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Dokumentenidentifikation DE102005056952A1 14.06.2007
Titel Schaltungsanordnung und Verfahren zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen und Phasenregelkreis mit der Schaltungsanordnung
Anmelder Infineon Technologies AG, 81669 München, DE
Erfinder Marsili, Stefano, Fürnitz, AT;
Sandner, Christoph, Villach, AT
Vertreter Epping Hermann Fischer, Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80339 München
DE-Anmeldedatum 29.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005056952
Offenlegungstag 14.06.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.06.2007
IPC-Hauptklasse H03B 21/00(2006.01)A, F, I, 20051129, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04B 1/26(2006.01)A, L, I, 20051129, B, H, DE   H03L 7/06(2006.01)A, L, I, 20051129, B, H, DE   H04B 1/40(2006.01)A, L, I, 20051129, B, H, DE   
Zusammenfassung Einer Schaltungsanordnung (8) zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen wird über einen Signaleingang (1) ein Referenzfrequenzsignal zugeführt. Über einen Frequenzteiler (3) wird aus dem Referenzfrequenzsignal ein zweites Signal abgeleitet. Referenzfrequenzsignal und zweites Signal werden einer Auswahleinrichtung (4) zugeführt, wo eines der Signale in Abhängigkeit eines Signals am Steuereingang (44) am Ausgang (43) abgegeben wird. In einem Hilfssignalgenerator (6) werden aus dem Referenzfrequenzsignal wenigstens zwei Hilfssignale abgeleitet, von denen eines am Ausgang des Hilfssignalgenerators (6) in Abhängigkeit eines Signals am Steuereingang (63) anliegt. In einer Frequenzumsetzeinrichtung (5) wird aus den Ausgangssignalen der Auswahleinrichtung (4) und des Hilfssignalgenerators (6) ein Lokaloszillatorsignal abgeleitet, welches am Signalausgang (2) abgegriffen werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen. Die Erfindung betrifft weiterhin einen Phasenregelkreis mit der Schaltungsanordnung sowie eine Verwendung der Schaltungsanordnung.

Viele heutige Standards zur drahtlosen Kommunikation nutzen Verfahren, die auf der Übertragung auf mehreren Trägerfrequenzen beruhen. Beispielhaft hierfür sind Wireless Local Area Network, WLAN, oder als Standard der vierten Generation Multiband Orthogonal Frequency Division Multiplexing Ultra-Wideband, MB-OFDM UWB. Bei diesem modernen Standard stehen verschiedene Frequenzbänder gleicher Bandbreite für einen Übertragungskanal zur Verfügung. Die Verteilung der Frequenzen, die für den MB-OFDM UWB-Standard vorgegeben ist, ist in 7 gezeigt. Dabei stehen fünf Bandgruppen BG1 bis BG5, englisch: band groups, zur Verfügung. Die Bandgruppen BG1 bis BG4 enthalten jeweils drei Frequenzbänder, die Bandgruppe BG5 zwei Frequenzbänder. Für I/Q-Mischer in direkt umsetzenden Sende- und Empfangseinrichtungen werden Frequenzsignale mit den Frequenzen des jeweils genutzten Bandes, beispielsweise 3432 MHz für Band #1, benötigt. Bei einer direkt umsetzenden Sende- und Empfangseinrichtung werden die zu übertragenden Daten ohne Umsetzung auf eine Zwischenfrequenz vor dem Senden bzw. nach dem Empfangen verarbeitet. Dazu müssen die Frequenzsignale als I/Q-Signale ausgebildet sein, d. h. als Inphase-Komponente, I-Komponente, und Quadratur-Komponente, Q-Komponente. Der Einsatz von MB-OFDM UWB kann als Ersatz für drahtgebundene Verbindungen wie Universal Serial Bus, USB, oder Firewire oder aber für drahtlose Kommunikation, z. B. mit WLAN oder Bluetooth dienen. Als Einsatzort bieten sich unter anderem Arbeitsplatzrechner, Drucker, Personal Digital Assistants, PDAs, MP3-Player oder Mobiltelefone an, bei denen MB-OFDM UWB als weiteres Kommunikationsmittel neben einem bestehenden Telekommunikationsstandard eingesetzt wird.

Grundsätzlich sind alle Frequenzbänder in allen Bandgruppen nutzbar, wobei die Flexibilität eines Geräts mit der Anzahl der verwendbaren Frequenzbänder steigt. Jedoch müssen für alle gewünschten Frequenzbänder Frequenzsignale erzeugt werden, was mit einem hohen Aufwand verbunden ist.

In dem Vortrag "High-Performance CMOS Radio Design for Multiband OFDM UWB", Nathan R. Belk, Texas Instruments, 2004, wird auf den Folien 17 bis 19 beschrieben, wie in einer Anordnung mit einem Phasenregelkreis, einem Quarzoszillator und einem Einseitenbandmischer drei Frequenzsignale für die drei Frequenzbänder in der Bandgruppe BG1 erzeugt werden. In "A 0.13&mgr;m CMOS UWB Transceiver", Behzad Razavi, 2005 IEEE ISSC Conference, wird gezeigt, wie die drei Frequenzsignale in der Bandgruppe BG1 mit drei Phasenregelkreisen erzeugt werden. "A 7-Band 3–8 GHz Frequency Synthesizer with 1ns Band-Switching Time in 0.18&mgr;m CMOS Technology", Jri Lee, 2005 IEEE ISSC Conference, zeigt, wie sich unter Nutzung eines Referenzfrequenzsignals und zwei Phasenregelkreisen mit Hilfe eines Einseitenbandmischers Frequenzsignale für mehrere Frequenzbänder erzeugen lassen.

Bei einer Einseitenbandmischung, englisch: single sideband mixing, SSB-mixing, werden zwei Frequenzsignale so verarbeitet, dass die Signalfrequenz des resultierenden Signals sich aus der Summe oder der Differenz der Signalfrequenzen der Eingangssignale ergibt.

