siedepunkt oberhalb 212°F
(100°C) ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Dimaleimid-Verbindungen
und Cyanurat-Verbindungen und wobei der Vernetzungsinitiator ausgewählt ist
aus der Gruppe der organischen Peroxide, und die daraus resultierenden vernetzten
Asphaltzusammensetzungen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Endprodukt, welches
aufweist:
- 1. Bessere Hochtemperatureigenschaften (bei Temperaturen über 68°F
(20°C)), repräsentiert durch höheren Erweichungspunkt, höheren
Verformungswiderstand und höhere Erholung unter Beanspruchung
- 2. Besseres Gebrauchsverhalten bei Niedrigtemperatur (32°F (0°C) und
darunter), repräsentiert durch höhere Flexibilität, höhere Verformung
und höhere Erholung.
- 3. Bessere Stabilität, repräsentiert durch geringere Polymerphasentrennung
in der finalen Asphaltmischung bei Lagerung unter Normal- und Hochtemperaturen (270°F
(132°C) und darüber).
Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung stellt eine Verbesserung
der Effizienz des Vernetzungsprozesses bereit bei Verwendung von Vernetzungsagenzien,
z.B. ein radikalischer Initiator vom Typ des organischen Peroxids, Schwefel oder
Schwefeldonoren, in Asphaltmischungen mit vernetzbaren Polymeren, z.B. SBR, SBS,
und anderen Polymeren mit Vulkanisiereigenschaften. Im Kontext der vorliegenden
Erfindung soll die Verwendung des Ausdrucks "Schwefel" sowohl elementaren Schwefel
als auch Verbindungen, die als Schwefeldonoren wirken, umfassen. Jeder Typ von Asphaltzusammensetzung
kann verwendet werden, solange er vernetzbar ist. Bevorzugte Asphaltzusammensetzung
umfassen, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein, die Asphalte AC2.5 bis AC40
und ferner Asphaltflux, wobei AC20 am meisten bevorzugt wird.
Repräsentative Asphaltzusammensetzungen sind in der folgenden
Tabelle detailliert angeführt:
Bei dem ersten Schritt des Verfahrens gemäß vorliegender
Erfindung wird der Asphalt in einem Temperaturbereich von 250°F (121°C)
bis 430°F (221°C), vorzugsweise von 284°F (140°C) bis 320°F
(160°C) erhitzt. Die erhitzte Zusammensetzung wird ferner bewegt, wobei das
Bewegen vorzugsweise bei einer Temperatur beginnt, die ausreichend ist, um das Auftreten
von Bewegung zu erlauben. Die Zugabe von Vernetzungs-Coagens oder Vernetzungsbeschleuniger
oder beidem kann optional durchgeführt werden während dieses ersten Schrittes
oder in Schritt zwei, nach Belieben, vorzugsweise während dieses Schrittes.
Bei jeder Ausführungsform, sei es bei Zugabe von Vernetzungs-Coagens
oder Vernetzungsbeschleuniger in Schritt eins oder in Schritt zwei, ist es bevorzugt,
wenn dies bei einer Temperatur im Bereich von 250°F (121°C) bis 320°F
(160°C), am meisten bevorzugt im Bereich von 293°F (145°C) bis 320°F
(160°C) durchgeführt wird.
Die Zugabe von Polymer in den Asphalt wird dann begonnen, vorzugsweise
bei einer Temperatur von 320°F (160°C) oder darüber. Falls die Polymerzugabe
bei einer niedrigeren Temperatur begonnen wird, kann die Zugabe von Vernetzungs-Coagens
oder Vernetzungsbeschleuniger gleichzeitig mit dem Polymer durchgeführt werden.
Die Polymerzugabe wird vorzugsweise bei einer maximalen Temperatur von 392°F
(200°C) durchgeführt. Dementsprechend wird die Polymerzugabe bevorzugt
in dem Temperaturbereich von 320°F (160°C) bis 392°F (200°C)
durchgeführt.
Nach vollständiger Auflösung des Polymers wird der Vernetzungsinitiator
vorzugsweise bei einer Temperatur von 356°F (180°C) bis 392°F (200°C),
mehr bevorzugt 356°F (180°C) bis 374°F (190°C) zugegeben.
