PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005011780A1 14.06.2007
Titel Hufschutz
Anmelder Horsetec AG, Uzwil, CH
Erfinder Alt, Simon, Oetwil, CH
Vertreter Frommhold, J., Dr.-Ing., 38114 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 11.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005011780
Offenlegungstag 14.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse A01L 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01L 3/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A01L 7/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Hufschutz, insbesondere einen Hufschutz für Pferde, der einfach herstellbar ist.
Der Hufschutz umfasst einen hufeisenförmigen Schuh (1) aus einem elastischen Werkstoff und ein seitlich am Huf (5) befestigbares metallisches Strukturmaterial, zum Beispiel aus Streckmetall (2), welches teilweise in den Schuh (1) eingebettet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Hufschutz, insbesondere einen Hufschutz für Pferdehufe.

Metallische Hufeisen oder solche aus Kunststoffen, insbesondere für Pferdehufe sind hinlänglich bekannt. Die DEU 29713176 beschreibt einen Hufschutz für Pferde aus Kunststoff, der am äusseren Rand Aufzüge zum ankleben an den Huf besitzt. Weiterhin offenbart die EP-B-0277979 ein Hufeisen insbesondere für die Vorderhufe von Trabern, welches ein Plattenelement aus einem elastisch biegsamen Kunststoff aufweist, das mit einem hufeisenförmigen Absatz versehen ist, der Querrillen enthält. Im hinteren, offenen Bereich ist noch ein dreieckiges, verdicktes Teil zur Befestigung unter dem Strahl des Hufes angeordnet.

Bei einer Schutzanordnung für Pferdehufe gemäss der WO 94/12024 ist ein hufeisenförmiger Schuh vorgesehen, dessen dem Huf zugewandte Seite mit einem Kunststoffteilverklebt ist, in das zugleich noch ein Kunststoffgewebe teilweise eingebettet ist. Das Kunststoffgewebe kann den Pferdehuf mindestens teilweise umschliessen und wird mit diesem verklebt. Ebenso ist die dem Huf zugewandte Fläche des Kunststoffteiles mit diesem verklebbar. Diese Schutzanordnung ist aufwändig herzustellen.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Hufschutz, insbesondere für Pferdehufe zu entwickeln, der einfach und kostengünstig herstellbar und unkompliziert im Gebrauch ist.

Diese Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.

Durch die direkte Einbettung eines metallischen Strukturmaterials in einen hufeisenförmigen Schuh aus einem elastischen und biegsamen Werkstoff wird die Herstellung des Hufschutzes nicht nur vereinfacht, sondern auch kostengünstiger. Der Schutz des Hufes wird verbessert und der Schuh weist etwa die Flexibilität des Hufes auf.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen offenbart.

So ist das metallische Strukturmaterial bevorzugt ein Streckmetall oder ein Lochblech und kann mit dem Huf seitlich verklebt werden. Das metallische Strukturmaterial kann in verschiedener Weise in den hufeisenförmigen Schuh eingebettet sein, wobei es bevorzugt auf der dem Huf zugewandten Auflagefläche des Schuhs aus dessen Oberfläche heraustritt. In allen Ausführungsformen ist die Auflagefläche mit der Unterseite des Hufes verklebt.

Ebenso können Inserts in den Schuh eingebracht sein um Abrieb und Gleitschutz des Schuhs zu verbessern. Der Schuh kann auch als geschlossener Ring ausgebildet sein.

Das Strukturmaterial, insbesondere Streckmetall dient auch der Verbesserung des Abriebes.

Zusätzlich kann noch ein Gewebe eingearbeitet werden.

Bei Bedarf kann der Hufschutz auch nagelbar ausgebildet sein.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnungen zeigen die

1: eine erste Ausführungsform eines Hufschutzes

2a2c: weitere Ausführungsformen.

Ein Hufschutz nach 1 weist einen hufeisenförmigen Schuh 1 aus einem Polyurethan o.a. Kunststoff auf, in den ein Streckmetall 2 zumindest teilweise eingebettet ist. Eingebettet bzw. umgossen ist ein mehrfach gebogener, resp. wellenförmiger und abgewinkelter Bereich 3, während ein Bereich 6 parallel zu einer relativ glatten Auflagefläche 4 des Schuhs 1 für den Huf 5 geringfügig aus dieser Auflagefläche 4 heraustritt. Ein daran anschliessender freier Bereich 7 des Streckmetalls 2 ist in seiner Neigung an die Form des Hufes 5 anpassbar, resp. bildet diesen nach. Die Bereiche 6 und 7 des Streckmetalls 2 können mit dem Huf verklebt werden.

Bei einer Ausführung nach 2a ist der eingebettete Bereich des Streckmetalls 2 mehrfach gewickelt, wobei auch hier wieder ein Bereich aus der Auflagefläche 4 des Schuhs 1 heraustreten könnte. In der Ausführungsform nach 2b besteht der eingebettete Bereich des Streckmetalls 2 aus einzelnen, aneinandergelegten Scheiben desselben.

Die 2c zeigt beispielhaft die Anordnung von Inserts 8 im Schuh 1, die Abrieb und Gleiteigenschaften des Schuhs 1 verbessern.


Anspruch[de]
Hufschutz, insbesondere für Pferdehufe, umfassend einen hufeisenförmigen Schuh aus einem elastischen Werkstoff und ein, seitlich und unten am Huf (5) befestigbares flexibles Teil, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Teil aus einem metallischen Strukturmaterial besteht, welches teilweise in den Schuh (1) eingebettet ist. Hufschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (1) aus einem Polyurethan oder einem anderen Kunststoff besteht. Hufschutz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Strukturmaterial ein Streckmetall (2) oder Lochblech oder ähnliches ist. Hufschutz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich (6) des Streckmetalls (2) etwa parallel zu einer Auflagefläche (4) des Schuhs (1) angeordnet ist und geringfügig aus dieser Auflagefläche (4) heraustritt. Hufschutz nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der eingebettete Teil des metallischen Strukturmaterials mehrfach gebogen resp. abgewinkelt ist. Hufschutz nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (1) als geschlossener Ring ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com