Mit den beschriebenen Verfahren ist es sehr aufwendig, möglichst viele Frequenzsignale aus möglichst vielen Frequenzbändern und Bandgruppen zu erzeugen. Entweder sind nur Frequenzsignale für wenige Frequenzbänder erzeugbar oder die Erzeugung fordert den Einsatz von vielen Phasenregelkreisen, die in einer Schaltung Platz benötigen und den Stromverbrauch der Schaltung erhöhen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen und einen Phasenregelkreis mit der Schaltungsanordnung anzugeben, die sich Platz sparend ausführen lassen und sich durch einen geringen Stromverbrauch auszeichnen. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen aus einem einzigen Referenzfrequenzsignal und möglichst wenigen daraus abgeleiteten Hilfssignalen anzugeben. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine Verwendung der Schaltung aufzuzeigen.

Diese Aufgabe wird in den Gegenständen der unabhängigen, nebengeordneten Patentansprüche 1, 8, 13 und 18 gelöst. Ausgestaltungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen, die einen Signaleingang zum Zuführen eines Referenzfrequenzsignals mit einer ersten Arbeitsfrequenz und einen Signalausgang zum Abgreifen eines Lokaloszillatorsignals umfasst. Des Weiteren weist die Schaltungsanordnung mindestens einen Frequenzteiler auf, mit dem ein zweites Signal mit einer zweiten Arbeitsfrequenz aus dem Referenzfrequenzsignal abgeleitet werden kann. Zudem umfasst die Schaltungsanordnung eine Auswahleinrichtung mit einem ersten Eingang, der an den Signaleingang angeschlossen ist, einem zweiten Eingang, der an den Ausgang des Frequenzteilers angeschlossen ist, einem Ausgang und einem Steuereingang. Der Steuereingang ist ausgeführt zur Kopplung des ersten oder des zweiten Eingangs der Auswahlrichtung auf ihren Ausgang in Abhängigkeit eines Signals am Steuereingang. Die Schaltungsanordnung weist weiterhin einen Hilfssignalgenerator zur Erzeugung eines ersten Hilfssignals mit einer ersten Frequenz und wenigstens eines zweiten Hilfssignals mit einer zweiten Frequenz auf, bei dem das erste und das zweite Hilfssignal abgeleitet sind aus dem Referenzfrequenzsignal. Der Hilfssignalgenerator weist einen Steuereingang zur Auswahl des ersten oder des wenigstens zweiten Hilfssignals auf. Die Schaltungsanordnung umfasst des Weiteren eine Frequenzumsetzeinrichtung mit einem ersten Signaleingang, der angeschlossen ist an den Ausgang der Auswahleinrichtung, einem zweiten Signaleingang, der angeschlossen ist an den Ausgang des Hilfssignalgenerators, und einem Signalausgang, der zur Abgabe des aus den eingangsseitig anliegenden Signalen abgeleiten Lokaloszillators ausgebildet ist.

Der Schaltungsanordnung wird über den Signaleingang ein Referenzfrequenzsignal zugeführt, aus dem ein zweites Signal und wenigstens zwei Hilfssignale abgeleitet werden. Das Referenzfrequenzsignal kann beispielsweise aus einem von einem Quarzoszillator bereit gestellten Signal abgeleitet sein. Die Ableitung des zweiten Signals erfolgt über einen Frequenzteiler, beispielsweise mit einem Teilungsfaktor von 2, sodass die Signalfrequenz des zweiten Signals, also die zweite Arbeitsfrequenz, halb so groß ist wie die Signalfrequenz des Referenzfrequenzsignals, also die erste Arbeitsfrequenz. In der Auswahleinrichtung kann über ein Signal am Steuereingang der Auswahleinrichtung ausgewählt werden, ob das Referenzfrequenzsignal mit der ersten Arbeitsfrequenz oder das zweite Signal mit der zweiten Arbeitsfrequenz an den Ausgang abgegeben wird. Im Hilfssignalgenerator werden mindestens zwei Hilfssignale aus dem Referenzfrequenzsignal abgeleitet. Die beiden Hilfssignale weisen unterschiedliche Frequenzen auf, wobei eines der Hilfssignale auch ein Gleichsignal mit der Frequenz 0 Hz sein kann. Auch hier kann über ein Signal an einem Steuereingang ausgewählt werden, welches der beiden Hilfssignale am Ausgang des Hilfssignalgenerators abgegeben wird. In der Frequenzumsetzeinrichtung wird das Lokaloszillatorsignal abgeleitet aus dem ausgewählten Signal am Ausgang der Auswahleinrichtung und dem ausgewählten Hilfssignal. Die Ableitung des Lokaloszillatorsignals kann beispielsweise über eine Einseitenbandmischung erfolgen, wenn die Frequenzumsetzeinrichtung als ein Einseitenbandmischer ausgeführt ist.

Die Ableitung des Lokaloszillatorsignals in der Schaltungsanordnung erfordert nur die Zuführung eines einzigen Signals als Referenzfrequenzsignal, aus dem alle weiteren benötigten Frequenzsignale abgeleitet werden können. Dadurch werden keine Elemente benötigt, die Signale mit zusätzlichen Frequenzen erzeugen, was vorteilhaft zu einem geringen Platzbedarf und niedrigem Stromverbrauch der Schaltungsanordnung führt.

In einem Aspekt der Erfindung ist bei der Schaltungsanordnung vor dem Signaleingang der Schaltungsanordnung ein wenigstens zweiter Frequenzteiler geschaltet. Dieser dient zum Ableiten des Referenzfrequenzsignals mit der ersten Arbeitsfrequenz aus einem am Eingang des wenigstens zweiten Frequenzteilers anliegenden Signals. Steht also zunächst nur ein Signal mit einer Signalfrequenz höher als die erste Arbeitsfrequenz zur Verfügung, kann das Referenzfrequenzsignal durch den zweiten Frequenzteiler aus dem Signal abgeleitet werden.

In einem anderen Aspekt der Erfindung ist bei der Schaltungsanordnung nach dem Signalausgang der Schaltungsanordnung eine Einrichtung geschaltet, die zur Zerlegung des Lokaloszillatorsignals in I/Q-Komponenten ausgebildet ist.

Wenn von einer Schaltung ein Lokaloszillatorsignal mit I/Q-Komponenten benötigt wird, können die I/Q-Komponenten durch die besagte Einrichtung aus dem Lokaloszillatorsignal abgeleitet werden. Bei I/Q-Komponenten ist die Q-Komponente gegenüber der I-Komponente idealerweise um 90° phasenverschoben.