Das Bewegen wird bei einer Temperatur von 356°F (180°C)
bis 392°F (200°C), bevorzugt 374°F (190°C) bis 392°F (200°C)
gemäß einer der folgenden beiden Optionen aufrechterhalten:
Option eins: Das Bewegen wird für einen Zeitraum aufrechterhalten, der ausreichend
ist, um die Reaktion des Vernetzungsinitiators zu vervollständigen, bevorzugt
30–60 Minuten, mehr bevorzugt ca. 45 Minuten, insbesondere mit Peroxid-Vernetzungsinitiatoren.
Der Prozess ist dann abgeschlossen oder kann mit der folgenden Suboption eins fortgesetzt
werden.
Suboption eins: Eine nachfolgende Schwefelzugabe kann nach Vernetzung
durchgeführt werden, entweder unmittelbar nach Vernetzung oder innerhalb eines
Zeitraums von bis zu 90 Tagen nach Vernetzung. Bei Verwendung dieser Ausführungsform
wird während dieses Zeitraums die vernetzte Asphaltzusammensetzung bevorzugt
so gelagert, dass die Eigenschaften, die am Ende der Option eins erhalten wurden,
gewahrt bleiben. Die resultierende Mischung wird bevorzugt auf eine Temperatur von
320°F (160°C) bis 392°F (200°C), mehr bevorzugt 320°F (160°F)
bis 356°F (180°F) erhitzt. Dann wird der Schwefel zugegeben und das Bewegen
für einen Zeitraum aufrechterhalten, der ausreichend ist, um die Reaktion zu
vervollständigen, vorzugsweise für mindestens 45 Minuten, um den Prozess
zu vollenden.
Option zwei: Bei dieser alternativen Ausführungsform wird das
Bewegen für einen Zeitraum fortgesetzt, der ausreichend ist, um die Vernetzungsreaktion
in einem Bereich von 20 Minuten bis 45 Minuten, bevorzugt 25 bis 30 Minuten, am
meisten bevorzugt 30 Minuten, fortschreiten zu lassen. Danach wird die Schwefelzugabe
durchgeführt. Die Mischung wird dann für einen Zeitraum in Bewegung gehalten,
der ausreichend ist, um die Reaktion zu vervollständigen, bevorzugt mindestens
30 Minuten nach Schwefelzugabe, bei Temperaturen von 356°F (180°C) bis
392°F (200°C), bevorzugt 374°F (190°F) bis 392°F (200°C),
um den Prozess zu vollenden.
Die vorliegende Erfindung verwendet ein selektives Vernetzungs-Coagens
(welches vorzugsweise als ein Beschleuniger fungiert), welches mehr chemische Affinität
für die Polymere, insbesondere den Styrol-Blockpolymerabschnitt, als für
die Asphaltkomponenten aufweist, wodurch die Vernetzungseffizienz des Polymers in
dem Asphalt gegenüber der gesamten Asphaltmischung erhöht wird.
Die für die vorliegende Erfindung zur Verwendung kommenden Polymere
sind beliebige (Co-)Polymere, die vernetzbar sind und die, einmal vernetzt, Verbesserungen
in den Eigenschaften von Asphalt bereitstellen. Wie hierin verwendet bedeutet der
Ausdruck "(Co-)Polymer", dass das Polymer ein Homopolymer oder ein Copolymer sein
kann, wobei das Copolymer ein beliebiger Typ von Copolymer sein kann, einschließlich,
aber nicht beschränkt auf Random-, Block-, Gradienten-, Radial- und Stern-Copolymere
sowie Kombinationen hiervon. Bevorzugte (Co-)Polymere sind diejenigen, welche Styrol-
und konjugierte Dien-Einheiten aufweisen, insbesondere Polystyrol- und Polybutadien-Blöcke.
Mehr bevorzugte Polymere umfassen, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein,
Styrol-Butadien-basierte Copolymere, wie SBR und SBS, sowie Polybutadien (BR) selbst.
Am meisten bevorzugt ist die Verwendung von radialem SBS mit hohem Molekulargewicht.