Die Einrichtung zur Zerlegung des Lokaloszillatorsignals in I/Q-Komponenten kann als Frequenzteiler ausgeführt sein. Wenn ein Lokaloszillatorsignal in Form von I/Q-Komponenten benötigt wird, ist es sehr einfach, diese am Ausgang eines Frequenzteilers bereitzustellen. Da die Frequenz des Ausgangssignals des Frequenzteilers in diesem Fall kleiner als die Frequenz des Lokaloszillatorsignals ist, muss dies bei der Wahl der Frequenzen in der Schaltungsanordnung berücksichtigt werden.

Unter einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung ist der Ausgang des wenigstens zweiten Frequenzteilers ausgebildet zur Abgabe von I/Q-Komponenten. Dadurch können sowohl das Referenzfrequenzsignal als auch das zweite Signal mit der zweiten Arbeitsfrequenz und die Hilfssignale als I/Q-Komponenten weitergeführt und weiterverarbeitet werden. Auch das Lokaloszillatorsignal am Ausgang der Schaltungsanordnung kann in Form von I/Q-Komponenten abgegeben werden.

In einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst der Hilfssignalgenerator mindestens einen Frequenzteiler und mindestens einen Einseitenbandmischer. Beispielsweise können durch einen Frequenzteiler und einen Einseitenbandmischer zwei Hilfssignale erzeugt werden, deren Frequenzen sich aus der Summe bzw. der Differenz der ersten Arbeitsfrequenz und der heruntergeteilten Frequenz ergeben. Wenn der Hilfssignalgenerator mehrere Frequenzteiler umfasst, können zunächst Signale mit verschiedenen heruntergeteilten Frequenzen abgeleitet werden und diese direkt oder über die Mischung mit dem Einseitenbandmischer als Hilfssignale zur Verfügung gestellt werden. Jeweils eines der Hilfssignale wird vom Hilfssignalgenerator in Abhängigkeit des an seinem Steuereingang anliegenden Signals an seinem Ausgang abgegeben.

In einem alternativen Aspekt umfasst der Hilfssignalgenerator mindestens ein Speicherelement und mindestens einen Digital-Analog-Umsetzer. Das Speicherelement kann beispielsweise als Signal-ROM ausgeführt sein. Die in dem Speicherelement gespeicherten Werte können beispielsweise Abtastwerte eines sinusförmigen Signals sein, die von dem Digital-Analog-Umsetzer in ein analoges sinusförmiges Signal gewandelt werden. Ein zum Betrieb des Speicherelements und des Digital-Analog-Umsetzers nötiges Taktsignal kann das Referenzfrequenzsignal oder ein daraus abgeleitetes Signal sein. Das Ausgangssignal des Hilfssignalgenerators kann in Form von I/Q-Komponenten abgegeben werden. Um Hilfssignale mit verschiedenen Frequenzen liefern zu können, sind in dem Speicherelement mehrere Sätze von Abtastwerten für die verschiedenen Frequenzen abgelegt. Die Auswahl des Hilfssignals erfolgt über ein Signal am Steuereingang des Hilfssignalgenerators.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch einen Phasenregelkreis mit einer Schaltungsanordnung nach einer der beschriebenen Ausgestaltungsformen, der zusätzlich einen Phasendetektor und einen spannungsgesteuerten Oszillator umfasst. Der Phasendetektor weist einen ersten Eingang zur Zuführung eines Bezugsfrequenzsignals, einen zweiten Eingang zur Zuführung eines Rückkopplungssignals und einen Regelausgang auf. Der spannungsgesteuerte Oszillator ist so angeordnet, dass sein Eingang an den Regelausgang des Phasendetektors und sein Ausgang an den Signaleingang der Schaltungsanordnung angeschlossen ist. Zudem weist die Schaltungsanordnung einen Signalabgriff auf, der über einen Frequenzteiler mit dem zweiten Eingang des Phasendetektors gekoppelt ist. Das Teilerverhältnis dieses Frequenzteilers kann einstellbar sein.

Das Bezugsfrequenzsignal kann von einem Quarzoszillator direkt oder als durch einen Frequenzteiler heruntergeteiltes Signal einem Phasendetektor zugeführt werden. Im Phasendetektor lässt sich ein von der Schaltungsanordnung zurückgeführtes Signal mit dem Bezugsfrequenzsignal vergleichen, wodurch die Spannung des spannungsgesteuerten Oszillators geregelt wird. Das Referenzfrequenzsignal der Schaltungsanordnung entspricht dem Ausgangssignal des spannungsgesteuerten Oszillators oder ist aus diesem Ausgangssignal abgeleitet. wegen dem Frequenzteiler im Rückkopplungspfad, der das in der Schaltungsanordnung abgegriffene Signal zum Rückkopplungssignal in seiner Frequenz herunterteilt, kann die Frequenz des Bezugsfrequenzsignals deutlich geringer sein als die des Referenzfrequenzsignals in der Schaltungsanordnung.

Da für die Erzeugung der Lokaloszillatorsignale mit den verschiedenen Frequenzen kein weiterer Phasenregelkreis benötigt wird, lässt sich die Anordnung des Phasenregelkreises mit der Schaltungsanordnung Platz sparend realisieren und zeichnet sich durch einen niedrigen Stromverbrauch aus.

Der Signalabgriff in der Schaltungsanordnung zur Rückführung eines Frequenzsignals kann an mehreren Stellen innerhalb der Schaltungsanordnung angeschlossen sein. Beispielsweise kann der Signalabgriff mit dem ersten oder mit dem zweiten Eingang der Auswahleinrichtung gekoppelt sein. Alternativ kann der Signalabgriff am Signaleingang der Schaltungsanordnung angeschlossen sein. Zudem ist es möglich, die Anschlussstelle für den Signalabgriff als im Betrieb umschaltbar vorzusehen. Ebenso ist es möglich, das Teilerverhältnis des Frequenzteilers im Rückkopplungspfad des Phasenregelkreises im Betrieb einzustellen bzw. zu verändern. Dies führt in der Regel zu einer Veränderung der Frequenz des Referenzfrequenzsignals.