Diese Polymere können beschrieben werden mit einer allgemeinen Struktur (SB)n,
wobei n > 2. Das gewichtsgemittelte Molekulargewicht Mw beträgt bevorzugt
150 000 oder, mehr bevorzugt, 200 000 oder mehr, am meisten bevorzugt ca. 240 000.
Innerhalb der vorliegenden Erfindung bedeutet die Verwendung des Ausdrucks "circa"
bezüglich des Mw-Wertes einen gemessenen oder angegebenen Mw-Wert, der auf
die nächsten 10 000 gerundet ist. Die Polymere werden in einer Menge von 0,1
bis 20 Gew.%, bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.%, mehr bevorzugt 1 bis 12 Gew.%, basierend
auf dem Gesamtzusammensetzungsgewicht, verwendet.
Das selektive Vernetzungs-Coagens der vorliegenden Erfindung kann
jede Verbindung sein, die eine größere Affinität für das Polymer
als für den Asphalt selbst aufweist und eine Erhöhung der Vernetzungseffizienz
bereitstellt. Bevorzugt stellt das Coagens eine Beschleunigung der Vernetzung der
Polymere bereit. Die Vernetzungs-Coagenzien gemäß vorliegender Erfindung
sind diejenigen, welche einen Siedepunkt oberhalb 212°F (100°C) aufweisen.
Mehr bevorzugt sollte dieser Siedepunkt nicht niedriger sein als 250°F (121°C),
die untere Temperatur des ersten Schrittes, so dass sie unter den extremen Erwärmungsbedingungen
der Vernetzungsreaktion länger in der Reaktionsmischung verbleiben können.
Bei den Coagenzien gemäß vorliegender Erfindung handelt es sich um ein
oder mehrere Mitglieder aus der Gruppe, welche aus Dimaleimid-Verbindungen und Cyanurat-Verbindungen
besteht. Die am meisten bevorzugten Coagenzien sind ein oder mehrere Mitglieder,
ausgewählt aus der Gruppe, welche aus Phenylendimaleimid, Triallylcyanurat
und Isocyanurat besteht. Das Vernetzungs-Coagens wird in einer Menge verwendet,
die ausreichend ist, um die Vernetzungseffizienz zu erhöhen, bevorzugt 0,01
bis 0,3 Gew.%, mehr bevorzugt 0,02 bis 0,025 Gew.%, am meisten bevorzugt
0,020 Gew.%, pro ein Gewichtsprozent Polymer, das in der Asphaltmischung vorliegt,
wobei die Gewichtsprozente basierend auf dem Gesamtzusammensetzungsgewicht berechnet
sind. Wenn zum Beispiel 9 Gew.% Polymer verwendet werden und 0,020 Gew.% Coagens
pro 1 Gew.% Polymer gewählt werden, dann beträgt der prozentuale Gesamtanteil
des Coagens an der Gesamtzusammensetzung 0,020·9 = 0,18%.
Die vorliegende Erfindung verwendet eine Kombination von dem Vernetzungs-Coagens
und einem Vernetzungsinitiator. Der Vernetzungsinitiator ist ausgewählt aus
organischen Peroxiden.
Geeignete Initiatoren vom Peroxid-Typ umfassen, ohne jedoch hierauf
beschränkt zu sein: Di-(2-tert-butylperoxyisopropyl)-benzol, 1,5-Diethyl-2,5-di-(tert-butylperoxy)-hexin,
tert-Butylcumylperoxid, Dicumylperoxid, 1,5-Dimethyl-2,5-di-(tert-butylperoxy)-hexan,
Di-(2-tert-butylperoxypropyl-(2))-benzol, n-Butyl-4,4-di-(tert-butylperoxy)-valerat
und 1-Di-(tert-butylperoxy)-3,3,5-trimethylcyclohexan.
Der Vernetzungsinitiator, insbesondere die Peroxid-basierten radikalischen
Vernetzungsagenzien, werden verwendet, um die Vernetzungsreaktion der Polymere zu
initiieren. Der Vernetzungsinitiator wird in Mengen verwendet, wie sie für
die Vernetzung des jeweiligen gewählten Polymers industrieüblich sind.
Bevorzugt wird der Initiator in einer Menge von 0,02 bis 0,30 Gew.%, mehr bevorzugt
0,022 bis 0,025 Gew.%, am meisten bevorzugt 0,025 Gew.%, pro 1 Gew.% Polymer, das
in der Asphaltzusammensetzung vorliegt, verwendet. Wenn zum Beispiel 9 Gew.% Polymer
in der Asphaltzusammensetzung vorliegen und 0,025 Gew.% Initiator pro 1 Gew.% Polymer
gewählt werden, beträgt der prozentuale Gesamtanteil des Initiators 0,025·9
= 0,225%, basierend auf der gesamten Asphaltzusammensetzung.
Die Wirkung des Coagens (oder Beschleunigers) erlaubt die Verwendung
eines weniger reaktiven Peroxid-basierten radikalischen Vernetzungsinitiators. Der
vorliegende Prozess verwendet bevorzugt Peroxide, die bei erhöhten Temperaturen
reaktiv, widerstandsfähiger gegen Zersetzung, Degradation und sicherer in der
Lagerung und Handhabung sind.
Bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung unterliegt
die Reihenfolge der Zugabe der Bestandteile keinen besonderen Beschränkungen.
Unter dem Aspekt der Materialhandhabung ist es bevorzugt, Coagens, Initiator und
Polymer zu der Asphaltzusammensetzung hinzuzufügen, obgleich es auch möglich
ist, einen oder mehrere der Bestandteile, welche sind Polymer, Coagens und Initiator,
vorab zu mischen und dann die Asphaltzusammensetzung hierzu hinzuzugeben. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform wird der Asphalt auf die gewünschte Temperatur
von 250°F (121°C) bis 430°F (221°C) gebracht, gefolgt von Zugabe
des vernetzbaren Polymers. Das Coagens wird dann zu der Mischung bei einer Temperatur
von 320°F (160°C) oder weniger hinzugegeben. Die Temperatur wird dann
auf ca. 360°F (182°C) erhöht, gefolgt von Zugabe des Initiators.
Die Temperatur wird dann in einem Bereich von 360°F (182°C) bis 410°F
(210°C) aufrechterhalten, während die Mischung bewegt wird. Das Bewegen
kann durch konventionelle Mittel durchgeführt werden, z.B. durch einen Rührer
oder ein Paddel, einen rotierenden Reaktor mit Baffles etc. Das Bewegen wird so
lange fortgesetzt, bis die Vernetzungsreaktion eingetreten ist, vorzugsweise 15–100
min, mehr bevorzugt 30–75 min, am meisten bevorzugt ca. 45 Minuten.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann das Coagens in dem Asphalt
vor Zugabe des Polymers und, falls gewünscht, vor Erwärmen der Asphaltzusammensetzung
vorliegen. Das Polymer wird dann zugegeben, zusammen mit dem Initiator, bevorzugt
nachdem die Temperatur ca. 360°F (182°C) erreicht hat. Die Mischung wird
dann bewegt wie oben erwähnt.
Das durch das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung erzeugte
Produkt ist eine vernetzte Asphaltzusammensetzung, umfassend:
- a) eine Asphalt- oder Asphaltzementzusammensetzung (innerhalb des Kontextes
der vorliegenden Erfindung soll der Ausdruck "Asphalt" Asphaltzusammensetzungen,
d.h. reinen Asphalt, und Asphaltzementzusammensetzungen, d.h. Asphalt plus Additive,
gebrauchsfertig für den Straßenbau, umfassen),
- b) ein vernetztes Polymer, wobei die Vernetzungsstellen Reste von einem Vernetzungs-Coagens
enthalten, ausgewählt aus Dimaleimid-Verbindungen und Cyanurat-Verbindungen,
und ferner einen oder mehrere Reste von einem Vernetzungs-Initiator enthalten.
Bevorzugt umfasst das Produkt:
- a) 85 bis 98 Gew.% einer Asphaltzusammensetzung
- b) 1 bis 12 Gew.% eines vernetzbaren Polymers
- c) 0,02 bis 0,25 N,N'-m-Phenylendimaleimid oder 0,01 bis 0,30 Gew.% Triallylcyanurat
- d) einen radikalischen Initiator (Typ erhöhte Temperatur), z.B. Di-(2-tert-butylperoxyisopropyl)-benzol.
Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung stellt einen
zuverlässigeren, weniger konzentrationsempfindlichen, besser wiederholbaren
Vernetzungsprozess für polymerhaltige Asphaltzusammensetzungen bereit, insbesondere
für Asphaltzusammensetzungen, welche SBS-Radialpolymere mit hohem Molekulargewicht
enthalten, z.B. Europrene SOL T161B, im Folgenden als T161B bezeichnet.
Das vorliegende Verfahren ist ein besseres Vernetzungsverfahren für
diesen Typ von System, nicht nur, weil es zuverlässiger ist, sondern weil es
ähnliche oder bessere Resultate hinsichtlich der Endeigenschaften erzeugt,
mit besseren Gesamt-Endeigenschaften und Gebrauchsverhalten als bei Verwendung von
konventioneller Nur-Schwefel-Vernetzung.
Die vorliegende Erfindung wurde im Vorstehenden allgemein beschrieben;
sie wird anhand gewisser spezifischer Beispiele noch näher erläutert,
wobei die Beispiele lediglich zur Illustration vorgestellt werden und nicht limitierend
sind, sofern nichts anderes angegeben ist.
BEISPIELE
Um einige der wesentlichen Verbesserungen zu zeigen, die mit den Produkten
und dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung erhalten werden, wurden
die folgenden Versuche durchgeführt.
- a) Hochtemperatur-Verformungswiderstand (Interne EniChem-Methode, durchgeführt
mittels eines Paar-Physica-Rheometers vom Typ DSR 4000 SN329231, welches mit Torsionsbeanspruchung
arbeitet und wobei eine Parallel-Platte-Geometrie verwendet wird. Der Test besteht
in der Verformung der Probe mit einer konstanten Last (500 Pa) und Verfolgung der
resultierenden Verformung nach 240 s bei 104°F (40°C))
- b) Erholung nach Hochtemperaturverformung (Nach dem unter a) beschriebenen Verformungsschritt
wird die Last entfernt und das Material erholt sich. Die Erholung wird nach 240
s gemessen)
- c) Elastizität bei Niedrigtemperatur (Gleiche Methode wie A, aber bei 41°F
(5°C))
- d) Erholung nach Verformung bei Niedrigtemperatur (gleiches Verfahren wie b),
aber bei 41°F (5°C)
- e) Brookfield-Viskosität bei verschiedenen Temperaturen (ASTM D4402-87)
- f) Erweichungspunkt (ASTM 36-86)
- g) Konuspenetration (ASTM D-5-86)
- h) Lagerstabilität ("Tuben-Test", 72 h bei 180°C ?)
Die Tests wurden unter den folgenden konstanten Bedingungen durchgeführt:
9% Polymerkonzentration, SBS-Polymer (T161B, Radialstruktur, 30% Styrol, Molekulargewicht
240 000 Da), gleiches AC20-Asphaltlos.
Asphaltzusammensetzungen wurden hergestellt unter Verwendung der folgenden
Vernetzungsinitiatoren und Coagenzien in den angegebenen Mengen:
- 1) Kein Vernetzungsagens. Probe identifiziert als KONTROLLE, T161B-Direktzugabe
Asphalt AC-20 (455 g) wurde auf 160°C erhitzt, gefolgt von Zugabe von 45 g
T161B direkt zu dem Asphalt. Das Erwärmen wurde unter Bewegen für 45 Minuten
bei Temperaturen zwischen 180–200°C fortgesetzt.
- 2) Zugabe von 0,014% Schwefel pro ein Prozent Polymer. Probe identifiziert als
SCHWEFEL. Dies ist eine zweite Kontrolle, die als Referenz verwendet wird, auch
wenn der Prozess nicht in kommerziellem Maßstab realisierbar ist wegen der
bereits erwähnten Nachteile.
Asphalt AC-20 (455 g) wurde auf 160°C erhitzt, gefolgt von Zugabe von 45 g
T161B direkt zu dem Asphalt. Das Erwärmen wurde unter Bewegen für 45 Minuten
bei Temperaturen zwischen 180–200°C fortgesetzt. Nach vollständiger
Polymerauflösung wurden 0,63 g Schwefel bei 190°C zugegeben. Die resultierende
Mischung wurde bei Temperaturen von 180 bis 200°C während 45 Minuten unter
Bewegung gehalten bis zur vollständigen Schwefelreaktion.