Bezüglich des Verfahrens wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen, umfassend die Schritte:

  • – Bereitstellen eines Referenzsignals mit einer ersten Arbeitsfrequenz;
  • – Ableiten eines zweiten Signals mit einer zweiten Arbeitsfrequenz aus dem Referenzfrequenzsignal über einen Frequenzteiler;
  • – Auswählen des Referenzsignals oder des zweiten Signals als Hauptsignal durch ein erstes Auswahlsignal;
  • – Ableiten von wenigsten zwei Hilfssignalen aus dem Referenzfrequenzsignal;
  • – Auswählen eines der wenigstens zwei Hilfssignale als Nebensignal durch ein zweites Auswahlsignal;
  • – Mischen des Hauptsignals und des Nebensignals zu einem Lokaloszillatorsignal.

Aus einem bereitgestellten Referenzfrequenzsignal mit einer ersten Arbeitsfrequenz wird ein zweites Signal mit einer zweiten Arbeitsfrequenz über einen Frequenzteiler abgeleitet. Aus den zwei vorliegenden Signalen wird in Abhängigkeit eines ersten Auswahlsignals ein Hauptsignal ausgewählt. Zudem werden aus dem Referenzfrequenzsignal wenigstens zwei Hilfssignale abgeleitet, aus denen in Abhängigkeit eines zweiten Auswahlsignals ein Nebensignal ausgewählt wird. Durch ein Mischen des Hauptsignals und des Nebensignals wird ein Lokaloszillatorsignal erzeugt. Das Mischen kann in Form einer Einseitenbandmodulation erfolgen.

Dabei sind vorteilhaft sowohl das Hauptsignal als auch das Nebensignal aus dem einen bereitgestellten Referenzfrequenzsignal abgeleitet. Es werden keine weiteren Frequenzsignale benötigt, die zusätzlich zugeführt werden müssten.

In einem anderen Aspekt des Verfahrens wird beim Schritt des Bereitstellens ein Signal bereitgestellt, aus dem über einen Frequenzteiler das Referenzfrequenzsignal abgeleitet wird.

In einem weiteren Aspekt des Verfahrens weist das Lokaloszillatorsignal I/Q-Komponenten auf. Dabei weist die Q-Komponente gegenüber der I-Komponente idealerweise einen Phasenversatz von 90° auf. Ebenso können in dem Verfahren das Referenzfrequenzsignal und alle aus dem Referenzfrequenzsignal abgeleiteten Signale I/Q-Komponenten aufweisen.

Die Schaltungsanordnung lässt sich in einer der beschriebenen Ausgestaltungsformen in einer direkt umsetzenden Sende- und Empfangseinrichtung verwenden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Detail erläutert.

Es zeigen:

1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,

2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung,

3 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hilfssignalgenerators,

4 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hilfssignalgenerators,

5 ein Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Phasenregelkreis,

6 ein Ausführungsbeispiel für eine Verwendung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung in einer Sende- und Empfangseinrichtung,

7 eine Frequenzbandverteilung nach dem MB-OFDM UWB Standard.

1 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung 8. Die Schaltungsanordnung 8 umfasst einen Signaleingang 1, einen Frequenzteiler 3 und eine Auswahleinrichtung 4. Der Eingang 31 des Frequenzteilers 3 und der erste Eingang 42 der Auswahleinrichtung 4 sind mit dem Signaleingang 1 gekoppelt. Ein zweiter Eingang 41 der Auswahleinrichtung 4 ist an einen Ausgang 32 des Frequenzteilers 3 angeschlossen. Die Auswahleinrichtung 4 weist weiterhin einen Steuereingang 44 und einen Signalausgang 43 auf, der mit einem ersten Signaleingang 51 einer Frequenzumsetzeinrichtung 5 gekoppelt ist. Ein Hilfssignalgenerator 6 weist einen Eingang 61, der mit dem Signaleingang 1 gekoppelt ist und weiterhin einen Ausgang 62 auf, der an einen zweiten Signaleingang 52 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 angeschlossen ist. Zudem umfasst der Hilfssignalgenerator 6 einen Steuereingang 63. Der Ausgang 53 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 ist mit dem Signalausgang 2 der Schaltungsanordnung 8 gekoppelt.

Über den Signaleingang 1 wird der Schaltungsanordnung 8 ein Referenzfrequenzsignal mit einer ersten Arbeitsfrequenz zugeführt. Durch den Frequenzteiler 3 wird aus dem Referenzfrequenzsignal ein Signal mit einer zweiten Arbeitsfrequenz abgeleitet, die sich als um den Faktor N herunter geteilte erste Arbeitsfrequenz des Referenzfrequenzsignals ergibt.

In Abhängigkeit eines Steuersignals, das am Steuereingang 44 der Auswahleinrichtung 4 anliegt, wird von der Auswahleinrichtung 4 entweder das Referenzfrequenzsignal, das am ersten Eingang 42 anliegt, oder das zweite Signal mit der zweiten Arbeitsfrequenz, das am zweiten Eingang 41 anliegt, an den Ausgang 43 abgegeben.

Im Hilfssignalgenerator 6 werden aus dem Referenzfrequenzsignal, das am Eingang 61 anliegt, wenigstens zwei Hilfssignale abgeleitet. Die Hilfssignale weisen unterschiedliche Signalfrequenzen auf. Durch ein Steuersignal, das über den Steuereingang 63 zugeführt wird, wird ausgewählt, welches der Hilfssignale am Ausgang 62 des Hilfssignalgenerators 6 abgegeben wird.

Aus den zwei Signalen, die am Eingang 51 und am Eingang 52 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 anliegen, wird ein Lokaloszillatorsignal abgeleitet, dessen Signalfrequenz sich aus der Summe oder der Differenz der Signalfrequenzen der anliegenden Signale ergibt. Das Lokaloszillatorsignal kann am Signalausgang 2 abgegriffen werden.

Um beispielsweise Lokaloszillatorsignale mit Frequenzen für die Frequenzbänder nach dem MB-OFDM UWB Standard zu erzeugen, kann am Eingang 51 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 ein Signal mit einer Frequenz aus dem Frequenzbereich einer Bandgruppe und am zweiten Eingang 52 ein Hilfssignal bereitgestellt werden. Dabei kann die Wahl einer Frequenz des Hilfssignals dazu verwendet werden, die Frequenz des Lokaloszillatorsignals so zu bestimmen, dass sie der Frequenz eines Frequenzbands innerhalb der Bandgruppe entspricht. Somit erfolgt die Auswahl der Frequenz des Lokaloszillatorsignals über die Entscheidung für eine Bandgruppe in der Auswahleinrichtung 4 und über die Entscheidung für ein spezielles Frequenzband in der Bandgruppe im Hilfssignalgenerator 6. Die Auswahlmöglichkeiten für die Bandgruppen hängen von der Wahl der Frequenz des Referenzfrequenzsignals und der Wahl des Teilerverhältnisses N des Frequenzteilers 3 ab.

Die Erzeugung des Lokaloszillatorsignals aus den an den Eingängen 51 und 52 anliegenden Signalen in der Frequenzumsetzeinrichtung 5 kann über eine Einseitenbandmischung erfolgen. Beim Mischen von zwei sinusförmigen Signalen entsteht in der Regel ein Signal, das bei spektraler Betrachtung Frequenzanteile bei der Summe und der Differenz der Frequenzen der zu mischenden Signale aufweist. Bei einem Einseitenbandmischer wird jedoch der ungewünschte Frequenzanteil, also der Frequenzanteil bei der Summe oder der Frequenzanteil bei der Differenz der Frequenzen, eliminiert, beispielsweise durch Filterung. Dabei spricht man auch von Mischern mit Spiegelfrequenzsignalunterdrückung, englisch image rejection mixers.

Da in der Schaltungsanordnung 8 sowohl das Signal mit der zweiten Arbeitsfrequenz als auch die Hilfssignale aus dem einen Referenzfrequenzsignal abgeleitet werden, genügt ein Oszillator, der das Referenzfrequenzsignal zur Verfügung stellt. Zudem können nach dem beschriebenen Prinzip Lokaloszillatorsignale für mehrere Frequenzbänder in mehreren Bandgruppen erzeugt werden.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt die 2. Funktions-beziehungsweise wirkungsgleiche Bauelemente tragen dabei gleiche Bezugszeichen. Die in den folgenden Zeichnungen verwendeten Symbole I und Q dienen nur der Kennzeichnung, dass an den entsprechenden Stellen Signale in Form von I/Q-Komponenten geführt werden. Sie sind nicht als Bezugszeichen zu verstehen und dienen lediglich einem verdeutlichenden Zweck.

Die Schaltungsanordnung 8 ist eingangsseitig über einen Signaleingang 1a an einen Oszillator 11 angeschlossen. Gekoppelt mit dem Signaleingang 1a ist ein zweiter Frequenzteiler 7.

Der Frequenzteiler 7 weist ein Teilerverhältnis von zwei auf und ist ausgebildet zur Abgabe des herunter geteilten Signals als I/Q-Komponenten. Die Inphase-Komponente wird dem Frequenzteiler 3 zugeführt, der ebenfalls ein Teilerverhältnis von zwei aufweist und das Signal mit der zweiten Arbeitsfrequenz als I/Q-Komponenten abgibt. Die Schaltungsanordnung 8 weist zudem einen Signalabgriff 82a auf, der zum Abgreifen der I-Komponente eines am Eingang 42 der Auswahleinrichtung 4 anliegenden Signals ausgebildet ist. Ein Signalabgriff 82b ist ausgebildet zum Abgreifen der I-Komponente eines am zweiten Eingang 41 der Auswahleinrichtung 4 anliegenden Signals. Dem Hilfssignalgenerator 6 werden über den Eingang 61 die I/Q-Komponenten des Referenzfrequenzsignals aus dem Frequenzteiler 7 zugeführt. Die I/Q-Komponenten des ausgewählten Hilfssignals werden vom Ausgang 62 an den zweiten Eingang 52 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 abgegeben. Am ersten Eingang 51 der Frequenzumsetzeinrichtung 5 liegt das in der Auswahleinrichtung 4 ausgewählte Signal an, ebenfalls als I/Q-Komponenten.

Die Frequenzumsetzeinrichtung 5 ist als ein Einseitenbandmischer ausgeführt. Dies kann vorteilhaft beim Mischen von Signalen mit I/Q-Komponenten genutzt werden. Beispielsweise ist der Einseitenbandmischer so ausgebildet, dass die Frequenz des gemischten Ausgangssignals sich aus der Summe der Frequenzen der Eingangssignale ergibt. Dies gilt auch für Signale mit I/Q-Komponenten. Wenn aber bei einem Signal mit I/Q-Komponenten die Quadratur-Komponente invertiert wird, das heißt, eine Phasendrehung von 180° erfährt, wirkt das so veränderte Signal in dem Einseitenbandmischer wie ein Signal mit einer negativen Frequenz. Durch Zuführung eines herkömmlichen I/Q-Signals und eines I/Q-Signals mit invertierter Quadratur-Komponente an den Einseitenbandmischer kann somit ein Ausgangssignal mit einer Frequenz erzeugt werden, die sich aus der Differenz zwischen der Frequenz des herkömmlichen I/Q-Signals und der Frequenz des I/Q-Signals mit der invertierten Quadratur-Komponente ergibt. Somit kann ein Hilfssignal durch Invertieren der Quadratur-Komponente zur Erzeugung von zwei verschiedenen Zielfrequenzen, das heißt Frequenzen des Ausgangssignals des Einseitenbandmischers, verwendet werden.

Um beispielsweise ein Lokaloszillatorsignal mit allen Frequenzen nach dem MB-OFDM UWB Standard in den Bandgruppen BG1 und BG3 bereitstellen zu können, wird nach dem erfindungsgemäßen Prinzip ein einziger Oszillator benötigt, der ein Signal mit einer Frequenz von 14784 MHz liefert. Am Ausgang der Frequenzteiler 7 und 3 liegen dann I/Q-Signale mit Frequenzen von 7392 MHz und 3696 MHz an. Durch ein Signal am Steuereingang 44 kann eines dieser Signale ausgewählt werden, welches dann als Grundlage für die Erzeugung für ein Lokaloszillatorsignal mit einer der Frequenzen aus einer Bandgruppe dient. Über das Signal am Steuereingang 44 wird praktisch die gewünschte Bandgruppe ausgewählt.