- 3) Zugabe von 0,014% Peroxid pro ein Prozent Polymer. Probe identifiziert als
Peroxid. Bei dem verwendeten Peroxid handelte es sich in allen Fällen um Perkadox
Typ 14-40B-pd (Di-(tert-butylperoxyisopropyl)-benzol).
Herstellung der Probe nach oben angegebener Verfahrensweise.
- 4) Zugabe von 0,014% Peroxid und 0,014% Coagens. Probe identifiziert als PEROXID+COAG.
Bei dem in diesem Falle verwendeten Coagens handelte es sich um Perkalink 300 (Triallylcyanurat).
Herstellung der Probe nach oben angegebener Verfahrensweise.
- 5) Zugabe von 0,014% Peroxid und 0,014% eines zweiten Coagens. Probe identifiziert
als PEROXID+COAG2. Bei dem eingesetzten Coagens handelte es sich um HVA-2 (N,N'-m-Phenylendimaleimid).
Herstellung der Probe nach oben angegebener Verfahrensweise.
- 6) Zugabe von 0,028% Peroxid und 0,028% eines Coagens. Probe identifiziert als
DOPPEL-PEROXID+COAG. Das Peroxid und das Coagens waren die gleichen wie im Fall
d). Dieses Experiment zeigt die Empfindlichkeit des Prozesses gegenüber
Konzentrationsänderungen des Vernetzungsinitiators und Coagens.
Herstellung der Probe nach oben angegebener Verfahrensweise.
Erste zu bestimmende Eigenschaften waren:
- a) Hochtemperatur-Verformungswiderstand
- b) Erholung nach Hochtemperaturverformung
- c) Elastizität bei Niedrigtemperatur
- d) Erholung nach Verformung bei Niedrigtemperatur
da man idealerweise ein Material wünscht, welches die beste Ausgewogenheit
zwischen geringer Verformung bei Hochtemperatur, hoher Erholung sowohl bei Hoch-
als auch bei Niedrigtemperatur zeigt und bei Niedrigtemperatur elastisch bleibt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Die gleichen Resultate sind nachfolgend in Tabelle 2 präsentiert,
wobei jede der Proben in der Reihenfolge ihres Gebrauchsverhaltens für die
in der jeweiligen Spalte genannte Eigenschaft gelistet ist. In diesem Format ist
die Identifizierung der Proben, die den besten Kompromiss zwischen Hoch- und Niedrigtemperaturgebrauchsverhalten
bieten, leichter. Die erhaltene Verbesserung bei Verwendung des Peroxid-basierten
Systems wird hervorgehoben.
Die anderen Eigenschaften sind in Tabelle 3 zusammengefasst:
1) Brookfield-Viskosität bei verschiedenen Temperaturen
Bei der Niedrigtemperatur von 275°F (135°C) beträgt
die Viskosität von reinem Asphalt AC20 410 cps, die Viskosität von palymermodifiziertem
Asphalt (gleicher AC20) mit 9% T161B beträgt 9 500 cps. Diese Viskositäten
sind typisch für diese Art von Mischung.
Die Viskosität nach Schwefelvernetzung stieg auf 20 000 cps.
Der Viskositätsbereich unter Verwendung der verschiedenen obengenannten
Peroxid-Ausführungsformen Vag im Bereich von 14 800 bis 19 500 cps. Der Viskositätsanstieg
von 9 500 auf diese Niveaus ist Beweis dafür, dass der chemische Vernetzungsprozess
stattgefunden hat.
Die Daten für die Viskositäten bei 320°F (160°C)
zeigen drei verschiedene Niveaus. Das erste, unterste Niveau ist das Niveau für
Direktmischung (im Wesentlichen keine Vernetzung enthaltend). Das zweite Niveau
ist für die Zusammensetzungen mit einem Peroxid-Vernetzungsagens. Das dritte
und höchste Viskositätsniveau war für Zusammensetzungen mit einem
Schwefel-Vernetzungsagens. Die Zweitniveau-Zusammensetzungen (Peroxidvernetzungen)
wurden im Durchschnitt zu ca. 67% höher als die ersten (unvernetzten) Zusammensetzungen
und im Durchschnitt zu ca. 30% niedriger als die dritten Zusammensetzungen (Schwefelvernetzungen)
gefunden. Dies zeigt an, dass die Vernetzungsdichte der Peroxidvernetzungs-Zusammensetzungen
niedriger war als die der Schwefelvernetzungs-Zusammensetzungen.
Bei 392°F (200°C) gibt es ebenfalls drei Viskositätsniveaus.
Das zweite Niveau (Peroxidvernetzungs-Zusammensetzungen) war im Durchschnitt 20%
höher als die Direktmischungs-(Nicht-Vernetzungs-)Zusammensetzungen und 31%
niedriger als die Schwefelvernetzungs-Zusammensetzungen.
Bei diesen Hochtemperaturen und darüber muss der polymermodifizierte
Asphalt nahe dem Isoviskositätsplateau sein. Die Daten bestätigen, dass
die Peroxidvernetzungs-Zusammensetzungen eine geringere Vernetzungsdichte aufweisen
als die Schwefelvernetzungs-Zusammensetzungen, während sie eine chemische Bindung
aufweisen, die komplexer ist als die der Direktmischungs- oder nichtvernetzten Zusammensetzungen.
2) Erweichungspunkt
Die Verwendung von Schwefel in T161B verbesserte den Erweichungspunkt
um 9°F (5°C) von anfänglich 216°F (102°C), erhalten durch
Direktzugabe von 9% T161B in Asphalt des Typs AC20. Die Verwendung von Peroxid-Coagens
verbesserte den Erweichungspunkt im gleichen Verhältnis wie Schwefel, ausgenommen
im Falle von Peroxid plus Coagens 2 (HVA-2), wo der Erweichungspunkt 2°C niedriger
war als das Original (KONTROLLE).
3) Konuspenetration bei 77°F (25°C)
Das Schwefel-Coagens hatte keine Wirkung auf die Penetration, während
das Peroxid-Coagens dazu neigte, die Penetrationswerte von 35 dmm, erhalten bei
T161B-Direktzugabe, auf Werte von 35 bis 45 dmm zu erhöhen.
4) Lagerstabilität
Die Lagerstabilität wurde bestimmt durch Messen der Phasentrennung
wie mittels eines Kriechtests bei 40°C, 500 Pa/9% Polymer bestimmt. Die erhaltene
Phasentrennung ist in 1 gezeigt. In dem Graphen gilt,
dass je größer die Differenz zwischen Proben, markiert mit "oben" und
"unten" für eine gegebene Probe, desto höher die Phasentrennung. Es ist
klar ersichtlich, dass die Stabilität bei der polymermodifizierten Asphaltzusammensetzung
gemäß vorliegender Erfindung (mit Peroxidvernetzung) sehr gut und wesentlich
besser als die der Kontrollprobe war.
5) Wirkungen auf SHRP-Test
Das Schwefelvernetzungs-Coagens sowie das Peroxid-Coagens haben keine
wesentliche Wirkung auf SHRP (Superior Highway Research Program)-Test-Original und
-RTFO (Rolling Thin film Oven). Beide Vernetzungsprozesse ergaben einen mittleren
bis geringen Einfluss in Pressure Aging Vessel Dynamic Shear Rheometer (PAV DSR)-Resultaten.
Wirklich wichtig ist die Verbesserung in Bending Beam Rheometer (BBR)-Resultaten,
wo normalerweise eine Direktzugabe Niedrigtemperaturstufe nicht passiert. Sowohl
die Schwefelvernetzungs-Coagens-Zusammensetzungen als auch die Peroxidvernetzungs-Coagens-Zusammensetzungen
ergaben Verbesserungen von einer oder zwei Niedrigtemperaturstufen auf der SHRP-Skala.
Es ist offensichtlich, dass im Lichte der obigen Lehren zusätzliche
Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung möglich sind. Es
versteht sich daher, dass die Erfindung, innerhalb des Bereichs der beigefügten
Ansprüche, auch anders als speziell hierin beschrieben umgesetzt werden kann.