Im Hilfssignalgenerator 6 werden aus dem Referenzfrequenzsignal mit einer Frequenz von 7192 MHz Hilfssignale mit Frequenzen von 264 MHz und 792 MHz abgeleitet. Durch ein Signal am Steuereingang 63 des Hilfssignalgenerators 6 wird ausgewählt, welches dieser Signale am Ausgang 62 anliegt und, ob die Quadratur-Komponente invertiert abgegeben wird oder nicht. Dadurch steht selektiv ein Hilfssignal mit einer Frequenz von +264 MHz, –264 MHz, +792 MHz oder –792 MHz zur Verfügung. Am Ausgang der Frequenzumsetzeinrichtung 5, die als Einseitenbandmischer ausgeführt ist, können somit Lokaloszillatorsignale mit folgenden Frequenzen zur Verfügung gestellt werden:

Für die Bandgruppe BG1: f(Band #1) = 3432 MHz = 3696 MHz – 264 MHz f(Band #2) = 3960 MHz = 3696 MHz + 264 MHz f(Band #3) = 4488 MHz = 3696 MHz + 792 MHz Für die Bandgruppe BG3: f(Band #7) = 6600 MHz = 7392 MHz – 792 MHz f(Band #8) = 7128 MHz = 7392 MHz – 264 MHz f(Band #9) = 7656 MHz = 7392 MHz + 264 MHz

Somit können Lokaloszillatorsignale mit sechs verschiedenen Frequenzen in zwei Bandgruppen mit einem Oszillator und unter Bereitstellung von nur zwei Hilfssignalen erzeugt werden. Dies geschieht nach dem erfindungsgemäßen Prinzip mit wenig Aufwand und kann durch die Schaltungsanordnung 8 Platz sparend realisiert werden.

3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen Hilfssignalgenerator 6 nach dem erfindungsgemäßen Prinzip. Der Hilfssignalgenerator 6 weist zwei Speicherelemente 64 und 65 sowie zwei Digital-Analog-Umsetzer 66 und 67 auf, denen über den Eingang 61 ein Taktsignal zugeführt wird. Der Steuereingang 63 ist mit den Speicherelementen 64 und 65 gekoppelt. Die Digital-Analog-Umsetzer 66 und 67 sind eingangsseitig mit den Speicherelementen 64 und 65 gekoppelt und geben an ihren Ausgängen 62 ein Hilfssignal als I/Q-Komponenten ab.

Als Taktsignal kann dem Hilfssignalgenerator 6 das Referenzfrequenzsignal zugeführt werden. Es dient zur Ableitung eines Speichertakts und einer Abtastfrequenz der Digital-Analog-Umsetzer 66 und 67. Die in den Speicherelementen 64 und 65 abgelegten digitalisierten Schwingungen werden von den Digital-Analog-Umsetzern 66 und 67 in das analoge Hilfssignal mit I/Q-Komponenten umgesetzt.

Beispielsweise sind im Speicherelement 64 digitalisierte Werte für eine I-Komponente abgelegt, die vom Digital-Analog-Umsetzer 66 in eine analoge Schwingung gewandelt werden, während im Speicherelement 65 digitalisierte Werte für eine Q-Komponente abgelegt sind, die vom Digital-Analog-Umsetzer 67 in die analoge Q-Komponente umgesetzt werden.

Dabei sind in den Speicherelementen 64 und 65 wenigstens zwei verschiedene I/Q-Signale mit verschiedenen Frequenzen digitalisiert abgelegt, die über ein Signal am Steuereingang 63 ausgewählt werden können. Beispielsweise sind hier Signale mit einer Frequenz von 264 MHz und 792 MHz abgelegt.

In 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Hilfssignalgenerator 6 nach dem erfindungsgemäßen Prinzip gezeigt. Ein Frequenzteiler 601 mit einem Teilerverhältnis von sieben ist eingangsseitig mit dem Eingang 61 des Hilfssignalgenerators 6 verbunden. An seinem Ausgang, der zur Abgabe von I/Q-Komponenten ausgebildet ist, ist ein Frequenzteiler 602 mit einem Teilerverhältnis von vier sowie ein Einseitenbandmischer 603 angeschlossen. Ein zweiter Eingang des Einseitenbandmischers 603 ist mit dem Ausgang des Frequenzteilers 602 gekoppelt. Des Weiteren sind der Ausgang des Frequenzteilers 602 und der Ausgang des Einseitenbandmischers 603 jeweils über einen Phasenumkehrer 604 mit einer Auswahleinrichtung 605 gekoppelt. Die Phasenumkehrer 604 und die Auswahleinrichtung 605 weisen jeweils einen Steuereingang 63 auf.

Am Eingang 61 kann dem Hilfssignalgenerator 6 beispielsweise das Referenzfrequenzsignal zugeführt werden. Dieses weist beispielsweise eine Frequenz von 7392 MHz auf. Am Ausgang des Frequenzteilers 601 liegt somit ein I/Q-Signal mit einer Frequenz von 1056 MHz vor. Nach einer weiteren Frequenzteilung durch den Frequenzteiler 604 um den Faktor vier wird ein I/Q-Signal mit einer Frequenz von 264 MHz erzeugt. Durch eine Mischung der Signale mit 1056 MHz und 264 MHz entsteht am Ausgang des Einseitenbandmischers ein I/Q-Signal mit einer Frequenz von 792 MHz. Durch die Phasenumkehrer 604 kann bei einem entsprechenden Signal am Steuereingang 63 die Quadratur-Komponente des Signals invertiert, das heißt um 180° phasenverschoben werden. Somit stehen in der Auswahleinrichtung 605 Hilfssignale mit einer Frequenz von ±264 MHz und ±792 MHz zur Auswahl, die schließlich über das Signal am Steuereingang 63 bestimmt wird.

5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Phasenregelkreises nach dem erfindungsgemäßen Prinzip mit der Schaltungsanordnung 8. Der Phasenregelkreis umfasst die Schaltungsanordnung 8, die einen Signaleingang 1, einen Steuereingang 81 sowie einen Signalabgriff 82 aufweist. Am Signalausgang 2 gibt die Schaltungsanordnung 8 ein Lokaloszillatorsignal in Form von I/Q-Komponenten ab. Der Signalabgriff 82 ist mit dem Eingang 91 eines Frequenzteilers 9 mit einem Teilerverhältnis M gekoppelt. Der Phasenregelkreis umfasst zudem einen Phasendetektor 10, dessen erster Eingang 101 zur Zuführung eines Bezugsfrequenzsignals ausgebildet ist und dessen zweiter Eingang 102 mit dem Ausgang 92 des Frequenzteilers 9 gekoppelt ist. Der Regelausgang 103 des Phasendetektors 10 ist mit einem Eingang 111 eines spannungsgesteuerten Oszillators 11 verbunden. Dessen Ausgang 112 ist an dem Signaleingang 1 der Schaltungsanordnung 8 angeschlossen.

Das Bezugsfrequenzsignal am Eingang 101 des Phasendetektors 10 kann beispielsweise direkt von einem Quarzoszillator geliefert werden oder ist über einen Spannungsteiler aus dem Signal eines Quarzoszillators abgeleitet. Im Phasendetektor 10 wird dieses Signal mit dem rückgekoppelten Signal am Eingang 102 verglichen. Dazu weisen beide Signale im Idealfall die gleiche Frequenz auf. Da die Frequenz des Signals am Signalabgriff 82 in der Regel deutlich höher ist als die des am Eingang 101 anliegenden Signals, wird sie mit dem Frequenzteiler 9 mit dem Teilerverhältnis M auf den passenden Wert heruntergeteilt. Frequenzabweichungen werden im spannungsgesteuerten Oszillator 11 durch ein Signal am Regelausgang 103 korrigiert. Beispielsweise ist der Signalabgriff 82 gekoppelt mit dem Frequenzabgriff 82a, zu sehen in 2, sodass ein Signal mit einer Frequenz von 7392 MHz zurückgeführt wird. Wenn der Phasendetektor direkt an einen handelsüblichen Quarzoszillator mit einer Frequenz von 19,2 MHz angeschlossen ist, so wird im Frequenzteiler 9 ein ganzzahliges Teilerverhältnis von M = 385 benötigt, um die Frequenz des rückgeführten Signals an die 19,2 MHz anzupassen.

Die Nutzung eines handelsüblichen Quarzoszillators birgt mehrere Vorteile. Da Quarzoszillatoren in vielen Anwendungen, wie zum Beispiel in der Mobilfunktechnologie benötigt werden, werden sie in großen Stückzahlen produziert und sind damit günstig verfügbar. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn in anderen Teilen einer Schaltung ohnehin ein Quarzoszillator eingesetzt ist und dieser verwendet werden kann, beispielsweise der Quarzoszillator in einem Mobiltelefon.

Über den Steuereingang 81, der intern mit dem Steuereingang 44 und dem Steuereingang 63 gekoppelt ist, können eine Bandgruppe und eine Frequenz innerhalb der Bandgruppe, das heißt die Frequenz des Lokaloszillatorsignals ausgewählt werden. Die Frequenz des rückgeführten Signals am Signalabgriff 82 wird dadurch nicht beeinflusst.

6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Verwendung der Schaltungsanordnung 8 in einer Sende- und Empfangseinrichtung. Die Sende- und Empfangseinrichtung umfasst eine Basisbandeinheit 14 für den Sendepfad, die ausgangsseitig an einen I/Q-Mischer 12 angeschlossen ist. Über den Signalausgang 2 wird von der Schaltungsanordnung 8 das Lokaloszillatorsignal als I/Q-Komponenten an den I/Q-Mischer 12 zugeführt. Das gemischte Signal wird über einen Verstärker 16, der als Leistungsverstärker, englisch power amplifier, ausgeführt ist, und einen Antennenumschalter 17 zur Abstrahlung an die Antenne 18 zugeführt.

Ein über die Antenne 18 empfangenes Signal wird über den Antennenumschalter 17 und den Verstärker 15 an einen I/Q-Mischer 12 im Empfangspfad weitergegeben. Der Verstärker 15 ist als rauscharmer Vorverstärker ausgeführt, englisch low noise amplifier. Auch der I/Q-Mischer 12 des Empfangspfads wird durch das Lokaloszillatorsignal als I/Q-Komponenten aus der Schaltungsanordnung 8 versorgt. Das gemischte Signal wird in einer Basisbandeinheit 13 des Empfangspfads verarbeitet. Über den Steuereingang 81 kann die Frequenz des Lokaloszillatorsignals ausgewählt werden.

Sowohl im Sende- als auch im Empfangspfad erfolgt die Mischung in einem direkt umsetzenden Verfahren. Dabei werden die zu übertragenden Daten direkt, das heißt ohne Umsetzung auf Zwischenfrequenzen, auf ein Signal mit der Sendefrequenz umgesetzt, beziehungsweise das empfangene Signal wird direkt in die empfangenen Daten umgesetzt. Der Antennenumschalter 17 dient zum Trennen des Sendepfads vom Empfangspfad.

Die verschiedenen Ausgestaltungen lassen sich kombinieren, ohne dass dies dem Wesen der Erfindung widerspricht. Insbesondere beschränkt sich die Frequenzerzeugung nicht auf die in den Ausführungsbeispielen angegebenen Frequenzen, vielmehr erstreckt sich das beschriebene Prinzip auf alle Anwendungsgebiete, bei denen Lokaloszillatorsignale für mehrere Frequenzbänder mit geringem Aufwand erzeugt werden müssen.

1, 1a
Signaleingang
2
Signalausgang
3, 7, 9
Frequenzteiler
4
Auswahleinrichtung
5
Frequenzumsetzeinrichtung
6
Hilfssignalgenerator
8
Schaltungsanordnung
10
Phasendetektor
11
Oszillator
12
Mischer
13, 14
Basisbandeinheit
15, 16
Verstärker
17
Antennenumschalter
18
Antenne
31, 71, 91
Eingang Frequenzteiler
32, 72, 92
Ausgang Frequenzteiler
41, 42
Eingang Auswahleinrichtung
43
Ausgang Auswahleinrichtung
44, 63
Steuereingang
51, 52
Eingang Frequenzumsetzeinrichtung
53
Ausgang Frequenzumsetzeinrichtung
61
Eingang Hilfssignalgenerator
62
Ausgang Hilfssignalgenerator
64, 65
Speicherelement
66, 67
Digital-Analog-Umsetzer
81
Steuereingang
82, 82a, 82b
Frequenzabgriff
101, 102
Eingang Phasendetektor
103
Regelausgang
601, 602
Frequenzteiler
603
Einseitenbandmischer
604
Phasenumkehrer
605
Auswahleinrichtung
BG1, BG2, BG3, BG4, BG5
Bandgruppen
Band #1, ..., Band #14
Frequenzbänder
M, N
Teilerverhältnis


Anspruch[de]
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen, umfassend

– einen Signaleingang (1) zum Zuführen eines Referenzfrequenzsignals mit einer ersten Arbeitsfrequenz;

– einen Signalausgang (2) zum Abgreifen eines Lokaloszillatorsignals;

– mindestens einen Frequenzteiler (3) zum Ableiten eines zweiten Signals mit einer zweiten Arbeitsfrequenz aus dem Referenzfrequenzsignal;

– eine Auswahleinrichtung (4) mit einem ersten Eingang (42), der an den Signaleingang (1) angeschlossen ist, einem zweiten Eingang (41), der an den Ausgang (32) des Frequenzteilers angeschlossen ist, einem Ausgang (43) und einem Steuereingang (44), die Auswahleinrichtung ausgeführt zur Kopplung des ersten oder des zweiten Eingangs (42, 41) auf den Ausgang (43) in Abhängigkeit eines Signals am Steuereingang (44);

– einen Hilfssignalgenerator (6) zur Erzeugung eines ersten Hilfssignals mit einer ersten Frequenz und/oder wenigstens eines zweiten Hilfssignals mit einer zweiten Frequenz, bei dem das erste und das zweite Hilfssignal abgeleitet sind aus dem Referenzfrequenzsignal, und der einen Steuereingang (63) zur Auswahl des ersten oder des wenigstens zweiten Hilfssignals aufweist;

– eine Frequenzumsetzeinrichtung (5) mit einem ersten Signaleingang (51), angeschlossen an den Ausgang (43) der Auswahleinrichtung (4), einem zweiten Signaleingang (52), angeschlossen an einen Ausgang (62) des Hilfssignalgenerators (6), und einem Ausgang (53), ausgebildet zur Abgabe des aus den eingangsseitig anliegenden Signalen abgeleiteten Lokaloszillatorsignals.
Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei der die Frequenzumsetzeinrichtung (5) als ein Einseitenband-Mischer ausgeführt ist. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, bei der vor dem Signaleingang (1) der Schaltungsanordnung wenigstens ein zweiter Frequenzteiler (7) zum Ableiten des Referenzfrequenzsignals mit der ersten Arbeitsfrequenz aus einem am Eingang (71) des wenigstens zweiten Frequenzteilers (7) anliegenden Signals geschaltet ist. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der nach dem Signalausgang (2) der Schaltungsanordnung eine Einrichtung geschaltet ist, die zur Abgabe von Inphase- und Quadratur-Komponenten ausgebildet. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 4, bei der der wenigstens eine zweite Frequenzteiler (7) zur Abgabe von Inphase- und Quadratur-Komponenten ausgebildet ist. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Hilfssignalgenerator (6) mindestens einen Frequenzteiler (601, 602) und mindestens einen Einseitenband-Mischer (603) umfasst. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der der Hilfssignalgenerator (6) mindestens ein Speicherelement (64, 65) und mindestens einen Digital-Analog-Umsetzer (66, 67) umfasst. Phasenregelkreis mit einer Schaltungsanordnung (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend:

– einen Phasendetektor (10), der einen ersten Eingang (101) zur Zuführung eines Bezugsfrequenzsignals, einen zweiten Eingang (102) zur Zuführung eines Rückkopplungssignals und einen Regelausgang (103) aufweist;

– einen spannungsgesteuerten Oszillator (11), dessen Eingang (111) an den Regelausgang (103) des Phasendetektors (10) und dessen Ausgang (112) an den Signaleingang (1) der Schaltungsanordnung angeschlossen ist;

– bei dem die Schaltungsanordnung einen Signalabgriff (82) aufweist, der über einen Frequenzteiler (9) mit dem zweiten Eingang (102) des Phasendetektors (10) gekoppelt ist.
Phasenregelkreis nach Anspruch 8, bei dem der Frequenzteiler (9) ein einstellbares Teilerverhältnis aufweist. Phasenregelkreis nach einem der Ansprüche 8 bis 9, bei dem der Signalabgriff (82) an dem ersten Eingang (42) der Auswahleinrichtung (4) angeschlossen ist. Phasenregelkreis nach einem der Ansprüche 8 bis 9, bei dem der Signalabgriff (82) an dem zweiten Eingang (41) der Auswahleinrichtung (4) angeschlossen ist. Phasenregelkreis nach einem der Ansprüche 8 bis 9, bei dem der Signalabgriff (82) am Signaleingang (1) der Schaltungsanordnung angeschlossen ist. Verfahren zur Erzeugung von Lokaloszillatorsignalen, umfassend die Schritte:

– Bereitstellen eines Referenzfrequenzsignals mit einer ersten Arbeitsfrequenz;

– Ableiten eines zweiten Signals mit einer zweiten Arbeitsfrequenz aus dem Referenzfrequenzsignal über einen Frequenzteiler;

– Auswählen des Referenzfrequenzsignals oder des zweiten Signals als Hauptsignal durch ein erstes Auswahlsignal;

– Ableiten von wenigstens zwei Hilfssignalen aus dem Referenzfrequenzsignal;

– Auswählen eines der wenigstens zwei Hilfssignale als Nebensignal durch ein zweites Auswahlsignal;

– Mischen des Hauptsignals und des Nebensignals zu einem Lokaloszillatorsignal.
Verfahren nach Anspruch 13, bei dem der Schritt des Mischens eine Einseitenbandmodulation umfasst. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 14, bei dem der Schritt des Bereitstellens die Schritte umfasst:

– Bereitstellen eines Signals;

– Ableiten des Referenzfrequenzsignals aus dem bereitgestellten Signal über einen Frequenzteiler.
Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, bei dem das Lokaloszillatorsignal eine Inphase-Komponente und eine Quadratur-Komponente aufweist. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, bei dem das Referenzfrequenzsignal und alle aus dem Referenzfrequenzsignal abgeleiteten Signale Inphase- und Quadratur-Komponenten aufweisen. Verwendung einer Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 in einer direktumsetzenden Sende- und Empfangseinrichtung.






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